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Antikörper unter der Haut Therapie gegen Sperma-Allergie

Nur sehr wenige Männer überhaupt leiden unter dem "Post Orgasmic Illness Syndrome" - einer Allergie auf das eigene Sperma. Niederländische Forscher schaffen es nun, zwei Betroffene zu hyposensibilisieren und sie fast vollständig von ihren Beschwerden zu befreien.

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Zur Behandlung der Allergie werden unter anderem Antihistaminika und Cortison eingesetzt.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Es gibt sie, auch wenn sie extrem selten ist: die Allergie gegen das eigene Sperma. Erst im Jahr 2002 wurde das so genannte "Post Orgasmic Illness Syndrome" (POIS) das erste Mal diagnostiziert – selbst unter Ärzten ist es noch weitgehend unbekannt. Niederländische Wissenschaftler berichten nun von einer erfolgreichen Immunisierung gegen die außergewöhnliche Allergie. Die Forscher berichten darüber im US-Fachmagazin "The Journal of Sexual Medicine".

Die Symptome der POIS treten schon wenige Minuten nach dem Samenerguss auf und halten unter Umständen sieben Tage lang an. Sie reichen von grippeähnlichen Beschwerden wie Augen- und Nasenschleimentzündungen über Erschöpfung, Muskelschwäche bis hin zu depressiven Phasen.

Den Niederländern gelang es,  zwei Männer, die unter POIS leiden, zu hyposensibilisieren. Die Wissenschaftler spritzten den Patienten über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren eine stetig steigende Dosierung mit Antikörpern des eigenen Ejakulats unter die Haut. Durch diese Therapie konnten bei den Männern die Beschwerden erheblich vermindert werden, bei einem der beiden sogar um 90 Prozent.

Quelle: ntv.de, fma