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Es gibt ihn doch nochSüdchinesischer Tiger gesichtet

19.10.2007, 12:09 Uhr

Der Südchinesische Tiger gilt seit 30 Jahren als ausgestorben. Nun hat ein Dorfbewohner aus dem Landkreis Zhenping in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi mehr als 70 Fotos von einem Jungtier geschossen.

In China ist Berichten zufolge ein bereits seit 30 Jahren für ausgestorben gehaltener Südchinesischer Tiger entdeckt und fotografiert worden. Wie die Umweltstiftung WWF berichtet, habe ein Dorfbewohner im Landkreis Zhenping in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi mehr als 70 Fotos der verloren geglaubten Unterart geschossen. "Anhand der Fotos konnten die Experten das Tier zweifelsfrei als Südchinesischen Tiger identifizieren", sagt Stefan Ziegler, Artenschutzexperte des World Wide Fund for Nature (WWF).

Bei dem aufgenommenen Exemplar handele es sich offensichtlich um ein Jungtier, sagte der Experte. Das lege die Vermutung nahe, dass eine ganze Familie Südchinesischer Tiger (Unterart Panthera tigris amoyensis) tief im Dschungel überlebt habe. Das mache "Mut für die Zukunft". Schätzungen zufolge gebe es weltweit höchstens noch 7000 Tiger in freier Wildbahn, berichtete der WWF. Der internationale Handel mit Tigern und Tigerprodukten sei verboten. In China gelte zusätzlich ein nationales Handelsverbot.

"Dennoch werden nach wie vor Tiger illegal gejagt und trotz hoher Strafen nicht nur über dunkle Kanäle, sondern auch offen auf Märkten verkauft", kritisierte der WWF. Chinesische Medien berichteten von 40 Digitalbildern und 31 Fotos auf konventionellem Film, die der Bauer und ehemalige Jäger Zhou Zhenglong von dem Tiger geschossen habe. Der Öffentlichkeit sei bisher erst eines der Bilder bekannt gemacht worden. In Internetforen zweifelten laut der Zeitung "China Daily" allerdings Experten und Laien die Echtheit des Bildes an. Ein Behördenmitarbeiter verteidigte den Bauern jedoch, der für die Fotos sein "Leben riskiert" habe.