Wissen

Geschwollene LymphknotenKatzenkratzer als Ursache?

16.01.2008, 09:50 Uhr

Die Katzenkratzkrankheit ist vergleichsweise wenig bekannt, kommt aber auch in Deutschland immer wieder vor. Sie äußert sich durch Bläschen auf der Haut, eine Lymphknotenschwellung, Fieber, Kopfweh und Erbrechen.

Kratzende Katzen können bei ihren Haltern eine unangenehme Erkrankung verursachen. Die weltweit vorkommende Katzenkratzkrankheit (KKK) äußere sich vor allem durch stark anschwellende Lymphknoten, berichtet eine medizinische Fachzeitung.

Oft zeige sich einige Tage nach der Infektion aber nur ein rotbraunes Bläschen an der gekratzten Hautstelle, das nicht selten für einen Insektenstich gehalten werde, schreibt Prof. Tino Schwarz aus Würzburg. Einige Zeit später beginnt die Lymphknotenschwellung, begleitet von Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen.

Die Krankheit ist den Angaben zufolge vergleichsweise wenig bekannt, obwohl sie auch in Deutschland immer wieder vorkommt. So seien bundesweit etwa 13 Prozent der Hauskatzen und sogar 70 Prozent der streunenden Katzen mit dem Erreger Bartonella henselae infiziert. Die Katzenkratzkrankheit heilt laut Prof. Schwarz meist spontan und ohne antibiotische Behandlung aus. In seltenen Fällen komme es zu neurologischen Komplikationen wie etwa einer Gehirn- oder Hirnhautentzündung. Unklar sei noch, ob die Krankheit auch durch Katzenflöhe übertragen werden kann.