Das war Donnerstag, der 27. Dezember 2018
Liebe Leserinnen und liebe Leser, "Der Tag" verabschiedet sich in den Feierabend. Morgen sind wir zum letzten Freitag dieses Jahres wie gewohnt wieder ab 6 Uhr für Sie da, um Sie an dieser Stelle auf den neuesten Stand zu bringen. Kommen Sie gut durch die Nacht!
Das sind die meistgelesenen Artikel des Tages:
Zoll vernichtet neun Tonnen Drogen bei Geheimaktion
Zollbeamte aus dem Großraum Hamburg haben vergangene Woche eine stattliche Menge Drogen - und damit sinnbildlich Geld - verbrannt: Bei einer verdeckten Aktion haben sie mit mehreren gesicherten Transportern und bewaffneten Eskorten etwa 2,4 Tonnen Kokain und 6,7 Tonnen Apaan - ein Grundstoff zur Herstellung von Meth-Amphetamin - zur Verbrennung transportiert, wie ein Sprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg nun erklärte. Der Gesamtwert des Rauschgifts belief sich demnach auf 520 Millionen Euro.
Eine Meldung zur allgemeinen Zoll-Bilanz 2018 lesen Sie hier
Polen möchte SS-Täter überstellt bekommen
Während des Zweiten Weltkriegs starben in Polen fast sechs Millionen Menschen, viele von ihnen durch Taten der SS. Nun wollen deutsche und polnische Behörden offenbar enger bei der Strafverfolgung von SS-Verbrechen im von Nazi-Deutschland besetzten Polen zusammenarbeiten. Das sei bei einem Treffen von Vertretern des polnischen Instituts für Nationales Gedenken mit ihren Kollegen von der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg vereinbart worden, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Andrzej Pozorski der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Er setze sich dabei dafür ein, dass die deutsche Seite noch lebende SS-Mitglieder, denen Verbrechen in Polen vorgeworfen werden, an die polnische Justiz überstelle.
Berliner Hacker überlisten wohl Hochsiche rheitstechnik
Sie wird unter anderem als Zutrittsschutz zu Hochsicherheitsbereiche verwendet, weil sie als eines der sichersten biometrischen Verfahren zur Identifizierung von Menschen gilt: die Venenerkennung. Nun haben zwei Berliner Hacker das System offenbar überlistet.
"Wir waren selbst erstaunt, wie einfach das geht", sagte Jan Krissler alias Starbug, Informatiker an der Technischen Universität in Berlin, vor Beginn des Chaos Communication Congresses (35c3) in Leipzig.
Die Venen seien eigentlich relativ schwer auszulesen, da sie sich im Körperinneren befinden.
Zusammen mit seinem Kollegen Julian Albrecht sei es Krissler aber gelungen, mit Hilfe von selbstgebauten Attrappen das System im Labor zu manipulieren.
Die Venenerkennung soll unter anderem das neue BND-Gebäude in Berlin vor unbefugten Personen schützen.
Trump verrät offenbar geheimen Standort von Eliteeinheit
Mit seinem Truppenbesuch im Irak hat US-Präsident Donald Trump die ganze Welt überrascht. Doch bei der Visite ist ihm offenbar ein ebenso unerwarteter Fauxpas unterlaufen. Auf Twitter postete Trump ein Video, in dem er unter anderem an der Seite von Soldaten, bei denen es sich offenbar um Mitglieder der US-Spezialeinheit Navy Seals handelt, zu sehen ist. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass sich sie die Spezialkräfte im Irak aufhalten. Unterfüttert wird diese Annahme durch eine Veröffentlichung von Trumps Pressestab, dem offenbar auch eine Panne unterlaufen ist: Laut Protokoll sagte ein Mann namens Kyu Lee dem US-Präsidenten, er sei der Militärgeistliche von "Seal Team Five". Trump soll darauf entgegnet haben: "Hey, wenn das so ist, lasst uns ein Foto machen." Für gewöhnlich wird der Standort von US-Spezialkräften aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.
Unbekannte fesseln Ordensbrüder bei Überfall auf Kirche
In der Klosterkirche Maria Immaculata im Norden Wiens hat es am frühen Nachmittag einen schweren Überfall gegeben.
Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, wurden dabei fünf jeweils 60-jährige Ordensbrüder verletzt, einer von ihnen schwer.
Die zwei unbekannten Täter haben demnach ihre Opfer gefesselt und von ihnen Geld und Wertgegenstände gefordert.
Derzeit läuft eine Großfahndung nach den Tätern.
Einen terroristischen Hintergrund schließen die Behörden aus.
600 Reisende warten stundenlang in blockiertem ICE
Viel Geduld mussten heute Bahnreisende auf der Strecke zwischen Fulda und Hanau mitbringen. Ein von der Oberleitung hinuntergerissener Draht hat laut Bundespolizei bei Rodenbach in Hessen zwei Frontscheiben eines ICE-Zuges beschädigt. Verletzt wurde zwar niemand, doch die 600 Fahrgäste mussten etwa vier Stunden auf die Weiterfahrt warten, wie eine Bahnsprecherin mitteilte.
Hochhaus in Sydney nach Knackgeräuschen erneut evakuiert
Zahlreiche Bewohner eines aus Sicherheitsgründen vorübergehend evakuierten Hochhauses in Sydney haben erneut ihre Wohnungen verlassen müssen.
Rund 3000 Menschen waren an Heiligabend aus dem 38-stöckigen Opal Tower und nahe gelegenen Gebäuden im Olympia-Park der australischen Metropole geholt worden - nachdem viele anschließend zurückgekehrt waren, wurden die Bewohner des Hochhauses nun erneut zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert.
Ein "lautes Knacken" hatte am Montagabend die Evakuierung des Apartmentkomplexes ausgelöst, im zehnten Stock des Opal Tower wurde ein Riss entdeckt. Am Dienstag wurden zwei Drittel der Wohnungen für sicher erklärt, ihre Bewohner durften zurückkehren. 51 Wohnungen wurden dagegen als "strukturell unsicher" eingestuft.
Die Baugesellschaft Icon erklärte, die neue Evakuierung sei eine reine "Vorsichtsmaßnahme", die es den Ingenieure ermöglichen solle, ihre Untersuchungen "rund um die Uhr" fortzusetzen und das Gebäude wieder instand zu setzen, ohne die Bewohner zu stören.
Bundeswehr erwägt Anwerbung von Ausländern
Der Fachkräftemangel zwingt auch die Bundeswehr zu einer neuen Personalstrategie. Offenbar erwägt das Verteidigungsministerium, Männer und Frauen auch im EU-Ausland zu rekrutieren.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will vor allem Polen, Italiener und Rumänen anwerben, wie der "Spiegel" aus einem vertraulichen Ministeriumskonzept berichtete.
Demnach soll die Gruppe möglicher Rekruten auf EU-Ausländer begrenzt werden, die mehrere Jahre in Deutschland leben und fließend Deutsch sprechen.
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, sagte den Funke-Zeitungen, die Anwerbung von EU-Bürgern für spezielle Tätigkeiten sei "eine Option", die geprüft werde.
"Wir reden hier beispielsweise von Ärzten oder IT-Spezialisten", so Zorn.
Ex-Generalstabschef gründet neue Partei vor Israel-Wahl
Erst gestern löste sich das israelische Parlament auf und machte damit den Weg für eine vorzeitige Wahl am 9. April frei. Dabei will offenbar auch der ehemalige Generalstabschef Benny Ganz mitmischen.
Der 59-Jährige gründete eine neue Partei namens "Widerstandskraft für Israel", wie israelische Medien berichteten.
Ziel der Partei ist nach Medienberichten "die Stärkung Israels als jüdischer und demokratischer Staat".
Laut Umfragen könnte seine Partei zweitstärkste Kraft nach dem rechtsorientiertem Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werden.
Saudischer König baut Regierung nach Khashoggi-Affäre um
Wegen des Mordes an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi war die Führung Saudi-Arabiens in den vergangenen Monaten international in die Kritik geraten. Nun besetzt König Salman mehrere Regierungsposten neu.
Wie aus einem königlichen Dekret hervorgeht, soll der frühere Finanzminister Ibrahim al-Assaf den bisherigen Außenminister Adel al-Dschubeir ersetzen, der seit 2015 im Amt war.
Al-Dschubeir verwahrte er sich unter anderem dagegen, Kronprinz Mohammed bin Salman für die die Ermordung Khashoggis verantwortlich zu machen.
Neue Minister wurden auch für die Nationalgarde sowie die Ministerien für Information und Erziehung benannt.
Kronprinz bin Salman behält den Dekreten zufolge seine Posten als stellvertretender Ministerpräsident und Verteidigungsminister.
Nordkorea räumt Probleme bei Getreideproduktion ein
Die Lebensmittelknappheit in Nordkorea wird sich nach der jüngsten Missernte wohl verschärfen. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) gab kürzlich an, dass Nordkorea in 2019 wohl 641.000 Tonnen Lebensmittel einführen muss. Nun hat der Vorsitzende des nordkoreanischen Ministerrats, Pak Pong Ju, zwar Probleme bei der Getreideproduktion zugegeben - schuld daran sei aber nicht das Regime von Machthaber Kim Jong Un. Einige Agrarbetriebe hätten bei der Herstellung und dem Management von Saatgut "nicht verantwortlich gehandelt", sagte Pak der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA zufolge bei einem Treffen mit Agrarvertretern in Pjöngjang. In diesem Jahr musste Nordkorea bereits 456.000 Tonnen Lebensmittel einführen. An dieser Stelle sei Ihnen unsere Bilderserie "Nordkoreas moderne Bauten" ans Herz gelegt - sie lässt doch erhebliche Zweifel an der alleinigen Schuld der Agrarbetriebe an der Lebensmittelkrise aufkommen.
Vatikanisches Gericht fällt erstmals Geldwäsche-Urteil
Premiere im Vatikan: Erstmals hat ein Gericht im Kirchenstaat eine Person wegen Geldwäsche schuldig gesprochen.
Das Tribunal von Vatikanstadt verurteilte einen italienischen Immobilienunternehmer zu zweieinhalb Jahren Haft, teilte das Büro des Heiligen Stuhls mit.
Zudem seien mehr als eine Million Euro dauerhaft von ihm beschlagnahmt worden.
Gegen den Unternehmer sei seit 2014 ermittelt worden, in dem Jahr sei auch sein bei der Vatikanbank IOR deponiertes Geld eingefroren worden.
Bei der Christmette an Heiligabend hatte Papst Franziskus die wachsende Gier der Menschen angeprangert.
Syrien rüstet Assad-Truppen nahe türkischer Grenze auf
Schon lange hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit einer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in der syrischen Region Manbidsch gedroht. Nun rüstet die Regierung von Syriens Machthaber Baschar al-Assad dort offenbar ihre Truppen massiv auf.
"Die Truppen wurden in die Gebiete nahe Manbidsch geschickt, um einen Angriff der Türkei zu verhindern", sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur.
Regierungsnahe Kreise in Damaskus erklärten zudem, eine Elitetruppe der Präsidentengarde und Artillerie seien in die Region verlegt worden.
Das etwa 30 Kilometer von der türkischen Grenze gelegene Gebiet um Manbidsch steht unter Kontrolle der YPG, die die Türkei als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation betrachtet.
Schichtwechsel
Über den Autor
Liebe Leserinnen und Leser! Uladzimir Zhyhachou hat sich soeben in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und tritt nun den Heimweg durch das nasskalte Berlin an. Ab sofort bin ich für Sie bis zum späten Abend da, um Sie mit Nachrichten aus aller Welt zu versorgen. Mein Name ist Christoph Rieke und ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag! ]
Musical-Künstler an Bord von Kreuzfahrtschiff vermisst
Ein junger Brite ist auf einem Kreuzfahrtschiff höchstwahrscheinlich über Bord gegangen. Der Vermisste trat als Tänzer und Sänger in einem Musical auf der "Harmony of the Seas" auf.
Videoaufnahmen zeigten den 20-jährigen zuletzt an Weihnachten nachts auf Deck 5, zitierten britische Medien einen Sprecher der Kreuzfahrtgesellschaft "Royal Caribbean".
Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt mehr als 400 Kilometer vor Puerto Rico. Es war kurz vor Weihnachten von Fort Lauderdale (Florida) zu einem einwöchigen Karibik-Trip aufgebrochen.
Die Suche mit Booten und einem Flugzeug nach dem Mann war bislang erfolglos.
Justin Bieber verkauft jetzt Hausschuhe
Justin Bieber scheint seine Zeit momentan nicht nur mit seiner Frau Hailey zu verbringen, sondern auch mit dem Entwerfen von Kleidung.
Der Sänger hatte bereits im Februar die Bezeichnungen "The House of Drew", "La Maison Drew" und "Drew" als Markennamen registrieren lassen. Unter diesen Labels will er Mode kreieren. Er selbst ist schon in seinen Entwürfen gesichtet worden, T-Shirts und Sweatshirts mit dem Logo - ein gelber Smiley mit dem Wort "Drew" als Mund - existieren also bereits.
"Drew" ist der zweite Vorname von Justin Bieber. Und der steht nun offenbar auch für bequemes Schuhwerk. Auf Instagram gab der Sänger seinen Fans einen Vorgeschmack auf das, was sie sich neben Shirts und Pullis von seiner Modelinie erhoffen dürfen.
Er postete ein Bild von drei funkelnden Halsketten mit seinem Logo als Anhänger, die neben einem Paar von Frottee-Slippern liegen. Auf der Website von Biebers Label sind die "Günstigen Hotel Slipper" für etwa 5 Dollar pro Paar bereits ausverkauft.
Kind überlebt nach Lawine 40 Minuten unter Schnee
Ein zwölfjähriger Junge hat nach einem Lawinenabgang in den französischen Alpen 40 Minuten unter den Schneemassen überlebt.
Rettungskräfte fanden den Jungen, der abseits der markierten Piste Ski gefahren war, bei Bewusstsein auf.
"Das ist ein Wunder, denn er hatte kein Lawinensuchgerät bei sich", erklärten die Rettungskräfte. "Die Überlebenschancen sind nach 15 Minuten unter dem Schnee minimal."
Die Lawine hatte den Zwölfjährigen mitgerissen, kurz nachdem dieser mit seinen Eltern eine markierte Piste verlassen hatte. Ein Suchhund fand die Stelle, an der er unter dem Schnee begraben lag. Den Angaben zufolge kam der Junge mit einem gebrochenen Bein und einem großen Schrecken davon.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Schmuggler schluckt 600 Gramm Heroin
Der Zoll hat einen Drogen-Kurier gefasst, der 600 Gramm Heroin in seinem Körper von Hamburg nach Kopenhagen schmuggeln wollte.
Der Mann hatte das Rauschgift in 62 sogenannten Bodypacks geschluckt und wollte mit einem Zug nach Dänemark fahren.
In Höhe Oldenburg in Holstein kontrollierte ihn eine Zollstreife. Wegen des Verdachts des Körperschmuggels ordnete ein Gericht eine Röntgen-Untersuchung in einem Krankenhaus in Lübeck an.
Das Ausscheiden der Bodypacks zog sich über vier Tage hin. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.
Frau schneidet Stalker den Penis ab
Eine Frau im indischen Mumbai konnte ständige sexuelle Belästigungen eines Stalkers nicht mehr aushalten und griff deshalb zum Messer. Nachdem die Frau ihrem "Verehrer" den Penis abgeschnitten hatte, brachte sie ihn ins Krankenhaus.
Die 47-jährige zweifache Mutter und zwei Helfer lockten den 27-Jährigen in ein einsames Industriegebiet, wo sie ihm die Genitalien abtrennten. Der Mann ist nach einer Notoperation in stabilem Zustand.
Die Frau habe gestanden, die Tat geplant und ausgeführt zu haben, sagte ein Ermittler. Demnach hatte der 27-jährige Nachbar sie wiederholt massiv bedrängt und dabei auch ihre Ehe gefährdet.
Nach der Tat brachte sie den Mann persönlich ins Krankenhaus, um sein Leben zu retten. Die abgetrennten Genitalien und das Messer wurden gefunden, die Frau und ihre beiden Helfer aus der Nachbarschaft kamen in Polizeigewahrsam.
Betagte Frau soll Ehemann getötet haben
Eine 86 Jahre alte Frau soll in Nordrhein-Westfalen ihren gleichaltrigen Ehemann getötet haben. Rettungskräfte hatten den Toten am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags leblos in seiner Wohnung in Dülmen gefunden.
Bereits die Situation in der Wohnung habe darauf hingedeutet, dass der Tod des Mannes nicht auf eine natürliche Ursache zurückzuführen sei, teilt die Polizei mit. Bei der Obduktion sei massive stumpfe Gewalteinwirkung als Todesursache festgestellt worden.
Dringend tatverdächtig ist die 86-jährige Ehefrau, die sich in der Wohnung aufhielt. Sie befindet sich nun in einer psychiatrischen Klinik. Eine Mordkommission ermittelt.
Rettungskräfte waren nach einem Hinweis aus dem privaten Umfeld des Mannes davon ausgegangen, dass er sich in einer hilflosen Lage befinden könnte. Deshalb fuhren die Helfer zu der Wohnung.
Kevin Kühnert strebt in den SPD-Parteivorstand
Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat große Pläne fürs neue Jahr. Im Interview mit n-tv.de kündigte er an, 2019 für den SPD-Parteivorstand kandidieren zu wollen. "Ende des nächsten Jahres wählen wir den Parteivorstand", so Kühnert. "Da werde ich sicherlich für einen Platz kandidieren." Der 29-Jährige hatte sich mit seiner "NoGroko-Kampagne" im Frühjahr einen Namen gemacht und sich als parteiinterner Gegenspieler von Andrea Nahles positioniert.
Allein beim Kritisieren der SPD-Spitze will er es aber nicht mehr belassen. "Erstens denke ich, dass man nicht nur das Maul aufreißen kann - um dann zu sagen: 'Das macht ihr mal schön alleine'", sagte Kühnert. "Zweitens - und das ist viel wichtiger: Wenn ich etwas gelernt habe, dann dass es um Mehrheiten geht, nicht um einen Personenkult. Um etwas zu ändern, muss ein ganzer Haufen von Leuten mit gemeinsamen Zielen antreten. Leute, die sich den Parteivorstand rebellischer, diskussionsfreudiger, mutiger vorstellen."
Sprengsatz explodiert vor Kirche in Athen
Bei der Explosion eines selbstgebauten Sprengsatzes vor einer Kirche im Zentrum Athens sind ein Polizist und ein Kirchenwächter verletzt worden.
Nach Polizeiangaben hatte der Wächter den Polizisten wegen eines verdächtigen Pakets vor der Kirche des noblen Shoppingviertels Kolonaki alarmiert, bei der Untersuchung detonierte es dann. Der Polizist und der Wächter wurden leichtverletzt ins Krankenhaus gebracht.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
Erst vor zehn Tagen war in einem Vorort von Athen ein selbstgebauter Sprengsatz vor dem Sitz des Privatsenders Skaï explodiert. Niemand wurde verletzt, aber es gab erheblichen Sachschaden. Auch damals bekannte sich niemand zu der Tat.
Zwei Touristen ertrinken nach Golfwagen-Crash in Thailand
Durch die Kollision zweier Golfwagen in Thailand sind zwei südkoreanische Touristen ums Leben gekommen: Nachdem die Ehefrauen den Wagen ihrer Männer gerammt hatten, stürzten diese in einen Fluss und ertranken.
Das Unglück ereignete sich, als die beiden Paare auf einer Fähre einen Fluss überqueren wollten, der die Golfanlage durchzieht. Die beiden Frauen rammten dabei versehentlich den Golfwagen, in dem ihre Männer saßen. Durch den Aufprall gingen alle über Bord.
Während die Frauen rasch von Fischern gerettet werden konnten, fehlte von den 68 und 76 Jahre alten Männern zunächst jede Spur.
Mehr als 50 Rettungskräfte von Polizei und Armee nahmen die Suche nach den Touristen auf. Am Mittwochabend wurde schließlich eine Leiche gefunden. Dorfbewohner entdeckten am Donnerstagmorgen die andere Leiche.
Schlagzeilen am Morgen
CDU-Wirtschaftsrat für aktive Einbindung von Merz
Der CDU-Wirtschaftsrat macht sich weiter für eine aktive Einbindung des früheren Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz in Bundesregierung und Parteiführung stark.
Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, sagte der dpa: "Es kündigt sich leider gerade mit den deutlich schlechteren Konjunkturdaten ein wirtschaftlicher Abschwung an, der ein Umsteuern in der Wirtschafts- und Finanzpolitik erfordert. Eine überzeugende personelle wie inhaltliche Antwort darauf muss die CDU jetzt geben. Hierfür ist auch die Einbeziehung von Friedrich Merz ein ganz wichtiger Schlüssel."
An die Adresse der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer sagte Steiger: "Die CDU muss wieder mit allen ihren Flügeln flugfähig gemacht werden."
Dazu gehöre, "eigenständige Positionen zuzulassen, ohne gleich jedwede inhaltliche Aussage zu personalisieren und als Majestätsbeleidigung einzuordnen", sagte Steiger.
ZDF-Intendant fordert Erhöhung des Rundfunkbeitrags
ZDF-Intendant Thomas Bellut hält eine moderate Erhöhung des Rundfunkbeitrags für notwendig. "Ohne eine Beitragsanpassung ist das Qualitätsniveau auf keinen Fall zu halten", sagte Bellut im Interview der dpa.
Der Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro pro Haushalt und Monat ist bis 2020 festgelegt.
Tatsächlich sind es nach Ansicht des Intendanten mehr: "Weil wir aber aktuell die Rücklage einsetzen dürfen, die nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag entstanden war, beträgt der Beitrag nach unserer Berechnung real bereits 18,35 Euro", sagte Bellut.
Erster Mensch durchquert Antarktis ohne Hilfsmittel
Als erster Mensch hat der US-Abenteurer Colin O'Brady die Antarktis alleine und ohne Hilfsmittel durchquert. Der 33-Jährige brauchte auf Langlaufskiern 54 Tage für die 1482 Kilometer lange Strecke. Er erreichte am Mittwoch sein Ziel am Ross-Schelfeis am Pazifischen Ozean nach einer letzten gewaltigen Kraftanstrengung: Die letzten 125 Kilometer legte er an einem Stück in 32 Stunden zurück.
Bereits 1996-1997 hatte der Norweger Borge Ousland die Antarktis alleine durchquert. Er hatte sich aber teilweise von einem Gleitschirm ziehen lassen. O'Brady verzichtete auf ein solches Hilfsmittel.
Miley Cyrus bestätigt die Hochzeit
Miley Cyrus und Liam Hemsworth haben sich offenbar tatsächlich das Jawort gegeben. Nach den Gerüchten, wonach die beiden Stars bereits am Sonntag geheiratet haben, hat die Sängerin nun selbst Fotos von der Zeremonie auf Instagram gepostet.
Zu einem der Bilder, auf dem sich die beiden umarmen, schrieb Miley Cyrus: "10 Jahre später ..." Vor etwa einem Jahrzehnt wurden die US-Sängerin und der australische Schauspieler ein Paar. Auf dem Foto trägt sie ein weißes, ärmelloses Hochzeitskleid, Hemsworth einen schwarzen Anzug.
Japan richtet zwei Männer hin
In Japan sind zwei verurteilte Mörder am Galgen hingerichtet worden. Die Todesurteile gegen die beiden Männer wurden vollstreckt, wie Justizminister Takashi Yamashita mitteilte.
Der 60-jährige Keizo Kawamura und der 67-jährige Hiroya Suemori waren schuldig gesprochen worden, 1988 nach einem Diebstahl den Chef einer Investmentfirma und einen Mitarbeiter erwürgt zu haben. Sie wurden deswegen zum Tode durch den Strang verurteilt.
Mit der Hinrichtung der beiden Männer steigt die Zahl der bislang in diesem Jahr in Japan vollstreckten Todesurteile auf 15. Das ist die höchste Zahl seit 2008.
Japan ist eines der wenigen Industrieländer, das die Todesstrafe beibehalten hat. Derzeit befinden sich dort mehr als 100 Häftlinge im Todestrakt.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen einen guten Start in die für viele Menschen kürzeste Arbeitswoche des Jahres.
Das wird heute wichtig:
Nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien gehen die Bergungs- und Aufräumarbeiten unter schwierigen Bedingungen weiter. 430 Menschen starben nach letzten Zählungen.
Die Gewerkschaften treten für eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns ein. "Der Mindestlohn muss mittelfristig steigen und armutsfest sein", sagt der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann. Existenzsichernd sei der Mindestlohn nicht. Am 1. Januar steigt der Mindestlohn um 35 Cent auf 9,19 Euro. Ab dem 1. Januar 2020 beträgt er brutto 9,35 Euro je Arbeitsstunde.
Ein Jahr nach dem tödlichen Messerangriff auf die 15-jährige Mia in Kandel erinnert der Ort in Rheinland-Pfalz an das Mädchen. Die evangelische Gemeinde hat heute die Bürger zum stillen Gedenken aufgerufen. Hingegen wollen Demonstranten bei einer Kundgebung unter anderem gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestieren. Angemeldet sind etwa 200 Teilnehmer. Etwa 200 Sicherheitskräfte sollen eingesetzt werden.
Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie heute durch den "Tag".
Über den Autor
Im Nordosten trüb, im Südwesten freundlich
Der Start in den Tag bringt besonders im Süden und Westen frostige Temperaturen, stellenweise mit der Gefahr von Reifglätte. Am kältesten ist es Richtung Schwäbische Alb bei Frühwerten um die minus 10 Grad. Milder beginnt der Tag im Norden und Osten. Hier bewegen sich die Temperaturen unter den kompakten Wolken morgens bei 3 bis 7 Grad.
Und auch tagsüber dominieren in der Nordosthälfte die Wolken. Anfangs vor allem in der Lausitz und im Bereich der Oder noch mit etwas Regen oder Nieselregen. Später bleibt es dann mehrheitlich trocken. Bessere Chancen hat die Sonne derweil im Süden und Westen, wo es abseits von teils zähem Nebel häufiger freundlich oder sonnig durch den Tag geht. Die Temperaturen bringen es tagsüber meistens auf 3 bis 8 Grad. Kühler bleibt es nur im Dauernebel bei maximal 0 bis 2 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander