Dienstag, 06. April 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:25 Uhr

Das war Dienstag, der 6. April 2021

Liebe Leserinnen und Leser, haben Sie auch das Gefühl, dass der Frühling dieses Jahr ausfällt? Frostige Temperaturen, eiskalter Wind, Regen, Hagel, Schnee… Heute war alles dabei. Der einzige Vorteil - wenn das Wetter so miserabel bleibt, sitzen alle zu Hause und der Corona-Lockdown muss nicht verschärft werden. Apropos Corona, hier finden Sie unseren Pandemie-Liveticker.

Und hier die Schlagzeilen des Tages:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:07 Uhr

Iranisches Schiff im Roten Meer nach Minenexplosion beschädigt

Ein iranisches Schiff ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim auf eine Mine im Roten Meer gelaufen und durch die Explosion beschädigt worden. Laut Tasnim handelt es sich um das Schiff "Iran-Saviz", dessen Aufgabe es sei, iranische Handelsschiffe im Roten Meer zu eskortieren. Laut der US-Website Globalsecurity.org wird der beschädigte Frachter von der Marine der Iranischen Revolutionsgarden als Tender eingesetzt.

21:40 Uhr

Kim Kardashian ist jetzt Milliardärin

Reality-TV-Star Kim Kardashian ist jetzt Milliardärin. Das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" nahm die 40-jährige Unternehmerin in seine Milliardärs-Liste auf. Der Reichtum stammt demnach von Kardashians Kosmetik-Unternehmen KKW Beauty, ihrer Bekleidungsmarke Skims, der Reality-TV-Serie "Keeping Up with the Kardashians", Werbeeinnahmen und Investitionen.

Betrug Kardashians Vermögen laut "Forbes" im vergangenen Oktober noch 780 Millionen Dollar (mehr als 660 Millionen Euro), stieg es nun auf rund eine Milliarde Dollar an.

21:04 Uhr

Mann überfällt Bank - mit "hässlicher Krawatte" und Schusswaffe

Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Doch es gibt ja Klamotten und Muster, die objektiv hässlich sind. Eine Krawatte, die ein Räuber bei einem Banküberfall im südosthessischen Bad Soden-Salmünster heute trug, gehört offenbar zu dieser Kategorie - auffällig gemustert im Stil der 80er Jahre. Zum Look des etwa 20-Jährigen gehörte auch eine Schusswaffe, mit der er die Kassiererin bedrohte. Er ließ sich eine unbekannte Summe von Bargeld aushändigen und floh, wie die Polizei mitteilte. "Der hat das geschickt gemacht: Alle haben sich auf die hässliche Krawatte fokussiert und nicht auf sein Gesicht geachtet", sagte ein Polizeisprecher.

21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:35 Uhr

Riesen-Schildkröte trainiert Muskeln mit Rollbrett

Mit Hilfe täglicher Physiotherapie auf einem Rollbrett soll es einer schulterkranken Schildkröte aus dem Zoo in Gelsenkirchen bald besser gehen. Für das Training wird die mehr als 100 Kilo schwere Spornschildkröte Helmuth von zwei Mitarbeitern auf ein Brett mit vier Rollen gesetzt, wie eine Sprecherin der Zoom Erlebniswelt schilderte. Auf glattem Untergrund könne Helmuth sich dann durch Bewegungen seiner vier Beine vorwärts bewegen und verharre nicht länger in der Schonhaltung, die er aufgrund von Gelenkproblemen eingenommen hatte.

Schmerzen in der Schulter hatten dazu geführt, dass das Tier seinen Panzer nicht mehr richtig hochstemmen konnte. Mit dem Brett habe Helmuth nun nicht mehr die Last seines Körpers zu schleppen und könne trotzdem die Bein-Muskulatur weiter trainieren. 

Die Schildkröte war in der vergangenen Woche in einer Tierklinik in Telgte im Münsterland im Computertomographen untersucht worden. Röntgenstrahlen hatten nicht ausgereicht, den dicken Panzer zu durchleuchten. In der Röhre, in der normalerweise Pferde untersucht werden, stellten die Tiermediziner Veränderungen an den Schultergelenken fest.

20:23 Uhr

Vermisste 16-Jährige aus Celle in Frankreich aufgetaucht

Vor zwei Wochen verschwand die 16-jährige Isabella aus Celle spurlos. Die Ermittler vermuteten das Schlimmste. Doch nun ist das Mädchen wieder aufgetaucht!

Ein Aufruf auf Facebook führte zu einem konkreten Hinweis: In Frankreich wurde heute ein Mädchen angetroffen, bei dem es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Isabella handelt, teilte die Polizei Celle mit. Die genauen Umstände ihres Verschwindens sind nun Bestandteil weiterer Ermittlungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
19:05 Uhr

Floyd-Prozess: Schlüsselzeuge verweigert die Aussage

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Morries Hall saß neben George Floyd im Auto, kurz bevor der 46-Jährige getötet wurde.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Im Prozess um den gewaltsamen Tod von George Floyd verweigert ein Schlüsselzeuge die Aussage. Die Anwältin von Morries Hall, der vor Floyds Tod neben dem 46-Jährigen im Auto gesessen hatte, sagte vor dem Gericht in Minneapolis, ihr Mandant wolle von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen, weil er sich sonst selbst belasten könnte. Grund ist die Frage, ob der Mann Floyd Drogen gegeben oder verkauft hatte.

Der Anwalt des angeklagten Ex-Polizisten Dereck Chauvin bestätigte, dass er Hall diese Frage stellen wolle. Halls Anwältin sagte deswegen, sollte eine Überdosis als Grund für Floyds Tod festgehalten werden, könnte dies strafrechtliche Konsequenzen für ihren Mandanten haben. Hall war per Video zugeschaltet. Er sitzt derzeit wegen anderer Vorwürfe in Haft.

18:30 Uhr

Jugendliche fahren mit Rollern in ICE-Tunnel

Dumm und gefährlich: Im hessischen Schwalm-Eder-Kreis sind mehrere Jugendliche mit Kleinkrafträdern und Motorrollern in einen Tunnel einer ICE-Strecke gefahren.

  • Bei der Polizei gingen am Sonntag mehrere Anrufe ein, dass Jugendliche den Tunnel bei Morschen-Wichte befahren und wieder verlassen haben. Der Tunnel ist Teil der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Würzburg.
  • Die Strecke wurde für rund eine Stunde gesperrt. Bundespolizisten und ein Notfallmanager der Deutschen Bahn suchten den Tunnel ab. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei war im Einsatz.
  • Die Suche nach den Jugendlichen blieb erfolglos. Die Bundespolizei in Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen.
17:43 Uhr

Promi-Kosmetikerin am Ku'damm ermordet

In ihrem Beauty-Salon behandelte sie Promis wie Sophia Vegas, Micaela Schäfer, Djamila Rowe oder Tatjana Gsell. Nun ist Oksana Romberg tot. Die Leiche der bekannten Kosmetikerin wurde am Donnerstag in ihrer Wohnung am Kurfürstendamm in Berlin gefunden, nachdem ihre Kollegen die Polizei alarmierten, weil die 50-Jährige nicht zur Arbeit erschienen war.

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Oksana Romberg wurde am Gründonnerstag tot in ihrer Wohnung gefunden.

(Foto: Polizei Berlin)

Die Auffindesituation deutete auf ein Tötungsdelikt hin. Die Obduktion ergab nun tödliche Verletzungen an Kopf und Oberkörper.

Romberg war Inhaberin eines Kosmetikstudios am Walter-Benjamin-Platz. Am Mittwoch begab sie sich laut Polizei nach 18 Uhr von dort aus zu Fuß auf den Weg nach Hause, für den sie knapp zwei Minuten benötigt. Seitdem hat sie niemand mehr gesehen.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

17:02 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:43 Uhr

"Harry Potter"-Schauspieler Paul Ritter stirbt mit 54 Jahren

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Paul Ritter ist im Alter von nur 54 Jahren gestorben.

(Foto: imago images/PA Images)

Paul Ritter ist tot. Der Manager des britischen Schauspielers habe dem "Guardian" bestätigt, dass Ritter im Alter von 54 Jahren an den Folgen eines Gehirntumors verstorben sei.

In Großbritannien war Ritter besonders für seine Rolle des Vaters Martin in der Sitcom "Friday Night Dinner" bekannt, er war aber auch in zahlreichen anderen Produktionen zu sehen, darunter in Blockbustern wie "James Bond 007: Ein Quantum Trost" oder "Harry Potter und der Halbblutprinz". Zuletzt stellte er in der vielgelobten HBO-Miniserie "Chernobyl" den Anatoli Djatlow dar.

16:19 Uhr

Raser muss nach tödlichem Unfall dreieinhalb Jahr in Haft

Wegen eines tödlichen Raserunfalls bei mehr als 230 Stundenkilometern auf der Autobahn ist ein 24-Jähriger zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte mit seinem Sportwagen auf der Überholspur der A9 einen anderen Autofahrer von hinten gerammt und getötet. Der 22-Jährige am Steuer des anderen Wagens starb binnen kürzester Zeit.

Das Landgericht Ingolstadt sprach den Angeklagten wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens schuldig. Ursprünglich war der 24-Jährige auch wegen Totschlags angeklagt. Doch der sogenannte bedingte Tötungsvorsatz sei ihm nicht nachzuweisen, sagte der Vorsitzende Richter Konrad Kliegl. Deswegen wurde dieser Vorwurf fallen gelassen.

Der Angeklagte hatte seinen Sportwagen auf 575 PS und ein Maximaltempo von 350 Stundenkilometern getunt und hätte mit solch einem Rennwagen nicht auf öffentlichen Straßen fahren dürfen. An der Unfallstelle hätte er bei dem Unfall im Oktober 2019 maximal Tempo 100 fahren dürfen, er war tatsächlich mit 232 Stundenkilometern unterwegs.

15:34 Uhr

Zwölf deutsche Touristen in Istanbul getötet - 328 Jahre Haft für vier Männer

Im Januar 2016 hatte sich ein Selbstmordattentäter vor der berühmten Blauen Moschee inmitten einer deutschen Reisegruppe in die Luft gesprengt. Er riss zwölf deutsche Touristen in den Tod, 16 weitere Menschen wurden verletzt.

Mehr als fünf Jahre nach dem Anschlag sind vier Angeklagte zu je 328 Jahren und vier Monaten Haft wegen Mordes verurteilt. Achtzehn weitere Verdächtige wurden freigesprochen.

15:02 Uhr

Rechte "Gruppe S." hatte 27 Waffen - und wollte noch mehr

Am 13. April beginnt in Stuttgart der Prozess gegen zwölf Mitglieder und Unterstützer der mutmaßlichen rechten Terrorgruppe "Gruppe S.". Die Terrorzelle soll laut Bundesanwaltschaft Anschläge auf Moscheen geplant haben, um den politischen Umsturz einzuleiten. Außerdem wollte die Gruppe "Mitglieder des Deutschen Bundestages liquidieren, prominente Politiker umbringen und dadurch eine Art Chaos in der Republik erzeugen, Angst und Schrecken erzeugen", sagte der Grünen-Politiker Cem Özdemir in einem ZDF-Interview. Sie unterhielten sich auch über einen Anschlag auf das Reichstagsgebäude.

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Die "Gruppe S." erwägte einen Anschlag auf das Reichstagsgebäude.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für die Anschläge wollte die Gruppe laut Ralf Michelfelder, Präsident des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, Kriegswaffen besorgen. Demnach wollte der als Rädelsführer angeklagte Werner S. ein Kalaschnikow-Sturmgewehr mit 2000 Schuss Munition, eine Maschinenpistole sowie Handgranaten erwerben. Die mutmaßlichen Rechtsterroristen verfügten einem ZDF-Bericht zufolge bereits über 27 erlaubnispflichtige Waffen, vor allem Pistolen der russischen Hersteller Makarow und Tokarew.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:36 Uhr

Schichtwechsel

Trotz des schlechten Wetters freut sich Sabine Oelmann auf ihren wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Los geht's!

14:29 Uhr

Feiern wie in Israel, wann?

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Konzertbesuche gehören in Israel wieder zur Normalität.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Bilder wie aus einer anderen Welt: In den Cafés am Rothschild-Boulevard in Tel Aviv sitzen Hunderte von Gästen dicht an dicht gedrängt. Eine Schutzmaske trägt keiner. Es wirkt fast, als habe es das Coronavirus nie gegeben. Und in der Tat sind die Infektionszahlen in Israel knapp vier Monate nach Beginn der rasanten Impfkampagne dramatisch gefallen. Große Krankenhäuser in dem Land haben ihre Corona-Intensivstationen bereits geschlossen. Dabei war das kleine Mittelmeerland bis vor kurzem noch als Hochinzidenzgebiet eingestuft, und die Corona-Fallzahlen waren zu Jahresbeginn im Vergleich zu Deutschland deutlich höher. Mit massivem Einsatz und viel Pragmatismus ist es dem Land gelungen, bisher rund 57 Prozent seiner mehr als neun Millionen Einwohner eine Erstimpfung zu verabreichen. Fast alle über 70-Jährigen und mehr als 70 Prozent der über 30-Jährigen sind vollständig geimpft. Eine klare Mehrheit der Einwohner hat einen Grünen Pass, der Geimpften und Genesenen neue Freiheiten ermöglicht.

Die sinkenden Fallzahlen sprechen für die Wirksamkeit der Impfkampagne, die zu den erfolgreichsten weltweit zählt: Am Dienstag teilte das Gesundheitsministerium mit, nur 375 neue Fälle seien in den vergangenen 24 Stunden gemeldet worden. Nur 0,7 Prozent von mehr als 55.500 Tests fielen positiv aus. Zum Vergleich: Mitte Januar hatte der Höchststand noch bei mehr als 10.000 Fällen am Tag gelegen, im September hatte der Anteil der positiven Tests einen Höchststand von mehr als 15 Prozent erreicht.

Im Ichilov-Krankenhaus habe es erstmals seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr keine einzige neue Corona-Einweisung in der Klinik gegeben und niemand müsse mehr wegen einer Corona-Infektion beatmet werden. Es gab keine neuen Todesfälle. "Großartig!" schreibt das Krankenhaus aus Facebook.

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Wann wird es bei uns so weit sein?

13:46 Uhr

Brüggemanns nächtliche Einfälle

Kleiner Buchtipp für die nächsten kalten Tage und für alle, die nicht im Saarland oder Portugal oder Mallorca leben und daher noch viel Zeit auf dem eigenen Sofa haben werden: "Trennungsroman", ein nächtlicher Einfall von Schauspielerin und Drehbuchautorin Anna Brüggemann. Sie fragt sich: Warum trennen sich so viele Paare nach so vielen Jahren in ihren Endzwanzigern, Anfangsdreißigern? Autobiografisch sei das Buch überhaupt nicht, sagt sie, sie hätte nie so eine Beziehung, wie sie in dem Buch beschrieben wird, gehabt.

Brüggemann erzählt die Geschichte von Thomas und Eva, beide Anfang 30 und seit acht Jahren ein Paar. Als Eva von einem Forschungsaufenthalt aus Paris wiederkommt, könnte man eigentlich den nächsten Schritt machen, heiraten, Familie starten und so weiter. Aber Thomas ist sich nicht mehr so sicher, er traut sich selbst nicht über den Weg. Ist es nicht unerhört, einen so guten Menschen wie Eva zu verlassen? Und ist sexuelle Anziehung nicht sowieso überbewertet? Eva kann das schwankende Verhalten von Thomas nicht deuten, sehnt sich nach Klarheit und wird dabei immer unnahbarer. Beide ringen um eine Liebe, die zu verschwinden droht.

Lesen! Handeln! Wir haben schließlich schon genug Stress!

13:04 Uhr

Myanmar: "Das Blut ist nicht getrocknet"

Aus Protest gegen das brutale Vorgehen der Militärjunta in Myanmar haben Demokratie-Verfechter am Dienstag mehrere Straßen, Bürgersteige und Bushaltestellen in Yangon mit roter Farbe bespritzt. Bereits früh am Dienstagmorgen machten sie sich in der größten Stadt des Landes dazu auf, Farbbeutel zu werfen oder Botschaften in roter Schrift an Wände zu sprühen.

"Das Blut ist nicht getrocknet", war an einer Stelle zu lesen. Gleichzeitig riefen mehrere Gruppen mit Flugblättern dazu auf, das Wasserfest zu boykottieren, mit dem kommende Woche das buddhistische Neujahr gefeiert werden soll. Damit solle ein Zeichen des Mitgefühls gesetzt werden mit den Familien derjenigen, die vom Militär umgebracht worden seien. Etwa 570 Menschen wurden nach Angaben von Bürgerrechtlern bei den Unruhen seit dem Militärputsch am 1. Februar getötet. Tausende wurden festgenommen.

Trotz des harten Vorgehens der Sicherheitskräfte kommt es täglich zu neuen Protesten. Für Mittwoch wurde dazu aufgerufen, in China hergestellte Waren zu verbrennen. Viele Demonstranten werfen der Führung in Peking vor, die Militärjunta in Myanmar zu unterstützen.

12:53 Uhr

Lil Nas X: "Ich hoffe, meine Hater sind traurig"

"Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr" - gilt nicht für alle. Schon gar nicht für US-Rapper Lil Nas X, der seinen zweiten Song an die Spitze der US-Charts gebracht hat - und sich dafür kräftig feiert, inklusive Seitenhieb gegen Nicht-Fans. "Ich hoffe, meine Hater sind traurig", schreibt er auf Twitter. Das Stück "Montero (Call Me By Your Name)" stieg laut "Billboard" direkt auf Platz eins ein. In einem Video gratuliert er seinem Zukunfts-Ich zum Erfolg: "Ich bin stolz auf dich", sagt Lil Nas X, der bürgerlich Montero Lamar Hill heißt, in dem Video. "Du verdienst alle guten Dinge, die gerade passieren."

Als einer von wenigen Rappern sprach Lil Nas X 2019 erstmals öffentlich über seine Homosexualität. Auch in "Montero" geht es um schwule Liebe: In dem dazugehörigen Musikvideo wird Lil Nas X aus dem Garten Eden und vor Gericht geführt. Schließlich landet er über eine lange Poledance-Stange in der Hölle, wo er den Teufel verführt. Das Video wurde innerhalb kurzer Zeit millionenfach geklickt. Seinen Durchbruch hatte der Rapper 2019 mit "Old Town Road". Zu dieser Zeit hätten ihn private Probleme und Suizidgedanken beschäftigt, wie er im Februar berichtete. Dieses Jahr will Lil Nas X sein Debütalbum veröffentlichen.

12:29 Uhr
12:07 Uhr

Techniker aus Windrad gerettet

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Das ist hoch, sehr hoch.

(Foto: imago images/Jochen Tack)

Auf der Autobahn überholt man die Schwertransporter, die die Einzelteile für Windkrafträder transportieren. So bekommt man einen ungefähren Eindruck, wie riesig so ein Windrad, das wir meist nur am Horizont sehen, sein muss. Aus 95 Metern Höhe wurde am Montagabend ein schwer verletzter Arbeiter abgeseilt. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der 31 Jahre alte Techniker bei Arbeiten an der Windkraftanlage in Hückeswagen in Nordrhein-Westfalen einen Stromschlag erlitten, so ein Polizeisprecher. "Die Ursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Auch ein Blitzeinschlag steht im Raum."

Zuvor hatten mehrere Medien über die durch Wind und Schneefall erschwerte Rettungsaktion berichtet. Der verletzte Arbeiter wurde nach gut vierstündigem Einsatz mit einem Bundeswehr-Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen. Aufgrund der engen räumlichen Verhältnisse war die Rettungsaktion sehr aufwendig, der Arbeitskollege des 31-jährigen Schwerverletzen erlitt einen Schock, blieb ansonsten aber unverletzt.

11:52 Uhr

Arktische Kältekeule erwischt uns

Björn Alexander, unser Mann fürs Wetter, hat nochmal den Finger in den Wind gehalten und verrät, ob Sie bereits die Primeln eintopfen dürfen, den Pelz von Oma doch wieder aus dem Keller holen sollten und was dieses Wischi-Waschi-Wetter, vor dem wir ja nur in Richtung Mallorca fliehen könnten, alles mit uns macht.

Ja, es wird noch einmal richtig weihnachtlich so kurz nach Ostern, die arktische Kältekeule hat uns voll erwischt, zumindest nachts. Wir dürfen uns auf Frost oder Bodenfrost freuen. Am kältesten ist es im Bergland mit Tiefstwerten um die -6 bis -15 Grad, zum Teil wird es noch kälter. Okay, da sind wir gerade recht selten, aber auf der Zugspitze (knapp 3000 Meter hoch) kann das Thermometer auf -20 Grad fallen. Der April 2021 ist damit ähnlich kalt wie der vergangene Dezember, die gefühlte Temperatur liegt sogar noch deutlich darunter.

Durch den teilweise stürmischen Wind wird die Körperwärme wesentlich rascher weggeweht als bei Windstille. Dieses erhöhte Fröstelfeeling wird durch die gefühlte Temperatur beschrieben und nennt sich Windchill. Doch nicht nur der Mensch, auch die Natur fröstelt: "Besonders brenzlich wird es überall dort, wo inzwischen schon die ersten Obstbäume oder empfindliche Pflanzen in Blüte stehen", so Meteorologe Alexander, "hier drohen Frostschäden und Ernteausfälle."

Aber auch auf dem heimischen Balkon oder in den Gärten sollten wir noch für Frostschutz sorgen, also Pflanzen abdecken oder reinholen und außenliegende Wasserleitungen gegebenenfalls abdrehen und entwässern. Und einfach noch ein paar warme Gedanken machen.

Oder Gymnastik & Co, denn: Die Sommerfigur wird im Winter gemacht!

Filmtipp: "Magnolien aus Stahl".

11:06 Uhr

Isländischer Vulkan spuckt glühendes Gestein

Nicht ganz so unaussprechlich wie "Eyjafjallajökull" - Sie erinnern sich, der Ausbruch dieses isländischen Vulkans hatte großräumige Auswirkungen im Frühjahr 2010, da beeinträchtigte die ausgetretene Vulkan-Asche den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas erheblich. Nun spuckt der isländische Vulkan Fagradalsfjall seit Wochen glühendes, flüssiges Gestein.

Das Naturspektakel lockt viele Schaulustige gefährlich nah an den Krater. Jetzt müssen die Behörden den Bereich um den Vulkan evakuieren, denn zwei neue Felsspalten tun sich über mehrere Hundert Meter auf.

10:36 Uhr

Eingeschlossen auf der Bohrinsel

"Nordsee ist Mordsee" - die Älteren unter uns, also die, die morgens leichter aus dem Bett kommen, erinnern sich vielleicht an den Film von 1976. Aber so dicke kam es dann doch nicht im niedersächsischen Dyksterhusen. Dort sind zwar am späten Ostermontag mehrere Menschen von der Flut überrascht und vom Wasser auf einer Bohrinsel eingeschlossen worden, doch man hatte Glück. Selbst das Pärchen, das trotz steigender Wassermassen versucht hatte, mit dem Auto zum Festland zu gelangen, konnte sich zurück auf die Plattform der Bohrinsel retten. Der Wagen blieb im Wasser stehen.

Feuerwehr und Wasserrettung rückten anschließend mit mehreren Booten aus und konnten die zwei bereits unterkühlten Menschen zurück ans Festland bringen. Alle anderen harrten auf der Bohrinsel aus und warteten auf die Ebbe. Der Feuerwehr gelang es außerdem, das gestrandete Auto von der Zufahrt zur Bohrinsel zu entfernen.

10:07 Uhr

Die Käfers haben Corona

Der Münchner Feinkost-Unternehmer Michael Käfer und seine Familie haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er, seine Frau Clarissa und die zwei Söhne befinden sich in Quarantäne. Familie Käfer hat jedoch Glück im Unglück und nur "ganz leichte Symptome", wie der 63-Jährige der "Bild"-Zeitung verrät. "Wir haben alle etwas Kopfweh und leichten Husten. Ansonsten geht es uns gut."

Und seine Frau ergänzt, man nutze diese Situation nun als Familienzeit: "Wir genießen uns sehr und verwöhnen uns gegenseitig." Die Söhne bereiten das Frühstück, sie und ihr Mann wechseln sich beim Kochen ab. Was nicht fehlen darf: Die Familie spiele Gesellschaftsspiele, und zwar mit Freude.

Trotzdem - gute Besserung!

09:31 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:13 Uhr

April-Wetter - Achtung Schneeglätte!

Zum Glück flog meist nur "das Blech wech", aber das ist auch wirklich das reine Glück! Ansonsten heißt es in den nächsten Tagen weiterhin: Achtung, Schneeglätte auf Deutschlands Straßen.

Auf der Autobahn 5 bei Alsfeld in Hessen zum Beispiel ging zwischenzeitlich gar nichts mehr, man zählte im Bereich Kassel seit dem frühen Morgen etwa ein Dutzend Unfälle. Im niedersächsischen Schüttorf rutschte ein Autofahrer von der glatten Fahrbahn und krachte gegen einen Baum, er erlitt schwere Verletzungen. Im Landkreis Cloppenburg geriet ein weiterer Autofahrer ins Schleudern, nachdem er einen Lastwagen überholt hatte. Zum Glück mit nur leichten Verletzungen kamen er und seine Beifahrerin ins Krankenhaus.

In Nordthüringen blieben wegen starken Schneefalls mehrere Lastwagen liegen. In Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich schon am Montagabend bei heftigem Schneetreiben auf den Autobahnen 20 und 19 Unfälle, bei denen mindestens fünf Menschen verletzt wurden. Bei Jarmen wurde ein Sattelzug-Lkw von der A20-Fahrbahn gedrückt und kippte um.

Bitte fahren Sie vorsichtig!

08:41 Uhr

Lockdown "knackig und hart" erwünscht

Die Forderung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet nach einem "Brücken-Lockdown" (damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien, Anm. d. Red.) kommt aus Sicht ärztlicher Praktiker spät. Diese Chance hätte schon in den Osterferien genutzt werden sollen, sagt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dirk Spelmeyer, im WDR. Er würde sich einen Lockdown "knackig und hart" wünschen.

Wegen der noch geringen verfügbaren Impfstoffmengen werde das Impfen zwar erst schleppend beginnen, bevor die Hausarzt-Impfungen voraussichtlich ab Anfang Mai "erheblich Fahrt aufnehmen" könnten. Spelmeyer sei aber überzeugt, dass das sehr gut laufen werde und nennt als Beispiel, dass im vergangenen Herbst allein im Bereich Westfalen-Lippe 2,2 Millionen Menschen ruck-zuck gegen Grippe geimpft wurden.

08:09 Uhr

Rezo knöpft sich Corona-Politik vor

"Wenn Leute in der Politik Sachen verkacken, dann geht's uns allen nicht gut." So ist das, stimmt, und das wird mal wieder auf den Punkt gebracht von Rezo, dem Youtuber mit dem bläulichen Haar, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Achtung, explicit words, aber der 28-Jährige findet, und damit ist er sicher nicht alleine, dass die Leute, die in der Pflege oder in Krankenhäusern"worken", "so gef***t" sind, weil, wenn die Fallzahlen steigen, dann ist das nicht gut. Rezo findet, dass die meisten Bürger durchaus kapiert hätten, dass sie ihren Teil zur Pandemie-Bekämpfung beitragen müssen: "Die Leute haben verstanden, das ist eine wichtige Sache, da geht es jetzt um was, das ist die größte Krise in diesem Land, da muss es Einschränkungen geben." Er findet, die Maskenpflicht sei viel zu spät gekommen, Promis hätten in ihrer Freizeit bessere Aktionen gewuppt als die Regierung selbst. Aber sehen Sie sich das doch einfach mal an.

07:36 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen, Leser und alle, die sich hier so früh sonst noch tummeln,

auch schon aus dem Schoko-Koma erwacht? Ostern ist vorbei, der "Tatort" liegt schwer in den Knochen wie ein böser Traum (auch wenn die Kommissare super sind und Kai Wiesinger als Bösewicht endlich mal wieder zeigen konnte, was er drauf hat), andere Alpträume gehen aber einfach weiter. Das böse C-Wort wird uns auch nach den Feiertagen begleiten, genauso wie ich Sie am heutigen Dienstag. Zum ersten Mal an diesem Platz hier übrigens, daher bitte ich um Nachsicht. Falls Sie sich lobend äußern oder sanft tadeln wollen, oder auch eine Idee haben, die an dieser Stelle unbedingt erhört werden sollte, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an sabine.oelmann@nama.de. Diese Themen stehen heute an:

  • In vielen Regionen starten heute auch die Hausärzte mit den Corona-Impfungen in ihren Praxen oder bereiten sich zumindest darauf vor, in den nächsten Tagen loszulegen. Bislang wurden die Vakzine vor allem in den bundesweit 430 Impfzentren verabreicht.
  • Das Corona-Modellprojekt "Saarland" geht an den Start: Dort öffnen heute Außengastronomie, Kinos, Theater, Fitnessstudios und Tennishallen. Zudem können sich im Freien bis zu zehn Personen treffen, wenn sie negativ getestet worden sind.
  • In Wien treffen sich Spitzendiplomaten, um das Atomabkommen mit dem Iran zu retten. Ziel der Beratungen ist ein Fahrplan, der die Rückkehr der USA zu der Vereinbarung von 2015 ebnen und den Iran zur erneuten Einhaltung der Auflagen motivieren soll. Für Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland ist dies der erste Dialog mit dem Iran seit der Amtsübernahme von US-Präsident Joe Biden.
  • Und noch mehr Gespräche: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel reisen zu einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach Ankara. Geplant ist, dass die beiden mit Vertretern von Organisationen der Vereinten Nationen und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zusammenkommen. Bei diesem Treffen dürfte es auch um die zukünftige Unterstützung der syrischen Flüchtlinge in der Türkei und den jüngsten Austritt der Türkei aus einem Abkommen zum Schutz von Frauen gehen.
  • Wir bleiben in der Türkei: Im Prozess gegen die Kölnerin Gönül Örs wird heute mit einem Urteil gerechnet. Örs wird Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK, Freiheitsberaubung unter Gewaltanwendung oder Täuschung sowie "Entführung oder Beschlagnahmung" von Beförderungsmitteln vorgeworfen.
  • Um 14.30 wird der Internationale Währungsfonds (IWF) seine neue globale Konjunkturprognose vorstellen. Der Fonds rechnet in diesem Jahr trotz der Pandemie mit einem stärkeren Wachstum als zuletzt angenommen. Im Januar hatte der IWF ein Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung um 5,5 Prozent erwartet.
  • Mal was anderes: Die Bundeswehr beginnt mit der Ausbildung für den neuen Freiwilligendienst im Heimatschutz. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird den Stand des neuen Programms in Berlin vorstellen. Der Dienst soll aus einer siebenmonatigen militärischen Ausbildung und Reservisteneinsätzen in den folgenden sechs Jahren bestehen.
  • Grönland wählt ein neues Parlament: Grund für die um ein Jahr vorgezogene Neuwahl ist der Zusammenbruch der bisherigen Koalition von Regierungschef Kim Kielsen. Die Wahllokale auf der mit Abstand größten Insel der Erde sind am Abend bis um 20.00 Uhr geöffnet.
06:46 Uhr

Zwei Mal die Woche Propagandafilme in China

Immerhin sind die Kinos offen, aber: Chinesische Kinos müssen von dieser Woche an mindestens zwei Mal wöchentlich Propagandafilme zeigen, um den 100. Geburtstag der Kommunistischen Partei im Juli zu feiern. Damit solle eine "großartige und herzliche Atmosphäre für das Fest geschaffen werden", hieß es in einer Anweisung der Nationalen Filmverwaltung.

Bis Jahresende sollen die Lichttheater "in jeder Provinz, Region und Stadt" herausragende Werke zeigen, die sich um "die Liebe für die Partei, die Liebe für das Land und die Liebe für den Sozialismus drehen", teilte die Filmbehörde mit. Die Filme sollen ein Loblied auf die Partei, das Vaterland, das Volk und seine Helden singen. Es müsse auch sichergestellt werden, dass die Kinos bei den Aufführungen gut besucht werden. Dafür müssten Parteimitglieder, Funktionäre und andere Zuschauer mobilisiert werden, ordnete das Amt an. Es gehe darum, "Klassiker wieder zu erleben" und "Patriotismus sowie traditionelle, revolutionäre Erziehung zu erhalten".

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:25 Uhr

Weitere Todesopfer in Indonesien

In Indonesien ist die Zahl der Todesopfer nach den Überschwemmungen und Erdrutschen im Osten des Inselreiches auf 128 angestiegen. Mindestens 72 Menschen werden noch vermisst, nachdem der Zyklon "Seroja" die Provinz Ost-Nusa-Tenggara heimgesucht hatte. Nach Angaben des Sprechers der Nationalen Katastrophenschutzbehörde wurden alleine 67 Menschen von einem Erdrutsch getötet, den die starken Regenfälle am Vulkan Lewotolo auf der Insel Lembata ausgelöst hatten. 49 Menschen kamen auf der Insel Adonara um und weitere 12 auf Alor. Die Inseln sind wegen Sturms und starken Seegangs nur schwer zu erreichen. Die Meteorologen erwarten, dass sich der Wirbelsturm Richtung Südwesten von Indonesien wegbewegt.

06:03 Uhr

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