Dienstag, 24. Mai 2022Der Tag

mit Lea Verstl
Lea Verstl
22:30 Uhr

Das war Dienstag, der 25. Mai 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

der wirtschaftliche Verlierer im Ukraine-Konflikt sei nicht etwa Russland, sondern die EU. Versucht Präsident Putin mit solchen Behauptungen, von Problemen im eigenen Land abzulenken? Ein Blick auf die Teuerungsrate scheint diese Vermutung zu bestätigen: Während Deutschland momentan mit einer Inflation von 7,4 Prozent zu kämpfen hat, beträgt sie in Russland im April satte 17,8 Prozent. Wie der Kreml die schlechte Lage der Volkswirtschaft mit der Geheimhaltung wichtiger Wirtschaftsdaten zu kaschieren versucht, analysiert mein Kollege Christian Herrmann.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.

22:06 Uhr

An jeder dritten Frucht aus der EU kleben Pestizide

Die Rückstände von chemisch-synthetischen Pestiziden auf Obst aus der EU sind seit 2011 gestiegen, obwohl sie sinken sollten. Laut einer Studie des europäischen Anti-Pestizid-Netzwerks Pan Europe enthielten im Jahr 2019 rund ein Drittel der 97.000 untersuchten Proben von Erdbeeren, Äpfeln und anderen Früchten problematische Pestizidrückstände. Im Jahr 2011 waren es nur 18 Prozent gewesen. Nach Angaben des Netzwerks sollen die EU-Mitgliedstaaten eigentlich seit 2011 verstärkt Ersatzprodukte zu solchen chemisch-synthetischen Pestiziden wie bienengefährlichen Insektiziden oder grundwasserkritischen Herbiziden einsetzen.

Diese Arten von Pflanzenschutzmittel gelten als die riskantesten und ihre Zulassung ist in der EU streng geregelt. Die neue Agrarpolitik der EU sieht zudem vor, bis 2030 die Nutzung von Pestiziden um die Hälfte zu reduzieren. "Wenn es keine strengen Maßnahmen gibt, sehen wir nicht, wie dieses Ziel eingehalten werden könnte", sagte Salomé Roynel von Pan Europe der Nachrichtenagentur AFP.

21:45 Uhr

Bahn hat bereits eine Million Neun-Euro-Tickets verkauft

Die Nachfrage nach dem Neun-Euro-Ticket ist weiter hoch: Die Deutsche Bahn (DB) verkaufte bereits mehr als eine Million dieser Tickets, sagte ein Sprecher heute. Der Verkauf bei der DB war am Montagmorgen gestartet. Das Neun-Euro-Ticket gibt es für die Monate Juni, Juli und August. Käuferinnen und Käufer können damit Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen sowie Fähren des ÖPNV nutzen, ebenso Linienbusse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr, und zwar deutschlandweit.

21:15 Uhr

Polizei identifiziert Leiche in niederländischem Kanal als Deutsche

Rund acht Monate nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Kanal in den Niederlanden haben Ermittler das Opfer identifiziert. Die Leiche wurde am 28. September vergangenen Jahres in einem Kanal in der Nähe von Roermond unweit der Grenze zu Deutschland gefunden, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Wuppertal mitteilten. Trotz intensiver Ermittlungen konnte die Frau über einen längeren Zeitraum nicht identifiziert werden.

Erst die Vermisstenmeldung einer Cousine führte die Ermittler demnach zu einer Frau, die ihren Lebensmittelpunkt in Solingen hatte. Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich bei der Toten aus dem Kanal zweifelsfrei um die Vermisste handle. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse sei davon auszugehen, dass die 57-Jährige einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sei. In enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden wurde eine Mordkommission eingerichtet.

20:42 Uhr

Söder nennt Hofreiter einen "Militaristen" mit anderem Haarschnitt

Scharfmacherei betrieben einige Grünen in Bezug auf deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine, so die Überzeugung des CSU-Chefs Markus Söder. Er kritisiert insbesondere den Europaausschuss-Vorsitzenden des Bundestags, Anton Hofreiter. "Da wird sich bei Einzelnen regelrecht in eine kriegerische Eskalation hineingeredet", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Magazin "Stern". "Anton Hofreiter war früher ein Ostermarschierer, und heute tritt er auf wie ein Repräsentant einer Rüstungsfirma. Das Einzige, was ihn noch unterscheidet von einem echten Militaristen, ist vielleicht der Haarschnitt." Diese neue Form von "Begeisterung für Waffen und Krieg" lasse viele Deutsche verunsichert zurück.

20:17 Uhr

Krokodil oder Tiger als Haustier? Das könnte bald verboten werden

Wer in Deutschland Tiger, Krokodile oder andere Wildtiere Zuhause halten will, darf das, wenn gesetzliche Auflagen eingehalten werden. Bald könnte sich das ändern. Mehrere europäische Länder haben sich für ein EU-Verbot von Wildtieren als Haustiere ausgesprochen. Der Handel mit Wildtieren sei "eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt" und sorge dafür, dass manche Arten vom Aussterben bedroht seien, hieß es in dem Vorschlag von Zypern, Luxemburg, Malta und Litauen, den sie beim Treffen der EU-Landwirtschaftsminister in Brüssel vorstellten.

Die vier EU-Staaten schlugen eine "Positivliste" vor, auf der die Tiere aufgeführt werden, die in der EU als Haustiere gehalten werden dürfen. Wildtiere hätten komplexe soziale und ernährungstechnische Bedürfnisse, die es gewöhnlichen Haltern schwer machten, "sie mit der Pflege zu versorgen, die sie brauchen". Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir kündigte an, dass Deutschland den Vorstoß unterstützen werde. Es sei "offensichtlich, dass die Haltung von Wildtieren zu Hause ein Gesundheitsrisiko darstellt für die Tiere selber, aber auch für die Menschen", sagte er in Brüssel.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:42 Uhr

Migranten springen von Zug in München - drei verletzen sich schwer

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Polizisten stehen am S-Bahnhof Trudering an einem Güterzug.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Bahnhof in München sind mehrere Menschen von einem Güterzug gesprungen und durch einen Stromschlag zum Teil schwer verletzt worden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, waren bei einem Halt im Güterbahnhof München-Trudering zwölf Menschen von dem Zug abgesprungen. Ein Mann, der dabei möglicherweise die Oberleitung berührte, eine Jugendliche und ein etwa zehn Jahre altes Kind wurden schwer verletzt. Die drei Schwerverletzten wurden den Angaben zufolge ins Krankenhaus gebracht.

Sechs ihrer Mitreisenden, die nicht behandelt werden mussten, wurden zur Vernehmung auf ein Bundespolizei-Revier mitgenommen. Drei weitere Menschen flüchteten vor der Polizei. Die Bundespolizei geht nach Angaben des Sprechers davon aus, dass es sich bei der Gruppe um Migranten handelte, die auf dem Güterzug von Italien über Österreich illegal nach Deutschland eingereist waren. "Alles deutet auf Schleusungskriminalität hin", sagte der Sprecher.

19:14 Uhr

Dorf hievt komplettes Haus hoch und trägt es weg

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal gibt es in Indonesien einen Umzug der anderen Art, bekommt ein brasilianischer Junge auf der Toilette einen mächtigen Schreck und veranstalten Peruaner ein recycelbares Autorennen.

18:37 Uhr

Nach tödlichem Schuss auf Kirmes: Jugendlicher festgenommen

Nach dem tödlichen Schuss auf der Kirmes in Lüdenscheid ist ein Jugendlicher wegen vorsätzlichen Totschlags in Untersuchungshaft gekommen. Der Tatverdächtige habe seinen Wohnsitz in Lüdenscheid, teilte die Staatsanwaltschaft Hagen mit. Über das Alter des Verdächtigen machten die Behörden keine Angaben. Nach dpa-Informationen ist er 16 Jahre alt. Der Jugendliche war am Montagabend mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos in Lüdenscheid festgenommenen worden. Aus einer sechsköpfigen Gruppe sollen am Wochenende bei der Kirmes in Nordrhein-Westfalen nach einem Streit Schüsse abgefeuert worden sein. Ein offenbar unbeteiligter Mann aus Gummersbach wurde tödlich verletzt.

18:07 Uhr

Instagram verbietet Madonna Live-Videos - zu freizügig?

Popstar Madonna wird verboten, live aufzutreten - jedenfalls wenn sie Instagram benutzt. Beim Versuch, über eine Instagram Story-Funktion mit ihren Fans zu interagieren, erhielt Madonna die Benachrichtigung, dass sie gegen Community-Richtlinien verstoßen habe. "Nicht wir!!!!! Verletzung von Community-Richtlinien...", schreibt die Pop-Ikone unter einem Video in ihrem Instagram-Feed.

Darin zu sehen: Der vergebliche Versuch Madonnas, ein Live-Video zu starten. "Was ist los?", fragt sie, als sie per Popup-Fenster der Social-Media-Plattform über die Blockierung in Kenntnis gesetzt wurde. Weiter scherzt die Sängerin, sichtlich überrascht über den Vorfall: "Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Kleider getragen." Sie legt damit die Vermutung nahe, dass sie aufgrund ihrer freizügigen Beiträge in der Vergangenheit Instagram-Regeln verletzt haben könnte, die zu der Sperre geführt haben.

17:33 Uhr

Reisebus stößt frontal mit Auto zusammen - 41 Verletzte

Bei einem Frontalzusammenstoß eines Reisebusses mit einem entgegenkommenden Auto sind am Dienstag in Laudenbach in Unterfranken 41 Menschen verletzt worden. Der Busfahrer und zwei Frauen in dem Auto seien schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher der bayerischen Polizei in Würzburg. Der Busfahrer musste demnach mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden, die 38 Businsassen erlitten leichte Verletzungen.

Nach den ersten Ermittlungen der Polizei war das Auto mit den beiden Frauen aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten und frontal mit dem Bus zusammen gestoßen. Die Polizei musste die Unfallstelle im Bereich der Bundesstraße 469 voll sperren. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

17:13 Uhr
Breaking News

Gazprom nominiert Schröder für Aufsichtsrat

Altkanzler Gerhard Schröder ist offiziell für einen Sitz im Aufsichtsrat des russischen Energie-Riesen Gazprom nominiert. Dies teilt der Staatskonzern mit.

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17:03 Uhr

Politiker gibt Amt auf, weil ihn alle für Banksy halten

"Ich bin nicht Banksy" - diesen Satz hat der Waliser Lokalpolitiker William Gannon so oft wiederholt, dass er ihn schließlich auf einen Anstecker drucken ließ. Doch das Gerücht, er sei der berühmte Street-Art-Künstler, der seine Identität bislang verbirgt, hielten sich hartnackig. Die "ziemlich lächerlichen" Behauptungen seien in verschiedenen sozialen Netzwerken verbreitet worden, sagte Gannon dem Sender BBC.

Er sei so oft aufgefordert worden, zu belegen, dass er nicht Banksy sei, dass dies seine Fähigkeit behindert habe, politische Arbeit zu verrichten. Deshalb legt er nun sein Mandat nieder. Weshalb Gannon für den weltbekannten Künstler gehalten wurde, blieb unklar. Nun will Gannon statt in der Kommunalpolitik wieder als Künstler tätig sein, wie er es auch in der Vergangenheit schon gewesen war. Banksy sei jedoch sehr willkommen, in der walisischen Stadt Pembroke Dock ein Werk zu hinterlassen, sagte Gannon. "Das würde uns sehr gut tun, gerade unserem Tourismus."

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:32 Uhr

Polizei entdeckt Babyleiche - Ermittlungen gegen zwei Personen

In Hannover ist ein toter Säugling gefunden worden. Die Polizei ermittele gegen einen 22-jährigen Mann und eine 27 Jahre alte Frau, teilten die Beamten mit. Nach Medienberichten wurde die Babyleiche in einer Mülltonne entdeckt. Die Hintergründe sind bisher unklar. Ermittler sicherten am Nachmittag Spuren am Fundort im Stadtteil Misburg-Nord.

16:29 Uhr

Wird Lena Gercke zum zweiten Mal Mama?

Ist Lena Gercke wieder schwanger? Das zumindest berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf Informationen aus dem engsten Umfeld der Moderatorin. Demnach soll das Kind Ende des Jahres zur Welt kommen. Auch RTL zeigt Fotos von Gercke mit einem auffallend gewölbten Bauch am Strand von Ibiza, wo sie gemeinsam mit Partner Dustin Schöne und der ersten gemeinsamen Tochter Zoe Urlaub macht. Auf Gerckes Instagram-Profil sind die Urlaubsfotos bislang so geschnitten, dass ihr Bauch nicht zu sehen ist. Die 34-Jährige hat sich zu den Spekulationen noch nicht geäußert.

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15:58 Uhr

Japan sichtet chinesische und russische Kampfjets bei gemeinsamem Flug

Japan hat seit langem territoriale Streitigkeiten mit China und Russland. Es kommt immer wieder zu Flügen von Militärmaschinen dieser Länder in der Nähe der japanischen Grenzen. Heute haben chinesische und russische Kampfjets nach Angaben des japanischen Verteidigungsministers erneut gemeinsame Flüge in der Nähe Japans ausgeführt - just als sich in dem Land die Staats- und Regierungschefs der USA, Indiens, Australiens und Japans zu einem Gipfel über regionale Sicherheit trafen.

Zwei chinesische Bomber seien zusammen mit zwei russischen Bombern heute vom Japanischen Meer aus zum Ostchinesischen Meer geflogen, sagte Verteidigungsminister Nobuo Kishi in Tokio. Danach seien vier weitere Kampfjets vom Ostchinesischen Meer zum Pazifik geflogen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurde zwar der japanische Luftraum nicht verletzt. Kishi zufolge brachte die japanische Regierung aber ihre "große Besorgnis" gegenüber China und Russland zum Ausdruck. Kishi sagte weiter, ein russisches Spionageflugzeug sei zudem nördlich von Hokkaido zur Halbinsel Noto in Zentraljapan geflogen. Dies sei besonders "provokativ".

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15:31 Uhr

Bischof Bätzing befördert Pastor trotz Belästigungsvorwurfs

Er soll eine evangelische Pfarrerin und eine Gemeindereferentin, beide noch in der Ausbildung, sexuell belästigt haben. Dennoch wird ein Priester vom Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in seinem Bistum zum Bezirksdekan befördert. Dabei habe Bätzing selbst den Mann wegen der Belästigung beider Frauen ermahnt, berichtete die Beilage "Christ & Welt" der Wochenzeitung "Die Zeit". Das Bistum bestätigte demnach sowohl die Vorwürfe gegen den Mann als auch dessen Beförderung.

Bätzing habe beide Frauen angehört und dem Pfarrer "einen förmlichen Tadel" ausgesprochen, erklärte die Limburger Pressestelle nach Angaben von "Christ & Welt". "Bei diesem Tadel handelt es sich um eine Ermahnung und nicht um eine strafrechtliche Maßnahme", erklärte das Bistum demnach. Der Geistliche sei dennoch zu einem von elf Bezirksdekanen ernannt worden. Damit ist der Pfarrer regionaler Vertreter des Bischofs.

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14:56 Uhr

Geldregen in Mainz: 50.000 Euro flattern aus Hochhaus

Wäre es nicht schön, wenn es Geld regnen würde? Für Anwohner eines Hochhauskomplexes in Mainz ist dieser Traum nun in Erfüllung gegangen. Scheine im Wert von mindestens 50.000 Euro flatterten dort aus einem der Gebäude. Wie die Polizei nun mitteilte, haben mehrere Nachbarn aus dem Hochhauskomplex am Montagmittag das "außergewöhnliche Unwetter" gemeldet. Die Anwohner hätten bereits einen fünfstelligen Betrag eingesammelt und der Polizei übergeben. Eine Sprecherin betonte, dass das Einstecken der Banknoten nicht erlaubt ist. Es handele sich um eine Fundunterschlagung, die zu einer Geld- oder Haftstrafe führen könne.

Der Eigentümer der hohen Geldsumme ist noch unbekannt. Sollte der Besitzer sich nicht im Laufe des Tages melden, wird das Geld an das Fundbüro der Stadt Mainz übergeben. Der rechtmäßige Eigentümer kann gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises das Geld abholen. Unklar war laut Polizei, warum die Banknoten aus dem Haus geflogen waren. "Die Vermutungen reichen von eingenähtem Geld in einem Kopfkissen, das versehentlich beim Ausschlagen herausfiel, bis hin zu Geld, das aus einer Straftat stammt", hieß es.

14:32 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

die Spatzen pfeifen bei mir in diesem Frühling wortwörtlich vom Dach - zwei von ihnen haben sich nämlich über dem Fenster meines Büros ein Nest eingerichtet. Mit dieser beruhigenden Geräuschkulisse im Hintergrund darf ich Sie heute durch den Tag begleiten, nachdem meine Kollegin Johanna Ohlau sich in den Feierabend verabschiedet hat. Mein Name ist Lea Verstl und ich freue mich über Ihre Fragen, Anregungen oder Kritik per Mail an: dertag@n-tv.de.

14:30 Uhr

Mann verliert Schlüsselbund bei Handtaschenraub - erkennen Sie ihn wieder?

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So sieht der Schlüsselbund aus.

(Foto: Polizei Gelsenkirchen )

Kennen Sie einen Schalke-Fan mit einem Schlüsselbund, an dem ein Engel und ein blaues Herz hängen? Dann können Sie vielleicht weiterhelfen: Die Polizei Gelsenkirchen sucht nach einem Handtaschenraub nach Hinweisen auf den Besitzer oder die Besitzerin des Schlüsselbunds. Die Tat ereignete sich am Sonntag, 20. März 2022 im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter den Bund bei dem Raub verloren hatte. Neben dem Anhänger vom Fußballverein Schalke 04, Herz und Engel besteht der Bund aus drei silbernen Schlüsseln und hat auch noch einen grauen Filzanhänger. Es wäre schon sehr ungeschickt, wenn es sich tatsächlich um den Schlüsselbund des Täters handelt. Sofern Sie Besitzer (oder Besitzerin) und Polizei zusammenbringen können, melden Sie sich in Gelsenkirchen.

13:54 Uhr

Mehr als 1600 Kinder gelten in Deutschland als vermisst

In Deutschland gelten derzeit mehr als 1600 Kinder unter 14 Jahren als vermisst. Das teilt das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden auf Anfrage mit. In den noch nicht geklärten Fällen seien neben Dauerausreißern auch Kindesentziehungen und unbegleitete Flüchtlingskinder erfasst, die aus ihren Unterkünften verschwunden seien. Die gute Nachricht: Insgesamt sei der Anteil der Kinderschicksale, die auch nach längerer Zeit nicht geklärt werden könnten, sehr gering. Die Aufklärungsquote liege bei etwa 97 Prozent. Mit einem Tag der vermissten Kinder soll am morgigen Mittwoch, 25. Mai, über Möglichkeiten zur Vorsorge informiert werden. In Deutschland wird der Tag seit 2003 unter anderem von der "Initiative Vermisste Kinder" aufgegriffen. Erst vor kurzem hatte der Fall einer Elfjährigen aus Nordbayern für Aufsehen gesorgt, die vermisst gemeldet worden war und einen Tag später in Berlin von der Polizei aufgegriffen wurde. Der älteste noch in der BKA-Datei enthaltene Vermisstenfall eines Kindes stammt aus dem Jahr 1964.

13:33 Uhr

Schirdewan kandidiert als Linken-Chef

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Martin Schirdewan ist seit 2017 Abgeordneter im Europaparlament.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Wer steht künftig an der Spitze der Linken? Mehrere desaströse Wahlschlappen in Folge, ein Skandal um sexuelle Übergriffe, zerstrittene Spitzenpolitikern und unterschiedliche Positionen zum Ukraine-Krieg, Corona und Klimaschutz haben die Partei in eine Existenzkrise gestürzt. Herausführen will sie Martin Schirdewan. Der Linken-Europapolitiker hat seine Kandidatur für den Bundesvorsitz erklärt. Es sei für ihn eine große Ehre, wenn der Parteitag ihn zum Vorsitzenden wähle, sagte Schirdewan nach einer Meldung der ARD. "Die Partei befindet sich in einer schwierigen Phase und ich glaube, dass ich zu dieser Zeit dazu beitragen kann - in einem Team, das vertrauensvoll zusammenarbeitet - die Partei aus dieser Krise zu führen", sagte der 46-Jährige dem Sender. Wichtig sei ein Profil als moderne sozialistische Gerechtigkeitspartei und eine programmatische Erneuerung. Janine Wissler möchte Co-Chefin der Linkspartei bleiben und weitere Konkurrenz um die Parteispitze ist wahrscheinlich.

Wer Martin Schirdewan ist: Er wurde 1975 in Ost-Berlin geboren und arbeitete unter anderem als Journalist. Er ist seit 2017 Abgeordneter im Europaparlament und inzwischen Co-Fraktionschef der Linken dort. Wahrscheinlich muss er auf dem Parteitag Ende Juni gegen den Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann antreten, der sich ebenfalls um den Vorsitz bewirbt. Möglich sind weitere Kandidaturen.

13:00 Uhr
Breaking News

Lauterbach zu Affenpocken: "Nicht der Beginn einer neuen Pandemie"

Gesundheitsminister Karl Lauterbach betont, dass das Auftreten der Affenpocken derzeit nicht den Beginn einer neuen Pandemie bedeutet. Dennoch sei noch unklar, so der SPD-Politiker, warum der aktuelle Ausbruch anders verläuft als in der Vergangenheit.

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12:16 Uhr

Kreml-Kritiker Nawalny muss in Strafkolonie mit härteren Bedingungen

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Seit Januar 2021 ist mit Nawalny einer der schärfsten Kritiker in Haft.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Erwarteter, aber trotzdem bitterer Rückschlag in einem als politisch motiviert kritisierten Prozess gegen Kreml-Kritiker Alexej Nawalny: Ein russisches Gericht hat die Berufung gegen eine neunjährige Haftstrafe zurückgewiesen. Das Urteil vom 22. März gelte unverändert und trete mit sofortiger Wirkung in Kraft, sagte ein Richter in Moskau. Dies bedeutet eine Verlegung Nawalnys in eine Strafkolonie mit deutlich härteren Haftbedingungen. Nawalny war im März wegen des Vorwurfs der Veruntreuung sowie Missachtung des Gerichts zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

Per Videoschalte aus der Haftanstalt nahm Nawalny an dem Gerichtstermin teil. Die Urteilsverkündung verfolgte er mit mürrischem Gesicht und nahm kein Blatt vor den Mund, als er sich zum Ende des Verfahrens ein letztes Mal äußern durfte: "Ich verachte Euer Gericht, Euer System", sagte er, der Prozess habe "keinen Sinn". "Natürlich habe ich keine Lust, in einer Zelle zu stecken", sagte er. "Ich würde lieber meine Kinder aufwachsen sehen." Er rief die Menschen auf, "keine Angst zu haben". Angst zu haben, sei ein "Verbrechen an unserer Zukunft", fügte er hinzu.

11:43 Uhr

Dieses Gebäude wird bei Google Street View am häufigsten "besucht"

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Nicht nur mit Autos, sondern auch mal mit Rucksack wird die Welt abgefilmt.

(Foto: picture alliance / newscom)

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Der Wolkenkratzer Burdsch Chalifa in Dubai.

(Foto: picture alliance / Global Travel Images)

Zeit für etwas digitales Sightseeing! Welche Sehenswürdigkeit würden Sie sich im Netz ansehen? Die meisten Menschen haben sich wohl für den Burdsch Chalifa in Dubai entschieden. Zumindest ist das höchste Bauwerk der Welt nach Angaben des Google-Dienstes Street View die am häufigsten aufgerufene Sehenswürdigkeit. Das gab das US-Unternehmen anlässlich des 15. Jahrestags seit der Gründung des Online-Dienstes bekannt. Auf Platz 2 folgt - und das ist weniger überraschend - der Eiffelturm in Paris und auf Platz 3 Indiens Tadsch Mahal. Und bei den Ländern? Da hat Indonesien vor den USA und Japan die Nase vorn, was Aufrufe angeht. Doch selbst mit Blick auf Europa ist Deutschland weder an einem bestimmten Ort noch als Land wohl besonders vielen Menschen eine digitale Reise wert: Spanien, Italien und Frankreich treffen hier auf dem Kontinent auf das größte Interesse.

Seit der Gründung von Google Street View 2007 und ersten Testversuchen auf dem Campus des Unternehmens in Kalifornien ist einiges passiert: Inzwischen verfügt der Dienst nach eigenen Angaben über 220 Milliarden Aufnahmen. Für sie wurden in rund einhundert Ländern mehr als 16 Millionen Kilometer zurückgelegt. Dabei haben die Kameras so einige kuriose Aufnahmen eingefangen: Taucher in voller Montur, die hinter dem Street-View-Auto her eilen, Menschen mit merkwürdigen Verkleidungen oder Masken am Straßenrand, Streithähne in Aktion, ungewollte Nacktfotos, Affen bei einer Art Pool-Session und noch viele mehr. Je nach den Aufnahmeorten kamen neben Autos auch Rucksäcke, Schiffe, Motorroller, Fahrräder und Motorschlitten zum Einsatz. Sogar ein Kamel hat schon mitgewirkt.

11:09 Uhr
Breaking News

STIKO empfiehlt einmalige Corona-Impfung für alle Fünf- bis Elfjährigen

In Deutschland dürfte nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission inzwischen der überwiegende Teil der Kinder eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Die STIKO empfiehlt deshalb nun allen Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren zunächst nur eine Covid-19-Impfstoffdosis, wie das beim Robert-Koch-Institut ansässige Gremium mitteilt. Bisher gab es keine generelle Impfempfehlung für diese Altersgruppe, sondern nur für Kinder mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikopersonen. Eltern steht aber frei, ihre Kinder trotzdem impfen zu lassen. Nach Angaben der STIKO soll die Impfung vorzugsweise mit dem Vakzin von Biontech für diese Altersgruppe erfolgen, alternativ ist auch eine Kinderdosis von Moderna ab sechs Jahren möglich.

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10:54 Uhr

"Um Himmels Willen"-Schauspieler Horst Sachtleben ist tot

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Horst Sachtleben im Jahr 2018.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Rolle des Bischofs Rossbauer in der ARD-Serie "Um Himmels Willen" an der Seite von Fritz Wepper gehörte sicherlich zu seinen bekanntesten Rollen: Nun ist Schauspieler Horst Sachtleben im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilt seine Agentur unter Berufung auf Sachtlebens Ehefrau Pia Hänggi mit. Im Zuge der Corona-Pandemie zog sich Sachtleben aus dem Schauspielberuf zurück. "Die ganzen Vorschriften und die Angst vor Ansteckung haben mir den Entschluss erleichtert", sagte er der Deutschen Presse-Agentur anlässlich seines 90. Geburtstages im September 2020. "Ich hatte ein gutes Leben und versuche, die Zeit, die mir noch bleibt, voll zu nutzen und zu genießen", sagte er damals. Der gebürtige Berliner war 47 Jahre lang mit der Schauspielerin Pia Hänggi verheiratet und lebte in der Nähe von München. Sachtleben studierte laut seiner Agentur Theaterwissenschaften in Berlin und nahm parallel Schauspielunterricht. Es folgten Engagements an deutschsprachigen Bühnen wie in Berlin, Zürich, Bonn und München.

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Janina Hartwig als Schwester Hanna Jakobi, Horst Sachtleben als Bischof Rossbauer und Fritz Wepper als Wolfgang Wöller bei einem Dreh für "Um Himmels Willen". (von links)

(Foto: picture alliance / dpa)

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10:24 Uhr

Regionalzug erfasst Linienbus - mehrere Verletzte

Schwerer Unfall mit mehreren Verletzten in Baden-Württemberg: An einem Bahnübergang im Donau-Alb-Kreis ist ein Regionalzug mit einem Linienbus zusammengekracht. Der Bus fing Feuer und brannte vollständig aus. Nach Angaben des SWR wurden mehrere Menschen verletzt. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar. Der Unfall ereignete sich laut dem SWR gegen 8:30 Uhr im Blausteiner Teilort Arnegg nahe der B28. Die "Bild"-Zeitung berichtete, der Zug sei teilweise aus den Schienen gesprungen.

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10:11 Uhr

Österreich hebt Maskenpflicht vorübergehend fast überall auf

Unser Nachbarland Österreich hebt die Maskenpflicht während der Sommermonate weitgehend auf. Derzeit müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten noch FFP2-Masken getragen werden. Diese Regel werde ab 1. Juni für vorläufig drei Monate ausgesetzt, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch von den Grünen in Wien. In Krankenhäusern und Altersheimen wird die Maskenpflicht weiterhin gelten. "Jetzt verschafft die Pandemie uns eine Atempause", sagte Rauch. Er machte jedoch klar, dass die Maskenpflicht wieder eingesetzt wird, wenn die Ansteckungen im Herbst wie erwartet erneut ansteigen.

09:45 Uhr

Letzte Telefonzelle abgebaut - in New York City endet eine Ära

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So sahen die Telefonzellen in New York aus.

(Foto: picture alliance / Johannes Schmitt-Tegge/dpa)

In New York City endet eine Ära - die der Telefonzellen. Das letzte der mal 8000 Münztelefone der Stadt gehört der Vergangenheit an. Sie stand an der Ecke 7th Avenue und 50 in der US-Metropole. An Stellen, wo früher Telefonzellen standen, gibt es aber ein bisschen Trost und eine schöne Nachricht für alle, die sich im digitalen Zeitalter wohler fühlen: öffentliche WLAN-Hotspots. Falls Sie sich den Moment noch mal ansehen wollen, ist er bei Twitter festgehalten:

Für die letzte Telefonzelle in New York City geht es übrigens nicht zum Schrottplatz, sondern ins Museum. Dort wird sie Teil der Ausstellung "Analoge Stadt". Und ja, das ist inzwischen wirklich eher Geschichte als Gegenwart. Fragen doch auch in Deutschland immer wieder Kinder ihre Eltern nach den für sie sonderbaren Häuschen auf dem Gehweg (sofern sie dort überhaupt noch stehen und nicht nur noch ein kleines Dach mit Telefon sind). Bis in Deutschland die letzte Telefonzelle abgebaut wird, dürfte es aber noch etwas dauern: Momentan stehen noch weit mehr als 10.000 Telefonzellen in der Bundesrepublik verteilt herum. Wann haben Sie zum letzten Mal eine Telefonzelle benutzt? Stehen Sie noch an vielen Stellen, weil wir in Deutschland wirklich sehr langsam sind, was die Digitalisierung angeht oder sind wir schlicht ein nostalgisches Völkchen? Schreiben Sie mir gerne an dertag@n-tv.de.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Arbeitnehmer gehen etwas früher und mit mehr Geld in Rente

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Den Lebensabend hoffen wir alle möglichst genießen zu können.

(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

Für mich noch ziemlich weit weg, aber für rund 1,5 Millionen Menschen 2021 eingetreten: das Rentenalter. Und das kam im Durchschnitt früher und mit höheren Bezügen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als in den Vorjahren. Wie die "Bild" unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung berichtete, gingen 2021 insgesamt 1,435 Millionen Beschäftigte in Rente. Im Schnitt wechselten Männer mit 64,05 Jahren in Altersrente. Im Jahr 2020 lag das Renteneintrittsalter noch bei 64,07 Jahren. Frauen gingen mit 64,18 Jahren in Altersrente - gegenüber 64,24 im Vorjahr. An Altersrenten erhielten Männer 1204 Euro (2020: 1171) netto und Frauen 856 Euro (2020: 827). Die höchsten Durchschnittsrenten bekamen Senioren, die mit der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren ("Rente mit 63") aus dem Berufsleben ausschieden.

07:47 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

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Mich persönlich zieht es in ein paar Wochen in die Sächsische Schweiz.

(Foto: picture alliance/dpa)

wann waren Sie zuletzt mal so richtig in der Natur? Eine gute Gelegenheit bieten Nationalparks. Die ersten in Europa gibt es seit 1909, als Schweden neun Gebiete auswies und damit unter Schutz stellte. Warum der kleine Exkurs? Das Ganze geschah am 24. Mai. Seit vielen Jahren wird deshalb an dem Tag europaweit der "Tag der Parke" gefeiert. Bei etwas "Angeber-Wissen" soll es nicht bleiben. Hier der Überblick über die wichtigsten Termine des Tages:

  • CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen starten Sondierungen
  • Scholz beendet Afrika-Reise in Südafrika
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg werden am Dienstag beim zweiten Tag des Weltwirtschaftsforums in Davos erwartet.
  • Arbeitsminister der G7 treffen sich in Wolfsburg
  • US-Präsident Joe Biden nimmt in Tokio an einem Gipfeltreffen mit Verbündeten im Indopazifik-Raum teil.
  • Nach 13 Jahren Bauzeit können heute erstmals Passagiere die neue Londoner U-Bahn-Linie Elizabeth Line nutzen.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie durch die kommenden Stunden. Falls Sie Fragen oder Hinweise haben, erreichen Sie mich hier: dertag@n-tv.de.

07:30 Uhr

"Bilder des Grauens" - Datenleak belegt Misshandlungen von Uiguren in China

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Bei Protesten wie hier in der Türkei halten Menschen Bilder von vermissten Familienmitgliedern hoch und skandieren "China Stop Genocide" ("China, stoppe den Genozid").

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwangssterilisierungen, Zwangsarbeit, Umerziehung und Folter: Die Regierung in Peking wird schon länger beschuldigt, mehr als eine Million Uiguren und andere muslimische Minderheiten in der Region im äußersten Westen des Landes in "Umerziehungslagern" interniert zu haben. Beweise zu sammeln, ist schwierig, aber ein internationales Medienkonsortium veröffentlicht jetzt kurz vor dem Besuch der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet in Xinjiang Belege für die massenhafte Internierung von Uiguren in China. Fotos, Reden und Behördenweisungen aus einem Datenleak bewiesen, dass es sich bei den Lagern nicht, wie von der chinesischen Regierung behauptet, um "berufliche Fortbildungseinrichtungen" handele, wie der an der Recherche beteiligte Bayerische Rundfunk und "Spiegel" erklären.

So finde sich in dem Datensatz eine bislang unbekannte Rede des ehemaligen Parteichefs der Region Xinjiang aus dem Jahr 2017, in der es heißt, jeder Gefangene, der auch nur versuche, ein paar Schritte weit zu entkommen, sei "zu erschießen". Auf Bildern seien Sicherheitskräfte mit Sturmgewehren zu sehen. Ein Foto zeige zudem einen Häftling in einem sogenannten Tigerstuhl - einer Foltervorrichtung, bei der die Beine überdehnt werden. Der Vorsitzende der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu China, Reinhard Bütikofer von den Grünen, fordert BR und "Spiegel" gegenüber neue Sanktionen gegen China. Die "Bilder des Grauens" müssten dazu führen, dass die Europäische Union klar Stellung beziehe.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:04 Uhr

Umfrage: Nur jeder Vierte gegen Tempolimits auf Autobahnen

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220 Kilometer pro Stunde? Die wären mit einem Tempolimit auf Autobahnen Geschichte.

Keine freie Fahrt mehr auf Autobahnen? Die Vorstellung ruft offenbar bei weniger Menschen Ärger hervor, als man annehmen könnte: Nur knapp jeder vierte Einwohner in Deutschland lehnt einer Umfrage zufolge ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen generell ab. Das geht aus einer Erhebung im Auftrag des Fahrzeugportals Mobile.de hervor. Demnach sprachen sich 24 Prozent der Befragten gegen ein allgemeines Tempolimit aus.

Rund 69 Prozent können sich für ein Tempolimit erwärmen - allerdings mit unterschiedlichen Vorstellungen über die Höhe der Begrenzung: Konkret sprach sich auf die Frage, welche allgemeine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen gelten sollte, 1 Prozent der Befragten für weniger als 100 Kilometer pro Stunde aus. 6 Prozent plädierten für 100 Kilometer pro Stunde und 15 Prozent für 120. Eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde wählten 26 Prozent, für 140 wären 8 Prozent und für 160 km/h 9 Prozent der Befragten. Die Umfrage wurde von Yougov durchgeführt. 2019 Personen nahmen daran teil, darunter 1558 Autofahrer.

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06:39 Uhr

Kourtney Kardashian ändert ihren Namen auf Instagram

Ja sagen kann man immer wieder: Kourtney Kardashian (l) und Travis Barker sind in Heiratslaune.

Sagen gleich mehrmals "Ja": Kourtney Kardashian und Travis Barker.

(Foto: Jae C. Hong/Invision/dpa)

Kourtney Kardashian heißt wohl zukünftig Kourtney Kardashian Barker: Zumindest auf Instagram stellt sich der Reality-Star mit verändertem Namen vor. Am Wochenende hatten sich die 43-Jährige und der Musiker Travis Barker Medienberichten zufolge im italienischen Portofino noch einmal das Jawort gegeben. Bereits im April hatten die Unternehmerin und der Blink-182-Schlagzeuger bei einer nächtlichen Blitzhochzeit in Las Vegas geheiratet - allerdings ohne offizielle Papiere, wie Kardashian damals erklärte. Die standesamtliche Trauung fand dann vor rund einer Woche im kalifornischen Santa Barbara statt.

06:16 Uhr

RKI meldet 64.437 neue Corona-Fälle - Inzidenz bei 307,2

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 307,2 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 312,1 gelegen (Vorwoche: 437,6, Vormonat: 807,0). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 64.437 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 86.252 registrierte Ansteckungen) und 159 Todesfälle (Vorwoche: 215) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

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