Das war Freitag, der 6. Februar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
wieder neigt sich eine ereignisreiche Nachrichtenwoche dem Ende entgegen. Hier in Berlin und im Nordosten hat überfrierender Regen und Glatteis für einige Kapriolen gesorgt. Zuletzt legte das Wetter sogar den Hauptstadtflughafen BER vorübergehend lahm. In den USA empört US-Präsident Donald Trump indes mit einem rassistischen Video über die Obamas. Nach der heftigen Kritik wird das Video vom Weißen Haus wieder gelöscht. Schuld soll ein Mitarbeiter sein. Und in Dormagen erschüttert der Tod des 14-jährigen Yosef die Menschen über die Region hinaus. Ein 12-Jähriger soll ihn getötet haben. Daraufhin wird wieder über das Absenken der Strafmündigkeit diskutiert.
Auch die neuesten Veröffentlichungen des US-Justizministeriums um den pädophilen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ziehen weitere Kreise und offenbaren vielfältige geschäftliche und private Beziehungen. Verstrickt sind darin viele prominente Persönlichkeiten.
Bevor ich mich ins Wochenende verabschiede, lege ich Ihnen noch diese Meldungen und Berichte meiner Kolleginnen und Kollegen an Herz:
Schlechte Nachrichten: Eine Woche zum Vergessen für die AfD - Von Volker Petersen
Wer war involviert? Fall Epstein: Sicherheitspolitiker sehen deutsche Behörden am Zug
"Vielleicht gerade begonnen": Abverkauf der Techwerte - platzt jetzt die KI-Blase? - Von Christina Lohner
Wut auf Parlamentspräsidenten: Überraschend heftiger Streit zwischen Polen und den USA ausgebrochen
Schiffe, Banken, Mineralien: EU bereitet massives Sanktionspaket gegen Russland vor
Weibliche Genitalverstümmelung: "Wer seine Tochter nicht beschneiden lässt, riskiert, dass sie ausgegrenzt wird" Von Anna Kriller
Bald großer Salzwassereinbruch? Wasserstand der Ostsee auf historischem Tiefstand
VIP VIP, Hurra! Mette-Marit, Epstein und der royale Sumpf - Die Promikolumne von Verena Maria Dittrich
"Was macht der Körper?" Thomas Müller sinniert über sein Karriereende
Damit empfehle ich mich für heute und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Der Tag meldet sich am Montag wieder und versorgt Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Bleiben Sie uns gewogen.
Soldat stirbt durch herabstürzenden Eiszapfen
Beim Eisklettern in Österreich ist ein 31-Jähriger von einem herabstürzenden Eiszapfen getroffen und tödlich verletzt worden. Der schwedische Soldat hatte am Donnerstagnachmittag beim Schranbach-Eisfall in Kaprun im Bundesland Salzburg an einem Lehrgang des österreichischen Bundesheeres teilgenommen, wie die Polizei mitteilt.
Der Soldat befand sich mit drei weiteren Eiskletterern unterhalb eines Felsvorsprungs. Der große Eiszapfen löste sich unvermittelt, prallte zunächst an der Eiswand ab und stürzte dann auf den 31-Jährigen. Die anderen drei Kletterer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie leiteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Doch auch die herbeigerufene Bergrettung konnte den Mann nicht retten.
Eisklettern ist eine alpine Bergsportart. Die Sportler erklimmen gefrorene Wasserfälle oder Eiswände mit Steigeisen und Eisgeräten wie speziellen Pickeln.
US-Serienstar Timothy Busfield wegen sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagt
Eine Grand Jury im US-Bundesstaat New Mexico hat den Schauspieler Timothy Busfield in vier Fällen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs eines Kindes angeklagt. Das gibt der zuständige Bezirksstaatsanwalt Sam Bregman auf seinem Facebook-Account bekannt. Bei allen vier Anklagepunkten handelt es sich "People" zufolge um Verbrechen dritten Grades.
Bregman betonte auf Facebook, dass jedoch weiterhin die Unschuldsvermutung gelte. "Der Fall wird den üblichen gerichtlichen Verfahren folgen und voraussichtlich vor Gericht verhandelt werden. Die Anklage wird von der Special Victims Unit der Staatsanwaltschaft des Bernalillo County geführt", gab er zudem bekannt. Weiter hieß es, dass "der Schutz von Kindern für seine Behörde weiterhin oberste Priorität" besitzen. Die Bezirksstaatsanwaltschaft werde "alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Kinder zu schützen und Gerechtigkeit für die Opfer zu gewährleisten".
Der Anklage waren Vorwürfe vorausgegangen, wonach Busfield sich an zwei heute elfjährigen Kindern sexuell vergangen haben soll. Busfield bestreitet die Vorwürfe.
Mann feuert mit Schreckschusspistole auf Nachbarn und nimmt Spaziergänger gefangen
Ein 40-jähriger Mann soll in Bielefeld mit einer Schreckschusspistole mehrfach auf den Kopf eines Nachbarn gefeuert und dann einen unbeteiligten Spaziergänger stundenlang gefangen gehalten haben. Ein Spezialeinsatzkommando habe den 40-Jährigen schließlich überwältigen und festnehmen können, teilt die Polizei mit. Der polizeibekannte Mann sitze nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft. Ein 38-jähriger Nachbar war durch die Schüsse leicht verletzt worden. Bei dem Streit soll es um geringe Geldschulden gegangen sein.
Auf dem Weg nach Hause habe der 40-Jährige dann aber einen unbeteiligten nächtlichen Spaziergänger in seine Gewalt gebracht. Etwa neun Stunden nach den Schüssen erfolgte der Zugriff und Spezialeinsatzkräfte nahmen den Deutschen in seiner Wohnung fest. Eine Mordkommission ermittelte, stufte die Schüsse aber schließlich nicht als versuchte Tötung, sondern als gefährliche Körperverletzung ein.
Nachbarschaftsstreit eskaliert beim Schneeräumen - Mann zückt Machete
Eine Schneeräum-Aktion ist im Südosten Brandenburgs außer Kontrolle geraten - es kam zu einem gewaltsamen Streit zwischen zwei Nachbarn. Ein Mann wollte in Rietz-Neuendorf südöstlich von Berlin mit einem Rasentraktor Schnee wegfahren und soll dabei gegen eine Frau gestoßen sein, wie die Polizei den Vorfall schildert.
"Das löste ein zunächst noch verbal geführtes Scharmützel aus." Doch die Situation schaukelte sich hoch: Die Nachbarn schlugen sich gegenseitig. Dann habe der Mann zu einer für Gartenarbeiten bestimmten Machete gegriffen und die Frau am Arm verletzt. Ihre Schnittwunde wurde im Krankenhaus versorgt. Die Kripo muss nun klären, was sich genau bei dem eskalierten Nachbarschafts-Streit abgespielt hat.
MAGA-Festival von Trump-Freund Kid Rock entwickelt sich zum Problemfall
Kid Rocks umstrittenes "Rock the Country"-Festival entwickelt sich für ihn immer mehr zum Problemfall. Zahlreiche Künstler ziehen derzeit ihre Zusage wieder zurück - nun hat auch die Rockband Shinedown abgesagt. Die Gruppe ist damit bereits der vierte Act, der dem als MAGA-nah geltenden Event den Rücken kehrt.
In einem Statement auf Social Media erklärte Shinedown die Beweggründe unter anderem via Instagram. "Shinedown gehört allen", hieß es in der Mitteilung. Man habe eine Plattform erhalten, um Menschen durch die Kraft der Musik zusammenzubringen. Der einzige Boss der Band sei das Publikum. Und dann der entscheidende Satz: "Der Zweck unserer Band ist es, zu vereinen - nicht zu spalten."
Vor Shinedown hatten bereits drei weitere Künstler ihre Teilnahme abgesagt. Rapper Ludacris zog sich nur wenige Tage nach der Bekanntgabe seines Auftritts zurück. Sein Management erklärte gegenüber dem "Rolling Stone", dass der Musiker eigentlich nie für das Line-up vorgesehen gewesen sei. Seine Nennung auf dem Festivalplakat sei lediglich ein Versehen gewesen. Auch die Country-Künstlerinnen Morgan Wade (31) und Carter Faith sagten ihre geplanten Auftritte ab - allerdings ohne öffentliche Begründung.
Ermittler entdecken Cannabispflanzen im Wert von rund zwei Millionen Euro
Ermittler haben in Laubach (Landkreis Gießen) eine Indoorplantage mit voraussichtlich mehr als 1.400 Cannabispflanzen mit einem geschätzten Marktwert von rund zwei Millionen Euro ausgehoben. Zwei 29-Jährige seien bei einer Durchsuchung zunächst geflüchtet, dann aber festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Gießen mit. Anlass für die Durchsuchung am Dienstag seien gut ein Jahr laufende Ermittlungen gewesen. Die beiden Männer sitzen in Untersuchungshaft.
NRW-Innenminister Reul stößt Debatte über frühere Strafmündigkeit an
Über das Absenken der Strafmündigkeit sollte nach Ansicht von NRW-Innenminister Herbert Reul nachgedacht werden. Zum Fall des getöteten 14-jährigen Yosef aus Dormagen sagt er dem WDR: "Der Vorgang ist schon fürchterlich, dass so ein junger Mensch umgebracht wird, aber dann auch noch möglicherweise von einem Gleichaltrigen - das macht einen fassungslos und wirft viele Fragen auf".
"In dem Fall muss jetzt sorgfältig ermittelt werden", so der Minister. Der tatverdächtige 12-Jährige sei jetzt erst einmal "aus dem Verkehr gezogen". "Man muss die Fakten zusammentragen, und dann bin ich auch selbst gespannt, wie man damit umgeht und das löst. Und ob die vorhandenen Möglichkeiten, die wir haben reichen, um eine Antwort zu geben, die alle zufrieden stellt", führt der CDU-Landespolitiker weiter aus.
Laut Strafgesetzbuch ist schuldunfähig, wer bei der Tat noch keine 14 Jahre alt ist. Zuletzt wurde immer wieder darüber diskutiert, das Alter für Strafmündigkeit abzusenken. Hintergrund waren auch besonders extreme Fälle, in denen Kinder als Täter beziehungsweise Tatverdächtige galten.
Schockmoment in Indien: Abwasser-Fontäne schießt plötzlich aus dem Boden
In einem Wohnhaus in Indien schießt plötzlich Abwasser aus dem Boden - festgehalten von einer Überwachungskamera. Der Anwohner ergreift verstört die Flucht. Die Behörden wollen bereits den Grund für die unliebsame Überraschung ausgemacht haben.
Weißes Haus: Trump-Video mit Obamas als Affen nach Kritik entfernt
Nach einem öffentlichen Aufschrei ist ein Video auf der Onlineplattform Truth Social von US-Präsident Donald Trump wieder entfernt worden, in dem der frühere Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle als Affen dargestellt werden. Das Weiße Haus teilt mit, ein Mitarbeiter habe den Beitrag "irrtümlich veröffentlicht". Politiker der oppositionellen Demokraten wie auch von Trumps Republikanern hatten den Clip als "rassistisch" verurteilt.
Publikumsliebling Charles C. Stevenson Jr. ist tot
Seriendarsteller Charles C. Stevenson Jr. ist bereits am 19. Januar im Alter von 95 Jahren in Camarillo, Kalifornien, verstorben. Sein Sohn Scott bestätigte erst jetzt den Tod gegenüber dem US-Magazin "Variety" - der Darsteller starb demnach eines natürlichen Todes.
Stevenson wurde vor allem durch seine Rolle als Barkeeper Smitty in der Kultsitcom "Will & Grace" bekannt. Die Figur tauchte erstmals in der zweiten Staffel auf und avancierte schnell zum Publikumsliebling - nicht zuletzt wegen der Wortgefechte mit Megan Mullallys (67) Figur Karen Walker. Noch mit 89 Jahren stand Stevenson für die Revival-Staffeln der Serie vor der Kamera, die von 2017 bis 2020 liefen.
Neben "Will & Grace" sammelte Stevenson über 100 weitere Rollen in Film und Fernsehen. Er spielte unter anderem in "Men in Black", "Ghost World", "The Office", "Baywatch", "Alle lieben Raymond" und "Shameless" mit. Eine Spezialität des Schauspielers: Geistliche aller Art. "In seinen eigenen Worten war sein Job, 'Leute zu verheiraten oder zu beerdigen'", verriet sein Sohn Scott. Regisseure seien regelmäßig in Panik zu ihm gekommen und hätten ihn gebeten, die ungeschriebenen Passagen zwischen "Wir haben uns hier versammelt" und dem "Amen" am Ende der Szene zu füllen. Stevenson gab zu, dass er darin ziemlich gut geworden sei.
Täter soll gezielt gegen den Kopf des getöteten Zugbegleiters geschlagen haben
Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz hat sich nun erstmals der Bundeswehrsoldat, der Erste Hilfe leistete, zu Wort gemeldet. Der tatverdächtige Grieche sei "von Anfang an sehr aggressiv" gewesen, sagt der 23-jährige Soldat gegenüber t-online. Er sei Hauptgefreiter in der 4. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 in Zweibrücken und wolle nicht mit vollem Namen genannt werden. Seine Kompanie habe bestätigt, dass er der Ersthelfer in dem Zug war, heißt es in dem Bericht.
Der Täter habe während der Ticketkontrolle mehrfach gesagt, dass er Kampfsporterfahrung habe, sagte der Hauptgefreite, der nach eigenen Angaben nur wenige Reihen hinter dem Tatverdächtigen saß: "Der Täter setzte mehrere Schläge gezielt in Richtung des Kopfes des Zugbegleiters."
Ein 36 Jahre alter Bahnmitarbeiter hatte in einem fahrenden Regionalexpress nahe Kaiserslautern einen allein reisenden Mann kontrolliert, der kein gültiges Ticket hatte. Nach Angaben der Polizei forderte der Zugbegleiter den 26 Jahre alten Fahrgast deshalb zum Verlassen des Zuges beim nächsten Halt in Homburg auf. Den bisherigen Ermittlungen zufolge schlug der Mann daraufhin den Zugbegleiter zufolge unvermittelt und mehrmals heftig mit den Fäusten. Das genaue Motiv ist weiter unklar, der Täter schweigt bislang.
Kronprinz Haakon hält zu Marius Borg Høiby - trotz Anklage wegen Vergewaltigung
In der wohl schwersten Krise des norwegischen Königshauses in jüngerer Zeit versucht Kronprinz Haakon, für seine Familie da zu sein. "Wenn soviel gleichzeitig passiert wie gerade in unserer Familie, dann versuche ich, richtig zu priorisieren", sagt der künftige norwegische König dem Fernsehsender NRK. "Das Wichtigste für mich war in den letzten Tagen, mich um meine Familie zu kümmern."
Während Kronprinzessin Mette-Marit wegen ihrer Freundschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein massiv unter Druck steht, muss sich ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby wegen Vergewaltigung vor Gericht verantworten. "Wir unterstützen Marius in der Situation, in der er ist", sagt Kronprinz Haakon dem Sender NRK über seinen Ziehsohn. "Wir kümmern uns um die anderen Kinder, auch auf sie müssen wir aufpassen. Und ich muss mich um die Kronprinzessin kümmern. Und zum Glück kümmert sie sich auch um mich."
Zuvor hatte Mette-Marit am Freitag schriftlich um Verzeihung für ihren Kontakt zu Epstein gebeten - vielen Norwegern reicht das aber nicht. Haakon nahm seine Frau in Schutz: "Sie versteht, dass viele gerne von ihr hören wollen", sagte er NRK. "Sie will gerne erzählen. Aber gerade schafft sie das nicht."
Thomas Müller äußert sich zur Politik-Karriere seiner Frau Lisa
Lisa Müller, die Frau von Fußballer Thomas Müller, ist in die CSU eingetreten. Nun äußert sich der Weltmeister erstmals dazu. "Ich finde es sehr gut, wie engagiert Lisa ist und sich dort reinarbeitet. Ich unterstütze ihr Vorhaben absolut", sagt er in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". Das Thema Politik sei bei Lisa Müller schon immer sehr präsent, es mache ihr viel Spaß und sie habe einiges drauf, so Müller weiter. "Das Ganze ist kein PR-Gag. Sie ist an den inhaltlichen Themen sehr interessiert." Der frühere Bayern-Spieler läuft derzeit bei den Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen MLS auf.
Russen schießen mit Weltkriegs-Geschütz riesige Lawine los
Das sind kuriose Aufnahmen: Eine Haubitze aus dem Zweiten Weltkrieg feuert auf den höchsten Berg Russlands. Der Einschlag löst eine Kettenreaktion aus. So spektakulär das Vorgehen auch ist: Ungewöhnlich ist es nicht.
Bericht: Epstein versuchte, Putin zu treffen
Aus den neuesten Epstein-Veröffentlichungen des US-Justizministeriums geht laut einem Medienbericht hervor, dass der verurteilte Sexualstraftäter den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen wollte. Wie die "Washington Post" berichtet, belegen die Dokumente, dass Epstein über Jahre hinweg wiederholt versuchte, ein Treffen mit Putin zu arrangieren. Epstein habe mehrere hochrangige Russen persönlich getroffen und mit ihnen korrespondiert. Die Akten würden laut Bericht auch Beweise dafür enthalten, dass der US-Amerikaner einen ehemaligen Anführer einer kremlfreundlichen Jugendbewegung einspannte, der einst von Putin mit einer Medaille ausgezeichnet worden war, um sein öffentliches Image aufzupolieren.
Putins Name taucht laut "Washington Post" in den freigegebenen Akten des US-Justizministeriums mehr als 1000 Mal auf. Doch die meisten dieser Erwähnungen würden aus Zeitungsausschnitten und Medienzusammenfassungen stammen, die Epstein erhielt, und nicht aus seiner persönlichen Korrespondenz.
Epsteins private E-Mails sollen aber wiederholte Versuche in den 2010er-Jahren belegen, ein Treffen mit dem russischen Präsidenten zu arrangieren, oft über den ehemaligen norwegischen Ministerpräsidenten Thorbjørn Jagland. In den Akten des US-Justizministeriums gebe es jedoch keine Hinweise, dass ein solches Treffen jemals stattgefunden habe. Inzwischen ermittelt Norwegens Polizei gegen Jagland. Es bestehe der Verdacht der schweren Korruption, teilte die für Wirtschaftskriminalität zuständige Strafverfolgungsbehörde Ökokrim mit. Anklage gegen Jagland wurde bislang nicht erhoben.
"Bunte erste Wochenhälfte" - Verdi deutet neue Streiks an
Die Menschen in Deutschland müssen sich auf verschärfte Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder in der ersten Hälfte der kommenden Woche einstellen. Verdi-Vizechefin Christine Behle sagte in Berlin "eine bunte erste Wochenhälfte" voraus. Bundesweit seien alle Bereiche mit den Ländern als Arbeitgeber betroffen, insbesondere Unikliniken, aber auch Straßenbauverwaltungen oder die IT. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es ausgeweitete Warnstreiks in den Ländern gegeben, auch an Schulen vor allem in Ostdeutschland. Hier sind viele Lehrkräfte bei den Ländern angestellt und dürfen streiken, anders als ihre verbeamteten Kolleginnen und Kollegen im Westen.
"Es ist die letzte Druckwelle vor der letzten Verhandlungsrunde", sagte Behle. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsterminen treffen die Gewerkschaften und Arbeitgeber vom 11. bis 13. Februar voraussichtlich letztmals zusammen. "Es wird noch einmal ein klares Signal geben." Betroffen von den Verhandlungen sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Neben Lehrkräften an Schulen und Hochschulbeschäftigten sind dies auch der Strafvollzug und das Justizwesen.
Mette-Marit entschuldigt sich wegen Epstein-Kontakt beim König
Der Druck auf Mette-Marit wegen ihres Kontakts zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist zuletzt immer größer geworden. Nun hat sich die Kronprinzessin beim König von Norwegen entschuldigt. "Ich möchte mich zutiefst entschuldigen für meine Freundschaft mit Jeffrey Epstein. Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe", heißt es in einer Erklärung. Ein Teil des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und ihr würde nicht dem Menschen entsprechen, der sie sein möchte, führt Mette-Marit in der Mitteilung weiter aus.
Zuvor war wegen den durch das US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten deutlich geworden, dass die norwegische Kronprinzessin mehr Kontakt zu dem US-Amerikaner hatte als bislang angenommen. Die Unterlagen umfassen nahezu 400 Nachrichten und E-Mails zwischen Mette-Marit und Epstein aus den Jahren 2011 bis 2014.
Ein besonders brisanter Punkt betrifft einen Aufenthalt Mette-Marits im Jahr 2013 in Epsteins Haus in Palm Beach, wo sie gemeinsam mit einer Freundin vier Tage verbracht haben soll. Der norwegische Hof bestätigte diesen Aufenthalt inzwischen offiziell. Aus den E-Mail-Korrespondenzen geht hervor, dass Epstein der Kronprinzessin während dieser Zeit verschiedene Aktivitäten vorschlug und seine Mitarbeiter organisatorische Hilfe leisteten - etwa durch das Vereinbaren eines Zahnarzttermins und das Beauftragen eines Friseurs. Der Friseur hatte laut der norwegischen Zeitung "VG" erzählt, wie er die Beziehung zwischen Epstein und Mette-Marit empfunden hatte: "Sie waren offensichtlich Freunde."
Welche Infos beschaffte die "Daily Mail" illegal? Elton John will's wissen und klagt
Sir Elton John und sein Ehemann David Furnish gehen juristisch gegen den Herausgeber der britischen "Daily Mail" vor. Die Vorwürfe, die dabei vor dem Londoner High Court ans Licht kommen, haben es in sich. In einer vor Gericht verlesenen Zeugenaussage erklärte Furnish laut "BBC", er und sein Partner seien "zutiefst betroffen" davon, nicht zu wissen, wie oft sie tatsächlich Ziel illegaler Informationsbeschaffung gewesen seien.
Das Ehepaar gehört zu einer Gruppe von insgesamt sieben Klägern, darunter auch Prinz Harry und Schauspielerin Elizabeth Hurley. Sie alle verklagen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL), der neben der "Daily Mail" auch die "Mail on Sunday" herausgibt, wegen schwerwiegender Verletzungen ihrer Privatsphäre. ANL weist sämtliche Vorwürfe zurück.
Im konkreten Fall von Elton John und Furnish geht es um zehn Artikel, die zwischen 2002 und 2015 erschienen sind und die nach Überzeugung des Paares auf unrechtmäßig beschaffte Informationen zurückgehen. Besonders ein Vorfall aus dem Dezember 2010 traf die beiden hart. Die "Daily Mail" veröffentlichte damals die Geburtsurkunde ihres Sohnes, bevor die frischgebackenen Eltern das Dokument selbst in den Händen hielten.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
für meinen Kollegen Alexander Schultze hat bereits jetzt das Wochenende begonnen – wohlverdient, wohlgemerkt. Nun begleite ich Sie bis zum Abend durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Stefan Guther. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir gerne an dertag(at)ntv.de.
"Huch" am Flughafen - "Affenschädel" im Koffer eines Mannes gehörte Leopard
Zollbeamte haben bei einer Kontrolle am Flughafen Hannover einen geschützten Leopardenschädel im Koffer eines Mannes entdeckt. Der aus Namibia zurückgekehrte Mann habe angegeben, es handle sich um einen Affenschädel, teilte das Hauptzollamt Hannover mit. Nach seinen Angaben hatte er den Schädel für umgerechnet 75 Euro auf einem Markt gekauft. Prüfungen ergaben, dass es sich um einen Leopardenschädel handelte.
Die erforderliche Genehmigung für die Einfuhr konnte der Mann demnach nicht vorlegen. Der Zoll beschlagnahmte den Schädel und schaltete das Bundesamt für Naturschutz ein. Auch Fleischprodukte im Koffer des Mannes wurden beschlagnahmt, weil die vorgeschriebenen Dokumente fehlten.
Leoparden und alle Bestandteile von ihnen sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt. Sie dürfen nur mit entsprechender Genehmigung eingeführt werden.
Nordkorea startet einfach eigene Winterspiele
Kurz bevor in Mailand und Cortina d'Ampezzo die Olympischen Spiele beginnen, startet Nordkorea seine eigenen Wintersportwettbewerbe. Zu den Olympia-Qualifikationen wurden erst gar keine Athleten entsandt. Die letzte Teilnahme liegt bereits acht Jahre zurück.
Mann scheitert vor Stadtrat-Kandidatur für AfD - weil er verurteilter Mörder ist
Ein wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilter Mann hat sich laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) auf der Liste der AfD für ein Mandat im Stadtrat beworben. Er soll in München leben und noch unter Bewährung stehen. Zu seiner Strafe gehöre allerdings, dass er nicht in ein öffentliches Amt gewählt werden darf. Das fiel dem Wahlamt im Kreisverwaltungsreferat auf. Der 43 Jahre alte Mann flog daraufhin von der Liste der AfD.
Der AfD-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Markus Walbrunn, bestätigte der SZ die Vorgänge. Das Verbrechen und das Urteil des Landgerichts Regensburg aus dem März 2005 seien seiner Partei allerdings nicht bekannt gewesen, erklärte er in einer Mitteilung. Die Recherchen der SZ haben das aufgedeckt, und erst dadurch habe er davon erfahren und den Mann konfrontiert. Er habe die geschilderten Vorwürfe eingeräumt, so Waldbrunn. Der Verurteilte sei infolgedessen aus der AfD ausgetreten.
Die Richter des Landgerichts Regensburg hatten es als erwiesen angesehen, dass der damals 21 Jahre alte Mann Anfang 2004 einen Mord begangen hatte. Er habe damals seine hochbetagte Nachbarin erdrosselt, heißt es in einem Prozessbericht der "Mittelbayerischen Zeitung".
Schluss mit Dauerscrollen - EU fordert Änderungen von "süchtig machendem" Tiktok
Die EU hat den Onlinedienst Tiktok aufgefordert, die "süchtig machende" Funktionsweise der Videoplattform zu ändern. Die EU-Kommission erklärte, erste Untersuchungsergebnisse zeigten, dass Tiktok nicht ausreichend berücksichtige, "wie diese süchtig machenden Funktionen die körperliche und psychische Gesundheit seiner Nutzer" beeinträchtigen können.
Als Beispiele für Änderungen nannte die Kommission die Abschaffung des "unendliche Scrollens", die Einführung effektiver Bildschirmpausen sowie die Anpassung des "hochgradig personalisierten Empfehlungssystems". Die Behörde warf Tiktok vor, "wichtige Anzeichen für eine zwanghafte Nutzung der App" zu ignorieren, etwa die von Kindern nachts auf der Plattform verbrachte Zeit. Das Unternehmen müsse die Funktionsweise in Europa ändern, "um unsere Minderjährigen und deren Wohlbefinden zu schützen", sagte EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen.
Brüssel hatte die Untersuchung im Februar 2024 eingeleitet - die erste gegen Tiktok unter dem EU-Gesetz für digitale Dienste (DSA). Die Ermittlungen sollten sich vor allem darauf konzentrieren, ob Tiktok genug tut, um negative Auswirkungen auf junge Menschen zu vermeiden. Tiktok hat nun die Möglichkeiten, auf die Anschuldigungen zu reagieren. Sollte sich die Auffassung der Kommission bestätigen, könnte dies eine Geldbuße von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von Tiktok zur Folge haben.
Italiener zeigen den größten Schoko-Zug der Welt
Der "Winter Games Express"-Zug ist insgesamt 55 Meter lang, 2300 Kilogramm schwer und aus reiner Schokolade. Damit schafft es die Skulptur ins Guinnessbuch der Rekorde. Das Kunstwerk wurde hinsichtlich der Olympischen Spiele in Italien entworfen.
Mindestens 31 Tote bei Anschlag auf Moschee in Pakistan
Bei einem Anschlag in Pakistan während des Freitagsgebets sind nach Angaben der Polizei mindestens 31 Menschen getötet und rund 170 weitere verletzt worden. Der Polizei zufolge handelte es sich um einen Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Nähere Details sind bisher nicht bekannt. Die Zahl der Toten dürfte noch steigen, sagte ein Polizeisprecher. Von den Verletzten befänden sich einige in lebensbedrohlichem Zustand. Zunächst war von zwölf Toten die Rede.
In einer Klinik in Islamabad wurde der Notstand ausgerufen, wie die pakistanische Zeitung "Dawn" berichtete. Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohner des südasiatischen Landes dar. Die pakistanischen Taliban und extremistische islamistische Gruppen haben in der Vergangenheit wiederholt schiitische Muslime angegriffen.
Zwei Tote bei Unfall im brandenburgischen Klettwitz
Zwei Menschen sind bei einem Verkehrsunfall im südbrandenburgischen Klettwitz ums Leben gekommen. Ein mit fünf Menschen besetzter Wagen kam am frühen Morgen von der Straße ab und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei mitteilte. Zwei Insassen starben noch vor Ort, wie es hieß.
Die drei anderen Menschen wurden in ein Krankenhaus gebracht, sie waren laut Polizei aber außer Lebensgefahr. Zur Identität der Verunglückten sowie den Hintergründen des Unfalls machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Ob die winterlichen Straßenverhältnisse eine Rolle spielten, ist noch unklar.
Reichinnek schäumt nach Auswertung: Klagen der Arbeitgeber sind Farce
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen heute einen größeren Anteil an den Sozialabgaben als früher, während die relative Belastung der Arbeitgeber gesunken ist. Das geht aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes hervor, die die Behörde im Auftrag des Büros von Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek erstellt hat. Die Auswertung, die dem "Spiegel" vorliegt, weist für jedes Jahr seit 1991 die Gesamtsumme aller Entgeltzahlungen sowie getrennt davon die Sozialbeiträge von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden aus. Als Sozialbeiträge erfasst die Statistik nicht nur die klassischen Sozialversicherungsbeiträge, sondern auch etwa Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder betriebliche Ruhegeldverpflichtungen.
Von 1999 bis 2024 sind demnach die Anteile der Sozialbeiträge der Arbeitgebenden an der Gesamtsumme der Entgelte um 1,5 Prozentpunkte gesunken - von 19,2 Prozent auf zuletzt 17,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum stiegen die entsprechenden Beitragsanteile für Arbeitnehmende um 1,5 Prozentpunkte - von 12,3 Prozent im Jahr 1999 auf zuletzt 13,8 Prozent.
Auf dieser Grundlage übt Reichinnek scharfe Kritik an der Union. Im Streit über Sozialkürzungen wirft sie CDU und CSU vor, ein irreführendes Bild zu zeichnen. Das "andauernde Stöhnen über eine angeblich zu hohe Beitragslast" sei "die reinste Farce und entbehre jeder Grundlage", sagte sie. Das Klagen der Arbeitgeberseite wertet sie als "dreisten Versuch, die Lohnkosten zu drücken, um ihre Profite zu sichern".
Bericht: Polizei ermittelt Verdächtigen im Mordfall an 14-jährigem Schüler
Heute Morgen schreibe ich noch von der öffentlichen Trauerfeier für einen getöteten 14-Jährigen in Dormagen und melde, dass die Polizei Hinweise erbittet - nun gibt es etwas Neues in dem Fall. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, wurde ein Verdächtiger ermittelt. Es handelt sich der Mitteilung zufolge um ein Kind. Weitere Details werden nicht genannt.
Der "Focus" vermeldet allerdings, dass der Tatverdächtige ein 12-Jähriger sein soll. Zudem solle die Obduktion ergeben haben, dass der 14-Jährige mit einem Messer erstochen wurde. Angeblich hätten Ermittler von einer "Hinrichtung" gesprochen, so das Magazin.
Nein, doch, oh - die Deutschen halten sich nicht für zu faul
Drei Viertel der Deutschen halten einer Umfrage zufolge Vorwürfe, die Beschäftigten arbeiteten hierzulande zu wenig, für nicht gerechtfertigt. Im neuen ZDF-"Politbarometer" meinten nur 20 Prozent, der Vorwurf treffe zu, 75 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. Wenn es jedoch um die Ankurbelung der Wirtschaft geht, sehen es 48 Prozent der Befragten als sehr wichtig oder wichtig an, dass in Deutschland insgesamt mehr gearbeitet wird, 49 Prozent halten das für weniger oder gar nicht wichtig.
Den Zustand der Sozialversicherungen bewertet ein Großteil der Bürger kritisch. Für nur 9 Prozent ist da im Großen und Ganzen alles in Ordnung, für 57 Prozent gibt es hier größere Probleme und für 31 Prozent stehen die Sozialversicherungen kurz vor dem Zusammenbruch. Die Lösung der Finanzierungsprobleme bei diesen Versicherungen sieht eine Mehrheit von 58 Prozent hauptsächlich im Einsatz von mehr Steuergeldern. 15 Prozent ziehen Leistungskürzungen vor, 6 Prozent der Befragten sehen Beitragserhöhungen als primäre Lösung.
Mercedes-Flucht auf A3 endet mit schwerem Verkehrsunfall
Auf der A3 bei Aschaffenburg endet eine Fluchtfahrt vor der Polizei in einem schweren Unfall: Ein Mercedes rast vor einer Kontrolle davon, mehrere Streifenwagen nehmen die Verfolgung auf. Schließlich prallt der Wagen in einen Hyundai. Dabei werden drei Menschen schwer verletzt.
Mysteriöser Guthrie-Fall: FBI lobt 50.000 Dollar Belohnung aus
Im Fall der verschwundenen Mutter der US-Moderatorin Savannah Guthrie hat das FBI eine Belohnung von 50.000 US-Dollar ausgesetzt. Gesucht werden Hinweise, die zur Auffindung der 84-jährigen Nancy Guthrie oder zur Festnahme und Verurteilung von Verantwortlichen führten, wie der Leiter der FBI-Außenstelle Phoenix bei einer Pressekonferenz im US-Bundesstaat Arizona sagte. Guthrie war zuletzt am Samstagabend gesehen worden.
Die Polizei geht davon aus, dass sie aus ihrem Haus in Arizona entführt wurde. Der zuständige Sheriff Chris Nanos betonte, die Ermittler hätten weiterhin keine Tatverdächtigen. Man gehe nach wie vor davon aus, dass Guthrie "noch da draußen" sei. Einen bestätigten Hinweis darauf, dass sie noch lebt, gebe es jedoch bislang nicht. Die Ermittler legten zudem eine ungefähre zeitliche Rekonstruktion der Ereignisse vor. Demnach wurde Guthrie am Samstagabend von Familienangehörigen zu ihrem Haus gebracht. In der Nacht trennte sich die Türklingel-Kamera vom Netz; wenig später registrierte eine Software eine Person auf dem Grundstück - Bildmaterial existiert dazu nach Angaben der Behörden nicht. Am Sonntagvormittag bemerkte die Familie das Verschwinden, kurz darauf wurde der Notruf abgesetzt. Forensisch gesichert sei bislang lediglich eine Blutspur im Eingangsbereich des Hauses, die per DNA eindeutig Nancy Guthrie zugeordnet worden sei.
Deutscher Export wächst leicht, in die USA bricht er aber ein
Die deutsche Exportwirtschaft ist im vergangenen Jahr leicht gewachsen, hat aber deutlich unter den US-Zöllen gelitten. Auf Basis einer ersten Schätzung für die Exporte im Dezember ergab sich für das Gesamtjahr ein Exportplus im Vergleich zum Vorjahr von 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Im Dezember legten die Ausfuhren demnach im Vergleich zum Vormonat um 4,0 Prozent zu. Den vorläufigen Daten zufolge wurden im Dezember Waren im Wert von 133,3 Milliarden Euro exportiert. 75,3 Milliarden davon gingen in andere Mitgliedstaaten der EU - ein Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum November. Die Ausfuhren in Drittstaaten außerhalb der EU legten demnach um 5,0 Prozent zu. Der wichtigste einzelne Abnehmer deutscher Waren blieben die USA, auch wenn sich die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump deutlich bemerkbar machte. Im Dezember legten die US-Exporte um 8,9 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu. Das waren aber 12,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Über das Gesamtjahr gesehen sackten die Exporte in die USA um 9,3 Prozent ab.
"Da bewegt sich nichts" - Grüne kritisieren Tempo bei Schuldenbremse-Reform
Die Grünen warnen die Bundesregierung vor einer Verschleppung einer Reform der Schuldenbremse. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge sagte der "Augsburger Allgemeinen" mit Blick auf eine dazu eingesetzte Kommission: "Da bewegt sich nichts, soweit wir erkennen können." Dröge warnte Bundeskanzler Friedrich Merz diesbezüglich, "dass er sein Wort nicht erneut bricht." Im Bundestag sei zusammen mit der Grundgesetzänderung für die Sondervermögen auch vereinbart worden, die Schuldenbremse auf Bundesebene zu reformieren. "Friedrich Merz muss zu diesem Beschluss des Deutschen Bundestags stehen", mahnte Dröge.
Im September hatte eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Reform der Schuldenbremse ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll Vorschläge erarbeiten, wie der Bund zum einen dauerhafte Handlungsspielräume für Investitionen bekommt, gleichzeitig aber die Schuldenlast begrenzt bleibt. Die im Grundgesetz verankerte Schuldenregel begrenzt den Spielraum des Bundes, neue Kredite aufzunehmen. Vor allem die SPD setzt sich schon lange für eine Reform der Schuldenbremse ein. In der Union gibt es allerdings Zweifel.
Flüchtende Räuber prahlen in Videos, jubeln aber nur kurz
Erstmals zeigt die Londoner Polizei Videoaufnahmen von einem versuchten Raub einer Krypto-Bande: Die Täter überfallen einen Mann, posten die Tat bei Snapchat und gelangen so ins Visier der Ermittler.
Jedem Dritten droht Kündigung bei der "Washington Post" - Proteste gegen Bezos
Hunderte Menschen haben vor dem Gebäude der "Washington Post" in der US-Hauptstadt gegen die Entlassung zahlreicher Journalisten der traditionsreichen US-Zeitung protestiert. "Demokratie stirbt in der Finsternis. Und Sie, Jeff Bezos, haben das Licht ausgeschaltet", stand auf einem der Plakate bei der Demonstration mit Blick auf den Amazon-Gründer und milliardenschweren Eigentümer der Zeitung. Mehrere entlassene Mitarbeiter, die an der Protestaktion teilnahmen, verurteilten die Personalkürzungen. In einer Zeit "beispielloser Angriffe auf die Presse" sei es "gefährlich, Personal auf diese Weise abzubauen", sagte Michael Brice-Saddler, der für die Post aus der US-Hauptstadt berichtet hatte. "Diese Kürzungen sind nicht die Schuld unserer Belegschaft, und doch sind sie es, die die Hauptlast der Kosten tragen", klagte Brice-Saddler.
Am Mittwoch war ein Kahlschlag bei der "Washington Post" bekannt gegeben worden. Der US-Sender NBC berichtete, rund ein Drittel der Belegschaft der Zeitung müsse gehen. Nach Angaben der "New York Times" sind 300 Mitarbeiter betroffen. Vermutlich müssen die meisten Auslandskorrespondenten der Zeitung gehen. Betroffen ist unter anderem die Ukraine-Berichterstatterin Lizzie Johnson. Auch die Berichterstattung über den Nahen Osten werde drastisch eingeschränkt, sagte ein Korrespondent, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Lokalnachrichten der "Washington Post", die Sportseiten sowie die Buchbeilage sind ebenfalls massiv betroffen, wie aus der Redaktion verlautete.
Monatelanger Stillstand im Westen - Was heute wichtig wird?
Liebe Leserinnen und Leser,
ich weiß, es nervt langsam gewaltig und betrifft vor allem einen großen Teil unseres Landes nicht, aber das Wetter schlägt auch am heutigen Tag wieder Kapriolen. Das aber eben, wie die Tage zuvor, vor allem im Nordosten. Während in München 8 oder in Freiburg im Breisgau 11 Grad erwartet werden, pendelt das Thermometer im Nordosten um 0 Grad. Und bei Niederschlag und ohnehin vorhandenem Eispanzer. Kurzum: Es wird wieder verdammt glatt - auf Gehwegen, Straßen und den Rollfeldern des Hauptstadtflughafens BER. Also, seien Sie vorsichtig!
Ich kann aber auch mit dem Wetter starten, weil der Tag bisher wenig Aufregendes bereithält. Politisch relevant ist die Beendigung der Reise in die Golfregion durch Kanzler Friedrich Merz. Dabei ging es um Rüstungskooperation und Energieversorgung. Letztere vor allem, um sich nicht zu abhängig von den politisch erratischen USA zu machen.
Wirtschaftlich für die Exportnation Deutschland sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes von Interesse. Angaben über die Ausfuhren im Dezember 2025 sowie im Gesamtjahr werden heute vorgelegt.
Die Linkspartei plädiert seit geraumer Zeit für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Zu den möglichen Erlösen daraus hält sie heute eine Pressekonferenz ab - mit dabei: Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.
Im Westen wird sich in den kommenden Monaten verkehrstechnisch einiges tun, wenn man auf Züge angewiesen ist. Denn zunächst wird die vierwöchige Sperrung der Strecke von Duisburg nach Essen und Oberhausen beendet. Aber nun beginnt die Generalsanierung der Bahnstrecke Köln - Wuppertal - Hagen. Die Sperrung ist bis 10. Juli geplant.
In Dormagen findet die öffentliche Trauerfeier für den getöteten 14-jährigen Schüler statt. Im Hintergrund laufen die Ermittlungen der Mordkommission "Waldsee" weiter. Die Polizei erbittet Hinweise und hat sogar 10.000 Euro Belohnung für entscheidende Angaben zum Täter ausgelobt.
Das ist es bisher aber auch schon. Für einen Freitag aber vielleicht in Ordnung. Ich hoffe, dass Sie für den Moment bestens im Bilde sind. Ich bemühe mich, Sie auch bei allem anderen bis 14 Uhr auf dem Laufenden zu halten. Mein Name ist Alexander Schultze. Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Schneegriesel und Blitzeis - der Nordosten bleibt eine Rutschbahn
Glatte Gehwege und Straßen, Eisregen und schlechte Sicht wegen Nebels: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am frühen Morgen weiterhin mit überfrierendem Regen und Glatteis im Nordosten des Landes. Eine Unwetterwarnung sprach der DWD für die Mecklenburger Seenplatte bis zur Ostsee aus, dort drohe gefrierender Regen mit Eisansatz. Weiter südlich gebe es Glatteis. Die Lage dürfte sich demnach im Tagesverlauf bei Temperaturen um den Gefrierpunkt langsam entspannen. Vereinzelt könne noch Schneegriesel fallen.
Zuletzt hatte das Wetter sogar den Hauptstadtflughafen BER lahmgelegt. Aufgrund von Blitzeis waren am Abend keine Starts und Landungen mehr möglich, wie eine Flughafensprecherin am Donnerstag sagte. "Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben." Wann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen wird, war am Freitagmorgen noch unklar. Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam war es am Donnerstag zu einer Reihe von Unfällen gekommen. Dabei wurden der Polizei zufolge 19 Menschen verletzt. Drei davon kamen ins Krankenhaus. Es gab auch Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin.
"Erpressungspotenzial": Sicherheitspolitiker fordern deutsche Ermittlungen in Epstein-Fall
Mehrere Sicherheitspolitiker im Bundestag haben eine systematische Auswertung der neu veröffentlichten US-Unterlagen zum Fall des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein durch deutsche Staatsanwaltschaften gefordert. Die deutschen Behörden sollten sich "die Epstein-Akten genau anschauen und gegebenenfalls amerikanische Behörden nach weiteren Informationen anfragen", sagte der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz dem "Handelsblatt".
Von der Bundesregierung verlangte von Notz Auskunft, inwieweit deutschen Nachrichtendiensten und anderen Sicherheitsbehörden Kenntnisse über Epsteins Taten sowie über dahinterstehende "ausbeuterische, kriminelle oder pädokriminelle Netzwerke" und deren internationale Bezüge bekannt gewesen seien. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums, Marc Henrichmann von der CDU. In die "unsäglichen Epstein-Machenschaften" seien offenbar hochrangige Entscheider aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik verwickelt gewesen, sagte er dem "Handelsblatt". Die Enthüllungen böten "erhebliches Kompromittierungs- und Erpressungspotential". Es müsse geprüft werden, ob dadurch Entscheidungen "zu Lasten der Sicherheit Deutschlands und Europas" beeinflusst worden sein könnten.