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Neue "Rote Liste" liegt vor Das Okapi ist vom Aussterben bedroht

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Der Zoo in Antwerpen konnte sich 2012 über Okapi-Nachwuchs freuen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Okapi sieht ein bisschen aus wie eine Kreuzung aus Giraffe, Zebra und Känguru. Den meisten dürfte das Tier unbekannt sein. Das könnte leider auch so bleiben, denn das Okapi ist stark bedroht. Grund dafür ist auch der Bürgerkrieg im Kongo.

Das Okapi ist unmittelbar vom Aussterben bedroht. Wie die Weltnaturschutzunion (IUCN) mitteilte, ist die Zahl der auch als Waldgiraffen bekannten Tiere kräftig geschrumpft. Die vor allem im Kongo beheimateten Okapis sind kastanien- bis schwarzbraun und an den Oberschenkeln zebraähnlich weiß quer gestreift. Der bewaffnete Konflikt in dem afrikanischen Land sowie illegaler Bergbau hätten den Lebensraum der Tiere stark eingeschränkt. Hinzu kämen Wilderer.

Das erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte Okapi gilt in der Demokratischen Republik Kongo als nationales Symbol - es ziert auch einige Banknoten. "Um das Überleben des Okapis zu sichern, muss die Regierung bei den Bemühungen zur Beendigung des Bürgerkrieges und der Bekämpfung der Armut unterstützt werden", forderte IUCN-Expertin Noëlle Kümpel. Das Okapi wird in der Roten Liste der gefährdeten Tierarten jetzt als "stark gefährdet" geführt.

Erfolge bei der Erhaltung anderer Tierarten

Noch stärker bedroht sind fast 200 Vogelarten, darunter seit neuestem auch die in Äthiopien, Simbabwe und Südafrika vorkommende Spiegelralle (Sarothrura ayresi). Etwas verbessert hat sich dagegen die Situation der Lederschildkröte, des Kalifornischen Insel-Graufuchses und zweier Albatrosarten (Schwarzbrauenalbatros sowie Schwarzfußalbatros).

"Diese Aktualisierung der Roten Liste zeigt einige fantastische Erfolge bei der Erhaltung von Tierarten, von denen wir für die Zukunft lernen müssen", wurde Jane Smart zitiert. Sie ist Direktorin des IUCN Global Species Programme. Die Botschaft insgesamt bleibe allerdings düster: "Obwohl bei einigen Arten Verbesserungen zu verzeichnen sind, gibt es mit jedem Update eine deutlich größere Anzahl bedrohter Arten. Die Welt muss dringend mehr tun, um diesen verheerenden Trend abzuwenden."

Quelle: n-tv.de, sko/dpa

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