Spezial
Montag, 28. März 2011

Chronologie Japan: +++ Liveticker bis einschließlich 27. März+++

Den aktuellen Liveticker zur Katastrophe in Japan finden Sie hier.

+++ 21.07 Greenpeace: Evakuierungszone ausweiten +++
Greenpeace fordert eine Ausweitung der Evakuierungszone rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation herrscht in dem Ort Iitate 40 Kilometer nordwestlich des Kraftwerks eine Strahlenbelastung von bis zu zehn Microsievert pro Stunde. Ein solcher Wert mache eine Evakuierung notwendig. Vor allem für Kinder und Schwangere sei es nicht sicher, weil sie bereits innerhalb weniger Tage der jährlich erlaubten Strahlenbelastung ausgesetzt seien.

+++ 19.28 Tepco-Vize Muto entschuldigt sich für Messfehler +++
Der Vizepräsident des AKW-Betreiber Tepco entschuldigt sich für den Fehler, dass die Strahlung im Wasser des Turbinengehäuses von Reaktor 2 mit einer tödlichen Dosis von zehn Millionen Mal der Normalstrahlung angegeben wurde. "Es tut mir sehr leid", sagt der Manager Muto zu der neuen Panne des Konzerns, der für sein Krisenmanagement und wegen mangelhaften Wartungen in der Kritik steht. "Ich werde sicherstellen, dass solche Fehler nicht mehr vorkommen."

+++ 18.30 Tepco: Strahlung in Reaktorwasser 100.000-fach erhöht +++
Die Strahlung im Wasser aus dem Fukushima-Reaktor 2  liegt nach neuen Angaben des Betreibers Tepco 100.000 Mal höher als normal. Damit berichtigt das Unternehmen laut einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo frühere Angaben. Tepco hatte in ersten Angaben berichtet, dass das Wasser in dem Turbinenhaus zehn Millionen Mal höher als sonst belastet gewesen sein soll. Tepco macht Messfehler verantwortlich.

+++ 17.20 Weniger radioaktives Jod in Deutschland +++
In Deutschland sinkt die Konzentration von radioaktiven Jodpartikeln aus Japan in der Luft wieder leicht. Messungen an der Station Schauinsland bei Freiburg ergeben nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) einen vorläufigen Wert von 300 Mikrobecquerel je Kubikmeter Luft. Am Samstag waren es noch 530 Mikrobecquerel.

+++ 16.30 Verstrahlte Arbeiter verlassen Montag die Klinik +++
Die am Donnerstag bei Arbeiten am Reaktor 3 durch verseuchtes Wasser verstrahlten drei Arbeiter können am Montag die Spezialklinik verlassen, wie Verantwortliche erklären. Direkte gesundheitliche Gefahren bestünden nicht.

+++ 15.05 Wind trägt Radioaktivität aufs Meer hinaus +++
Westwinde über Japan tragen zwar auch in den kommenden Tagen einen Großteil der radioaktiven Partikel von den Unglücksreaktoren in Fukushima auf das Meer hinaus - wie lange dies so bleibt, ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach aber ungewiss. Denn spätestens am Dienstag dreht der Wind auf Nord. Dann könnte sich die Strahlenwolke auch an der Küstenregion ausbreiten.

+++ 14.30 Tepco: Nicht nur Jod-134 im Wasser +++
Laut Tepco sind womöglich andere radioaktive Substanzen als das bisher gemeldete Jod-134 im Wasser des Turbinenhauses von Reaktor 2 enthalten.

+++ 14.09 Tepco stellt eigene Messwerte infrage +++
Tepco stellt seine eigenen Angaben zur Stärke der Radioaktivität in Block 2 infrage. Womöglich habe es Fehler bei der Berechnung der Zahlenwerte gegeben. Nach den bisherigen Angaben war die Radioaktivität in dem Wasser etwa zehn Millionen Mal höher gewesen als normalerweise.

+++ 13.51 Japaner demonstrieren gegen Atomkraft +++
Hunderte Japaner demonstrieren in Tokio und Nagoya für ein Ende der Atomkraft. "Wir brauchen keine Kernkraft", skandieren die Protestteilnehmer in der Hauptstadt, während sie am Sitz des Tepco-Konzerns vorbeimarschieren. Einige Demonstranten tragen Gasmasken.

+++ 13.37 Erdbeben teuerste Katastrophe überhaupt +++
Mehr als zwei Drittel der Japaner befürworten Steuererhöhungen, um den Wiederaufbau zu finanzieren. Mit schätzungsweise 300 Milliarden Dollar reinen Schadenkosten ist das Erdbeben schon jetzt die teuerste Naturkatastrophe der Welt.

+++ 11.58 Japans Kaiser hilft Obdachlosen +++
Der japanische Kaiser und seine Frau lassen die Baderäume der Bediensteten in ihrer kaiserlichen Villa im ostjapanischen Ort Nasu öffnen, nahe der Unglücksregion für Opfer des Erdbebens und Tsunamis. Obdachlose aus einem der Notlager können dadurch nun endlich wieder ein heißes Bad nehmen, wie die Agentur Jiji meldet. In seiner Residenz in Tokio lässt der der 77-jährige zudem aus Solidarität jeden Tag für ein paar Stunden den Strom abschalten.

+++ 10.35 Japan sorgt sich um Exporte +++
Japan sorgt sich nach dem Atomunfall in Fukushima um seine landwirtschaftlichen Exporte. Medienberichte zufolge will Japan die Mitglieder der Welthandelsorganisation WTO bei einem informellen Treffen am Dienstag vor Überreaktionen warnen. Aus Sorge vor Verstrahlung haben einige Länder wie Australien, Singapur oder Hongkong Importbeschränkungen für Agrarprodukte aus dem Nordosten Japans verhängt. Andere - darunter Deutschland - haben die Kontrollen bei Einfuhren verschärft.

+++ 08.13 Tepco pumpt verseuchtes Wasser ab +++
Experten beginnen, das aus den Reaktoren entweichende radioaktiv verseuchte Wasser abzupumpen. Eine Pumpe sei im Turbinengebäude hinter Reaktor 1 installiert worden, teilt Tepco mit. Später sollen zwei weitere Pumpen hinzukommen.

+++ 06.22 Werte in AKW millionenfach erhöht +++
Die Strahlung im Wasser des Reaktorblocks 2 ist nach Angaben von Tepco zehn Millionen Mal höher als Normal. Die dort mit Reparaturarbeiten beschäftigten Arbeiter hätten in Sicherheit gebracht werden müssen.

+++ 05.07 Stärkere Strahlung in Meerwasser +++
Die radioaktive Verstrahlung des Meerwassers vor dem japanischen Katastrophen-Kraftwerk Fukushima erreicht einen neuen Höchstwert. Untersuchungen ergeben eine um bis zu 1850-fache erhöhte Belastung durch radioaktives Jod, teilt die japanische Atomaufsicht mit.

+++ 04.41 Helfer wollen größere Pumpen einsetzen +++
Für das kühlende Süßwasser sollen stärkere Pumpen eingesetzt werden, kündigt die Reaktorsicherheitsbehörde NISA an. Anfangs hätten nur Pumpen von Feuerwehrwagen genutzt werden können. Mit der Wiederherstellung der Stromzufuhr sollen auch die mächtigeren Maschinen des regulären Kühlsystems wieder anlaufen.

+++ 04.09 Tepco warnte Arbeiter nicht vor Strahlung +++
Die drei zuletzt in Fukushima verstrahlten Arbeiter sind vom Betreiber nicht vor der gefährlichen Radioaktivität am dritten Reaktorblock gewarnt worden. Der Kraftwerksbetreiber Tepco räumt ein, dass ihm die drastisch erhöhten Strahlenwerte an dem Reaktor bekanntgewesen seien. Der "Informationsaustausch" habe nicht "ordentlich funktioniert" sagt Manager des Unternehmens. Zugleich habe ein Teil der Arbeiter beim Verlegen von Stromleitungen Alarmsignale missachtet.

+++ 03.22 (MESZ) Amano: Wasserkühlung reicht nicht +++
Die IAEA sorgt sich um die abgebrannten Brennstäbe, die weiterhin gekühlt werden müssen. Angesichts der hohen Temperatur reiche es auf Dauer nicht, sie einfach nur mit Wasser zu bedecken, sagt Behörden-Chef Yukiya Amano.

+++ 01.10 (MEZ) Helfer wollen Wasser in Becken sammeln +++
Die Helfer wollen das radioaktiv verseuchte Wasser in den Kondensations-Becken der Turbinen-Gebäude sammeln. In den Bauten neben den Reaktorblöcken wird normalerweise Dampf abgekühlt, der die Rotorblätter der großen Stromgeneratoren in Schwung bringt.

                    27. März

+++ 23.25 IAEA rechnet mit langen Folgen +++
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gibt auch für die nächsten Monate keine Entwarnung. Japan sei "noch weit vom Ende des Unfalls" entfernt, sagt der aus Japan stammende Yukiya Amano.

+++ 22.47 Beben behindert Arbeiten am AKW +++
Ein Beben der Stärke 4,2 behindert japanische Ingenieure, die radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem schwer beschädigten Atomkomplex Fukushima abpumpen. Verstrahltes Wasser wurde in drei der sechs Reaktoren gefunden. Unklar scheint immer noch zu sein, wie das Wasser entsorgt wird. Das werde derzeit noch ermittelt, sagt ein Sprecher des AKW-Betreibers Tokyo Electric Power.

+++ 21.21 Ford hält Bänder in belgischem Werk an +++
Der US-Autokonzern Ford stoppt wegen Produktions- und Lieferengpässen nach der Erdbeben-Katastrophe in Japan die Bänder in seinem belgischen Werk. In Genk werde die Arbeit für fünf Tage ab dem 4. April ruhen, kündigt ein Firmensprecher an. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme. Bisher gebe es keine Lieferprobleme. Der zweitgrößte US-Autobauer nimmt bereits für Wagen in bestimmten Farben keine Bestellungen mehr entgegen.

+++ 20.00 Zahl der Bebentoten auf 10.489 nach oben korrigiert +++
Bei dem Erdbeben der Stärke 9,0 und dem dadurch ausgelösten Tsunami am 11. März kamen nach neuesten offiziellen Angaben mindestens 10.489 Menschen ums Leben. 16.621 gelten immer noch als vermisst. Der Tsunami habe eine Fläche von rund 470 Quadratkilometern entlang der Küste überflutet.

+++ 19.01 IAEA: Jetzt Süßwasser auf Reaktoren 1, 2 und 3 +++
Das havarierte AKW Fukushima 1 wird nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde jetzt mit Süßwasser gekühlt und nicht mehr mit Salzwasser aus dem Meer. Die japanischen Behörden hätten mitgeteilt, dass die Reaktoren 1, 2 und 3 nun mit Süßwasser gekühlt würden, erklärt die IAEA in Wien. Bei der Nutzung von Salzwasser droht eine Beschädigung des Materials an den Reaktoren.

+++ 18.17 Engpass bei Autofarben: Japanisches Merck-Werk dicht +++
Einige Spezialfarben für die Autoindustrie werden knapp, weil ein Werk des Darmstädter Unternehmens Merck in Japan geschlossen ist. Die Anlage rund 45 Kilometer vom verunglückten AKW Fukushima entfernt sei nach dem Erdbeben evakuiert worden, teilt das Unternehmen mit. Die rund 160 Mitarbeiter und ihre Familien seien in Sicherheit gebracht worden. Wann das Werk wieder in Betrieb genommen werden könne, sei ungewiss.

+++ 16.59 Reedereien meiden Tokio aus Angst vor Strahlung +++
Internationale Reedereien vermeiden es aus Angst vor Strahlenbelastungen, die Häfen von Tokio und Yokohama anzulaufen. Wie die Zeitung "New York Times" schreibt, hätten mehrere große Reedereien den Frachtverkehr gestoppt oder eingeschränkt. Dagegen würden die von Fukushima weiter entfernten Häfen wie Osaka und Kobe weiterhin angelaufen.

+++ 15.44 Japanische Autohersteller wollen rotieren +++
Japanische Autohersteller überlegen, ihre Produktion abwechselnd herunterzufahren, um Strom zu sparen. Damit wollen die Konzerne verhindern, dass ihre Stromversorgung wegen Engpässen nach dem Ausfall des havarierten AKW Fukushima rationiert wird. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Branchenkreise. Ein kompletter Stromausfall für drei Stunden würde zum Beispiel eine Karosseriefertigung für insgesamt neun Stunden lahmlegen.

+++ 14.15 Wind weht günstig für Tokio +++
Der Wind weht auch in den nächsten Tagen günstig für die Millionen-Metropole Tokio. Radioaktive Partikel aus den Unglücksreaktoren in Fukushima werden auf das Meer getragen. Nur der Küstenstreifen nördlich des Kraftwerks werde vermutlich am Dienstag geringe Mengen radioaktiven Materials abbekommen, sagt der Deutsche Wetterdienst voraus.

+++ 14.02 Frankreich entdeckt radioaktive Spuren +++
In Frankreich werden erste radioaktive Spuren aus Fukushima nachgewiesen. Wie das Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN) in Paris mitteilt, handelt es sich jedoch nur um eine sehr geringe Erhöhung der Konzentration von Jod 131 in der Luft. Es bestehe keinerlei Gefahr für die Umwelt oder die Gesundheit der Bevölkerung. Die Jod 131-Spuren wurden demnach zwischen Montag und Donnerstag von einer IRSN-Messstation auf dem Puy de Dôme im Zentralmassiv gemessen.

+++ 12.58 EU: Menschen in Japan wollen mehr Informationen +++
Die Menschen in der Katastrophenregion in Japan brauchen nach Angaben der EU-Kommissarin für Humanitäre Hilfe, Georgiewa, mehr Informationen über das Unglück im AKW Fukushima und dessen Folgen. "Die lokale Bevölkerung ist sehr besorgt über die radioaktive Belastung", sagt sie nach einem Besuch in der Krisenregion.

+++ 11.29 Tepco entschuldigt sich für Reaktor 1 +++
Reaktor 1 im AKW Fukushima Eins ist nun genau seit 40 Jahren in Betrieb. Es sei "äußerst bedauerlich", was aus dem Reaktor geworden sei, sagte der Vize-Chef des Atombetreibers Tepco anlässlich des Jahrestages der Inbetriebnahme des Reaktors, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji berichtete. Dafür wolle er sich entschuldigen.

+++ 10.46 Wieder Licht in Reaktor 2 +++
Arbeiter stellen im Kontrollraum von Reaktor 2 die Stromversorgung wieder her. Dort brenne wieder Licht, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Arbeiter versuchen seit Tagen, die beschädigten Meiler in Fukushima wieder mit Strom zu versorgen, um das Kühlsystem wieder in Gang zu bringen.

+++ 09.26 Regierung: Lage in Fukushima nicht schlechter +++
Die Lage am AKW Fukushima verschlechtert sich nach Einschätzung der Regierung nicht. Allerdings sei weiterhin höchste Wachsamkeit nötig, sagt ein Regierungssprecher. Zwei der Reaktoren gelten als sicher. In den übrigen vier bleibt die Lage kritisch, immer wieder steigt Dampf und Rauch auf.

+++ 08.56 Behelfsunterkünfte werden gebaut +++
Die Bereitstellung von Behelfsunterkünften für die Opfer der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe läuft an. Die mit am schwersten getroffene Stadt Rikuzentakata in der Provinz Iwate beginnt als erste Gemeinde, Anträge für solche Häuser entgegenzunehmen. Manche Menschen, die in den vergangenen zwei Wochen unter äußerst harten Bedingungen bei Kälte und Versorgungsmangel in Notunterkünften ausharren mussten, hoffen wegen der Behelfshäuser auf bessere Lebensbedingungen. Andere fragen sich, ob es angesichts der radioaktiven Verstrahlung überhaupt Sinn macht, noch länger in der Region zu leben.

+++ 08.50 Rund 470 Quadratkilometer wurden überflutet +++
Der verheerende Tsunami vor zwei Wochen hat eine Landfläche von rund 470 Quadratkilometern entlang der Küste überflutet. Das berichtet der Fernsehsender NHK World. Er beruft sich auf Angaben der japanischen Geodaten-Firma Pasco, die Satellitendaten ausgewertet hatte. Zum Vergleich: Das Bundesland Bremen ist 404 Quadratkilometer groß.

+++ 05.50 Greenpeace misst selbst +++
Experten der Umweltschutzorganisation Greenpeace beginnen damit, in der Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima 1 eigene Stahlenmessungen vorzunehmen. Seit dem Beginn der Krise vor zwei Wochen hätten die Behörden offenbar ständig sowohl die Risiken als auch das Ausmaß radioaktiver Verseuchung unterschätzt, erklärt Greenpeace-Atomexperte Jan van de Putte. "Wir sind nach Fukushima gekommen, um die Auswirkungen der Krise festzuhalten und unabhängige Erkenntnisse über die radioaktive Verseuchung zu ermöglichen."

+++ 04.34 Schnee behindert Auräumarbeiten +++
Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt behindern die Aufräumarbeiten im japanischen Katastrophengebiet. "Es ist so kalt, dass wir nichts machen können", sagt ein Überlebender dem Fernsehsender NHK.

+++ 03.54 Stark radioaktives Wasser entdeckt +++
In Fukushima 1 wird an einer weiteren Stelle stark radioaktiv verseuchtes Wasser entdeckt. Das verseuchte Wasser befinde sich im Keller des Turbinengebäudes von Reaktor 1, sagt ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde. Es sei noch unklar, woher genau das Wasser stamme.

+++ 03.13 Mehrwasser radioaktiv stark belastet +++
Im Meerwasser nahe des japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 wird eine Konzentration von radioaktivem Jod 131 gemessen, die um das 1250-fache über dem gesetzlich zulässigen Höchstwert liegt. Das teilt die japanische Atomsicherheitsbehörde mit. Die Probe wurde demnach vom AKW-Betreiber Tepco einige hundert Meter von dem Atomkraftwerk entfernt im Pazifik entnommen.

+++ 01.16 Insgesamt 17 Arbeiter verstrahlt / Helfer haben keine Wahl +++
Seit Beginn der Krise im Atomkraftwerk Fukushima sind laut Kyodo 17 Arbeiter verstrahlt worden. Dabei wurden nur diejenigen Unfälle berücksichtigt, bei denen eine Radioaktivität von mehr als 100 Millisievert gemessen wurde - dies entspricht der maximalen Belastung für AKW-Arbeiter über ein ganzes Jahr hinweg. Allerdings hat das Arbeitsministerium diesen Grenzwert für Arbeiter in Fukushima jetzt auf 250 Millisievert heraufgesetzt. Die Tepco-Leitung erklärte, jeder Beschäftigte könne selbst entscheiden, ob er unter den jetzigen Bedingungen in dem havarierten Kraftwerk weiter arbeiten wolle. Kyodo zitierte aber einen Experten mit den Worten, dass es diese Wahlfreiheit kaum für Beschäftigte von Drittfirmen gebe, die von Tepco mit der Arbeit in der Anlage beauftragt wurden. Auch die am Donnerstag in Block 3 verstrahlten Arbeiter, die ohne Schutzstiefel in Wasser mit 10.000fach erhöhter Strahlung standen, waren bei einer Drittfirma beschäftigt.

                    26. März

+++ 20.40 IAEA: AKW-Mitarbeiter bald aus Klinik entlassen +++
Die beiden wegen Verstrahlung ins Krankenhaus eingelieferten Mitarbeiter des AKW Fukushima werden nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde bald entlassen. Es sei wahrscheinlich, dass sie am Montag die Klinik verlassen könnten.

+++ 20.28 Uhr Japans Regierung will Strahlenopfer verteilen +++
Die japanische Regierung will Strahlenopfer dezentralisiert versorgen. Ab einer Zahl von 100 stark verstrahlten Opfern sollen die Patienten auf mehrere Klinken verteilt werden. Das einzige spezialisierte Strahlenforschungsinstitut in der Region könne nicht mehr Patienten aufnehmen, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Regierungskreise.

+++ 19.38  Uhr Radioaktive Pfützen in Fukushima +++
Am Atomkraftwerk Fukushima werden an vier Reaktorblöcken Pfützen von radioaktiv belastetem Wasser entdeckt. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, könnte das Wasser vielleicht aus dem Reaktorkern oder den Abklingbecken für die abgebrannten Kernstäbe gesickert sein.

+++ 18.32  Uhr Ban verspricht Japan Beistand +++
UN-Generalsekretär Ban sichert Japan den Beistand der internationalen Gemeinschaft beim Kampf gegen eine nukleare Katastrophe zu. "Ich verspreche den Menschen und der Regierung von Japan, dass wir ihnen helfen, das Desaster zu bezwingen und sich von dem verheerenden Erdbeben sowie dem Tsunami zu erholen", sagte Ban nach einer Videokonferenz mit den Leitern von zehn Weltorganisationen.

+++ 17.25  Uhr Radioaktive Partikel wohl in Körper der AKW-Arbeiter eingedrungen +++
Radioaktive Partikel sind vermutlich in die Körper der beiden verletzten Arbeiter vom Kraftwerk Fukushima gelangt. Die Männer zeigten aber keine Frühsymptome von Strahlenkrankheit und benötigten deshalb keine weitere Behandlung, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf das nationale Institut für Strahlenforschung. Die Männer könnten ohne fremde Hilfe gehen und könnten wahrscheinlich am Montag entlassen werden.

+++ 16.21 10.000-fach erhöhte Strahlenwerte auch im Reaktor 1 +++
Im Wasser eines zweiten Reaktorblocks in Fukushima ist 10 000-fach erhöhte Strahlung gemessen worden. Dieser Wert sei jetzt am Meiler Nummer 1 aufgetreten, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreiberfirma Tepco. Am Donnerstag war bereits an Reaktor 3 im AKW Fukushima im Wasser eine Radioaktivität festgestellt worden, die 10.000 Mal so hoch war wie üblich.

+++ 16.15 Greenpeace: Schlimmstmöglicher Unfall +++
Angesichts neuer Schreckensmeldungen  aus Fukushima drängt die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf die sofortige Einstufung des Reaktorunfalls in die höchste internationale Alarmkategorie. Wegen der großen Menge freiwerdender Radioaktivität müsse die Internationale Atomenergiebehörde IAEA das Unglück nun als schlimmstmögliches Szenario der Stufe sieben auf ihrer Störfallskala werten, erklärt Greenpeace.

+++ 15.32 Atombehörde erwägt Heraufstufen des Unfalls +++
Die Atombehörde Japans schließt nicht aus, die Schwere der Vorfälle in Fukushima von Stufe fünf auf Stufe sechs heraufzusetzen - die Reaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl 1986 hatte die höchste Stufe sieben. Die Behörde fordert zugleich den AKW-Betreiber Tepco auf, die Sicherheitsbedingungen für die in der Anlage arbeitenden Techniker zu verbessern.

+++ 14.32 Wind treibt Strahlenbelastung aufs Meer +++
Der Wind treibt die radioaktiven Partikel aus den japanischen Unglücksreaktoren in den nächsten Tagen auf das offene Meer. Die Millionen-Metropole Tokio werde nicht betroffen sein, sagt Meteorologe Bernd Zeuschner vom deutschen Wetterdienst. Nur am Freitag könne die Region nördlich von Fukushima einen Teil der Stoffe abbekommen.

+++ 13.56 Kan: Lage in Fukushima unvorhersehbar +++
Die Lage in dem havarierten japanischen  Atomkraftwerk Fukushima ist nach den Worten von Ministerpräsident  Naoto Kan auch zwei Wochen nach der Naturkatastrophe noch immer "äußerst unvorhersehbar". "Wir bemühen uns, damit sich die  Situation nicht verschlechtert", sagt. Bei  den Arbeiten sei aber "äußerste Wachsamkeit" gefordert.

+++ 13.13 Höhere Strahlung in Deuschland +++
Die radioaktive Strahlung nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima erreicht Deutschland. Erstmals seien erhöhte Werte von radioaktivem Jod gemessen worden, sagt eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums. Die Werte lägen aber bei einem Millionstel der üblichen natürlichen Strahlung, die ein Mensch pro Jahr erhalte.

+++ 12.56 Wieder starkes Nachbeben in Japan +++
Erneut erschüttert ein starkes Nachbeben den Nordosten Japans. Der Erdstoß vor der Küste der Katastrophenprovinzen Miyagi und Iwate hatte eine Stärke von 6,2, wie der Fernsehsender NHK meldet. Berichte über mögliche Schäden oder Verletzte liegen nicht vor. Vor einem Tsunami wird nicht gewarnt. Das Beben ist auch in Tokio zu spüren.

+++ 12.20 Japan Tobacco verschifft keinen Tabak +++
Der japanische Tabakkonzern Japan Tobacco stoppt vorübergehend die Verschiffung von Tabakprodukten und konzentriert sich auf seinen Heimatmarkt. Von Ende März an will sich das Unternehmen auf die Herstellung seiner 25 wichtigsten Produkte beschränken und damit vorübergehend nur den japanische Markt beliefern. Der Transport von Vorprodukten und Materialien sei durch das Erdbeben gestört.

+++ 11.45 Kan: Lage sehr prekär +++
Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnet die Lage am AKW Fukushima als weiter sehr prekär. Sie verschlimmere sich aber nicht.

+++ 11.38 Regierung will  Unternehmen helfen +++
Japans Ministerpräsident Naoto Kan stellt Unternehmen, die durch die Atomkatastrophe zu Schaden gekommen sind, Entschädigung und Unterstützung in Aussicht.

+++ 11.14 Deutschland verschärft Lebensmittel-Kontrollen +++
Wegen der Reaktorkatastrophe von Fukushima verschärft Deutschland die Kontrollen japanischer Lebensmittel. Produkte aus den betroffenen Regionen dürften nur eingeführt werden, wenn sie in Japan überprüft und zertifiziert worden seien, teilt das Bundesverbraucherschutzministerium mit. Bereits vor der Verladung müsse sichergestellt sein, dass die Waren keinerlei erhöhte Strahlenbelastung aufwiesen. Ein Teil der Importe soll auch hierzulande ständig überprüft werden.

+++ 10.55 Verstrahltes Wasser möglicherweise aus Reaktorkern +++
Das radioaktiv belastete Wasser im Reaktor drei des havarierten Atomkraftwerks Fukushima stammt möglicherweise aus dem Reaktorkern. Dies teilt die Betreiberfirma Tepco mit. Kurz zuvor hatte Tepcos Vize-Präsident Sakae Muto in derselben Konferenz erklärt, die Quelle des radioaktiven Wassers in dem Reaktor sei schwer zu bestimmen. Möglicherweise komme es aus dem Abklingbecken. Die japanische Atombehörde erkläre, es sei unwahrscheinlich, dass der Druckbehälter von Reaktor drei beschädigt sei. In dem Behälter befinden sich die Brennstäbe. Reaktor drei enthält Mischbrennstäbe mit hochgiftigem Plutonium.

+++ 10.45 Kohl gegen "Rolle rückwärts" in Atompolitik +++
Altbundeskanzler Helmut Kohl warnt vor einer Kehrtwende in der Atompolitik nach dem GAU in Japan. Er betont, dass sich an der Sicherheit der Kernkraft in Europa nichts geändert habe. "Die Lehre aus Japan darf jetzt nicht die berühmte Rolle rückwärts sein", schreibt Kohl in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung. "Das Leben ist ohne Risiken nicht zu haben", so Kohl. In Deutschland habe sich durch den GAU erst einmal und unmittelbar gar nichts verändert. Die Kernenergienutzung in Deutschland sei durch das Unglück in Japan "nicht gefährlicher geworden, als sie es vorher gewesen ist", schreibt Kohl.

+++ 09.35 NISA: Kein Beweis für Defekt an Reaktor 3 +++
Für Block 3 gibt es nach Angaben der japanischen Atomsicherheitsbehörde NISA keine Hinweise auf ein Auseinanderbrechen des Reaktors.

+++ 07.27 Radioaktives Wasser an Reaktoren 1 und 2 +++
Stark radioaktiv belastetes Wasser stoppt nun auch die Arbeiten an den Reaktoren 1 und 2 im Atomkraftwerk Fukushima 1. Die Arbeiten mussten unterbrochen werden, nachdem dort Wasser mit hoher Radioaktivität gefunden wurde, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 06.30 Tokio empfiehlt Verlassen der Zone um Fukushima 1 +++
Tokio empfiehlt den Bewohnern des Gebiets in einer Entfernung von bis zu 30 Kilometern um das AKW Fukushima 1, sich freiwillig in weiter entfernte Regionen zu begeben. Eine Ausweitung der 20-Kilometer-Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk ist der Regierung zufolge nicht geplant.

                    25. März

+++ 22.44 Gemüse aus Tokio verstrahlt +++
Erstmals wird auch bei Gemüse aus Tokio Strahlung oberhalb des zulässigen Grenzwerts festgestellt. In einer Kohl-Pflanze aus dem Stadtteil Edogawa sei zu viel radioaktives Cäsium enthalten gewesen, teilt das japanische Gesundheitsministerium mit. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo hatte die Probe eine Strahlung von 890 Becquerel - erlaubt sind 500. Die Pflanze stammte aus einer wissenschaftlichen Zucht und war nicht für den Verkauf bestimmt.

+++ 22.00 EU ordnet Zwangskontrollen für Lebensmittel aus Japan an +++
Lebensmittel aus Japan dürfen nicht mehr ohne weiteres in die Europäische Union gebracht werden. Deutschland und die 26 anderen EU-Mitgliedstaaten verständigen sich auf neue strenge Regeln. Sie sehen Zwangskontrollen für Lebensmittel aus zwölf Präfekturen vor. Die Tests auf Radioaktivität müssen bereits in Japan selbst erfolgen. Über das Ergebnis wird eine schriftliche Erklärung verlangt.

+++ 21.53 US-Atombehörde startet Sicherheitsüberprüfung für AKW +++
Die USA beginnen mit der umfassenden Sicherheitsüberprüfung ihrer Kernkraftwerke. Eine spezielle Einsatzgruppe werde in den kommenden Monaten ermitteln, welche kurz- und langfristigen Lehren aus den Geschehnissen in Fukushima gezogen werden müssten, teiltedie US-Atomregulierungsbehörde NRC in Rockville (Maryland) mit. Bereits in 30 Tagen sollen erste Ergebnisse vorgelegt werden.

+++ 18.36 Russland fordert strengere Regeln für AKW +++
Russland fordert strengere und international einheitliche Regeln für Atomkraftwerke. Kremlchef Dmitri Medwedew ruft in Moskau zu weltweiten Beschränkungen für den AKW-Bau in Erdbebengebieten auf. Das Unglück in Fukushima zeige, dass solche zusätzlichen Anforderungen nötig seien, sagt Medwedew in einer Videobotschaft.

+++ 18.08 Zustand verstrahlter Fukushima-Arbeiter stabil +++
Zwei verstrahlte Arbeiter aus dem havarierten Kernkraftwerk Fukushima haben anscheinend keine schweren Gesundheitsschäden davongetragen. Die Männer leiden nicht an Übelkeit oder Schmerzen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreiberfirma Tepco. Dies wären Symptome, die auf eine Strahlenerkrankung hinweisen würden.

+++ 17.15 IPPNW verlangt die Veröffentlichung von Plutonium-Messungen +++
Reinhold Thiel, Vorstandsmitglied der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW, sorgt sich um die Gefahren, die aus dem Block 3 des AKW Fukushima drohen. Der Block enthält  plutoniumhaltige MOX-Brennelemente und "dort steigt immer wieder schwarzer Rauch auf. Meine Sorge ist, dass dort längst größere Mengen Plutonium freigesetzt sein könnten." Die IPPNW fordert die Bundesregierung auf, sich für eine umgehende Veröffentlichung der sicher schon vorhandenen Plutonium-Messdaten einzusetzen.

+++ 16.40 AKW-Testergebnisse in Frankreich bis Jahresende +++
Frankreich wird die ersten Ergebnisse seiner AKW-Sicherheitstests bis Ende 2011 veröffentlichen. Das sagt der Chef der französischen Atomaufsicht ASN, Andre-Claude Lacoste.

+++ 14.51 Erhöhte Radioaktivität im Meer bei Fukushima +++
Die Strahlenbelastung im Meer nahe dem japanischen Krisenmeiler Fukushima Eins steigt weiter. Wie der Stromkonzern Tepco mitteilt, werden im Meer in der Nähe der Abflussrohre der Reaktorblöcke 1 bis 4 etwa um das 150-fach erhöhte Werte von radioaktivem Jod-131 gemessen. Dies sei die höchste Belastung, die bis jetzt im Meer gemessen wurde, heißt es.

+++ 14.37 BVB-Profi Kagawa bittet um Hilfe für Erdbeben-Opfer +++
Fußball-Profi Shinji Kagawa bittet einen Tag nach seiner Rückkehr aus Japan um Hilfe für die Opfer des verheerenden Erdbebens in seiner Heimat. "Japan ist in großer Not. Ich bitte meine deutschen Freunde, uns zu unterstützen", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund.

+++ 14.12 Fast 100 Tests bei Japan-Heimkehrern +++
Das Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland registriert 94 Tests auf Radioaktivität, die Heimkehrer machen ließen. Dabei werden bei einem Drittel der Untersuchten geringfügige Mengen von Jod -131 und Tellur-/Jod-132 festgestellt. "Alle sind weit entfernt von gesundheitlichen Risiken", erklärt Bundesamtspräsident König.

+++ 13.17 AKW-Betreiber verzögern Reaktor-Start +++
Zwei AKW-Betreiber verzögern wegen der Atomkatastrophe von Fukushima die Inbetriebnahme stillgelegter Reaktoren. Kyushu Electric Power will zwei stillgelegte Meiler vorerst nicht wieder ans Netz nehmen, wie die Firma mitteilt. Auch bei Chubu Electric Power kommt es zu Verzögerungen. Das Unternehmen will einen seiner Reaktoren ebenfalls später als geplant wieder hochfahren. Zunächst soll noch ein Notfall-Training stattfinden. Den Bau eines weiteren Reaktors wird um ein Jahr verschoben.

+++ 10.30 Russland stoppt Nahrungsimporte aus vier Regionen +++
Nach der Atom-Katastrophe in Japan stoppt Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus vier Regionen des asiatischen Landes. Wegen möglicher radioaktiver Belastung seien der Verkauf und die Verarbeitung von Nahrungsmitteln, die nach dem 11.  März aus den Regionen Fukushima, Ibaraki, Tochigi und Gunma  importiert worden seien, verboten worden, teilt die Verbraucherschutzbehörde in Moskau mit. An der Grenze werde die Einfuhr ohne Tests auf mögliche  Strahlenbelastung gestoppt.

+++ 09.29 Beben der Stärke 6,1 in Nord-Japan +++
Der TV-Sender NHK meldet ein weiteres Nachbeben. Die Stärke des Erdstoßes wird vorläufig mit 6,1 angegeben.

+++ 07.35 Drei Fukushima-Arbeiter gefährlich verstrahlt +++
Drei Arbeiter in dem havarierten AKW Fukushima 1 haben eine außerordentlich hohe Strahlendosis abbekommen. Sie seien an Reaktor 3 bis zu 180 Milisievert ausgesetzt gewesen, teilt die Atomsicherheitsbehörde NISA mit. Zwei von ihnen seien mit Verbrennungen an den Beinen ins Krankenhaus gebracht worden.

+++ 05.52 Strahlenwerte um Fukushima leicht gestiegen +++
In der Umgebung des havarierten Atomkraftwerks Fukushima wurde eine leicht erhöhte Strahlung festgestellt. In der 75 Kilometer nordwestlich gelegenen Stadt Fukushima wurde ein Wert von 5,43 Mikrosievert pro Stunde gemessen, wie der Fernsehsender NHK berichtete. In Minamisoma, rund 30 Kilometer nördlich des Kraftwerks, waren es 1,42 Mikrosievert und in Iwaki, 50 Kilometer südlich, wurden 1,68 Mikrosievert registriert.

+++ 05.33 Trinkwasser-Belastung gesunken +++
In der japanischen Hauptstadt Tokio ist die Belastung des Leitungswassers mit radioaktivem Jod wieder unter den für Säuglinge festgelegten Grenzwert gesunken. Am Vortag hatten die Behörden deutlich erhöhte Werte registriert und daraufhin empfohlen, Kinder unter zwölf Monaten kein Leitungswasser trinken zu lassen.

+++ 04.49 Licht in Kontrollraum von Block 1 +++
Nachdem die Arbeiten in dem havarierten AKW Fukushima wieder aufgenommen wurden, konnte offenbar im Kontrollraum von Reaktorblock 1 die Beleuchtung wieder instand gesetzt werden.

+++ 04.10 Tokio: Wasser in Nachbarregion verstrahlt +++
Auch in einer Nachbarregion zu Tokio ist das Trinkwasser verstrahlt. In einer Wasseraufbereitungsanlage in Kawaguchi seien erhöhte Werte festgestellt worden, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Demnach überschreitet die Strahlung mit 120 Becquerel an radioaktivem Jod leicht die für Säuglinge erlassenen Grenzwerte

+++ 03.50 "Nicht zu optimistisch sein" +++
Die Situation des Atomkraftwerks Fukushima gibt nach Einschätzung der japanischen Regierung weiter Anlass zu großer Sorge. "Nach gegenwärtiger Lage dürfen wir nicht zu optimistisch sein", sagt Regierungssprecher Yukio Edano auf einer Pressekonferenz in Tokio.

+++ 03.10 Meerwasser auf Reaktor 2 +++
Die Hitzeentwicklung in mehreren Reaktorblöcken des Atomkraftwerks Fukushima macht die weitere Kühlung mit Meerwasser von außen erforderlich. An Block 2 habe dieser Einsatz bereits begonnen, teilt die japanische Atomsicherheitsbehörde mit. Bei den Blöcken 1 und 4 sei dies für die kommenden Tage geplant.

+++ 02.30 Salz könnte Komplikationen verursachen +++
Der ehemalige Reaktorsicherheitschef des US-Konzerns General Electric warnt vor neuen Risiken im Atomkraftwerk Fukushima. Nach der Kühlung der Anlagen mit Meerwasser hätten sich in den Reaktoren große Mengen Salz angesammelt, das die Brennstäbe verkrusten und damit die Wasserkühlung blockieren könne, sagt Richard Lahey der "New York Times". General Electric hat das grundlegende Design der Siedewasserreaktoren in Fukushima entwickelt.

+++ 02.03 Arbeiten am Reaktor 3 gehen weiter +++
Nach einer fast eintägigen Pause werden die Arbeiten am Unglücksreaktor Fukushima 3 wieder aufgenommen. Die Ingenieure seien auf das Gelände zurückgekehrt, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 01.25 Weiteres Nachbeben in Ost-Japan +++
Ein Erdbeben der Stärke 4,9 hat den Osten Japans erschüttert. Es lägen zunächst keine Berichte über Schäden vor, berichtet der Fernsehsender NHK. Auch warnten die Behörden nicht vor einer nachfolgenden Flutwelle.

+++ 01.05 Tokio: Wasser in Flaschen wird knapp +++
Nach der Warnung vor radioaktivem Jod im Leitungswasser der japanischen Hauptstadt Tokio gibt es in den Geschäften kaum noch abgefülltes Wasser in Flaschen. Viele Bewohner der Hauptstadt versuchten daraufhin, in Online-Shops Wasser zu bestellen. Das verfügbare Angebot reiche aber nicht für alle aus, berichtet der Fernsehsender NHK.

+++00.21 Hongkong stoppt Lebensmittel-Einfuhr +++
Hongkong hat die Einfuhr von Lebensmitteln aus fünf japanischen Präfekturen untersagt. Die Regelung betreffe landwirtschaftliche Produkte wie Milch, Fleisch und Gemüse sowie Fisch und Meeresfrüchte aus den Regionen Fukushima, Ibaraki, Tochigi, Gunma and Chiba, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Einfuhrverbot gelte für alle Produkte, die nach dem 11. März geerntet, verarbeitet oder verpackt worden seien.

+++ 00.00 Erstmals Dampf über Block 1 +++
Aufnahmen des Fernsehsenders NHK zeigen, wie weißer Dampf über den Reaktorblöcken 1, 2 und 4 aufstieg. Es sei das erste Mal, dass dies auch bei Block 1 beobachtet werde, berichtete der Sender. Die Arbeiten zur Eindämmung des Nuklearunglücks in Japan sind derweil noch immer unterbrochen.

24. März

+++ 22.40 Uhr Tokio verteilt Wasserflaschen an Familien mit Babys +++
Die Stadtverwaltung von Tokio hat angekündigt, abgefülltes Wasser für Familien mit Babys bereitzustellen. Die lokalen Behörden seien aufgefordert, rund 80 000 Haushalte mit 3,5 Liter-Flaschen zu versorgen, berichtet der staatliche Fernsehsender NHK. Zudem ruft die Stadtverwaltung Mineralwasser-Hersteller dazu auf, ihre Produktion hochzufahren.

+++ 21.27 Uhr Gwen Stefani spendet eine Million Dollar für Erdbeben-Opfer +++
Die amerikanische Sängerin Gwen Stefani spendet eine Million Dollar für die Erdbeben- Opfer in Japan. Das Geld soll einer Kinderhilfsorganisation zufließen, berichtete der Internetdienst "Usmagazine.com".

+++ 20.45 Uhr Experten erwarten radioaktive Partikel in Deutschland +++
Strahlenschutz-Experten rechnen fest mit dem Eintreffen radioaktiver Partikel in Deutschland im Laufe der nächsten Tage, geben aber gleichzeitig Entwarnung. Die Messwerte dürften weit unterhalb der gesundheitlich bedenklichen Konzentrationen bleiben, betonte das Bundesumweltministerium.

+++ 20.30 Uhr IAEA: Situation in Fukushima bleibt kritisch +++
Im Kampf gegen den Super-Gau in Japan bleibt die Lage nach Einschätzung der UN trotz erster Fortschritte kritisch. Zwar sei die Versorgung des Akw Fukushima mit Strom eine positive Entwicklung, erklärt die Atomenergiebehörde IAEA. "Die Gesamtsituation bietet dennoch weiter Anlass zu ernster Sorge."

+++ 18.02 Uhr Ölterminal in Tsunami-Region öffnet wieder +++
Der weltgrößte Energiekonzern ExxonMobil hat einen Ölumschlagplatz in der von Beben und Tsunami betroffenen Region Tohoku wieder geöffnet. Das erste Tankschiff habe am Shiogama Terminal angelegt, teilte ExxonMobil mit. An Bord seien eine Million Liter Benzin und eine Million Liter Kerosin gewesen, das als Heizöl verwendet werden könne.

+++ 17.32 Suzuki muss Fabriken wieder schließen +++
Nach nicht einmal zwei vollen Produktionstagen schließt der VW-Partner Suzuki die meisten seiner Fabriken in Japan wieder. Es sei schwierig, die nötigen Teile herbeizuschaffen, teilt der Autobauer mit.

+++ 16.30 Opferzahlen steigen weiter +++
Die Zahl der Toten und Vermissten in Japan nach dem Mega-Erdbeben und dem Tsunami steigen weiter. Nach Angaben der nationalen Polizeibehörde gibt es 9523 bestätigte Todesopfer. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Fast 16.100 Menschen werden noch vermisst.

+++ 15.50 Uhr Toyota muss Modellstart verschieben +++
Weil die meisten Fabriken weiterhin stillstehen, verzögert sich der Verkaufsstart des neuen Prius-Hybridvans im Heimatland. Der Termin Ende April sei nicht mehr zu halten, sagte eine Toyota-Sprecherin dem Branchenblatt "Automotive News". Wann der Wagen nun eingeführt wird, konnte sie nicht sagen.

+++ 15.03 Uhr Atomaufsicht ändert Angaben zu Strahlenbelastung +++
Die japanische Atomaufsicht ändert ihre Angaben zur Strahlenbelastung im Bereich des Reaktorblocks 2. Demnach hat diese am 18. März 500 Mikrosievert pro Stunde betragen. Der Verweis, wonach es zu der höchsten Belastung seit Beginn der Krise gekommen sein soll, wird gestrichen.

+++ 14.12 Uhr Tepco bemüht sich um Milliardenkredite +++
Der Betreiber des Katastrophen-AKW Fukushima, Tepco, benötigt zur Beseitigung der Erdbeben- und Tsunami-Schäden Kredite in Milliardenhöhe. Japans führende Geldhäuser verhandeln bereits mit dem Energiekonzern über Notfall-Kredite von umgerechnet bis zu 17,6 Milliarden Euro.

+++ 13.17 Noch keine Radioaktivität aus Japan in Deutschland +++
In Deutschland wird noch keine Radioaktivität aus Japan nachgewiesen. Sobald erste Partikel aus der Atom-Katastrophe Deutschland erreichten, wird das Bundesamt für Strahlenschutz die Bevölkerung umfassend informieren. Zugleich versucht die Behörde zu beruhigen. Es werde keine Gesundheitsgefahr für Menschen und Umwelt bestehen.

+++ 11.48 Toyota verschiebt wegen Beben Start neuer Modelle +++
Nach Verzögerungen beim Wiederanfahren mehrerer Produktionsstraßen verschiebt Toyota nun auch den Start zweier neuer Modelle des Verkaufsschlagers Prius auf dem Heimatmarkt. Wegen der Produktionsausfälle in Folge von Erdbeben und Tsunami könne die Prius-Serie nicht wie ursprünglich geplant Ende April erweitert werden, teilt der weltgrößte Autobauer mit. Toyota hat die Fertigung in den zwölf heimischen Werken vorläufig bis Samstag ausgesetzt. Die Ausfälle werden sich dann auf insgesamt rund 140.000 Fahrzeuge belaufen.

+++ 11.15 Neues Erdbeben nahe bei AKW Fukushima +++
Ein neues Erdbeben erschüttert die Region in der Nähe des schwerbeschädigten Atomkraftwerks Fukushima. Die Stärke wird voräufig mit 4,7 angegeben. Berichte über Schäden lieen zunächst nicht vor. Einem Fernsehbericht zufolge droht kein Tsunami.

+++ 10.20 Rauch über Reaktor 3 lässt nach +++
Der schwarze Rauch über dem Reaktor 3 des AKW Fukushima 1 lässt offenbar wieder nach. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber Tepco. Alle Arbeiter an den Reaktoren 1 bis 4 mussten sich vorübergehend in Sicherheit bringen.

+++ 09.45 Deutschland erhöht Prüfmaßnahmen für Lebensmittel +++
Zum Schutz vor japanischen Lebensmitteln mit erhöhten radioaktiven Werten verstärken Bund und Länder ihre Vorsichtsmaßnahmen. Vor allem bei Fisch und Fischerzeugnissen solle die Strahlenbelastung überprüft werden, teilt Bundesverbraucherministerin Aigner mit. Die Bundesländer hätten die nötigen Maßnahmen eingeleitet, der Bund sammle alle Messergebnisse.

+++09.15 Lufthansa nimmt Tokio-Flüge wieder auf +++
Ab Donnerstag sollen wieder zwei Lufthansa-Maschinen pro Tag die japanische Hauptstadt anfliegen. Das teilt die Fluggesellschaft mit. Die Maschinen aus München und Frankfurt sollen den Flughafen Narita in Tokio anfliegen.

+++ 08.57 Schwarzer Rauch über Reaktor 3/Gebäude evakuiert +++
Erneut werden die Arbeiten im beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima unterbrochen. Das Gebäude von Reaktor 3 muss nach Angaben des Betreibers Tepco geäumt werden, weil dort schwarzer Rauch aufsteigt. Es ist unklar, ob der Rauch von der Turbine oder aus der Schutzhülle des Reaktorkerns stammt.

+++ 08.10 Wieder Spiele in Japans Fußball-Liga +++
Nach einer sechswöchigen Pause wird es in der japanischen Fußball-Liga ab dem 23. April wieder Spiele geben. Das beschließen die 38 Clubs der J-League. Die Mannschaften aus Sendai, Kashima und Mito werden wegen der Folgen des Erdbebens und des Tsunamis für ihre Heimspiele ausweichen. Die seit der Katastrophe ausgefallenen Partien sollen im Juli nachgeholt werden, zudem wird der Liga-Cup verkürzt. Ferner sollen bis zum Sommer alle Spiele am Nachmittag ausgetragen werden, um Strom zu sparen. Erst dann wird wegen der Hitze wieder am Abend gespielt.

+++ 06.33 Radioaktivität im Tokioter Trinkwasser +++
In einer Wasseraufbereitungsanlage in der Hauptstadt Tokio werden den Behörden zufolge erhöhte Werte von radioaktivem Jod gemessen. Das Wasser solle Säuglingen nicht gegeben werden. Die Warnung gelte für 22 der 23 Bezirke der japanischen Hauptstadt.

+++ 05.35 Schäden in Japan bis 220 Mrd Euro +++
Die Schäden des Erdbebens und Tsunamis in Japan könnten sich auf bis zu 25 Billionen Yen (rund 220 Mrd Euro) belaufen. Die japanische Regierung gehe in ihrer aktuellen Schätzung von direkten Schäden aus der Naturkatastrophe von 15 bis 25 Billionen Yen aus, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei". In der Kostenschätzung seien die Schäden an Straßen, Häusern, Fabriken und anderen Bauobjekten berücksichtigt. Nicht enthalten seien direkte und indirekte Kosten für die Atomkatastrophe.

+++ 04.08 Wieder hohe Radioaktivität in Fukushima +++
Wegen erhöhter Strahlenwerte werden die Arbeiten am Unglücksreaktor 2 im AKW Fukushima erneut unterbrochen. Die Arbeiter verlassen vorübergehend die Anlage. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde erreicht die Radioaktivität eine Stärke von 500 Millisievert pro Stunde. Im Reaktor 1 steigt die Temperatur über den Grenzwert.

+++ 01.12 Japan erstellt Liste mit verstrahlten Lebensmitteln +++
Das japanische Gesundheitsministerium hat eine Liste mit elf Gemüsearten veröffentlicht, bei denen eine teilweise drastisch erhöhte Radioaktivität festgestellt wurde. Darunter sind Spinat, Broccoli, Kohl und das japanische Blattgemüse Komatsuna, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Das Ministerium rief die Verbraucher auf, dieses in der Präfektur Fukushima erzeugte Gemüse nicht zu verzehren.

23. März

+++ 23.37 Erdstoß erschüttert Nordosten Japans +++
Ein Erdstoß hat den Nordosten von Japan erschüttert. Eine Tsunami-Gefahr bestehe aber nicht, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Beben der Stärke 6,0 ereignete sich um 7.12 Uhr japanischer Ortszeit (23.12 Uhr MEZ). Das Beben war auch in der Präfektur Fukushima zu spüren, wo am Atomkraftwerk Fukushima Eins immer noch eine Kernschmelze droht. Das Epizentrum lag 72 Kilometer südsüdöstlich der Stadt Fukushima und 180 Kilometer nordnordöstlich von Tokio. Nach wie vor kommt es in Japan zu zahlreichen Nachbeben. Allein in den vergangenen 24 Stunden bebte die Erde mindestens 18 Mal mit einer Stärke von mindestens 5,0.

+++ 22.27 Frankreich hält an Atomkraft fest +++
Die französische Regierung will trotz des Reaktor-Unfalls in Japan an dem Ausbau der Atomkraft festhalten. Atomkraft und erneuerbare Energien seien keine Alternativen, sondern müssten sich ergänzen, schreibt der Generalsekretär der Regierungspartei UMP, Jean-Francois Cope im "Handelsblatt". Frankreich bezieht 85 Prozent seines Stroms aus Atomkraft. Viele Reaktoren stehen auch nahe der Grenze zu Deutschland.

+++ 21.45 USA lassen Pannen-AKW am Netz +++
Die US-Atomregulierungsbehörde (NRC) verlängert die Lizenz für ein fast 40 Jahre altes, unfallträchtiges Atomkraftwerk im US-Staat Vermont um 20 weitere Jahre. Örtliche Politiker und Kernkraftgegner zeigten sich besorgt. Das Atomkraftwerk Yankee hat einen ähnlichen Bauplan wie das beschädigte Krisen-AKW im japanischen Fukushima. In den vergangenen Jahren gab es in dem Kraftwerk immer wieder Zwischenfälle.

+++ 20.09 Radioaktive Partikel in Brokkoli und Milch +++
In immer mehr Lebensmittel entdecken japanische Behörden radioaktive Partikel. In der Präfektur Fukushima wurden bei Brokkoli die gesetzlichen Grenzwerte überschritten, in der angrenzenden Region Ibaraki bei Rohmilch. Dies teilte das japanische Gesundheitsministerium mit, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet.

+++ 19.16 IAEA befürchtet Leck in Reaktor +++
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA ist wegen eines möglichen Lecks im Fukushima-Reaktor 1 besorgt. Außerhalb der Anlage gebe es weiterhin hohe Strahlungsswerte, teilt die IAEA mit. Man habe bisher nicht herausfinden können, ob der Sicherheitsbehälter des Reaktors beschädigt sei.

+++ 19.11 Katastrophe kostet Versicherer Milliarden +++
Das verheerende Erdbeben in Japan und der dadurch ausgelöste Tsunami kosten die Münchener Rück voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro. Dies sei eine erste Schätzung, teilt der weltgrößte Rückversicherer mit. Es werde noch Wochen dauern, bis das genaue Ausmaß klar sei.

+++ 17.53 Kan kündigt Transparenz an +++
Der japanische Ministerpräsident Kan verspricht der EU Transparenz in der Atomkrise. In einem Telefongespräch mit EU-Ratspräsident Van Rompuy habe er zugesagt, die internationale Gemeinschaft über die Entwicklung im beschädigten Kernkraftwerk Fukushima auf dem Laufenden zu halten, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Die japanischen Behörden waren wegen ihrer zurückhaltenden Informationspolitik nach der Erdbebenkatastrophe in den Medien in die Kritik geraten.

+++ 17.42 Deutscher Sushi-Hersteller ändert Namen +++
Nach der Naturkatastrophe in Japan ändert der nach eigenen Angaben umsatzstärkste deutsche Sushi-Produzent "Tsunami Sushi Bars" seinen Namen. Bei einem Notartermin vor rund einer Woche sei deshalb der Name des Unternehmens in "Natsu Asian Foods" umgeändert worden, so der Geschäftsführer. "Natsu" ist japanisch und bedeutet "Sommer".

+++ 16.59 Italien setzt Atomprogramm aus +++
Italien wird seine Pläne für den Wiedereinstieg in die Atomenergie für ein Jahr aussetzen. Das gab Paolo Romani, der Minister für wirtschaftliche Entwicklung bekannt, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldet. Die Entscheidung über das einjährige Moratorium werde am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung getroffen, hieß es.

+++ 15.58 Deutsche Schüler aus Japan zurück +++
Elf Tage nach dem Jahrhundertbeben ist gut die Hälfte aller Schüler der Deutschen Schule Tokio Yokohama zurück in Deutschland. Viele Jungen und Mädchen lernen jetzt verteilt in verschiedenen Schulen hierzulande. Die Privatschule mit 409 Schülern, 42 Lehrern und 82 Kindergartenkindern ist in Japan seit dem 11. März geschlossen.

+++ 15.01 Behörden bestatten in Massengräbern +++
Die japanischen Behörden haben immer größere Probleme, die Erdbebenopfer zu bestatten. Zwei Gemeinden in der Präfektur Miyagi setzen identifizierte Tote deshalb vorübergehend in Massengräbern bei. Traditionell werden Verstorbene in Japan verbrannt, doch nach der Naturkatastrophe vom 11. März haben die Krematorien in der Region nicht mehr genug Brennstoff.

+++ 13.58 Aigner: Keine Gefahr für deutsche Verbraucher +++
Bundesverbraucherministerin Ilse igner (CSU) sieht derzeit keine Gefahr durch radioaktive Lebensmittel aus Japan. "Nach jetzigem Kenntnisstand ist bei uns nichts angelandet. Die zuständigen Behörden haben die Kontrollen hochgefahren, insbesondere an Flughäfen und Seehäfen", sagte Aigner. Japan kontrolliere selbst und habe ein Verbot für bestimmte Lebensmittel aus betroffenen Regionen veranlasst. "Deshalb kann ich sagen, dass für Verbraucher in Deutschland keine Gefahr besteht."

+++ 13.01 Wieder Wasser in Abklingbecken von Block 2 +++
Das Abklingbecken im Reaktor 2 ist nach Angaben der japanischen Atomaufsicht wieder mit Wasser gefüllt.

+++ 11.47 Temperaturanstieg in Block 1 +++
Der Temperaturanstieg um den Kern des Reaktors 1 stellt nach Ansicht des Betreibers einen Grund zur Besorgnis dar. Die Blöcke 1, 2 und 3 müssten zudem durch zusätzliche Wasserzufuhr weiter gekühlt werden.

+++ 11.05 Tepco entschuldigt sich für die "Mühe" +++
Der Energiekonzern Tepco entschuldigt sich bei Flüchtlingen aus der Region Fukushima für die Katastrophe in dem Atomkraftwerk. Norio Tsuzumi, Mitglied der Unternehmensspitze, sagt bei einem Besuch in einem Notlager: "Es tut uns leid, dass wir Ihnen so viel Mühe bereitet haben."

+++ 10.42 Deutsche Betonpumpe hilft  in Fukushima +++
Eine Betonpumpe aus Deutschland sprüht jetzt Wasser auf den Reaktor 4, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. Ein ähnliches Modell war bereits beim Atomunglück in Tschernobyl in der Ukraine 1986 eingesetzt worden. Die Pumpe hat einen 50 Meter langen Arm, durch den sie flüssigen Beton oder Wasser leiten kann.

+++ 10.35 Regierung: Kein Rauch mehr über Reaktor 3 +++
Am Reaktor 2 ist nach Regierungsangaben weiterhin eine kleine Wolke weißen Rauchs zu beobachten. Über dem Reaktor 3 stehe kein Rauch mehr. Es handele sich um Dampf aus dem Abklingbecken.

+++ 09.52 Japan stockt Haushalt massiv auf +++
Japans Regierungspartei will wegen der gewaltigen Wiederaufbaukosten nach dem Jahrhundertbeben den Staatshaushalt aufstocken. "Wir erwägen einen ersten Nachtragshaushalt von April bis Mai", sagt der Generalsekretär der Demokratischen Partei, Katsuya Okada. Mindestens ein weiterer werde folgen. Auch die Rücklagen für das laufende Haushaltsjahr sollen angezapft werden. Wirtschaftsminister Kaoru Yosano beziffert die Kosten für den Wiederaufbau nach der Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe auf umgerechnet 170 Milliarden Euro.

+++ 08.03 Japan prüft Hilfsangebot von US-Militär +++
Im Kampf gegen die atomare Katastrophe könnte Japan bald Unterstützung aus den USA erhalten. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo liegt Verteidigungsminister Kitazawa ein Hilfsangebot des amerikanischen Militärs vor, ein Team von Atomexperten ins havarierte Kraftwerk Fukushima1 zu schicken. Kitazawa wolle in den nächsten zwei Tagen entscheiden, ob er dieses Angebot annimmt.

+++ 06.51 Sony setzt Produktion in fünf Werken aus +++
Sony will wegen Lieferengpässen der  Zulieferer nach der Naturkatastrophe in Japan die heimische Produktion in fünf Werken bis Ende März einstellen. Das berichtet der Fernsehsender NHK. Betroffen seien die Werke in den Präfekturen Shizuoka, Aichi, Gifu und Oita. Es werde überlegt, die Produktion bis dahin ins Ausland zu verlagern. Die fünf Werke stellen hauptsächlich Kameras, Handys, Flachbildschirme, Mikrofone und Sendetechnik her.

+++ 05.12 Sicherheitszone wird nicht ausgeweitet +++
Die Regierung weitet die Sicherheitszone rund um die Unglücksreaktoren nicht aus. „Im Moment ist dies nicht nötig“, sagt Regierungssprecher Yukio Edano.

+++ 05.00 Zahl der Toten steigt auf über 9000 +++
Die Zahl der Todesopfer der Naturkatastrophen in Japan steigt zusehends. Inzwischen seien mehr als 9000 Tote registriert, teilt  die Polizei mit. Bisherigen Angaben zufolge drohen mehr als 20.000 Menschen Beben und Tsunami vor elf Tagen nicht überlebt zu haben. Mehr als 10.000 Japaner werden noch vermisst.

+++ 04.47 Börse in Tokio atmet durch +++
Die Tokioter Börse hat sich dem Aufwärtstrend in Europa und den USA angeschlossen. Die Indizes legten nach einer Feiertagspause kräftig zu. Händlern zufolge nutzten Schnäppchenjäger die Gelegenheit der verbilligten Kurse und die neu erwachte Hoffnung darauf, dass die Lage an dem verunglückten Atomkraftwerk in Fukushima in der zweiten Woche nach dem Beben unter Kontrolle gebracht werden könnte.

+++ 03.28 Rauch könnte von Trümmern stammen +++
Der Rauch, der momentan über dem beschädigten Block 3 des Unglückskraftwerks Fukushima aufsteigt, könnte von brennenden Trümmerteilen stammen. Dies teilt der japanische Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa mit. Bei dem weißen Dampf über Block 2 handle es sich um Wasserdampf. Das deute auf eine anhaltende Wärmeentwicklung im Abklingbecken mit verbrauchten Brennstäbe im Block 2 hin.

+++ 03.22 Auch weiterhin Wasser auf Reaktorblöcke +++
Die Reaktorblöcke in Fukushima sollen auch in den nächsten Tagen weiter mit Wasser besprüht werden, um eine Überhitzung zu vermeiden. Aufgrund der Nachwärme in den Reaktoren verdampfe das bisher zugeführte Wasser, so dass eine Fortsetzung des Einsatzes von Pumpen und Wasserwerfern erforderlich sei, sagte ein Sprecher der Atomsicherheitsbehörde (NISA) .

+++ 02.41 Einsatzkräfte wieder am AKW +++
An den Blöcken 1, 2, 3 und 4 des Unglückskraftwerks Fukushima Eins werden die Arbeiten zur Installation der Stromversorgung wieder aufgenommen. Die Helfer hoffen, damit das reguläre Kühlsystem wieder in Gang zu bringen und eine Kernschmelze zu verhindern.

+++ 02.00 Japans Regierung skeptisch +++
Japans Regierung äußert sich skeptisch über die Lage in Fukushima. Es sei schwer zu sagen, ob sich das Ganze in eine sichere Richtung entwickle, sagt der Handelsminister. Die Rettungsarbeiten seien noch immer unterbrochen, um die Arbeiter nicht noch stärker zu gefährden. Japans Wirtschaftsminister Banri Kaieda bezeichnete die Lage in der Anlage als angespannt.

+++ 01.48 Erneut Rauch über Reaktoren +++
Aus zwei Reaktoren des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 steigt erneut Rauch und Dampf auf. Meldungen der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge sind die Reaktoren 2 und 3 der Anlage betroffen.

+++ 00.59 Meerwasser-Belastung drastisch hoch +++
Das Meerwasser in der Nähe des japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist nach Messungen der Betreibergesellschaft Tepco stark radioaktiv belastet. Bei Jod-131 sei ein Wert gemessen worden, der das gesetzliche Maximum um den Faktor 126,7 übersteige, berichtete der Fernsehsender NHK. Bei Cäsium-134 sei die Verstrahlung 24,8 Mal so hoch wie zulässig. Tepco kündigte weitere Tests vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu an.

+++ 00.34 Minister drohte Feuerwehrmännern +++
In Japans Regierung herrscht Unmut über eine angeblich von einem Minister ausgesprochene Drohung gegenüber in der Atomanlage Fukushima 1 arbeitenden Feuerwehrmännern. Tokios Gouverneur Shintaro Ishihara sagte japanischen Medien, ein nicht näher bezeichneter japanischer Minister habe den Einsatzleuten befohlen, "sofort an die Arbeit zu gehen, sonst würden sie bestraft". "Er wusste nicht einmal, wie die Lage vor Ort für die Arbeiter war und welche Kapazitäten sie hatten", sagte Ishihara. Er habe sich darüber bei Regierungschef Naoto Kan beschwert, sagte Tokios Gouverneur. Dieser habe sich bei ihm für das Verhalten des Ministers entschuldigt. "Es tat ihm sehr leid."

22. März

+++ 21.17 Japans Auto-Produktion bricht ein +++

In den ersten zwei Wochen nach der Naturkatastrophe am 11. März wird die Produktion der japanischen Autobauer nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts IHS Automotive Insight um 65 Prozent einbrechen. In einem Zeitraum von zwei Wochen produzieren die Autobauer gewöhnlich 521.000 Fahrzeuge. Marktführer Toyota Motor stellt rund 44 Prozent aller in Japan produzierten Fahrzeuge her, danach folgt Nissan mit rund zwölf Prozent.

+++ 19.49 IAEA misst hohe Strahlung +++

Die Strahlungswerte in Fukushima sind nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA auch außerhalb der 20-Kilometer-Evakuierungszone hoch. Nach IAEA-Informationen wurde am Sonntag 58 Kilometer vom Atomkraftwerk entfernt eine Strahlung von 5,7 Mikrosievert pro Stunde gemessen. Der von der IAEA empfohlene Strahlengrenzwert für einen normalen Erwachsenen liegt bei 1 Millisievert (1000 Mikrosievert) pro Jahr.

+++ 18.26 Meerwasser radioaktiv belastet +++

Auch Meerwasser ist nun radioaktiv belastet. In der Nähe des AKW Fukushima Eins sei im ein deutlich höherer Wert an radioaktivem Jod aufgetreten, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Auch der Cäsium-Wert im Wasser sei erhöht gewesen. Der Kraftwerksbetreiber Tepco erklärte, es sei aber noch zu früh, um die Auswirkungen der Verseuchung auf die Fischerei zu beurteilen.

+++ 18.02 US-Soldaten erhalten Jodtabletten +++

Das US-Militär beginnt, Jodtabletten an in Japan stationierte amerikanischen Soldaten und deren Familien zu verteilen. Nach US-Medienberichten werden die Pillen zum Schutz vor Schilddrüsenkrebs durch radioaktive Strahlung auf vier verschiedenen Stützpunkten in Japan ausgegeben. Es handele sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, die Betroffenen seien keiner Strahlung ausgesetzt.

+++ 17.40 Tepco nennt Gründe für Schlamperei +++

Tepco teilt mit, das trotz der versäumten Inspektionen keine Sicherheitsrisiken bestanden hätten. Als Grund für die Mängel bei der Überprüfung nennt das Unternehmen unter anderem Versäumnisse der Verantwortlichen. Außerdem sei die Inspektionsliste sehr umfangreich, in einer Anlage müssten einige Zehntausend Maschinen und Geräte überprüft werden. Das solle in Zukunft systematischer erfolgen, zitierte Kyodo den Betreiber.

+++ 16.37 Spinat hoch belastet +++

Bei Hitachi 100 Kilometer südlich des AKW Fukushima wies Spinat einen Jod-131-Wert von 54.000 Becquerel und einen Cäsium-Wert von 1931 Becquerel je Kilogramm auf. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen generellen Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilo.

+++ 16.33 Tepco will eventuell Bauern entschädigen +++

AKW-Betreiber Tepco will womöglich eine Entschädigung an Bauern in der Region zahlen, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Für vier Präfekturen hat die Regierung ein Lieferverbot für Milch und mehrere Gemüsesorten verhängt.

+++ 15.58 Wind soll abdrehen, Regen aufhören +++

Im Katastrophengebiet um das Atomkraftwerk Fukushima in Japan bleibt es weiterhin kalt: Die Temperaturen liegen deutlich im einstelligen Bereich, nachts blieben sie sogar unter null, hieß es beim Deutschen Wetterdienst. Momentan wehe der Wind in Richtung der Hauptstadt Tokio, in den nächsten Tagen drehe er aber ab. Auch der möglicherweise saure Regen im Westen des Landes soll bald aufhören.

+++ 15.13 Inspektionsmängel in Fukushima vorher bekannt +++

Schon vor dem verheerenden Erdbeben soll die Betreiberfirma Tepco im Atomkraftwerk Fukushima Eins geschlampt haben. Die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA warf Tepco einige Tage vor der Katastrophe Mängel bei der Inspektion vor. Das hatte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo Ende Februar berichtet. Insgesamt seien 33 Geräte und Maschinen nicht ordnungsgemäß überprüft worden. Ähnliche Mängel habe es auch in zwei weiteren AKWs gegeben.

+++ 14.26 Lebensmittel-Verband: Deutsche in Sorge über Pilze +++
Von den in Deutschland verkauften Kulturpilzen geht Verbandsangaben zufolge trotz der Atomunfälle in Japan keinerlei Gefahr aus. Auch japanisch klingende Kulturpilze wie Shiitake kämen fast ausschließlich aus Europa und seien völlig unbelastet, erklärt der Vorsitzende des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer, Schmaus. Er reagiert damit auf besorgte Nachfragen von Verbrauchern. "Es gibt keine Pilze aus Japan auf unseren Märkten", erklärt der Verbandschef.

+++13.15 Daimler baut wieder Lastwagen in Japan +++
Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler will trotz der Katastrophe in Japan in den nächsten Tagen wieder Lastwagen in dem Land bauen. "Wir gehen davon aus, dass wir am Mittwoch wieder produzieren", teilt das Unternehmen in Stuttgart mit. Die endgültige Entscheidung werde wegen der noch immer schwierigen Lage aber erst kurz vor dem Hochfahren der Produktion fallen. Das japanische Nutzfahrzeuggeschäft des Autobauers ruht seit einer Woche.

+++ 12.16 Weltbank: Schäden in Japan bis 166 Mrd Euro +++
Der Wiederaufbau in Japan dürfte die Preise für Öl, Gas und andere Rohstoffe in die Höhe treiben. Davor warnt die Weltbank bei der Vorlage einer neuen Konjunkturanalyse zur Ostasien- und Pazifik-Region in Singapur. Die Schadensschätzungen nach Erdbeben und Tsunami liegen laut Weltbank bei 122 bis 235 Mrd US-Dollar (bis zu 166 Mrd Euro). Es sei noch zu früh, die Folgen durch die schwer beschädigten Atomkraftwerke und mögliche radioaktive Verseuchung abzuschätzen.

+++ 11.55 Ursache für Rauch über Reaktoren unklar +++
Der Betreiber des Atomkraftwerks erklärt, die Ursache der Rauchentwicklung über den Blöcken 2 und 3 sei bislang nicht geklärt.

+++ 11.34 Nun auch Rauch über Reaktor 2 +++
Auch über dem havarierten Reaktor 2 des Katastrophen-AKW Fukushima steigt Rauch auf. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 11.32 Behörde: Kein Rauch mehr aus Block 3 +++
Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet unter Berufung auf Japans Atomsicherheitsbehörde, es steige kein Rauch mehr aus Block 3 auf.

+++ 10.30 Briten in Japan bekommen Jod-Tabletten +++
Die britische Botschaft in Tokio verteilt Jod-Tabletten an britische Staatsbürger. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um einer möglichen Belastung durch radioaktives Jod aus dem havarierten Kernkraftwerk Fukushima 1 vorzubeugen, teilt das Außenministerium in London mit. Mit der Einnahme solle gewartet werden, bis eine Anweisung kommt.

+++ 10.20 Milch aus Fukushima verboten +++
Die japanische Regierung zieht Konsequenzen aus Warnungen über wahrscheinlich erhöhte Strahlenwerte in Lebensmitteln aus den verseuchten Gebieten. Sie verbietet die Lieferungen von Frischmilch aus der Präfektur Fukushima sowie von Spinat aus mehreren angrenzenden Bezirken.

+++ 09.32 AKW Fukushima 1 teilweise evakuiert +++
Das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima ist teilweise evakuiert. Die Arbeiter, die sich in der Nähe des Reaktors 3 befunden hätten, seien vorerst in Sicherheit gebracht worden, weil Rauch aus dem Reaktor aufsteige, teilt der Betreiber Tepco mit. In den Brennelementen dieses Reaktors befindet sich hochgefährliches Plutonium.

+++ 08.42 Regierung warnt vor Trinkwasser +++
In der Nähe des Katastrophenreaktors Fukushima werden stark erhöhte Werte von radioaktivem Jod im Trinkwasser entdeckt. Die japanische Regierung fordert die Bevölkerung im Dorf Iitate auf, kein Leitungswasser mehr zu trinken. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Tokio, Messungen in Iitate hätten Werte von 965 Becquerel Jod pro Liter Leitungswasser ergeben. Der Grenzwert liege aber bei 300 Becquerel, Das Dorf Iitate liegt innerhalb der 30-Kilometer Zone um das AKW Fukushima.

+++ 07.50 Japan braucht Nachtragshaushalt +++
Der japanische Staat wird nach Einschätzung aus der Regierungspartei wegen der Erdbebenkatastrophe kräftig in die Tasche greifen müssen. "Es ist unausweichlich, dass wir bis Juni zwei große Nachtragsetats verabschieden müssen", heißt es. Die Nachtragshaushalte dürften zu einem Großteil über neue Schulden finanziert werden. Das Defizit der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt liegt derzeit bei neun Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts.

+++ 06.55 Buffett sieht gute Anlagemöglichkeiten in Japan +++
US-Börsenmogul Buffett hält japanische Aktien trotz der verheerenden Naturkatastrophe für eine gute Anlage. Das Erdbeben in der drittgrößten Volkswirtschaft sei ein "gewaltiger Schlag" gewesen, stelle aber gleichzeitig eine Kaufgelegenheit dar, sagt Buffett am Rande eines Besuchs in Südkorea.

+++ 05.54 AKW-Entsorgung könnte zehn Jahre dauern +++
Die Entsorgung der Reaktoren des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins könnte nach Einschätzung eines Experten bis zu zehn Jahre dauern. Das berichtete die Zeitung "Asahi Shimbun" und berief sich auf einen Informanten des AKW-Betreibers Tepco. Wegen radioaktiver Strahlung sei es sehr wahrscheinlich, dass die beschädigten Brennelemente in den Reaktordruckbehältern der Blöcke 1,2 und 3 nicht abmontiert werden könnten, sagte der Informant der Zeitung.

+++ 05.30 Zwei Reaktoren wieder am Stromnetz +++
Japans Atombehörde bestätigt, dass die Reaktorblöcke 5 und 6 wieder ans Stromnetz angeschlossen wurden. Gleichzeitig wird bekannt, dass der Druck in Reaktor 3 wieder ansteigt.

+++ 05.07 Weltbank: Schaden bei 166 Milliarden Euro +++
Die Weltbank schätzt die Schäden in Japan durch das schwere Erdbeben und den Tsunami auf 122 bis 235 Milliarden US-Dollar - das sind bis zu 166 Milliarden Euro. Die Folgen des Atomunfalls seien für Japan und die ganze Region dagegen noch nicht abschätzbar, schreibt die Entwicklungsorganisation in einer Wirtschaftsprognose für die Ostasien- und Pazifikregion.

+++ 04.18 Japan muss Haushalt neu regeln +++
Zur Bewältigung der Naturkatastrophe in Japan will die Regierung einen Nachtragshaushalt auflegen. Es sei unumgänglich, bis Juni zwei zusätzliche Haushaltsgesetze mit Mitteln für den Wiederaufbau zu beschließen, erklärte Jun Azumi von der regierenden Demokratischen Partei Japans (DPJ). "Wir werden so schnell wie möglich einen Plan für den Wiederaufbau entwerfen, zügig Behelfsbauten für Erdbebenopfer errichten und die Industrie bei ihren Wiederaufbauarbeiten unterstützen", kündigte Azumi an.

+++ 03.22 Freiwillige helfen in Fukushima +++
Eine Baufirma aus der Präfektur Mie in der Region Kinki hat im Kampf gegen die drohende Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima freiwillig seine Hilfe angeboten, wie das Japanische Atomenergieforum mitteilte. Drei Mitarbeiter sind demnach mit zwei Spezialfahrzeugen zu der mehrere hundert Kilometer entfernten Anlage aufgebrochen. Sie sollen dabei helfen, Wasser auf das beschädigte AKW zu sprühen.

+++ 02.16 Weiter Wasserwerfer im Einsatz +++
Die Einsatzkräfte im Atomkraftwerk Fukushima haben die Kühlung von beschädigten Reaktoren mit Wasserwerfern fortgesetzt. Die Feuerwehrmänner und Soldaten der japanischen Streitkräfte besprühten die Reaktorblöcke 3 und 4 mit Meerwasser, wie der Fernsehsender NHK berichtet. Im Reaktorblock 2 richten sich die Bemühungen darauf, nach der Wiederherstellung der Stromversorgung zentrale Funktionen im Kontrollraum in Gang zu bringen: zunächst die Beleuchtung und dann vor allem die reguläre Kühlung des Reaktors und des Abklingbeckens für abgebrannte Kernbrennstäbe. Die dafür erforderlichen Arbeiten könnten zwei bis drei Tage dauern, sagte Hidehiko Nishiyama von der Atomsicherheitsbehörde.

+++ 01:30 Wasser radioaktiv belastet
In einem Dorf nahe der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist eine stark erhöhte Radioaktivität im Trinkwasser gemessen worden. Der Grad von radioaktivem Jod im Wasser von Iitatemura sei drei Mal so hoch wie der von der Regierung festgesetzte Grenzwert, teilte das japanische Gesundheitsministerium mit. Iitatemura liegt rund 40 Kilometer von Fukushima 1 entfernt und hat etwa 4000 Einwohner. Zwar bestehe keine akute Gefahr für die Gesundheit, trotzdem sollten die Einwohner das Wasser vorerst nicht trinken.

+++ 00:32 Leichtes Erdbeben in Fukushima
Ein weiteres Erdbeben hat die Präfektur Fukushima im Nordosten von Japan erschüttert. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, hatte es eine Stärke von 4.7. Angaben zu Verletzten oder Schäden gab es nicht. Demnach war das Beben auch in unmittelbarer Nähe des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins zu spüren.

+++ 00.03 Japan setzt auf freiwilligen Lieferstopp +++
Die Bauern in der Umgebung des japanischen Atomkraftwerks Fukushima sollen freiwillig darauf verzichten, verstrahlte Lebensmittel in den Handel zu bringen. Der Gouverneur der Präfektur Ibaraki, Masaru Hashimoto, sagte nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo es bestehe zwar kein Gesundheitsrisiko. Er werde aber jede Kommune bitten, keinen Spinat auf die Märkte zu bringen. Die Regierung der Präfektur Fukushima forderte Molkereien auf, keine belastete Milch auszuliefern. Zuvor waren in Messungen erhöhte radioaktive Werte bei Gemüse und Milch festgestellt worden.

21. März

 

+++ 22.10 Kan sagt Fukushima-Besuch ab +++
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan sagt seinen für Montag geplanten Besuch in der Region nahe des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima ab. Grund seien die schlechten Wettervorhersagen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Für die Region ist Regen angesagt.

+++ 20.12 Obama: Stehen fest zu Japan +++
Die USA stehen nach Worten von Präsident Barack Obama fest an der Seite der Menschen in Japan, um sie in der "größten Stunde der Not" zu stützen. "Die Beziehungen unserer Nationen zu Japan sind stark", sagte Obama in Rio de Janeiro. Brasilien sei Heimat der größten japanischen Gemeinschaft außerhalb Japans und die USA verbinde mit dem Land eine mehr als 60-jährige Allianz. Die USA und Brasilien stünden Japan nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe bei. "Die Menschen in Japan gehören zu unseren engsten Freunden. Wie werden mit ihnen beten, wir werden zu ihnen stehen und wir werden mit ihnen aufbauen bis diese Krise vorbei ist", sagt Obama in Rios "Theatro Municipal" vor mehr als 2000 Zuhörern.

+++19.24 IAEA: Lebensmittel bereiten Sorge +++
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sorgt sich um radioaktiv verseuchte Lebensmittel aus der Region um das Atomkraftwerk. Nach den der UN-Behörde vorliegenden Messungen japanischer Behörden liegen vor allem die Werte von radioaktivem Jod 131 in Milch und Blattgemüse teils weit über der für den Verzehr geeigneten Norm. Rund um das Atomkraftwerk Fukushima gäben die Werte in einigen Lebensmitteln momentan Anlass zu Besorgnis, sagte der IAEA-Experte Graham Andrew. Japan prüfe nach Informationen der IAEA weiterhin ein Verkaufsverbot von bestimmten Lebensmitteln aus der Region.

+++ 17.49 Panzer sollen AKW-Trümmer wegräumen +++
Panzer der japanischen Streitkräfte sollen am Montag helfen, Trümmer auf dem Gelände des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima aus dem Weg zu räumen. Dies berichten japanische Medien unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Tokio. Die dicke Metallhülle der Panzer werde die Soldaten vor der gefährlichen Strahlung schützen, berichtet der Fernsehsender NHK. Mit montierten Bulldozerschaufeln sollen die verstrahlten Trümmer aus dem Weg geräumt werden, um den Helfern den Zugang zu den Reaktorblocks zu erleichtern.

+++ 17.13 Keine erhöhte Strahlung bei Rückkehrern +++
Bei Rückkehrern aus Japan sind auf Deutschlands größtem Airport bisher keine überhöhten Strahlenwerte gemessen worden. Dies berichtet der Sprecher des hessischen Umweltministeriums, Thorsten Neels. Insgesamt haben sich auf dem Frankfurter Flughafen am Freitag und Samstag 14 aus Japan ankommende Passagiere untersuchen lassen. Die Überprüfung ist freiwillig.

+++ 16.36 Reaktor 5 an Stromnetz angeschlossen +++
Der Reaktorblock 5 ist wieder an das externe Stromnetz angeschlossen. Das teilen die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Das Kühlsystem des Reaktorblocks wurde zuvor mit Notgeneratoren betrieben.

+++ 15.44 Alle Abklingbecken angeblich unter 100 Grad +++
Die Temperatur in allen Abklingbecken im havarierten Atomkraftwerk erreicht nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo Werte von unter 100 Grad. Eine Quelle für diese Information nennt die Agentur jedoch nicht.

+++ 15.14 Deutsche AKW-Betreiber schicken Hilfe +++
Die deutschen Kernkraftwerksbetreiber schicken am Montag erste kerntechnische Hilfsgüter nach Japan. Wie das Deutsche Atomforum mitteilt, sollen 20 Paletten mit Hilfsgütern von Frankfurt nach Japan geflogen werden. Unter den Materialien sind zum Beispiel Spezialfilter, Masken und Strahlenmessgeräte. Die Hilfsaktion gehe auf eine Anfrage der Betreiberfirma Tepco zurück. Die Unterstützung mit weiterer Spezialausrüstung sei zugesagt worden.

+++ 14.56 Immer mehr Gemüse verstrahlt +++
In der japanischen Präfektur Tochigi ist Spinat mit hoch radioaktiven Substanzen entdeckt worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Auch in der Provinz Gunma, nördlich von Tokio, wurde nach Angaben der Agentur Jiji Press verstrahlter Spinat gefunden. Sie Präfektur Tochigi liegt nördlich von Tokio, die Provinzhauptstadt Utsuomiya ist nur 100 Kilometer von der japanischen Metropole entfernt.

+++ 14.35 Premier Kan reist Montag nach Fukushima +++
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan wird am Montag die Region nahe des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima besuchen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 14.22 Hamburg verteilt Jodtabletten an Seeleute +++
Hamburg stellt wegen der Atomkatastrophe in Japan Seeleuten Jodtabletten zur Verfügung. Damit sollen die Besatzungen von Schiffen ausgerüstet werden, die in das Seegebiet vor Japan fahren, teilte die Innenbehörde mit. "Ebenfalls stellen wir aufgrund eines Hilfeersuchens Japans Wassercontainer, Kanister, Decken sowie mobile Toiletten zur Verfügung", sagte Staatsrat Stefan Schulz.

+++ 14.11 Reaktor wird wieder mit Wasser besprüht +++
Rettungsmannschaften haben erneut Wasser auf den Reaktorblock 3 des Kernkraftwerkes Fukushima Eins gesprüht. Dieser Reaktor ist wegen seiner MOX-Brennelemente besonders gefährlich. In dem Reaktorbehälter war am Morgen der Druck wieder gestiegen, obwohl der Block bis Sonntag früh 13 Stunden lang unter dem Beschuss von Wasserwerfern stand. Die in Block 3 verwendeten Brennelemente sind gefährlich, weil es sich dabei um Plutonium-Uran-Mischoxide (MOX) handelt. Plutonium ist ein hoch giftiger Stoff.

+++ 14.04 Lage in Notunterkünften angespannt +++
Die Lage in den Notunterkünften ist weiter angespannt. Nach neun Tagen sind die Menschen, vor allem die vielen Alten, sichtlich erschöpft. Sie leiden weiter unter der bitteren Kälte. Zwar treffen allmählich Hilfsgüter ein und die Reparaturarbeiten unter anderem an den Gas- und Wasserleitungen sind im Gange, doch vielerorts mangelt es noch immer an ausreichend Heizöl und Ölöfen. Nach Angaben des japanischen Senders NHK fehlt es zudem vielerorts an Lebensmitteln.

+++ 13.04 Auch Reaktor 5 wieder stabil +++
Nach Reaktorblock 6 wird nun auch Block 5 der havarierten Atomanlage Fukushima Eins wieder gekühlt und ist in einer stabilen Lage. Das teilten die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Die Kühlung für beide Reaktorblöcke konnte von den Rettungsmannschaften wieder in Gang gesetzt werden.

+++ 12:38 Keine allgemeine Reisewarnung +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht trotz der Dreifach-Katastrophe in Japan keine allgemeine Reisewarnung für das Land aus. Reisende sollten jedoch davon ausgehen, dass sowohl die Arbeiten an den Reaktoren von Fukushima wie auch die durch Erdbeben und Tsunami verwüsteten Regionen nur schwer zu erreichen seien.

+++ 12.25 Situation bei Reaktor 6 stabil +++
Der Reaktorblock 6 der havarierten Atomanlage Fukushima Eins ist offenbar in einer stabilen Lage ("cold shutdown"). Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Bei einem sogenannten "cold shutdown" funktioniert die Kühlung des abgeschalteten Atommeilers wieder. Die Temperatur des Kühlwassers liegt unter 100 Grad Celsius und ist damit zunächst so niedrig, dass keine Gefahr mehr droht.

+++ 11.07 Uhr Japans Regierung will Banken stützen +++
Japans Regierung will nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami möglicherweise Banken in den betroffenen Gebieten mit Steuergeld unterstützen. Die Regierung bestätigte entsprechende Überlegungen. Damit solle sichergestellt werden, dass die Institute ihren Geschäften reibungslos nachgehen könnten. Regierungssprecher Edano sagte, die offiziellen Stellen seien bereits angewiesen, die notwendigen Schritte zu prüfen. Nach dem schweren Beben gab es Bedenken, ob regionale Geldgeber in der Lage seien, die notwendigen Mittel aufzutreiben.

+++ 10.49 Erneut Wasser auf Reaktor 4 +++
Der beschädigte Reaktor 4 im Kernkraftwerk Fukushima Eins wird erneut mit Wasser besprüht. Zuvor hatten schon zehn Wasserwerfer der japanischen Streitkräfte und ein Fahrzeug der US-Streitkräfte den Reaktor mit großen Wassermengen zu kühlen versucht. Mit der Aktion soll der Wasserstand im Abklingbecken mit abgebrannten Kernbrennstäben erhöht werden.

+++ 9.48 Reaktor 2 hat wieder Strom +++
Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass der Reaktor 2 des Atomkraftwerkes Fukushima wieder am Stromnetz angeschlossen ist. Der Betreiber Tepco bemühe sich zudem darum, die Funktion des Kontrollraums, der Beleuchtung sowie der Kühlung im Reaktor 1 wiederherzustellen, der über ein Stromkabel an Reaktor 2 angeschlossen ist. Das soll helfen, um die Beleuchtung und die Kühlung der dortigen Abklingbecken in Gang zu setzen. Ob die Wasserpumpen allerdings funktionieren, ist noch unklar.

+++ 9.36 Kan möglicherweise nach Fukushima +++
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan wird möglicherweise die Region um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima Eins besuchen. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Nähere Angaben über den Zeitpunkt machte er nicht.

+++ 9.29 Rettungskräfte bergen zwei Überlebende +++
Neun Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan bergen die Rettungskräfte zwei Menschen lebend aus den Trümmern. Eine 80 Jahre alte Frau und ein 16-Jähriger seien in der zerstörten Stadt Ishinomaki gerettet worden, teilte die Polizei mit. Sie litten an Unterkühlung und seien mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.

+++ 9.06 Regierung spricht von "Fortschritten" +++
Die japanische Regierung spricht von "Fortschritten" im Kampf gegen einen Super-GAU am Reaktor 3 des Atomkraftwerkes Fukushima. Entscheidungen über mögliche Einschränkungen beim Verkauf und dem Verzehr von Farmprodukten will die Regierung nach eigenen Angaben spätestens am Montag treffen.

+++ 06.58 Wind verschont weiterhin Tokio +++
Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde dürfte Tokio weiterhin von der aus dem Atomkraftwerk Fukushima austretenden Radioaktivität weitgehend verschont bleiben. Für die Region um den Reaktor sagte sie gleichzeitig Nieselregen voraus.

+++ 06.22 Mehr als 20.000 Tote und Vermisste +++
Neun Tage nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan ist die Zahl der Toten und Vermissten auf mehr als 20.000 gestiegen. Die Polizeiführung teilt mit, dass mindestens 8133 Menschen in den Tod gerissen wurden. 12.272 gelten offiziell als vermisst. Die Katastrophe vom 11. März ist damit das größte Unglück in der Geschichte Japans seit dem Zweiten Weltkrieg.Es wird erwartet, dass die Zahlen weiter steigen werden.

+++ 05.36 Steigender Druck in Reaktorblock 3 +++
Im Anschluss an einen massiven Einsatz von Wasserwerfern am Block 3 des Atomkraftwerks Fukushima ist der Druck im Reaktorkern wieder gestiegen. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete unter Berufung auf die Atomsicherheitsbehörde, es würden zügig Maßnahmen eingeleitet, um den Druck zu verringern.

+++ 05.06 Radioaktiver Staub im Großraum Tokio +++
Im Großraum Tokio sind nach Angaben der Regierung radioaktiver Staub und Partikel gefunden worden. Risiken für die Gesundheit bestünden nicht.

+++ 04.45 Strahlung in Fukushima 1 sinkt +++
Nach dem Einsatz von Wasserwerfern an den besonders gefährdeten Reaktoren 3 und 4 ging die Strahlung am Rand der Anlage Fukushima 1 um rund 25 Prozent auf 2625 Mikrosievert pro Stunde zurück. Das berichtet der Rundfunksender NHK. Der Wasserstand in den Abklingbecken beider Reaktoren ist jedoch weiter gefährlich niedrig, heißt es in einem aktuellen Lagebericht.

+++ 03.33 Mehr als 15.000 Tote in Miyagi befürchtet  +++
Die Polizei rechnet allein in der Präfektur Miyagi mit mehr als 15.000 Toten durch das verheerende Erdbeben und den Tsunami, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. Die bestätigte Zahl der Todesopfer wird derzeit mit 7320 angegeben. 11.370 Menschen werden vermisst.

+++ 2.01 Temperatur der Reaktoren 5 und 6 fast normal +++
Die Temperaturen in den Reaktorblöcken 5 und 6 sind offenbar fast wieder auf normalem Niveau. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Kraftwerksbetreiber Tepco. Demnach wurde in Reaktor 6 die Kühlung wieder in Gang gebracht.

+++ 01.30 Reaktor 4 wird mit Wasser bespritzt +++
Die Einsatzkräfte in Fukushima 1 haben begonnen, Wasser auf den schwer beschädigten Reaktor 4 zu spritzen, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. In der Außenwand des Gebäudes klaffen nach Explosionen Löcher. Obwohl der Reaktor wegen Wartungsarbeiten schon vor dem Erdbeben abgeschaltet war, gilt er nach Block 3 als zweite große Gefahrenquelle. Die dort gelagerten Brennelemente sind von Überhitzung bedroht, weil das Kühlbecken nur wenig Wasser enthält. Bei Reaktor 3 hatte das Bespritzen mit Wasser die Lage stabilisiert.

+++ 01.06 Russland untersucht Fische auf Strahlung +++
Russland hat mehrere Forschungsschiffe im Pazifik beauftragt, Fische und andere Meereslebewesen auf eine mögliche radioaktive Verstrahlung zu überprüfen. Die Schiffe des Forschungszentrums für Pazifik-Fischfang (TINRO) sollen nach dem Unglück im japanischen Atomkraftwerk Fukushima auch die Belastung des Meerwassers messen, meldet die Nachrichtenagentur ITAR-Tass. Eine erste Auswertung bisher registrierter Daten ergab keine Hinweise auf eine radioaktive Verstrahlung.

                     20. März 2011

 

+++ 23.51 Milch nahe Fukushima 1 verstrahlt +++
Neben der radioaktiven Belastung von Trinkwasser ist jetzt auch verstrahlte Milch in der Umgebung des japanischen Unglückskraftwerks Fukushima festgestellt worden. In der Stadt Kawamata übersteige die Belastung von Milch mit radioaktivem Jod den zugelassenen Grenzwert, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Bezug auf das Gesundheitsministerium. Kawamata liegt 45 Kilometer nordwestlich des Atomkraftwerks.

+++ 22.49 Feuerwehrleute in Fukushima beenden Einsatz +++
Nach rund 13 Stunden beenden die Feuerwehrleute im Atomkraftwerk Fukushima Eins ihren Einsatz. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, hörten sie damit auf, mit Spezialfahrzeugen Tonnen von Meerwasser auf Reaktor 3 und 4 zu spritzen. Unterdessen soll die Temperatur im Kühlbecken von Block 6 gesunken sein.

+++ 20.40 Reaktor 2 soll am Sonntag mit Strom versorgt werden +++
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima soll am Sonntag einer der schwer beschädigten Reaktoren wieder mit Strom versorgt werden. Kraftwerksbetreiber Tepco will zunächst versuchen, Reaktor 2 wieder an die Stromversorgung anzuschließen, meldet Kyodo. Allerdings ist völlig unklar, ob die Pumpen und Leitungen nach den gewaltigen Explosionen an mehreren Stellen im AKW noch funktionieren.

+++ 18.23 IAEA sieht weniger Risiken +++
Der Eintritt der schlimmstmöglichsten Katastrophe in Fukushima wird nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA mit jedem Tag unwahrscheinlicher. "Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung", sagt IAEA-Experte Graham Andrew bei einer Pressekonferenz in Wien. Man könne nun die Wiederherstellung der Stromzufuhr zu den Reaktoren und die Bemühungen um die Kühlung beobachten. Damit reduziere sich das Risiko in Fukushima Tag für Tag. Dennoch könne die Situation immer noch eskalieren: "Kann etwas unerwartetes passieren? Auf jeden Fall."

+++ 18.08 Japans Atombehörde warnt vor Regen +++
Angesichts erwarteter Regenfälle mit einer möglichen Belastung durch radioaktive Partikel ruft die japanische Atomenergiekommission die Bevölkerung der Krisenregion auf, in ihren Häusern zu bleiben. Im Nordosten des Landes werden für Sonntag und Montag Niederschläge erwartet. Nach Angaben der Behörde besteht keine Gesundheitsgefahr, selbst wenn Menschen dem Regen ausgesetzt seien. Dennoch wurde die Bevölkerung aufgerufen, nur in Notfällen bei Regen das Haus zu verlassen und Haare und Haut zu bedecken.

+++ 17.21 Sechs Helfer bekommen hohe Strahlendosis ab +++
Bei den Rettungsarbeiten am Atomkraftwerk Fukushima bekommen sechs Arbeiter zu viel radioaktive Strahlung ab. Bei den Männern wurden mehr als 250 Millisievert gemessen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Erst vor wenigen Stunden war der Grenzwert auf 150 Millisievert erhöht worden.

+++ 16.47 Tokio will mit Seoul und Peking kooperieren +++
Japan, Südkorea und China streben eine engere Zusammenarbeit beim Katastrophenmanagement und der Nuklearsicherheit an. Mit seinen beiden Amtskollegen habe er sich darauf geeinigt, dass die drei Länder bei ihrem nächsten Dreier-Gipfeltreffen "sichtbare Ergebnisse" in diesem Bereich erzielen sollten, zitiert die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap Südkoreas Außenminister Kim Sung Hwan.

+++ 15.00 Radioaktivität in Tokios Trinkwasser offenbar sehr niedrig +++
Im Trinkwasser von Tokio sind nach Angaben der Regierung nur geringe Mengen von radioaktivem Jod nachgewiesen worden. Die Radioaktivität sei mit 1,5 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden, verglichen mit einem zulässigen Höchstwert von 300 Becquerel pro Kilogramm für Lebensmittel.

+++ 14.07 Arbeiten an Tokios neuem Fernsehturm beendet  +++
In Tokio vollenden japanische Bauarbeiter den neuen Fernsehturm "Tokyo Sky Tree" mit einer Weltrekordhöhe. Nur eine Woche nach dem gewaltigen Erdstoß sei die geplante Höhe von 634 Metern erreicht worden, meldet die Betreiberfirma Tokyo Sky Tree.

+++ 13.34 Japan stoppt Verkauf von Nahrung aus AKW-Nähe +++
Japan stoppt nach Angaben der IAEA den Verkauf von Lebensmittelprodukten aus der Präfektur Fukushima. Radioaktives Jod in der Nahrung könnte kurzfristig die menschliche Gesundheit gefährden, heißt es.

+++ 12.53 Radioaktives Jod in Tokios Trinkwasser +++
Behörden entdecken im Leitungswasser der Hauptstadt Tokio erhöhte Werte von Radioaktivität. Es handele sich Spuren von radioaktivem Jod, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Vertreter des Wissenschaftsministeriums. Ungewöhnlich hohe Werte von radioaktivem Jod seien zudem im Trinkwasser der zentraljapanischen Präfekturen Gunma, Tochigi, Saitama, Chiba und Niigata festgestellt worden. Allerdings lägen die Werte in allen Fällen deutlich unter dem zulässigen Grenzwert.

+++ 12.31 China bestraft Falschmeldung zu Atomwolke +++
In China werden zwei Männer bestraft, weil sie im Internet Angst vor einer akuten radioaktiven Verstrahlung geschürt hatten. Einer der Täter habe über ein soziales Netzwerk die Behauptung verbreitet, eine Strahlenwolke habe die Stadt Shanghai erreicht, wie die Zeitung "Shanghai Daily" berichtete. Dabei hat er sich auf eine nicht existierende Mitteilung der Stadtverwaltung berufen. Ein zweiter Internetnutzer habe diesen Eintrag ungeprüft weiterverbreitet. Die beiden Männer seien zu Ordnungsstrafen verurteilt worden.

+++ 11.09 Starkes Nachbeben in Tokio +++
Tokio wird von einem Nachbeben erschüttert, Gebäude wanken. Japanische Medien geben die Stärke zunächst mit 6,1 an. Ein Tsunami werde nicht befürchtet.

+++ 10.11 Ein Stromkabel verbunden +++
Ein Stromkabel wird nach tagelangen Arbeiten mit dem Reaktorblock 2 verbunden. Dies berichtet die japanische Atomaufsicht. Es sei aber noch kein Strom durch das Kabel geleitet worden. Mit der Leitung soll das Kühlsystem des Reaktors wieder gestartet werden, um eine Kernschmelze im großen Stil zu verhindern.

+++ 09.48 IAEA: Dächer der Reaktoren 5 und 6 geöffnet +++
Öffnungen im Dach der Reaktoren 5 und 6 sollen weiteren Explosionen im havarierten Atomkraftwerk vorbeugen. Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA haben Arbeiter Löcher in die Dächer der beiden Gebäude eingebracht, um die Ansammlung von Wasserstoff zu verhindern.

+++ 09.16 Botschaft: Die meisten Deutschen gegangen +++
Die meisten Deutschen haben die japanische Hauptstadt und ihre Umgebung wohl verlassen. Der überwiegende Teil ist nach Einschätzung der deutschen Botschaft in Japan nach Westjapan oder ins Ausland gereist. Im Großraum Tokio blieben vor allem die, die dort familiär verwurzelt seien oder das Land schon lange und gut kennen. "Ich schätze, dass sich weniger als Tausend deutsche Staatsbürger noch in ganz Ostjapan aufhalten", sagt ein Botschaftssprecher. Im Ballungsgebiet Tokio-Yokohama hielten sich bis zum Erdbeben etwa 3500 Deutsche auf.

+++ 08.38 Neben Spinat auch Milch verstrahlt +++
Neben Spinat ist auch Milch aus der vom Atomunfall betroffenen japanischen Provinz Fukushima verstrahlt. Die Strahlenwerte überschritten die zulässigen Höchstgrenzen, so die Regierung. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten. Wer ein Jahr lang von der belasteten Milch trinken und den ebenfalls verstrahlten Spinat essen würde, erleide eine Strahlendosis von der Stärke einer Röntgenuntersuchung. Auch in der Provinz Ibaraki, südlich von Fukushima, sei belasteter Spinat entdeckt worden.

+++08.23 Regierung: Reaktor 3 füllt sich +++
Am Reaktor 3 des stark beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 1  ist nach Angaben der japanischen Regierung eine Verbesserung zu beobachten. "Wir glauben derzeit, dass sich die Situation stabilisiert hat", sagt Regierungssprechers Edano. Die Kühlaktionen von außen hätten eine Wirkung gehabt. Es sei mehr Wasser in Reaktor 3 festgestellt worden.

+++ 07.45 IAEA: Flüchtlinge sollen Jod nehmen +++
Die Internationale Atomenergiebehörde empfiehlt Menschen, die das Gebiet in der Nähe des AKW Fukushima verlassen, die Einnahme von Jod. Dabei beruft sich die IAEA auf die japanische Atomaufsichtsbehörde. Jod-Tabletten können Menschen vor Schilddrüsen-Krebs schützen.

+++ 07.31 Spinat massiv verstrahlt +++
Spinat aus der Umgebung des defekten Atomkraftwerks Fukushima 1  in Japan ist radioaktiv verstrahlt. In den Pflanzen seien hohe Strahlenwerte festgestellt worden, erklärt ein Regierungsbeamter.

+++ 06.41 Nächster Kühlversuch an Reaktor 3 +++
An Block 3 von Fukushima 1 beginnt ein neuer Kühlversuch. Bereits am frühen Samstagmorgen hatten die Einsatzkräfte 25 Minuten lang 90 Tonnen Wasser auf die Anlage regnen lassen.

+++ 05.50 Neue Helfer unterwegs nach Fukushima +++
Eine zweite Gruppe Feuerwehrleute ist auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1, um ihre Kollegen bei dem gefährlichen Kühleinsatz an den Reaktoren abzulösen. Das zweite Kontingent stammt ebenfalls aus Tokio und ist 100 Mann stark. Der Wechsel geschieht, um die ersten Feuerwehrleute nicht noch stärker der radioaktiven Strahlung auszusetzen. Die neuen Kollegen sollten den Angaben zufolge noch am Samstag am AKW ankommen. Sie sind mit 14 Feuerwehrfahrzeugen unterwegs.

+++ 05.15 Temperatur in Reaktor 5 sinkt +++
In Reaktor 5 sinkt die Temperatur im Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco. Reaktor 5 und 6 bereiten bisher allerdings ohnehin die wenigsten Sorgen. Wie sehr die Temperatur in Block 5 gesunken ist, wird dennoch nicht mitgeteilt. Um Wasserstoffexplosionen in beiden Reaktoren vorzubeugen, wurden zuletzt Löcher in die Dächer gebohrt.

+++ 04.29 Geretteter nicht acht Tage verschüttet +++
Der aus den Trümmern seines Hauses in Japan geborgene Mann war doch nicht acht Tage lang verschüttet. Das melden die Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji und korrigieren damit erste anderslautende Angaben. Der Mann war Kyodo zufolge von einem Notaufnahmelager am Freitagmittag nach Hause zurückgekehrt, um aufzuräumen. Dort fanden die Retter ihn dann am Samstag. Er habe nicht sprechen können.

+++ 03.56 Stromversorgung in vier Reaktoren ab Samstag +++
Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 soll an diesem Wochenende die Stromversorgung an allen sechs Reaktoren wieder in Gang gesetzt werden, teilt die Behörde für Atomsicherheit mit. An den Reaktoren 1, 2, 5 und 6 solle die Stromversorgung am Samstag wieder hergestellt werden. Die Reaktoren 3 und 4 sollen am Sonntag folgen. Ob die Kühlsysteme wieder in Gang gebracht und die drohenden Kernschmelzen verhindert werden können, ist allerdings offen.

+++ 03.23 Bau von Behelfswohnungen beginnt +++
In der besonders zerstörten Küstenstadt Rikuzentakata beginnt der Aufbau von 200 Behelfswohnungen. Die 30 Quadratmeter großen Fertighäuser sind als Unterkunft für jeweils zwei bis drei Überlebende vorgesehen. In der Stadt Kamaishi muss der Bau der Behelfswohnungen verschoben werden. Wegen Treibstoffmangels kann das Baumaterial nicht geliefert werden.

+++ 02.48 Mann nach acht Tagen aus Trümmern gerettet +++
Rettungskräfte bergen acht Tage nach dem schweren Erdbeben in Japan einen jungen Mann lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses. Der Mann sei in Kesennuma entdeckt worden, einem der am schwersten zerstörten Orte in der Katastrophenregion Miyagi im Nordosten Japans. Er stehe unter Schock und habe bei seiner Entdeckung nicht sprechen können.

+++ 02.17 Strahlen-Obergrenze Strahlenbelastung für Nothelfer wird erhöht +++
Die Arbeiter am havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 bekommen bei ihrem Einsatz immer mehr radioaktive Strahlung ab. AKW-Betreiber Tepco erhöht die Obergrenze erneut auf nun 150 Millisievert pro Noteinsatz. Vorher waren 100 Millisievert pro Schicht das Limit gewesen, von den Arbeitern aber regelmäßig überschritten worden. Die neue Vorgabe von 150 Millisievert entspricht so viel Strahlung, wie in Deutschland verteilt über die Spanne von 150 Jahren als gerade noch verträglich gelten würde.

+++ 02.00 Reaktor 2 soll bald ans Stromnetz +++
Der Betreiber des stark beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins erwartet, dass Reaktor 2 im Laufe des Samstags an die Stromversorgung angeschlossen werden kann. Es brauche allerdings danach noch etwas Zeit, um die Geräte zur Kühlung des Reaktors wieder hochzufahren, da die Apparate zunächst getestet werden müssen, teilt Tepco mit. Inzwischen sprühen Feuerwehrleute und Militär wieder Wasser auf den Block 3 zu sprühen.

+++ 01.23 Weiterhin Rauchsäule über Reaktor 3 +++
Auch Stunden nach dem zwischenzeitlich unterbrochenen Wasserwerfereinsatz am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima steigt dort noch immer Rauch auf. Der japanische Fernsehsender NHK zeigt aktuelle Luftaufnahmen, auf denen weißer Qualm oder Wasserdampf zu sehen ist. Zu erkennen ist eine helle, viele Meter hohe Rauchsäule.

+++ 00.45 Fast 7000 Tote offiziell bestätigt +++
Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer in Japan steigt weiter. Die Polizei spricht inzwischen von 6911 Toten durch Erdbeben und Tsunami. Außerdem werden dem Fernsehsender NHK zufolge auch gut eine Woche nach der Naturkatastrophe noch immer 10.316 Menschen vermisst.

                     19. März 2011

 

+++ 23.50 Mehr Nachbeben als je zuvor in Japan +++
Seit dem Jahrhundert-Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag erschüttert eine Rekordzahl von Nachbeben Japan. 262 Mal bebt die Erde in der Folge mit der Stärke 5 oder höher, teilt das Meteorologische Institut des Landes mit. Die Häufigkeit der Nachbeben dieser Stärke ist die größte, die jemals aufgezeichnet wurde. Deutsche Wissenschaftler rechnen damit, "dass dieses Erdbeben andere große Erdbeben nach sich ziehen wird" - weltweit.

+++ 23.07 US-Behörde misst Radioaktivität aus Japan +++
Die US-Umweltbehörde Epa misst in Kalifornien eine minimale, offenbar aus Japan stammende radioaktive Strahlung. Es handele sich um Spuren eines Isotops, welches dem entspreche, das aus dem Atomkraftwerk Fukushima ausgetreten sei. Die Stärke der Strahlung stelle laut Epa aber absolut kein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Es handele sich um eine winzige Dosis, die gerade mal einem Millionstel dessen entspreche, was der Mensch durch natürliche Einflüsse ohnehin ausgesetzt sei.

+++ 22.30 Wasserwerfer-Einsatz am Reaktor 3 beendet +++
Die Notkühlung von Reaktor 3 in Fukushima mit großen Wassermengen aus der Luft und am Boden wird nach zwei Tagen zunächst beendet. Der Einsatz von Soldaten und Feuerwehrleuten sei abgeschlossen worden, teilt die Betreiberfirma Tepco mit. Jetzt soll versucht werden, die reguläre Kühlung für die Reaktorblöcke 1 und 2 mit Hilfe einer bereits verlegten Starkstromleitung wieder in Gang zu setzen. Am Sonntag könnten dann die Blöcke 3 und 4 folgen.

+++ 22.15 Oettinger: AKW-Stresstests keine Augenwischerei +++
Die Ergebnisse der geplanten Stresstests für die europäischen Atomkraftwerke sollen "für alle Mitgliedsstaaten eine verbindliche Richtschnur" bilden. Das sagt EU-Energiekommissar Oettinger. Die Kriterien für die Untersuchung der 143 Anlagen würden von den Staaten mit erarbeitet und die betroffenen 14 Länder und Energieversorgungskonzerne hätten allesamt "Zustimmung signalisiert".

+++ 21.30 Druck in Reaktor 3 sinkt, in 1 und 2 steigend +++
Nach dem massiven Wasserwerfereinsatz im Block 3 des Atomkraftwerks Fukushima sinkt der Druck in der Reaktorkammer etwas, wie die japanische Atomsicherheitsbehörde (NISA) mitteilt. In den beiden Blöcken 1 und 2 aber, die nach dem Erdbeben vor einer Woche automatisch abgeschaltet wurden, zeigen die Werte eine leicht steigende Tendenz.

+++ 21.01 Wissenschaftler rechnen mit Nachbeben +++
Dem verheerenden Erdbeben von Japan werden nach Auffassung von Wissenschaftlern voraussichtlich weitere Beben folgen. "Man muss davon ausgehen, dass dieses Erdbeben andere große Erdbeben nach sich ziehen wird", sagt der Geophysiker Bunge von der Maximilians-Universität München. Der Spannungszustand des gesamten Erdkörpers habe sich verändert. Sogar in München, wo die "Welle" nach zehn Minuten eintraf, habe sich der Boden noch um zwei Zentimeter gehoben und gesenkt.

+++ 20.39 US-Hersteller verteidigt Fukushima-Reaktormodell +++
Der US-Hersteller der japanischen Krisenreaktoren weist Vorwürfe wegen Konstruktionsmängeln zurück. Die Reaktoren des Typs Mark 1 entsprächen allen Vorschriften und hätten "in den vergangenen 40 Jahren gut funktioniert", erklärt der im US-Bundesstaat Connecticut ansässige Konzern General Electric. "Alle Änderungen, die von den Regulierungsbehörden verlangt wurden, sind umgesetzt worden."

+++ 19.15 IAEA: Fukushima leicht stabilisiert +++
Die Situation im und um das Atomkraftwerk Fukushima stabilisiert sich nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde weiter. "Ich würde es so beschreiben, dass es sich hin zu einer stabilen Lage entwickelt", sagt IAEA-Experte Andrew. Dass dies Grund für Optimismus sein könnte, will Andrew jedoch nicht bestätigen: "Es ist weiterhin sehr ernst, aber es ist nicht bedeutend schlimmer geworden."

+++ 18.36 Frauen-WM: Welcome-Tour nach Japan verschoben +++
Der Fußball-Weltverband FIFA und das Organisationskomitee der Frauen-WM 2011 in Deutschland verschieben in Abstimmung mit dem Japanischen Fußball-Verband die für den 31. März vorgesehene "Welcome"-Veranstaltung in Tokio. Zwischen allen Beteiligten wird vereinbart, zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam einen neuen Termin zu finden.

+++ 17.53 Deutschland bietet Japan Roboter an +++
Deutschland will Roboter für den Einsatz im AKW Fukushima liefern. "Die Geräte stehen bereit", teilt das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit. Man warte auf eine Entscheidung der japanischen Atomsicherheitsbehörde, welche Roboter konkret benötigt werden.

+++ 17.00 Deutsche Firmen richten Krisenstäbe ein +++
Alle großen deutschen Autobauer und Zulieferer haben Krisenstäbe eingerichtet. Das berichtet der Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Frankfurt. Viele Automobilzulieferer hätten Lieferschwierigkeiten. Wer beispielsweise Stahl, Elektro- und Elektronikteile oder auch Fahrwerksteile wie Federn von japanischen Herstellern bezogen habe, "muss umgehend andere Quellen im Großraum Asien aktivieren". Dies gehe allerdings nicht von heute auf morgen.

+++ 16.25 Tsunami-Welle war mindestens 23 Meter hoch +++
Die Tsunami-Welle, die vor einer Woche  die Nordost-Küste Japans verwüstete, war einer Untersuchung zufolge  mindestens 23 Meter hoch. Dies habe eine Studie des  Forschungsinstituts der Hafenbehörde unter Auswertung von eigenen Messungen und GPS-Daten ergeben, berichtet die Tageszeitung "Yomiuri".Konkret sei die Wellenhöhe in Ofunato in der Präfektur Iwate gemessen worden, wo das Wasser ganze Siedlungen mitriss. Die höchste jemals registrierte Tsunami-Welle in Japan gab es alten Aufzeichnungen zufolge 1896 mit 38 Metern.

+++ 16.13 Experte zu Japan: Nicht sehr optimistisch +++
Der Atomkraftexperte Michael Sailer ist trotz der massiven Anstrengungen der Japaner im Kampf gegen den drohenden Super-GAU höchst besorgt. "Man muss sich vergegenwärtigen, dass wir nicht über einen Reaktor reden, sondern über mindestens drei Reaktoren und vier Brennelemente-Becken, also sieben Anlagen, die dringend Kühlung brauchen", sagt der Geschäftsführer des Öko-Instituts. Selbst wenn es gelänge, bei einem oder zwei davon die Kühlung wieder herzustellen, bedeute das noch lange nicht, dass das bei den anderen gehe. "Ich bin nicht sehr optimistisch." Man müsse alle Anlagen unter Kontrolle bekommen, betont Sailer, der auch Mitglied der Reaktorsicherheitskommission der Bundesregierung ist. "Von den Maßnahmen, die jetzt probiert werden, ist keine so, dass sie für alle drei Kerne und alle vier Lager wirkt. Erst wenn alle sieben zur ausreichenden Kühlung kommen, funktioniert es. Mein Glaube daran ist nicht sehr hoch."

+++ 15.42 In Reaktor 4 sammelt sich Wasserstoff +++
Im havarierten Reaktor 4 des japanischen Katastrophen-AKW Fukushima sammelt sich seit Freitag erneut explosiver Wasserstoff. Dies geht aus der aktuellsten Analyse des Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) hervor. Das Risiko für eine weitere verheerende Wasserstoff-Explosion ist nach Expertenmeinung aber gering. In dem bereits weitgehend zerstörten Reaktorgebäude 4 könne der Wasserstoff relativ schnell entweichen, sagt Reaktorexperte Hans-Josef Allelein von der RWTH Aaachen. "Da hat es schon gebrannt, das heißt, es bestehen schon Öffnungen." Kleine Wasserstoff-Explosionen seien möglich, "aber keine mit großen Auswirkungen".

+++ 15.33 Sanitäter holen Patienten aus Sicherheitszone +++
Das japanische Gesundheitsministerium will alle Krankenhauspatienten aus der 30-Kilometer-Sicherheitszone um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima herausholen. Das berichtet der Fernsehsender NHK. Insgesamt wurden in den dortigen Kliniken 1100 Patienten behandelt. Noch an diesem Freitag wollen Helfer 300 Patienten in sichere Krankenhäuser verlegen. Die restlichen 800 Patienten sollen in den nächsten Tagen mit Helikoptern und Sanitätswagen unter anderem nach Tokio und Yamagata gebracht werden.

+++ 15.09 Stromleitung für Reaktor-Ruine steht +++
Der AKW-Betreiber Tepco hofft, dass er die havarierten Reaktoren 1 und 2 am Samstag über die wiederhergestellte Stromleitung versorgen kann. Die erneuten Kühlversuche seien erfolgreich gewesen, betont Regierungssprecher Yukio Edano gegenüber dem Sender NHK. Der Fernsehsender zeigt auch einen Armeesprecher, der über Block 3 berichtete: "Wir haben das Ziel getroffen."

+++ 14.56 Behörden untersuchen Japan-Rückkehrer auf Strahlung +++
Am Frankfurter Flughafen beginnen die Behörden mit Strahlenmessungen bei Passagieren aus Japan. Auf dem größten deutschen Flughafen haben die Rückkehrer nun die Möglichkeit, sich auf freiwilliger Basis untersuchen zu lassen. "Derzeit ist nicht mit einer Rückkehr von tatsächlich radioaktiv kontaminierten Flugpassagieren zu rechnen", heißt es.

+++ 14.28 Finnland verlegt Botschaft nach Hiroshima +++
Finnland verlegt seine Botschaft von Tokio nach Hiroshima. Die Situation sei durch das havarierte Kernkraftwerk Fukushima sehr unsicher, teilt das finnische Außenministerium mit. Die Verlegung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, um die Arbeit der finnischen Vertretung unter allen Umständen aufrecht zu erhalten.

+++ 13.40 140 Feuerwehrleute aus Tokio in Fukushima im Einsatz +++
Im Katastrophen-AKW Fukushima sind fast 140 Feuerwehrleute aus Tokio im Einsatz. Diese rücken mit 30 Fahrzeugen an, berichtet das staatliche Fernsehen NHK. Sie verspritzten 50 Tonnen Wasser auf den havarierten Reaktor 3, um eine Kernschmelze darin zu verhindern. Es handelte sich um Fahrzeuge, die normalerweise für Einsätze an hohen Gebäuden gedacht sind: Mit ihnen können die Feuerwehrleute aus 22 Metern Wasser spritzen.

+++ 13.16 Kan: Wir schaffen das +++
Trotz der dramatischen Lage im Atomkraftwerk Fukushima versucht der japanische Regierungschef Naoto Kan, Zuversicht zu demonstrieren. Zwar gebe es in der vom Erdbeben stark beschädigten Anlage nach wie vor "enorme Schwierigkeiten", sagt Kan in einer Fernsehansprache. Seine Regierung werde aber "entschlossen" die dortige Lage unter Kontrolle bekommen. Japan werde diese "Tragödie" überstehen, so Kan. "Wir befinden uns in einer Krisensituation, die unser Volk auf die Probe stellt", sagt Kan. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg habe sich Japan wieder aufgerichtet. "Mit unserer aller Kraft werden wir das Land erneut wiederaufbauen."

+++ 12.36 Deutlich erhöhte Strahlung festgestellt +++
Noch mehr als 30 Kilometer vom Katastrophen-AKW Fukushima entfernt wird eine deutlich erhöhte Strahlenbelastung festgestellt. Die Verstrahlung nordwestlich der havarierten Anlage liegt bei 170 Microsievert am Donnerstag und 150 Microsievert am Freitag, wie das japanische Wissenschaftsministerium mitteilte. Die höchste Belastung habe dabei in einer Zone gelegen, die bisher nicht evakuiert worden ist. Die Menschen hier wurden lediglich aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Nach Expertenmeinung nehmen Menschen bei der gemessenen Belastung innerhalb von sechs bis sieben Stunden so viel Strahlung auf, wie sonst innerhalb eines Jahres gerade noch verträglich wäre.

+++ 12.20 US-Militär bietet 450 Strahlenexperten an +++
Das US-Militär bietet Japan Unterstützung durch 450 Strahlenexperten an. Die Einheit könne dem Land bei der Bewältigung seiner Nuklearkrise helfen, sagt der Befehlshaber des US-Pazifikkommandos, Admiral Robert Willard. Ein Team aus neun US-Spezialisten sei bereits nach Japan geschickt worden. Es soll die Behörden unterstützen, den drohenden Super-GAU in den außer Kontrolle geratenen Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima abzuwenden.

+++ 11.45 Strahlung in Tokio nicht schädlich +++
Die Strahlenbelastung in Tokio ist nach den Worten des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Amano, derzeit nicht schädlich.

+++ 11.31 Gefahr für Tokio: Wind dreht +++
Der Wind am japanischen Unglücksreaktor soll zu Beginn kommender Woche wieder in Richtung der Millionen-Metropole Tokio drehen. "Wie weit sich die Radioaktivität dann ausbreitet, kann man aber noch nicht sagen", sagt Christina Speicher vom Deutschen Wetterdienst. Am Dienstag soll der Wind voraussichtlich erneut seine Richtung ändern und wieder auf Nord/Nordwest umschwenken.

+++ 11.23 Kan verspricht mehr Informationen über Atomkrise +++
Auf die massive Kritik am Krisenmanagement der japanischen Regierung reagiert Ministerpräsident Naoto Kan mit dem Versprechen, mehr Informationen über die Atomkrise zu liefern. "Ich möchte versprechen, dass wir der (internationalen Atomenergiebehörde) IAEA so viele Informationen wie möglich zur Verfügung stellen wollen, auch der ganzen Welt", sagt Kan nach einem Treffen mit IAEA-Chef Yukiya Amano in Tokio.

+++ 11.02 Diesel-Generator hilft bei Kühlung der Reaktoren +++
Neben Wasserwerfern und Hubschraubern ist zur Kühlung der Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima jetzt auch ein Diesel-Generator im Einsatz. Der Generator sorge von Reaktor 6 aus für die Wasserzufuhr in die Abklingbecken mit gebrauchten Brennstäben der Reaktoren 5 und 6, berichtet die Internationale Atomenergiebehörde IAEA unter Berufung auf japanische Behörden.

+++ 10.46 Atomaufsicht - Weiten Evakuierung nicht aus +++
Nach Angaben der japanischen Atomaufsicht ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht nötig, die Evakuierung auszuweiten. Diese beläuft sich derzeit auf 30 Kilometer im Umkreis des AKW Fukushima.

+++ 10.19 Atombehörde stuft Schwere des Unfalls herauf +++
Die japanische Atomsicherheitsbehörde stuft die Schwere des Akw-Unfalls in Fukushima herauf. Dieser habe nun die dritthöchste Stufe auf der Internationalen  Bewertungsskala (INES), teilt die Behörde mit. Damit werden die Ereignisse am Kraftwerk in Fukushima nicht mehr als "Unfall" der Stufe vier, sondern als "ernster Unfall" der Stufe fünf bewertet. Die Bewertungsskala hat insgesamt sieben Stufen.

+++ 10.15 Stromkabel dauern bis Samstag +++
Die Stromkabel zur Wiederaufnahme der Kühlung der havarierten Reaktoren eins und zwei sollen voraussichtlich bis Samstagmorgen verlegt sein, erklärt Japans Atombehörde.

+++ 9.45 Wasser trifft Reaktor +++
Die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 sind möglicherweise erfolgreich. "Wir haben das Ziel getroffen", so ein Armeesprecher. Das Wasser soll die Kernschmelze verhindern.

+++ 8. 48 Tepco erwägt Beton-Sarkophag +++
Der Betreiber des japanischen Unglücksreaktors Fukushima erwägt erstmals öffentlich, das Kraftwerk unter einer Schicht aus Sand und Beton zu begraben. "Es ist nicht unmöglich, die Reaktoren mit Beton zu überziehen", teilt Tepco mit. Zunächst solle aber versucht werden, den Reaktor abzukühlen. Nach der Katastrophe in Tschernobyl wurde ebenfalls mit Sand und Beton eine Deckschicht geschaffen. Vielleicht sei es die einzige Möglichkeit, eine katastrophale Ausbreitung von Strahlung zu verhindern, sagen japanische Ingenieure.

+++ 8.45 Deutsche Schule bleibt geschlossen +++
Für die Schüler an der Deutschen Schule in Yokohama fällt der Unterricht länger aus als zunächst geplant. Bis mindestens 27. März bleibt die Schule geschlossen. "Es ist nicht auszuschließen, dass diese Frist erneut verlängert werden muss", so der Schulleiter. Zuerst sollte der Unterricht nur eine Woche lang ausfallen. "Dabei waren wir optimistisch genug zu glauben, das Schlimmste läge hinter uns. Dem war leider nicht so."

+++ 8.16 Tepco: Stromverteiler installiert +++
AKW-Betreiber Tepco hofft, die Reaktoren 1 und 2 in Kürze mit der wiederhergestellten Stromverbindung versorgen zu können. Das berichtete der Sender NHK. In einem Gebäude neben Block 1 sei bereits ein Stromverteiler installiert worden. Nun werde an einer Verbindung zum Transformator am Block 2 gearbeitet.

+++ 7.44 Auch Reaktor 1 wird gekühlt +++
Die Kühlversuche per Wasserwerfer sollen nun auch auf Reaktor 1 des Atomkraftwerks Fukushima 1 ausgeweitet werden. Das sagt Regierungssprecher Edano. Zuvor war der Einsatz der Wasserwerfer nur für die Blöcke 3 und 4 geplant gewesen. Um die Situation zu entschärfen war geprüft worden, ob auch Reaktor 1 auf diese Weise gekühlt werden könne. Edano betonte, dass die Lage an Reaktor 1 nicht so dramatisch sei wie an den Blöcken 3 und 4. Die Kühlung des Reaktorbehälters in Block 1 könnte aber einer weiteren Krise vorbeugen.

+++ 7.03 IAEA-Chef bleibt Reaktor fern +++
Der aus Japan stammende Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, wird bei seinem Besuch des Landes das schwer beschädigte Kernkraftwerk Fukushima nicht besichtigen.

+++ 06:07 Zweiter Kühlungsversuch beginnt +++
Feuerwehrleute und Soldaten haben mit einem zweiten Kühlversuch begonnen. Einsatzfahrzeuge der Armee richten ihre Wasserfontänen auf die strahlenden Reaktoren. Der Fernsehsender NHK zeigte Live-Bilder vom Start der Aktion, deren Ziel zunächst der Block 3 ist - später soll den Plänen zufolge Block 4 folgen. Es gibt auch Überlegungen, Reaktor 1 in die Wasserkühlung einzubeziehen.

+++ 05.44 Helikopter sollen am Boden bleiben +++
In Fukushima soll es am Freitag keine Kühlungsversuche mit Armee-Helikoptern mehr geben.  Das berichtet der Fernsehsender NHK unter Berufung auf Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Zunächst sollen Armee und Feuerwehr vom Boden aus mit Wasserwerfern arbeiten. Die Abwurf aus der Luft ist sehr unpräzise, weil die Hubschrauber wegen hoher Radioaktivität nicht über den Ruinen kreisen dürfen. Sie müssen ihr Wasser im Vorbeifliegen ausschütten.

+++ 04.00 Über 100 Feuerwehrleute aus Tokio treffen ein +++
Feuerwehrmänner aus Tokio sollen beim Kühlen der überhitzenden Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima Eins helfen. Mehr als 100 Helfer seien in der Stadt Iwaki südlich der Anlage in Fukushima angekommen, berichtete der Fernsehsender NHK.  Am Nachmittag sollen die Feuerwehrleute damit beginnen, den Reaktor 3 von außen zu kühlen.

+++ 03.48 6405 Tote offiziell bestätigt +++
Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer steigt weiter. Die Polizei spricht nun von 6405 Toten. Außerdem werden 10.259 Menschen vermisst.

+++ 03.37 Platzmangel: Flüchtlinge sollen ausweichen +++
Behörden fordern die Flüchtlinge in der Unglücksprovinz Miyagi auf, auf die benachbarten Präfekturen auszuweichen. Grund sei der akute Platzmangel in den Notunterkünften, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. Eine ähnliche Anweisung hatte es bereits in der Provinz Fukushima gegeben.

+++ 03.14 Japan setzt weiter auf US-Hilfe +++
Japan setzt weiterhin auf die Hilfe der US-Regierung. Es werde laufend besprochen, wie die USA das Land am besten unterstützen könnten, so Regierungssprecher Yukio Edano. Damit widerspricht Edano Medienberichten, wonach US-Hilfe abgelehnt worden sei. "Wir haben nie gesagt, wir bräuchten das nicht", stellt er klar.

+++ 03.04 Regierung prüft Wasserkühlung für Block 1 +++
Die japanische Regierung prüft, ob auch Reaktor 1 von außen mit Wasser gekühlt werden kann. Wenn das gelinge, würde die Situation weniger gefährlich, so Regierungssprecher Yukio Edano. Bislang war nur vorgesehen, das Kühlsystem an Block 1 mittels einer neuen Stromleitung wieder in Gang zu bringen.

+++ 02.23 Tepco setzt Strahlen-Grenzwert herauf +++
Der AKW-Betreiber Tepco erhöht den Grenzwert der Strahlenbelastung für die Arbeiter auf 100 Millisievert pro Stunde.

+++ 02.10 Zwei-Fronten-Taktik in Fukushima +++
Mit einem Kampf an zwei Fronten wollen Techniker in Fukushima die Kontrolle über die vier beschädigten Reaktoren zurückgewinnen. Einerseits soll an den Blöcken 1 und 2 eine neu verlegte Stromleitung das Kühlsystem wieder zum Laufen bringen. An Front Nummer zwei soll bei den Reaktoren 3 und 4 die Kühlung mit Löschhubschraubern und Wasserwerfern weitergehen. Das berichtet ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde.

+++ 01.27 G7 beschließen Eingriff in Devisenmarkt +++
Laut Finanzminister Yoshihiko Noda hat sich Japan hat sich mit der Europäischen Zentralbank sowie den Notenbanken der USA, Großbritanniens und Kanadas auf eine Intervention am Devisenmarkt geeinigt. Das ist das Ergebnis der Telefonkonferenz der G7-Finanzminister. Japans Notenbank sei seit 01.00 Uhr (MEZ) aktiv, die anderen Zentralbanken würden handeln sobald ihre Märkte öffneten.

+++ 01.16 Strahlung geht minimal zurück +++
Die Kühlaktionen am Krisen AKW mit Löschhubschraubern und Wasserwerfern scheinen einen minimalen Erfolg gehabt zu haben. Am Freitagmorgen seien 279 Millisievert pro Stunde gemessen worden, 30 Millisievert weniger als vor dem Wassereinsatz, meldet AKW-Betreiber Tepco. Unklar ist aber, ob es sich nicht einfach nur um eine natürliche Schwankung handelt.

+++ 00.45 Flüchtlinge zittern in der Kälte +++
Die Lage der obdachlosen Japaner wird angesichts eines Wintereinbruchs immer dramatischer. Der Fernsehsender NHK zeigt Bilder aus dem stark verwüsteten Nordosten, auf denen Menschen in Turnhallen ohne Heizung eng aneinander kauern, um sich gegenseitig Wärme zu spenden. Es gebe zwar Öfen und Heizungen, mangele aber an Strom und Heizöl. Japans Wetterbehörde meldet am Freitagmorgen für den Nordosten Temperaturen unter Null.

                     18. März 2011

 

+++ 23.45 G7-Finanzminister beraten über Yen-Aufwertung +++
Die G7-Finanzminister beraten in einer Telefonkonferenz über die wirtschaftlichen Folgen der Katastrophe in Japan. Es geht vor allem um die Aufwertung des Yens, die Japans Wirtschaft zusätzlich unter Druck setzt. Am Donnerstag war der Yen auf den höchsten Stand zum US-Dollar seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen.

+++ 22.54 Japan erbittet ferngesteuerte Roboter +++

Japan fragt ferngesteuerte Roboter an, um sie in die Atomanlage hineinzulenken. Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten". "In Deutschland stehen solche Roboter in den kerntechnischen Anlagen zur Verfügung" zitiert die Zeitung den Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger. Sobald genaue Anforderungen aus Tokio vorlägen, werde in den Bundesländern nachgefragt, wer solche Roboter liefern könnte, sagte Unger.

+++ 22.10 Im schlimmsten Fall 500km verstrahlt +++

n-tv Korrespondent Carsten Lueb berichtet aus Osaka im Süden Japans: "Spätestens in 48 Stunden, also am Samstag, steht das Schicksal von Fukushima fest." Im schlimmsten Falle drohe nach Expertenangaben eine Verstrahlung im Umkreis von 500 Kilometer um Fukushima herum. "Das wäre eine unfassbare Katastrophe."

+++ 21.51 Obama beruhigt US-Bürger +++

Obama versucht, seinen Landsleuten die Ängste vor den Folgen des Atomunfalls in Japan zu nehmen. "Ich möchte sehr deutlich sein: Wir erwarten keine gefährlichen Strahlungswerte in den USA, sei es an der Pazifikküste, in Hawaii, Alaska oder in den amerikanischen Gebieten im Pazifik", sagt er.

+++ 21.23 GM hält Werk wegen Teilemangel an +++

Die Katastrophe in Japan wirkt sich auch auf General Motors aus. Der US-Autokonzern teilte mit, dass er die Produktion in seinem Werk Shreveport in Louisiana in der kommenden Woche aussetzen werde. Es fehlten wegen der Krise in Japan Zulieferteile. Wegen Beben, Tsunami und Stromknappheit liegt in vielen Fabriken in Japan die Produktion still. Deutsche Autobauer klagten bislang noch nicht über Engpässe. Die Schiffe, auf denen Teile für die laufende Produktion unterwegs sind, hatten noch vor der Katastrophe abgelegt.

+++ 20.55 Obama ordnet Überprüfung von US-Reaktoren an +++

US-Präsident Barack Obama ordnet angesichts der Nuklearkatastrophe in Japan eine Sicherheitsüberprüfung für die amerikanischen Reaktoren an. Die US-Atomkraftwerke seien in der Vergangenheit immer wieder "intensiv geprüft" und für sicher befunden worden, sagt Obama in Washington. Die US-Regierung habe jedoch eine Verpflichtung, aus den Vorgängen in Japan zu lernen. Obama sagt, die beschädigten Reaktoren in Fukushima stellten für Menschen in der Umgebung ein "bedeutendes Risiko" dar. Es sei indessen nicht zu erwarten, dass schädliche radioaktive Strahlung die US-Territorien im Pazifik oder das amerikanische Festland selbst erreichen werde.

+++ 19.39 Zustand des Kühlsystems von Reaktor 2 unklar +++

Das Stromkabel zu dem teils zerstörten Reaktor 2 in Fukushima ist zwar gelegt, nach Angaben der IAEA ist es aber unklar, ob das Kühlsystem des Reaktors noch so intakt ist, dass es mit Strom wieder in Gang gesetzt werden kann.

+++ 19.12 Zoll prüft Japan-Fracht +++

Der Deutsche Zoll prüft angesichts der Atom-Katastrophe in Fukushima Pakete und Fracht aus Japan stichprobenhaft auf Radioaktivität. Das Bundesfinanzministerium bestätigte einen entsprechenden MDR-Bericht. Seit dieser Woche prüfen Beamte demnach vereinzelt Pakete aus Japan auf "radioaktive Oberflächenkontamination". In einem internen Bericht des Finanzministeriums heißt es zudem: "Nach Mitteilung der zuständigen Fachressorts gibt es derzeit keinen Anlass, besondere Strahlenschutzmaßnahmen bei der Einreise bzw. Einfuhr nach Deutschland zu beachten". Die Kontrollen sind daher reine Vorsorgemaßnahmen.

+++ 18.49 Stromkabel liegt an Reaktor 2 +++

Ingenieuren ist es offenbar gelungen, ein externes Stromkabel an den Reaktor Nr. 2 zu legen. Das teilt die Internationale Atomenergiebehörde mit. Die Japaner planten den Stromanschluss, sobald das Besprühen mit Wasser beendet sei, so die Behörde.

+++ 18.28 Hohe Strahlenwerte 30 Kilometer vor Fukushima +++

30 Kilometer nordwestlich vom havarierten Kraftwerk Fukushima-Daiichi entfernt ist offenbar eine hohe Strahlendosis gemessen worden. Der japanische Fernsehsender NHK berichtet unter Berufung auf das japanische Wissenschaftsministerium, die Strahlenwerte betrügen 0,17 Millisievert pro Stunde. Personen, die dieser Strahlendosis sechs Stunden lang ausgesetzt sind, haben damit bereits die Jahresdosis aufgenommen, der Normalbürger in Deutschland in einem Jahr nach gesetzlichen Regelungen maximal ausgesetzt sein dürfen.

+++ 18.06 Pentagon schickt Nuklearexperten nach Japan +++
Das US-Verteidigungsministerium schickt ein Spezialistenteam für den Kampf gegen die Atomkatastrophe nach Japan. Dem japanischen Militär würden neun Experten für biologische und nukleare Gefahren zur Seite gestellt, sagt Pentagon-Sprecher Dave Lapan in Washington. Zudem habe Verteidigungsminister Robert Gates 35 Millionen Dollar für erste humanitäre Hilfsleistungen durch das US-Militär freigegeben.

+++ 17.36 Strahlung steigt +++
Die Strahlung in der Evakuierungszone um das Krisen-AKW Fukushima ist deutlich gestiegen. In Tokio liege sie aber unverändert unter einem nicht gesundheitsschädlichen Wert, teilt die Internationale Atomenergieorganisation IAEA in Wien mit. Die Lage im Katastrophen-AKW Fukushima hat sich nach Einschätzung der IAEA zunächst nicht weiter zugespitzt. Sie sei aber immer noch "sehr ernst". In den Reaktoren 1 und 3 sind die Brennstäbe nach IAEA-Informationen nur halb mit Wasser bedeckt, im Reaktor 2 liegt das Wasserstand etwas über der Mitte der Brennstäbe.

+++ 17.08 Israel verwirft Pläne für neues AKW +++
Die Atomkatastrophe in Japan sorgt in Israel zu einer überraschenden Kehrtwende. Regierungschef Benjamin Netanjahu beschließt, die Pläne für einen neuen Meiler endgültig über Bord zu werfen. Das berichtete der israelische Rundfunk unter Berufung auf ranghohe Regierungsbeamte.

+++ 16.54 Volvo gehen die Autoteile aus +++
Der schwedisch-chinesische Fahrzeughersteller Volvo weist als einer der ersten Autobauer auf einen drohenden Engpass bei der Zulieferung von Teilen für die Produktion hin. Der Lagerbestand einiger Autoteile reiche nur noch für eine Woche, teilt Volvo mit und warnt davor, dass die eigene Produktion beeinträchtigt werde, sollte der Teile-Bestand nicht bald wieder aufgefüllt werden können.

+++ 16.40 Deutsche Botschaft zieht nach Osaka um +++
Wegen der dramatischen Situation am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima wird die deutsche Botschaft vorübergehend von Tokio nach Osaka verlegt.

+++ 16.39 Telekom bietet Japan-Telefonate vorerst gratis an +++
Die Deutsche Telekom bietet vor dem Hintergrund der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan Telefonate in das asiatische Land vorerst kostenlos an. Das Angebot gelte für alle Privatkunden für den Zeitraum vom 10. März bis zum 9. April, teilt das Unternehmen mit.

+++ 16.26 Stromversorgung in Fukushima nicht wiederhergestellt +++
Das beschädigte japanische Atomkraftwerk  Fukushima ist nach wie vor ohne Strom. Die Arbeiten zu einer  behelfsmäßigen Versorgung konnten nicht wie geplant beendet werden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf  die Atomsicherheitsbehörde in Tokio berichtet. Techniker der Betreibergesellschaft Tepco sollen die Arbeiten, mit denen die defekten Kühlsysteme des Kraftwerks wieder in Gang gebracht werden sollen, demnach am Freitag fortsetzen.

+++ 15.55 Lufthansa verlängert Umleitung von Tokio-Flügen +++
Die Lufthansa leitet ihre Tokio-Flüge noch eine weitere Woche nach Osaka und Nagoya im Süden Japans um. Vorerst sollten alle in die japanische Hauptstadt geplanten Flüge bis Montag, den 28. März umgelenkt werden, sagt ein Firmensprecher. Damit wolle die Airline "angesichts der außergewöhnlichen Umstände" einen sicheren Flugverkehr gewährleisten. Zunächst hatte Lufthansa den Sonderflugplan bis zum Wochenende angekündigt.

+++ 15.50 Wenige Japan-Heimkehrer bisher auf Strahlen getestet +++
Die Angst vor einer möglichen Verstrahlung scheint sich bei Japan-Heimkehrern bisher in Grenzen zu halten. "Noch ist niemand gekommen", sagt Techniker Gerd Weigand vom Strahlenlabor der Universität Gießen. Das Labor ist eine von mehreren Anlaufstellen in Deutschland, wo die radioaktive Belastung eines Menschen gemessen werden kann. Normalerweise werden hier in einem sogenannten Ganzkörperzähler Arbeiter untersucht, die beruflich einer Strahlenbelastung ausgesetzt sind. Die Einrichtung stünde generell aber allen offen, erklärt Weigand. So auch denen, die fürchten, in Japan verstrahlt worden zu sein.

+++ 15.38 US-Regierung fliegt Amerikaner aus Japan aus +++
Die US-Regierung fliegt nach Angaben des Fernsehsenders CNN Amerikaner aus Japan aus. Mit der Aktion soll in Kürze begonnen werden. Dafür würden Charterflüge eingesetzt. Zunächst werden Angehörige von Diplomaten sowie Kranke ausgeflogen, hieß es. Auch andere US-Bürger könnten sich melden.

+++ 15.01 Leicht erhöhte Strahlung an Flugzeug in München +++
Der Flughafen München stellt an einer der Maschinen aus Japan leicht erhöhte Strahlung an der Außenhaut fest. Die Maschine der All Nippon Airways (ANA) war am Mittwochnachmittag aus Tokio in München eingetroffen. Messungen in der Kabine und im Frachtraum hätten aber keine Auffälligkeiten ergeben, teilt der Flughafen mit. Nach Prüfung durch die Experten sei die Maschine mit Zustimmung der Behörden für den Rückflug nach Tokio freigegeben worden. Die Flughafenfeuerwehr checkt in München seit dem Wochenende regelmäßig alle aus Japan eintreffende Flugzeuge auf Radioaktivität.

+++ 14.40 Wieder Rauch über Reaktorblock 2 +++
Über dem havarierten Reaktor 2 im AKW Fukushima steigt erneut Rauch auf. Dies zeigen Satellitenfotos, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. Bei einer Explosion und einem schweren Brand war am Dienstag auch die innere Hülle des Reaktors beschädigt worden. Die Rede war von einer "sehr schlimmen" Lage. Am Mittwoch standen die Brennstäbe des Reaktors 2 teilweise frei im zu niedrigen Wasser - Experten befürchten eine Kernschmelze.

+++ 14.17 Stromleitung ins AKW Fukushima soll noch heute stehen +++
Die neue Stromleitung ins Katastrophen-AKW Fukushima soll bald stehen: Wahrscheinlich werde die Versorgung noch am Donnerstag wieder hergestellt, sagt ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco am Abend (Ortszeit). Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Zum einen planen die Techniker neue Außenkabel zu den havarierten Reaktoren 1 und 2, um die Kühlung wieder in Gang zu bekommen. Außerdem soll bald ein provisorisches Stromaggregat in Betrieb gehen - und zwar auf einem Teil des AKW-Geländes, wo die Strahlenbelastung nicht so hoch ist.

+++ 14.09 Wasserwerfer des Militärs beenden Einsatz in Fukushima +++
Fünf Spezialfahrzeuge des japanischen Militärs haben den Reaktor 3 des Katastrophen-AKW Fukushima mit rund 30 Tonnen Wasser bespritzt. Den Einsatz an der Reaktor-Ruine bewertet der Betreiber Tepco als Erfolg: Es sei Dampf aufgestiegen, folglich hätten die Wasserwerfer das Becken mit den Brennstäben getroffen, zitiert die Nachrichtenagentur Kyodo einen Tepco-Sprecher. Am Freitag soll den Sicherheitsbehörden zufolge wieder auf den Reaktorblock 3 Wasser aus einem Helikopter abgelassen werden.

+++ 14.02 Behörde - Lage in Block 4 besorgniserregend +++
Das Abklingbecken im Block vier des AKW Fukushima gibt nach Angaben der Atomsicherheitsbehörde weiterhin Anlass zu "ernster Sorge". Experten vermuten, dass die Brennstäbe in dem Becken trocken liegen und nicht mehr gekühlt werden. Da das Gebäude beschädigt ist, haben die Brennstäbe damit direkten Kontakt zur Umwelt.

+++ 13.56 WFP schickt Logistikfachleute nach Japan +++
Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) schickt Logistikexperten nach Japan, die den Transport von Hilfsgütern unterstützen sollen. Nach dem schweren Erdbeben in der vergangenen Woche bräuchten die betroffenen Ortschaften Trinkwasser, Nahrung, Decken sowie Unterkünfte, teilt die UN-Hilfsorganisation. Die WFP-Experten sollen den örtlichen Behörden helfen, die Hilfsgüter an jene Gemeinden zu verteilen, die direkt von dem Erdbeben, dem Tsunami oder den Schäden an den nuklearen Anlagen betroffen sind. Das WFP organisiert außerdem den Transport von zehn beweglichen Lagerhäusern von Malaysia nach Japan. Darin sollen die Hilfsgüter gelagert werden, die auf dem Luftweg nach Japan kommen.

+++ 13.46 Weißer Rauch +++
Rauch oder Dampf steigt aus dem Reaktorblock 2 in Fukushima auf, teilt Tepco mit.

+++ 13.43 Yen steigt auf Rekordhoch +++
Japanische Investoren holen nach dem schweren Erdbeben weltweit Anlagegelder nach Hause zurück. Sie wollen damit den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete sowie die Bewältigung der Atomkatastrophe finanzieren. Die Folge ist eine starke Nachfrage nach der Landeswährung Yen, die auf ein Rekordhoch zum Dollar steigt.

+++ 13.31 Lieferungen von Smartphone-Bildschirmen aus Japan stocken +++
Die Katastrophe in Japan schnürt teilweise auch die Komponentenzufuhr für Handy- und PC-Hersteller ab. Der japanische Elektronikkonzern Toshiba kündigt an, in einem Werk die Produktion von kleinen Flüssigkristallbildschirmen (LCD) für Smartphones und Navigationsgeräte für einen Monat ruhen zu lassen. Der chinesische Computerkonzern Lenovo befürchtet Lieferprobleme, weil ihm wichtige Bauteile fehlen.

+++ 13.23 US-Drohne schießt Fotos von Katastrophen-AKW +++
Die USA bringen eine unbemannte Drohne zur Dokumentation der Schäden über das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima auf den Weg. Die dabei gemachten Fotos sind bereits der Regierung in Tokio übermittelt worden, berichtete der japanische Fernsehsender. Der ferngesteuerte Flugkörper vom Typ Global Hawk sei bereits nach dem Erdbeben in Haiti 2010 eingesetzt worden, teilten die US-Luftstreitkräfte mit. Die Drohne ist auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Guam im Pazifik stationiert.

+++ 13.07 Militär-Wasserwerfer zur Kühlung im Einsatz +++
Im Kampf gegen den Super-GAU im Unglückskernkraftwerk an der japanischen Ostküste versuchen die Helfer, das Nuklearmaterial mit Hilfe von Wasserwerfern der Armee zu kühlen. Zwei Fahrzeuge seien an der Unglücksstelle am Kraftwerk Fukushima derzeit im Einsatz, berichtet der öffentlich-rechtliche japanische Fernsehsender NHK. Insgesamt habe die Armee fünf Wasserwerfer zu dem Kraftwerk entsandt.

+++ 13.01 Deutsche Post erhält Betrieb in Japan weitgehend aufrecht +++
Die Deutsche Post hält ihr Japan-Geschäft weitgehend aufrecht. "Der Betrieb läuft weitestgehend normal", sagt ein Sprecher des Express- und Logistikriesen. Die meisten japanischen Häfen könnten noch angelaufen werden. Auch Luftfracht werde weiter nach Japan geliefert - wenn auch teils mit Verzögerungen.

+++ 12.53 Moskau will Eiskunstlauf-WM ausrichten +++
Nach der Absage der Eiskunstlauf-WM in Tokio bringt sich Russland bei der Internationalen Eislauf-Union ISU offiziell als Ersatzausrichter ins Spiel. 'Wir haben schriftlich angeboten, die WM in Moskau auszurichten. Das ist eine schwierige und sehr kostspielige Aufgabe, aber wir wollen der ISU eine helfende Hand reichen", sagt Russlands stellvertretender Sportminister Juri Nagornych. Ursprünglich sollte die WM vom 21. bis zum 27. März in Tokio stattfinden.

+++ 12.40 Unsicherheit um Japan und Bahrain treibt Ölpreis nach oben +++
Der Ölpreis ist wieder auf dem Weg nach oben, getrieben von der Unsicherheit um die Entwicklungen in Japan und Bahrain. Gegen 12.30 Uhr kostet das Barrel der Nordseesorte Brent 112,73 USD, verglichen mit weniger als 110 USD im asiatisch dominierten Handel am frühen Morgen. Am stärksten thematisiert werde derzeit Japan mit den Fragen, wie schnell sich das Land von der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe erholen könne und welchen Ausgang die atomare Katastrophe nehme.

+++ 12.34 Brandenburg will japanische Lebensmittel auf Strahlung prüfen +++
Lebensmittel aus Japan sollen in Brandenburg auf eine mögliche radioaktive Belastung geprüft werden. Obwohl es noch keine Hinweise auf eine Belastung gebe, würden vorsorglich die Untersuchungen vorgenommen, kündigt das Gesundheitsministerium in Potsdam an. Insbesondere per Flugzeug gelieferte Frischprodukte würden genau angeschaut. Dies gelte vor allem für Fische und Fischprodukte, Algen sowie Früchte und Pilze, erläuterte das Ministerium. Die Anweisung zur Untersuchung sei an die Grenzkontrollstelle Schönefeld ergangen.

+++ 12.31 Experten - Strahlung gelangt über Amerika nach Europa +++
Eine niedrige Konzentration von radioaktiven Teilchen aus dem japanischen Unglücksreaktor bewegt sich Forschern zufolge auf Nordamerika zu und wird in der Folge auch Europa erreichen. Eine Gefahr für Menschen bestehe nicht, sagt der Forschungsleiter am Schwedischen Institut für Verteidigungsforschung, Lars-Erik De Geer. Er beruft sich auf Daten von Messstationen, die von der internationalen Organisation CTBTO für die Überwachung des Atomwaffensperrvertrags benutzt werden. Die Wolke aus dem havarierten Kernkraftwerk im japanischen Fukushima werde in den kommenden Tagen an der Westküste der USA ankommen, sagt De Geer. Am Ende würden die Partikel auf der ganzen Nordhalbkugel nachzuweisen sein. "Es geht nur um sehr, sehr niedrige Aktivität, daher ist es nichts, weswegen die Menschen sich Sorgen machen müssten", so De Geer.

+++ 12.28 Porsche verlegt Büro in Tokio +++
Porsche zieht angesichts der Zerstörung durch das Erdbeben und den Tsunami sowie der atomaren Bedrohung in Japan seine Mitarbeiter aus den gefährdeten Gebieten ab. Der Vertriebssitz sei von Tokio ins weiter entfernte Toyohashi verlegt worden, sagt Porsche-Chef Matthias Müller. Porsche beschäftigt insgesamt rund 50 Mitarbeiter in Japan, davon nur einen Teil in Tokio. Lieferengpässe durch die Erdbebenkatastrophe gebe es bislang keine.

+++ 12.26 14 Krankenhaus-Patienten sterben nach Evakuierung +++
Die Evakuierung eines Krankenhauses in der japanischen Stadt Okuma kostet 14 Patienten das Leben. Die Menschen seien nach dem Transport in ein Auffanglager gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo und beruft sich dabei auf die Regionalregierung.

+++ 12.10 Kühlung mit Wasserwerfern wieder aufgenommen +++
Die Notmannschaft im AKW Fukushima besprüht den mit Plutonium bestückten Reaktor drei wieder mit Wasserwerfern, meldet das japanische Fernsehen. Zuvor war die Aktion wegen starker radioaktiver Strahlung vorübergehend eingestellt worden.

+++ 12.05 Frankreich schickt 95 Tonnen Bor nach Japan +++
Frankreich unterstützt Japan mit der Lieferung von 95 Tonnen  Bor, das mit dem Wasser zur Kühlung vermischt wird, um die Kernreaktion zu bremsen. Eine Maschine sei bereits unterwegs, sagt Energieminister Eric Besson. Das Element Bor wird dem Wasser zugesetzt, weil es die bei einer Kettenreaktion entstehenden Neutronen "einfängt". Dadurch soll der sich im Innern des Unglücksreaktors eventuell weiterhin selbst erhaltende nukleare Brennvorgang gestoppt werden.

+++ 12.01 Luftwaffe fliegt 250 Franzosen aus Japan nach Südkorea aus+++
Die französische Luftwaffe fliegt rund 250 Franzosen von Japan nach Südkorea. Ein Airbus A340 habe die Ausreisewilligen von Tokio in die südkoreanische Hauptstadt Seoul gebracht, teilte ein Sprecher des französischen Generalstabs. Eine zweite Gruppe Franzosen, die das Land nach dem Erdbeben und dem Atomunglück verlassen wollen, sollte am Nachmittag starten. In Japan leben rund 9000 Franzosen, davon 7000 im Großraum Tokio.

+++ 11.43 AKW-Kühlung mit Wasserwerfern eingestellt +++
Die Kühlung der Reaktoren des AKW Fukushima mit Wasserwerfern wird eingestell, berichtet das japanische Fernsehen. Grund ist die hohe Radioaktivität. Die Fahrzeuge können sich wegen der hohen Strahlungswerte den Reaktoren nicht nähern.

+++ 11.41 Schneeschauer in Fukushima lassen nach +++
In der Katastrophenregion um das japanische Atomkraftwerk Fukushima lässt der Schneefall nach. Mit dem Schnee konnten radioaktive Partikel auf den Erdboden gelangen, erläuterte der Deutsche Wetterdienst. Die Schneeschauer ließen aber nach, und der Westwind trage die radioaktive Belastung dann wieder komplett auf das offene Meer hinaus. An der Windrichtung in der Krisenregion ändert sich nach der Prognose vorerst nichts.

+++ 11.31 15.000 Tote und Vermisste nach Beben und Tsunami +++
Die Zahl der Toten und Vermissten steigt auf 14.650. Bislang seien 5321 Todesopfer bestätigt worden, teilte die Polizei in Tokio mit. 9329 Menschen würden noch vermisst. Außerdem seien bei der Katastrophe am Freitag vergangener Woche knapp 2400 Menschen verletzt worden.

+++ 11.18 Fraport lässt alle Maschinen aus Japan prüfen +++
Der Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport, lässt alle Maschinen aus Japan auf erhöhte Strahlenwerte überprüfen. Pro Tag kommen sieben Maschinen aus Japan in Frankfurt an - fünf Passagierflieger und zwei Frachtmaschinen. Bislang sind keine verstrahlten Flugzeuge angekommen.

+++ 11.12 Hongkong fordert Bürger zum Verlassen Tokios auf +++
Hongkong fordert seine Bürger in Japan auf, Tokio so schnell wie möglich zu verlassen und in die südlicheren Gebiete des Landes auszuweichen. Die Fluggesellschaft Cathay Pacific Airways werde außerdem mit zwei zusätzlichen Flügen Bürger Hongkongs nach Hause bringen.

+++ 11.02 23 Verletzte in Fukushima - 20 verstrahlt +++
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind in den vergangenen Tagen nach Angaben der internationalen Atombehörde IAEA in Wien 23 Menschen verletzt worden. Mindestens 20 weitere Mitarbeiter wurden verstrahlt. Einer von ihnen war demnach sehr starker Strahlung ausgesetzt. Medien hatten bereits von "dutzenden Verletzten" in der schwer beschädigten Anlage gesprochen. Die IAEA bezieht sich mit ihren Angaben auf Mitteilungen der japanischen Regierung.

+++ 10.53 Strahlenschutz-Experte: Domino-Effekt droht +++
Der Präsidenten der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil, befürchtet einen Domino-Effekt in Fukushima. Wenn es in den nächsten Stunden nicht gelinge, die Brennelemente im Abklingbecken des Blocks 4 zu kühlen, würde massive Strahlung freigesetzt. Dann würde auch die Arbeit an den übrigen Reaktoren aufgrund der hohen Strahlenbelastung nicht mehr möglich sein, sagt Pflugbeil bei n-tv. Ein Block nach dem anderen würde dann, sich selbst überlassen, vollständig havarieren." Sollte das passieren, sei "die ganze Anlage so hoch radioaktiv verseucht, dass man da praktisch nichts mehr machen kann. Und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf, und es kommt zu einer Katastrophe, die sich hinter Tschernobyl nicht zu verstecken braucht". Die 50 Arbeiter, die den Super-GAU noch zu verhindern suchen, seien "Todeskandidaten". Pflugbeil: "Wenn es nötig ist, dass Leute gezielt in den Tod gehen, um die Bevölkerung vor schlimmen Schäden zu bewahren, dann ist das eine schlechte Technologie."

+++ 10.27 Frankreich will Verletzte aus Japan aufnehmen +++
Frankreich bietet an, radioaktiv verstrahlte Menschen aus Japan zur medizinischen Behandlung aufzunehmen. Spezialisierte Krankenhäuser stünden zur Verfügung, sagt der französische Innenminister Claude Guéant.

+++ 10.23 Chemiekonzern Lanxess schließt Büro in Tokio +++
Der Chemiekonzern Lanxess schließt wegen der aktuellen Ereignisse in Japan vorübergehend sein Büro in Tokio. Die zwei Standorte Toyohashi und Himeji mehrere 100 Kilometer südlich von Tokio liefen dagegen derzeit normal, die Versorgung mit Rohstoffen und Energie sei stabil, sagte Lanxess-Chef Axel Heitmann. Japan ist für Lanxess der zweitgrößte Absatzmarkt in Asien nach China. Der Konzern beliefert dort Reifenhersteller, Autozulieferer und die Elektrobranche mit Chemieprodukten.

+++ 10.03 Wasserstand in Reaktor 4 unklar +++
Die japanische Atomaufsicht kann nicht bestätigen, dass die Brennstäbe im Abklingbecken des vierten Reaktors des Kernkraftwerks Fukushima noch von Wasser bedeckt sind.

+++ 10.01 Großbritannien fliegt Briten aus Japan aus +++
Die britische Regierung bietet vom Erdbeben in Japan betroffenen Briten kostenlose Flüge Richtung Heimat an. Auch für nicht direkt betroffene Bürger stünden gegen Gebühr Sitzplätze bereit, um möglichst schnell außer Landes kommen zu können, teilt das Außenministerium in London mit.

+++ 9.39 Radioaktivität auf Weg nach Nordamerika +++
Eine niedrige Konzentration von radioaktiven Teilchen aus dem japanischen Unglücksreaktor bewegt sich auf Nordamerika zu. Der Forschungsleiter am Schwedischen Institut für Verteidigungsforschung, de Geer, beruft sich auf Daten von internationalen Messstationen. Die Strahlenwerte seien für Menschen unbedenklich, betont er.

+++ 9.29 Atomaufsicht: Reakoren 1,5 und 6 relativ stabil +++
Die Reaktoren eins, fünf und sechs des schwerbeschädigten Kernkraftwerks Fukushima I sind nach Angaben der japanischen Atomaufsicht relativ stabil.

+++ 8.55 Tepco stoppt AKW-Bau +++
Der Betreiber des Katastrophen-Atomkraftwerks in Japan stoppt den Bau an einem weiteren Meiler. Tepco werde am AKW Higashidori in der Präfektur Aomori vorerst nicht weiterbauen, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Ein erster Reaktor war dort vor Jahren fertiggestellt und in Betrieb genommen worden.

+++ 7.40 Großer Stromausfall in Tokio möglich +++
In Japans Hauptstadt Tokio und Umgebung ist laut dem Handelsminister Banri Kaieda ein großflächiger Stromausfall möglich. Dies könne geschehen, wenn die Stromnachfrage über die des Donnerstagmorgens steige, sagt Kaieda.

+++ 6.45 Hafen nimmt Betrieb auf +++
Der Hafen Onahama im Norden Japans nimmt teilweise seinen Betrieb wieder auf. Dies teilt die Regierung mit. Weitere Häfen würden innerhalb der nächsten Tage folgen. Über die Häfen werden rund sieben Prozent der Industrieproduktion des Landes abgewickelt.

+++ 6.34 Zahl der Toten steigt +++
Die Zahl der offiziell registrierten Todesopfer steigt weiter. Binnen weniger Stunden korrigiert die Polizei ihre Angaben noch einmal deutlich nach oben und nennt 5198 Tote.

+++ 6.28 Hubschrauber-Besatzung wird dekontaminiert +++
Die Hubschrauber-Besatzung wird nach dem Manöver über dem havariertem Atomkraftwerk Fukushima Eins dekontaminiert. Das sagt General Oriki dem Sender NHK. Oriki glaubt nicht, dass der Einsatz Gesundheitsprobleme auslösen werde.

+++ 6.25 Freiwillige melden sich für AKW-Einsatz +++
Freiwillige wollen die Arbeiter im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins unterstützen. Darunter sind Angestellte des AKW-Betreibers Tepco sowie anderer Firmen, berichtet BBC. Sie wollten die eskalierende Lage unter Kontrolle bringen. Unter Berufung auf die Agentur Jiji Press heißt es, dass einer der Freiwilligen ein 59 Jahre alter Mann sei, der bereits vier Jahrzehnte in Atomkraftwerken gearbeitet habe und eigentlich in sechs Monaten in Ruhestand wollte.

+++ 05.56 Trotz Löscheinsatz: Strahlung unverändert +++
Der Einsatz der Lösch-Hubschrauber hat die Intensität der radioaktiven Strahlung am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins nicht verändert. Die Dosis sei gleichgeblieben, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco. Unklar ist, ob das abgelassene Wasser zumindest die Temperatur in den Unglücks-Reaktoren abgesenkt hat.

+++ 05.02 Dach von Reaktor 4 fast zerstört +++
Das Dach von Reaktor 4 ist laut AKW-Betreiber Tepco bis auf den Rahmen zerstört. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Bislang hatte es geheißen, dass das nur teilweise beschädigte Dach einen Kühleinsatz per Hubschrauber erschwere. Deshalb sind elf Wasserwerfer der Polizei in Stellung gegangen

+++ 04.56 Hubschrauber sollen nochmal starten +++
Die Armee bereitet ihre Hubschrauber für ein weiteres Kühlmanöver vor. Der erste Einsatz war am Morgen nach gut einer halben Stunde beendet worden. Dabei hatten die beiden Helikopter des Typs CH-47 Chinook viermal jeweils Tonnen von Wasser auf Reaktor 3 abgeworfen, um die Brennstäbe abzukühlen.

+++ 04.26 Tepco: Abklingbecken noch nicht leer +++
Das Abklingbecken für die abgebrannten Brennelemente in Reaktor 4 ist nach Angaben des AKW-Betreibers Tepco nicht leer. Bei einem Flug zur Messung der Strahlung am Mittwoch sei Wasser in dem Becken zu sehen gewesen. Der genaue Pegelstand sei zwar nicht sichtbar gewesen, aber definitiv sei noch Wasser in dem Becken.

+++ 04.00 Noch über 8600 Menschen werden vermisst +++
Die Zahl der Todesopfer steigt: Nach Polizeiangaben sind mindestens 5178 Menschen ums Leben gekommen. 8606 Menschen gelten offiziell als vermisst. Tatsächlich könnte die Zahl der Opfer aber noch weit höher liegen, denn nicht alle Vermissten sind bislang registriert.

+++ 03.51 US-Armee schickt Wasserpumpen +++
Leistungsstarke Pumpen der US-Streitkräfte sind auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins, berichtet der japanische Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Die Pumpen sollen Meerwasser in die überhitzten Anlagen spülen. Die nötige Stromversorgung für das Kühlsystem wird derzeit gelegt und könnte nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo bereits am Donnerstagabend in Teilen laufen.

+++  03.42 Obama sichert Hilfe zu  +++
US-Präsident Barack Obama sichert Japan volle Unterstützung bei dem Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im Norden des Landes zu. Die USA hätten zudem angeboten, Atomexperten zu entsenden, um bei der Krise im AKW Fukishima zu helfen, so der Japanische Regierungssprecher.

+++ 03.01 Wasserwerfer gehen in Stellung  +++
Elf Wasserwerfer gehen vor Fukushima 1 in Stellung. Sie sollen neben dem Reaktor 3 vor allem den Nachbarblock 4 kühlen. Dort ist das Dach teilweise noch intakt und ein Kühlversuch mit Hubschraubern erscheint wenig vielversprechend. Die Wasserwerfer sollen am Donnerstagvormittag zum Einsatz kommen.

+++ 02.01 Hubschrauber werfen Wasser auf Block 3 +++
Zwei Hubschrauber der japanischen Armee haben damit begonnen, Wasser über den gefährdeten Reaktoren 3 des Atomkraftwerks Fukushima abzuwerfen. Der TV-Sender NHK zeigt Live-Bilder. Darauf ist zu sehen, wie sich ein großer Wasserschwall auf das Gebäude ergießt.

+++ 01.11 Zahl der Toten steigt auf 4377 +++
Die Zahl der offiziell registrierten Todesopfer nach dem Erdbeben steigt weiter, ebenso wie die Zahl der Vermissten. Insgesamt verzeichnet die Polizei inzwischen 4377 Tote. Zusammen mit den Vermissten ergibt sich inzwischen sogar die Zahl von 13.400 Opfern. Die Chancen, in den vom Beben und den Riesenwellen verwüsteten Gebieten noch Menschen lebend zu retten, schwinden stündlich.

+++ 00.33 Abklingbecken kurz vorm Siedepunkt +++
Die Temperatur in den Abklingbecken der abgebrannten Brennelemente im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat dramatisch hohe Werte erreicht. Im Reaktor 4 wurden schon am Montag und Dienstag 84 Grad Celsius gemessen, meldet die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) unter Berufung auf Angaben aus Japan. Unter normalen Umständen wird der Wert unter 25 Grad Celsius gehalten. Für Mittwoch liegen der IAEA noch keine Daten vor.

                     17. März 2011

 

+++ 23.02 Fukushima: Stromversorgung soll repariert werden +++
Techniker des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 wollen mit der Wiederherstellung der Stromversorgung beginnen. Man versuche, eine neue Stromleitung zu legen, so dass die Kühlung wieder in Betrieb genommen werden könne, so ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Tepco. Ein vorheriger Versuch, die Stromversorgung zu reparieren, war an der hohen Strahlung auf dem Kraftwerksgelände gescheitert.

+++ 22.20 Japan weitet Evakuierungsradius aus +++
Die Evakuierung um das Atomkraftwerk Fukushima 1 wird nach Informationen des Fernsehsenders NHK ausgeweitet. Wegen der Gefahr radioaktiver Verstrahlung müssen weitere 28.000 Menschen in der Präfektur Fukushima ihre Häuser verlassen. Viele Notunterkünfte in der Region sind aber schon überfüllt. Deshalb werden die  Menschen jetzt auch auf umliegende Präfekturen verteilt.

+++ 20.46 Aigner: Genaue Kontrolle japanischer Importe +++
Laut Verbraucherschutzministerin Aigner sind in Deutschland bisher keine radioaktiv belasteten Fische oder andere Lebensmittel aufgetaucht. Da auch die Region um Japan strahlenbelastet sein könne, würden aus Sicherheitsgründen alle Lebensmittel aus Japan auf mögliche Belastung untersucht - vor allem Fisch und Fischprodukte wie Sushi.

+++20.11 USA: Evakuierungszone um Fukushima zu klein +++
Die USA empfehlen eine größere Evakuierungszone um das Katastrophen-AKW Fukushima. Ihren vor Ort ausharrenden Bürgern legte die Obama-Regierung ans Herz, das Gebiet im Umkreis von 80 Kilometern zu verlassen. Die japanische Regierung hat zum Schutz vor radioaktiver Strahlung bisher nur Gebiete im Umkreis von 20 Kilometern evakuiert.

+++ 19.15 Kein Wasser mehr im Abklingbecken +++
Im Abklingbecken von Reaktor 4 befindet sich nach Angaben der US-Atomregulierungsbehörde NRC kein Wasser mehr. Die Radioaktivität sei extrem hoch.

+++ 18.29 Mehr als 4300 Tote in Japan gefunden +++
Die Zahl registrierter Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan ist weiter gestiegen. Die Polizei bestätigt den Tod von 4312 Menschen in zwölf Präfekturen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldet.

+++ 17.45 US-Drohne soll Einblick in Reaktoren bringen +++
Ein unbemanntes Flugzeug des US-Militärs soll mit seinen hochauflösenden Kameras mehr Klarheit über das Innere der havarierten Atomreaktoren in Fukushima bringen. Das berichtet eine japanische Nachrichtenagentur. Die Drohne Global Hawk hat zudem Wärmebildkameras an Bord.

+++ 17.42 Oettinger: Lage in Japan außer Kontrolle +++
Die Lage nach dem Atomunfall in Japan  ist laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger außer Kontrolle. "Man kann sagen, die Anlage ist außerhalb einer fachmännischen  Kontrolle", sagt Oettinger im Europäischen Parlament  in Brüssel mit Blick auf das Kernkraftwerk Fukushima. Maßnahmen wie die, per Hubschrauber Wasser zur Kühlung zu bringen, muteten wie bei einem "Waldbrand" an und nicht als wirksames Vorgehen bei einem Atomunfall. Das Geschehene bewege sich "irgendwo zwischen GAU und  Super-GAU", sagte der deutsche Kommissar, der eine weitere Zuspitzung der Lage befürchtet. "Ich bin mir sicher, dass wir noch  nicht am Ende dieser tragischen und weitreichenden Katastrophe angelangt sind."

+++ 17.17 Temperaturen in Block 5 und 6 steigen +++
Die Wassertemperaturen in den Reaktorblöcken 5 und 6 steigen nach Angaben der Betreiberfirma Tepco. Sie lägen doppelt so hoch wie normal. Es werde der Einsatz alternativer Kühlmaßnahmen erwogen.

+++ 16.59 IAEA-Chef fliegt nach Japan - Situation "sehr ernst" +++
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, bezeichnet die Situation in Fukushima als "sehr ernst". Er werde so schnell wie möglich selbst nach Japan fliegen und danach eine Sondersitzung des Gouverneursrats einberufen, sagt der Japaner.

+++ 16.55 US-Soldaten müssen 80 km Abstand halten +++
Die amerikanischen Soldaten in Japan brauchen nach einer Anweisung des US-Verteidigungsministeriums eine Sondergenehmigung, um näher als 50 Meilen (80 Kilometer) an den Unglücksreaktor heranzukommen. Als vorbeugende Maßnahme haben einige Flugbesatzungen Jod-Tabletten erhalten, heißt es weiter. Keiner der US-Soldaten in Japan zeige bisher aber Symptome einer Strahlenerkrankung.

+++ 16.31 Atomkatastrophe und Folgen werden Thema bei EU-Gipfel +++
Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden sich bei ihrem Gipfel am 24. und 25. März außerplanmäßig mit der Zukunft der Atomkraft in Europa beschäftigen. "Ich kann ihnen jetzt sagen, dass der Europäische Rat am Donnerstag nächster Woche den Schwerpunkt Eurozone und europäische Währung ergänzen oder gar verlagern wird", sagt EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Es solle nun auch um das Thema Energiepolitik und die Folgerungen aus dem schrecklichen Vorfall in Japan gehen. Zur Situation dort sagt Oettinger: "Man muss befürchten, dass das ganze in Gottes Hand ist, und dass sich in den nächsten Stunden weitere katastrophale Entwicklungen ergeben können."

+++ 16.21 Regierung zu Bundeswehr-Hilfseinsatz in Japan bereit +++
Die Bundesregierung ist grundsätzlich bereit, bei Bedarf Spezialisten der Bundeswehr zur Bewältigung der Atomkatastrophe nach Japan zu schicken. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, sagt, es gebe "Vorprüfungen" im Bereich des ABC-Schutzes. Es habe aber noch keine Anfragen von japanischer Seite gegeben, und man wolle auch keine Hilfen aufdrängen.

+++ 15.51 Keine erhöhte Strahlenbelastung bei Lebensmitteln +++
Das Bundesverbraucherschutzministerium hat weiterhin keine Erkenntnisse über radioaktiv belastete Lebens-  oder Futtermittel aus Japan in Deutschland. Es gebe auch keine Informationen, dass sich solche Lebensmittel derzeit auf dem Weg nach Deutschland befänden, sagt ein Ministeriumssprecher. Bei Fisch und  Fischerzeugnissen aus Japan solle die Strahlenbelastung auf Empfehlung der EU-Kommission überprüft werden. Es gebe "bisher keine Auffälligkeiten", fügte der Sprecher hinzu.

+++ 15.33 EU zu Atom-Hilfe für Japan bereit +++
Die Europäische Union ist bereit, Japan auch im Kampf gegen atomare Gefahren zu helfen. Dies erklärt EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vor dem Euroapparlament in Brüssel. "Wir sind auch bereit, weitere und gezielte Hilfe hinsichtlich der Lage in den Atomkraftwerken zu leisten, sofern wir darum gebeten werden", sagt er. Barroso macht keine näheren Angaben über die Art der möglichen Hilfe. "Das japanische Volk weiß, dass es auf die europäische Solidarität und Unterstützung in diesem Augenblick des Leidens vertrauen kann."

+++ 15.03 Deutsche sollen Großraum Tokio verlassen +++
Wegen der Atomkatastrophe in Japan rät die Bundesregierung den rund 1000 verbliebenen Deutschen im Großraum Tokio jetzt offiziell, sich in andere Landesteile in Sicherheit zu bringen oder ins Ausland zu reisen. Es handele sich um eine "erhebliche Aktualisierung" der Reisehinweise für Japan, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Teile der deutschen Botschaft sind nach seinen Worten von Tokio nach Osaka verlegt worden, um den Bundesbürgern konsularisch zu helfen.

+++ 14.44 Regierung: Reaktormantel doch nicht stark beschädigt +++
Der innere Reaktormantel von Block 3 im Atomkraftwerk Fukushima ist nach Regierungsangaben wahrscheinlich nicht ernsthaft beschädigt. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Am Vormittag hatte er noch mitgeteilt, dass der Mantel womöglich schwer beschädigt sei. Das Fernsehen hatte Bilder gezeigt, wie stundenlang dichte Rauchschwaden von der Anlage aufstiegen.

+++ 14.40 Abklingbecken in Reaktor 3 erhitzt sich +++
Nach Angaben der japanischen Atomsicherheitsbehörde erhitzt sich das Wasser im Abklingbecken des Reaktors Drei im AKW Fukushima.

+++ 14.39 EDF schickt Experten nach Japan +++
Der weltgrößte Betreiber von Atomkraftwerken, der französische Konzern EDF, will Spezialisten und Material nach Japan schicken. "Wir wollen nicht nur Zuschauer sein, sondern auch handeln und uns mit unseren japanischen Kollegen solidarisch zeigen", sagt der Chef des französischen Stromkonzerns Henri Proglio dem Sender RTL. Das Unternehmen wolle unter anderem Roboter schicken. Weitere Details, etwa zum Einsatzort der Spezialisten, nannte er zunächst nicht. EDF stehe in täglichem Kontakt mit dem japanischen Atomunternehmen Tepco, Betreiber der Unglücksanlage Fukushima.

+++ 14.36 Flugpassagiere aus Japan werden nicht überprüft +++
Flugpassagiere aus Japan werden derzeit bei ihrer Ankunft in Deutschland nicht auf atomare Verstrahlung untersucht. Im Moment werde dafür "noch kein Anlass gesehen", sagt die Sprecherin des Bundesumweltministeriums, Christiane Schwarte. Sollte sich diese Einschätzung ändern, würden die Flughäfen angewiesen, Strahlen-Messstationen einzurichten. "Das Bundesamt für Strahlenschutz beobachtet die Strahlenwerte", versicherte Schwarte. "Es ist nicht davon auszugehen, dass es eine Gefährdung für Deutschland gibt." Eine solche sei durch die große Entfernung "praktisch ausgeschlossen".

+++ 14.12 Evakuierung Tokios nicht möglich +++
Eine Evakuierung Tokios wäre "völlig verantwortungslos" und würde "im totalen Chaos" enden, sagt Martin Skutella vom DFG-Forschungszentrum Matheon in Berlin.

+++ 14.09 Wasserwerfer soll Abklingbecken auffüllen +++
In Fukushima soll ein Wassertankwagen oder Wasserwerfer mit Wasserkanone eingesetzt werden, um das Abklingbecken von Reaktor 4 aufzufüllen. Damit soll verhindert werden, dass die in dem Becken gelagerten gebrauchten Brennstäbe überhitzen, berichtete der Fernsehsender NHK. Der Reaktor war zur Zeit des Erdbebens am Freitag wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb. Am Dienstag kam es  jedoch zu einer Explosion, anschließend brach beim Abklingbecken ein Feuer aus. Der Brand konnte von der US-Armee gelöscht werden. Da ein Teil der Brennelemente nicht mehr von Wasser bedeckt waren, bemühen sich seitdem die Behörden, das Wasserniveau wieder anzuheben, um eine Kernschmelze zu verhindern.

+++ 13.58 Engpässe bereiten Tech-Konzernen Probleme +++
Lieferengpässe und Transportprobleme wegen der Japan-Krise machen der Technologiebranche zu schaffen. Telekomausrüster wie Ericsson und Alcatel-Lucent stellen sich auf Ausfälle für ihre Produktion ein. "Man muss davon ausgehen, dass die Geschehnisse in Japan die Belieferung mit Bauteilen stören, aber es ist noch zu früh, zu sagen, in welchem Ausmaß dies geschieht", teilte Ericsson mit.

+++ 13.14 Regierung: Keine schweren Schäden an Reaktorhülle  +++
Die Agentur Kyodo berichtet unter Berufung auf die japansche Regierung, es sei unwahrscheinlich, dass die Hülle des Reaktors 3 im AKW Fukushima schwere Schäden hat.

+++ 12.36 Frankreich beruft wegen Japan G20-Treffen ein +++
Als Reaktion auf die Atom-Katastrophe in Japan will Frankreich ein Sondertreffen der 20 großen Industrie- und Schwellenländer zu Rohstofffragen einberufen. Die Regierung werde in den kommenden Wochen die Energie- und Wirtschaftsminister einladen, um über die "großen Energie-Optionen in der Welt von Morgen" zu beraten, kündigt Präsident Nicolas Sarkozy an. Frankreich hat derzeit die G20-Präsidentschaft inne.

+++ 12.21 Nissan nimmt Produktion in Japan teilweise wieder auf +++
Nissan wird die Automobilproduktion in zwei japanischen Werken am Donnerstag und Freitag wieder aufnehmen. Dazu werde man auf Lager vorhandene Teile verwenden, teilte der Automobilkonzern mit. Ob die Produktion darüberhinaus am Samstag weitergehe, müsse jedoch noch entschieden werden. In drei weiteren japanischen Automobilwerken werde die Produktion in jedem Fall bis Sonntag ruhen.

+++ 12.05 China will vorerst keine neuen AKW genehmigen +++
China will vorerst keine neuen Atomkraftwerke genehmigen. Alle bestehenden und im Bau befindlichen Reaktoren würden zudem umfassenden Sicherheitstests unterzogen, kündigt die chinesische Regierung an.

+++ 11.50 Strahlenschutz-Chef: Keine Gefahr für Deutschland +++
Als Folge der Atomunglücke in Japan rechnet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in keinem Fall mit bedenklichen Strahlenwerten in Deutschland. Die aus Japan kommende Radioaktivität werde hierzulande äußerst gering sein, sagt BfS-Präsident Wolfram König. "Selbst im schlimmsten Szenario werden wir in Deutschland nach derzeitigem Stand keine Werte erreichen, die auch nur annähernd bedenklich sind." Grund sei die große Entfernung zu den Unglücksreaktoren, die Bauart der Meiler sowie der Unglücksverlauf. Dieser sei mit der Atomkatastrophe von Tschernobyl nicht vergleichbar. Es könne daher für Deutschland schon jetzt Entwarnung gegeben werden. König rechnet in den kommenden 14 Tagen mit ersten Messergebnissen in Deutschland. Die Konzentration der festgestellten Radioaktivität werde aber derart gering sein, dass sie nur durch äußerst empfindliche Messgeräte festgestellt werden könne. Gemessen wird auf einer Frühwarnstation für Radioaktivität auf dem Schwarzwald-Berg Schauinsland bei Freiburg. Sie ist den Angaben zufolge die einzige derartige Station in Mitteleuropa.

+++ 11.37 Offizielle Zahl der Toten in Japan jetzt bei 4164 +++
Die offizielle Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben und Tsunami in Japan ist auf 4164 gestiegen. Das berichtete der TV-Sender NHK. Die Zahl der Vermissten geht nach wie vor in die Tausende - sie liege bei mindestens 12.000. Hunderttausende leben seit dem schweren Beben vom vergangenen Freitag in Notunterkünften.

+++ 11.01 Techniker kehren ins AKW Fukushima zurück +++
Die Techniker, aus Sicherheitsgründen das schwer beschädigte japanische  Atomkraftwerk Fukushima 1 verlassen hatten, sind wieder in die Anlage zurückgekehrt. Die Arbeiter hätten nach ungefähr einer dreiviertel Stunde Unterbrechung ihre Arbeit zur Kühlung der Reaktoren wieder aufnehmen können, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco. Die 50 Techniker waren in Sicherheit gebracht  worden, nachdem ein deutlicher Anstieg der Strahlung gemessen worden war. Allerdings hätten sich die Informationen als falsch erwiesen und die Techniker seien daraufhin wieder zurückgekehrt, sagte der Tepco-Sprecher.

+++ 10.18 Helikoptereinsatz über Reaktor 3 abgebrochen +++
Der Löscheinsatz mit Helikoptern über dem Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins wird abgebrochen. Das berichtete der Fernsehsender NHK. Einen Grund nannte die Sprecherin zunächst nicht. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo ist es den Sicherheitsgruppen wegen der hohen Radioaktivität nicht möglich, Wasser von der Luft aus auf das Gebäude zu sprühen.

+++ 10.16 Japans Regierung beschwichtigt +++
Von der radioaktiven Strahlung rund um das Kraftwerk geht nach Angaben von Regierungssprecher Yukio Edano keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigener Auskunft keine Hinweise darauf, dass sich Radioaktivität aus dem zerstörten japanischen AKW Fukushima in bedeutsamem Ausmaß über das Land hinaus ausbreitet.

+++ 09.55 Japans Kaiser ruft Volk zum Durchhalten auf +++
Der japanische Kaiser Akihito ruft in einer ersten Ansprache seit der Naturkatastrophe seine Landsleute zum Durchhalten auf. "Ich hoffe aufrichtig, dass die Menschen diese schreckliche Zeit überstehen werden, indem sie sich gegenseitig helfen", sagt der 77-Jährige in einer Videobotschaft. Zudem spricht er den Opfern des Erdbebens und des Tsunamis sein Beileid aus. "Ich bete für die Sicherheit so vieler Menschen wie möglich", sagt Akihito.

+++ 09.42 Grünen-Politiker für Bundeswehr-Hilfseinsatz in Japan +++
Der Grünen-Verteidigungsexperte Omid Nouripour plädiert dafür, Japan den Einsatz von Spezialkräften der Bundeswehr zur Bewältigung der Atomkatastrophe anzubieten. Die Bundeswehr verfüge über herausragende Fähigkeiten, nuklear verseuchtes Material aufzuspüren und zu dekontaminieren. "Beides wird jetzt und später noch mehr in Japan gebraucht", sagt Nouripour.

+++ 09.31 Helikopter-Einsatz gegen Atomkatastrophe beginnt +++
Mit Militärhubschraubern versucht Japan, eine Ausweitung der Atomkatastrophe in der Anlage Fukushima 1 zu  verhindern. Fernsehbilder zeigen einen Helikopter auf dem Weg zu dem Atomkraftwerk, über dem er Wasser zur Kühlung eines Reaktors abwerfen soll. Die Tageszeitung "Yomiouri Shimbun" meldet, dass insgesamt vier Militärhubschrauber des Typs CH-47 Chinook zum Einsatz kommen sollen.

+++ 09.01 Japan schickt tausende Reservisten ins Tsunamigebiet  +++
Japans Verteidigungsministerium kündigt die  Entsendung von tausenden Reservisten in das Erdbeben- und  Tsunamigebiet im Nordosten der Hauptinsel Honshu an. Rund 6400 Reservisten würden zur Verstärkung der 70.000 Soldaten entsandt, die bereits im Einsatz seien, erklärte das Ministerium in Tokio. Insgesamt sollen 100.000 reguläre Soldaten bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten helfen. Das sind rund 40 Prozent der japanischen Streitkräfte.

+++0 8.47 Cäsium und Jod in Leitungswasser in Fukushima +++
Im Leitungswasser in der Präfektur Fukushima werden Cäsium und Jod nachgewiesen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf örtliche Behörden. Dies habe keine Auswirkungen auf die Gesundheit, hieß es.

+++ 08.23 Tepco: Druck in Reaktor zwei fällt +++
Im Reaktor zwei des japanischen Atomkraftwerks Fukushima I gibt es nach Angaben des Betreibers eine gewisse Entspannung. Der Druck sei zurückgegangen und die Temperaturen hätten sich stabilisiert, teilte der Energiekonzern Tepco mit. Die Lage im Reaktor vier nannte das Unternehmen dagegen "nicht so gut". Priorität habe derzeit allerdings die Situation im Reaktor drei.

+++ 08.08 Hubschrauber-Einsatz soll starten +++
Soldaten bereiten sich darauf vor, Wasser mit Hilfe von Hubschraubern auf den Reaktor 3 des Atomkraftwerks Fukushima abzuwerfen. Das berichtet der Fernsehsender NHK. Damit sollen die Brennstäbe gekühlt werden.

+++ 07.46 Retter aus Neuseeland und Australien leicht verstrahlt +++
Vier in Japan eingesetzte Retter aus Neuseeland und Australien sind geringfügig radioaktiv verstrahlt worden. Das teilte Neuseelands Premierminister John Key mit. Es bestehe aber kein Gesundheitsrisiko für die Helfer. Die Männer, die nach Verschütteten suchen, mussten bei einem Helikopterflug etwa 40 Kilometer von dem beschädigten Fukishima-Atomkraftwerk unplanmäßig zwischenlanden. Auf den Rotorblättern hatte sich Eis gebildet. Bei ihrer Rückkehr an ihren Standort, etwa 120 Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt, sei eine geringe Strahlendosis gemessen worden.

+++ 07.07 Mehr als 11.000 Tote und Vermisste in Japan +++
Nach dem Erdbeben und dem nachfolgenden  Tsunami am Freitag ist die Zahl der Toten und Vermissten in Japan  inzwischen auf mehr als 11.000 gestiegen. Offiziell wurden am Mittwoch über 7500 Menschen vermisst. Die Zahl der bestätigten Toten lag bei 3676, verletzt wurden demnach 1990 Menschen. Am Sonntag hatte der Polizeichef der besonders schwer getroffenen Präfektur Miyagi erklärt, allein in dieser Region rechne er mit 10.000 Toten.

+++ 06.31 850.000 Haushalte in Japan ohne Strom +++
Mindestens 1,6 Millionen Haushalte sind nach der Naturkatastrophe in Japan noch immer ohne fließend Wasser, berichtet der Sender NHK und berief sich auf Angaben des Gesundheitsministeriums. 76.000 Gebäude sollen beschädigt und mindestens 6300 weitere komplett zerstört sein. Mindestens 440.000 Menschen leben in 2400 Notunterkünften. Im Nordosten seien außerdem 850.000 Haushalte ohne Strom.

+++ 05.35 Frankreichs Bürger sollen Tokio verlassen +++
Frankreich fordert seine Bürger in Tokio auf, das Land zu verlassen oder sich in den Süden Japans zu begeben. Man habe die Air France gebeten, bei der Evakuierungsaktion zu helfen. Zwei Maschinen seien bereits auf dem Weg.

+++ 05.27 Betreiber baut Straße für Feuerwehr +++
Der Betreiber des AKW Fukushima 1 versucht nach Angaben der japanischen Atombehörde, eine Straße zum Reaktor 4 zu bauen, damit Feuerwehrfahrzeuge den Meiler erreichen können. Die Arbeiter dürfen inzwischen wieder auf das Gelände, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Strahlung sei gesunken.

+++ 05.11 Nachbeben erschüttert Tokio +++
Ein starkes Erdbeben erschüttert die Gegend östlich der japanischen Hauptstadt Tokio. Das Beben der Stärke 6,0 ereignet sich vor der Küste der Präfektur Chiba. Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde liegt das Zentrum der Erdstöße in zehn Kilometern Tiefe. Auch in Tokio sind die Erschütterungen zu spüren, Gebäude wanken. Es wird keine Tsunami-Warnung ausgelöst.

+++ 04.38 Arbeiter in Fukushima verlassen Gelände +++
Die Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima 1 sollen das Gelände verlassen, sagt ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde. Aus Sicherheitsgründen könne niemand mehr in den Kontrollraum. Die Radioaktivität an der Anlage steige vermutlich wegen des beschädigten inneren Schutzmantels in Reaktor 2.

+++ 04.28 USA und Südkorea sollen in Fukushima helfen +++
Die japanische Regierung spricht nach den Worten eines Sprechers mit den US-Streitkräften darüber, bei der Kühlung von Reaktoren zu helfen. Südkorea bietet Borsäure an, um die japanischen Atomreaktoren im Kraftwerk Fukushima zu stabilisieren. Der Stoff solle per Schiff nach Japan gebracht werden, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Meerwasser zur Kühlung der Reaktoren wird mit Bor versetzt, um die Kernspaltung zu verlangsamen.

+++ 03.50 AKW-Helfer brechen Arbeit ab +++
Die verbliebenen Helfer im Katastrophen-AKW Fukushima 1 brechen wegen zu hoher Strahlung in Reaktor 3 ihre Arbeit ab. Der innere Reaktormantel könnte beschädigt sein, sagt Regierungssprecher Edano. Reaktor 3 gilt als der gefährlichste der sechs Blöcke.

+++ 03.42 Strahlung erreicht neue Rekordmarke +++
Die radioaktive Strahlung am Atomkraftwerk Fukushima 1 erreicht neue Rekordmarken. Es sei der Wert von 1000 Millisievert (1 Sievert) gemessen worden, berichtete Regierungssprecher Edano.1000 Millisievert sind in Deutschland das Tausendfache dessen, was ein Mensch über ein ganzes Jahr hinweg an zusätzlicher Strahlung aufnehmen darf.

+++ 03.32 Radioaktive Partikel wehen auf Meer +++
Die Strahlenbelastung am Atomkraftwerk Fukushima I ist der Regierung zufolge um kurz nach 10 Uhr Ortszeit stark angestiegen. Etwa eine Stunde später sei der Wert wieder gefallen. Die radioaktiven Partikel in der Luft werden derweil offenbar aufs Meer geweht. Der Wind habe in Richtung Südost/Ost gedreht und damit vom Land weg, heißt es beim Deutschen Wetterdienst.

+++ 02.51 Rauch über Fukushima-Reaktor 3 +++
Am japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 ist über Reaktor 3 Rauch zu sehen, meldet der Sender Fuji-TV. Der Block gilt als besonders gefährlich, weil sich dort Plutonium befindet. Die Radioaktivität im betroffenen Reaktorbehälter sei "gigantisch", hieß es zuvor bei der Umweltorganisation Greenpeace.

+++ 02.03 Betreiber befürchtet Kettenreaktion +++
Techniker wollen am japanischen Unglücks-Kraftwerk Fukushima aus Hubschraubern Borsäure auf den beschädigten Reaktor 4 sprühen. Damit sollte eine mögliche Kettenreaktion in den dort gelagerten abgebrannten Brennelementen verhindert werden. Ein bereits unter Kontrolle geglaubtes Feuer in Reaktor 4 ist laut Betreiberfirma Tepco doch noch nicht erloschen. Über dem betroffenen Gebäude ist weißer Rauch zu sehen.

+++ 01.20 Fukushima-Brennstäbe stark beschädigt +++
Die überhitzten Brennstäbe in zwei Reaktoren des Katastrophen-Atomkraftwerks Fukushima sind nach Angaben des Betreibers Tepco bereits erheblich beschädigt. In Reaktor 1 seien rund 70 Prozent nicht mehr intakt, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. In Reaktor 2 seien es etwa ein Drittel. Die Stäbe liegen im Herzen der Anlagen. Wegen fehlender Kühlung wird seit Tagen befürchtet, dass sie sich in einer Kernschmelze verflüssigen.

+++ 00.53 Feuer in Reaktor 4 offenbar aus +++
Das neue Feuer in Reaktor 4 im Atomkraftwerk Fukushima ist vermutlich erloschen. Rund 30 Minuten nach dem Alarm seien keine Flammen mehr zu sehen gewesen, berichtet der Sender NHK. Das Feuer sei wahrscheinlich durch eine Wasserstoffexplosion ausgelöst worden.

                    16. März 2011

 

+++ 23.12 US-Institut: Störfallstufe 6 in Fukushima +++
Auch ein unabhängiges US-Forschungsinstitut stuft die Nuklearkatastrophe in Japan auf der Störfallstufe 6 von 7 ein. Wegen der Explosionen und Brände in dem Atomkraftwerk Fukushima könne der Unfall auf der internationalen Bewertungsskala Ines nicht mehr als eine 4 betrachtet werden, teilte das Institut für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (Isis) mit.

+++ 22.52 Wieder Feuer in Fukushima-Reaktor 4 +++
Im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima 1 bricht am Mittwochmorgen (Ortszeit) erneut ein Feuer aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Fernsehsender NHK.

+++ 22.10 Zwei Mitarbeiter in Reaktor 4 vermisst +++
Nach weiteren Explosionen im Atomkraftwerk Fukushima verschärft sich die Lage nochmals. Ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde sagt, zwei Mitarbeiter würden vermisst. Sie hätten sich zuletzt in der Nähe des Turbinenhauses von Reaktor 4 befunden. Auch sei es möglich, dass Wasser in dem Reaktor koche. Der Sprecher bestätigte, dass das Dach von Reaktor 4 zerbrochen sei.

+++ 21.41 Sechs japanische Raffinerien stellen Arbeit ein +++
Nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami stellen mindestens sechs der 27 japanischen Erdölraffinerien ihre Arbeit ein. 31 Prozent der normalen Kapazität seien lahmgelegt, teilt die Internationale Energieagentur (IEA) mit. Japan ist der weltweit fünftgrößte Raffineur. Ende 2010 verfügte das Land demnach über Reserven von 590 Millionen Barrel Öl. Die japanische Regierung habe  der Ölindustrie vorübergehend gestattet, aus diesen reichhaltigen  Reserven zu schöpfen.

+++  20.24 Probleme auch an Reaktoren 5 und 6 +++
In Fukushima werden Explosionen auch in den letzten beiden unbeschädigten Reaktoren befürchtet. Die Betreiberfirma Tepco zieht in Erwägung, Platten von den Meilern 5 und 6 zu entfernen, um dort mögliche Wasserstoff-Staus zu verhindern. Wasserstoff hatte in den Reaktoren 1, 2 und 3 zu Explosionen geführt.

+++ 19.30 Wiederaufbau Japans dauert mindestens fünf Jahre +++
Der Wiederaufbau in Japan nach Erdbeben und Tsunami wird nach Einschätzung von Experten mindestens fünf Jahre dauern. Zwar habe das Land mit der drittgrößten Bauindustrie die Ressourcen, die Expertise und den sozialen Zusammenhalt, um schnell neuen Wohn- und Arbeitsraum zu schaffen, heißt es. Allerdings dürften sich die Behörden als Folge der Katastrophe noch sorgfältiger mit Städteplanung und Schutzmaßnahmen beschäftigen wollen. "Ein Wiederaufbau dauert in den seltensten Fällen weniger als fünf Jahre", sagt David Alexander von Universität Florenz.

+++ 17.57 Japan bittet EU um Hilfe +++
Japan bittet die Europäische Union um Hilfe für die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis. Laut EU-Kommissionspräsident Barroso soll es sich um eine "koordinierte europäische Antwort" in Form von Sachleistungen handeln.

+++ 17.35 Strahlung auf US-Basen in Yokusuka und Atsugi +++
Die US-Marine misst eine leichte Strahlung auf ihren Stützpunkten in Yokosuka und Atsugi, rund 300 Kilometer nördlich vom beschädigten Atomkraftwerk Fukushima. Laut Berichten von US-Fernsehsendern, die sich auf das Militär berufen, bestehen aber keine Gesundheitsrisiken. Personal und Familien schränken ihre Aktivitäten im Freien ein.

+++ Deutsche Botschaft schafft Anlaufstellen +++
Für die in Japan lebenden Deutschen und ihre Angehörigen werden besondere Anlaufstellen eingerichtet. Wie die deutsche Botschaft in Tokio mitteilt, werden an den Bahnhöfen in der japanischen Hauptstadt sowie in Osaka-Kobe und am dortigen Flughafen eigene Konsularteams zur Betreuung stationiert. Sie sollen betroffene Bundesbürger auch über ihre weiteren Schritte und Planungen beraten.

+++ 15.39 Hubschrauber soll Wasser abwerfen +++
Die Betreiberfirma des AKW Fukushima 1 erwägt nach eigenen Angaben, per Hubschrauber Wasser auf das Abklingbecken von Reaktor 4 abzuwerfen.

+++ 15.25 THW-Team war keiner Strahlung ausgesetzt +++
Nach ihrem Einsatz im japanischen Katastrophengebiet befindet sich ein Team des Technischen Hilfswerks (THW) auf dem Weg zur US-Airbase in Misawa in Nordjapan. Von dort wollen sie den Heimweg nach Deutschland antreten. "Der Gefahr einer radioaktive Verstrahlung war das Team zu keinem Zeitpunkt ausgesetzt", sagt Teamleiter Ulf Langemeier. Das Team hatte seit Montag in der Stadt Tome sowie in der Küstenstadt Minamisanriku in der Präfektur Miyagi nach Verschütteten gesucht. Der Einsatz wurde beendet, da es praktisch keine Chance mehr auf Überlebende gab.

+++ 14.16 Medien bereiten Japaner auf Verstrahlung vor +++
Experten geben in den japanischen Medien Tipps für den Fall einer radioaktiven Verstrahlung. Der Fernsehsender NHK riet seinen Zuschauern in gefährdeten Gebieten, möglichst in geschlossenen Räumen zu bleiben. Wer raus müsse, solle seine Haut bedecken und durch einen feuchten Lappen atmen. Fachleute warnten davor, Wasser aus der Leitung zu trinken, da ein hohes Strahlungsrisiko bestehe.

+++ 14.05 Japan bewertet Störfälle weiter mit Stufe 4 +++
Die japanische Behörde für Atomsicherheit bleibt bei ihrer Einschätzung, dass die Vorfälle am Atomkomplex Fukushima mit der Stufe 4 zu bewerten seien. "Es gibt hier keine Diskussion über eine Höherstufung", sagte ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Frankreich hatte das Geschehen zuvor mit Stufe 6 bewertet.

+++ 13.40 Japan weitet Stromsperren im Nordosten aus +++
Als Reaktion auf die massiven Reaktorausfälle weiten Japans Energieversorger die Stromsperren auf den Nordosten des Landes aus. Ab Mittwoch werde in der Region die Versorgung mit Elektrizität eingeschränkt, teilte das Unternehmen Tepco nach Angaben der Agentur Kyodo mit. Zuvor waren bereits Einschränkungen für den Großraum Tokio angeordnet worden.

+++ 13.24 Lufthansa fliegt nicht mehr nach Tokio +++
Die Lufthansa fliegt den Flughafen von Tokio vorerst nicht mehr an. Die Flüge von Frankfurt am Main werden stattdessen nach Nagoya umgeleitet, die Maschinen aus München landen in Osaka, teilt ein Konzernsprecher mit. Die Fluggesellschaft wolle damit weiterhin "einen ausreichend stabilen Service" anbieten.

+++ 13.12 Strahlung in Fukushima zu hoch für Personal +++
Die Strahlung im japanischen Kernkraftwerk in Fukushima ist weiter gestiegen. Die gemessenen Werte seien so hoch, dass das Personal nicht weiter in den Kontrollräumen des Reaktors bleiben könne, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 13.04 EU-Kommission: Keine Gefahr für Europäer +++
Nach der Reaktorkatastrophe in Japan gibt es nach Ansicht der EU-Kommission für Menschen in Europa keinerlei Gesundheitsgefahren. "Es gibt derzeit keinen Hinweis darauf, dass die radioaktive Verseuchung möglicherweise andere Teile der Welt als Japan und insbesondere die EU betreffen könnte", sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel.

+++ 12.40 SAP: Mitarbeiter sollen in Süden Japans +++
Der Softwarehersteller SAP räumt aus Furcht vor möglicher radioaktiver Strahlung seine Büros in mehreren japanischen Großstädten. Den knapp 1100 Mitarbeitern in Tokio, Osaka und Nagoya wird angeboten, sich mit ihren Familien und Angehörigen im Süden des Landes in Sicherheit zu bringen.

+++ 12.38 Frankreich: Fukushima Unfall der Stufe 6 +++
Der Unfall in dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat nach Einschätzung aus Frankreich die zweithöchste Stufe in der Internationalen Bewertungsskala (INES). Das Geschehen sei mit Stufe 6 von 7 zu bewerten, teilt der Präsident der Französischen Atomsicherheitsbehörde,  Lacoste, mit. Die Katastrophe von Tschernobyl hatte die Stufe 7 auf der INES-Skala.

+++ 12.16 Japanerin aus Trümmern gerettet +++
Fast vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan haben Helfer eine 70 Jahre alte Frau lebend aus den Trümmern ihres Hauses geborgen. Die Flutwelle hatte das Haus der Frau in der ostjapanischen Stadt Otsuchi weggeschwemmt, wie die Nachrichtenagentur Jiji Press berichtet.

+++ 11.58 Chinesen verlassen Gefahrenzone +++
Chinas Regierung hilft tausenden Landsleuten im Nordosten Japans die Gefahrenzone um das Katastrophen-AKW Fukushima zu verlassen. Die Botschaft in Tokio organisiert Busse in die vier schwer betroffenen Präfekturen Fukushima, Miyagi, Ibaraki und Iwate.

+++ 11.42 Nachbeben vor Japans Ostküste +++
Vor der japanischen Ostküste auf Höhe der Präfektur Fukushima ereignet sich ein weiteres schweres Nachbeben der Stärke 6,3. Das teilt Japans Meteorologischer Dienst mit.

+++ 11.17 Uhr Wind treibt Radioaktivität aufs Meer +++
Die UN-Wetterbehörde World Meteorological Organization erklärt, dass die Winde über Japan die radioaktiv verseuchte Luft aufs offene Meer treiben. Es bestünde derzeit keine Gefahr für Japan.

+++ 10.42 Löcher an Reaktorblock 4 +++
In der Wand von Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima Eins klaffen zwei acht Quadratmeter große Löcher. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji Press unter Berufung auf die Nukleare Sicherheitsagentur des Industrieministeriums. Der Kraftwerkbetreiber Tepco hatte den Behörden die Löcher in der Nordwestwand des Reaktors gemeldet.

+++ 10.32 Uhr Zwei Überlebende gerettet +++
Vier Tage nach der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan bergen die Rettungskräfte zwei Überlebende. Wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK berichtet, wurde in der Stadt Otsuchi eine 70 Jahre alte Frau lebend aus den Trümmern ihres Hauses geborgen. In der Stadt Ishimaki in der besonders betroffenen Präfektur Miyagi an der Nordostküste Japans wurde zudem ein Mann aus den Trümmern gerettet.

+++ 10.25 Uhr 265 Millionen Euro Notfallhilfe von japanischer Regierung +++ Die japanische Regierung stellt in einem ersten Schritt rund 265 Millionen Euro als Notfallhilfe für die Bürger in Katastrophengebieten bereit. Das Geld sei für Essen, Wasser, Decken und Medizin, gibt Regierungssprecher Shikata bei Twitter bekannt.

+++ 10.10 Uhr Noch 50 Tepco-Mitarbeiter in Fukushima +++
Nach Angaben des japanischen AKW-Betreibers Tepco sind noch 50 Mitarbeiter vor Ort in Fukushima. 750 Mitarbeiter seien abgezogen worden.

+++ 10.06 Uhr Nordwind droht Radioaktivität nach Tokio zu wehen +++
In Japan dreht der Wind vorübergehend auf Nord und droht, radioaktive Partikel aus den havarierten Reaktoren Richtung Tokio zu wehen. Einige Stunden lang wehe der Wind in Bodennähe aus Norden, teilt der Deutsche Wetterdienst mit.

+++ 9.36 Uhr Probleme im Abklingbecken von Fukushima +++
Nach Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo könnte das Wasser im Abklingbecken des Reaktors Vier im AKW Fukushima kochen. Der Pegelstand des Wassers geht demnach zurück. In einem Abklingbecken werden die abgebrannten Brennstäbe aufbewahrt.

+++ 9.22 Uhr Drei Präfekturen bereiten Evakuierung vor +++
In drei Präfekturen um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima beginnen die Vorbereitungen auf die Evakuierung. Die Regierung der Präfektur Yamagata stelle eine Liste mit Schutzräumen für die Flüchtenden zusammen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 8.55 Uhr Edano: Kühlung auch in Reaktorblock 5 und 6 fehlerhaft +++
Auch die Kühlung der Reaktoren 5 funktioniere offenbar nicht mehr einwandfrei, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Dies berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Kühlung in den Reaktorblöcken 1 und 3 sei stabil. Ob auch Kühlwasser in Reaktor 2 eingeleitet werden könne, bleibe abzuwarten.

+++ 8.46 Uhr Brand in  Reaktorblock 4 gelöscht +++
Im Reaktorblock 4 des Unglückskraftwerks Fukushima Eins brennt oder brannte nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ein Becken mit gebrauchtem Brennstoff. Radioaktivität entweiche von dort direkt in die Atmosphäre, teilen japanische Behörden der UN-Behörde mit. Nach Informationen aus Japan ist der Brand inzwischen gelöscht.

+++ 8.42 Japanische Regierung: Strahlenbelastung sinkt wieder +++
Die erhöhte radioaktive Belastung rund um das japanische Atomkraftwerk Fukushima wird nach Angaben der Regierung nicht von Dauer sein. Es sei unwahrscheinlich, dass die hohen Werte anhalten würden, sagt Regierungssprecher Yukio Edano. Die Strahlenbelastung sei bereits deutlich gesunken. Mit 596,4 Mikrosievert sei sie 700-fach geringer gewesen als noch am Morgen nach zwei Explosionen in der Anlage.

+++ 8.15 Uhr Kan kritisiert AKW-Betreiber +++
Japan Ministerpräsident Kan kritisiert den Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima scharf. Nach der Explosion habe er eine Stunde lang kein Information von Tepco erhalten. Die Regierung und die Öffentlichkeit seien unzufrieden mit der Informationspolitik. Kan verlangt von Tepco, seine Mitarbeiter nicht aus der Anlage abzuziehen.

+++ 7.57 Erhöhte Strahlung bei US-Marineangehörigen +++
Bei Angehörigen der US-Marine werden nach einem Einsatz im japanischen Erdbeben- und Tsunami-Gebiet leicht erhöhte radioaktive Strahlenwerte festgestellt. Bei 17 Mitgliedern von drei Helikopterbesatzungen sei eine "niedrige" Radioaktivität gemessen worden, teilte die 7. US-Marineflotte auf ihrer Internetseite mit. Ursache seien Schwaden aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1.

+++ 7.30 Uhr IAEA: Enorme Strahlung bei AKW Fukushima +++
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde beziffern japanische Behörden die Strahlenbelastung beim Atomkraftwerk Fukushima auf bis zu 400 Millisievert pro Stunde. Laut der deutschen Strahlenschutzverordnung von 2001 liegt der Dosisgrenzwert für die Bevölkerung bei ein Millisievert im Kalenderjahr.

+++ 6.57 Strahlung bei Tokio steigt an +++
Nach der neuen Explosion im AKW Fukushima steigt die radioaktive Strahlung auch in der Nähe von Tokio an. Die Werte seien aber kein Risiko für die Gesundheit, erklärt das Wissenschaftsministerium.

+++ 6.13 Flugverbot über Fukushima +++
Nach einer weiteren Explosion im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima wird der Luftraum über der Anlage gesperrt. Für einen 30-Kilometer-Radius über den Reaktoren gelte eine Flugverbotszone, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 6:03 Panikverkäufe an Japans Börse +++
Angesichts einer drohenden nuklearen  Katastrophe geht die Börse in Tokio in den freien Fall. Der Nikkei-Index aus 225 Unternehmen stürzt zeitweise um rund 14 Prozent auf unter 8500  Punkte ab.

+++ 4:32 Feuer in Reaktor 4 gelöscht +++
Das Feuer im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima ist offenbar gelöscht. Laut der Agentur Jiji führten Angehörige der US-Armee die Arbeiten aus. Grund für das Feuer war nach Angaben von Regierungssprecher Edano eine Wasserstoff-Explosion.

+++ 3:58 Neunfach erhöhte Strahlung nahe Tokio +++
In Kanagawa bei Tokio werden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo kurzzeitig Strahlenwerte gemessen, die den Normalwert um das Neunfache übersteigen. Die aus dem beschädigten AKW Fukushima 1 austretende Radioaktivität hat nach Regierungsangaben ein "gesundheitsgefährdendes" Maß erreicht. Derweil bittet der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima Streitkräfte von Japan und den USA um Hilfe. Sie sollen den Brand in Reaktor 4 löschen.

+++ 3.11 Feuer bricht in Reaktor 4 aus +++
In Reaktor 4 der bereits schwer beschädigten japanischen Atomanlage Fukushima 1 bricht ein Feuer aus. Japans Regierungschef Kan sagt, In Fukushima sei "deutlich erhöhte" Radioaktivität gemessen worden. Er ruft die Bevölkerung im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern auf, in ihren Häusern zu bleiben.

+++ 1.40 Atombehörde: Keine Schäden an Reaktorhülle +++
Die japanische Atombehörde widerspricht Berichten über mögliche Schäden am Schutzmantel des Atomreaktors 2 der Anlage Fukushima 1. Die Schutzhülle habe "anscheinend keine Löcher", teilt die Behörde für Atomsicherheit mit. Die Agentur Kyodo meldet dagegen, der Reaktorbehälter sei beschädigt. Betreiber Tepco teilt mit, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer Kernschmelze komme.

+++ 0.47 Erhöhte Radioaktivität in Ibaraki +++
Südlich des Kraftwerks, in der Präfektur Ibaraki zwischen Fukushima und der Hauptstadt Tokio, sei eine erhöhte Radioaktivität gemessen worden, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Der Betreiber Tepco räumt ein, dass es eine "große  Explosion" am Reaktor 2 der Anlage gegeben habe. Es handele sich um ein "sehr schlimmes Szenario". Nach einem Bericht der Agentur Jiji beschädigt die Detonation im Reaktor 2 das Dach der Anlage. Dampf steige aus dem Komplex empor.

+++ 0.05 Explosion an Atomreaktor in Fukushima +++
Am Reaktor 2 der japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist eine Explosion zu hören. Betreiber Tepco räumt ein, sie sei "groß" gewesen. Dabei sei womöglich der Druckbehälter beschädigt worden, berichten Medien unter Berufung auf die Regierung in Tokio.

                    15. März 2011

 

+++ 23.52 Reaktor-Schutzmantel beschädigt +++
Ein Teil des Schutzmantels eines Atomreaktors der Anlage Fukushima 1 ist nach Angaben der japanischen Regierung offenbar beschädigt worden. Regierungssprecher Yukio Edano sagt, es scheine Schäden am unteren Teil des Schutzmantels von Reaktorblock 2 zu geben. Damit könnten erhebliche Mengen Radioaktivität entweichen.

+++ 22.35 Premier Kan leitet Einsatz zur Reaktorkrise +++
Der japanische Ministerpräsident Kan übernimmt persönlich die Leitung des Einsatzes zur Bewältigung der Reaktorkrise. Seinen Angaben zufolge bildet die Regierung mit der AKW-Betreibergesellschaft Tepco einen gemeinsamen Krisenstab.

+++ 21.06 Erdbeben in Tokio +++
Ein Erdbeben der Stärke 4,1 erschüttert dem Fernsehsender NHK zufolge die Hauptstadt Tokio. Es bestehe keine Tsunami-Gefahr.

+++ 20.45 Tepco pumpt wieder Meerwasser in Reaktor 2 +++
Der Betreiber des beschädigten AKW Fukushima 1 unternimmt einen neuen Anlauf, Meerwasser in den Unglücksreaktor 2 zu pumpen. Tepco will damit eine komplette Kernschmelze verhindern.

+++ 18.57  Strahlung bei Fukushima 3100 Mikrosievert +++
Am Haupttor des Kraftwerks Fukushima 1 wird am Abend eine Strahlung von 3100 Mikrosievert gemessen. Sie steigt damit auf das Doppelte des zuvor gemessenen Maximums. Bei einer Röntgenaufnahme des Oberkörpers sind es rund 80 Mikrosievert.

+++ 18.14 IAEA: Wohl kein zweites Tschernobyl +++
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Amano bezeichnet es als sehr unwahrscheinlich, dass sich der Atom-Unfall in Japan zu einem zweiten Tschernobyl entwickeln könnte.

+++ 17.48 Japan bittet USA um Hilfe +++
J
apan bittet die USA nach Angaben der US-Atomregulierungsbehörde offiziell um Hilfe bei der Kühlung der durch das Erdbeben beschädigten AKW. Das Hilfeersuchen werde geprüft.

+++ 17.36 WHO: Keine große Gesundheitsgefährdung +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht durch die Unfälle in japanischen Atommeilern derzeit nicht die Gefahr großer gesundheitlicher Schäden für Menschen. "Von dem, was wir zur Zeit über die Höhe der radioaktiven Strahlung wissen, ist das Gesundheitsrisiko für Japan minimal", sagt WHO-Sprecher Gregory Hartl. "Das heißt, wenn jemand betroffen ist, ist das Risiko nicht sehr hoch". Nach WHO-Angaben wird bei 22 Menschen, die in der betroffenen Region leben, "eine geringe Menge Radioaktivität" gemessen.

+++ 17.29 Japan bittet Atombehörde um Hilfe +++
Japan bittet die Internationale Atomenergiebehörde IAEA wegen der Unfälle in den Kernkraftwerken um Hilfe. Die japanische Regierung habe bei seiner Behörde die Entsendung einer Expertenmission angefragt, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano. Man diskutiere mit Japan momentan die Details.

+++ 17.09 Erdbebenspezialisten erreichen Tome +++
Erdbebenspezialisten des Technischen Hilfswerkes erreichen ihr Einsatzgebiet nahe der japanischen Stadt Tome. Von ihrem Basiscamp aus unternehmen sie erste Erkundungen zu kleineren Ortschaften unternommen, um zu prüfen, wo der Einsatz von Suchhunden und Bergungsgerät sinnvoll ist.

+++ 16.59 Mehr als 70.000 Gebäude zerstört +++
Das Erdbeben und der anschließende Tsunami zerstören in Japan insgesamt 72.945 Gebäude oder machen sie dauerhaft unbenutzbar. Diese Zahl nennt das Innenministerium in Tokio nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 16.50 US-Marine lässt Hilfseinsatz wieder anlaufen +++
Die US-Marine nimmt den Hilfseinsatz ihrer Schiffe vor der japanischen Küste wieder auf. Wegen einer leichten Verstrahlung von Hubschraubern und Besatzungsmitgliedern hatte sie die Aktion zwischenzeitlich ausgesetzt.

+++ 16.23 Brennstäbe wieder ohne Wasser +++
Im Atomkraftwerk Fukushima 1 spitzt sich die Lage zu. Die Brennstäbe im zweiten Reaktor ragen nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo wieder in vollem Umfang aus dem Wasser heraus. Damit nimmt das akute Risiko einer bedrohlichen Kernschmelze weiter zu.

+++ 16.22 Daimler stoppt Japan-Produktion +++
Daimler stoppt wegen der Erdbebenkatastrophe in Japan die Produktion seines japanischen Nutzfahrzeuggeschäfts. Auch die Verwaltung bei der japanischen Tochter Mitsubishi Fuso bleibe aus Sicherheitsgründen in dieser Woche geschlossen, sagt ein Unternehmenssprecher. Beim weltgrößten Autozulieferer Bosch werden die ersten 200 Mitarbeiter und deren Angehörige aus Japan ausgeflogen.

+++ 15.34 Sieben Arbeiter verletzt +++
Bei der zweiten Explosion im Atomkraftwerk Fukushima 1 werden nach Angaben der Betreibergesellschaft Tepco sieben Arbeiter verletzt. Von ihnen seien fünf verstrahlt worden, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 15.11 Hunderttausende ohne Trinkwasser +++
Nach Angaben der Vereinten Nationen haben mindestens 1,4 Millionen Menschen in Japan nach dem Beben kein Trinkwasser. 2,6 Millionen Menschen sind ohne Strom, und 3,2 Millionen Menschen geht das Gas aus.

+++ 14.40 BASF fährt Produktion herunter +++
Der Chemieriese BASF fährt seine Produktion in Japan wegen der Erdbebenkatastrophe herunter. Dies gelte für alle 27 Produktionsstätten, sagt eine Sprecherin. Mit ein Grund sei die Energieversorgung der Standorte.

+++ 14.23 Russland bietet Hilfe an +++
Russland bietet Japan wegen des Energie-Engpasses nach dem verheerenden Erdebeben Hilfe an. Der stellvertretende Ministerpräsident Igor Setschin sagt, sein Land könne Japan voraussichtlich 200.000 Tonnen Flüssiggas als Energiehilfe zur Verfügung stellen.

+++ 13.55 Kernschmelze droht in drei Reaktoren +++
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 droht nach Angaben der Behörden eine Kernschmelze in drei Reaktoren. Das sagt Regierungssprecher Yukio Edano der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge. Im Reaktorblock 2 ist nach früheren Angaben möglicherweise bereits ein Teil des radioaktiven Kerns geschmolzen.

+++ 13.26 Partielle Kernschmelze möglich +++
I
m Reaktor 2 des japanischen Kernkraftwerkes Fukushima findet möglicherweise eine partielle Kernschmelze statt. Dies teilt die Betreiberfirma Tepco laut der Nachrichtenagentur Kyodo mit.

+++ 13.21 Hilfsorganisation zieht Helfer aus Japan ab +++
Aus Sorge vor einer atomaren Katastrophe zieht die bayerische Hilfsorganisation humedica fünf Helfer aus Japan ab. Die drei Ärzte und zwei Koordinatoren seien in München gelandet, sagt humedica-Sprecher Steffen Richter in Kaufbeuren.

+++ 12.57 Betreiber schließt Kernschmelze nicht aus +++
Der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco schließt eine Kernschmelze in einem dritten Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima 1 nicht aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji. Der Kühlwasserstand um die Brennstäbe in Reaktor 2 sei dramatisch gesunken.

+++ 12.52 Techniker füllen Meerwasser in Fukushima-Reaktor +++
Techniker im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Eins unternehmen einen neuen Versuch zur Kühlung des Reaktorblocks 2 und leiten bereits 30 Zentimeter Meerwasser ein. Die Brennstäbe in Reaktor 2 lagen zuvor nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo komplett trocken. Die Stäbe können damit nicht mehr gekühlt werden und die Gefahr einer Kernschmelze steigt erheblich.

+++ 12.47 Japan bittet um Aussetzung der Hilfe +++
Japan bittet die Europäische Union, bis auf weiteres keine Experten, keine Ausrüstung und keine Hilfsteams mehr ins Land zu schicken. Nach Angaben eines Sprechers der EU-Kommission begründet Tokio dies mit der Schwierigkeit, die Helfer in das Katastrophengebiet zu bringen. Experten der EU-Behörden für Katastrophenhilfe stünden bereit, um mögliche Hilfe in die Wege zu leiten. Sie warteten nun zunächst ab.

+++ 12.08 Kernschmelze in Fukushima nicht auszuschließen +++
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I spitzt sich die Lage dramatisch zu. Wie die Agentur Jiji berichtet, ist eine Kernschmelze in Reaktor Zwei nicht mehr auszuschließen. Dort lägen die Brennstäbe mittlerweile ganz trocken und würden nicht mehr von Kühlwasser bedeckt, schreibt die Agentur unter Berufung auf den Betreiber Tepco.

+++ 11.58 AA: Keine Erkenntnisse über deutsche Opfer +++
Dem Auswärtigen Amt in Berlin liegen keine Erkenntnisse darüber vor, ob deutsche Staatsbürger unter den Opfern sind. Allerdings fehle weiterhin jeder Kontakt zu einem kleinen Teil der deutschen Gemeinde in Japan, sagt ein Sprecher des Ministeriums.

+++ 11.44 Stromversorger schaltet Strom ab +++
Der japanische Stromversorger und AKW-Betreiber Tepco beginnt mit regionalen Stromabschaltungen. Teile des Großraum Tokios sind in Dunkelheit gehüllt. Tepco befürchtet Versorgungsengpässe von bis zu 10 Millionen Kilowatt an Werktagen.

+++ 11.41 Wind günstig für Japan +++
Für Japan steht der Wind derzeit günstig. Bis zum Wochenende weht in dem Gebiet um das beschädigte Atomkraftwerk Fukushima fast permanent kräftiger Westwind und trägt Schadstoffe auf den Pazifik.

+++ 11.26 Deutsche Atomtechniker kehren zurück +++
Zehn deutsche Kerntechniker, die sich während des Erdbebens im japanischen Atommeiler Fukushima aufgehalten hatten, sind zurück in Deutschland. Ihnen gehe es gut, teilt das Unternehmen Areva mit. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes konnten die Fachleute am Sonntagabend über Tokio ausreisen.

++ 10.53 Schwarz-Gelb erwägt Kurswechsel +++
Die Bundesregierung will die Betriebszeit jedes der 17 deutschen Atomkraftwerke unter Sicherheitsaspekten überprüfen und hält auch ein Aussetzen ihrer Laufzeitverlängerung für möglich. Vizekanzler Westerwelle (FDP) schloss einen solchen Schritt nicht aus. "Wir brauchen auch eine neue Risikoanalyse", sagt er.

+++ 10.32 Sechs japanische Häfen beschädigt +++
Mindestens sechs japanische Häfen sind schwer beschädigt. Die nordöstlichen Häfen Hachinohe, Sendai, Ishinomaki und Onahama sind nach Angaben der Betreiber sogar stark verwüstet worden, dass sie für Monate, wenn nicht sogar Jahre außer Betrieb bleiben dürften. Japans neuntgrößter Container-Hafen Kashima und der kleinere Hafen Hitachinaka seien weniger stark beschädigt, werden aber voraussichtlich erst in einigen Wochen wieder in Betrieb gehen.

+++ 9.56 Behörden sprechen von 5000 Toten und Vermissten +++
Die offiziell bestätigte Zahl der Toten und Vermissten nach dem Erdbeben und dem Tsunami steigt auf 5000. Das teilt die japanische Polizei mit. Lokale Behörden befürchten jedoch, dass die tatsächliche Opferzahl weit darüber liegt. Allein in der Präfektur Miyagi werden nach wie vor mehr als 10.000 Menschen vermisst.

+++ 9.48 Atomaufsicht: Keine Katastrophe wie in Tschernobyl +++
Die japanische Atomaufsicht schließt bei dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima eine Katastrophe wie vor 25 Jahren in Tschernobyl aus. Dies sagt der Minister für Nationale Strategie, Koichiro Genba, nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji.

+++ 9.37 Eiskunstlauf-WM in Tokio abgesagt +++
Der Eislauf-Weltverband ISU sagt die vom 21. bis 27. März geplanten Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio ab. Ein Ersatztermin wird derzeit geprüft.

+++ 9.30 Tepco: Meerwasser kühlt Reaktoren +++
Die Einleitung von Meerwasser verhindert eine Überhitzung des Reaktors 2 im Kernkraftwerk Fukushima Eins, teilt die Betreiberfirma Tepco mit. Die Temperatur im Reaktor sei auf unter 100 Grad Celsius abgesunken, berichtet die Nachrichtenagentur Jiji Press.

+++ 9.17 Bis zu 180 Milliarden Dollar Schäden +++
Die Erdbebenkatastrophe in Japan dürfte nach einer ersten Schätzung der Großbank Credit Suisse einen wirtschaftlichen Schaden zwischen 170 und 180 Milliarden Dollar verursacht haben. Damit würde sich der Schaden auf knapp 40 Prozent dessen belaufen, was das Erdbeben in Kobe im Jahr 1995 angerichtet hatte, schreibt der Chefvolkswirt von Credit Suisse Japan, Hiromichi Shirakawa.

+++ 9.09 Kühlwasser in Fukushima-Reaktor sinkt +++
Das Kühlwasser im Reaktor 2 des Kernkraftwerks Fukushima Eins sinkt weiter. Es werde bald die unter die Höhe der Brennstäbe absinken, sagte der japanische Regierungssprecher Yukio Edano. Das Kühlsystem im Reaktor ist ausgefallen und die Gefahr einer Überhitzung steigt.

+++ 9.01 Zweite Explosion zerstörte Reaktorgebäude +++
Die zweite Explosion im Atomkraftwerk Fukushima Eins zersört das Gebäudes des 3. Reaktors. Das teilen die japanischen Behörden der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA mit. Der innerste Sicherheitsbehälter sei aber durch die Wasserstoffexplosion nicht beschädigt worden. Auch der Kontrollraum des dritten Reaktors in Fukushima sei noch benutzbar.

+++ 8.43 Radioaktivität in Fukushima nach Explosion nicht erhöht +++
Nach der Explosion am Reaktor 3 im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins wird im Umfeld der Anlage keine erhöhte Radioaktivität gemessen. Das sagt Regierungssprecher Yukio Edano. Bei der Explosion wurde das Reaktorgebäude beschädigt, die Reaktorhülle blieb jedoch nach diesen Angaben intakt.

+++ 8.36 Meer wasser in Reaktor 2 gepumpt +++
Der Betreiber des Atomkraftwerkes Fukushima I, Tokyo Electric Power (Tepco), beginnt mit dem Einleiten von Meereswasser in den Reaktor Nummer. Zuvor war das Kühlsystem ausgefallen.

+++ 8.14 Öltank explodiert in Wärmekraftwerk bei Fukushima +++
In einem Wärmekraftwerk in der japanischen Erdbebenregion Fukushima explodiert ein Öltank. Über mögliche Verletzte und Schäden an der Anlage der Betreiberfirma Tohoku ist zunächst nichts bekannt, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 8.02 Bahnverkehr in Tokio bricht zusammen +++
Ein schweres Nachbeben mit der Stärke 6,2 bringt den Bahnverkehr in der japanischen Hauptstadt Tokio zum Erliegen. Japan Rail, der größte Verkehrsbetrieb des Landes, stellt bis auf vier alle Stadtlinien ein. Und auch diese sind teilweise unterbrochen. Nur 10 Prozent der Züge auf der wichtigsten Ost-West Bahnlinie durch Tokio würden verkehren, berichtet das japanische Fernsehen. Reisende drängten sich in den Stationen und warteten geduldig doch noch einen Platz in einem Zug zu ergattern. Zugverbindungen zum Flughafen Narita werden ebenfalls eingestellt.

+++ 7.20 Kühlfunktion in Reaktor 2 von Fukushima 1 fällt aus +++
Im Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima 1 fällt nach Informationen der Nachrichtenagentur Jiji das Wasserniveau. Die Kühlfunktionen seien ausgefallen, hieß es. Beim Ausfall  des Kühlsystems in einem Atomreaktor drohen die Brennstäbe zu  überhitzen, es kann zu einer Kernschmelze kommen.

+++ 7.17 Singapur untersucht Japan-Importe auf Verstrahlung +++
Singapur will die Einfuhr von Nahrungsmitteln aus Japan auf mögliche Verstrahlungen untersuchen. Es handele sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme und es würden Proben der importierten Ware genommen, erklärte die Nahrungsmittelbehörde des Stadtstaates. Bei der Untersuchung auf eine mögliche radioaktive Verstrahlung hätten frische Produkte wie Fisch Vorrang. In Singapur gibt es zahlreiche japanische Restaurants, besonders Sushi ist bei den Menschen sehr beliebt.

+++ 7.13 BoJ weitet Wertpapierkauf auf +++
Die japanische Notenbank weitet wegen der Erdbebenkatastrophe ihr Programm zum Wertpapierkauf aus. Der Umfang werde auf 40 Billionen Yen (knapp 350 Milliarden Euro) von zuvor 35 Billionen Yen erhöht, teilt die Bank of Japan kurz vor Handelsschluss in Tokio mit. Mit der weiteren Lockerung der Geldpolitik solle verhindert werden, dass die Wirtschaftsstimmung sich verschlechtere. Die Notenbank hält aber an ihrem Wirtschaftsausblick fest. Die Industrieproduktion werde wegen der Erdbebenkatastrophe aber wahrscheinlich bis auf Weiteres zurückgehen.

+++ 7.03 Eiskunstlauf-WM in Tokio wird verschoben +++
Die vom 21. bis 27. März geplanten Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio werden auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Das meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Eine offizielle Bestätigung seitens des Veranstalters und des Eislauf-Weltverbandes ISU steht noch aus.

+++ 5.05 Elf Verletzte nach Explosion +++
Bei der Explosion im Reaktor 3 im Atomkraftwerk Fukushima I werden nach offiziellen Angaben elf Menschen verletzt. Laut Regierung gibt es keine veränderten Strahlenwerte rund um den Komplex.

+++ 4.12 Strahlenmessung in Tokio angeordnet +++
Nach der neuen Explosion im Atomkraftwerk Fukushima ordnet der Gouverneur von Tokio eine Strahlenmessung in der japanischen Hauptstadt an. Das Kraftwerk befindet sich etwa 240 Kilometer nordöstlich der Millionenstadt Tokio.

+++ 3.45 Tausende Leichen gefunden +++
An der Küste der Präfektur Miyagi werden nach einem Bericht der Agentur Kyodo etwa 2000 Leichen gefunden. Damit steigt die Zahl der registrierten Toten allein in dieser Region auf 3600. Die japanische Wetterbehörde teilt mit, dass nach dem schweren Nachbeben kein Tsunami registriert worden sei.

+++ 3.16 Explosion im Reaktor 3 +++
Einem Fernsehbericht zufolge ereignet sich in einem weiteren Reaktor des Atomkraftwerkes Fukushima I eine Wasserstoffexplosion.

+++ 3.09 Erneute Tsunami-Warnung +++
Nach einem starken Nachbeben wird erneut eine Tsunamiwarnung ausgerufen. Bereits in Kürze soll ein Tsunami von bis zu fünf Metern Höhe die Küste erreichen. Bis zu fünf Meter hohe Wellen werden in Ofunato in der Präfektur Iwate erwartet und drei Meter hohe Wellen in Fukushima.

+++ 3.06 Kyodo: Grausige Funde +++
An der Küste werden etwa 1000 Leichen entdeckt, meldet die Agentur Kyodo. Die Toten werden bei der Halbinsel Ojika in der Präfektur Miyagi im Nordosten Japans gefunden.

+++ März 2.12 Starkes Nachbeben erschüttert Tokio +++
Ein Nachbeben der Stärke 6,2 erschüttert kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit die japanische Hauptstadt Tokio. Über Schäden in Tokio und bei den schon angeschlagenen Atomkraftwerken in Fukushima wird zunächst nichts bekannt.

                    14. März 2011

 

+++ 23.24 Entwarnung für AKW Onagawa +++
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde sinkt der Grad der Radioaktivität am Atomkraftwerk Onagawa wieder auf ein normales Niveau. Zuvor war für das Akw im Nordosten des Landes, in dem es nach dem schweren Erdbeben gebrannt hatte, wegen überhöhter Radioaktivität der atomare Notstand ausgerufen worden. Offenbar stammte die gemessene erhöhte Radioaktivität rund um den Komplex von der Anlage in Fukushima.

+++ 22.05 Energiesparmaßnahmen beschlossen +++
Japan wird ab sofort von partiellen Stromausfällen betroffen sein. Das beschließt die Energiebehörde. Die Energiesparmaßnahmen gelten für fast alle Regionen des Landes einschließlich der Hauptstadt Tokio. Sie sind bis Ende April geplant.

+++ 20.48 Mehr als 500.000 obdachlos +++
In den japanischen Katastrophenregionen mussten bisher etwa 530.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Rund 450.000 sind durch das Beben und den Tsunami obdachlos geworden. Weitere 80.000 mussten ihre Unterkünfte verlassen, als die Behörden die Sicherheitszone um die havarierten Kernkraftwerke in Fukushima auf 20 Kilometer ausdehnten.

+++ 19.52 Hunderttausende fliehen +++
Nach Angaben des UN-Büros für die  Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) werden rings um Fukushima 1  etwa 210.000 Menschen aus der Gefahrenzone gebracht.

+++ 18.48 Betreiber: Lage in AKW Tokai entspannt sich +++
Nach Angaben der Betreiberfirma entspannt sich die Lage im Kernkraftwerk Tokai. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Feuerwehr berichtet, versagte eine von zwei Pumpen für das Kühlsystem der Anlage. Laut lokalen Behörden gebe es aber keinen Grund zur Sorge, da die verbleibende Pumpe ihren Dienst problemlos verrichte. Alle Kontrollstäbe seien in der richtigen Position im Reaktor, heißt es.

+++ 18.30 Deutsche Atomtechniker wohlauf +++
Zehn deutsche Kerntechniker, die sich während des Erdbebens im havarierten japanischen Atommeiler Fukushima aufgehalten hatten, sind wohlauf und werden am Montag in Deutschland erwartet. Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes mitteilte, sollten die Fachleute am Abend vom Flughafen der Hauptstadt Tokio ausreisen.

+++ 17.15 Kühlsystem in AKW Tokai fällt aus +++
In einem weiteren Atomkraftwerk fällt das Kühlsystem aus, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Feuerwehr. Es handelt sich um das AKW Tokai an der Ostküste südlich von Fukushima.

+++ 16.46 Kein Kontakt zu 50 Deutschen +++
Die deutschen Behörden haben noch keinen Kontakt zu etwa der Hälfte der rund 100 Deutschen aufnehmen können, die in der betroffenen Region lebten. Es sei aber noch unklar, ob sich die Deutschen zum Zeitpunkt der Katastrophe überhaupt in der Region aufgehalten hätten, sagt Bundesaußenminister Westerwelle. Bei einigen von ihnen handle es sich um "gemischt-nationale Familien". Insgesamt leben nach Westerwelles Angaben rund 5000 Deutsche in Japan.

+++ 15.19 Vulkan in Japan schleudert Asche in die Luft +++
Im Südwesten Japans schleudert der Vulkan Shinmoedake Asche und Gestein in die Atmosphäre. Die Asche sei dabei bis in eine Höhe von 4000 Metern gelangt, teilen die Behörden mit. Sie beschränken den Zugang zum Gebiet um den Vulkan. Der 1420 Meter hohe Shinmoedake liegt rund tausend Kilometer vom Erdbebengebiet entfernt.

+++ 15.01 Notstand für AKW Onagawa ausgerufen +++
Die Behörden rufen den nuklearen  Notstand in einem weiteren Atomkraftwerk aus. Für das  Kraftwerk Onagawa sei wegen überhöhter Werte von Radioaktivität die niedrigste Notstandsstufe erklärt worden, teilt die  Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit.

+++ 13.53 Regierungssprecher korrigiert sich zu Kernschmelze +++
Ein japanischer Regierungssprecher nimmt seine eigenen Aussagen über eine Kernschmelze im erdbebenbeschädigten Kraftwerk Fukushima 1 zurück. Yukio Edano sagt, es habe im Reaktor 3 keine Kernschmelze stattgefunden. Radioaktive Strahlungswerte im Kraftwerk überschritten zwar die zugelassenen Werte, es bestehe jedoch keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung.

+++ 13.38 Möglicherweise auch Deutsche unter Opfern +++
Unter den Opfern der Tsunami-Katastrophe in Japan sind möglicherweise auch Deutsche. Die Bundesregierung habe noch nicht zu allen in dem betroffenen Gebiet lebenden 100 Deutschen Kontakt aufnehmen können, sagt Außenminister Westerwelle.

+++ 12.00 Regierung: Japan in größter Krise seit Weltkrieg +++
Japans Ministerpräsident Kan bezeichnet die Erdbebenkatastrophe als größte Krise des Landes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Probleme in den japanischen Atomanlagen unterschieden sich aber grundlegend von der Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl, wo vor 25 Jahren das Atomkraftwerk explodierte.

+++ 11.00 Japan bittet Russland um zusätzliches Gas +++
Nach dem Abschalten von elf der etwa 50 Reaktoren wird in Japan der Strom knapp. Die Regierung warnt vor einer Rationierung. Unternehmen und Privatverbraucher sind zum Stromsparen aufgerufen. Angesichts dessen bittet Japan Russland um zusätzliche Lieferungen von Flüssigerdgas. Regierungschef Putin sagt Hilfe zu.

+++ 08.15  Möglicherweise mehr als 10.000 Tote in Japan +++
Allein in der japanischen Katastrophenregion Miyagi gibt es möglicherweise 10.000 Tote. Das meldet der Sender NHK unter Berufung auf die Polizei.

+++ 07.23 Höhere Radioaktivität in Provinz Miyagi  +++
In der japanischen Nordost-Provinz Miyagi messen Experten eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal. Laut Betreiber Tohoku sind die Reaktoren des AKW Onagawa aber stabil. Es wird vermutet, dass der Wind Radioaktivität aus der Provinz Fukushima herübergeweht hat.

+++ 06.00 Regierung hält Kernschmelze für möglich +++
Die japanische Regierung sieht "Anzeichen für eine Kernschmelze in zwei Reaktoren des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 1". Sowohl bei Block 1 als auch bei Block 3 der Anlage bestehe die Möglichkeit, dass dieser Fall eingetreten sei.

+++ 05.00 Stärke des Großbebens auf 9,0 angehoben +++
Die Behörden in Tokio stufen das verheerende Erdbeben nun mit einer Stärke von 9,0 ein. Derweil arbeiten die Einsatzkräfte auf Hochtouren. Fast 400.000 Menschen fliehen vor den verheerenden Zerstörungen.

+++ 02.39 Starkes Nachbeben erschüttert Tokio +++
 Ein starkes Nachbeben erschüttert am Morgen den Großraum der japanischen Hauptstadt Tokio. In der Stadt wanken Hochhäuser. Derweil überschreitet nach Angaben der Betreiberfirma am Atomkraftwerk Fukushima 1 die radioaktive Strahlung die zulässigen Höchstwerte. Werte werden nicht genannt.

+++ 00.20 Druck in Block 3 wird verringert +++
Im Reaktor 3 der Atomanlage Fukushima I soll radioaktiver Dampf abgelassen werden, um Überdrück abzubauen. Der Reaktor ist außer Kontrolle, weil die Notkühlfunktion ausgefallen ist. Durch das Dampfablassen wird Radioaktivität freigesetzt. Die Betreiberfirma Tepco: "Die Strahlung beeinträchtigt die Gesundheit von Menschen nicht."

                    13. März 2011

 

+++ 22.54 Probleme mit weiterem Reaktor +++
Im Reaktor 3 der Anlage Fukushima Daiichi fällt nun auch das Notkühlsystem aus. Die japanische Atomsicherheitsbehörde ruft Alarm aus. Es sei "dringend nötig, einen Weg zu finden, wie der Reaktor 3 mit Wasser versorgt wird".

+++ 22.10 IAEA: Verringerte Radioaktivität gemessen +++
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) stellt mittlerweile wieder eine Verringerung der Radioaktivität am Katastrophenreaktor fest. Nach anfänglichem Anstieg hätten die Behörden nun eine Abschwächung in den vergangenen Stunden beobachtet. Nach Angaben japanischer Behörden soll sich die Explosion in der Anlage Fukushima Daiichi außerhalb der hauptsächlichen Sicherheitshülle ereignet haben.

+++ 21.26 Hunderttausende werden in Sicherheit gebracht +++
Die Region rund die japanischen Krisenreaktoren wird evakuiert. Bislang werden rund 140.000 Menschen in entferntere Gebiete gebracht. "Die kompletten Evakuierungsmaßnahmen wurden aber noch nicht abgeschlossen", teilt die Internationale Atomenergiebehörde mit.

+++ 19.03 Merkel: Deutsche AKW werden überprüft +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts des Atomunfalls in Japan die Überprüfung der Sicherheitsstandards der deutschen Atomkraftwerke angekündigt. Dies werde gemeinsam mit den zuständigen Länderministern geschehen. "Die Geschehnisse in Japan sind ein Einschnitt für die Welt", sagt Merkel in Berlin.

+++ 16.29 Fukushima nicht so schlimm wie Tschernobyl +++
Japans Atombehörde stuft den Vorfall im AKW Fukushima weniger schlimm ein als die Zwischenfälle im US-Kernkraftwerk Three Mile Island 1979 und in Tschernobyl 1986.

+++ 15.45 Kyodo: Drei Menschen aus Umgebung von Fukushima verstrahlt +++
Nach dem Atomunfall in Japan sind drei Anwohner des Kraftwerks Fukushima einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge verstrahlt worden. Es handle sich um Menschen aus der evakuierten Zone im Umkreis der Anlage.

+++ 13.24 10.000 Menschen in Minamisanriku vermisst +++
In einer Hafenstadt im Nordosten Japans werden noch 10.000 Menschen vermisst. Wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtet, handelt es sich um den Ort Minamisanriku in der nordöstlichen Präfektur Miyagi. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo würde damit mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung von 17.000 Menschen in der Stadt vermisst.

+++ 12.29 ARD: Kernschmelze bestätigt +++
Die japanische Behörde für Kernkraftsicherheit hat laut ARD-Korrspondent Robert Hetkämper offiziell bestätigt, dass es im AKW Fukushima eine Kernschmelze gegeben hat.

+++ 12.00 Hunderte Tote entdeckt +++
In einer Küstenstadt werden 300 bis 400 weitere Todesopfer gefunden. Die Armee habe die Leichen im nordostjapanischen Rikuzentakata gefunden, berichtet der TV-Sender NHK. Vor dem Fund der Leichen in Rikuzentakata hatte die Polizei mitgeteilt, dass es fast 1400 Todesopfer und Vermisste gebe.

+++ 11.13 Evakuierungsradius ausgeweitet  +++
Die japanische Regierung hat den Evakuierungsradius um die beschädigten Kernkraftwerke Fukushima 1 und 2 von 10 auf 20 Kilometer ausgeweitet. Die Provinzregierung habe eine entsprechende Weisung des Premierministerbüros erhalten, meldet die Agentur Jiji. Laut der Agentur Kyodo ist die radioaktive Strahlung wieder am Fallen.

+++ 10.06 Aus AKW entweicht Radioaktivität  +++
Kabinetts-Chef Yukio Edano bestätigt das Entweichen von Radioaktivität aus dem AKW Fukushima 1.

+++ 9.43 Dach des Reaktorgebäudes eingestürzt  +++
Nach einer Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 ist das Dach des Reaktorgebäudes eingestürzt. Das meldet die Nachrichtenagentur Jiji unter Berufung auf die Präfektur.

+++ 9.14 Schäden am Reaktorgebäude +++
Fernsehbilder eines japanischen TV-Senders deuten darauf hin, dass bei der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima 1 die Außenhülle des Reaktors abgesprengt worden ist.

+++ 8.57 Unklarheit über Explosion in Fukushima 1+++
In dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat es laut Agenturangaben eine Explosion gegeben. Gegen 7.30 Uhr MEZ seien Detonationsgeräusche zu hören gewesen. Es habe offenbar mehrere Verletzte gegeben. Die japanische Atomenergiebehörde bestreitet, dass sich die Explosion im Kraftwerk ereignet hat.

+++ 6.47 Radioaktives Cäsium ausgetreten +++
In der Nähe des beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 wird radioaktives Cäsium festgestellt. Es sei möglich, dass in dem Reaktor eine Kernschmelze ablaufe, so die japanische Atomsicherheitskommission.

+++ 6.07 Immer mehr Todesopfer +++
Die japanischen Behörden erhöhen ihre Zahlen zu Opfern und Vermissten. Nach vorläufigen Angaben der Polizei gibt es fast 1400 Todesopfer und Vermisste. Mindestens  613 Menschen starben demnach in den verschiedenen vom Erdbeben und Tsunami betroffenen Regionen im Norden und Osten Japans. 784 Menschen wurden als vermisst gemeldet, die Zahl der Verletzten gibt die Polizei mit 1128 an. Mehr als 215.000 Menschen fanden Zuflucht in Notunterkünften.

+++ 5.15 Radioaktivität tritt aus +++
Aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima I ist nach Angaben der Betreiberfirma Tepco eine geringe Menge Radioaktivität ausgetreten. Der Brennstoff in dem Reaktor wurde wegen sinkender Wasserstände möglicherweise beschädigt. Tepco appelliert an seine Kunden, so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen, weil die Nachfrage nicht erfüllt werden könne.

+++ 4.39 Bislang 398 Tote in Japan +++
Die Zahl der Toten im Nordosten Japans erhöht sich auf mindestens 398. Dies berichtet die Polizei. Mehr als 800 Menschen werden bislang noch vermisst.

+++ 3.06 Tsunami erreicht Osterinsel und Galapagos +++
Der Tsunami richtet auf der anderen Seite des Pazifiks an der südamerikanischen Westküste zunächst keine Schäden an. Die Welle erreicht nach einem Weg von fast 16.000 Kilometern zuerst die Galapagosinseln weit vor der Küste Ecuadors und die zu Chile gehörende Osterinsel. Von den Galapagosinseln werden einige Überschwemmungen gemeldet, die Osterinsel wird nur von einer kleinen Welle getroffen.

+++ 2.51 Atom-Alarm: Japans Regierung hält Krisensitzung +++
Die japanische Regierung tritt wegen der schweren Störfälle in zwei Atomkraftwerken in der Provinz Fukushima zu einer Krisensitzung zusammen.

+++ 1.32 Evakuierung um zweiten Reaktor +++
Nach dem Ausfall der Kühlanlage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 2 ordnen die Behörden auch dort Evakuierungen an. Die Anwohner in einem Umkreis von drei Kilometern müssen ihre Häuser verlassen.

+++ 1.02 Atomalarm in weiterem Meiler +++
Auch für das japanische Atomkraftwerk Fukushima 2 wird der atomare Notfall ausgerufen. Das Kühlsystem in den drei Reaktoren des AKW ist ausgefallen. Nr. 2 befindet  sich zwölf Kilometer von Fukushima Nr. 1 entfernt.

+++ 0.30 USA schicken Helfer +++
Die USA schicken rund 140 Katastrophenhelfer nach Japan, um die Such- und Rettungsmaßnahmen nach dem gewaltigen Erdbeben zu unterstützen. Die Teams würden zudem 75 Tonnen Hilfsmaterial und Suchhunde mit in das Land bringen, teilte die US-Behörde für Internationale Entwicklung am Freitag mit. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten bereits zur Unterstützung einen Flugzeugträger nach Japan entsandt.

                    12. März 2011

 

+++ 23.48 Sperrzone um AKW wird ausgeweitet +++
Japans Premierminister Naoto Kan weitet den Evakuierungsbereich rund um das Kraftwerk Fukushima Nummer 1 aus. Er fordert die Menschen in einem Umkreis von zehn Kilometern auf, sich in Sicherheit zu bringen. Zuvor waren bereits in einem Radius von drei Kilometern die Gebäude evakuiert worden. Kan flog per Helikopter in das Katastrophengebiet.

+++ 22.54 Messung in Kontrollraum Nr. 1 +++
AFP konkretisiert: In dem vom schweren Erdbeben in Japan betroffenen Atomkraftwerk Fukushima ist ein Grad an Radioaktivität gemessen worden, der tausend Mal über dem Normalwert liegt. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, eine Sicherheitskommission habe dies im Kontrollraum Nr. 1 des AKW gemessen.

+++ 22.48 Eilmeldung: Radioaktivität in AKW "tausendfach erhöht" +++
Die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf die japanische Agentur Kyodo: Radioaktivität in AKW in Erdbebengebiet tausendfach erhöht.

+++ 22.41 Japan lässt Druck von Atomreaktor ab +++
Die japanische Regierung hat sich entschlossen, in dem vom Erdbeben beschädigten Reaktor Fukushima-Daiichi Druck abzulassen. Das teilt die Internationale Atomenergiebehörde IAEA mit. Es sei unwahrscheinlich, dass in solch einer Situation keinerlei Radioaktivität freigesetzt wird.

+++ 21.56 Druck in Fukushima steigt weiter +++
Von Entwarnung ist keine Rede mehr, im Gegenteil: Der Druck im Kernkraftwerk Fukushima steigt weiterhin an, teilt das japanische Industrie- und Handelsministerium mit. Dadurch droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Der Druck könnte das 2,1fache dessen überstiegen haben, wofür das Turbinengebäude ausgelegt ist, so das Ministerium.

+++ 21.11 Mini-Tsunami erreicht Neuseeland +++
In Neuseeland wird ein um 15 bis 20 Zentimeter höherer Wasserstand gemessen. Laut Zivilschutz kann der Wasser um bis zu einen Meter steigen. Die Menschen sollten sich von den Stränden fernhalten. Evakuierungen sind jedoch nicht geplant.

+++ 20.38 Eine Million Pendler stecken in Tokio fest +++
In der japanischen Hauptstadt sitzen rund eine Million Pendler fest, weil die U-Bahn nicht mehr fährt. Acht Millionen Haushalte sind ohne Strom.

+++ 20.06 Erneut starkes Erdbeben im Norden Japans +++
Der Norden Japans wird von einem weiteren schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben habe eine Stärke von 6,6, meldet der Fernsehsender NHK.

+++ 19.43 Druck in Fukushima deutlich über Limit +++
Industrieminister Banri sagt, es werde erwogen, radioaktiven Dampf abzulassen, um den Druck in dem Reaktor zu senken. Der Druck übersteigt nach Angaben der Atomsicherheitsbehörde das 1,5fache dessen, wofür das Turbinengebäude ausgelegt ist. Die Betreiberfirma Tepco erwäge, den Druck abzulassen, wisse aber nicht, wie stark die radioaktive Strahlung im Inneren sei.

+++ 19.28 Neue Tsunami-Warnungen für Japan +++
Die japanische Regierung warnt vor weiteren Tsunamis. Das meldet der Fernsehsender NHK.

+++ 19.05 USA schicken Reaktorkühlmittel +++
Die USA schicken Reaktorkühlmittel nach Japan, um einen Beitrag zur Lösung der kritischen Lage im Atomkraftwerk Fukushima zu leisten. Außenministerin Clinton sagt, die US-Luftwaffe habe aufbereitetes Kühlwasser zu der Anlage transportiert. Der amerikanische Reaktorexperte Robert Alvarez sprach von einem "beängstigenden Rennen gegen die Zeit". Bei einem längeren Ausfall der Kühlung könne es zu schweren Konsequenzen kommen, darunter auch eine mögliche Kernschmelze.

+++ 18.33 Druck in AKW Fukushima steigt +++
In einem Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi steigt der Druck, meldet Kyodo unter Berufung auf die Betreiberfirma Tepco. Im Turbinenhaus des Kraftwerks steige die Strahlung. Tepco versuche, den Druck zu verringern, so die Agentur Jiji. Dabei könnte auch Strahlung nach außen gelangen, berichtet die Wirtschaftszeitung "Nikkei".

+++ 18.19 Deutschland schickt THW-Team +++
Bundesinnenminister Friedrich teilt mit, am Samstag würden 40 Spezialisten des Technischen Hilfswerks nach Japan geschickt. Das Team sei auf die Rettung und Bergung von Menschen in Katastrophengebieten spezialisiert.

+++ 17.58 Mehr als 1000 Tote befürchtet +++
Nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo kommen bei dem Erdbeben vor der japanischen Küste und der anschließenden Tsunami-Welle wahrscheinlich mehr als tausend Menschen ums Leben.

+++ 17.51 Greenpeace: Lage in AKW weiter kritisch +++
Nach Informationen der Umweltschutzorganisation Greenpeace versuchen die Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima nach dem Störfall, mehr Wasser in das Kühlsystem zu pumpen. Eine Sprecherin sagt, angeblich würden Brennstäbe bereits zwei Meter aus dem Wasser ragen.

+++ 17.07 Entwarnung für AKW Fukushima +++
Die Situation im Atomkraftwerk Fukushima wird sich nach Medienangaben bald wieder normalisieren. Nachdem in dem Reaktor das Kühlwasser auf einen beunruhigend niedrigen Stand abgesunken war, sei ein Lastwagen mit dem notwendigen Gerät eingetroffen, um das Problem zu beheben, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji. Obwohl keine Radioaktivität ausgetreten sei, hätten sich Spezialisten der Armee in speziellen Schutzanzügen vor Ort begeben, um die Lage zu überprüfen. Zuvor hatte der Gouverneur der Region 6000 Anwohner um das Atomkraftwerk aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Das System des Reaktors war bei dem schweren Erdbeben beschädigt worden. Das Kühlsystem lief nur noch mit Batteriebetrieb.

+++ 17.06 Flutwelle lässt Damm brechen +++
Im Nordosten Japans lässt eine Flutwelle einen Damm brechen und spült mehrere Häuser fort. Der Vorfall ereignet sich in der Präfektur Fukushima, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 17.02 Tsunami erreicht US-Westküste +++
Die Flutwellen des durch das Erdbeben ausgelösten Tsunami sind auf die amerikanische Westküste getroffen. Die ersten Wellen trafen an den Stränden des US-Bundesstaates Oregon ein, berichtete der Radiosender KCBS. Für die gesamte Westküste war bereits eine Tsunami-Warnung ausgerufen worden. Die Behörden rechnen mit Wellen bis zu einer Höhe von zwei Metern.

+++ 16.49 Armee soll Atomkraftwerk sichern +++
Die japanische Regierung schickt Soldaten zum Atomkraft Fukushima, meldet der "Spiegel" unter Berufung auf Fernsehberichte. Es handele sich um einen Einsatzbefehl aufgrund des nuklearen Notstands. Die Luftwaffe sei zudem aktiviert worden. Sie soll zu Aufklärungsflügen und Rettungseinsätzen starten.

+++ 16.43 Neue Totenzahlen +++
Der Fernsehsender NHK meldet, die Zahl der Toten sei auf über 300 gestiegen. Hunderte würden vermisst.

+++ 16.32 Uhr Dammbruch in Fukushima +++
Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet von einem Dammbruch im Bezirk Fukushima. Häuser würden von den Fluten weggerissen.

+++ 16.32 Mehr als vier Millionen Menschen ohne Strom +++
Medienberichten zufolge sollen mehr als vier Millionen Haushalte in Japan nach dem Erdbeben ohne Strom sein.

+++ 16.30 Deutsche Helfer brechen nach Japan auf +++
Die Bundesregierung schickt erste Helfer nach Japan. Vier Experten des Technischen Hilfswerks (THW) sind unterwegs nach Tokio, teilte das Auswärtige Amt mit. Die Fachleute sollen die Arbeit der Botschaft unterstützen sowie Möglichkeiten für den Einsatz in Japan prüfen. Auch private Hilfsorganisationen wie das Bündnis "Aktion Deutschland hilft" bereiteten sich in Deutschland auf die Reise ins Erdbebengebiet vor.

+++ 16.10 Angeblich mehr als 80.000 Vermisste +++
BB meldet unter Berufung auf die japanische Nachrichtenagentur Kyodo, dass nach dem Beben rund 88.000 Menschen vermisst werden.

+++ 15.57 Stahlwerk in Kashima brennt +++
Auch im Stahlwerk Kashima von Sumitomo Metla Industries ist ein Feuer ausgebrochen.

+++ 15.55 Uhr Großfeuer in Kesennuma +++
Weitflächige Brände sind in der japanischen Stadt Kesennuma in der nordöstlichen Provinz Miyagi ausgebrochen. Hubschrauber des japanischen Militärs zeigen Feuer in weiten Teilen der Stadt, die nahe des Epizentrums liegt.

+++ 15.35 Uhr Kühlsystem auf Batteriebetrieb - Atomkraftwerk droht Kernschmelze +++
Das Notkühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima läuft nach japanischen Informationen nur noch im Batteriebetrieb. Die Batterien lieferten nur noch Energie für wenige Stunden, erklärte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln unter Verweis auf japanische Angaben. "Im allerschlimmsten Fall droht dann eine Kernschmelze", sagte GRS-Sprecher Sven Dokter. Was genau passieren könne, sei aber aufgrund der unklaren Lage noch nicht zu beurteilen. Die japanische Regierung ließ vorsichtshalber tausende Menschen aus der Region evakuieren. Greenpeace-Experte Christoph von Lieven zeigte sich bei n-tv zutiefst beunruhigt. Sollte es tatsächlich zu einer Kernschmelze kommen, werde die Katastrophe Ausmaße des Tschernobyl-Unglücks annehmen. Die Evakuierungszone um das Atomkraftwerk wurde von zwei auf drei Kilometer ausgedehnt, wie die Agentur Jiji meldet.

+++ 15.21 Uhr Versicherer rechnen mit Kosten von bis zu 1,4 Milliarden +++
Auf die europäischen Rückversicherer kommen nach Einschätzung von Experten durch den Tsunami in Japan Kosten in Höhe von bis zu 1,4 Milliarden Euro zu. Die Schätzungen, die zwischen einer und zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) lägen, seien aber noch "sehr vorläufig", teilte die Investmentbank JPMorgan Cazenove mit. Gemessen am jüngsten Erdbeben in Neuseeland dürfte die Summe jedoch "nicht sehr hoch" sein, da das Epizentrum des Bebens vor der Küste Japans im Pazifik lag. Die Kosten des Erdbebens im neuseeländischen Christchurch wurden von der Finanzgesellschaft AIR Worldwide auf bis zu 6,3 Milliarden Euro geschätzt.

+++ 15.10 Uhr Wellen verlieren vor Hawaii an Kraft +++
Die Ausläufer der Tsunami-Flutwellen nach dem Erdbeben in Japan haben die Küste des US-Bundesstaats Hawaii erreicht. Die Wellen waren mit bloßen Auge erkennbar, sie hatten aber keine zerstörerische Kraft mehr. Nach Behördenangaben erreichten sie eine Höhe von 50 bis 70 Zentimeter. Die Behörden hatten Menschen aus den unmittelbaren Küstenregionen vorsichtshalber bereits in Sicherheit gebracht.

+++ 15.04 Uhr Erster Flughafen in Tokio wieder offen +++
Der Flughafen Narita in der japanischen Hauptstadt Tokio ist wieder geöffnet. Das teilte eine Sprecherin der Lufthansa mit. Nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo saßen dort wegen der Sperre zwischenzeitlich rund 13.000 Menschen fest.

+++ 14.57 Uhr Explosion erschüttert Öfraffinerie +++
In einer Erdölfabrik im Nordosten Japans hat sich nach dem Erdbeben eine heftige Explosion ereignet. Riesige Flammen schlagen über der Fabrik in Shiogama, einem Vorort der Hafenstadt Sendai, hoch. Einen Großbrand gibt es auch in einer Raffinerie in der Stadt Iichihara im Großraum Tokio. Seit dem Morgen sind Bilder zu sehen, wie die Anlage in Flammen steht.

+++ 14.41 Uhr Tsunami erreicht Küste von Hawaii +++
Der von Erdbeben vor Japan ausgelöste Tsunami ist auf Hawaii getroffen. Die Flutwelle prallte nach Fernsehberichten zunächst auf die Küste der Insel Kauai. Über das Ausmaß der Flut und die Höhe der Wellen liegen noch keine Angaben vor. Die Menschen in den niedrig gelegenen Gebieten der Hawaii-Inseln waren bereits aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 14.35 Uhr Mehr als 200 Tote gefunden +++
Die Zahl der Toten steigt dramatisch an. Hunderte Menschen sind durch das Beben und den anschließenden Tsunami vermutlich ums Leben gekommen. Allein in der von einer Flutwelle heimgesuchten Stadt Sendai seien 200 bis 300 Leichen an einem Strand gefunden worden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji.

+++ 14.22 Uhr Mindestens 90 Tote nach Erdbeben +++
Die Zahl der Toten nach Erdbeben und Tsunami in Japan steigt weiter. Mittlerweile gehen die Behörden von mindestens 90 Menschen aus, die ums Leben gekommen sind, berichtet der Fernsehesender NHK. Die Polizei spricht bislang noch von 60 toten, 56 Vermissten und etwa 241 Verletzten.

+++ 14.07 Uhr Japan ruft US-Armee zu Hilfe +++
Japan hat die USA um Einsatz der im Land stationierten US-Streitkräfte gebeten, um bei den Noteinsätzen in Folge des verheerenden Erdbebens zu helfen. Das teilte Außenminister Takeaki Matsumoto mit.

+++ 13.51 Uhr Feuer in AKW Onagawa gelöscht +++
Das Feuer im japanischen Atomkraftwerk Onagawa in der Provinz Miyagi ist nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gelöscht. Nach Angaben der japanischen Behörden ist nach dem Erdbeben keine ausgetretene Radioaktivität gemessen worden, so die IAEA. Elf Atomreaktoren seien heruntergefahren worden. Zudem müssen rund 2000 Anwohner das Gebiet um eine Atomanlage in der nordöstlichen Präfektur Fukushima verlassen. Der Fernsehsender Nippon TV berichtete, in dem Atomkraftwerk sei das Kühlwasser auf einen beunruhigend niedrigen Stand gesunken.

+++ 13.49 Uhr Zahl der Toten steigt auf über 60 +++
Die Zahl der Toten bei der Erdbebenkatastrophe in Japan ist auf mindestens 60 gestiegen. Dies meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, viele werden noch vermisst.

+++ 13.47 Uhr Obama bietet Hilfe an +++
US-Präsident Barack Obama hat dem japanischen Volk nach der Erdbebenkatastrophe sein Beileid ausgesprochen und Hilfe angeboten. "Michelle und ich sprechen dem Volk von Japan unser zutiefst empfundenes Beileid aus, vor allem jenen, die ihre Lieben bei dem Beben und den Tsunamis verloren haben", hieß es in einer schriftlichen Erklärung Obamas. Die USA stünden bereit, der japanischen Bevölkerung "in dieser Zeit schwerer Prüfung" zu helfen. "Die Freundschaft und das Bündnis zwischen unseren beiden Nationen ist unerschütterlich und stärkt nur noch unsere Entschlossenheit, dem japanischen Volk dabei zur Seite zu stehen, die Tragödie zu bewältigen."

+++ 13.45 Uhr Augenzeugen berichten bei n-tv +++
Michael May, ein Politikstudent der in Tokio lebt, schildert bei n-tv die Minuten der Katastrophe. Gegenstände seien heruntergefallen und Risse im Haus entstanden. Die Menschen hätten relativ ruhig reagiert. Ihm selbst sei  nichts passiert. "Wir haben unglaublich Glück gehabt hier", sagt er.

+++ 13.37 Uhr Hunderte Flüge fallen aus +++
Mehr als 700 Flüge von Japan aus werden nach Angaben des Transportministeriums gestrichen. 13.000 Passagiere sind nach Angaben der Agentur Kyodo am Tokioter Flughafen Narita gestrandet, 10.000 am Flughafen Haneda.

+++ 13.34 Uhr Anwohner von AKW werden evakuiert +++
Rund 2000 Anwohner - später ist von 6000 die Rede - einer Atomanlage sind nach dem Erdbeben aufgefordert  worden, das Gebiet zu verlassen. Wie die örtlichen Behörden mitteilen, sollte das Gebiet um die Atomanlage in der  nordöstlichen Präfektur Fukushima im Umkreis von zwei Kilometern  evakuiert werden. Wegen des Bebens hatten sich nach Angaben der  Regierung in Tokio elf japanische Atomkraftwerke automatisch  abgeschaltet.

+++ 13.23 Uhr Wulff bekundet Beileid +++
Bundespräsident Christian Wulff hat nach dem verheerenden Erdbeben eine Beileidsadresse an Kaiser Akihito geschrieben: "Ich möchte Ihnen und dem japanischen Volk, auch im Namen meiner Landsleute, meine tief empfundene Anteilnahme aussprechen. Bitte übermitteln Sie unser Beileid den Angehörigen der Opfer... Deutschland steht in dieser schwierigen Zeit an Ihrer Seite."

+++ 13.20 Uhr Greenpeace warnt vor "Super-GAU" +++
Ein Kernphysiker der Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor dem Risiko einer radioaktiven Verstrahlung in Japan. Auch nach der Abschaltung von Reaktoren bestehe aufgrund der nicht steuerbaren Nachwärme eine hohe Gefahr, sagte Heinz Smital. "Selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk kann noch zum Super-GAU führen. Im Moment schätze ich die Gefahr schon sehr hoch ein, weil das Erdbeben eine sehr, sehr hohe Energie hat und dort eine sehr dichte Anzahl von Aktomkraftwerken ist", sagte Smital. Die Anlagen könnten von der Flutwelle und den Erschütterungen erheblich beeinträchtigt worden sein.

+++ 13.17 Uhr Ein ganzer Zug wird vermisst +++
Nach dem Tsunami wird in der japanischen Küstenregion Miyagi ein Zug vermisst, wie die Agentur Kyodo berichtet. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass ein Schiff mit etwa 100 Menschen an Bord von den Fluten mitgerissen wurde.

+++ 13.13 Uhr Tsunami-Warnung wird nochmals verschärft +++
Das Pazifische Tsunami-Zentrum in Los Angeles hat nach dem schweren Erdbeben in Japan Tsunami-Warnungen für die gesamte Pazifikküste von Alaska bis Chile erlassen. "Messungen des Meeresniveaus haben ergeben, dass ein Tsunami entstanden ist, der große Schäden verursachen kann", heißt es in der Warnung. Die Behörden aller betroffenen Länder seien aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerungen zu ergreifen. Es sei aber nicht möglich, die Höhe der Tsunamiwellen vorauszusagen.

+++ 13.09 Uhr Ölpreis sinkt deutlich +++
Die Preise für Öl sind nach dem schweren Erdbeben in Japan deutlich gesunken: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im April kostete im Mittagshandel 112,62 US-Dollar und damit 2,81 Dollar weniger als am Vortag. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) büßte 3,34 Dollar auf 99,36 Dollar ein. Experten machen das schwere Erdbeben in Japan für die starken Kursverluste verantwortlich. Japan ist nach China und den USA das weltweit drittgrößte Rohstoffverbrauchsland und bei nahezu allen Rohstoffen auf Importe angewiesen.

+++ 12.49 Uhr Hawaii schließt Flughäfen +++
Nach Angaben des US-Senders CNN werden wegen der zu erwartenden Flutwelle nach dem Beben in Japan alle großen Flughäfen auf Hawaii geschlossen.

+++ 12.44 Uhr Fluten reißen Schiff mit +++
Nach Angaben lokaler Behörden haben die Fluten in Japan ein Boot mit etwa 100 Menschen an Bord mitgerissen. Über das Schicksal des Schiffes ist bislang nichts bekannt.

+++ 12.42 Uhr Tsunami-Warnung für Südamerika +++
Die Behörden der südamerikanischen Pazifikanrainer Ecuador, Peru und Chile haben nach dem Erdbeben einen Tsunami-Alarm ausgelöst. In Chile, das vor fast genau einem Jahr von ähnlich schweren Erdbeben getroffen worden war, wurden in den Medien auf die Minute genaue Berechnungen für das Eintreffen der Flutwelle an der langen Küste des Landes veröffentlicht. Der Tsunami soll dort um kurz vor Mitternacht Ortszeit (04.00 Uhr MEZ) auf die Küste treffen, in Ecuador und Peru wird die Flutwelle etwas früher erwartet.

+++ 12.40 Fernsehen meldet mindestens 44 Tote +++
Der japanische Fernsehsender NHK berichtet, bislang seien 44 Todesopfer durch das Beben und den Tsunami bestätigt worden. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst.

+++ 12.33 Unterstützung aus Bayern für Japan +++
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hilft Japan von der bayerischen Provinz aus bei der Krisenbewältigung nach dem schweren Erdbeben. Experten vom Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) in Oberpfaffenhofen wollen im Laufe des Samstags Radarbilder zur Verfügung stellen, die Geländebewegungen in dreidimensionaler Darstellung zeigen und so beispielsweise auf Schäden an Straßen und Schienen hinweisen.

+++ 12.30 Uhr Evakuierungen in Taiwan +++
In Taiwan haben die Behörden wegen des befürchteten Tsunamis vorsichtshalber tief liegende Küstenbereiche evakuiert. Fischerboote und andere Schiffe wurden aufgefordert, sich aus der Gefahrenzone zu bringen. Taiwans Präsident Ma Ying-jeou sagte alle anderen Termine ab und setzte ein Krisenzentrum auf Kabinettsebene ein, um Vorbereitungen zu treffen. Es wird in Taiwan aber nur mit einem vergleichsweise kleinen Tsunami gerechnet. "Die Wellen könnten einen halben Meter erreichen, aber es ist zur Stunde schwer zu sagen", zitierten taiwanesische Medien den Direktor des Erdbebenamtes in Taiwan.

+++ 12.25 Uhr Japan ruft Atomalarm aus +++
Der japanische Regierungschef Naoto Kan hat den Atomalarm ausgerufen. Es seien jedoch keine radioaktiven Lecks in oder in der Nähe von Atomkraftwerken festgestellt worden. Der Regierungschef habe den atomaren Notfall deswegen ausgerufen, damit die Behörden leicht Notfallmaßnahmen ergreifen können, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Anwohner von Atomkraftwerken müssten aber keine besonderen Maßnahmen ergreifen.

+++ 12.19 Uhr Erdbeben eines der stärksten "seit Menschengedenken" +++
Das Erdbeben in Japan gehört nach Angaben des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen zu den fünf stärksten "seit Menschengedenken". Die Auswirkungen seien bis nach Deutschland zu spüren gewesen. Die Seismometer-Stationen in NRW hätten die ersten Wellen etwa zwölf Minuten nach dem Beben im mehr als 9300 Kilometer entfernten Nippon "deutlich registriert".

+++ 12.05 Uhr Devisenmärkte beruhigen sich wieder +++
An den Devisenmärkten hat das schwere Erdbeben den Yen nur vorübergehend belastet. Der Markt beruhigte sich rasch wieder. Der Eurokurs kletterte zwar bis auf 115,01 Yen, fiel dann aber wieder auf 114,38 Yen. Dies entspricht in etwa dem Niveau vor dem schweren Beben. Entsprechend waren auch die Kursausschläge zum Dollar. "Der nur kurzzeitige Rückgang des japanischen Yen zeigt, dass die Märkte die wirtschaftlichen Folgen nicht so skeptisch beurteilen", sagte Wolfgang Leim, Japan-Experte der Commerzbank.

+++ 11.59 Uhr Japan in Alarmbereitschaft +++
Japans Regierung mobilisiert Militär, Polizei, medizinische Rettungsteams und Feuerwehr. Nach Angaben der Behörden gibt es im Atomreaktor von Fukushima Daiichi kein Leck.

+++ 11.58 Uhr Zugverkehr wird eingestellt +++
Wegen des schweren Erdbebens ist der Zugverkehr im Nordosten Japans zu großen Teilen eingestellt worden. Betroffen sind sowohl die Linien der Schnellzüge Shinkansen als auch die lokalen Zugverbindungen.

+++ 11.50 Uhr Erdbeben war noch in Deutschland messbar +++
Die Ausschläge des Erdbebens in Japan waren auch in Deutschland deutlich zu messen. "In den letzten 100 Jahren gab es nur etwa ein halbes Dutzend Erdbeben dieser Stärke", sagte der Leiter der Erdbebenstation der Kölner Uni in Bensberg, Klaus-Günter Hinzen. Auch das Museum für Naturkunde in Münster besitzt einen Seismographen, der alle Bewegungen der Erdkruste aufzeichnet. "So einen heftigen und langandauernden Ausschlag haben wir seit langem nicht mehr beobachtet", sagte Klaus-Peter Lanser vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der das Museum betreibt. Es seien permanent Schwingungen spürbar.

+++ 11.45 Uhr Merkel bietet finanzielle Hilfe an +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Japans Premierminister Naoto Kan deutsche Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des katastrophalen Erdbebens angeboten. Sie schrieb Kan nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Christoph Steegmans, sie habe mit Bestürzung die Nachricht von dem Erdbeben aufgenommen. Die Kanzlerin sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. "Seien Sie versichert, dass Deutschland in diesen tragischen Stunden an der Seite von Japan steht und zu Hilfen bereit ist", schrieb die Kanzlerin. Noch liegt aber keine Bitte um Hilfe aus Japan vor. Von deutschen Opfern durch die Katastrophe ist dem Auswärtigen Amt bislang nichts bekannt. Rund 100 Deutsche sollen in der betroffenen Region leben, sagte Außenminister Guido Westerwelle. Die deutsche Botschaft bemühe sich mit Nachdruck um Kontakt zu den Bundesbürgern.

+++ 11.40 Uhr Zahl der Toten steigt weiter +++
Die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Polizei und lokaler Behörden auf mindestens 32 gestiegen. Zahlreiche Menschen in weiten Gebieten im Osten des Landes seien verletzt.

+++ 11.32 Uhr Daimler meldet leichte Schäden +++
Der deutsche Autobauer Daimler berichtet von leichten Gebäudeschäden nach dem Erdbeben in Japan. Insgesamt sei es aber für das Unternehmen und seine Nutzfahrzeugtochter Fuso bislang glimpflich verlaufen. "In Tokio und Kawasaki sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen", sagte ein Daimler-Sprecher. "In Kawasaki gibt es nur leichte Gebäudeschäden", fügte er hinzu. Der Lkw- und Bushersteller Mitsubishi Fuso beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter, Daimler hält rund 89 Prozent des Kapitals.   

+++ 11.28 Uhr Experten: Erdbeben hat Ausmaße wie 2004 - Samstag erreicht Welle USA +++
Das Erdbeben in Japan hat Experten zufolge ähnliche Ausmaße wie das verheerende indonesische Beben im Dezember 2004. Es sei zwar nicht ganz so groß, aber in derselben "Preisklasse", sagte der Seismologe Michael Weber vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ). Das Erdbeben in Japan hatte eine Stärke von 8,9. Der GFZ-Forscher Birger-Gottfried Lühr bezeichnete das Beben als "gewaltig". Er warnte vor den Gefahren durch den ausgelösten Tsunami. "Da hat der ganze Pazifikraum noch ein bisschen mit zu tun." Die Welle erreiche Samstagfrüh die chilenische und die amerikanischen Küsten.

+++ 11.17 Feuer in AKW-Turbinengebäude +++
Das Feuer im Atomkraftwerk Onagawa ist in einem Turbinengebäude ausgebrochen. Das berichte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Wie schlimm das Feuer ist und ob Radioaktivität austreten kann, ist noch nicht bekannt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte bereits mitgeteilt, dass die vier Atomkraftwerke in der Nähe des Erdbebengebietes aus Sicherheitsgründen abgeschaltet worden seien. Die japanische Regierung hat den atomaren Notstand ausgerufen.

+++ 11.01 Unternehmen müssen Produktion einstellen +++
In mindestens zwei Fabriken hat es nach dem Erdbeben Explosionen gegeben. Zahlreiche Industrieunternehmen mussten bereits die Produktion einstellen. In einer Ölraffinerie in Tokios Nachbarprovinz Chiba brach ein gewaltiges Feuer aus, gefolgt von einer Explosion. Nachbeben halten die Menschen weiter in Atem. Japan ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt.

+++ 10.57 Uhr Schwere Nachbeben +++
Die US-Erdbebenwarte zählte mindestens 23 größere Nachbeben. Das schwerste Nachbeben erreichte 40 Minuten nach dem ersten Erdstoß der Stärke 8,9 einen Wert von 7,1.

+++ 10.55 Uhr Atomkraftwerke werden abgeschaltet +++
Nach Angaben der der UN-Atomenergiebehörde IAEA sind die vier japanischen Kernkraftwerke, die dem Epizentrum am nächsten liegen, sicher abgeschaltet. Zuvor hatte es Meldungen über Feuer und Probleme mit den Kühlsystemen gegeben.

+++ 10.53 Uhr Tsunami richtet schwere Verwüstungen an +++
Das japanische Fernsehen zeigt Bilder furchtbarer Verwüstungen. Aus der Provinz Iwate waren bei dem Sender NHK Straßenzüge mit eingestürzten Häusern zu sehen. An der Küste treiben Flutwellen Trümmer und zerstörte Häuser vor sich her. In der Hauptstadt Tokio sind die Telefonnetze seit Stunden überlastet, auf den Straßen bilden sich Kilometer lange Staus, an den Bahnhöfen Massen an gestrandeten Pendlern. Viele Bürger tragen Sicherheitshelme aus Angst vor herabstürzenden Gegenständen.

+++ 10.47 Uhr Zahl der Toten steigt auf über 20 +++
Nach Medienberichten sind in Folge des Erdbebens mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Die Vereinten Nationen bereiteten sich auf die Entsendung von 30 Einsatzteams zur Katastrophenhilfe für Japan vor. "Unsere Experten stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Japan", sagte die Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Einsätze (OCHA), Elisabeth Byrs. Die Lage sei ernst.

+++ 10.45 Uhr Feuer in Atomkraftwerk ausgebrochen +++
Im Atomkraftwerk Onagawa der Firma Tohuko Elec ist ein Feuer ausgebrochen, meldet die Agentur Kyodo. Widersprüchliche Berichte gibt es über das Kühlsystem des Kernkraftwerks Fukushima. Erst hieß es, es sei ausgefallen. Dann wurde gemeldet, es sei doch intakt und keine Radioaktivität ausgetreten.

+++ 10.38 Uhr USA warnen vor Flutwelle +++
Die Behörden an der Westküste der USA warnten die Bewohner vor einer Flutwelle, die in etwa sechs Stunden eintreffen könnte. In Neah Bay im US-Staat Washington wird die Welle um 7.18 Uhr Ortszeit (16.18 Uhr MEZ) erwartet. Allerdings sei die erste Welle nicht unbedingt die stärkste, erklärte das Tsunami-Warnzentrum für die Westküste und Alaska.

+++ 10.32 Uhr Keine Radioaktivität freigesetzt +++
Die Kühlsysteme der Atomkraftwerke in der Region Fukushima sind nach Behördenangaben doch intakt, wie die Agentur Jiji meldet. Jiji zufolge ist keine Radioaktivität freigeworden.

+++ 10.25 Uhr Japan bereitet atomaren Notfallplan vor +++
Japans Ministerpräsident Kan schafft eine Sondereinheit zum Schutz von Anwohnern im atomaren Notfall, berichtet der Sender NHK.

+++ 10.23 Uhr Medwedew verspricht Hilfe +++
Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat den Opfern der Naturkatastrophe in Japan Unterstützung versprochen. "Wir sind selbstverständlich bereit, unseren Nachbarn bei der Überwindung der Folgen dieses schweren Erdbebens zu helfen", sagte Medwedew nach Angaben der Agentur Interfax. Er forderte Zivilschutzminister Sergej Schoigu auf, Hilfsmaßnahmen vorzubereiten. Auf den Südkurilen nördlich von Japan brachten die russischen Behörden derweil mehr als 10.000 Menschen in Sicherheit.

+++ 10.12 Uhr Tsunami trifft Natori +++
Der Tsunami erreicht auch die Stadt Natori in der nordostjapanischen Präfektur Tochigi. In Autos und Häusern seien Menschen weggeschwemmt worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. Die örtlichen Behörden seien nicht in der Lage, den Menschen zur Hilfe zu kommen. Die Katastrophe sei so schlimm, dass selbst örtliche Rettungsdienste zusammengebrochen seien.

+++ 10.10 Uhr Zahl der Toten steigt +++
Nach Medienberichten sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere der Opfer seien durch den Einsturz von Häusern getötet worden.

+++ 10.00 Uhr Keine Hinweise auf deutsche Opfer +++
Bislang gibt es keine Hinweise auf deutsch Opfer. Das teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit. Nach ersten Schätzungen leben in der am schwersten betroffenen Region rund 100 Deutsche.

+++ 09.54 Uhr Serie von Nachbeben +++
Insgesamt 18 Nachbeben sind nach amerikanischen Medienberichten nach dem schweren Erdbedben der Stärke 8,9 in Japan registriert worden.

+++ 09.46 Uhr Mindestens zehn Tote +++
Bei dem Beben sind der Agentur Jiji zufolge mehr als zehn Menschen getötet worden. Der Sender NHK berichtet von einem weiteren starken Nachbeben im Norden.

+++ 09.36 Uhr Tsunami-Warnung für gesamten Pazifik +++
Es wird eine Tsunami-Warnung für fast die gesamte Pazifik-Region ausgegeben. Ausgenommen sind lediglich die Westküsten der USA und Kanadas, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mitteilte. Die Warnung gilt unter anderem für folgende Länder: Russland, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Papua Neuguinea, Australien, Neuseeland, Fidschi, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru.

+++ 09.20 Uhr Alle Häfen dicht +++
Nach Angaben von Reedern sind alle Häfen in Japan geschlossen worden.

+++ 08.53 Uhr Mehrere Brände in Tokio +++
In der Hauptstadt Tokio sind an 14 Orten Feuer ausgebrochen. Das meldet die Agentur Kyodo.

+++ 08.36 Uhr Indonesien warnt vor Tsunami +++
Indonesien gibt eine Tsunami-Warnung heraus.

+++ 08.36 Uhr Nachbeben +++
Ein starkes Nachbeben erschüttert den Norden Japans.

+++ 08.30 Uhr Taiwan warnt vor Flutwelle +++
Die taiwanischen Behörden geben nach dem Beben in Japan eine Tsunami-Warnung für die Nord- und Ostküste heraus.

+++ 08.11 Uhr Zehn-Meter-Welle trifft Sendai +++
Ein Zehn-Meter-Tsunami trifft den Hafen von Sendai im Norden, berichtet die Agentur Kyodo. Die westjapanische Präfektur Wakayama fordere rund 20.000 Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 08.07 Uhr Stromausfall in Tokio +++
Nach dem Beben sind vier Millionen Menschen im Großraum Tokio von Stromausfall betroffen, meldet Kyodo.

+++ 07.58 Uhr Tusnami überspült Festland +++
Der Tsunami spült Häuser und Land fort, wie auf Fernsehbildern zu sehen ist.

+++ 07.50 Uhr Stillstand in Tokio +++
Die Nahverkehrszüge sowie die U-Bahn in Tokio stellen den Betrieb ein, meldet die Agentur Kyodo

+++ 07.38 Uhr Erdrutsche im Norden +++
Mehrere Menschen sind im Norden des Landes durch Erdrutsche verschüttet worden, berichtet NHK.

+++ 07.30 Uhr Stärke von 8,8 +++
Die US-Erdbebenwarte stuft das Beben auf eine Stärke von 8,8 herauf.

+++ 07.26 Uhr Erste Wellen treffen auf die Küste +++
Ein Vier-Meter-Tsunami trifft dem Sender NHK zufolge auf die japanische Pazifikküste.

+++ 07.17 Uhr Erste Meldungen über Verletzte +++
Der Sender NHK meldet, dass es im Norden Japans bei dem Beben viele Verletzte gegeben hat.

                    11. März 2011

Quelle: n-tv.de