mit Leah NowakDas war Donnerstag, der 20. August 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Bevor in der Redaktion die Lichter ausgehen, möchte ich Ihnen noch folgende Artikel meiner Kolleginnen und Kollegen ans Herz legen:
Sorge vor neuer Energiekrise: Droht Europas Gasmarkt der härteste Winter seit 2022? Von Juliane Kipper
Scherbenhaufen Außenpolitik: Trump vermasselt so ziemlich alles Von Volker Petersen
Ukraine-Kämpfer schon bestraft: Soll die EU russischen Touristen die Einreise verbieten? Von Lea Verstl
Raketenopfer in der Ukraine: War der "tödliche Juli" erst der Anfang? Von Frauke Niemeyer
Damit wünsche ich Ihnen einen angenehmen Abend und eine erholsame Nacht. Machen Sie's gut!
Rod Stewart wird zum siebten Mal Großvater
Rod Stewart wird schon wieder Großvater. Seine Tochter Kimberly Stewart ist schwanger, wie die 47-Jährige auf Instagram mitteilte. Für sie ist es das dritte Kind. Einen Geburtstermin oder das Geschlecht des Babys gab sie nicht bekannt.
Erst Anfang August war Stewart zum sechsten Mal Großvater geworden: Seine Tochter Ruby brachte einen Sohn namens Levi zur Welt. Der britische Sänger hat insgesamt acht Kinder, von denen bislang drei selbst Kinder haben.
Verkehrskontrolle eskaliert - Schüsse und verletzter Polizist in Braunschweig
In Braunschweig ist eine Verkehrskontrolle wegen eines renitenten Autofahrers aus dem Ruder gelaufen. Die Polizei schoss nach eigenen Angaben zwei Mal auf das Auto, als der Mann damit auf einen Beamten zufuhr. Der Polizist sei verletzt worden. Der Fahrer sei festgenommen worden, habe dabei aber Widerstand geleistet und zwei weitere Beamte verletzt.
Ursprünglich wollten zwei Beamte das Auto am Nachmittag kontrollieren, weil dessen Versicherungsschutz abgelaufen war. Den Angaben zufolge verweigerte sich der Fahrer der Kontrolle aber trotz mehrfacher Ansprache, woraufhin die Polizei einen Schlagstock gegen das Fahrerfenster eingesetzt habe, um mit dem Fahrer in Kontakt zu treten. Der Mann habe dann das Fahrzeug beschleunigt und sei auf einen Beamten zugefahren, der vor dem Auto stand.
Nachdem das Fahrzeug kurz gestoppt habe, hätten die Beamten mehrfach den Einsatz der Schusswaffe angedroht. Dennoch habe der Fahrer erneut beschleunigt, woraufhin die Polizei zwei Schüsse abgegeben habe. Auf einem angrenzenden Parkplatz erfolgte durch weitere Polizeikräfte die Festnahme.
Überschlag auf A8: Minister Hagel wird zum Ersthelfer
Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel und seine Personenschützer sind bei einem Unfall auf der Autobahn 8 bei Wendlingen (Landkreis Esslingen) zu Ersthelfern geworden. Ein Auto hatte sich dort am Nachmittag überschlagen und lag auf dem Dach. "Als wir gesehen haben, dass sich die Reifen noch gedreht haben, haben wir sofort angehalten und sind zum Auto gerannt", sagte der 38-Jährige. "In so einer Situation hilft man einfach, ohne nachzudenken."
Der Minister ließ seine Wagenkolonne den Angaben zufolge anhalten. Einer der Sicherheitsbeamten habe eine Scheibe des Unfallwagens durchschlagen, ein anderer die Fahrerin herausgezogen. Die Frau sei bei Bewusstsein und ansprechbar gewesen, hieß es. Hagel habe den Notruf gewählt und der Frau Wasser gereicht, bis der Rettungswagen eingetroffen sei.
Mit Kopfwunde auf Straße in Rostock gefunden - Mann tot
Ein vor einigen Tagen mit schweren Verletzungen auf einer Straße in Rostock gefundener Mann ist gestorben. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus, wie sie heute mitteilte.
Im Ortsteil Lütten Klein hatte eine Zeugin am 3. August die Einsatzkräfte alarmiert. Sie fanden den 38-Jährigen mit einer stark blutenden Kopfverletzung auf der Straße und brachten ihn ins Krankenhaus. Nun starb der Mann. Die Polizei sucht nach Zeugen, die den Schwerverletzten auf der Straße sahen, einen Streit, einen Sturz oder etwas anderes Verdächtiges beobachteten.
ICE nimmt Bootsführer nach tödlichem Unglück in New York fest
Nach dem tödlichen Bootsunglück nahe der Freiheitsstatue hat die US-Einwanderungsbehörde ICE den Bootsführer festgenommen. Der 46-Jährige aus El Salvador war 2007 illegal in die USA eingereist. Er war zuvor wegen Gefährdung anderer angeklagt danach aber gegen Kaution wieder freigelassen worden.
Bei dem Unglück vor rund zwei Wochen starben eine 27-jährige Frau und ein fünf Monate altes Mädchen. Zwölf Menschen wurden gerettet. Warum das Boot kenterte, ist noch unklar. Ersten Untersuchungen zufolge waren mehr Menschen als erlaubt an Bord. US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin kündigte an, der Bootsführer werde nach seiner juristischen Verantwortung für das Unglück aus den USA abgeschoben.
Video zeigt Drohnen-Abschuss nahe rumänischer Gasplattform
Ein rumänischer F-16-Kampfjet schießt eine mutmaßlich russische Seedrohne im Schwarzen Meer ab. Ein Video zeigt die Aktion in der Nähe einer Gasplattform, auf der zum selben Zeitpunkt Hunderte Menschen arbeiten. Für Rumäniens Präsident ist der Urheber klar.
Zuckerberg legt sich Schloss in Irland zu
Meta-Chef Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan haben sich ein Schloss in Irland gekauft. "Mark und seine Familie freuen sich darauf, sich um dieses historische Anwesen zu kümmern, und blicken erwartungsvoll auf die Zeit, die sie in Irland verbringen werden, wo Meta seinen internationalen Hauptsitz hat", sagte ein Sprecher Zuckerbergs. Bei dem Anwesen handelt es sich um das neugotische Strancally Castle in County Waterford im Südosten Irlands etwa 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Dublin. Das 1827 errichtete, dreistöckige Gebäude erinnert an eine alte Ritterburg.
Letzter Besitzer war Michael Alen-Buckley, ein Mitgründer einer in London ansässigen Investmentfirma. Welchen Kaufpreis er erhalten hat, wurde nicht bekannt.
Erdrutsch reißt Dutzende Menschen in den Tod
Ein Erdrutsch begräbt in Zentralafrika Schürfer einer handwerklichen Goldmine unter sich. Mehr als 100 Menschen sterben, weitere werden schwer verletzt. Der Betrieb der Mine soll ohne behördliche Genehmigung erfolgt sein.
Katze flutet komplette Wohnung in Baden-Baden
Eine Hauskatze hat in Baden-Baden in Abwesenheit ihrer Besitzerin deren Wohnung unter Wasser gesetzt. Wie die baden-württembergische Polizei in Offenburg mitteilte, meldete sich die Wohnungsinhaberin in der Nacht per Telefon bei der Feuerwehr, weil sie über eine Überwachungskamera bemerkt hatte, dass ihre Katze den Wasserhahn in der Küche geöffnet hatte. Sie selbst befand sich zu der Zeit nicht in der Wohnung.
Die später eingetroffene Sitterin habe den Einsatzkräften schließlich den Zugang zur Wohnung ermöglicht. Dort habe die Küche bereits derart unter Wasser gestanden, dass sich dieses in die anderen Zimmer verteilte. Die Feuerwehr versuchte, die Situation mit Handtüchern einzudämmen. Die Wohnungsinhaberin sei im Anschluss auf dringend nötige Trocknungsmaßnahmen hingewiesen worden. Der Katze ging es laut Polizei gut.
Perfekte Bierlieferung per Helikopter begeistert Internet
Sie stehen wie an einer Perlenschnur aufgereiht direkt neben der Hauswand. Nur Profi-Piloten können so Bier auf eine Berghütte liefern. Die Gäste der Pühringerhütte in Österreich freuen sich über den Nachschub, während die Internetgemeinde von der Präzision begeistert ist.
Falschfahrer verursacht Unfall auf A5 – zwei Tote
Ein Falschfahrer hat auf der Autobahn 5 in Baden-Württemberg einen Verkehrsunfall mit zwei Toten und einem schwer verletzten Kind verursacht. Wie die Polizei in Freiburg mitteilte, war der Mann am Morgen nahe dem Autobahndreieck Neuenburg in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs. Er kollidierte mit einem Schweizer Wagen auf dem Weg in Richtung Basel.
Der Wagen des Falschfahrers geriet in Brand, der Mann starb darin. Die eingeklemmten Insassen des zweiten Fahrzeugs wurden von der Feuerwehr befreit. Der Fahrer erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Ein schwer verletztes Kind wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Mann wird von Boa unter Motorhaube überrascht
Eigentlich will er die Batterie seines Autos wechseln, doch als ein Franzose seine Motorhaube öffnet, kommt etwas Ungeahntes zum Vorschein: Unter der Abdeckung hat es sich eine 1,50 Meter lange Abgottschlange bequem gemacht. Die Feuerwehr kommt zu dem Wagen im südfranzösischen Colomiers bei Toulouse, auch Spezialisten für tierische Risiken sind vor Ort. Wie die Einsatzkräfte auf Facebook mitteilen, entfernen sie das Tier am Dienstag schließlich unbeschadet und ohne, dass für die Feuerwehr selbst Gefahr bestand.
Nach ihrem Aufenthalt im Motorraum des etwa einen Monat lang nicht benutzen Wagens kam die Schlange in eine Tierarztschule in Toulouse.
Außerehelicher Sex: Vier Menschen in Indonesien öffentlich bestraft
Weil sie außerehelichen Sex gehabt haben sollen, sind in der streng islamisch geprägten Provinz Aceh in Indonesien zwei Männer und zwei Frauen öffentlich mit jeweils 100 Stockhieben bestraft worden. Die vier Verurteilten wurden in einem öffentlichen Park in der Hauptstadt Banda Aceh mit den Stockhieben gepeinigt, während Dutzende Menschen zuschauten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Vier weitere Menschen erhielten demnach bei der öffentlichen Vollstreckung der Prügelstrafe jeweils 22 Stockhiebe wegen geringerer Vergehen im Zusammenhang mit "körperlicher Intimität". Dies kann den örtlichen Gesetzen nach Küssen oder Umarmen bedeuten. Zwei weitere Anwesende wurden mit jeweils sieben Hieben bestraft, weil sie sich zu nahe gekommen waren - das kann auch Händchenhalten einschließen. Ein weiterer Mann wurde wegen Alkoholkonsums 20-mal geschlagen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine liebe Kollegin Friederike Zörner befindet sich im Feierabend. Durch den restlichen "Tag" werde ich Sie begleiten. Mein Name ist Leah Nowak, bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Los geht's!
Unkrautjäten endet für vier Arbeiter in Japan tödlich
Japan ist eigentlich bekannt für die Sicherheit seiner Züge und Bahnhöfe. Doch nun ist es in dem ostasiatischen Land zu einem folgenschweren Unglück gekommen: Vier Gleisarbeiter wurden beim Unkrautjäten von einem Zug tödlich erfasst. Der tragische Unfall ereignete sich an einem Bahnhof der nördlich von Tokio gelegenen Präfektur Tochigi. Wie japanische Medien berichteten, waren insgesamt sieben Arbeiter gerade dabei, entlang der Gleise Unkraut zu entfernen, als vier von ihnen von dem einfahrenden Expresszug erfasst wurden. Die Männer wurden bewusstlos ins Krankenhaus gebracht, wo jedoch nur noch ihr Tod festgestellt werden konnte, wie es weiter hieß.
Die Vorschriften sähen vor, dass ein Aufseher die Annäherung von Zügen überwacht und die Sicherheit der Arbeiter gewährleistet, berichtete der Sender NHK. Die Polizei untersuche nun, wie es zu dem Unglück kommen konnte. An Bord des Zuges sei niemand verletzt worden, hieß es in Medienberichten weiter.
Iranische Sängerin muss nach Auftritt vier Jahre in Haft
Öffentliche Auftritte von Sängerinnen sind in der Islamischen Republik Iran verboten, insbesondere wenn Männer im Publikum sitzen. Eine Sängerin hat sich darüber hinweggesetzt und ist nun nach einem Konzertauftritt zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Sicherheitskräfte hatten die Veranstaltung in der Hauptstadt Teheran im Februar 2025 aufgelöst und die Sängerin Hiwa Sefisadeh festgenommen, wie das Portal "Khabaronline" berichtete. Dem Bericht zufolge gab es unterschiedliche Darstellungen darüber, ob das Konzert genehmigt worden war. Auch das Kulturhaus habe seine Aktivitäten danach eingestellt.
Auf Instagram äußerte sich Sefisadeh am Mittwoch knapp eineinhalb Jahre nach der Veranstaltung erstmals öffentlich. "Seit Jahren bin ich im Bereich der iranischen Musik tätig, singe und unterrichte", sagte sie. In all diesen Jahren habe Sefisadeh trotz vieler Probleme und Einschränkungen einfach nur versucht, ihre Arbeit zu machen. Sie sei nun wegen "Aufforderung zu Korruption und Prostitution" zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Auf einem Video ihres Instagram-Kanals ist zu sehen, wie die Sängerin mit einer Band mit klassischer persischer Musik performt. Bei ihrem Soloauftritt singt sie einige Zeilen aus einem Gedicht des berühmten persischen Dichters Saadi. "Wie kann das Singen eines Gedichts von Saadi oder iranischer Gesang überhaupt als Aufforderung zu Korruption und Prostitution gelten?", fragt Sefisadeh in ihrer Stellungnahme. Mit ihrem Anwalt will sie das Urteil anfechten.
Maskierte werfen Brandsätze auf Hochzeit und Luxusautos
Im britischen Birmingham feiern 500 Gäste eine Hochzeit, als draußen mehrere Täter Brandsätze auf das Restaurant werfen. Vor der Location geparkte Luxuswagen fangen Feuer. Überwachungskameras filmen, wie die Maskierten angreifen - und schließlich die Flucht ergreifen.
Überfülltes Auto mit Jugendlichen kracht in Lastwagen-Anhänger - zwei Tote
Verheerender Verkehrsunfall in Hessen: Bei der Kollision eines Autos mit einem Lastwagen und dessen Anhänger sind am Mittwoch zwei Menschen gestorben. Jetzt kommt heraus: Bei den Toten handelt es sich um zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Das teilte die Polizei in Gießen mit. Der 15-Jährige soll der Fahrer des Wagens gewesen sein. Beide saßen zusammen mit sechs weiteren Jugendlichen in dem Fahrzeug.
Ihr Auto stieß auf einer Landstraße bei Nidda im Wetteraukreis frontal mit einem Lastwagen-Anhänger zusammen. Die überlebenden sechs Jugendlichen in dem Wagen im Alter von 14 und 15 Jahren kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Lastwagen war für Markierungsarbeiten im Einsatz und vor einer Verkehrsinsel abgestellt. Davor stand ein Anhänger. Aus unklarer Ursache kam das Auto mit den Jugendlichen von der Fahrbahn ab und prallte gegen den Anhänger, der in den Lastwagen geschoben wurde. Im Führerhaus des Lastwagens befanden sich drei Arbeiter. Zwei von ihnen wurden verletzt, einer schwer. Beide wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Wie die Jugendlichen in Besitz des Autos gekommen waren, ist noch unklar.
HNO-Arzt aus Hessen wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung festgenommen
Wegen des Verdachts auf sexuelle Nötigung und gefährliche Körperverletzung ist in Frankfurt am Main ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt festgenommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft in der hessischen Stadt mitteilte, erließ das Amtsgericht Frankfurt wegen Wiederholungsgefahr einen Haftbefehl gegen den 76-Jährigen. Zwischen 2016 und 2025 soll er demnach bei seiner Arbeit als Arzt in 14 Fällen übergriffig geworden sein. Laut Staatsanwaltschaft soll er während Behandlungen bei männlichen Patienten bewusst extreme Schmerzen hervorgerufen und sexuelle Handlungen an ihnen vorgenommen haben. Die Ermittlungen, im Zuge derer noch weitere Fälle überprüft werden sollen, dauerten an.
Thüringens BSW-Chefin liest Sahra Wagenknecht die Leviten
"Ich warne davor, dass meine Partei einer AfD leichtfertig zur Macht verhilft": Thüringens BSW-Chefin Katja Wolf hat Parteigründerin Sahra Wagenknecht für ihren Umgang mit der AfD scharf kritisiert. "Mit der Annäherung an die AfD hat Sahra Wagenknecht eine Grenze überschritten", sagte Wolf der Wochenzeitung "Die Zeit". "Sie geht ja nicht nur inhaltlich auf die extreme Rechte zu, sondern bietet sich ihnen als Machtoption an." Wolf sagte weiter: "Für das BSW kann es keine Verbrüderung mit der AfD geben." Die in Teilen gesichert rechtsextremistische Partei sei "hochgefährlich", sie mache "keine Politik für die kleinen Leute", sondern agiere "rassistisch und frauenfeindlich".
Damit reagierte Wolf auf die Pläne in ihrer Partei, den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bei einer möglichen Wahl im dritten Wahlgang durch Enthaltung nicht daran zu hindern, Ministerpräsident zu werden. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt, in den Umfragen führt die AfD mit großem Vorsprung. Wagenknecht spricht sich für einen "überparteilichen Ministerpräsidenten" und ein Ende der Brandmauer zur AfD aus. Wolf erteilte auch den Forderungen von Wagenknecht nach Einsetzung einer Expertenregierung in Thüringen eine klare Absage. Das sei "undemokratisch", sagte Wolf, und könne "nicht der richtige Weg für Thüringen sein."
Ganzes SWAT-Team fällt bei Festnahme plötzlich von Veranda
Ein Routineeinsatz im US-Bundesstaat Missouri endet für sieben Spezialkräfte der Behörden im Krankenhaus. Beim Vollstrecken eines Haftbefehls gibt die Veranda eines Wohnhauses plötzlich nach. Die Beamten beschreiben das Gefühl anschließend wie das Öffnen einer Falltür. Trotz der Vorkommnisse gelingen zwei Festnahmen.
76-Jähriger stürzt in Berchtesgadener Alpen in den Tod
Ein 76-jähriger Wanderer ist in den Berchtesgadener Alpen rund 100 Höhenmeter in die Tiefe gefallen und ums Leben gekommen. Der Mann sei mit Begleitern unterwegs gewesen, als er in Schönau am Königssee am Rinnkendlsteig abstürzte, wie die Polizei mitteilte. Die alarmierte Bergwacht konnte nur noch seinen Tod feststellen. Der 76-Jährige wurde per Hubschrauber geborgen, ebenso seine Begleiter, die anschließend von einem Kriseninterventionsdienst betreut wurden. Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern an.
Der Rinnkendlsteig im Berchtesgadener Land führt vom Königssee zur Kührointalm entlang der Ostseite des Kleinen Watzmanns und bietet Tiefblicke auf den Königssee. Unter anderem wegen Steinschlaggefahr ist der anspruchsvolle Aufstieg laut der Internetseite Bergerlebnis Berchtesgaden nur für erfahrene, trittsichere Bergsteiger empfohlen.
Mann mit "Hitler-Tick": Täter 56 Jahre nach Anschlag in München identifiziert
56 Jahre nach einem Brandanschlag auf ein jüdisches Altersheim in München mit sieben Toten im Jahr 1970 ist der mutmaßliche Täter identifiziert. Es handelt sich um einen bereits 2020 gestorbenen Mann aus dem rechten Milieu, wie die Generalstaatsanwaltschaft in der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte. Neue Ermittlungsergebnisse sprächen "deutlich für eine Täterschaft" - auch wenn der Fall wegen seines Tods nicht abschließend geklärt werden könne.
Bei dem Anschlag am 13. Februar 1970 waren sieben Menschen getötet worden, die den Holocaust überlebt hatten. Es war einer der schlimmsten antisemitischen Anschläge der Bundesrepublik. Der Täter konnte viele Jahre lang nicht ermittelt werden, 2017 stellte der Generalbundesanwalt das Verfahren ein. Kürzlich gab es aber einen neuen Hinweis aus der Bevölkerung, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Im April 2025 habe sie die Ermittlungen wieder aufgenommen. Der mutmaßliche Täter war zum Tatzeitpunkt 25 Jahre alt. Zeugen hätten ihn als Antisemiten mit "Hitler-Tick" beschrieben. Die Generalstaatsanwaltschaft wies darauf hin, dass auch postmortal die Unschuldsvermutung gilt. Es sei nicht möglich, gegen einen Toten Anklage zu erheben. Auch sei nicht ganz sicher, ob der Verdächtige mutmaßlich allein oder als Teil einer Gruppe gehandelt habe.
Berlins Justizsenatorin hat Ärger wegen ihrer Doktorarbeit
Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg lässt nach Medienberichten gegen sie erhobene Plagiatsvorwürfe untersuchen. Mehr als 80 Plagiate hat der "Plagiatsjäger" und Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber nach eigenen Angaben in ihrer Doktorarbeit gefunden. Konkret spricht Weber von "83 Plagiatsfragmenten". "Die Dissertation wurde nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt", sagte Badenberg. "Ich habe die Universität zu Köln gebeten, meine Dissertation unabhängig und umfassend zu prüfen. Die wissenschaftliche Bewertung einzelner Fundstellen ist Gegenstand dieses Verfahrens." Ihre Dissertation hat Badenberg demnach im Jahr 2005 an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln abgelegt.
Stefan Weber hat sich in der Vergangenheit mit teils begründeten, teils unbegründeten Plagiatsvorwürfen einen umstrittenen Ruf erarbeitet. Seine Vorwürfe gegen die Anwärterin für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, schlugen im vergangenen Jahr hohe Wellen. Die Unionsfraktion im Bundestag konnte sich nicht zu ihrer Wahl durchringen. Am Ende bezeichnete die Universität Hamburg die Vorwürfe gegen die Doktorarbeit der Rechtswissenschaftlerin als unbegründet.
Sandra Bullock spricht erstmals öffentlich über den Verlust ihres Partners
Als Bryan Randall am 5. August 2023 stirbt, ist das für viele überraschend. Der langjährige Partner von Schauspielstar Sandra Bullock hielt seine ALS-Erkrankung, gegen die er drei Jahre lang ankämpfte, geheim. Nun spricht die Darstellerin erstmals ausführlich über die schwere Zeit vor und nach seinem Tod. In einem Auftritt im Podcast "SmartLess" erzählt die 62-Jährige, wie sie Randall während seiner geheim gehaltenen ALS-Erkrankung begleitete - und warum sie sich dabei lange vollkommen allein fühlte. Der Grund für Bullocks Schweigen war vor allem Randalls eigener Wunsch. Er habe sie gebeten, seine Erkrankung nicht öffentlich zu machen. Bullock habe seine Entscheidung respektiert - doch für sie hatte das einen hohen emotionalen Preis. "Er hat mich gebeten, es nicht zu erzählen", berichtet die Schauspielerin im Podcast. Sie habe verstanden, warum er dies wollte. Gleichzeitig habe sie die Situation "isoliert" erlebt.
Besonders schwierig sei die Situation während der Corona-Pandemie gewesen. Während die Welt ohnehin von Lockdowns und sozialer Isolation geprägt war, kümmerte sich Bullock im privaten Umfeld um ihren schwer kranken Partner, zog ihre Kinder groß und musste gleichzeitig mit der zunehmenden Verschlechterung seines Zustands umgehen. Auch medizinische Behandlungen und die Teilnahme an Medikamentenstudien gehörten zu dieser Zeit. Besonders eindringlich beschreibt Bullock, dass ihre Trauer nicht erst mit Randalls Tod begann. Weil sie über Jahre beobachten musste, wie sich sein körperlicher und geistiger Zustand verschlechterte, habe der Abschied für sie bereits lange vor seinem Tod begonnen.
Mehr Sonne, aber vereinzelt drohen weitere Unwetter
Nach den verbreitet heftigen Unwettern beruhigt sich die Lage am heutigen Donnerstag ein wenig, vor allem im Osten gibt es mehr Sonne. Über weiten Teilen des Landes liegen aber weiter dichte Wolken, viel Regen kommt runter, immer wieder gibt es Gewitter. Örtlich kann es auch heftiger krachen.
Drogeriemarktkette plant Herz-Kreislauf-Check in Filialen
Vor rund einem Jahr fängt dm damit an, in ausgewählten Pilotfilialen Haut- und Blutanalysen oder Augenscreenings anzubieten. Medizinerverbände kritisieren das Vorgehen, es gibt eine gerichtliche Auseinandersetzung. Nichtsdestotrotz möchte die Drogeriemarktkette ihr Angebot ausbauen - und auf den Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausweiten. "Das ist die häufigste Todesursache in Deutschland", sagte Sebastian Bayer, Geschäftsführer Marketing + Beschaffung. Mittlerweile sei die technologische Entwicklung so weit, dass man mit Sensorik viele Vitaldaten und Parameter ohne größeren Aufwand zuverlässig erfassen könne. Dafür reiche es beispielsweise, sich angezogen in eine Kabine zu stellen.
Einen genauen Termin für die Einführung eines solchen Angebots nannte Bayer nicht. "Ich gehe aber davon aus, dass wir noch in diesem Kalenderjahr an den Start gehen." Unklar ist bislang auch, mit welchen Partner das Karlsruher Unternehmen hierbei zusammenarbeiten möchte.
Trump schwärmt über sich als Baumeister und präsentiert nächstes Projekt am Weißen Haus
"Eines kann ich: bauen!" Mit verschiedenen Bauvorhaben will US-Präsident Donald Trump der Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken - nun hat er stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. "Ich liebe das Bauen." Der Präsident begründete den Bau des Granit-Landeplatzes damit, dass die neuen Modelle des Präsidenten-Hubschraubers "Marine One", die demnächst in Dienst gehen sollen, den Rasen der berühmten Fläche hinter dem Weißen Haus beschädigen würden. "Dank des Landeplatzes werden wir nun keine Probleme mehr mit dem Rasen haben."
Trump will mit mehreren Prestigeprojekten bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Januar 2029 das Erscheinungsbild Washingtons neu gestalten und für immer prägen. Unter anderem ließ der 80-Jährige den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um an dessen Stelle einen Ballsaal zu bauen. Zudem hat er den sogenannten Reflecting Pool renovieren lassen. Sein geplanter riesiger Triumphbogen fast dreimal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalbmal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
in der Nacht haben Unwetter in Teilen Deutschlands schwere Schäden angerichtet. Mindestens eine Person kam ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Dutzende Gebäude wurden teils heftig beschädigt. Vor allem in Baden-Württemberg und Bayern kann es örtlich noch weitere starke Unwetter geben, wie der Deutsche Wetterdienst warnt.
Im rheinland-pfälzischen Waldorf ist eine Frau von einem herabstürzenden Baum getroffen und tödlich verletzt worden. Eine weitere Frau erlitt dabei schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. In Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis riss der Sturm Wände aus Häusern. Mindestens zwei Bauwerke seien betroffen, sagte ein dpa-Reporter vor Ort. Es gab Schäden durch abstürzende Fassadenteile und umherfliegende Gegenstände. Und überall seien Bäume umgestürzt. In der Gemeinde Bannberscheid wurden Teile der Fassade der Aubachhalle weggeweht. Zudem fiel vor Ort großflächig der Strom aus. Auf der A61 stürzte ein Lastwagen wegen Sturmböen um.
Diesen Themen stehen heute auf der Agenda:
Die Regierungschefs der fünf norddeutschen Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kommen um 9.30 Uhr in Rostock zu ihrer turnusmäßigen Jahreskonferenz zusammen. Unter dem Vorsitz von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig stehen dabei die Themen Wirtschaft, Häfen und Energie auf der Tagesordnung.
Der Medizinische Dienst stellt um 11 Uhr in Berlin die Jahresstatistik 2025 zur Begutachtung von Behandlungsfehlern vor. Der Dienst prüft im Auftrag der Krankenkassen Qualität und Organisation medizinischer Einrichtungen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt setzt im nordhessischen Fuldatal seine Sommerreise fort.
In Berlin informiert das Robert-Koch-Institut (RKI) über die Zahl der Hitzetoten in diesem Jahr.
Der Gemeinsame Bundesausschuss des Gesundheitswesens (G-BA) entscheidet ab 11 Uhr in Berlin über die Einführung einer neuen Vorsorge-Untersuchung für Kinder im Alter zwischen 9 und 10 Jahren.
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden informiert um 8 Uhr über Geschlechterunterschiede in der Schul- und Hochschulbildung in den Abgangsjahren 2024 und Jahr 2025.
Auf internationaler Bühne startet der SC Freiburg um 20.30 Uhr als erster Fußball-Bundesligist in die neue Saison. Die Badener treten im Playoff-Hinspiel der Conference League beim schottischen Klub FC Motherwell an.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Schäden durch Tornado in Fürstenwalde
Im brandenburgischen Fürstenwalde (Spree) soll es nach Angaben der Europäischen Unwetter-Datenbank einen Tornado gegeben haben. Ein Dach wurde abgedeckt und Bäume stürzten um, wie es auf der Webseite hieß. Die Stärke des Tornados wird mit IF1 angegeben, der dritten von neun möglichen Stufen. Die Windgeschwindigkeit erreicht auf diesem Level um die 150 Kilometer pro Stunde.
Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden keine Menschen verletzt, wie ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam sagte. Es seien einige Schäden entstanden, etwa weil umgestürzte Bäume Autos getroffen hätten. Der RBB berichtete ebenfalls über einen Tornado als Ursache für die Schäden, der anhand von Videoaufnahmen in den sozialen Medien identifiziert werden konnte.
Staatsverschuldung der USA steigt in nie dagewesene Höhen
Die Staatsverschuldung der USA ist erstmals auf über 40 Billionen Dollar (34,3 Billionen Euro) gestiegen. Entsprechende Zahlen veröffentlichte das Finanzministerium in Washington. Demnach belief sich die gesamte ausstehende Staatsverschuldung zum Geschäftsschluss am Vortag auf 40,05 Billionen Dollar. Damit stieg die Staatsverschuldung höher als von der Regierung und Experten bisher prognostiziert. Grund dafür sind nach Angaben von Experten unter anderem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, langfristige Zahlungsverpflichtungen in den Bereichen soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten.