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Rasiert sich alles Mögliche: Legat
Rasiert sich alles Mögliche: Legat

Dschungelcamp, Tag 12: Von Machos und anderen Maden

Von Verena Maria Dittrich

Labello-Freund Legat putzt sich fein raus und Sophia stopft alles in sich hinein. Der zwölfte Tag im Camp ist ein Tag voller negativer Energien. Auch der Verzehr schnuckeliger Hoden lenkt von der Misere nicht wirklich ab. Nur "horny" Helena ist glückselig. Ihr Neuer: James Bond!

"Du, Brigitte, weißt du, was das Schöne an dir ist? Du bist so natürlich! Eben habe ich deine Beine gesehen! Von hinten! Die sind so dünn! Voll schön! Und du hast so einen Schlitz in der Mitte, ja, einen Schlitz … Und einen richtigen Knackarsch! Echt schön … Trägst du normalerweise French?" Was sich wie das Drehbuch eines knuffigen Lesbenpornos liest, ist das aalige Bauchpinseln der Wollersheimerin. Problem: Die Troubadourin merkt nicht, dass sie "Briddschett" mit ihrer Minne keineswegs schmeichelt, sondern regelrecht auf den Zeiger geht. "Oh mein God", fragt "Red Sonja" im Dschungeltelefon: "Ob das eine Taktik ist?" Nein, nein, never, "ey"!

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Apropos Taktik: Möglicherweise hat der Legator seine nicht zu Ende gedacht. Immer wieder fällt der Rhetorik-Rüpel durch seine Macho-Sprüche auf. Meist sind sie Ausdruck seines leicht debilen Frauenbildes. Das Dilemma: Legat überspannt den Bogen. Ja, er ist ein Macho. Aber ein Macho mit Grips würde merken, wenn er sich zu weit aus dem Fenster lehnt. Und wenn der Quotenhengst so unüberlegte Schoten raushaut, wie: "Die Alte hätte ich weggeknallt", dann fragt man sich schon, ob bei ihm nicht auch was weggeknallt ist, und zwar die Hälfte seines übriggebliebenen Gehirns, als ihn seine Gebieterin vermöbelt hat, weil er zuhause die Klobrille oben ließ.

Angst vorm Verrecken und schöne Hodenrülpser

Auch Sophia nimmt die negativen Stimmungen, die wie ein naturalistischer Durchfall durchs Camp sausen, schon längere Zeit intensiv wahr. "Ich merke negative Wellen, die greifen mich persönlich an, ich hab das Gefühl, dass die negativ auf mich ausstrahlen". Zu dem diffusen Gefühl der negativen Verstrahlung mischt sich die Angst vor dem "Verrecken", wenn das so weitergeht.

Das war Tag 12 im Dschungelcamp

Held des Tages: Brigitte, die alles schluckt, ohne zu murren.

Schleimerin des Tages: Sophia, die fast in Brigittes Busen krabbelt.

SpongeBob des Tages: Menderes, der sich von Sophia ausquetschen lässt.

Beauty-Queen des Tages: Labello-Freund Legat.

Therapie des Tages: Familienbriefe am Lagerfeuer

Das Camp verlassen muss: Nathalie

Wenigstens könnte dann niemand behaupten, dass es am Hunger gelegen hat, denn zu Essen gibt es für Sophia an Tag 12 reichlich. Gemeinsam mit ihrer "Dschungel-Mommy" statten sie dem Fleischereifachverkäufer ihres Vertrauens einen kleinen Besuch ab. In der "Dschungel-Metzgerei" dürfen sich die blonden Grazien jede Menge Sülze, Truthahnhoden und Kamellippen einpfeifen. "Die Zeit läuft, sobald du den ersten Hoden im Mund hast", kalauert Hartwich wohlfeil. Leider müssen die Hoden-Gourmets das Gewicht des Ekelmenüs vorher abschätzen. Doch ob sie richtig oder falsch liegen, erfahren sie erst, egal, ob sie sich die Hacken bekotzen oder nicht, nachdem sie sich das Zeug vollständig runtergewürgt haben. Obwohl es für Sophia "keine bessere Partnerin als Brridschiddd" gibt und die beiden astrein Brechreiz fördernde "Hodenrülpser" (Hartwich) von sich geben, ergattern sie nicht einen einzigen Stern. Und das, obwohl Brigitte den Madenbrummerchen doch so liebevoll die Köpfe abbeisst!

Ein Thema, das nicht vernachlässigt werden darf, ist die Hygiene: Legats Hygiene. Nachdem er sich als Teamchef inbrünstig über die seiner Ansicht nach übertriebene Pflege der "Weiber" aufgeregt hat, liegt er nun faul rum. Und cremt sich die Lippen ein. Und glotzt eitel in den Spiegel. Und rasiert sich alles Mögliche. Wenn Nathalie sich "die Muschi" rasiert, ist das ein halbes Dschungeldrama, aber wenn ein Thorsten sich unterm Wasserfall legatisch seinen Schwengel schrubbt, ist das okay.

Und sonst so?

Höllena hat sich, irgendwann, als sie im Camp die Orientierung verlor, in einen der Ranger verknallt: "Dieser Security. James Bond ... Ich schwöre es euch! An dem hat mir alles gefallen!", schwarmgeistert sie. Und weiter: "Ich habe so große Augen bekommen. Boahr, was für ein Mann! So, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe! Ich war richtig high."

High, zumindest ein bisschen, ist auch Menderes, der süße Ewok. Gemeinsam mit Sophia begibt er sich auf Schatzsuche. "Schwammpresse" steht auf dem Programm. "Gib mir ten!", schreit die Wollersheimerin ihre ganz eigene Version von "Give me five!" in die Baumkronen. Beide müssen sich in hässliche Wasser aufsaugenden Klamotten zwängen und immer wieder in einen Tümpel tauchen, um über einem leeren Becken das Wasser aus ihren Saug-Kleidern auszuwringen. Schnell sieht Sophias Schwammschlüpper-"Popi" aus wie eine vollgekackte Windel. Doch das hält sie nicht davon ab, Menderes an sich zu drücken und ihn hingebungsvoll zu entwässern. Echt putzig, wie er schüchtern in sich hieinlächelt.

An Tag 12 gibt es auch endlich Briefe aus der Heimat. Herrlich tartüffig, wie manche Camper nach nicht einmal zwei Wochen vor "Heimweh" zu Heulbojen mutieren. Als seien sie seit fuffzig Jahren im Gulag! Wenigstens Nathalie darf die harte russische Lagerwelt Richtung Hotel verlassen - wo sie "schön" weiterschlafen kann.

Dschungelcamp Tag 11 - Balken-Move mit "Hannelore"

Dschungelcamp Tag 10 - Wie ein halber Orgasmus"

Dschungelcamp Tag 9 - Zwei neue Stars am Erotikhimmel

Dschungelcamp Tag 8 - Zehn "Psychos" und ein Pfeifer

Dschungelcamp Tag 7 - Sex auf dem Sofa und eins auf die Fresse

Dschungelcamp Tag 6 - "Die Ficki-Ficki-Frage"

Dschungelcamp Tag 5 - Ran an die Euter!

Dschungelcamp Tag 4 - Die Cojones sind aktiviert

Dschungelcamp Tag 3 - "Nur doofe Männer stehen auf große Brüste"

Dschungelcamp Tag 2 - Klötze in der Buxe

Dschungelcamp Tag 1 - Die Eichel und der Backenzahn

Quelle: n-tv.de

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