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Arafat ist auch acht Jahre nach seinem Tod in den Palästinensergebieten noch allgegenwärtig.
Arafat ist auch acht Jahre nach seinem Tod in den Palästinensergebieten noch allgegenwärtig.(Foto: AP)

Polonium und "mysteriöses Ableben": Arafats Grab wird geöffnet

Auch acht Jahre nach seiner Beerdigung liefert Palästinenserchef Arafat jede Menge Anlass für Spekulationen: Starb er in Paris eines natürlichen Todes oder wurde er vergiftet? Um dies zu klären, machen sich Ermittler jetzt an seinem Grab zu schaffen.

Palästinenserpräsident Abbas vor zwei Tagen am Grab von Arafat.
Palästinenserpräsident Abbas vor zwei Tagen am Grab von Arafat.(Foto: dpa)

Im Zuge der Ermittlungen zum Tod des früheren Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat haben Ermittler mit der Öffnung von dessen Grabkammer begonnen. Palästinensische Mitarbeiter trügen derzeit Zement und Steine von der Ruhestätte in Ramallah im Westjordanland ab, damit eine Probe von der Haut des Leichnams genommen werden könne, hieß es aus dem Umfeld der Familie des im Jahr 2004 Verstorbenen. Die Arbeit an dem Grab werde mindestens 15 Tage dauern. An der Exhumierung sind demnach französische Untersuchungsrichter, Schweizer Experten und russische Ermittler beteiligt.

Der derzeitige Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte sich am Sonntag für die Exhumierung seines Amtsvorgängers ausgesprochen, um sein "mysteriöses Ableben" aufzuklären. Arafats Witwe Suha hatte im Juli in Frankreich Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung ihres Manns erstattet. Ihr Mann war unter bis heute ungeklärten Umständen in einem Militärkrankenhaus bei Paris gestorben.

Anfang Juli hatten Schweizer Experten mitgeteilt, sie hätten an persönlichen Gegenständen Arafats eine erhebliche Konzentration des hochgiftigen Stoffs Polonium nachgewiesen. Die Palästinenser verdächtigen Israel seit Jahren, Arafat ermordet zu haben, was Israel zurückweist.

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Quelle: n-tv.de

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