Kopfschmerz und steifer NackenHirnhautentzündung möglich
Weitere typische Anzeichen sind starke Kopfschmerzen, Berührungsempfindlichkeit und Lichtempfindlichkeit.
Ein steifer Nacken und hohes Fieber können auf eine Hirnhautentzündung hinweisen. Weitere typische Anzeichen sind starke Kopfschmerzen, Berührungsempfindlichkeit und Lichtempfindlichkeit, erläutert Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN).
"Die Krankheitszeichen können sich binnen weniger Stunden entwickeln." Oft beginne eine Meningitis mit erkältungsähnlichen Symptomen, bevor die charakteristische Nackensteife und hohes Fieber auftreten. Falls das Gehirn ebenfalls betroffen ist, kann es zu Benommenheit bis hin zum Koma kommen.
Kinder haben dabei laut Beil häufig andere Beschwerden als Erwachsene. So klagen Kleinkinder möglicherweise über Bauchweh, leiden an Appetitlosigkeit, erbrechen sich und neigen zu Krampfanfällen. Säuglinge sind hingegen besonders schläfrig, reagieren schreckhaft und verweigern die Nahrung. "Gerade bei kleinen Patienten besteht daher die Gefahr, dass eine Hirnhautentzündung zunächst übersehen wird", warnt der Neurologe.
Die Hirnhautentzündung trete in Deutschland gehäuft in den Winter- und Frühlingsmonaten auf. Bakterien oder Viren sind die häufigsten Verursacher. Bleibt eine bakterielle Hirnhautentzündung unbehandelt, verläuft sie fast immer tödlich. "Patienten mit Verdacht auf eine Meningitis müssen daher umgehend zum Arzt. Im Falle einer bakteriellen Infektion erfolgt sofort eine Antibiotika-Gabe - auch vorbeugend für Familienmitglieder und nahe Kontaktpersonen", erklärt Beil.