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Biofeedback-Therapie kann helfen Migräneanfälle verhinderbar

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Die Biofeedback-Methode macht meist mit Hilfe von elektronischen Hilfsmitteln bestimmte Vorgänge im Körper bewusst und können so mit dem Willen beeinflusst werden.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Migräne-Patienten können mit Hilfe einer speziellen Biofeedback-Therapie lernen, ihre Migräneanfälle gezielt zu verhindern oder sie wenigstens zu mildern.

Sie sehen dabei die problematische Anspannung, die Blutgefäße im Kopf erweitert und so die Kopfschmerzen auslöst, auf einem Monitor, erklärt Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld.

Anhand eines sich verengenden oder erweiternden Rings erkennen Betroffene, wie sie sich durch Konzentration und bestimmte Gedanken gezielt entspannen können. So üben sie, die Erweiterung der Gefäße und damit den Schmerz so wirksam wie durch Medikamente zu verhindern.

Nach wenigen Biofeedback-Sitzungen sind die meisten Patienten laut dem BVDN in der Lage, Körperfunktionen durch ihren Willen zu beeinflussen. Danach könnten sie das Training selbstständig ohne technische Hilfsmittel fortsetzen. Die Biofeedback-Therapie eigne sich vor allem für Patienten, die mindestens dreimal im Monat Migräne haben oder deren Anfälle länger als drei Tage dauern. Acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Migräne. Frauen seien zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer.

Quelle: n-tv.de, dpa

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