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Rück- und Ausblicke Skoda - der Laden brummt auch 2018

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Einer der Erfolgsträger 2018, der Skoda Karoq.

Am Ende eines jeden Jahres wird Bilanz gezogen. So auch bei Skoda, und die Tschechen können mit 2018 sehr zufrieden sein. Für die Zukunft setzt man auf SUV, Diesel, E-Mobilität und natürlich den neuen Octavia.

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Der Skoda Scala löst den Rapid ab und soll dem VW Golf das Wasser reichen können.

Wollte man es salopp ausdrücken, würde man wohl sagen: Der Laden bei Skoda brummt. Auch das Jahr 2018 schließen die Tschechen als Importmarke Nummer eins in Deutschland ab. In den ersten elf Monaten verzeichnet das Kraftfahrt Bundesamt (KBA) exakt 184.598 Neuzulassungen. Das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr und Rang sieben in der Liste hinter Opel und Ford. Und weil Zahlen im Verkauf von Größe zeugen, soll nicht unerwähnt bleiben, dass im gleichen Zeitraum 1,15 Millionen Fahrzeuge weltweit ausgeliefert wurden. Bis Ende des Jahres rechnet man in Mladá Boleslav damit, dass das Vorjahresergebnis um 5,1 Prozent übertroffen wird.

Octavia bleibt Grundstein des Erfolg

Der Grundstein des Erfolgs steht und fällt in Deutschland wie die Jahre zuvor mit dem Octavia. "Mit Blick auf die Verkaufszahlen ist der Octavia für uns ein echter Traumwagen", frohlockt Frank Jürgens als Sprecher der Geschäftsführung. Knapp 55.000 Einheiten fanden 2018 den Weg zu den Kunden. Wobei immer noch gilt, dass jeder vierte verkaufte Octavia ein RS ist, also die sportlichste Variante des Kompakten.

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Das in Deutschland beliebteste Modell der Tschechen, der Skoda Octavia RS Combi.

Für Ende kommenden Jahres steht die vierte Generation des Bestsellers an. Die Form dürfte sich dem in diesem Jahr präsentierten Scala, dem Nachfolger des Rapid, angleichen. In den Maßen sollte der Neue seine Ahnen aber deutlich übertreffen. Nicht nur, weil er es kann, sondern um im Segment der Golf-Gegner Platz für den Scala zu machen und sich selbst etwas höher auf dem Treppchen zu positionieren.

Bekenntnis zum SUV und zum Diesel

Ebenso wichtig wie der Octavia sind die SUV für die Tschechen. In Summe griffen 38.000 Käufer im ersten Produktionsjahr von Karoq und Kodiaq zu. Allerdings sind die Wartezeiten bei bestimmten Motorisierungen mitunter recht lang. Hinzu kommt, dass die gesamte Palette der 2,0-Liter-Benziner wohl erst im kommenden Jahr erhältlich sein wird. Grund ist die Umstellung des Messzyklus auf WLTP-Standard. Allerdings versprechen die Tschechen, die Sache insgesamt im Griff zu haben.

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Der Kodiaq RS soll den Erfolg der RS-Modelle in das tschechische SUV-Segment tragen.

2019 wird Skoda unterhalb des Karoq, auf der Basis des Scala, ein weiteres SUV positionieren. Unter der Maßgabe, dass die RS-Linie beim Octavia ein echter Kracher ist, hat man in diesem Jahr auch einen Kodiaq RS von der Leine gelassen. Grundlage seiner Potenz ist ein 2,0-Liter-Diesel mit 240 PS und 500 Newtonmetern maximalem Drehmoment.

Auf die Frage, ob es nicht mit Blick auf den momentan sehr in Verruf geratenen Selbstzünder besser gewesen wäre, ein potentes SUV mit einem entsprechend potenten Benziner anzubieten, antwortet Jürgens: "Nein, wir stehen zum Diesel. Nicht nur, dass 500 Newtonmeter zu einem Auto wie dem Karoq ganz hervorragend passen, auch die von der EU geforderte Senkung des CO2-Ausstoßes bis 2030 um 37,5 Prozent ist mit einem Diesel wesentlich leichter zu erfüllen als mit einem Benziner." Das ist nachvollziehbar, denn ein Diesel stößt bekanntermaßen wesentlich weniger CO2 aus als ein Benziner. "Und", fügt Jürgens an, "für uns ist es auch ein klares Bekenntnis zum Diesel."

E-Mobilität kommt

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Die Studie Vision X gibt einen Ausblick auf das kommende kleine SUV auf Basis des Fabia.

Aber die Tschechen verschließen sich der Elektromobilität ebenso wenig wie die Konzernmutter VW. Von der übernimmt Skoda auch die Technik für den im kommenden Jahr zu erwartenden Superb, der als Plug-in-Hybrid vorfahren wird, und den rein elektrisch angetriebenen Citigo, dessen Basis der VW E-Up ist. Weitere E-Mobile sollen folgen. Wie die aussehen könnten, hat Skoda bereits mit seiner Studie Vison E gezeigt.

Aber auch für die Menschen, die ein gebrauchtes Fahrzeug einem Neuwagen vorziehen, will Skoda Sorge tragen. Unter dem Label "Skoda Plus" wollen die Tschechen in Zukunft ein "Qualitätsversprechen" abgeben. Skoda garantiert hier die Inzahlungnahme des Altfahrzeuges und verspricht für den Gebrauchten einen Versicherungsschutz und eine Mobilitätsgarantie. Auch hier möchte die Marke den Ruf "Simply Clever" für sich vereinnahmen.

Quelle: n-tv.de

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