Der Tag
29. Dezember 2022
imageHeute mit Kristin Hermann und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:43 Uhr

Das war Donnerstag, der 29. Dezember 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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Tübingen stellt Verbotszonen fürs Böllern auf - andere Städte auch. (Foto: picture alliance/dpa)

Sie hören es sicherlich auch schon draußen: Die Knallfrösche sind los und zünden die ersten ihrer Böller auf den Straßen. Fan von Böllern war ich nie und werde ich nie sein. An Feuerwerk in Form von bunten Raketen habe ich allerdings immer schon großen Gefallen gefunden. Wenn man sein Geld in die Luft jagt, warum dann nicht wenigstens auf optisch ansprechende Weise, von der auch andere etwas haben (außer lauter Knallgeräusche)? Das so als kleiner Kompromissvorschlag für Silvester. Auf jeden Fall sollten Sie sich vorher informieren, ob und wo Sie in Ihrer Stadt (auf dem Dorf interessiert es wohl weniger) knallen dürfen. In Tübingen wurden heute zum Beispiel Schilder aufgestellt (Foto).

Ein Tod kam heute unerwartet, der von Modedesignerin Vivienne Westwood. Ein anderer, der von Fußballikone Pelé kam nicht ganz überraschend, da er schon länger im Sterben lag. Doch die Fußballwelt hat der Verlust trotzdem in tiefe Trauer gestürzt. Die Sorge um den emeritierten Papst Benedikt XVI. ist ebenfalls groß, aber heute gab der Vatikan vorerst Entwarnung.

Daneben hätte ich noch diese Empfehlungen für Sie:

Transit durch die "Druschba": Moskau nickt deutsch-kasachisches Öl-Geschäft ab

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Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Donnerstag, der 29. Dezember 2022
22:18 Uhr

Designerin Vivienne Westwood ist tot

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Westwood im Jahr 2017. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Aus der Modewelt erreicht uns noch eine traurige Nachricht: Die britische Star-Designerin Vivienne Westwood ist tot. Wie das Modehaus in einem Statement bei Twitter schreibt, sei die 81-Jährige "friedlich und umgeben von ihrer Familie" in Clapham in South London gestorben. "Die Welt braucht Menschen wie Vivienne, um etwas zum Besseren zu verändern", heißt es in dem Tweet, der mit einem Zitat und einem Foto von Westwood veröffentlicht wurde. Darunter steht: "Vivienne, wir lieben dich."

Designerin Vivienne Westwood ist tot
22:08 Uhr

Greta Thunbergs "K.o."-Tweet taucht als Niederlage auf Tates' Wikipedia-Seite auf

Von diesem "Twitter-Duell" haben Sie gestern vielleicht ja etwas mitbekommen:

Ein deftiger K.o.-Schlag von Klimaaktivistin Greta Thunberg gegen den früheren US-Kickboxer Andrew Tate war das. Danach drängten sich diverse Wortspiele rund ums Thema Boxen - auch bei mir im gestrigen Tag-Eintrag - geradezu auf. Ein Autor oder Autorin bei Wikipedia hat die Witzeleien nochmal auf ein anderes Level gehoben und das kurze und für Tate ziemlich peinlich verlaufene Wortgefecht als Boxkampf in seine Statistik gepackt. Da wird die 19-Jährige als Wettkampfsiegerin gegen Tate geführt. Die Wiki-Autorinnen und -Autoren haben das schon wieder fix zurückkorrigiert, aber zum Glück gibt es ja Screenshots, die wiederum die Leute bei Twitter heute belustigen:

Dankeschön unbekannter Weise an den Menschen, der uns im Internet mit "Thunberg vs. Tate" heute noch einen Spaß auf Kosten dieses großkotzigen Mannes mit offensichtlich kleinem Ego beschert hat. Warum ich das so sehe, können Sie hier nachlesen.

Greta Thunbergs "K.o."-Tweet taucht als Niederlage auf Tates' Wikipedia-Seite auf
21:38 Uhr

Slowakei feiert 30. Geburtstag - "sind noch ein junger Staat"

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Mahnt zur Wachsamkeit, die Demokratie im Land zu beschützen: Präsidentin Zuzana Caputova. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Bei Erdkundekarten in der Schule hieß es zu meiner Schulzeit gern mal "Da müsst ihr euch jetzt zwei Länder denken" - gemeint sind Tschechien und die Slowakei. Davor waren sie mal die "Tschechoslowakei", bis der Staat fast auf den Tag genau vor 30 Jahren aufgelöst wurde. Die Trennung war "einvernehmlich" und verlief friedlich, was ganz und gar nicht selbstverständlich war: Zur gleichen Zeit brach Jugoslawien in blutigen Kriegen auseinander (auch hier waren die Karten Anfang der 2000er meist nicht auf dem neuesten Stand ...). Überschattet vom Krieg im Nachbarland Ukraine erinnert die Slowakei in diesen Tagen an die Staatsgründung vor 30 Jahren. Präsidentin Zuzana Caputova mahnt, es gebe noch viel zu tun, um die Macht- und Verwaltungsstrukturen des Landes zu festigen. "Wir sind noch immer ein junger Staat", sagte sie der staatlichen Nachrichtenagentur TASR. Deshalb hätten die Institutionen des Rechtsstaats noch nicht die gleiche Autorität wie in älteren Demokratien. Als Errungenschaft würdigte sie, dass die Slowakei so wie auch Tschechien der Europäischen Union und Nato beigetreten und damit in westlichen Strukturen verankert sei.

Gefeiert wird am 1. Januar nur in der Slowakei. Tschechien begeht den Gründungstag der gemeinsamen Tschechoslowakei nach dem Ersten Weltkrieg (28. Oktober 1918) als Staatsfeiertag.

Slowakei feiert 30. Geburtstag - "sind noch ein junger Staat"
21:07 Uhr

Trump kann sich vor Aussage zu Kapitolsturm drücken

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Trump kommt um eine Befragung herum, aber um eine strafrechtliche Aufarbeitung, steht noch aus. (Foto: REUTERS)

Die Demokraten haben die Mehrheit im US-Kongress im November verloren. Besonders einem Republikaner kommt das jetzt zugute: Donald Trump. Der Untersuchungsausschuss zur Attacke auf das US-Kapitol hat nach der Veröffentlichung seines Abschlussberichtes die Vorladung gegen den Ex-Präsidenten offiziell zurückgezogen. Darüber informierte der demokratische Ausschussvorsitzende Bennie Thompson Trumps Anwälte in einem Brief, wie mehrere US-Medien, darunter die "New York Times" und der Sender CNN, berichten. Denn im Kongress, der am Dienstag mit den neuen Mehrheitsverhältnissen seine Arbeit aufnimmt, übernehmen die Republikaner die Kontrolle und der Untersuchungsausschuss wird aufgelöst. Trump kommt so tatsächlich um die Befragung im Ausschuss herum.

Er wertet den Rückzug der Vorladung nun als Erfolg. Auf der von ihm mitbegründeten Social-Media-Plattform Truth Social schreibt Trump: "Sie haben das wahrscheinlich getan, weil sie wussten, dass ich nichts falsch gemacht habe." Genau, deshalb hat das Gremium in seiner letzten öffentlichen Anhörung vor Weihnachten auch eine strafrechtliche Verfolgung Trumps in vier Anklagepunkten empfohlen ...

Trump kann sich vor Aussage zu Kapitolsturm drücken
20:44 Uhr

Stau nach Feiertagen: Tesla-Fahrer warten teils stundenlang vor Ladesäulen

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Tanken ist mit einem Tesla nach den Feiertagen wohl kein Vergnügen in Großbritannien. (Foto: Jamie Waters)

Wer Auto fährt, kennt das leidige Szenario an der Tankstelle: alle Säulen belegt und der Typ vor einem holt auch noch den Wischeimer, um seine Scheiben endlich mal ganz gründlich zu säubern ... was mir und Ihnen vielleicht wie eine Ewigkeit vorkommt, ist für Tesla-Fahrerinnen und -Fahrer in Großbritannien nach den Feiertagen bittere Realität geworden: Teils mehrere Stunden sollen Tesla-Besitzerinnen und -Besitzer mit ihren E-Autos vor den Elektro-Tankstellen angestanden haben, wie "Daily Mail" berichtet. So wie im Artikel berichtet es auch Tesla-Fahrer Jamie Waters auf Twitter: Fürs Tanken musste er in Tebay in der Grafschaft Westmorland mit seinem E-Auto zweieinhalb Stunden anstehen. Die Stadt liegt übrigens etwa eineinhalb Stunden von Manchester entfernt. Nicht nur dort scheint es noch Luft nach oben beim Angebot der Ladesäulen zu geben ...

Stau nach Feiertagen: Tesla-Fahrer warten teils stundenlang vor Ladesäulen
20:06 Uhr

Legende des Weltfußballs: Pelé ist tot

Der Weltfußball trauert um seinen vielleicht größten Spieler: Brasiliens dreimaliger Weltmeister Pelé ist im Alter von 82 Jahren gestorben, wie seine Familie bestätigt. Er war seit geraumer Zeit krank und musste sich zuletzt schon im Krankenhaus behandeln lassen. Der Ausnahmespieler, der aus ärmlichen Verhältnissen entstammt, wurde 1958 in Schweden, 1962 in Chile und 1970 in Mexiko Weltmeister. Bei der WM-Endrunde 1958 gelangen ihm beim 5:2-Triumph im Endspiel gegen Gastgeber Schweden zwei Tore. Hemmungslos weinend auf den Schultern sein Mitspieler wurde der damals 17-Jährige aus dem Stadion getragen.

Legende des Weltfußballs: Pelé ist tot
19:58 Uhr

Feuerwerkhändler schimpft über Baumärkte - "scheinheilig"

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Raketen dürfen nach zwei Jahren Corona-Pause wieder verkauft werden. (Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild)

Wer nach Raketen, Böllern und Co. sucht, wird in Baumärkten wie Hornbach und Bauhaus nicht fündig. Die Waren sind nicht schon am ersten Verkaufstag vergriffen. Diese Baumärkte haben sie gar nicht im Sortiment. Die Geschäftsführungen begründen dies damit, es sei auf Anregung von Tier- und Umweltschutzverbänden geschehen. Für Richard Eickel, Chef des Bremerhavener Feuerwerkshändlers Comet, "verkaufen" sich die Baumärkte damit vor allem gerade selbst. Er hält die Argumentation der Baumärkte mit Tierwohl und Umweltschutz für "scheinheilig". Dem "Weser-Kurier" sagte er, warum er dies für vorgeschoben hält: "Baumärkte waren im Feuerwerksverkauf auch vor Corona nicht sonderlich stark." Zwischen den Feiertagen hätten die Leute offenbar etwas anderes zu tun, als im Baumarkt einzukaufen. Wichtigster Vertriebskanal für das Silvesterfeuerwerk bleiben Supermärkte und Discounter.

Feuerwerkhändler schimpft über Baumärkte - "scheinheilig"
19:26 Uhr

Vier Frauen in Spanien in 24 Stunden getötet - Minister verurteilt "Macho-Terror"

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Frauen protestieren immer wieder gegen "Macho-Gewalt" in Spanien. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Das eigene Zuhause kann für Frauen ganz schnell zum gefährlichsten Ort der Welt werden - wenn der Partner, Vater oder Bruder über Tod oder Leben entscheidet. Spanien geht seit mehreren Jahren mit Sonderstaatsanwaltschaften und speziellen Gerichten entschlossen gegen die dort oft als "Macho-Gewalt" bezeichneten Straftaten vor. Umso schockierender ist es wohl, dass binnen 24 Stunden vier Frauen in Spanien von ihren Partnern getötet wurden. Statistisch ist es eine Frau etwa alle acht Tage (in Deutschland alle drei Tage). Innenminister Fernando Grande-Marlaska verurteilt männliche Gewalt gegen Frauen als "Macho-Terrorismus". Der Staat werde alles unternehmen, diese Verbrechen zu beenden, sagte Grande-Marlaska nach einer Krisensitzung in Madrid. Alle Polizeidienststellen des Landes seien aufgerufen worden, den Schutz von Frauen und Kindern zu verstärken.

  • Ein 52-Jähriger bei Toledo brachte seine 32-jährige Frau um, die im neunten Monat von einem anderen Mann schwanger war.

  • In Madrid erstach ein Mann die 20-jährige Tochter seiner früheren Partnerin.

  • In Bilbao wurde eine weitere Frau von ihrem Ex-Freund erstochen.

  • In Benidorm stürzte eine 22-Jährige aus dem sechsten Stock in den Tod - ihr gleichaltriger Freund wurde festgenommen.

Vier Frauen in Spanien in 24 Stunden getötet - Minister verurteilt "Macho-Terror"
18:56 Uhr

Deshalb fiel Samantha Fox drei Mal durch die Führerschein-Prüfung

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Samantha Fox (Foto: picture alliance / Photoshot)

An die Führerscheinprüfung hat man meist eher so gemischte Erinnerungen: ziemlicher Stress, irgendwas klappt natürlich nicht und am Ende große Erleichterung - sofern es auf Anhieb klappt. Doch sollten Sie mal durch die Prüfung gefallen sein, so sind sie nicht allein: Auch die 80er-Jahre-Ikone Samantha Fox ist nach eigenen Angaben als junge Frau durchgefallen, sogar ganze drei Mal! Sie hat nur vielleicht eine originellere Ausrede: Die Paparazzi, die sie als junge Frau ständig verfolgt hätten, seien schuld gewesen. "Das war sehr schwierig", sagte die 56-jährige Popsängerin ("Touch Me") jetzt in einem "Stern"-Interview. "Paparazzi verfolgten mich auf Schritt und Tritt, lauerten vor meinem Haus, mieteten sich Boote und Helikopter, nur um Bilder zu machen. Die vielen Fotografen machten mich so nervös, dass ich drei Mal durch die Führerschein-Prüfung fiel. Ich bestand erst, als ich sie inkognito in einem abgelegenen Ort in Wales machte."

Deshalb fiel Samantha Fox drei Mal durch die Führerschein-Prüfung
18:14 Uhr

Straßenbahn mit Steinen zum Entgleisen gebracht? Polizei fahndet nach Jugendlichen

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Der Schaden ist mit 300.000 Euro kein Pappenstiel. (Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Eltern in Ludwigshafen,

wo waren Ihre lieben Kinder am 8. Oktober? Die Polizei sucht in der Stadt in Rheinland-Pfalz nach zwei Teenagern, die leider etwas mehr als einen einfachen Jugendstreich angerichtet haben sollen. Anfang Oktober war eine Straßenbahn in der Stadt entgleist - weil jemand Steine auf die Gleise gelegt hatte. Das haben die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft Frankenthal ergeben. Nun hat sich das Täterprofil etwas konkretisiert und die Polizei bittet um Hinweise auf zwei Jugendlichen. Damals entstand laut Polizei ein Schaden von rund 300.000 Euro.

Straßenbahn mit Steinen zum Entgleisen gebracht? Polizei fahndet nach Jugendlichen
17:37 Uhr

Befragung: Jugendliche greifen wieder häufiger zur Kippe

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Teuer, stinkt und schadet der Gesundheit - warum rauchen Menschen also? (Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild)

Etwas aus der Kategorie "Trends, die niemand braucht": In Deutschland greifen wieder mehr Jugendliche zur Kippe. Einer Befragung zufolge stieg der Anteil der Raucherinnen und Rauchern bei den 14- bis 17-Jährigen 2022 auf mehr als 15 Prozent an. Das geht aus neuen Zahlen der regelmäßig durchgeführten Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (Debra) hervor. Der Schnitt der sechs Vorjahre hatte gut zehn Prozent betragen. 2021 waren es demnach noch 8,7 Prozent gewesen. Bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren stieg der Anteil von 36,1 auf 40,8 Prozent an. Zuvor hatte "Spiegel Online" darüber berichtet.

Was also tun? Möglichkeiten gäbe es, etwa ein Verbot von Tabakwerbung im Kino. Bei der Prävention hängt Deutschland deutlich hinter den skandinavischen Ländern, Großbritannien oder den Niederlanden hinterher. Das räumte auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gegenüber "Spiegel Online" ein. "Wir haben keine Einheitsverpackungen, an Verkaufsorten sind Zigarettenschachteln und Werbung noch überall zu sehen und im Kino ist Tabakwerbung noch immer erlaubt. Umso mehr müssen wir auf den Jugendschutz achten", sagte der SPD-Politiker.

Befragung: Jugendliche greifen wieder häufiger zur Kippe
16:54 Uhr

Fotos mit Tiger auf Hochzeit gepostet - Polizei "überrascht" feiernde Clanfamilie

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Nein, das ist nicht der sieben Monate alte Tiger aus der Meldung, sondern einer aus dem Zoo Berlin - vielleicht sollte das Tierkind dorthin umziehen? (Foto: dpa)

Diese Postings in sozialen Netzwerken hätten sich die Gäste einer Hochzeitsfeier in Berlin wohl besser verkniffen: Als dort Fotos von einer Party in einer Villa in Berlin-Neukölln kursieren, bei der offensichtlich auch ein junger Tiger "eingeladen" ist, rückt die Polizei an. Für die Adresse mussten die Beamten nicht lange recherchieren, sie ist den Behörden bestens bekannt: Bei dem Haus handelt es sich um eine Villa, die das Land Berlin von einem kriminellen Clan beschlagnahmt hatte - doch die Familienbande will einfach nicht ausziehen. Als die Polizisten zusammen mit Kollegen vom Ordnungsamt an der Villa eintreffen, ist von dem jungen Raubtier allerdings nichts mehr zu sehen. Die Raubkatze war nur für wenige Minuten zu Gast - gebucht als Attraktion beim Circus Berolina. Der Zirkus aus dem brandenburgischen Schönefeld verdient sein Geld neben Unterhaltung in großen Zelten wohl auch mit "Tiger-Auftritten" in Wohnzimmern oder wo auch immer man sich das Raubtier hinbestellt. "Wir werden gebucht und dann fahren wir dahin", sagte die Zirkussprecherin und verneinte, dass man Kenntnis hatte, um wen es sich beim Kunden handelt. Ob Tierbaby oder ausgewachsenes Raubtier - das ist für mich persönlich doch mal eine vertrauenserweckende Aussage zum Thema "Tiger mitten in Berlin". Abgesehen davon, dass exotische Tiere im Zirkus zu halten ziemlich "outdated" und Tierquälerei ist, sollten sich die brandenburgischen Behörden vielleicht doch nochmal mit der artgerechten Haltung in besagtem Zirkus befassen.

Falls Sie noch etwas mehr über den Rechtsstreit um die Villa erfahren wollen: Das Gebäude und das Grundstück gehören zu 77 Immobilien, die die Staatsanwaltschaft 2018 beschlagnahmt hatte. Diese wurden nach Überzeugung der Behörde nicht mit legalem Geld gekauft. Im Fall der Villa ist inzwischen rechtskräftig entschieden, dass das Land Berlin Eigentümer ist. Der Bezirk Neukölln hatte der Familie gekündigt und 2021 eine Frist zum Auszug gesetzt. Da der Clan die Villa nicht räumte, zog der Bezirk vor Gericht.

Fotos mit Tiger auf Hochzeit gepostet - Polizei "überrascht" feiernde Clanfamilie
16:28 Uhr

Italien erschwert per Dekret zivile Hilfe für Menschen auf dem Mittelmeer

In Italien sind zivile Seenotretter alles andere als gern gesehen - zumindest die, die Menschen aus afrikanischen Ländern vor dem Ertrinken retten. Nun hat die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ein Dekret verabschiedet, das die Einsätze von zivilen Seenotrettern im Mittelmeer deutlich einschränken soll. Internationale Helfer reagieren empört. Das Dekret sieht unter anderem vor, dass die Schiffe der Hilfsorganisationen nach einer ersten Rettung sofort einen dann zugewiesenen Hafen ansteuern müssen, ohne eventuell weiteren Booten in Seenot Hilfe leisten zu können. Normalerweise führen die Schiffe pro Einsatz mehrere Rettungen von Menschen auf kleinen Booten durch.

"Das neue Dekret der italienischen Regierung ist eine Aufforderung zum Ertrinkenlassen", sagte Oliver Kulikowski vom deutschen Verein Sea-Watch, der regelmäßig auf Einsätzen im zentralen Mittelmeer ist. "Schiffe in den Hafen zu zwingen, verstößt gegen die Pflicht zur Rettung, sollten noch weitere Menschen in Seenot sein. Wir werden uns auch diesem Versuch entgegenstellen, zivile Seenotrettung zu kriminalisieren und Flüchtende ihrer Rechte zu berauben." Auch Ärzte ohne Grenzen übte Kritik. "Wir werden gezwungen, die Rettungszone im Mittelmeer ungeschützt zu lassen, was dazu führen wird, dass die Zahl der Toten steigt", sagte Marco Bertotto, der Italien-Verantwortliche der NGO, der Zeitung "La Stampa".

Italien erschwert per Dekret zivile Hilfe für Menschen auf dem Mittelmeer
15:47 Uhr

Python sorgt in Thai-Imbiss für Angst und Schrecken

Nanu? Was ist das denn da neben der Klimaanlage? Eine Angestellte in einem thailändischen Imbiss erlebt eine böse Überraschung: Eine Python-Schlange bahnt sich ihren Weg in ihr kleines Geschäft. Die Frau kreischt los - was soll man auch sonst vor Schreck tun? Wie die Sache ausgegangen ist und was sich noch so an erstaunlichen Dingen zugetragen hat, erfahren Sie im Video:

Python löst chaotische Rettungsaktion in Café aus

Python sorgt in Thai-Imbiss für Angst und Schrecken
15:21 Uhr

Hersteller ruft Ingwer-Shot zurück - Glassplitter entdeckt

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So sehen die Fläschchen des Herstellers aus. (Foto: Voelkel GmbH)

Trinken Sie gern Ingwer-Shots? Dann hoffentlich selbst zubereitet, denn die meisten im Handel sind ganz schöne Zuckerbomben und weniger antientzündliche Alleskönner. Doch aus noch einem Grund wäre die selbstgemachte Variante vielleicht empfehlenswerter: Der Safthersteller Voelkel hat wegen möglicher Glassplitter einen Kurkuma Ingwer Shot zurückgerufen. Betroffen sind 60-Milliliter-Shots mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 27.03.2024, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilt. Das Produkt ist in dm-Filialen sowie im dm-Onlineshop erhältlich. Bei der betroffenen Charge wurden vereinzelt kleine Glassplitter in Flaschen festgestellt. Das Unternehmen könne nicht ausschließen, dass noch weitere Flaschen betroffen sind.

Man empfehle Verbraucherinnen und Verbrauchern, "das Produkt nicht zu verzehren", heißt es. Es könne auch ohne Vorlage des Kassenbons in Geschäften zurückgegeben werden, der Preis werde erstattet. Produkte mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten seien nicht betroffen. Verkauft wurde die Charge des niedersächsischen Herstellers mit Hauptsitz in Höhbeck im Landkreis Lüchow-Dannenberg im Osten Niedersachsens nicht nur in Niedersachsen selbst, sondern auch in Nordrhein-Westfalen.

Hersteller ruft Ingwer-Shot zurück - Glassplitter entdeckt
14:53 Uhr

19 Kinder in Usbekistan sterben nach Einnahme von Hustensaft aus Indien

Einige Familien in Usbekistan erleben gerade den Horror, weil es Menschen gibt, die aus Dingen Profit schlagen wollen und dabei auch den Tod kleiner Kinder in Kauf nehmen: Nach Angaben der Behörden sind 19 Kinder womöglich nach der Einnahme von Hustensaft gestorben. Dieser stammt aus der "Apotheke der Welt", aus Indien, wo viele Pharmafirmen ihre Medikamente billiger als in den meisten anderen Ländern herstellen lassen. Die Staatsanwaltschaft habe ein Verfahren wegen des Vertriebs von gepanschten Medikamenten eingeleitet, teilt die Nachrichtenagentur Fergana mit. Ermittelt werde gegen Verantwortliche bei der Firma Quramax Medical, die den Hustensaft importiert hat, sowie bei der GmbH "Wissenschaftliches Zentrum für die Standardisierung von Medikamenten" in Usbekistan. Zuvor hatte bereits eine Sprecherin des usbekischen Geheimdienstes erklärt, die Tatverdächtigen säßen in Untersuchungshaft. Über die Anzahl der Verhafteten machte die Sprecherin keine Angaben. Besonders traurig daran ist, dass der Fall von gepanschten Medikamenten keinesfalls neu ist: Vor einigen Wochen warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits vor mehreren in Gambia vertriebenen Husten- und Erkältungssäften aus Indien, die im Verdacht stünden, akutes Nierenversagen auszulösen und den Tod von Dutzenden Kindern verursacht zu haben.

Das indische Gesundheitsministerium teilt heute mit, dass sie im Zusammenhang mit dem Sirup Dok1 Max der Pharmafirma Marion Biotech mit den usbekischen Behörden in Kontakt stünden. Die örtliche Arzneimittelbehörde hätte zudem eine Inspektion der Produktionsstätte im Bundesstaat Uttar Pradesh durchgeführt und Hustensirupproben mitgenommen, die an ein Labor zur Auswertung gesendet würden.

19 Kinder in Usbekistan sterben nach Einnahme von Hustensaft aus Indien
14:27 Uhr

Unfall entfacht Feuer auf Autobahn in Südkorea - mehrere Tote

In Südkorea ist es auf einer Autobahn zu einem folgenschweren Unfall gekommen: Als mehrere Fahreuge kollidieren, kommt es zu einem Feuer in einem Lärmschutztunnel in Gwacheon. Mehrere Menschen kommen bei dem Brand ums Leben. Die Einsatzkräfte rücken mit Dutzenden Feuerwehrautos und mehreren Helikoptern an.

Unfall entfacht Feuer auf Autobahn in Südkorea - mehrere Tote
14:10 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Kristin Hermann kann den Feierabend einläuten, denn ich übernehme ab hier für sie im "Tag". Bis zum späten Abend halte ich Sie hier mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und hoffentlich auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: dertag@n-tv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
13:58 Uhr

Premiere im Pulverschnee: Heidi Klum bringt Bill und Tom Kaulitz Skifahren bei

Heidi Klum macht aktuell die Skipisten unsicher - und zwar zusammen mit ihrem Ehemann Tom Kaulitz und dessen Zwillingsbruder Bill. Auf Instagram präsentiert sich das Dreiergespann in mehreren Fotos und Videos auf der verschneiten Piste. Für Tom und Bill Kaulitz ist es das erste Mal, dass sie auf den Brettern stehen - und Model Klum gibt den beiden Unterricht.

In einem Clip sind die Zwillingsbrüder zu sehen, wie sie langsam und vorsichtig die Piste hinunterfahren. "Fahr mal ein paar schöne Kurven, Tom", erklärt Klum, die die beiden filmt. "Schön macht ihr das, für den ersten Tag." Auch im Kommentar kann das Model seine Begeisterung kaum zurückhalten. "Sehr gut! Tom und Bills erster Tag. Ein Lob an den Skilehrer." Neben dem Video veröffentlichte Klum ein Foto, auf dem die drei in die Kamera lächeln - jeder mit einem Aperol Spritz vor sich.

Premiere im Pulverschnee: Heidi Klum bringt Bill und Tom Kaulitz Skifahren bei
13:41 Uhr

Krise auf dem Balkan entschärft - Kosovo öffnet Grenzübergang nach Serbien

Der Kosovo hat seinen größten Grenzübergang zu Serbien wieder geöffnet. Die Regierung in Pristina reagierte damit auf Zusagen der serbischen Minderheit im Norden des Landes, Straßenblockaden aufzuheben. Die Sperren waren errichtet worden, nachdem ein früherer serbischer Polizist bei einer Kundgebung festgenommen worden war. Er wurde nun aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt. Serbien hat wegen der Spannungen seine Armee in Alarmbereitschaft versetzt. Die im Kosovo stationierte NATO-Friedenstruppe Kfor rief am Mittwoch die Konfliktparteien zu Zurückhaltung und Dialogbereitschaft auf. Im Norden des mehrheitlich albanischen Kosovo leben rund 50.000 Serben. Sie weigern sich, den Kosovo als Staat anzuerkennen und werden dabei von der Regierung in Belgrad unterstützt. Der Konflikt schwelt seit mehr als 20 Jahren. 2008 hatte sich der Kosovo mit westlicher Unterstützung für unabhängig erklärt.

Krise auf dem Balkan entschärft - Kosovo öffnet Grenzübergang nach Serbien
13:11 Uhr

Windkraftanlage im Saarland abgebrannt - Trümmer stürzen auf Straße

Auf einem Feld bei Losheim am See hat am späten Mittwochabend ein Windrad Feuer gefangen. Die Windkraftanlage stand in der Nacht vollständig in Brand, wie die Feuerwehr mitteilte. Wegen der Höhe des Windrades bestehe auch in mehreren Hundert Metern Entfernung noch Gefahr durch herabstürzende Trümmerteile. Laut Polizei soll ein technischer Defekt den Brand ausgelöst haben. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht. Schätzungen zufolge liegt die Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich.

Windkraftanlage im Saarland abgebrannt - Trümmer stürzen auf Straße
12:41 Uhr

Tod neben der Skipiste: 17-jährige Deutsche stürzen gut 50 Meter ab

Nach dem Tod zweier 17-jähriger Skifahrer aus Bayern im österreichischen Gebiet Steinplatte ist die genaue Unfallursache weiter unklar. Die beiden jungen Skifahrer aus dem Raum Berchtesgaden und aus der Oberpfalz waren am Mittwoch in dem Skigebiet im Tiroler Bezirk Kitzbühel über den rechten Rand der Piste geraten. Dort stürzten sie rund 50 Meter bis 60 Meter tief ab, wie ein Polizeisprecher in Tirol sagte. Sie starben trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle. "Wir können nicht sagen, ob sie über den Pistenrand herausgefahren sind - ober ob sie herausgestürzt sind durch einen Kontakt untereinander", sagte der Sprecher. Es sei auch möglich, dass einer den anderen nach einem solchen Kontakt mitgerissen habe.

Die Piste verlaufe an der Stelle gerade, ohne Kurve. Die beiden seien mit ihren Familien in dem Skigebiet gewesen, jedoch zu dem Zeitpunkt allein gefahren. Laut Zeugen waren die beiden Jugendlichen auf der roten Piste mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs. Der Sprecher warnte grundsätzlich besonders angesichts des Schneemangels davor, die Pisten zu verlassen. "Aufgrund der geringen Schneelage ist es nicht ratsam, außerhalb des präparierten Geländes zu fahren."

Tod neben der Skipiste: 17-jährige Deutsche stürzen gut 50 Meter ab
12:05 Uhr

Allüren am Set: Vergeigt Johnny Depp seine zweite Chance in Hollywood?

Johnny Depp versucht nach seiner öffentlichen Schlammschlacht mit Ex-Frau Amber Heard in Hollywood erneut Fuß zu fassen. Doch bei den Dreharbeiten für sein neuestes Projekt, dem französischen Film "Jeanne du Barry", soll es alles andere als gut gelaufen sein. Der Schauspieler soll angeblich mit der Regisseurin Maiwenn Le Besco aneinandergeraten sein. Der französische Moderator und Schauspieler Bernard Montiel erklärte in der Talkshow "Touche pas à mon poste!", dass der "Fluch der Karibik"-Star aufgrund von Zeitproblemen mit Maiwenn Le Besco gestritten habe.

"Es läuft sehr, sehr schlecht. Sie kommen überhaupt nicht miteinander aus, sie schreien sich die ganze Zeit an", erklärte Montiel, als er über die Zeit während der Dreharbeiten sprach. Aktuell befindet sich der Streifen in der Postproduktion. "Johnny Depp ist ein ausgezeichneter Schauspieler, wenn er ans Set kommt", sagte Montiel weiter. "Nur manchmal ist das Team um 6 Uhr morgens bereit und niemand kommt." Die Regisseurin sei daraufhin wütend gewesen. "Und am nächsten Tag ist sie es, die nicht kommt und Johnny Depp ist da", fügte er hinzu. "Es ist Wahnsinn."

Allüren am Set: Vergeigt Johnny Depp seine zweite Chance in Hollywood?
11:49 Uhr

Melonis neue Flüchtlingspolitik: Italien verschärft Gesetze für Seenotrettung

Italiens neue rechtsgerichtete Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verschärft die Regeln für Hilfsorganisationen bei der Flüchtlingsrettung auf See. Das Kabinett beschloss, dass Schiffe nach einer Seenotrettung "unverzüglich" einen Hafen ansteuern müssen, anstatt noch länger auf See nach weiteren Flüchtlingsbooten zu suchen. Die NGOs müssen zudem bereits an Bord ihrer Schiffe die geretteten Migranten darüber informieren, dass sie überall in der Europäischen Union um Schutz bitten können. Bei Zuwiderhandlung droht den Kapitänen eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro. Bei wiederholten Verstößen kann das Schiff beschlagnahmt werden.

Seit ihrem Amtsantritt im Oktober hat die Regierung die Aktivitäten der Hilfsorganisationen ins Visier genommen und sie beschuldigt, mit ihrer Arbeit Menschenhändlern zu nutzen. Die NGOs weisen die Vorwürfe zurück und kritisieren, dass die neuen Regeln Menschenleben gefährdeten. Riccardo Gatti, der für ein Rettungsschiff von "Ärzte ohne Grenzen" verantwortlich ist, sagte der Tageszeitung "La Repubblica", dass das Dekret Teil einer Strategie sei, die "das Todesrisiko für Tausende von Menschen erhöht." Die neuen Regeln könnten gegen internationale Konventionen verstoßen und seien "ethisch inakzeptabel".

Melonis neue Flüchtlingspolitik: Italien verschärft Gesetze für Seenotrettung
11:16 Uhr

Herausforderung für die Ehe: Michelle Obama konnte ihren Mann zehn Jahre lang "nicht ausstehen"

Die Beziehung von Michelle und Barack Obama ist durch die Erziehung ihrer Töchter auf eine harte Probe gestellt worden. In der Talkrunde "Revolt" sprach die ehemalige First Lady darüber, dass sie ihren Ehemann zehn Jahre nicht leiden konnte. An dem runden Tisch erklärte sie, welche Herausforderung zwei kleine Kinder für eine Beziehung darstellen: "Wir reden nicht viel darüber, wie viel Arbeit es erfordert und wie hart es ist, sogar, wenn du die Person sehr liebst und alles gut funktioniert", so Michelle über ihre Ehe mit dem ehemaligen Präsidenten, die die Töchter Malia Ann und Natasha hervorgebracht hat.

"Die Leute denken, ich bin gehässig, wenn ich sage: Es gab zehn Jahre, in denen ich meinen Mann nicht ausstehen konnte. Und wann war diese Zeit? Als die Kinder klein waren", so Obama. In dieser Zeit habe das Paar versucht, gleichzeitig ihre Karrieren zu verfolgen, während sie sich auch über Dinge wie Schule und die Aufteilung der Aufgaben kümmerten. Dabei habe sich die zweifache Mutter nicht gleichberechtigt gefühlt: "Ehe ist nicht 50/50, niemals, niemals. Es gibt Zeiten, da mache ich 70, er 30 (Prozent). Es gibt Zeiten, da macht er 60, ich 40. Aber wissen Sie: 10 Jahre - wir sind 30 verheiratet. Ich nehme 10 schlechte Jahre für 30 in Kauf - es kommt nur darauf an, wie man es sieht." Viele Menschen würden stattdessen aufgeben und nach 5 Jahren denken, sie könnten nicht mehr.

Herausforderung für die Ehe: Michelle Obama konnte ihren Mann zehn Jahre lang "nicht ausstehen"
10:42 Uhr

Supermarkt in Brandenburg brennt komplett nieder - Böller wohl Ursache

Im brandenburgischen Hohen Neuendorf brennt ein Supermarkt komplett nieder. Zeitweise ist die Lage laut der Einsatzkräfte kritisch, da gelagertes Feuerwerk in den Flammen explodiert. Als Auslöser werden Böller vermutet, die vor dem Gebäude gezündet wurden.

Supermarkt in Brandenburg brennt komplett nieder - Böller wohl Ursache
10:04 Uhr

Boliviens Oppositionsführer Camacho festgenommen

In Bolivien ist der prominente Oppositionsführer Luis Fernando Camacho festgenommen worden. Hintergrund sind Vorwürfe des versuchten Staatsstreichs vor drei Jahren. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, die Festnahme des 43-jährigen rechtsgerichteten Gouverneurs der Region Santa Cruz stehe im Zusammenhang mit dem Sturz des ehemaligen linken Präsidenten Evo Morales im Jahr 2019. In einem Haftbefehl vom Oktober wurde Camacho des "Terrorismus" beschuldigt, ohne dass Details genannt wurden. Damit verschärfen sich die Spannungen zwischen der Linksregierung von Präsident Luis Arce und Camachos Basis in dem wohlhabenden Landwirtschaftszentrum Santa Cruz.

Camacho war bei der Präsidentschaftswahl 2020 dem Sozialisten Arce unterlegen, der unter Morales Wirtschaftsminister war. Camacho wies die Anschuldigungen als falsch und unglaubwürdig zurück. Er sei von der Polizei "brutal entführt" worden, teilte er auf Twitter mit. Er sei stolz auf seine Rolle im Kampf für "Freiheit und Demokratie" in Bolivien. Ex-Präsident Morales erklärte auf Twitter, er hoffe, dass Camachos Festnahme Gerechtigkeit bringen werde. "Endlich, nach drei Jahren, wird sich Luis Fernando Camacho für den Staatsstreich verantworten, der zu Raubüberfällen, Verfolgungen, Verhaftungen und Massakern der De-facto-Regierung geführt hat." Morales war im November 2019 nach fast 14 Jahren im Präsidentenamt zurückgetreten, nachdem Vorwürfe der Wahlfälschung gegen ihn zu Massenprotesten geführt hatten.

Boliviens Oppositionsführer Camacho festgenommen
09:30 Uhr

Holzbrücke eingestürzt - Geflügeltransporter fällt in Kanal

Wegen einer einstürzenden Holzbrücke ist ein mit Geflügel beladenes Lastwagengespann im niedersächsischen Landkreis Grafschaft Bentheim in einen Kanal gefallen. Der in der Nähe des Orts Laar in den Kanal gestürzte Anhänger war mit rund 2700 lebenden Hühner beladen, teilt die Polizei mit. Der Fahrer habe sich am Morgen aus eigener Kraft befreit. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Das Gespann sei offenbar zu schwer für die Brücke gewesen, hieß es.

Holzbrücke eingestürzt - Geflügeltransporter fällt in Kanal
09:05 Uhr

Feuerwerk in Wohnung explodiert - 25-Jähriger bei Brand verletzt

Kaum geht der Feuerwerksverkauf los, gibt es die ersten Meldungen von Verletzten: Bei einer Explosion von Feuerwerkskörpern in seiner Wohnung ist ein 25-Jähriger in Schleswig-Holstein verletzt worden. Der Mann habe am Mittwochabend eigenen Angaben zufolge in der Wohnung geraucht, daraufhin seien die Feuerwerkskörper explodiert und es sei Feuer ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Polizei Lübeck. Der Mann habe Verbrennungen erlitten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die weiteren Bewohner des Hauses in Heiligenhafen blieben unverletzt. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten vier Stunden. Der Kampfmittelräumdienst stellte die übrig gebliebenen Silvesterknaller sicher. Die Wohnung des Mannes ist nach dem Brand unbewohnbar, die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Laut Polizeiangaben hatte der Mann die Feuerwerkskörper wohl im Internet bestellt. Er muss sich nun wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten.

Feuerwerk in Wohnung explodiert - 25-Jähriger bei Brand verletzt
08:31 Uhr

Unglück in Kambodscha: Mindestens zehn Tote bei Brand in Casino-Hotel

Bei einem Brand in einem Casino-Hotel im Nordwesten Kambodschas sind Medienberichten zufolge mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 weitere seien verletzt worden, meldeten örtliche Medien unter Berufung auf die Behörden. Das Feuer in dem Grand Diamond City Hotel and Casino in Poipet an der Grenze zum benachbarten Thailand sei aus bislang ungeklärter Ursache am Mittwoch gegen Mitternacht ausgebrochen.

In dem Gebäude hätten sich mehr als 400 Menschen aufgehalten, die meisten von ihnen Thailänder, zitierte die Zeitung "The Phnom Penh Post" einen Sprecher der Stadtverwaltung. Bei den Rettungsarbeiten seien auch Hubschrauber zum Einsatz gekommen, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. Der thailändische Sender PBS berichtete, das Hotel an der Grenze sei bei Thailändern sehr beliebt, da Glücksspiel in ihrem Land verboten sei.

Mindestens zehn Menschen sterben bei Hotel-Großbrand

Unglück in Kambodscha: Mindestens zehn Tote bei Brand in Casino-Hotel
08:09 Uhr

Nutzer melden weltweiten Twitter-Ausfall

Bei Twitter sind laut Nutzern aus aller Welt stundenlange Probleme beim Zugang zu dem Kurzbotschaftendienst aufgetreten. Die auf Internet-Ausfälle spezialisierte Plattform DownDetector meldete in der Nacht einen deutlichen Anstieg an Problemen bei Twitter. Nutzer hätten ihre Benachrichtigungen nicht mehr einsehen, sich einloggen können oder andere Funktionen nicht mehr nutzen können. Es war eine der schwersten technischen Störungen bei Twitter seit der Übernahme des Onlinediensts durch Elon Musk.

Auf dem Höhepunkt der Störungen meldete DownDetector gegen 5 Uhr MEZ mehr als 10.000 Beschwerden in den USA. In anderen Ländern belief sich die Zahl der Beschwerden der Plattform zufolge auf ein paar Hundert bis mehrere Tausend. Die Ursache der Probleme ist bislang unklar. Mittlerweile berichteten Nutzer auf der Website, der Dienst laufe wieder normal.

Nutzer melden weltweiten Twitter-Ausfall
07:43 Uhr

ntv-Reporter berichtet aus Rom: Sorge um Benedikt XVI. - "Es geht wohl zu Ende"

Nach den Nachrichten zum schlechten Gesundheitszustand von Benedikt XVI. wird in vielen Kirchen und Bistümern weltweit für den emeritierten Papst gebetet. Der amtierende Papst Franziskus hatte die Gläubigen dazu in einer kurzen Ansprache aufgerufen, weil Benedikt "sehr krank" sei. ntv-Reporter Udo Gümpel berichtet aus Rom.

ntv-Reporter berichtet aus Rom: Sorge um Benedikt XVI. - "Es geht wohl zu Ende"
07:14 Uhr

Essen zum Mitnehmen: Ab Januar gilt Mehrwegpflicht für Verpackungen

Kunden haben künftig ein Anrecht darauf, ihre To-go-Speisen und -Getränke in einer Mehrwegverpackung zu bekommen. Das besagt die Mehrweg-Angebotspflicht, die am 1. Januar 2023 in Kraft tritt. Demnach müssen Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen, Produkte auch in Mehrwegverpackungen anbieten. So sollen laut Bundesumweltministerium insbesondere Einwegverpackungen aus Kunststoff ersetzt werden. Der Bundestag hatte diese Pflicht im Mai 2021 beschlossen. Dasselbe Produkt in der Mehrwegverpackung darf allerdings nicht teurer sein als in der Einwegverpackung.

Von der Novelle ausgenommen sind kleinere Geschäfte wie Imbisse, Spätis und Kioske, in denen höchstens fünf Beschäftigte arbeiten und die gleichzeitig eine Ladenfläche von nicht mehr als 80 Quadratmetern haben. Kundinnen und Kunden haben in diesen Betrieben allerdings die Möglichkeit, sich ihre Speisen und Getränke in selbst mitgebrachte Mehrwegbehältnisse befüllen zu lassen. "Für die allermeisten Betriebe bedeutet das verpflichtende Vorhalten von Mehrwegbehältnissen zusätzliche Belastungen", sagte eine Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. Wer gegen die neuen Vorschriften verstößt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

Essen zum Mitnehmen: Ab Januar gilt Mehrwegpflicht für Verpackungen
07:08 Uhr

Dazu milde Temperaturen: Kräftiger Wind peitscht durch regenreichen Donnerstag

Dicke Wolken, viel Regen und dazu kräftiger Wind: Wettertechnisch klingt das Jahr schmuddelig aus. Mit Temperaturen zwischen zehn und fünfzehn Grad wird es dazu recht mild. Auch in den kommenden Tagen macht sich die Sonne rar, dafür könnte dieses Silvester das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen werden.

Dazu milde Temperaturen: Kräftiger Wind peitscht durch regenreichen Donnerstag
07:04 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

im Krieg gegen die Ukraine sieht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck Russland auf dem Weg zur militärischen Niederlage. "Niemand hätte gedacht, dass das Jahr 2022 so endet", sagte der Grünen-Politiker. "Putin verliert diesen Krieg auf dem Schlachtfeld", sagte er. Mehr zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Liveticker.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Fast zwei Monate nach der Parlamentswahl in Israel wird die rechts-religiöse Regierung des Siegers Benjamin Netanjahu in Jerusalem vereidigt. Es ist bereits die sechste Regierung, die der rechtskonservative Likud-Vorsitzende bildet. Der frühere Langzeit-Ministerpräsident kehrt damit nach anderthalb Jahren in der Opposition zurück an die Macht.

  • Nach den Nachrichten zum schlechten Gesundheitszustand von Benedikt XVI. wird in vielen Kirchen und Bistümern weltweit für den emeritierten Papst gebetet. Der amtierende Papst Franziskus hatte die Gläubigen dazu in einer kurzen Ansprache bei der Generalaudienz am Mittwoch gebeten, weil Benedikt "sehr krank" sei. Dem Aufruf folgten hohe Geistliche sowie Pfarreien auf mehreren Kontinenten.

  • Erstmals seit drei Jahren starten Händler in Deutschland wieder mit dem Verkauf von Feuerwerk für die Silvesternacht. In den beiden Vorjahren war der Verkauf wegen der Corona-Pandemie in Deutschland verboten.

  • Bei der 71. Vierschanzentournee der Skispringer steht der erste Wettbewerb auf dem Programm. Lokalmatador Karl Geiger und seine deutschen Kollegen wollen auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf einen guten Start in das Traditionsevent rund um den Jahreswechsel hinlegen.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@ntv.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

Kristin Hermann

Das wird heute wichtig
06:31 Uhr

Mehrheit der Bevölkerung gegen Ende der Corona-Maßnahmen

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt eine sofortige Abschaffung aller noch bestehender Maßnahmen gegen Corona ab. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprechen sich 52 Prozent gegen ein bundesweites Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln zum jetzigen Zeitpunkt aus. 60 Prozent lehnen einen sofortigen Stopp der mindestens fünftägigen Isolationspflicht für Infizierte ab. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten sagen, die Pandemie sei für sie noch nicht vorbei.

Yougov befragte 2041 in Deutschland lebende Menschen zwischen dem 21. und 23. Dezember - kurz bevor der Virologe Christian Drosten die Pandemie für überwunden erklärte. Der prominente Wissenschaftler heizte damit in der Ampel-Koalition den Streit wieder an, ob die wegen Corona eingeführten Masken- und die Isolationspflichten fallen sollen. Der FDP-Justizminister Marco Buschmann ist dafür, SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist dagegen. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Mehrheit der Bevölkerung gegen Ende der Corona-Maßnahmen
06:06 Uhr

Reiterin mit 3,17 Promille schlägt Polizisten

Mit 3,17 Promille hat sich eine Frau im Landkreis Rostock aufs Pferd gesetzt - und Polizisten angegriffen. Diese hatten die 27-Jährige zum Absteigen bewegen wollen, wie das Polizeipräsidium Rostock mitteilte. Die Frau habe aber sofort geschlagen und getreten, die Polizisten brachten sie deshalb zu Boden und legten ihr Handfesseln an. Weil das Pferd danach frei umherlief und die Frau sich weiter nicht beruhigen ließ, wurden ein zweiter Streifenwagen und ein Rettungswagen angefordert. Eine Alkoholmessung ergab einen Wert von 3,17 Promille bei der Frau. Angehörige brachten das Pferd zurück zum Stall, die Reiterin erhielt eine Strafanzeige wegen tätlichen Angriffs.

Reiterin mit 3,17 Promille schlägt Polizisten