Wirtschaft
In Frankfurt/Oder geht es künftig unter chinesischer Führung weiter.
In Frankfurt/Oder geht es künftig unter chinesischer Führung weiter.(Foto: picture alliance / dpa)

Hoffnung für 200 Beschäftigte: Chinesen kaufen Conergy-Werk

Gute Nachrichten kurz vor Weihnachten: Für das Solarmodulwerk im brandenburgischen Frankfurt (Oder) hat sich ein Interessent gefunden. Und für den Standort Rangsdorf zeichnet sich eine Lösung ab.

Der chinesische Modulhersteller Astronergy will das Werk des insolventen Photovoltaikunternehmens Conergy in Frankfurt/Oder übernehmen. Im Zuge des Verkaufsprozesses würden allerdings 80 der 280 Stellen gestrichen, hieß es in einer Unternehmensmitteilung.

Chart

Auch bei der Investorensuche für die zweite Conergy- Produktionsgesellschaft Mounting Systems im brandenburgischen Rangsdorf sei eine Lösung in Sicht, hieß es. Hier sollen 150 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Von den 200 Mitarbeitern sind schon jetzt 52 freigestellt. Für beide Unternehmen werde mit einer Vertragsunterzeichnung noch vor Weihnachten gerechnet.

Conergy war einst ein Schwergewicht unter Deutschlands Solarkonzernen. Die Aktie notierte im Technologiewerte-Index TecDax. Das Unternehmen erreichte zeitweise einen Börsenwert von mehr als zwei Milliarden Euro. Der wagemutige Expansionskurs des Solarpark- und -anlagenbauers brachte das Unternehmen schließlich aber in Schieflage.

Seit einiger Zeit steht fest, dass der US-Finanzinvestor Kawa die Mehrheit der weltweit verteilten Vertriebsgesellschaften übernimmt. Die Conergy-Töchter in den USA, Kanada, Singapur und Thailand sind Ende August in sein Eigentum übergangen. Zum 1. Oktober sind auch die beiden deutschen Vertriebs- und Serviceeinheiten Conergy Deutschland GmbH und Conergy Services sowie die Vertriebstöchter in Italien, Großbritannien und Australien in seinem Besitz.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen