Auto

Nicht nur elektrisch Die Filmautos im Kinojahr 2021

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Es ist eine Mercedes G-Klasse 550, die ihre Insassen aus der Matrix bringt. Die Stuttgarter haben diesen Umstand zur Filmpremiere in San Francisco eindrucksvoll in Szene gesetzt.

(Foto: Mercedes)

Es ist nicht neu, dass Autohersteller ihre Visionen und Produkte in Kinofilmen über die Leinwand fahren lassen. Auch im Jahr 2021 haben Hyundai, Mercedes, BMW, Porsche, Ducati und Aston Martin Gas gegeben. Wobei auch die Superhelden zunehmend elektrisch unterwegs sind.

Nachdem endlich wieder Kinofilme über die große Leinwand flimmern, sind auch die Nebendarsteller in Form von Autos und Motorrädern zurück, die die Hersteller in den Hollywood-Blockbustern immer wieder durch die Leinwandhelden eindrucksvoll in Szene setzen lassen. Wie im richtigen Leben spielte dabei das Elektroauto eine zunehmend wichtige Rolle, aber nicht nur. Denn auch das Verbrenner-Auto gibt sich längst noch nicht geschlagen.

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In einem Werbespot am Rande des neuen Spider-Man-Films, "No Way Home", fährt Peter Parker mit einem Hyundai Ioniq 5. Aber auch im Film trifft man den Wagen.

(Foto: Hyundai)

Im Mitte Dezember gestarteten Spider-Man-Streifen "No Way Home" hat der koreanische Autokonzern Hyundai eine seiner wichtigsten Neuheiten in Szene gesetzt. Da sich Helden und Bösewichte für ihre Kämpfe wie immer das Häusermeer von New York ausgesucht haben, werden im Rahmen der erheblichen Kollateralschäden auch die Autos in den Straßen in Mitleidenschaft gezogen.

In diesem Fall nicht ganz zufällig gehören dazu auch Hyundais. Zu sehen ist unter anderem, wie Spider-Man auf das Dach eines neuen Tucson springt. In einem Hyundai-Werbespot darf Spider-Man dann auch mit Filmbezug rein elektrisch fahren. Als er sich aus einer Einöde auf den Weg ins rund 500 Kilometer entfernte New York macht, finden seine Spinnenfäden aufgrund der fehlenden Wolkenkratzer keinen Halt und er muss zu Fuß gehen.

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Natürlich darf auch auf den Kinoplakaten der Ioniq 5 nicht fehlen.

Wie es der Zufall will, wird er dabei von einem Autofahrer mit einem Hyundai Ioniq 5 aufgegabelt. Werbeaussage des Spots: Für die lange Fahrt bietet der Stromer neben vielen Annehmlichkeiten außerdem genügend Reichweite. Eindeutig zweideutiges Motto zudem: Mal eben kurz die Welt retten.

Im Film selbst fährt Happy Hogan, der ehemalige Bodyguard von Tony Stark alias Iron Man mit einem Hyundai Ioniq 5 zum Ort des Geschehens. Die Koreaner haben ihre Modelle also gut sichtbar in dem Spider-Man-Streifen platziert.

Mercedes geht in die Matrix

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Eine Filmszene aus Matrix zeigt die Flucht der Protagonisten in einer Mercedes G-Klasse 550.

(Foto: Mercedes)

Was die Koreaner können, können die deutschen Autobauer natürlich schon lange, Mercedes beispielsweise, ähnlich wie Hyundai klar auf die E-Mobilität fokussiert, setzt im Fall der um Weihnachten in den Kinos startenden Dystopie "The Matrix Resurrections" allerdings noch auf eine alte Verbrenner-Ikone. Im Film ebnen Verbündete den Helden Neo und Trinity mit einem G 550 den Weg aus der Matrix. Klare Botschaft hier: Mit einem G-Modell gibt es immer einen Ausweg.

Neben der G-Klasse entscheiden in dem Fall jedoch in erster Linie unterschiedlich gefärbte Pillen darüber, ob man in der Matrix verbleibt (blau) oder sie verlässt (rot). Zur Filmpremiere am 18. Dezember in San Francisco gab es deshalb "Eskapismus extrem", denn in einer transparent-roten und 12 Meter langen Riesenpille steckte ein Mercedes-AMG G 63. Ein furioses Flucht-Fanal.

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Auch die Ducati Scrambler hat in der Matrix ihren großen Auftritt.

(Foto: Ducati)

Allerdings kann man natürlich auch in der Matrix nicht nur auf vier Rädern flüchten, sondern auch auf zweien. Diesen Umstand macht sich Ducati zunutze und präsentiert auf diesem Weg seine 2022er Scrambler. Hier kommt den Italienern natürlich auch zugute, dass Keanu Reeves, der den Neo spielt, ein bekennender Motorrad-Narr ist und Trinity bereits im ersten Teil der Matrix spektakulär mit einem Motorrad durch die Szenen preschte.

BMW geht nach Ta Lo

Auch BMW nutzt die große Leinwand, um die beiden Welten Elektro- und Verbrenner-Antrieb im Marvel-Film "Shang-Chi" in Szene zu setzen. Der Titelzusatz "The Legend of the Ten Rings" wäre natürlich auch etwas für Audi gewesen, aber die Ingolstädter haben hier augenscheinlich nicht den Zuschlag bekommen. Vielmehr sponserte BMW mit dem iX3 sowie dem Luxus-Sportwagen M8 Competition die automobilen Hauptrollen.

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In das Reich der Guten fährt der BMW iX3 die Helden in Shang-Chi.

(Foto: BMW)

Letzterer ist schön anzusehen und auch anzuhören. Doch als wahres Heldenmobil fungierte das in Details sogar speziell für seinen Filmeinsatz neu designte Elektro-SUV iX3. Das ist dann sozusagen dann auch die Eintrittskarte in eine sagenhafte Welt mit einem friedensstiftenden Drachen. Na, wenn das keine Metapher für den unverzüglichen Beginn einer allumfassenden Elektromobilität ist ...

Porsches Red Notice

Wenn auch nicht für die Kinos gedacht, hat Netflix den Streifen "Red Notice" mit klassischem Blockbuster-Aufwand produziert. In einer kurzen, aber nach Meinung einiger Kritiker einer der besten Szenen des Films ist ein rein elektrisch angetriebener Porsche Taycan zu sehen. Als der Protagonist John Hartley, gespielt von Dwayne Johnson, seinen per Mofa flüchtenden Gegenspieler verfolgen will, setzt er sich spontan in den Elektro-Sportwagen, um sich nach bereits wenigen Metern in einem VW-T2-Eiswagen zu verkeilen.

Der Gegenspieler kann mit Zweitakter-Rauchfahne im Schneckentempo entkommen. Ob die Szene symbolhaft für die Systemfrage "Verbrenner vs. E-Antrieb" gemeint war, ist nicht überliefert. Dafür aber ein Fun Fact am Rande: Der nicht gerade schmächtige Dwayne Johnson soll ernsthafte Probleme gehabt haben, sich spontan hinter das Lenkrad des Taycan zu klemmen, was die Filmszene allerdings nicht zeigt.

007 fährt fast wie immer

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Er darf in keinem James-Bond-Film fehlen: der Aston Martin DB5.

(Foto: Aston Martin)

Ebenfalls unter Einsatz von reichlich Benzin waren in diesem Kinojahr Autos von Aston Martin bei der Verfolgung vor Bösewichten behilflich. Die Rede ist natürlich vom Geheimagenten James Bond, der sich im jüngsten Streifen "Keine Zeit zum Sterben" im Spannungsfeld zwischen Historie und Zukunft der traditionsreichen Sportwagenmarke Aston Martin bewegte.

Immer wieder schön anzusehen und zugleich hinlänglich bekannt ist der mittlerweile obligatorische DB5 aus den 1960er-Jahren, der wie in fast jedem Bond-Film einen für Autoliebhaber schmerzhaften Totalschaden erleiden muss.

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Die Triumph Tiger 900 rettet James Bond das Leben und hilft bei der Verfolgung der Gangster.

(Foto: Triumph)

Außerdem ist James Bond in einem Aston Martin V8 aus den 70er-Jahren unterwegs, während seine Kollegin Nomi ganz modern einen aktuellen DBS Superleggera fahren darf. Eine Szene mit Symbolcharakter. Darüber hinaus hatte die nähere Zukunft von Aston Martin mit dem Hypercar Valhalla einen Cameo-Auftritt. Auch mit den vielen im Film gezeigten Jaguar- und Land-Rover-Modellen lag der Fokus zum vielleicht letzten Mal in einem 007-Streifen auf Autos mit Verbrennungsmotor.

Und noch eine englische Traditionsmarke lässt den Agenten Ihrer Majestät nicht im Stich: Triumph. Die Motorradschmiede bringt hier die Triumph Tiger 900 und die Scrambler 1200 zum Einsatz. Vor allem, was 007 mit der Tiger 900 anstellt, ist schon aller Ehren wert.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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