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"Swarm"-Satelliten liefern Daten Erdmagnetfeld wird nicht überall schwächer

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Das Magnetfeld der Erde im Juni 2014 auf einer Illustration der European Space Agency (ESA).

(Foto: dpa)

Seit November sind die drei europäischen "Swarm"-Satelliten unterwegs im All. Sie nehmen das Magnetfeld der Erde unter die Lupe. Der Schutzschild wird schwächer - aber nicht überall.

Das lebenswichtige Magnetfeld der Erde wird zur Verblüffung von Weltraumforschern nicht überall schwächer. Das geht aus ersten Daten des europäischen Satelliten-Trios "Swarm" hervor, die Wissenschaftler der europäischen Weltraumagentur Esa bei einer Konferenz in Kopenhagen vorstellten. Der Schutzschild vor gefährlichen Teilen aus dem All nimmt seit vielen Jahrzehnten langsam ab.

"In manchen Regionen haben wir aber sogar eine Intensivierung, zum Beispiel südöstlich von Afrika", sagte der Forscher Nils Olsen. Am stärksten nimmt das Magnetfeld dagegen in der westlichen Hemisphäre ab. Mancherorts, wie etwa in der Südatlantik-Region, werde das Feld sogar bis zu zehn Mal so schnell schwächer als im globalen Durchschnitt, berichteten die Forscher.

Detaillierte Weltübersicht

Die Satelliten "Alpha", "Bravo" und "Charlie" sind seit November 2013 in einer Höhe von rund 500 Kilometern unterwegs und liefern seitdem genaue Daten über Stärke, Richtung und Schwankungen des Magnetfeldes. Die große Errungenschaft, die sich die Forscher von dem Einsatz der Satelliten erhoffen, ist eine weltweite detaillierte Übersicht über das Magnetfeld und seine Veränderungen. Weil durch Teilchenschauer etwa Stromnetze gestört werden könnten, sei es "wichtig zu wissen, wie ein magnetisches Feld sich entwickelt", sagte Olsen.

Die ersten Satellitendaten haben außerdem die Wanderung des magnetischen Nordens Richtung Sibirien bestätigt. Durch das "Swarm"-Trio wollen die Wissenschaftler auch Aufschlüsse etwa über das Weltraumwetter gewinnen.

Die Satelliten könnten nach Einschätzung der Forscher viel länger im All bleiben als geplant. "Wir nehmen an, dass "Swarm" länger dauert als vier Jahre - alles sieht danach aus", sagte der Wissenschaftler Roger Haagmans. Bis zu zehn Jahre könnten die drei baugleichen Satelliten demnach den lebenswichtigen Schutzschild vor gefährlichen Teilchen aus dem All erkunden.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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