Fußball

Jagdtrophäe von bedrohter Art Ibrahimovic soll Löwen getötet haben

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Schwerwiegende Vorwürfe.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Der Löwe ist vom Aussterben bedroht. Zlatan Ibrahimovic vergleicht sich gerne mit der Raubkatze. Nun gibt es Berichte, dass der schwedische Fußballer im Jahr 2011 nach Südafrika gereist sei, um einen Löwen zu erschießen. Trophäen dieser Jagd importierte er demnach anschließend in seine Heimat.

Um große Worte ist Zlatan Ibrahimovic selten verlegen. "Du kannst einen Löwen zähmen", sagte der Ausnahmefußballer mal in einem Interview, "aber du kannst Zlatan nicht zähmen". Über einen potenziellen Kampf zwischen sich und einem Löwen sagte der Rekordtorschütze der schwedischen Nationalmannschaft: "Ich würde ihn zu 100 Prozent zerstören." Nun, wenn die Berichte des "Expressen" stimmen, dann hat Ibrahimovic genau das im Jahr 2011 getan.

Der Zeitung zufolge hat der heute 39-Jährige damals in Südafrika einen Löwen erschossen. Das Raubtier steht zwar auf der Roten Liste der bedrohten Arten, die Jagd ist allerdings laut der englischen "Daily Mail" legal, sofern die Behörden in Südafrika die entsprechenden Genehmigungen ausstellen. Ibrahimovic ist nach den Recherchen des "Expressen" eine von 82 Personen, die Jagdtrophäen nach Schweden importiert haben sollen.

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Das Tattoo auf dem Rücken.

(Foto: imago images/LaPresse)

Der meinungsstarke Stürmer habe demnach seine Jagdlizenz erst wenige Monate zuvor erhalten und dann in Südafrika einen Löwen geschossen. Das männliche Tier soll zunächst in Gefangenschaft gelebt haben und dann freigelassen worden sein. Das Online-Medium "The South African" schreibt, die Jagd auf in Gefangenschaft aufgewachsene und dann freigelassene Tiere sei zwar erlaubt - "aber die moralischen Implikationen dieser Handlungen sind dennoch absolut verheerend". Dem Internationalen Tierschutzfonds zufolge wurden allein zwischen 2004 und 2014 weltweit rund 1,7 Millionen Jagdtrophäen gehandelt, davon mehr als 200.000 von bedrohten Tierarten.

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"Expressen" berichtet außerdem, Ibrahimovic habe Teile des von ihm erlegten Löwen nach Schweden importiert. Darunter die Haut, den Schädel und den Kiefer. Ob er damit geltendes Recht verletzt hat, ist unklar, zumal der Angreifer auf eine Anfrage des schwedischen Blattes nicht reagiert habe. Die Kritik an dem Fußballidol wächst dennoch zusehends.

Bemerkenswert ist auch, dass Ibrahimovic einen riesigen Löwenkopf als Tattoo auf seinem Rücken trägt. Immer wieder verglich er sich öffentlich mit der Raubkatze, etwa als er sagte, dass er sich von einer Verletzung "nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Löwe" erhole. "The South African" zieht deshalb ein umso erschütternderes Fazit aus den Vorwürfen: "Soweit wir wissen, musste [Ibrahimovic] nie Schusswunden abschütteln, bevor er zu einem Spiel reiste."

Quelle: ntv.de, tsi

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