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Ausgetrocknete Flüsse, verdorrte Landschaften Dürreperioden in Europa werden intensiver

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Was aussieht wie ein ausgetrockneter Fluss in Afrika, ist in Wirklichkeit das Ufergebiet des Rheins bei Düsseldorf (Archivbild 2003).

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Tropische Hitze und unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen: Immer häufiger bekommt Europa die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Für Wissenschaftler ist die Situation alarmierend. Sie erwarten, dass Trockenperioden um bis zu 80 Prozent zunehmen.

Europa drohen einer aktuellen Studie zufolge künftig strengere und längere Dürrephasen. Ursache ist die Klimaerwärmung gekoppelt mit steigendem Wasserverbrauch, wie aus einer Untersuchung von Wissenschaftlern der EU-Forschungsstelle und der Universität Kassel hervorgeht. Vor allem in Südeuropa könnten bis zum Ende des Jahrhunderts die Niedrigwasserstände der Flüsse nochmals deutlich sinken und die Häufigkeiten von Trockenperioden um bis zu 80 Prozent zunehmen, heißt es in der im Online-Journal "Hydrology and Earth System Sciences" publizierten Studie.

"Unsere Forschungen zeigen, dass viele Flussbecken vor allem im südlichen Europa in Folge des Klimawandels weniger Wasser führen könnten", erläuterte der EU-Wissenschaftler Giovanni Forzieri. "Eine steigende Wasser-Nachfrage angesichts der wachsenden Einwohnerzahl und durch die Industrie dürfte die Pegelstände der Flüsse noch weiter sinken lassen."

Länger anhaltende Dürreperioden durch die Erderwärmung dürften den Forschern zufolge vor allem auf der Iberischen Halbinsel sowie in Südfrankreich, Italien und den Balkanstaaten auftreten. Durch den zusätzlichen Wasserverbrauch könnten aber neben dem Süden auch der Westen und die Mitte Europas sowie Teile Großbritanniens von intensiven Trockenphasen betroffen sein.

Quelle: n-tv.de, sni/AFP

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