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Gebrauchtwagencheck Ford Kuga - Alternative zum VW Tiguan?

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Nach dem Facelift im Jahr 2017 sah der Ford Kuga wesentlich schnittiger aus.

(Foto: Ford)

Der Kuga ist eines der volumenstärksten Modelle von Ford. Hierzulande stand das Kompakt-SUV sogar kurz davor, dem VW Tiguan den Schneid abzukaufen. Insofern lohnt sich ein Blick auf die gebrauchte zweite Generation, denn auch beim TÜV gibt's wenig Probleme.

Mit der zweiten Generation des Kuga (2013 bis 2019) schaffte es Ford, dem VW Tiguan, dem Platzhirsch unter den Kompakt-SUV, den einen oder anderen Kunden wegzuschnappen. Gefälliges Design und ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk sprechen für den Kuga, dito das gute Platzangebot.

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Der Ford Kuga erfreute sich bei den Käufern großer Beliebtheit.

(Foto: Ford)

Die zweite Generation hat in der Länge im Vergleich zum Vorgängermodell um acht Zentimeter zugelegt und streckt sich jetzt auf 4,52 Meter. Vom Längenzuwachs profitieren besonders die Fondpassagiere. So sitzt man nicht nur vorne kommod, auch hinten geht es luftig zu. Die Insassen genießen die gute Übersicht auch aufgrund der höheren Sitzposition. Der Seitenhalt der Sitze hat allerdings Luft nach oben. Kunden sollten sich auch nicht an der Verwendung von viel Hartplastik stören.

Der Kofferraum ist mit 481 bis 1653 Litern Fassungsvermögen alltagstauglich. Es gibt einen variablen Ladeboden, so dass beim Umklappen der Rücksitzlehnen eine ebene Fläche entsteht. Die Gestaltung der wuchtigen Armaturentafeln ist Geschmacksache, die Überfrachtung derselben mit Knöpfen und Drehschaltern macht ein intuitives Bedienen aussichtslos. Das Display für den Bordcomputer sowie die Multimediaeinheit sind wie in allen Ford-Modellen jener Zeit extrem klein. Ende 2016 erhielt der Kuga für das Modelljahr 2017 ein Facelift. Optisch ähneln die neueren Versionen mehr dem großen Bruder Ford Edge, außerdem gab es unter anderem ein Update des Infotainmentsystems.

Wandelbares Motorenangebot

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Das große Plus des Ford Kuga sind seine kompakten Maße und sein dennoch üppiges Platzangebot.

(Foto: Ford)

Zum Marktstart standen ein 1,6-Liter-Benziner mit 150 PS und 182 PS mit jeweils 240 Newtonmeter zur Wahl. Der kleine Otto verfügt nur über Frontantrieb und ist an ein manuelles Sechsgang-Getriebe gekoppelt, der große fährt mit Allrad und einer Sechsgang-Automatik. Das Start-Angebot komplettierte ein Zweiliter-Diesel mit 140 PS und 163 PS sowie Allradantrieb. Hier sorgt ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) für die Kraftübertragung.

Seit 2014 kommen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner zum Einsatz, das Leistungsangebot fängt bei 120 PS (nur Frontantrieb) an und reicht bis zu 182 PS (Allrad). Ein 2,0-Liter-Benziner mit 242 PS (Allrad, Sechsgang-Automatik) ist seit dem Facelift die Leistungsspitze. Im Laufe des Jahres 2019 wurde der Motor auf die Abgasnorm Euro 6d-temp umgestellt und verfügt seitdem nur noch über 230 PS. Der Verbrauch liegt bei den Benzinern laut Datenblatt zwischen 6,2 und 9,5 Litern.

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Das Navi ist beim Kuga ebenso klein wie bei den anderen Ford-Modellen jener Zeit.

(Foto: Ford)

Auch das Dieselangebot wurde über die Jahre überarbeitet und angepasst. Seit 2014 markiert ein 2,0-Liter-Selbstzünder mit 120 PS und Frontantrieb die Einstiegsvariante, eine mittlere Version ist mit 150 PS und mit Zweiliter-Hubraum und wahlweise 2x4- und 4x4-Antrieb am Start. Bei den Allradversionen übernimmt auf Wunsch ein Sechsgang-DSG die Schaltvorgänge. Neu ist seit dem Facelift ein 180 PS starker Diesel. Dieser fährt immer mit Allrad und DSG vor. Den Verbrauch der Selbstzünder gibt Ford mit Werten zwischen 4,4 und 6,5 Litern an.

Gute Basisausstattung

Bei der Fahrwerksabstimmung setzen die US-Amerikaner auf eine Mischung zwischen sportlich und komfortabel. Hier profitiert das kompakte SUV vor allem von seiner engen Verwandtschaft zum Ford Focus. Über die Jahre wurde der Kuga in verschiedenen Ausstattungslinien angeboten, darunter die klassischen wie "Trend", "Titanium" oder "ST-Line". Dazu kommt noch die Edelausstattung "Vignale", die etwa mit Leder und Chromapplikationen auffällt. Aber selbst die Basisvariante "Trend" hat schon vergleichsweise viele Ausstattungsfeatures an Bord.

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481 bis 1653 Liter fasst der Kofferraum des Ford Kuga.

(Foto: Ford)

Bei "Titanium" gehören unter anderem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Fahrersitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze oder eine Leder-Stoff-Polsterung zum Serienumfang. Aufpreispflichtige Extras wie Xenon-Licht, Sitz- und Lenkradheizung, Panoramadach oder eine elektrische Heckklappe werten den Kompakten auf. Zahlreiche Assistenten wie Verkehrsschildererkennung, Fernlichtassistent oder Müdigkeitswarner konnten ebenfalls geordert werden. Beim NCAP-Crashtest erreichte der Kuga eine Fünf-Sterne-Wertung.

Der Kuga der zweiten Generation gibt den TÜV-Prüfern wenig Anlass zur Klage. Er absolviert die Hauptuntersuchung (HU) meist ohne Mängel, bei der zweiten HU liegt das SUV sogar leicht über den Durchschnittswerten aller untersuchten Fahrzeuge. Defekte Scheinwerfer und Rücklichter sorgen jedoch immer mal wieder für Verdruss. Ab der zweiten HU stehen dann auch defekte Antriebswellen im Protokoll der TÜV-Prüfer.

Fazit: Der Kuga startete preislich recht moderat ab rund 24.000 Euro, ohne dass bei der Basisausstattung zu viel gespart wurde. Das Angebot auf den Online-Gebrauchtwagenbörsen ist umfangreich. Zwar dominieren Diesel-Versionen, doch auch Benziner sind zu finden. Modelle aus den Anfangsjahren mit Laufleistungen über 200.000 Kilometer werden ab etwa 9000 Euro angeboten. Legt man Wert auf etwas weniger gefahrenen Modelle und will unter 150.000 Kilometer bleiben, muss man zirka 1500 Euro mehr anlegen. Geliftete Fahrzeuge der zweiten Generation stehen ab rund 13.000 Euro in den Online-Portalen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x