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Kleine Reifenwechsel-Kunde Sommerreifenwechsel - so geht's

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Es ist Zeit die Winterreifen durch Sommerreifen zu ersetzen.

(Foto: dpa)

Wer momentan das Auto nutzt, ist eher auf der Kurz- als auf der Langstrecke unterwegs. Dennoch ist die Zeit gekommen, die Winterpneus von der Arbeit zu befreien und entsprechend der Witterung den Sommerreifen ihren Platz einzuräumen. Hier ein paar Tipps für den Wechsel.

Die Sonne lacht, die Tagestemperaturen steigen und es wird fast jedem Autofahrer klar, dass es Zeit ist auf Sommerreifen zu wechseln. Und, weil das so ist und man im Zuge der verordneten Unbeweglichkeit auf den Gedanken kommen könnte mal wieder selbst Hand an die Pneus zu legen sollen hier einige Tipps gegeben werden.

Ganz wichtig: In Zeiten der Corona-Pandemie gibt es Bundesländer wie zum Beispiel Bayern, die das Wechseln der Winterreifen als momentan nicht notwendig erachten und als Verstoß gegen die allgemeinen Auflagen betrachten. Bitte Informieren Sie sich, bevor Sie den Wagenheber ansetzen, ob das auch in Ihrem Bundesland der Fall ist. Hier eine unnötige Strafzahlung zu riskieren nutzt keinem.

Wann wechseln?

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Ob zu Hause oder in der Werkstatt: Ist kein Frost mehr in Sicht, kommt der Winterreifen runter.

(Foto: dpa)

Die Frage ist ja eigentlich schon geklärt, aber hier nochmal die Faustformel: Sommerreifen werden von Ostern bis Oktober genutzt. Also von O bis O. Liegt der Feiertag aber wie in diesem Jahr recht spät, kann man den Tausch natürlich auch von den Wetterbedingungen abhängig machen. Ist kein Frost mehr in Sicht und werden kontinuierlich Plusgrade verzeichnet, kann ohne Sorge auf die Sommerbereifung gewechselt werden.

Warum wechseln?

Das weiß natürlich auch jedes Kind. Weil die spezielle Gummimischung der Winterreifen bei warmen Außentemperaturen nicht nur für einen höheren Kraftstoffverbrauch sorgt, sondern auch für einen längeren Bremsweg und einen wesentlich höheren Verschleiß der Gummis. Das Gegenteil ist bei Sommerreifen der Fall: Mit ihrer speziellen Laufflächenmischung bieten sie bei höheren Temperaturen mehr Grip, ermöglichen kürzere Bremswege und verschleißen natürlich auch nicht so schnell.

Wo wechseln?

Lagern die Sommerreifen auf Felgen in der Garage, kann man den Wechsel selbst durchführen. Wer allerdings fürs Aufziehen der Pneus zum Reifenservice muss, sollte sich um einen Termin kümmern. Momentan dürfte es aber recht unkompliziert sein, denn trotz der Hochzeit sind wegen der Ausgangsbeschränkungen viele Werkstätten nicht ausgelastet. Wichtig ist dennoch sich im Vorfeld bei seiner Werkstatt zu erkundigen, ob sie wie gewohnt geöffnet hat. Außerdem haben viele Werkstätten ihren Serviceablauf an erhöhte Hygienemaßnahmen angepasst, was unter Umständen Arbeitsdauer verlängern kann.

Worauf achten, wenn man selber wechselt?

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Alter Trick: Die Profiltiefe mit dem 2-Euro-Stück messen. Ist der silberne Rand verdeckt, reicht das Profil noch.

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Wer in Eigenregie wechselt, kontrolliert zuerst die alten Reifen. Sind Beulen oder Risse sichtbar, ist das ein Sicherheitsrisiko, sie dürfen dann nicht mehr verwendet werden. Auch ein zu stark abgefahrenes Profil erfordert den Ersatz des Pneus. Häufig sind die Reifen auf den Antriebsrädern schneller runter, deshalb hier besonders aufmerksam kontrollieren.

Ist das der Fall, müssen auch nur diese gewechselt werden. Am besten ist es aber, man nimmt wieder Pneus vom gleichen Typ. In der Regel dürfte das aber schwierig werden, weil die Reifenhersteller bereits nach ein bis zwei Jahren die Typen durch Weiterentwicklungen ersetzen. Sollte es doch gelungen sein das gleiche Paar aufzutreiben werden die frischen Reifen unabhängig von der Antriebsart auf der Hinterachse montiert. Die Erklärung hierfür ist einfach. Genau an der Stelle sorgen sie für mehr Fahrstabilität.

Wurden die Pneus beim Reifenhändler oder bei einer Servicewerkstatt eingelagert, übernehmen die Mitarbeiter vor Ort die Überprüfung und informieren den Reifenbesitzer über eine drohende Neuanschaffung.

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Sind Reifen älter als acht Jahre müssen sie zwingend getauscht werden.

(Foto: dpa)

Unabhängig vom optischen Zustand sollten Reifen auf jeden Fall getauscht werden, wenn sie älter als acht Jahre sind. Anhand der vierstelligen DOT-Nummer, die auf der Seitenflanke des Pneus steht, lässt sich das Alter bestimmen. Die beiden ersten Zahlen stehen für die Produktionswoche, die zwei hinteren für das Jahr. So bedeutet 1313, dass der Reifen in der 13. Kalenderwoche des Jahres 2013 hergestellt wurde.

Wer einen neuen Satz Reifen braucht, informiert sich im Vorfeld zum Beispiel anhand von aktuelle Reifentests von Autoclubs oder -zeitschriften. Orientierung bietet auch das EU-Reifenlabel, das Aufschluss über Umweltverträglichkeit, Geräuschkulisse und Kraftstoffeffizienz gibt.

Nicht vergessen!

Nach der Montage der Räder ist noch der richtige Reifendruck zu kontrollieren. Die Daten stehen meist im Tankdeckel, im Einstieg der Fahrertür oder in der Bedienungsanleitung des Autos. Am besten erfolgt ein regelmäßiger Luftdruckcheck für alle Reifen etwa an jedem zweiten Tankstopp, mindestens einmal pro Monat.

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Wer seine Reifen auf Felgen ziehen lässt sollte nicht versäumen, sie auswuchten zu lassen.

(Foto: dpa)

Falls das Fahrzeug noch über einen Ersatzreifen verfügt, muss auch dieser gelegentlich überprüft werden. Nur bei korrektem Luftdruck kann ein Reifen die bestmögliche Haftung auf die Straße bringen und gute Bremseigenschaften zeigen. Die Einbindung der Reifen in die Fahrzeugelektronik wie zum Beispiel ESP funktioniert ebenfalls nur mit dem vom Autohersteller vorgegebenen Luftdruck optimal.

Besitzer von Fahrzeugen mit Reifenluftdruckkontrollsystem (RDKS) sollten die Anzeige im Display beachten und bei angezeigten Problemen mit dem Luftdruck entsprechend reagieren. Grundsätzlich ist es auch hier empfehlenswert, den Luftdruck regelmäßig zu überprüfen, da auch diese Systeme nicht immer fehlerfrei arbeiten.

Ach und noch etwas. Auch wenn Sie die Reifen selber gewechselt haben, nach 50 bis 100 gefahrenen Kilometern sollten die Radmuttern noch einmal mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen werden.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x