Die politische PerspektiveToleranz meint auch Verständnis
Es geht nicht darum, die Meinung des anderen zu übernehmen. Doch dass Toleranz mehr ist, als nebeneinander herzuleben, hebt Staatsministerin Maria Böhmer bei n-tv.de hervor. Offen für den anderen zu sein und aktiv aufeinander zuzugehen, ist eine Voraussetzung für gutes Zusammenleben - gerade in einem Land mit wachsender Vielfalt.
300 Jahre nach dem Geburtstag des Preußenkönigs Friedrich II. hat Toleranz als Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben nicht an Bedeutung verloren. Gerade angesichts der wachsenden Vielfalt in unserem Land ist es entscheidend, offen für den anderen zu sein und aktiv aufeinander zuzugehen. Es gilt, Verständnis füreinander zu zeigen, ohne die Meinung des anderen übernehmen zu müssen.
Toleranz ist ein wesentliches Merkmal unserer freiheitlichen und pluralistischen Gesellschaft. Toleranz hört auf, wenn die Werte unseres Grundgesetzes, wie die Menschenwürde, die Meinungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frau oder die Religionsfreiheit missachtet werden. Für das Zusammenleben in unserem Land ist es von zentraler Bedeutung, dass diese Werte von jedem Einzelnen gelebt werden. Es ist nicht hinnehmbar, wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder aus anderen Gründen ausgegrenzt oder diskriminiert werden.
Jeder Einzelne ist gefordert, Vorurteile abzubauen, Hürden zu überwinden und Mauern in den Köpfen einzureißen. Wenn jeder, unabhängig von seiner Herkunft, in seinem persönlichen Umfeld am Arbeitsplatz, in der Schule, im Verein oder in der Nachbarschaft mit gutem Beispiel vorangeht, gelingt das Miteinander in Deutschland noch besser.