Dienstag, 06. August 2019Der Tag

mit Josephin Hartwig
22:35 Uhr

Das war Dienstag, der 06. August 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

heute haben Sie sich besonders für Wladimir Putin interessiert. Der russische Präsident ist nämlich die "Person der Woche". Warum das so ist, können Sie gern nachlesen. Boris Johnson hat diesen Titel noch nicht geschafft. Der neue britische Premierminister hat aber auch mit anderen Dingen zu kämpfen: Die EU-Kommission hat klar Stellung bezogen - neue Brexit-Gespräche werden abgelehnt.

Außerdem:

Und noch ein kleiner Nachtrag zu "Rieckes Rückspiegel" (06:42 Uhr): Eine Rede von Theodor W. Adorno ist erst vor kurzem im Suhrkamp Verlag erschienen. Das Buch heißt "Aspekte des neuen Rechtsradikalismus" und beinhaltet einen Vortrag des Philosophen, der heute erschreckende Aktualität hat. Sehr lesenswert!

Ich verabschiede mich für heute von Ihnen und wünsche eine gute Nacht. Bis morgen, im "Tag".

22:00 Uhr

Drei US-Touristen im Karibik-Urlaub ertrunken

Sie sind an einem der schönsten Orte der Welt, dem Bambarra Beach auf einer karibischen Insel. Für drei Touristen aus den USA endet der jedoch tödlich. Zwei Männer und eine Frau sind offenbar von der Flut überrascht worden und ertrunken, wie Behörden und Bewohner der Turks- und Caicosinseln berichteten. Die Opfer, die zu zwei texanischen Familien gehören,  wollten offenbar zu Fuß durch flaches Wasser von Bambarra Beach zur wenige hundert Meter entfernten, vorgelagerten Insel Pelican Cay gelangen, als das Meer bei starkem Wind plötzlich anstieg. Was genau geschah und weshalb sie es nicht schafften, zum Ufer zu schwimmen, ist noch nicht bekannt. Die Töchter der Familien wurden von Rettungskräften lebend aus dem Meer geborgen.

21:41 Uhr

Philippinen rufen Notstand wegen Virus aus

Mehr als 600 Menschen sind inzwischen auf den Philippinen am Dengue-Fieber gestorben. Deshalb verhängt die regierung nun den Notstand. Das Gesundheitsministerium des südostasiatischen Landes bezifferte die Zahl der Todesopfer seit Jahresbeginn nun auf 622. Besonders schlimm betroffen ist die Hauptstadtregion rund um Manila, wo viele Menschen in Slums leben. Den Behörden zufolge könnte der Anstieg möglicherweise daran liegen, dass aktuell ein besonders aggressiver Virentyp unterwegs sei. Insgesamt wurden auf den Philippinen seit Anfang des Jahres mehr als 146.000 Dengue-Erkrankungen registriert - fast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das von Stechmücken übertragene Virus hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch ausgebreitet. Auf den Philippinen hatte die Regierung vor zwei Jahren einen potenziell gefährlichen Dengue-Impfstoff aus dem Verkehr gezogen.

21:15 Uhr

Texanische Polizei führt Afroamerikaner mit Strick ab

Ein Polizist auf einem Pferd hat im US-Bundesstaat in Texas einen afroamerikanischen Verdächtigen an einem Strick abgeführt. Ein Foto der Szene empört Nutzer in den sozialen Medien. Das Vorgehen wurde als rassistisch und als makaberes Echo der Zeit der Sklaverei in den USA kritisiert. Die Polizei im Ort Galveston erklärte auf Facebook, die beiden Beamten hätten sich beim Abführen des Verdächtigen nicht optimal verhalten und hätten auf einen Wagen warten sollen. Darüber berichtete auch "BBC". Die Polizei bitte den Verdächtigen wegen der "unnötigen Peinlichkeit" um Entschuldigung. Die Praxis, jemanden neben dem Pferd laufend am Strick abzuführen, sei vorerst nicht mehr erlaubt, so der Polizeichef. Der abgeführte 43-Jährige war von den Beamten laut Polizei am Samstag wegen Verdachts auf Hausfriedensbruch festgenommen worden. Die Polizisten legten ihm daraufhin Handschellen an, banden einen Strick daran und führten ihn ab. Zahlreiche Twitter-Nutzer sprachen von Rassismus und klagten, ein weißer Verdächtiger wäre von der Polizei nie derart behandelt worden.

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20:49 Uhr

Türkische Regierung zerstörte Hunderttausende Bücher

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Inzwischen mussten bereits 200 Medien und Verlage wegen des verhängten Ausnahmezustands schließen.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Nach Angaben des türkischen Bildungsministeriums sind in der Türkei etwa 300.000 Bücher aus Schulen und Bibliotheken entfernt und zerstört worden. Darüber berichtet "The Guardian". Demnach werden seit dem Putschversuch 2016 von der Regierung Bücher und Schriften zerstört, die etwas mit Fethullah Gülen zu tun haben, dem in den USA ansässigen muslimischen Kleriker, der von der Türkei beschuldigt wird, den gescheiterten Militärputsch angestiftet zu haben. Gülen bestreitet das. Die Online-Nachrichtenagentur Kronos 27 soll Bilder veröffentlicht haben, auf denen zu sehen ist, wie Bücher verbrannt werden. Die Argumente der Regierung für die Vernichtung der Bücher sind schwer nachvollziehbar: Die türkische Zeitung BirGün berichtete, dass 1,8 Millionen Lehrbücher zerstört und neu gedruckt wurden, weil sie das "anstößige" Wort Pennsylvania enthielten, in dem Gülen in einem bewachten Gebiet lebt. Berichten zufolge wurden auch die Straßen Gülen in Ankara umbenannt.

20:24 Uhr

Trump reist trotz Kritik nach El Paso

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22 Menschen starben in El Paso, 26 weitere wurden verletzt.

(Foto: AP)

Trotz heftiger Kritik an seinem Vorhaben reist US-Präsident Donald Trump nach El Paso. Vor vier Tagen ist dort ein mutmaßlich rassistisch motivierter Anschlag verübt worden. Trump hatte nach den Angriffen ungewohnt deutlich Rassismus und die Ideologie weißer Vorherrschaft verurteilt. Kritiker werfen dem US-Präsidenten jedoch vor, selbst mit seiner aggressiven Rhetorik Hass und Rassismus zu schüren und Gewalt zu begünstigen. Mehrere Politiker aus der Region wandten sich im Vorfeld gegen Trumps Besuch in El Paso. Mindestens sieben der 22 Todesopfer waren mexikanische Staatsbürger. Auch ein Deutscher war unter den Getöteten. Auch in Ohio kam es kurze Zeit später zu einer ähnlichen Bluttat.

20:06 Uhr

Als Frau verkleideter Häftling ist tot

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Da Silva gelang zuvor schon ein Mal eine Flucht aus dem Gefängnis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er hatte versucht, als seine Tochter verkleidet aus dem Gefängnis zu fliehen. Nun hat sich der brasilianische Drogenhändler in seiner Zelle erhängt. Justizbeamte entdeckten die Leiche von Clauvino da Silva in seiner Einzelzelle im Hochsicherheitsgefängnis Laércio de Costa Pelegrino im Bundesstaat Rio de Janeiro. Ersten Erkenntnissen zufolge habe sich der Mann mit einem Bettlaken erhängt. Nach seinem gescheiterten Fluchtversuch war da Silva ins Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden. Da Silva alias "Baixinho" (der Kleine) soll zu dem mächtigen Verbrechersyndikat Comando Vermelho (Rotes Kommando) gehört haben. Er verbüßte wegen Drogenhandels eine Freiheitsstrafe von 73 Jahren und zehn Monaten. Bereits 2013 war er aus dem Gefängnis ausgebrochen. Damals nahm ihn die Polizei aber nach einigen Wochen wieder fest.

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Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

 

19:50 Uhr

Airbus: Hamburg produziert wohl nicht

Das Hamburger Werk ist Insider-Informationen zufolge raus aus dem Rennen als Produktionsstandort für Airbus. Das Unternehmen werde für die geplante neue Produktionslinie des Verkaufsschlagers A321 aller Voraussicht nach wohl eine Fertigung in Toulouse aufbauen. "Toulouse hat ganz klar die Nase vorn", sagte einer der Insider. Die endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Der neue Airbus-Chef Guillaume Faury hatte kürzlich angekündigt, die Produktion es A321 auszuweiten, weil die längste Version der Kurzstreckenflugzeuge aus der A320-Familie mit ihren 180 bis 240 Sitzen immer stärker gefragt ist. Airbus braucht die zusätzlichen Kapazitäten frühestens 2021.

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19:27 Uhr

Privater Raumfrachter von ISS getrennt

Neuigkeiten aus dem Universum: Der private Raumfrachter "Cygnus" ist nicht mehr an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Nach mehr als drei Monaten gelang es der US-Astronautin Anne McClain und dem Kanadier David Saint-Jacques nun, den Frachter erfolgreich von der Raumfahrtstation zu trennen - und das in etwa 420 Kilometer Höhe, über dem Pazifik. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa auf Twitter mit. Nun soll der "Cygnus" noch einige Wochen lang mehrere Satelliten absetzen. Der unbemannte Frachter war im April mit rund 3500 Kilogramm Nachschub und Material für wissenschaftliche Experimente an Bord vom US-Bundesstaat Virginia aus zur ISS gestartet. Mit Hilfe eines Roboterarms war der "Cygnus" festgemacht worden.

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19:04 Uhr

Türkei sperrt unabhängiges News-Portal

Die Redakteure haben davon nur durch Zufall erfahren: Ein türkisches Gericht hat die Sperrung des für seine Menschenrechts-Berichterstattung bekannten unabhängigen Online-Nachrichtenportals Bianet angeordnet. Die veröffentlichte Entscheidung umfasst zudem 135 weitere Internetadressen, darunter Videos auf den Plattformen Youtube und Dailymotion sowie das Twitterkonto einer kurdischen Parlamentsabgeordneten. Das Gericht begründete die Entscheidung mit dem Erhalt der "nationalen Sicherheit und öffentlichen Ordnung", ohne Details zu nennen. Die 1997 in Istanbul gegründete Website Bianet ist in der Türkei für ihre Artikel zu Menschenrechten und Gewalt gegen Frauen sowie für die ausführliche Berichterstattung über Prozesse in Verbindung mit freier Meinungsäußerung bekannt. Die Rechtsanwältin bestätigte, dass die Entscheidung die gesamte Website umfasst. Diese werde komplett gesperrt sein. Die Sperrung könne "jeden Moment" erfolgen. Bianet zufolge würden durch die Stilllegung mehr als 200.000 Artikel verloren gehen.

18:38 Uhr

Promi-Aufgebot bei Streisand-Konzert

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Wenn Barbra Streisand, eine der besten Sängerinnen aller Zeiten, ein Konzert in New York gibt, dann strömen nicht nur Fans aus der ganzen Welt in den Madison Square Garden. Auch viele Promis lauschten Streisands berühmtesten Songs - und kamen nach der Show offenbar noch für ein Foto hinter die Bühne. Ob Mariah Carey, Sally Field, Rosie O’Donnell, Clive Davis, Mary Steenburgen, Billy Crystal, Whoopi Goldberg oder die Clintons - sie alle wollten die 77-Jährige live erleben. Zum ersten Mal seit 13 Jahren trat Barbra Streisand wieder im Madison Square Garden auf. Sie gewann im Laufe ihrer Karriere zwei Mal den Oscar, unzählige Grammys, mehrere Emmys, Golden Globes und einen Special Tony Award. Neben ihrer Gesangskarriere spielte Streisand auch in vielen Filmen mit, bei einigen führte sie selbst Regie. In den vergangenen Jahren war sie vor allem wegen einiger Schönheitsoperationen, die ihr inzwischen ein etwas löwenhaftes Aussehen verleihen, und wegen des Klonens ihres Hundes in der Kritik. Die 77-Jährige lässt sich allerdings von Medienberichten nicht beeinflussen - rieten ihr Profis doch zu Beginn ihrer Karriere sogar, sich die Nase operieren zu lassen. Das tat sie nie.

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18:18 Uhr

Sechs Arbeiter in Goldmine erstickt

Wegen eines Defekts an einer Pumpe für die Luftzufuhr sind in einem Goldbergwerk im zentralafrikanischen Kongo sechs Arbeiter ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich im rohstoffreichen Norden des Landes, teilte der Bürgermeister des betroffenen Bergwerksstädtchens Mungwalu mit. Die Bergarbeiter hatten sich nach Angaben von Kollegen mehrere Dutzend Meter unter der Erdoberfläche befunden und waren erstickt. Das zentralafrikanische Land ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer und Kobalt. Zu tödlichen Unfällen in Bergwerken kommt es immer wieder.

17:53 Uhr

DNA-Test soll Kindermord nach 37 Jahren aufklären

Ein zwölfjähriges Mädchen ist vor 37 Jahren in Israel ermordet worden. Wie israelische Medien berichten, habe es bei den Ermittlungen eine "dramatische Entwicklung" gegeben, weshalb ihre Leiche nun ausgegraben wird. DNA-Proben sollen neue Erkenntnisse liefern, denn der Mörder des Kindes ist noch immer nicht gefasst. Nava Elimelech, das jüngste von vier Kindern, war 1982 auf dem Weg zu einer Freundin in Bat Jam bei Tel Aviv verschwunden. Zehn Tage später wurden ihr Kopf und andere Leichenteile - in Plastik gehüllt - am Strand angespült. Das israelische Fernsehen berichtete, die Polizei gehe davon aus, dass der Mörder heute etwa 70 Jahre alt sei und noch in Israel lebe.

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17:26 Uhr

"Panzerknacker" öffnen vergessenen Tresor in Lübeck

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Lübecks Bürgermeister verschaffte sich einen genauen Überblick über den Fund.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Lübecker Rathaus tanzten die Panzerknacker an - natürlich nicht die Verbrecherbande aus Entenhausen, sondern echte Profis, die verschlossene Tresore aufknacken sollten. Wegen anstehender Renovierungsarbeiten hatte man sich nun der fast vergessenen Tresore angenommen. Silber- und Goldmünzen sowie Eintrittskarten zum Preis von 1,50 Deutsche Mark - das ist der Inhalt eines seit zwei Jahrzehnten unbeachteten Tresors. Insgesamt wurden 30 silberne Thomas-Mann-Gedenkmünzen, eine goldene Gedenkmünze des Lübecker Senats und eine große Rolle Eintrittskarten für Rathausführungen zum Preis von 1,50 DM (0,77 Euro) entdeckt. Über der Inhalt der Tresore war im Vorfeld viel spekuliert worden.

Mehr dazu erfahren Sie in Kürze auf n-tv.de.

17:05 Uhr

Mini-Koala nach Sturz gerettet

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Joey wird mit der Flasche aufgezogen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Noch niedlicher wird es heute vermutlich nicht mehr: Das Bild eines Mini-Koalas mit einem eingegipsten Arm geht derzeit durch alle sozialen Medien. Die Geschichte dahinter? Der kleine Joey, wie der Koala heißt, fiel mit seiner Mutter von einem Eukalyptusbaum. Das Muttertier überlebte den Sturz nicht, das Koala-Baby brach sich dabei den Arm. Nun wird das vier Monate alte Beuteltier mit der Flasche in einem Zoo im australischen Melbourne aufgepäppelt. Ein Koala-Plüschtier, an dem er sich festkrallen kann, soll auch dabei helfen. In ein paar Monaten soll er ausgewildert werden. Das Video des Zoos wird Ihnen mit Sicherheit den Nachmittag versüßen:

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16:39 Uhr

"Wundertüte" mit 100.000 Euro an Hospiz gespendet

Vor dieser Aktion kann man nur den Hut ziehen: Ein anonymer Spender in Braunschweig hat seit Beginn des Jahres schon Tausende Euro verschenkt. Der Spender oder die Spenderin nutzt dabei einen Vermittler, der das Geld in Tüten an verschiedene Einrichtungen übergibt. Nun sogar 100.000 Euro an ein Hospiz. Auf dem Paket habe "Wundertüte" gestanden, wie die Leiterin des Hospizes erklärte, die sich natürlich wahnsinnig freute. Diesmal lag sogar ein Zettel des Wohltäters dabei: "Schwerstkranken Menschen das Sterben zu erleichtern, ist ein Zeichen menschlicher Wärme und erfordert Respekt und Anerkennung."

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16:11 Uhr

Mann stirbt bei Festnahme in Karlsruhe

Eine Festnahme in Karlsruhe läuft nicht wie geplant, am Ende ist ein mutmaßlicher Dieb tot: Beamte nehmen einen 28-jährigen, gewalttätigen Mann fest. Sie müssen ihn mehrmals fixieren. Den Angaben zufolge war der Mann wegen des Verdachts eines Diebstahls festgenommen worden. Auf dem Revier habe er massiv gegen die Beamten rebelliert, sodass ihn sechs Polizisten festhalten mussten. Er habe gespuckt und gebissen. Plötzlich habe er Atemnot bekommen und sei in eine Klinik gebracht worden, wo er wenig später gestorben ist. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei nun mitteilten, ergab die Obduktion keine konkreten Informationen über die Todesursache oder damit auch nicht über eine mögliches Mitverschulden der beteiligten Behördenvertreter.

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15:46 Uhr

17-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Der mutmaßliche Täter vom Londoner Tate-Museum muss sich wegen versuchten Mordes verantworten: Der 17-jährige Jugendliche erschien zu einer ersten Anhörung vor einem Jugendstrafgericht in Bromley im Südosten Londons. Er wird beschuldigt, am Sonntag einen sechsjährigen Jungen von einer Aussichtsplattform des Londoner Museums Tate Modern gestoßen zu haben. Das Opfer erlitt laut Staatsanwaltschaft zahlreiche Knochenbrüche, darunter an der Wirbelsäule. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Er schwieg vor Gericht, bestätigte lediglich seine Personalien. Laut Medienberichten soll er psychisch krank sein und an Schizophrenie leiden. Nach Einschätzung der Polizei kannte der Täter sein Opfer nicht. Die Tat werde "als Einzelfall behandelt, ohne klares oder offensichtliches Motiv", erklärte Ermittlungsleiter John Massey. Am Donnerstag soll der mutmaßliche Täter erneut vor Gericht erscheinen - im Londoner Strafgericht Old Bailey.

15:44 Uhr
Breaking News

Nobelpreisträgerin Toni Morrison ist tot

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Morrison gewann den Nobelpreis für Literatur und den Pulitzer Preis.

(Foto: picture alliance / Ian Langsdon/)

Die amerikanische Schriftstellerin Toni Morrison ist gestorben. Das berichtet die "Washington Post". Die Literaturnobelpreisträgerin starb demnach in der Nacht zum Dienstag im Alter von 88 Jahren in New York. Sie zählt zu den bedeutendsten Vertretern afroamerikanischer Literatur.

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15:20 Uhr

Flugzeug in Zürich von Blitz getroffen

Eine Maschine der Lufthansa-Tochter Swiss wird kurz nach dem Start vom Züricher Flughafen vom Blitz getroffen. Die Piloten müssen buchstäblich blitzschnell entscheiden, ob sie weiter fliegen oder nicht: Sie setzten ihre Route lieber nicht fort und kehren um.

  • Der Airbus A321 war auf dem Weg nach Amsterdam.
  • Wie die Swiss der Schweizer Nachrichtenagentur SDA mitteilte, bestand keine Gefahr für die 165 Passagiere an Bord des Fluges LX724. 
  • Die Maschine war wegen eines Gewitters über dem Flughafen mit mehr als 90 Minuten Verspätung um 8.59 Uhr gestartet.
  • Die Piloten hätten zwar keine Auswirkungen festgestellt, sich aber dennoch dazu entschieden, nach Zürich zurückzukehren. Das sei die normale Prozedur nach einem Blitzeinschlag, erklärte die Pressesprecherin. 
15:00 Uhr

US-Promis fordern Änderung des Waffengesetzes

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Nach den beiden jüngsten Massakern in den USA mit mehr als 30 Toten setzen sich immer mehr Schauspieler, Sänger und Entertainer für strengere Waffengesetze ein. Laut einer Umfrage sprächen sich 97 Prozent der Waffenbesitzer für Hintergrundprüfungen bei Waffenkäufen aus, wie etwa Comedian Jimmy Kimmel in seiner Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!". "97 Prozent! Das ist einmalig. Man könnte Menschen fragen, ob Eis lecker ist, und würde nicht auf 97 Prozent kommen", sagte er. Zuvor hatte unter anderem Schauspielerin Reese Witherspoon auf Twitter gefragt: "Wann werden unsere US-Vertreter den Menschen dieses Landes die allgemeinen Waffengesetze geben, die wir alle fordern?" Auch Sängerin Rihanna kritisierte die Möglichkeit, schwere Waffen legal zu erwerben. Außerdem attackierte sie US-Präsident Donald Trump persönlich: "Ähm Donald, du hast "Terrorismus" falsch geschrieben", schrieb sie auf Instagram - augenscheinlich eine ironische Reaktion darauf, dass Trump die Tat von El Paso als "Akt der Feigheit" bezeichnet hatte. Angesichts des Angriffs in El Paso war der US-Präsident in die Kritik geraten, mit seiner Rhetorik Hassverbrechen den Weg zu ebnen.

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14:40 Uhr

Löwin frisst eigene Welpen im Leipziger Zoo

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Das Bild ist am Freitag, am Tag der Geburt der Jungtiere, im Leipziger Zoo entstanden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich schien alles in Ordnung, plötzlich ändert sich die Situation: Die junge Löwin, die erst vor wenigen Tagen zwei Löwenbabys auf die Welt gebracht hatte, tötete ihre Welpen. Wie der Leipziger Zoo mitteilte, war die Löwin noch unerfahren in der Aufzucht. Am Montagabend habe sie die Jungtiere während der Fellpflege in der separaten sogenannten Mutterstube allerdings plötzlich aufgefressen. Augenscheinlich sei es Mutter und Nachwuchs zuvor gut gegangen, hieß es. Näheren Aufschluss über das Geschehen werde es nicht geben, weil eine Obduktion der Jungtiere unmöglich sei. Das Phänomen, das Elterntiere den Nachwuchs fressen, wird auch Kronismus genannt. Derartiges Verhalten kommt in der Natur vor, etwa wenn Jungtiere geschwächt oder krank sind. Die Ursache könnte laut Leipziger Zoo auch in diesem Fall "in der Entwicklung der Jungtiere" liegen.

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14:13 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein lieber Kollege Uladzimir Zhyhachou hat sich in die schwüle Wärme des Dienstagnachmittags verabschiedet und ich übernehme ab sofort den "Tag". Ich werde Sie bis zum späten Abend über alles Wichtige informieren und hoffe, Sie haben bisher eine gute Woche.

Für Fragen und Anregungen, Lob und Kritik: josephin.hartwig@nama.de

14:11 Uhr

Jacke gerät bei Eurowings-Flug in Brand

Auf einem Eurowings-Flug von Mailand nach Düsseldorf am 16. Mai ist in der Passagierkabine eine Jacke in Brand geraten.

  • Aus einer defekten Powerbank - einem mobilen Energiespeicher - in der Kleidung eines Flugreisenden kamen nach Angaben der Besatzung einzelne Stichflammen, wie die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig berichtete.
  • Das Kabinenpersonal habe den Brand gelöscht, der Kapitän sei planmäßig in Düsseldorf gelandet, teilte am Dienstag die Fluglinie Eurowings mit.
  • Laut Eurowings war die Sicherheit der Passagiere zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt, verletzt wurde niemand.
13:48 Uhr

Deutschland gehört beim Mobilfunk zu Schlusslichtern

Wenn Sie das hier gerade lesen können, dann haben Sie noch Glück - Laut einem aktuellen Report hinkt Deutschland bei der mobilen Netzabdeckung den meisten anderen europäischen Staaten weit hinterher.

  • Gemessen an der Abdeckung mit dem Mobilfunkstandard LTE liegen nur Irland und Weißrussland hinter Deutschland. Im internationalen Vergleich belege man hierzulande mit 65,5 Prozent Flächenabdeckung lediglich Rang 70, wie aus dem aktuellen Mobilfunk Report von Speedcheck hervorgeht.
  • Hier lägen Japan und Südkorea an der Spitze. Aber auch die USA, die Beneluxländer, Skandinavien und Teile Osteuropas kämen auf eine Abdeckung von über 80 Prozent.
  • "Für die größte Wirtschaftsmacht Europas ein Zustand, der nicht den Selbstansprüchen der Bundesregierung und deutschen Internetanbietern genügen sollte", heißt es in der Studie.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze. Aber nur, wenn Sie Internet haben.

13:25 Uhr

Tätowierte Iraner brauchen Psycho-Test für Führerschein

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"Eine Art Selbstverletzung".

(Foto: picture alliance/dpa)

Tätowierte Menschen müssen im Iran zukünftig einen psychologischen Test bestehen, bevor sie einen Führerschein beantragen dürfen. "Die Tätowierung ist eine Art von Selbstverletzung und Personen, die das tun, leiden eventuell an psychischen Störungen", sagte ein Sprecher der Polizei der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Nur nach einem erfolgreichen Test dürfe die Fahrerlaubnis beantragt werden.

Tätowierungen wurden bislang in der islamischen Republik als "Zeichen der westlichen Kulturinvasion" eingestuft, die die islamischen Werte gefährdeten. Nun gelten sie auch als psychische Krankheit.

12:57 Uhr

Mehr als 70 Festnahmen bei Klima-Demo in Australien

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Die Demonstranten haben den Verkehr gezielt behindert.

(Foto: dpa)

In der australischen Großstadt Brisbane gehen etwa 300 Menschen gegen die Klimapolitik der Regierung auf die Straße. Mehr als 70 davon werden festgenommen.

  • Nach Angaben der Polizei wird ihnen zur Last gelegt, die öffentliche Ordnung gestört und den Verkehr massiv behindert zu haben. Einem Polizeisprecher zufolge wurden auch die Fahrtwege für Krankenwagen und Feuerwehr blockiert.
  • Organisiert wurde der Protest von der Umweltbewegung Extinction Rebellion.
  •  Eine Sprecherin der Umweltschützer sagte, die Störung des Verkehrs sei genau das Ziel der Proteste gewesen. "Wenn wir dafür ins Gefängnis müssen, dann gehen wir ins Gefängnis."
12:23 Uhr

Flugzeug mit Pink-Crew gerät in Brand

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Pink selbst war nicht an Bord.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schreckmoment an Bord eines Privatflugzeugs für die Entourage von US-Rockstar Pink: Die aus Oslo kommende Maschine ist in der Nacht bei der Landung im dänischen Aarhus in Brand geraten.

  • Alle zehn Insassen konnten sich aus dem Flieger retten, verletzt wurde niemand.
  • Neben den Piloten aus Österreich und Deutschland und einer deutschen Stewardess befanden sich vier Personen aus den USA, zwei aus Australien und eine aus Großbritannien in dem Flugzeug.
  • Der Konzertveranstalter Live Nation teilte den norwegischen Medien mit, mehrere enge Mitarbeiter von Pink seien an Bord der Cessna gewesen, darunter ihr Manager und mehrere Menschen, die sie auf ihrer Tournee begleiteten. Pink selbst sei nicht darunter gewesen.
11:53 Uhr

Frau posiert auf Waggon für Foto und erleidet Stromschlag

Eine Frau ist in München für Fotos auf einen Güterwaggon geklettert und hat sich durch einen Stromschlag schwerste Verbrennungen zugezogen.

  • Die 20-Jährige ging am Montagabend mit einem Begleiter verbotenerweise auf das Gelände eines Rangierbahnhofs. Dort stieg sie auf einen Kesselwagen und kam der 15.000 Volt führenden Oberleitung zu nahe. Durch den Stromschlag stürzte sie ab.
  • Ihr 22-jähriger Begleiter alarmierte sofort den Rettungsdienst. Die Frau erlitt schwere Verbrennungen auf mehr als zwei Dritteln ihrer Körperoberfläche und durch den Sturz vom Waggon außerdem diverse andere Verletzungen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.
  • Der 22-Jährige musste mit einem schweren Schock von einem Kriseninterventionsteam betreut werden.
11:24 Uhr

Rabbiner-Familie in München angegriffen und bespuckt

Schon wieder ist in Deutschland eine Rabbinerfamilie Opfer einer antisemitischen Attacke geworden. Am vergangenen Wochenende bespuckten und beschimpften zwei Personen eine jüdische Familie. Das berichtet die ARD.

Die Polizei bestätigte, dass es am Samstagnachmittag einen Angriff gegeben habe. Details will sie im Laufe des Tages veröffentlichen.

Eine Woche zuvor war bereits der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin, Yehuda Teichtal, angegriffen worden. Teichtal war nach Angaben der Gemeinde mit seinen Kindern nahe einer Synagoge im Berliner Stadtteil Wilmersdorf unterwegs, als ihn zwei Männer beschimpften und bespuckten.

11:05 Uhr

AKK wird Sonderbotschafterin des deutschen Karnevals

Im März geriet Annegret Kramp-Karrenbauer mit ihren Karnevals-Äußerungen zur Einführung von Toiletten für das dritte Geschlecht in Kritik. Jetzt wird die CDU-Vorsitzende vom Bund Deutscher Karneval (BDK) mit der Ernennung zur ersten Sonderbotschafterin geehrt.

  • Bei einer Jubiläums-Gala zu 66 Jahren BDK am 21. September in Cottbus soll die Saarländerin den "Goldenen Ehrenring" erhalten, sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess.
  • Kramp-Karrenbauer habe sich "als Inhaberin hoher und höchster politischer Ämter" für die öffentliche Anerkennung des Kulturgutes Fasching-Fastnacht-Karneval eingesetzt. Und das nicht zuletzt dadurch, "dass sie selbst über Jahre hinweg eine Rolle auf der närrischen Bühne übernommen hat. Mutig, ironisch, schlagfertig und sich selbst nicht schonend hat sie in bester karnevalistischer Manier Zeitkritik geübt", heißt es in der Begründung des Präsidiums.
  • Kramp-Karrenbauer tritt seit 2009 regelmäßig als "Putzfrau Gretl" bei den Narren im Saarland mit Kittelschürze und Kehrbesen auf, um Politiker aller Couleur durch den Kakao zu ziehen.
10:50 Uhr

Mann greift Polizisten in Norwegen mit Motorsäge und Machete an

In Norwegen ist ein Mann von der Polizei erschossen worden, nachdem er mit einer Motorsäge und einer Machete auf die Beamten losgegangen ist.

  • Zunächst habe der Mann einen Polizisten mit einer Machete attackiert, als eine Streife an seiner Haustür geklopft habe, sagte ein Polizeisprecher dem norwegischen Fernsehsender TV2. Der Polizist wurde leicht über dem Auge verletzt.
  • Dann sei stundenlang vergeblich versucht worden, mit dem Mann einen Dialog aufzubauen. Nachdem er auch mit der Motorsäge zum Angriff übergegangen war, sei schließlich auf ihn geschossen worden, sagte Stabschef Pål Erik Teigen.
  • Zu dem Vorfall kam es in Gran rund 60 Kilometer nördlich von Oslo. Der Mann stammte aus der Umgebung und war zwischen 60 und 70 Jahre alt.
10:17 Uhr

USA verschärfen Visaregeln - auch Deutsche betroffen

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Haben Sie ein Nordkorea-Visum in Ihrem Reisepass, benötigen Sie jetzt ein US-Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten.

Man sollte sich schon zweimal überlegen, bevor man nach Nordkorea reist. Doch ab sofort sollte man sogar dreimal nachdenken, denn die USA haben die Einreiseregeln für Nordkorea-Touristen verschärft.

  • Wer in den vergangenen acht Jahren Nordkorea besucht hat, kann nicht länger visumfrei in die USA einreisen, wie die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde mitteilte.
  • Bürger von 38 Ländern, darunter etwa Deutschland, Frankreich und Südkorea, können eigentlich über das Esta-Programm bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA einreisen. Fortan "nicht mehr teilnahmeberechtigt" am Esta-Programm sind Bürger dieser 38 Länder, die seit 1. März 2011 in Nordkorea waren. Sie müssen künftig ein Tourismus- oder Geschäftsvisum beantragen.
  • Sieben weitere Länder standen bereits auf der Liste. Wer in den vergangenen acht Jahren nach Libyen, Somalia, Syrien, in Iran, Irak, Jemen oder den Sudan gereist ist, muss sich ebenfalls um ein US-Visum bewerben.
10:09 Uhr
Breaking News

Schweizer Behörde klagt deutsche WM-Macher an

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat drei Ex-DFB-Funktionäre wegen der Fußball-WM 2006 angeklagt. Die Ankläger werfen den ehemaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und Theo Zwanziger, dem früheren DFB-Generalsekretär Horst Schmidt sowie dem früheren Fifa-Generalsekretär Urs Linsi vor, "arglistig über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in der Höhe von 6,7 Millionen Euro getäuscht zu haben". Gleichzeitig habe die Anwaltschaft mitgeteilt, dass das Verfahren gegen den damaligen Chef des WM-Organisationskomitees, Franz Beckenbauer, separat weitergeführt werde.

Mehr dazu lesen Sie hier.

09:47 Uhr

Frau von Gülleanhänger überrollt und getötet

Auf einer Viehweide in Niedersachsen ist es zu einem schrecklichen Unfall gekommen: Eine 69-Jährige ist von einem Gülleanhänger überrollt und getötet worden.

  • Eine 69-Jährige ist bei einem Unfall auf einer Viehweide in Niedersachsen von einem Gülleanhänger überrollt und getötet worden.
  • Das Unglück ereignete sich in Emlichheim. Die Frau hatte mit ihrem Ehemann auf einer Pferdekoppel gearbeitet. Dieser fuhr den Traktor mit dem angehängten Gülletank. Die 69-Jährige öffnete einen Zaun, damit ihr Mann durchfahren konnte. Dabei kam sie unter den Anhänger.
  • Der genaue Hergang wird nun ermittelt. Eine Notfallseelsorgerin musste sich um die Verwandten kümmern.
09:29 Uhr

Neuseeländer geben Waffen zurück - und bekommen Geld dafür

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das ist doch ein gutes Beispiel für die USA.  Nach dem Terroranschlag auf zwei Moscheen mit 51 Toten Mitte März sind in Neuseeland inzwischen mehr als 9000 Waffen zurückgegeben worden. Als Ausgleich bekamen die bisherigen Besitzer vom Staat eine Summe von insgesamt 16,6 Millionen Neuseeland-Dollar (etwa 9,7 Millionen Euro) gezahlt.

  • Die Aktion, die von Premierministerin Jacinda Ardern auf den Weg gebracht wurde, läuft noch bis kurz vor Weihnachten.
  • Insgesamt beteiligten sich daran bislang mehr als 5000 Besitzer von Waffen.
  • Nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Christchurch hatte die Regierung halbautomatische Waffen verboten. Wer sie legal erworben hatte, bekommt bis zu 95 Prozent des Kaufpreises zurück. Wer illegal in deren Besitz gekommen war und sie nun zurückgibt, kommt um eine Strafe herum.
08:51 Uhr

Wacken 2020 jetzt schon ausverkauft

75.000 Karten in 21 Stunden! Weniger als einen Tag nach dem Verkaufsstart sind alle Tickets für das Wacken Open Air 2020 restlos ausverkauft. Laut Veranstalter haben Fans aus 83 Ländern Karten gekauft. Zwölf Bands sind jetzt schon angekündigt, unter anderem die legendären Judas Priest.

Ein Tipp für alle, die keine Tickets bekommen haben: Offizielle Reisepartner des Wacken haben noch Kontingente zur Verfügung, berichtet der Veranstalter.

08:22 Uhr

Umweltschädliche Autos sollen teurer werden

Angesichts des SUV-Booms hat sich das Umweltbundesamt (UBA) dafür ausgesprochen, für mehr Klimaschutz Fahrzeuge mit hohem CO2-Ausstoß zu verteuern. "Wir müssen Maßnahmen finden, um klimafreundliche Mobilität zu fördern", sagte die Präsidentin des UBA, Maria Krautzberger.

Ein Vorschlag des UBA sei ein aufkommensneutrales Bonus-Malus-System für Neufahrzeuge. Der Malus würde bei Fahrzeugen mit hohen CO2-Emissionen durch eine über mehrere Jahre erhöhte Kfz-Steuer erhoben. Der Bonus würde durch eine gezielte Förderung beim Neukauf eines Autos mit geringem CO2-Ausstoß ausgezahlt.

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07:36 Uhr

Mann kündigt Polizei Chaosfahrt mit Gabelstapler an

Ein 20 Jahre alter Mann hat bei einer Fahrt mit einem Gabelstapler in Baden-Württemberg großen Schaden angerichtet - und seine Tat zuvor bei der Polizei angekündigt.

  • Hintergrund sei "eine verunglückte Liebschaft", vermutet die Polizei.
  • Nach dem Anruf bei der Polizei setzte der junge Mann sein Vorhaben in die Tat um. Während seiner rund fünf Kilometer langen Fahrt krachte er mit dem Teleskop-Gabelstapler gegen fünf geparkte Fahrzeuge, eine Pferdekoppel, eine Scheune, Mauern und Straßenlaternen. Wegen der Größe seines Fahrzeugs konnte die Polizei zunächst nicht eingreifen.
  • Rund eine Stunde später beendete der 20-Jährige seine Fahrt und ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Gesamtschaden liegt bei rund 75.000 Euro.
07:11 Uhr

Schweden verbieten Rauchen auf Spielplätzen

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In Deutschland darf auf vielen Spielplätzen noch geraucht werden.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

In Schweden darf jetzt auch auf Spielplätzen nicht mehr geraucht werden. Und wie ist es in Deutschland? "Brandenburg, Bremen, NRW und das Saarland sowie verschiedene Kommunen verbieten das Rauchen auf Spielplätzen", berichtet Katrin Schaller, Expertin für Tabakkontrolle vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ). Aus ihrer Sicht wäre aber ein bundesweites Rauchverbot sinnvoll. Die Situation in Schweden lasse sich zwar nicht 1:1 auf Deutschland übertragen, könne aber durchaus als positives Beispiel dienen.

Schweden gilt mit einer Quote von weniger als 9 Prozent schon heute als das EU-Land mit den wenigsten regelmäßigen Rauchern. Das Land will bis 2025 rauchfrei werden. "Rauchfrei" bedeutet für die Schweden unter anderem, dass der Anteil der Raucher an der Bevölkerung auf unter fünf Prozent sinken soll.

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06:42 Uhr

Riekes Rückspiegel am 6. August 2019

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Hat heute bestimmt viereckige Augen: Tim Berners-Lee.

(Foto: imago/Leemage)

Wussten Sie, dass … Sie diesen "Tag"-Eintrag ohne Tim Berners-Lee gar nicht lesen könnten? Der Brite hatte Ende der 80er Jahre eine Vision, die er heute vor 28 Jahren schließlich verwirklichte: In einem elektronischen Austauschprogramm an der Forschungseinrichtung Cern postet er die Adresse eines Projektes namens WorldWideWeb: https://info.cern.ch. Es ist die erste öffentlich zugängliche Webpräsenz. Das Internet setzt an zu seinem gesellschaftlichen Siegeszug. Darauf ein Katzenvideo.

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Wir erinnern uns an … Theodor W. Adorno, Philosoph und Quälgeist unzähliger Studierender der Sozialwissenschaften, der heute seinen 50. Todestag hat. "Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach", sagte der Denker etwa. Wir gehen kurz in uns und schauen dann wieder Katzenvideos.

06:41 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser. Heute ist wieder eher wenig los, mal schauen, was uns der Tag so bringt.

  • Bei dem Angriff im texanischen El Paso mit 22 Toten ist auch ein deutscher Staatsbürger ums Leben gekommen. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Das Recht von Fluggästen auf Entschädigung bei massiver Verspätung oder Ausfall ist unbestritten. Dennoch landen immer wieder Fälle vor Gericht. Der Bundesgerichtshof befasst sich heute in Karlsruhe mit der Frage, ob die möglichen Arten von finanziellem Ausgleich addiert werden dürfen oder miteinander verrechnet werden.
  • Der Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 will sich mit dem Fall des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies befassen. Der 63-Jährige soll dem Gremium erklären, wie es in der vergangenen Woche bei einer Festrede in Paderborn zu den als rassistisch kritisierten Aussagen über Afrikaner kam und wie die Äußerungen gemeint waren. Der Ehrenrat kann auch Sanktionen aussprechen.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:23 Uhr

Vielerorts schwere Gewitter und Starkregen

Vor allem im Süden geht es bereits mit Schauern und Gewittern in den Tag. Ansonsten ist es mal mehr, mal weniger wolkig und stellenweise kann es etwas regnen. Später geht es dann in der Nordhälfte überwiegend trocken und freundlich bis sonnig weiter.

Björn Alexander

Björn Alexander

Ganz anders sieht es in etwa südlich einer Linie von der Eifel bis nach Berlin-Brandenburg aus. Hier bilden sich zum Teil schwere Gewitter. Bis in den Abend hinein mit der Gefahr von Unwettern durch Starkregen mit Überflutungsgefahr, großen Hagel und schweren Sturmböen! Denn dort ist die Luft schwül-warm und dementsprechend energiegeladen mit Spitzentemperaturen zwischen 25 und 31 Grad, bevor die teils heftigen Gewitter für eine Abkühlung sorgen.

Wesentlich angenehmer präsentiert sich unterdessen der Sonne-Wolken-Mix weiter nordwärts bei Höchstwerten zwischen 22 und 26 Grad.

Die weiteren Aussichten: morgen besonders im Süden und Südosten in der schwülen Luft nochmals örtliche Schwergewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Dazu werden es zwischen 20 Grad in der Eifel und bis zu 26 Grad in der Lausitz. Am Donnerstag wird es im Norden tendenziell wechselhaft mit gewittrigen Schauern. Ansonsten gibts den klaren Trend zur Wetterbesserung mit Sonne und angenehmen 20 bis 28 Grad. Der Freitag beginnt ebenfalls schön, bevor aus Südwesten bei 21 bis 32 Grad bereits die nächsten Regengüsse mit Blitz und Donner aufkommen. Auch das Wochenende startet mit einem erhöhten Gewitterrisiko. Dafür erwartet uns am Sonntag ein fast makelloser Sommertag bei 20 bis knapp 30 Grad. Ihr Björn Alexander