Das war Donnerstag, der 13. Dezember 2018
Der mutmaßliche Straßburger Attentäter Cherif Chekatt ist tot. Er wurde bei einer Razzia in der elsässischen Stadt von der Polizei erschossen. Der entscheidende Hinweis kam offenbar von einer Frau, die von Chekatt angesprochen wurde. Sie merkte, dass der Mann verletzt ist, und alarmierte die Polizei. Mehr dazu lesen Sie hier.
Was war heute sonst wichtig:
Der "Hardliner", der AKK wählte: "Mit Merz wäre das Glück kaum auszuhalten"
Europäischer Gerichtshof urteilt: Der deutsche Rundfunkbeitrag ist rechtens
Bundesgerichtshof urteilt: Wann ein Patient auf Wunsch sterben darf
Gericht verwirft EU-Grenzwerte: Fahrverbote für Euro-6-Diesel werden möglich
Schnellzug prallt auf Lokomotive: Tote und Verletzte bei Zugunglück in Ankara
Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!
Talor Swift überwacht heimlich Konzertbesucher
Taylor Swift hat neben Tausenden Fans auch ein ganze Menge Stalker. Um den ungeliebten "Verehrern" Herr zu werden, hat die Sängerin eine ganz besondere Methode entwickelt. Während ihrer "Reputation"-Stadiontour nutzte Swift eine Gesichtserkennungssoftware.
Wie der "Rolling Stone" berichtete, wurde eine Kamera an einem Stand auf dem Konzertgelände aufgestellt. Dort wurden Aufnahmen von den Konzertproben abgespielt. Während die Zuschauer sich das Video anschauten, wurden heimlich ihre Gesichter fotografiert. Alle Aufnahmen wurden dann an eine Zentrale nach Nashville, Tennessee geschickt. Dann wurden die Profile mit dort gelisteten Stalkern verglichen.
Was mit den Fotos passiert und wo sie gespeichert werden, ist nicht bekannt.
In der Vergangenheit musste Swift schon gegen etliche "Verehrer" gerichtlich vorgehen.
US-Senat: Kronprinz verantwortlich für Khashoggi-Tod
Der US-Senat hat in einer Resolution den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman als "verantwortlich für den Mord" an dem Journalisten Jamal Khashoggi bezeichnet.
Mit ihrem Beschluss stellte sich die Kongresskammer frontal gegen US-Präsident Donald Trump, der die Beteiligung des mächtigen Thronfolgers an dem Verbrechen anzweifelt.
Der von Trumps Republikanischer Partei dominierte Senat befürwortete auch ein Ende der US-Unterstützung für den saudi-arabischen Militäreinsatz im Bürgerkrieg im Jemen.
Polizei erschießt Straßburg-Attentäter
Die französische Polizei hat den Attentäter von Straßburg nach Angaben aus Ermittlerkreisen erschossen. Chérif Chekatt wurde bei einer Razzia im Viertel Neudorf südöstlich des Straßburger Zentrums getötet. Dorthin war Chekatt am Dienstag nach dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt geflohen, bei dem insgesamt vier Menschen getötet worden waren.
Misstrauensantrag gegen Regierung in Frankreich gescheitert
Vor dem Hintergrund der "Gelbwesten"-Proteste ist ein Misstrauensantrag der politischen Linken gegen Frankreichs Mitte-Regierung gescheitert. Lediglich 70 der zusammen 577 Abgeordneten der Nationalversammlung stimmten für den Antrag, wie das Unterhaus des französischen Parlaments mitteilte. 62 Abgeordnete der Linken hatten von der Regierung einen Kurswechsel angesichts der "Gelbwesten"-Proteste gefordert.
Hells Angels scheitern mit Klage gegen Vereinsverbot
Das Bundesverwaltungsgericht hat das Verbot des Rockerclubs "Hells Angels MC Bonn" bestätigt. Das Gericht in Leipzig wies eine Klage von 14 früheren Mitgliedern gegen eine Verfügung des Bundesinnenministeriums ab.
Die Rocker hatten argumentiert, dass das Verbot vom November 2016 ins Leere gehe, weil sich der Club schon im Sommer davor selbst aufgelöst hatte.
Die Leipziger Richter stellten allerdings fest, dass der Verein zum Zeitpunkt des Verbots noch nicht vollständig liquidiert gewesen sei. Es hätten noch Reste von Vereinsvermögen bestanden. Das reiche für die Wirksamkeit des Verbots aus.
Die "Hells Angels MC Bonn" hatten ihr Clubhaus im rheinland-pfälzischen Neustadt/Wied, waren aber eine Abspaltung einer Bonner Gruppierung. Zudem war der Club nach Feststellung der Behörden auch länderübergreifend in Nordrhein-Westfalen aktiv.
Bundestag stimmt gegen vollständige Soli-Abschaffung
Der Bundestag hat einem vollständigen Abbau des Solidaritätszuschlags eine Absage erteilt.
Die Mehrheit des Parlaments stimmte gegen entsprechende Forderungen von FDP und AfD - auch mit den Stimmen der Unionsfraktion. Dabei hatte der CDU-Parteitag in der vergangenen Woche noch beschlossen, den Soli bis Ende 2021 vollständig abzuschaffen.
Der CDU-Finanzpolitiker Olav Gutting bekannte sich im Bundestag zu diesem Beschluss, verwies aber auf den Koalitionsvertrag mit der SPD. Darin ist vereinbart, ab dem Jahr 2021 lediglich 90 Prozent der Betroffenen von der Soli-Zahlung zu befreien.
Die Videos des Tages
Russin gesteht Agententätigkeit in den USA
Eine in den USA inhaftierte Russin hat sich der illegalen Agententätigkeit für schuldig bekannt. Maria Butina räumte vor einem Bundesgericht in Washington ein, zwischen 2015 bis zu ihrer Festnahme im Juli 2017 unter Anleitung eines Moskauer Regierungsvertreters in den USA operiert zu haben, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Das umfasst auch die Zeit des Präsidentschaftswahlkampfs 2016.
Butina, die sich als Waffenrechtsaktivistin engagierte, soll unter anderem versucht haben, die US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) zu infiltrieren. Die NRA steht Republikanern von US-Präsident Donald Trump nahe.
Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf n-tv.de
Avril Lavigne wirbt nackt für Comeback-Album
2019 feiert Avril Lavigne ihr lang ersehntes Comeback mit einem neuen Album. Am 15. Februar 2019 können sich die Fans über die Platte "Head Above Water" freuen. Auf Instagram postete Lavigne nochmal alle Infos zum Album - inklusive Cover-Foto, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt.
Darauf sitzt die 34-Jährige nur mit einer Gitarre, die ihre intimsten Stellen bedeckt, im Wasser und blickt ernst in die Kamera.
Einige Fans finden das Foto grandios und posten Kommentare wie "Ich liebe dieses Cover", "Wow, du siehst so wunderschön aus, Avril" oder "Wunderschönes Foto".
Andere finden die neue Version ihres Idols nicht gerade prickelnd. In der Kommentar-Spalte sind deswegen auch Sätze wie "Ich mag dieses Cover nicht, um ehrlich zu sein" oder "Oooh, hier kommt die sexy Version von Avril Lavigne, die die alte Avril gehasst hat" zu lesen.
EU verlängert Sanktionen gegen Russland
Die europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden wegen fehlender Fortschritte im Konflikt mit der Ukraine abermals verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel in Brüssel, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk mitteilte.
Mehr dazu lesen Sie in Kürze.
Schlossbesitzer soll drei Verwandte erschossen haben
Bei einem Familiendrama in Österreich wurden drei Menschen erschossen. Tatverdächtig ist nach ein 54-Jähriger Schlossbesitzer, berichtet der "Kurier". Er soll im Bezirk Mistelbach seinen 52-jährigen Bruder sowie seinen 92 Jahre alten Vater und dessen 87-jährige Frau erschossen haben. Der Mann wurde am Tatort festgenommen. Zu den Hintergründen machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Youtube-Rückblick ist unbeliebtestes Video aller Zeiten
Eigentlich soll der Jahresrückblick von Youtube eine Art Dankeschön an die Community sein. Doch in diesem Jahr erlebte die Plattform mit dem Video-Zusammenschnitt eine Bauchlandung.
Das "Rewind 2018"-Video ist zum bisher unbeliebtesten Beitrag auf Youtube geworden. Seit der Veröffentlichung am 6. Dezember erhielt der Clip bereits mehr als zehn Millionen Dislikes.
Das achtminütige Video ist unter anderem geprägt von Schauspieler Will Smith, dem Hype um K-Pop oder "Ninja", dem Top-Streamer des Computerspiels Fortnite. Der Beitrag gehe an der Community vorbei, denn es fehlten echte Youtube-Stars, kritisieren zahlreiche User in den Kommentaren.
Bislang galt der Clip zu Justin Biebers Song "Baby" aus dem Jahr 2010 mit 9,8 Millionen Dislikes als unbeliebtestes YouTube-Video. "'Baby' zu entthronen, war nicht unbedingt unser Ziel dieses Jahr", kommentierte Youtube.
Festnahmen nach Nacktfoto auf ägyptischer Pyramide
Nach dem Skandal um Bilder eines nackten Paars auf einer Pyramide haben die ägyptischen Behörden einen Kameltreiber und eine Frau festgenommen.
Wie das Innenministerium in Kairo mitteilte, ergaben die Ermittlungen, dass der 54-jährige Mann dem dänischen Paar dabei half, in der Nacht vom 29. November auf das Pyramidengelände zu gelangen, und dafür umgerechnet 200 Euro bekam.
Die 31-jährige Frau hatte die Dänen demnach zuvor über das Internet kennengelernt und den Kontakt zu dem Kameltreiber hergestellt. Beide hätten die Vorwürfe eingeräumt und würden nun der Staatsanwaltschaft übergeben, erklärte das Ministerium.
Die Fotos des dänischen Fotografen Andreas Hvid - darunter eines von ihm und einer Freundin in Missionarsstellung auf einer Pyramide - hatten in Ägypten die Gemüter erregt. Zusätzlich wurde auf YouTube ein Video veröffentlicht, das seitdem 4,5 Millionen Mal angeklickt wurde. Nach Hvids Angaben zeigt es ihn und seine Freundin beim Besteigen der Cheops-Pyramide in Gizeh bei Nacht. Am Ende des Clips ist die Frau von hinten dabei zu sehen, wie sie sich auszieht.
Schlagzeilen zum Feierabend
Lamborghini ruft Tausende Autos zurück
Liebe Lamborghini-Besitzer, hier eine unangenehme Nachricht für Sie:
Wegen fehlerhafter Warnleuchten ruft der italienische Autobauer weltweit 2482 Sportwagen vom Typ Gallardo in die Werkstatt zurück.
Grund sei ein Softwarefehler: Fehlermeldungen würden nach dem Ausschalten des Motors nicht gespeichert und von den Warnleuchten danach nicht mehr angezeigt, erklärte ein Lamborghini-Sprecher. Der Fahrer würde also nicht mehr gewarnt, wenn es Schwierigkeiten mit dem Fahrzeug gebe.
Der Rückruf sei freiwillig, der Fehler in zwei Stunden behoben.
Wahl zur Bundestagsvize: AfD-Kandidatin fällt wieder durch
Die AfD-Abgeordnete Mariana Harder-Kühnel ist bei der Wahl zur Parlamentsvizepräsidentin zum zweiten Mal durchgefallen. Für die 44-jährige Juristin stimmten 241 Abgeordnete, dagegen 377, wie Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau mitteilte. Es gab 41 Enthaltungen.
Anti-Terror-Kräfte durchkämmen Straßburger Wohnviertel
Zwei Tage nach dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt starten Anti-Terror-Kräfte der Polizei eine Razzia in einem Wohnviertel der elsässischen Hauptstadt. Die Spezialeinheit Raid durchkämmt das Viertel Neudorf, wo sich die Spur des mutmaßlichen Attentäters Cherif Chekatt verloren hatte.
Söder: Das Schönste an Berlin ist, es zu verlassen
Markus Söder kokettiert gern mit seiner Abneigung gegen Berlin und damit, dass er nur ungern in die Hauptstadt reist. Anders als Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, der sich in Berlin nach eigener Aussage nicht sicher fühlt, geht es Söder nicht darum, Berlin zu kritisieren, sondern eher darum, seiner schönen Heimat ein Loblied zu singen.
Welche Qual es dem bayerischen Ministerpräsidenten wohl bereiten muss, dass er zu Bundesratssitzungen und vom nächsten Jahr an als Nachfolger von CSU-Chef Horst Seehofer auch zu Koalitionsrunden nach Berlin fahren muss, offenbart der 51-Jährige in einer launigen Rede auf festem bayerischen Grund.
"Wir fahren wirklich wahnsinnig gerne nach Berlin", bekennt Söder ironisch bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. "Aber das Schönste ist, wenn man dann nach erfolgreichen und spannenden Tagen in Berlin es wieder in Richtung Bayern verlässt."
Selbst wenn man an der bayerischen Grenze irgendwo ein Bayernschild nur vermute, "dann löst das irgendwelche inneren Verspannungen sofort auf", sagt der Bayer. Das komme von einem starken Bindungs- und Heimatgefühl, versucht Söder die Malaise zu erklären. Selbst wenn man in Berlin die Bayerische Landesvertretung betrete, fühle man "ein bisschen, dass Deine Seele leichter wird".
Lehrerin ergaunert mit Rezeptbetrug 900.000 Euro
Über Jahre hinweg fälschte eine Realschullehrerin Rechnungen für Medikamente. Dazu griff sie zu einer Nagelschere, dem Stempelabdruck einer Apotheke und einem Kopierer. So erweckte sie den Eindruck, die Medikamente seien in zehnfacher Menge verordnet und bezahlt worden. Das Geld forderte sie daraufhin von der Beihilfestelle Niedersachsen zurück.
Bis einer Mitarbeiterin der Betrug auffiel, ergaunerte die Lehrerin auf diese Art und Weise rund 900.000 Euro.
Nun ist die Frau zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden.
Die Frau, die eine chronische Darmerkrankung hat, hatte sich mit dem Geld ein Leben in Luxus gegönnt und Schmuck und Kleidung von Edelmarken gekauft. Diese waren von der Staatsanwaltschaft bereits zur Kompensation des entstandenen Schadens versteigert worden. Zum Prozessauftakt hatte die Frau die Vorwürfe grundsätzlich eingeräumt.
Basejumper stürzt in den Alpen in den Tod
Ein Franzose ist beim Basejumping in der Schweiz tödlich verunglückt. Der 44-Jährige ist kurz nach dem Absprung von einem Fels im Lauterbrunnental in felsigem Gelände zu Boden gegangen. Der Unfall passierte oberhalb von Stechelberg rund 70 Kilometer südöstlich von Bern.
Die Absprungstelle ist als "High Ultimate" unter Basejumpern bekannt. Der Sprung von dort 760 Meter in die Tiefe hat nach Angaben des Schweizer Basejumper-Verbandes die höchste Schwierigkeitsstufe.
In den vergangenen Jahren sind dort mehrere Basejumper verunglückt.
Basejumper springen von Gebäuden, Felsen, Brücken oder Antennen mit Fallschirmen in die Tiefe.
Schichtwechsel
Über den Autor
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Volker Petersen verabschiedet sich in den Feierabden. Ich übernehme seinen Platz in der Radktion. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!
Britisches Parlament stimmt erst im Januar über Deal ab
Vor Weihnachten gibt es keine Entscheidung mehr in Sachen Brexit - das ist nun aus Großbritannien zu vernehmen. Die Unterhaus-Vorsitzende Andrea Leadsom teilte mit, dass die Abstimmung über den von Theresa May ausgehandelten Deal erst im kommenden Jahr stattfinden soll. Die Deadline ist der 21. Januar - bis dahin muss es also eine Entscheidung geben. Und bis zum 7. Januar dauert die Weihnachtspause. Bleibt also ein Zeitfenster von zwei Wochen dazwischen.
Archäologen finden Tannenbaum-Fliesen in Krefeld
Passend zum Jahresende sind Archäologen in Krefeld auf rund 500 Jahre alte Bodenfliesen mit Tannenbaum-Motiv gestoßen. "Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit einen solchen Fund zu machen, ist natürlich etwas Besonderes", sagte Stadtarchäologe Hans Peter Schletter. Die gut erhaltenen glasierten Bodenfliesen kamen bei der Ausgrabung einer Hofanlage aus tieferen Erdschichten ans Licht. Ihre hohe Qualität lasse auf eine wohlhabende, vermutlich adlige Familie schließen. Wahrscheinlich stammten sie aus der Zeit Ende des 15., Anfang des 16. Jahrhunderts. "Ob es sich tatsächlich um ein Weihnachtsmotiv handelt, können wir so kurz nach dem Fund natürlich noch nicht sagen." Denkbar wäre es schon - so ist für das Jahr 1539 der Verkauf von Tannen als Weihnachtsbaum in Straßburg belegt.
Polizei stoppt mazedonischen Reisebus mit 38 Mängeln
Es gibt sicher auch viele völlig intakte Reisebusse aus Mazedonien, aber dieser war es nicht: Die Düsseldorfer Polizei hat einen Fernbus aus ebenjenem Lande aus dem Verkehr gezogen, weil er 38 technische Mängel aufwies. Die Kontrolle erfolgte am Busbahnhof, der Fahrer wollte sich eigentlich in den Balkan-Staat aufmachen. Ein Auszug aus der Mängelliste: Rost an tragenden Teilen, tropfendes Öl am Ausgleichsbehälter der Lenkhilfe, ausgeschlagene Spurstangenköpfe an der Antriebsachse, nicht funktionierende Sicherheitsgurte, abgefahrene Reifen und ein beschädigter Stoßfänger. Auch konnte der Busfahrer keine Lizenz für die Aufnahme von Passagieren vorweisen.
Leopard zerfleischt betenden Mönch
In Indien ist ein buddhistischer Mönch während der Morgenandacht von einem Leoparden angegriffen und tödlich verletzt worden.
Der 35-jährige Rahul Walke Bodhi hatte sich zur Meditation in einen Wald zurückgezogen und betete unter einem Baum, als die Raubkatze zuschlug, wie ein Polizeisprecher sagte. Zwei weitere Mönche konnten demnach unverletzt entkommen und alarmierten die Polizei.
Rettungskräfte hätten die "schwer zerfleischte" Leiche des Mönchs tiefer im Wald entdeckt. Der Leopard habe offenbar versucht, den Toten mitzuschleppen.
Jeder zweite Zuwanderer verlässt Deutschland wieder
Das Thema Zuwanderung ist einer der Dauerbrenner der politischen Debatte - dabei geht es um Flüchtlinge wie um Fachkräfte. Was Letztere angeht, ist das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) unzufrieden. Zahlen des Instituts zufolge, verlassen viele Qualifizierte Deutschland nach kurzer Zeit wieder.
Im vergangenen Jahr seien zwar rund 1,4 Millionen Ausländer nach Deutschland gezogen - 708.000 seien 2017 aber auch abgewandert, darunter zahlreiche hochqualifizierte Menschen.
Es sei daher davon auszugehen, dass ein bedeutender Teil der heute nach Deutschland kommenden Zuwanderer das Land mittelfristig wieder verlassen werde, heißt es in der IW-Studie.
Um den negativen Folgen des demografischen Wandels entgegenzuwirken, müsse aber darauf hingearbeitet werden, dass Fachkräfte aus dem Ausland zuwandern - und dass sie langfristig im Land bleiben.
Mehr zum Thema Migration hören Sie in der aktuellen Folge des "Wieder was gelernt"-Podcasts von n-tv.de.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Britischer Weihnachtsmann rastet aus und beschimpft Kinder
Es passierte bereits gestern in der britischen Kleinstadt St. Ives bei Cambridge. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann riss sich den Bart vom Gesicht und die Mütze vom Kopf - dann schrie er die Kinder an, "verdammt noch mal das Gebäude zu verlassen" (O-Ton: "Get the fuck out!"). Warum? Nun, da war zum einen ein Feueralarm - doch erklärt das nicht zufriedenstellend, warum er so ausfallend wurde. Die Eltern waren laut "Guardian" nicht amüsiert. Ein Mann mutmaßte, der Santa-Claus-Darsteller könnte maximal genervt von einer Kinder-Techno-Tanzveranstaltung im gleichen Gebäude gewesen sein. Eine Mutter sagte, sie habe ihren Kindern sagen müssen, dass sei nicht der echte Weihnachtsmann, sondern ein Betrüger gewesen. Er komme nun auf die Liste der Bösewichte.
Reis- und Maisernte in Nordkorea bricht ein
Erinnern Sie sich an die Bilder von hungernden Menschen in Nordkorea von vor ein paar Jahren? Nun ist die Ernte in dem Land wieder schlecht ausgefallen. Der Reis- und Mais-Ertrag ist nach einer Dürre sehr mager. Dazu trägt auch bei, dass die künstliche Bewässerung nicht gut funktioniert. Das alles teilen die Vereinten Nationen mit. Als Folge der Missernte müsse das Land im kommenden Jahr 641.000 Tonnen Nahrungsmittel aus dem Ausland importieren. In diesem Jahr lagen die Lebensmittel-Einfuhren laut FAO bei 456.000 Tonnen, davon waren 66.000 Tonnen humanitäre Hilfen. Fehlende Nahrungsmittel blieben deshalb eine "Hauptsorge" in Nordkorea.
Europäisches Gericht kippt Diesel-Grenzwerte
Die EU-Kommission hätte die Grenzwerte der Euro-6-Norm nicht lockern dürfen. Das hat nun das EU-Gericht entschieden. Die Luxemburger Richter urteilten heute zu einer Klage der Städte Paris, Brüssel und Madrid. Eine entsprechende Verordnung der EU wurde für nichtig erklärt. Mindestens 14 Monate ändert sich zunächst jedoch nichts, damit die Rechtssicherheit gewahrt bleibt. So wolle man etwa sicherstellen, dass es weiterhin gültige Grenzwerte gibt. Die EU-Kommission hatte die neuen Grenzwerte mit neuen Abgastests bei Dieselfahrzeugen eingeführt.
Mehr dazu hier.
Berliner Polizist bei Razzia gegen Autoschieber festgenommen
Die Berliner Polizei geht mit einer großangelegten Razzia gegen international organisierte Autoschieber vor. Heute Morgen wurden in der Hauptstadt Haftbefehle an 18 Orten in mehreren Bundesländern vollstreckt. Die Polizei teilte per Twitter mit, dass unter den sechs Festgenommenen auch ein bereits suspendierter Berliner Polizist sei. Laut Behörden waren in der Hauptstadt zunächst etwa 300 Beamte im Einsatz. Es wurden zahlreiche Gebäude durchsucht.
Geldscheine auf der Fahrbahn - A98 gesperrt
Auf der Autobahn hätten Sie heute vermutlich gern im Stau gestanden. Die A98 wurde bei Eimeldingen bei Freiburg gesperrt, weil Geld auf der Fahrbahn herumflatterte. Es lag also nicht auf der Straße. Die Polizisten stoppten daraufhin für kurze Zeit den Verkehr und sammelten die Geldscheine auf. "Es handelte sich um einen größeren Geldbetrag", heißt es im Polizeibericht. Die Beamten wollen nun den Verlierer ausfindig machen.
Techniker sterben auf Antarktis-Station
Zwei Techniker einer US-Forschungsstation in der Antarktis sind ums Leben gekommen - und sie sind nicht erfroren. Es gab einen Zwischenfall in einem Generatorengebäude.
Die beiden hätten Wartungsarbeiten am Feuerschutzsystem des Gebäudes ausgeführt, teilte die Wissenschaftsstiftung NSF mit. Demnach hatte ein Hubschrauberpilot im Vorbeifliegen Rauch aus dem Gebäude aufsteigen sehen und war gelandet, um der Sache nachzugehen. Er fand die beiden Techniker bewusstlos am Boden liegend.
Ein Rettungsteam erklärte einen der beiden noch am Unfallort für tot, der zweite Techniker starb später im Krankenhaus der McMurdo-Station. Der Vorfall werde noch untersucht. Angaben zur Unglücksursache gab es zunächst nicht.
Die McMurdo-Station ist laut ihrer Webseite die größte Forschungsstation in der Antarktis. Dort leben und arbeiten in Stoßzeiten bis zu 1000 Menschen. Geforscht wird dort unter anderem in den Bereichen Biologie, Geologie, Geophysik und Klima.
Fall Sie sich für Kälte interessieren, dann hören Sie doch mal in unseren Podcast zu einer großen Forschungsexpedition in der Arktis im kommenden Jahr.
Maas schließt Brexit-Nachverhandlung aus
Eine Einigung in Sachen Brexit scheint in weiter Ferne. Bundesaußenminister Heiko Maas demonstriert nun noch einmal Härte. Vor dem EU-Gipfel in Brüssel stellt er klar, dass es keine Nachverhandlungen beim vorliegenden Abkommensentwurf geben soll. "Es gibt keine Grundlage dafür, dieses Abkommen wieder aufzudröseln", sagte der SPD-Politiker im Bundestag. "Daran wird sich auch nichts ändern."
Mehr dazu hier.
Einbrecher nach zwei Tagen aus Schacht befreit
Zwei Tage lang hat ein Mann in Kalifornien in einem Fettentlüftungsschacht eines Restaurants festgesteckt - dann rettete die Feuerwehr den mutmaßlichen Einbrecher.
Ein Anwohner hatte schwache Hilferufe aus dem leerstehenden chinesischen Restaurant in San Lorenzo gehört und die Rettungsdienste alarmiert, berichteten die örtliche Polizei und die Feuerwehr.
Die Feuerwehrleute fanden den Mann demnach eingeklemmt in dem Metallschacht, der von der Küche zum Dach des Gebäudes führt, und konnten ihn binnen einer halben Stunde befreien. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich möglicherweise um einen Einbrecher. Derzeit werde wegen unerlaubten Betretens eines Grundstücks und Vandalismus ermittelt. Der Mann befinde sich vorerst in Haft.
Türkei will wieder in Syrien intervenieren - USA dagegen
Die USA kritisieren eine weitere Militäroffensive der Türkei gegen kurdische Truppen im Nordosten Syriens:
"Eine einseitige Militäroffensive in Nordostsyrien von jeglicher Seite ist sehr bedenklich, besonders, weil sich US-Truppen dort oder in der Nähe aufhalten könnten", sagt ein Pentagon-Sprecher. Ein solcher Schlag wäre "inakzeptabel".
Der türkische Präsident Erdogan hatte am Mittwoch für die kommenden Tage eine weitere Militäroffensive in Nordsyrien angekündigt. Demnach will die Türkei nun auch östlich des Euphrat aktiv werden, um dort die Menschen "vor der separatistischen Terrororganisation" YPG zu "retten".
Das würde türkische Soldaten in das militärische Einflussgebiet der USA führen. Die YPG ist in der Gegend ein wichtiger Partner der USA im Kampf gegen den IS.
Schlagzeilen am Morgen
102-Jährige springt zum Fallschirm-Weltrekord
Ich habe eine super Idee für einen Romantitel: Die 102-Jährige, die aus dem Flugzeug sprang und ... überlebte. Diese wahnsinnig originelle Eingebung kam mir dank des Fallschirmsprungs der Australierin Irene O'Shea, die einen Weltrekord aufstellte. Sie ist nämlich nun die älteste Fallschirmspringerin der Welt. Die 102-Jährige nahm an einem Tandemsprung aus 4300 Metern Höhe teil. "Ich bin ein ganz normaler Mensch", sagte sie. Die Urgroßmutter, die auf einen Stock angewiesen ist, hatte ihren ersten Sprung vor zwei Jahren an ihrem 100. Geburtstag absolviert.
Scharfe Kritik an russischen Bombern in Venezuela
Gerade ging das größte Nato-Manöver seit Jahrzehnten zu Ende - vor der norwegischen Küste und damit unweit Russlands wurde wochenlang im Rahmen der Übung "Trident Juncture" für den Ernstfall geübt. Nun gibt es ein weiteres Manöver, das für Kontroversen sorgt, nur auf der anderen Seite des Atlantiks. Russland schickt ein Militäraufgebot nach Venezuela, darunter zwei atomwaffenfähige Langstreckenbomber. Das südamerikanische Land ist seit Jahren mit den USA verfeindet, da kommt der russische Beistand sehr gelegen. Die USA und die von ihnen geprägte Organisation Amerikanischer Staaten üben scharfe Kritik. "Die russische Regierung hat Bomber um die halbe Welt nach Venezuela geschickt. Russen und Venezolaner sollten es als das erkennen, was es ist: zwei korrupte Regierungen, die öffentliche Mittel vergeuden und die Freiheit mit Füßen treten, während ihre Völker leiden", schrieb Außenminister Mike Pompeo auf Twitter.
Mehr dazu hier.
Günther Krause doch nicht im RTL-Dschungelcamp
Eigentlich heißt das RTL-Dschungelcamp ja offiziell "Ich bin ein Star - holt mich hier raus", doch wenn eines nach mittlerweile 13 Jahren klar ist: Wer sich im australischen Busch den Prüfungen stellt, war mal ein Star (oder Sternchen) oder möchte es noch werden. Die "Bild"-Zeitung legt nun eine Kandidatenliste vor. Spielen wir also das Kenne-ich-kenne-ich-nicht-Spiel.
Hier die Namen mit Kurzcharakteristik laut "Bild": Leila Lowfire (25, "Sexpertin" und Podcasterin), Sybille Rauch (58, Porno-Darstellerin aus den 80ern), Gisele Oppermann (30, Germany's-next-Topmodel-Kandidatin von vor zehn Jahren), Felix van Deventer (22, Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten-Mitwirkender), Chris Töpperwien (44, "Currywurstmann" aus "Good bye Deutschland"), Sandra Kiriasis (43, Ex-Bobweltmeisterin), ...
... Tommi Pieper (77, Schauspieler und Synchronsprecher von "Alf"), Doreen Dietel (44, Schauspielerin), Domenico de Cicco (35, Ex-Kandidat bei "Bachelor in Paradise"), Evelyn Burdecki (30, und ebenfalls Kandidatin bei "Bachelor in Paradise" und da zeitweise mit de Cicco liiert. Bastian Yotta (42, laut "Bild" ein "Proll-Millionär"). Da dieser Ärger mit der Steuer hat, könnte auch Muskelmann Tobias Wegener einspringen. Der hat mal bei "Love Island" auf RTL2 mitgemacht.
Und dann war da ja noch Günther Krause. Der Mann, der einst für die DDR den Einigungsvertrag mit der Bundesrepublik (für die Wolfgang Schäuble verantwortlich zeichnete) aushandelte und anschließend Bundesverkehrsminister wurde. Dessen Name kursierte ebenfalls in Kreisen, die der Sendung entgegenfiebern. Doch er macht nun doch nicht mit - laut "Bild" hat er Herzprobleme. Ihn zitiert die Zeitung damit, es habe in erster Linie mit den Inhalten der Sendung zu tun
Übrigens hat bis gerade Markus Lippold Sie hier informiert, jetzt hat Volker Petersen übernommen. War spät gestern.
Keith Richards trinkt kaum noch Alkohol
Sex, Drugs und Rock'n'Roll? Bei Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards gilt das nicht mehr so richtig:
Der 74-Jährige trinkt nach eigener Aussage kaum noch Alkohol.
Im vergangenen Jahr habe er sich nur noch "gelegentlich ein Glas Wein und ein Bier" gegönnt, sagt er dem "Rolling Stone".
"Ich habe damit Schluss gemacht. Ich hatte genug davon. Es war Zeit, aufzuhören", sagt Richards. Bei der jüngsten Europa-Tour der Stones sei es "interessant" gewesen, "nüchtern zu spielen".
Schnellzug entgleist in Ankara - Tote und viele Verletzte
Vier Menschen sterben bei einem Zugunglück in der türkischen Hauptstadt Ankara. Dutzende werden verletzt.
Der Schnellzug von Ankara nach Konya sei am frühen Morgen in oder nahe der Station Marsandiz am Stadtrand entgleist, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.
Daraufhin sei der Zug in eine Überführung gefahren, deren Teile auf zwei der Waggons heruntergebrochen seien.
Informationen über die Ursachen gibt es bisher nicht.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser! Ich hoffe, Sie haben im Dunklen den Weg aus dem Bett gefunden - und Ihre Pantoffeln. Wenn man erstmal steht, wird es schon gehen. Auch bei dieser Kälte. Und bei diesen Themen:
In Frankreich fahndet die Polizei weiter nach Chérif Chekatt, der den Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt verübt haben soll. Wir berichten heute über die neuesten Entwicklungen.
Die Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich heute zum Gipfel in Brüssel. Sie sprechen etwa über die gemeinsame Migrationspolitik. Aber auch ein Treffen zum Brexit wurde angekündigt. Darüber diskutiert heute auch der Bundestag.
Der Rat der Europäischen Zentralbank kommt heute für einen Zinsentscheid zusammen. Spannend ist aber vor allem der Ausblick, den EZB-Präsident Mario Draghi geben wird.
Außerdem stellt das Ifo-Institut heute seine Konjunkturprognosen für das laufende und die kommenden zwei Jahre vor.
Auch Fußball-Fans kommen heute auf ihre Kosten: In der Europa League treten heute Bayer Leverkusen, RB Leipzig und Eintracht Frankfurt an.
Außerdem werden heute Orden verliehen: Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sowie die ehemaligen Landeschefs Erwin Sellering, Stanislaw Tillich und Hannelore Kraft.
Der eisige Wind macht es noch kälter
Der Start in den Tag ist vielerorts mal wieder frostig kalt, streckenweise mit Glättegefahr durch Reif oder gefrierende Nässe. Am kältesten ist es am Alpenrand mit teils zweistelligen Minusgraden, wie in Oberstdorf oder auf dem höchsten deutschen Berg, der Zugspitze auf knapp 3000 Metern Höhe. Dafür geht es tagsüber Richtung Alpen oft sonnig weiter. Derweil ziehen im Norden und Nordosten unseres Landes dichtere Wolken durch, die zwischenzeitlich Schauer bringen können: teils als Regen, teils als Schnee. Ansonsten ist es mehrheitlich trocken, die Sonne hat es gegen Nebel oder Hochnebel aber zum Teil ziemlich schwer, sich länger durchzusetzen.
Dabei macht sich allmählich kältere Luft bemerkbar. So werden es heute maximal zwischen minus 4 Grad am Alpenrand und plus 4 Grad bei den Nordlichtern. Zudem weht ein teilweise eisiger Wind aus Ost bis Nordost. Somit fühlen sich die winterlichen Temperaturen nochmals kälter an. Die gefühlte Temperatur, der sogenannte Windchill, liegt zur Mittagszeit meistens im Frostbereich. Auf den Bergen ist es am eisigsten bei unter minus 10 Grad: beispielsweise auf dem Brocken (Harz) bei minus 15 Grad, auf dem Fichtelberg (Erzgebirge) bei minus 17 Grad oder auf dem Feldberg (Schwarzwald) bei minus 18 Grad. Wer unterdessen einen Ausflug auf die Zugspitze plant, den erwarten dort heute gefühlte minus 25 Grad.
Die weiteren Aussichten: Bis einschließlich Samstag bleibt es beim zeitweise sonnigen und mitunter eisigen Winterwetter, bevor am Sonntag von Westen her Schnee und Regen für akute Glätte sorgen können. Ihr Björn Alexander