Nach SchlaganfallStress macht alles schlimmer
Noch Tage nach einer Gehirnblutung oder einem Schlaganfall können plötzlich Erregungswellen der Hirnrinde auftreten und weitere schwere Hirnschäden verursachen.
Noch Tage nach einer Gehirnblutung oder einem Schlaganfall können plötzlich Erregungswellen der Hirnrinde auftreten und weitere schwere Hirnschäden verursachen. Die so genannten Depolarisationswellen können laut einer Studie Nervenzellen absterben lassen und unter Umständen zum Tod führen.
In der Hirnrinde liegen Milliarden Nervenzellen, die in unzähligen Schaltkreisen miteinander verknüpft sind. Auf Stress reagieren sie mitunter mit einem Zusammenbruch ihres Membranpotenzials, das für die Erregbarkeit der Zellen notwendig ist.
Dieser Zusammenbruch kann nach einer Studie der Berliner Charit große Nervenzellverbände erfassen und sich in benachbarte Hirnregionen ausbreiten. Nach einer Hirnverletzung können solche Depolarisationswellen ein Absterben der Zellen auslösen. Zudem können sie dazu führen, dass sich Gefäße der Mikrozirkulation extrem verengen. Dies löst dann einen Schlaganfall aus, der die Hirnrinde entlang wandert (Cortical Spreading Ischaemia, CSI) und den Nervenzellschaden noch vergrößert.