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Kinder am meisten gefährdet Gefährliche Schlangenbisse

Für Erwachsene harmlose Bisse von einheimischen Schlangen können für Kinder schlimmere Folgen haben. Bei Bissen der in Deutschland häufigsten Giftschlange, der Kreuzotter, sollten Eltern das betroffene Körperteil ruhigstellen, aber nicht abbinden.

Das rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München. Zudem dürfe das Gift nicht ausgesaugt oder die Bissstelle ausgeschnitten werden. Kreuzottern leben in Waldnähe, an Mooren oder in Gebirgen bis 3000 Metern Höhe.

"Nach dem Biss sollten Eltern möglichst rasch einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen und die nächste Giftzentrale informieren, damit das Kind beobachtet und gegebenenfalls ein Gegengift verabreicht werden kann", sagt Kinderarzt Thomas Fendel. Das typische Kennzeichen eines Bisses sind zwei symmetrische, etwa einen Zentimeter auseinander liegende Male von den Giftzähnen, Schmerzen und eine Schwellung, die im Verlauf von drei Tagen zunimmt. Die Haut verfärbt sich an der Bissstelle bläulich. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.

Nur im Urlaub in südosteuropäischen Ländern bis nach Venetien, aber auch in Südtirol und Kärnten besteht die Gefahr, von einer Sandviper gebissen zu werden. Das Gift der größten und gefährlichsten Schlange Europas wirke lähmend auf das Atemzentrum, störe die Blutgerinnung und könne Gefäße und Gewebe schädigen, erklärt Fendel. Für Kinder könne ein Biss lebensbedrohlich sein. Deshalb sollten Eltern ihr Kind sofort zum Arzt bringen. Wo die Giftzähne in die Haut eingedrungen sind, zeichnen sich in etwa sechs Millimetern Entfernung zwei blutende Stellen ab. Der Gebissene erbleicht, während die Bissstelle rot anschwillt.

Quelle: n-tv.de