Schon bei VerdachtMit Knochenbruch zum Arzt
Knochenbrüche können auch Betroffene selbst nicht immer auf Anhieb erkennen, deshalb sollte man schon bei Verdacht auf einen Bruch unbedingt zum Arzt gehen.
Knochenbrüche können auch Betroffene selbst nicht immer auf Anhieb erkennen. Wer sich nach einem Sturz oder Unfall unsicher ist, sollte deshalb auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, rät Stefan Osche, Referent für Erste Hilfe beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Berlin. Dies gelte bereits beim geringsten Verdacht auf einen Bruch.
"Gerade bei kleinen Gliedmaßen wie Zehen oder Fingern ist die Gefahr groß, dass man sagt: "Ach, da wird schon nichts sein!"", sagt Osche. Wird ein Bruch jedoch nicht rechtzeitig behandelt, drohen Komplikationen. So wachsen möglicherweise die Bruchenden nicht wieder richtig zusammen, oder es kommt zu einer Infektion.
Generell deuten zunächst mehr oder weniger starke Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Körperteils auf einen Knochenbruch hin. "Dazu kann eine Schwellung kommen, wenn es ein geschlossener Bruch ist -dann blutet es ins Gewebe oder ins Gelenk", erläutert der Experte vom DRK.
Ein deutlicheres Signal für einen Bruch ist eine ungewöhnliche Lage des Körperteils -zum Beispiel ein abstehender Finger oder ein "verdrehtes" Bein. Vergleichsweise einfach erkennen lassen sich nach Stefan Osches Worten offene Brüche: Dabei sind durch eine Wunde hindurch Teile des geschädigten Knochens zu sehen.