Mittwoch, 05. August 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:39 Uhr

Das war Mittwoch, der 5. August 2020

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Eine Geste der Solidarität: Das Rathaus von Tel Aviv erstrahlt in Libanons Nationalfarben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Einen Tag nach der schrecklichen Explosions-Katastrophe von Beirut solidarisiert sich die Welt mit dem Libanon. Die internationale Hilfe rollt an. Selbst Israel, mit dem sich das Land im Nahen Osten offiziell im Krieg befindet, zeigt sich solidarisch: In Tel Aviv wird die libanesische Flagge auf das Rathaus projiziert. "Menschlichkeit ist wichtiger als jeder Konflikt", schrieb Bürgermeister Ron Huldai dazu auf Twitter. "Unsere Herzen sind beim libanesischen Volk."

Was war heute sonst wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:09 Uhr

Michelle Obama leidet unter "leichter Depression"

Die Coronavirus-Pandemie, der andauernde Rassismus und die Amtsführung von US-Präsident Donald Trump schlagen der früheren First Lady Michelle Obama schwer aufs Gemüt. Sie leide unter einer "Form der leichten Depression", sagte die 56-Jährige in der neuesten Folge ihres "The Michelle Obama Podcasts". "Ich wache manchmal mitten in der Nacht auf, weil ich mir Sorgen über etwas mache oder eine Schwere da ist."

  • Sie erlebe wie jeder andere Mensch auch "emotionale Höhen und Tiefen" und fühle sich manchmal nicht wie sie selbst, sagte die Ehefrau des ersten schwarzen US-Präsidenten Barack Obama. Die jetzigen Zeiten seien wenig erbaulich. "Nicht nur wegen der Quarantäne, sondern wegen des Rassismus, und einfach nur diese Regierung zu sehen, ihre Scheinheiligkeit, Tag für Tag, das ist deprimierend."
  • Es sei zudem "erschöpfend", immer wieder mitzubekommen, wie ein Schwarzer "entmenschlicht, verletzt, getötet oder fälschlicherweise beschuldigt wird", sagte Michelle Obama weiter. "Das hat zu einer Schwere geführt, die ich in meinem Leben seit Langem nicht mehr gespürt habe."
  • Die frühere First Lady erinnerte aber daran, dass die USA schon "schwere Zeiten" überstanden hätten. "Wir befinden uns in einem beispiellosen Moment in der Geschichte", sagte Obama. "Wir durchleben eine Phase, wie sie noch niemand zu unseren Lebzeiten durchlebt hat."
21:38 Uhr

Hunderttausende New Yorker weiter ohne Strom

Auch einen Tag nach dem Tropensturm "Isaias" sind laut Energieversorger Con Edison in der Region New York weiter fast 180.000 Kunden ohne Strom gewesen.

Die "New York Times" berichtete, dass in den Bundesstaaten der Region sogar 2,5 Millionen Menschen von Stromausfällen durch den Sturm betroffen gewesen seien und dass diese zum Teil laut einem Sprecher noch Tage auf Strom warten müssten.

"Isaias" war am Dienstag über den Nordosten der USA hinweggezogen. US-Medien hatten von mindestens zwei Toten in North Carolina und einem Toten in New York berichtet.

20:46 Uhr

Italien droht Ryanair mit Flugverbot

Italien droht der irischen Airline Ryanair mit gravierenden Konsequenzen wegen Verstößen gegen Sicherheitsregeln zum Schutz vor dem Coronavirus.

  • Wie die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac in Mailand mitteilte, könnte ein Flugverbot gegen den irischen Billigflieger für den italienischen Luftraum verhängt werden.
  • Vorgeworfen werden Ryanair laut Enac "wiederholte Verletzungen der Covid-19-Gesundheitsbestimmungen", die von der Regierung zum Schutz der Passagiere angeordnet worden seien. Dabei gehe es sowohl um Distanzvorschriften als auch um Ausnahmeregeln für Situationen, in denen die Distanz nicht eingehalten werden kann.
  • Wenn Ryanair sein Verhalten nicht ändere, würden "alle Luftfahrtaktivitäten an den Flughäfen des Landes suspendiert", hieß es weiter. Passagiere mit gültigen Tickets müssten dann entsprechend umgebucht werden.
  • Ryanair fliegt zahlreiche italienische Flughäfen an, auch von Deutschland aus.
20:30 Uhr
20:06 Uhr

Mehrere Kämpfer geheiratet: IS-Rückkehrerin in Frankfurt gefasst

Das Landeskriminalamt Berlin hat in Frankfurt am Main eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin verhaftet.

  • Die 31-Jährige soll im Dezember 2014 mit ihrer damals dreijährlichen Tochter von Berlin aus nach Syrien in Gebiete gereist sein, die von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) kontrolliert wurden. Sie habe dort mehrere Kämpfer des IS geheiratet und sich innerhalb der Strukturen der Organisation bewegt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin mit.
  • Ihre Tochter sowie den in Syrien geborenen Sohn soll die Frau im Sinne der IS-Ideologie erzogen haben. Auch ein Sturmgewehr habe sie besessen.
  • Die Frau sitzt in Untersuchungshaft. Ihre Wohnung wurde durchsucht, derzeit würden Datenträger und Unterlagen ausgewertet, hieß es.
19:14 Uhr

Kreuzfahrtschiff "Orient Queen" sinkt nach Explosion in Beirut

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Die "Orient Queen" wurde bei der Explosionskatastrophe in Beirut schwer beschädigt und sank.

(Foto: imago stock&people)

Nach der Explosion im Hafen von Beirut ist auch das Kreuzfahrtschiff "Orient Queen" gesunken.

  • Zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, sieben weitere wurden verletzt.
  • Das 1989 fertiggestellte und rund 121 Meter lange Schiff fuhr unter der Flagge der Bahamas und hatte nach Angaben des Dienstes "Marine Traffic" Ende Juni in Beirut angelegt.
  • "Leider wurde das Schiff, das im Hafen von Beirut anlegte, vor dem Eindringen des Wassers schwer beschädigt. Alle Rettungsbemühungen waren erfolglos", hieß es in einer Erklärung des Eigners Mari Abu Merhi.
Mehr dazu lesen Sie hier.
18:40 Uhr

Dioxin-Höchstwerte überschritten: Supermärkte rufen Eier zurück

Wegen einer möglichen "Umweltkontaminierung" werden bestimmte bei Real und Hit verkaufte Eier zurückgerufen. Betroffen sind Sechser- und Zehnerpackungen der Sorte "Freilandhaltung für mehr Tierschutz". Auf den Eiern sind die Nummern 1-DE-0355091 oder 1-DE-0363561 aufgedruckt.

Die Eier wurden in Filialen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen bis zum 1. August verkauft, hieß es auf dem Portal "lebensmittelwarnung.de" des Bundesamts für Verbraucherschutz. Die betroffenen Eier haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 20. August.

Bei einer Kontrolle ist laut einem Sprecher des NRW-Landesumweltamts eine Überschreitung des zugelassenen Höchstgehalts von Dioxinen und dioxinähnlichen PCBs in den Eiern festgestellt worden. Diese Stoffe kämen in der Umwelt vor und könnten von Hühnern in Freilandhaltung beim Picken aufgenommen werden.

18:02 Uhr

Seniorin begeht Fahrerflucht - wegen Friseurtermins

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Prioritäten richtig setzten - das kann nicht jeder.

Es ist sehr ärgerlich, wenn kurz vor einem langersehnten Termin beim Friseur etwas dazwischen kommt. Zum Beispiel ein Verkehrsunfall.

  • In Krefeld hat eine Seniorin nach dem Touchieren eines Autos Unfallflucht begangen. Sie müsse zum Friseur, werde aber später wiederkommen, sagte die 82-Jährige der Frau, deren Auto sie angefahren hatte. An beiden Fahrzeugen war laut Polizei "erheblicher Sachschaden" entstanden. Bei dem Unfall hatte der dreijährige Sohn der 38-Jährigen in dem touchierten Auto gesessen, er blieb aber unverletzt. Die Mutter stand neben dem Wagen.
  • Die Seniorin blieb kurz stehen und erkundigte sich nach dem Wohlergehen der beiden. Dann verwies sie auf ihren Termin und fuhr weg. Die 38-Jährige rief daraufhin die Polizei.
  • Die Beamten entdeckten die 82-Jährige in dem Friseursalon. Ihren Führerschein ist sie erstmal los, zudem muss sie mit einem Strafverfahren rechnen.
17:25 Uhr

Pilot stirbt bei Flugzeugabsturz in NRW

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Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf dem Segelflugplatz Iserlohn-Rheinermark in Nordrhein-Westfalen ist ein Leichtflugzeug abgestürzt. Der 56-jährige Pilot ist dabei ums Leben gekommen. Ein 25-jähriger Passagier wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen von einem Rettungshubschrauber in eine Dortmunder Klinik geflogen.

Der Unfall ereignete sich über der Lande- und Startbahn des Flugplatzes im Iserlohner Norden. Der Pilot aus dem nordrhein-westfälischen Hemer starb noch in dem Ultraleichtflieger.

17:04 Uhr

Mindestens acht Deutsche bei Explosion in Beirut verletzt

Bei der Explosion in Beirut sind auch acht Deutsche verletzt worden. Das geht aus einem internen Lagebericht des Technischen Hilfswerks (THW) hervor. Einsatzkräfte des THW sollen am Abend zur Unterstützung der Deutschen Botschaft nach Beirut fliegen. Das Botschaftsgebäude war durch die Detonation beschädigt worden.

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministers Hassan Hamad kamen durch die Explosion am Dienstag mindestens 113 Menschen ums Leben, etwa 4000 weitere wurden verletzt.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:24 Uhr

SPD-Plakat mit nackter Frau sorgt für Ärger

Ähm, hier können Sie ein Foto des Plakats sehen. Wenn Sie nicht verstehen, was die SPD damit sagen wollte, sind Sie nicht der Einzige.

Ein nackter Damen-Po auf einem Wahlplakat der Sozialdemokraten sorgt im Kreis Heinsberg für Aufregung. Das Bild habe als Platzhalter gedient, weil die eigentlichen Plakate für die Kommunalwahl nicht rechtzeitig fertig geworden seien, sagte der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Wassenberg, Hermann Thissen. Und so sei das Wahlkampfteam, zu dem auch Frauen gehörten, auf die Idee zu der ungewöhnlichen Grafik gekommen: Eine nackte Frau von hinten mit dem Hinweis "Hier demnächst mehr von der SPD".

  • Rund 30 Plakatständer mit dem Motiv seien am vergangenen Samstag im Stadtgebiet aufgestellt worden. "Von den Wassenbergern habe ich keinerlei Rückmeldungen dazu bekommen", betonte Thissen.
  • Wohl aber aus eigenen Reihen: Der SPD-Kreisvorsitzende Norbert Spinrath habe ihn angerufen und das Motiv kritisiert. "Daraufhin haben wir das Plakat sofort mit einem SPD-Flyer überklebt. Ich wollte da kein Schlachtfeld aufmachen", sagte Thissen.
  • Der Kreisvorsitzende Spinrath sagte der Zeitung, die Zeiten, in denen man versucht habe, mit sexistischen Motiven das Interesse der Menschen zu wecken, seien lange vorbei. "Das passt nicht zu unseren Werten."
15:11 Uhr

Explosion in Beirut: Moldau weist Vorwürfe zurück

Nach der verheerenden Explosion in Beirut hat die Ex-Sowjetrepublik Moldau eine Mitverantwortung für den Vorfall zurückgewiesen. Die Behörden des osteuropäischen Landes reagierten damit auf Berichte, wonach das möglicherweise explodierte Ammoniumnitrat mit einem Schiff unter moldauischer Flagge in den Libanon transportiert wurde. Es stehe seit sieben Jahren nicht mehr unter der Flagge des Landes, teilte die Seeschifffahrtsbehörde mit.

"Es spielt auch keine Rolle, unter welcher Flagge es fuhr", sagte der Behördenleiter der russischen Agentur Interfax zufolge. Entscheidend sei vielmehr, dass die Fracht nicht richtig im Hafen gelagert worden war. Daran sei nicht das Schiff schuld.

15:00 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und versorge Sie noch bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:58 Uhr

"Äppelwoi" soll Kulturerbe werden

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En scheene Bembel!

(Foto: picture alliance/dpa)

Vier hessische Traditionen sollen in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Für die hessische Apfelweinkultur, die Fastnachtsbräuche der Herbsteiner Foaselt, die Technik des Tabakanbaus und der Zigarrenverarbeitung am Oberrhein und das Uhrmacherhandwerk seien Anträge gestellt worden, teilte das Wissenschaftsministerium mit. "Alle vier Vorschläge haben ihre besondere Geschichte und drücken regionale Bräuche aus, die vor allem durch das Engagement von vielen Ehrenamtlichen lebendig gehalten werden", sagte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn.

14:16 Uhr

Diese 80er-Kultserie feiert Comeback

Eine der beliebtesten TV-Serien der USA kommt zurück: Wie "Deadline" exklusiv berichtet, wird "Wer ist hier der Boss" von Sony Pictures Television fortgesetzt. Mit dabei sind auch die beiden Hauptdarsteller Tony Danza und Alyssa Milano, die noch einmal in ihre alten Rollen schlüpfen werden. Judith Light (Angela) und Danny Pintauro (Jonathan) sind dagegen noch nicht dabei, sollen der Serienfortsetzung aber positiv gegenüberstehen. Die Darstellerin der Mona, Katherine Helmond, war im Februar 2019 gestorben.

"Wer ist hier der Boss?" erzählte in den Achtzigern in 196 Folgen von dem ehemaligen Baseballspieler Tony Micelli, der einen Job als Haushälter bei der Geschäftsfrau Angela Bower annimmt, und seiner Tochter. Die Show stellte Geschlechterrollen und Stereotypen infrage und erhielt unter anderem zehn Emmy-Nominierungen.

13:35 Uhr

Elfjähriger nach Bärenattacke gestorben

Ein Elfjähriger ist im Süden Russlands bei einem Angriff von zwei Bären ums Leben gekommen. Die Tiere verletzten den Jungen so schwer, dass die Ärzte ihn nicht mehr retten konnten, wie die Behörden mitteilten. Der Schüler war am Stadtrand von Sotschi am Schwarzen Meer durch ein unverschlossenes Tor auf ein Privatgelände gelangt. Dort wurden den Angaben nach zwei wilde Bären in einem Käfig gehalten. Unklar war, ob der Junge in dieses Gehege gelangt war. Die Ermittler wollten die Umstände und die Frage klären, ob die Tiere dort überhaupt gehalten werden durften.

13:10 Uhr

Jeder vierte 25-Jährige lebt noch in "Hotel Mama"

Zu Hause ist es doch am schönsten. Das denken wohl viele 25-Jährige. Mehr als jeder vierte junge Erwachsene wohnt in Deutschland in diesem Alter noch bei den Eltern. Dabei bleiben Söhne länger zu Hause als Töchter, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. 34 Prozent der 25-jährigen Männer lebten 2019 noch im Elternhaus, bei den Töchtern waren es 21 Prozent. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern bleibt auch in höherem Alter bestehen: Mit 30 Jahren wohnten noch 13 Prozent der ledigen Söhne im Elternhaushalt, aber nur 5 Prozent der Töchter. Mit 40 Jahren wohnten nur noch vier Prozent der Männer und knapp ein Prozent der Frauen bei den Eltern. Im Durchschnitt checkten Söhne 2019 mit 24,4 Jahren aus dem Hotel Mama aus, Töchter mit 22,9 Jahren.

12:37 Uhr

Waldbrand tobt in Südfrankreich - Tausende Urlauber in Sicherheit gebracht

Die Feuerwehr hat wegen eines heftigen Waldbrands in einem südfranzösischen Urlaubsgebiet Tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Mindestens 2700 Menschen, darunter viele Touristen, mussten vor den Flammen fliehen, wie die Feuerwehr des Départements Bouches-du-Rhône mitteilte. Es gebe keine Verletzten. Rund 1800 Einsatzkräfte hatten demnach in der Nacht gegen den Brand westlich der Hafenstadt Marseille gekämpft. Das Feuer zerstörte mehr als 1000 Hektar Land. Die Feuerwehr war auch am Mittwoch weiterhin im Einsatz, um den Brand zu kontrollieren. Medienberichten zufolge mussten mehrere Campingplätze an der Mittelmeerküste in Martigues und Sausset-les-Pins evakuiert werden. Auf Fotos, die der Fernsehsender BFMTV zeigte, war zu sehen, wie Urlauber von den Campingplätzen in Richtung Meer gebracht wurden.

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12:03 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:49 Uhr

Halb Beirut von Explosionsschäden betroffen

Die verheerende Explosion im Hafen von Beirut hat die Hälfte der libanesischen Hauptstadt getroffen. Beiruts Gouverneur Marwan Abbud sagte dem libanesischen Sender MTV, zwischen 200.000 und 250.000 Einwohner hätten ihre Unterkünfte verloren. Der Schaden liege zwischen drei und fünf Milliarden Dollar, erklärte Abbud weiter, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete.

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11:28 Uhr
Breaking News

Hauptangeklagter gesteht tödlichen Schuss auf Lübcke

Im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat der Hauptangeklagte Stephan E. den tödlichen Schuss auf den Politiker gestanden. "Ich habe geschossen", sagte E. am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main. E. hatte bereits kurz nach seiner Festnahme die Tat gestanden, das Geständnis aber dann widerrufen und seinen mitangeklagten mutmaßlichen Komplizen Markus H. beschuldigt.

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11:20 Uhr

Fluchtauto nach versuchtem Banküberfall in Berlin ausgebrannt

In der Nacht nach einem versuchten Banküberfall in Berlin ist das mutmaßliche Fluchtauto der Täter ausgebrannt. Zeugen hätten gegen 01.25 Uhr in Neukölln einen lauten Knall gehört und das in Brand stehende Auto entdeckt, erklärte die Polizei. Der Wagen sei vollständig ausgebrannt. Daran hätten sich gestohlene Kennzeichen befunden. Derzeit werde davon ausgegangen, dass es sich um das Fluchtfahrzeug handle.

Mehrere Unbekannte hatten am Dienstag versucht, mit einem Fahrzeug in eine Bankfiliale im Stadtteil Wilmersdorf zu gelangen. Als die Täter auf das Sicherheitspersonal trafen, wurde ein Sicherheitsmitarbeiter angeschossen. Das Tatfahrzeug setzten die Täter demnach vor der Flucht ebenfalls offenbar in Brand. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde nichts erbeutet.

10:51 Uhr

Frankreich und Niederlande schicken Spezialisten nach Beirut

Nach der Doppelexplosion in Beirut hat die französische und niederländische Regierung Hilfen für den Libanon auf den Weg gebracht. Die Franzosen entsenden 55 Sicherheitskräfte, die auf Rettungs- und Räumungsarbeiten spezialisiert seien, teilte der Elysée-Palast weiter mit. Aus den Niederlanden werden 70 Ärzte, Feuerwehrleute und Polizisten in den Libanon geschickt. Durch die Explosion im Hafen von Beirut wurden rund 100 Menschen getötet, Tausende wurden nach Angaben von Hilfskräften verletzt.

10:28 Uhr

SpaceX feiert erfolgreichen Test einer Mars-Rakete

"Wir werden zum Mond fliegen, wir werden eine Basis auf dem Mond haben. Wir werden zum Mars fliegen", hatte SpaceX-Chef Elon Musk am Sonntag getwittert, drei Tage später feiert das US-Raumfahrtunternehmen den erfolgreichen Test des Prototyps einer Mars-Rakete. Auf mehreren Websites von Weltraumexperten waren Aufnahmen des Testflugs im texanischen Boca Chica zu sehen: Der Prototyp SN5 stieg dabei innerhalb von weniger als einer Minute in die Höhe und landete anschließend sicher wieder auf dem Boden. "Der Mars wird wahrscheinlicher", schrieb SpaceX-Gründer Elon Musk daraufhin bei Twitter.

Es handelte sich um den bislang größten Prototyp der geplanten 120 Meter langen Starship-Rakete, mit der das Unternehmen eines Tages Menschen zum Mars bringen will. Frühere Prototypen waren teilweise während Bodentests explodiert.

10:07 Uhr

TV-Star Peter Weck - seine Neue ist 42 Jahre jünger

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Peter Weck

(Foto: imago/APP-Photo)

Der österreichische Fernsehstar Peter Weck ist mit fast 90 Jahren frisch verliebt. Weck ist mit der 47-jährigen Kinderpsychologin Joanna Rzepa zusammen, wie er dem Magazin "Bunte" sagte. "Sie können sicher sein, dass Sie nicht zu einer Hochzeit geladen werden - das wäre eine Idiotie für mich", sagte Weck.

"Joanna ist nicht meine Zukünftige, sondern meine Momentane", fügte der Schauspieler hinzu. Dem Bericht zufolge leben Weck und Rzepa in zwei Wohnungen im selben Haus in Wien. Peter Weck spielte in Dutzenden Filmen und Fernsehserien mit, unter anderem in dem Klassiker "Sissi" aus dem Jahr 1955 und der ZDF-Serie "Ich heirate eine Familie" aus den 80ern. Weck wird am Mittwoch kommender Woche 90 Jahre alt.

09:43 Uhr

Erste Kandidatin wirft vor "Promi Big Brother"-Start das Handtuch

Noch vor dem Start der neuen Staffel "Promi Big Brother" hat eine Kandidatin ihre Teilnahme zurückgezogen: Die ehemalige "Berlin - Tag & Nacht"-Darstellerin Saskia Beeks "hat aus dem Quarantänehotel ausgecheckt", wie der Sender Sat.1 berichtet. Ersatz ist aber bereits gefunden.

"Ich habe erst im Hotel gemerkt, dass 'Promi Big Brother' einfach zu viel für mich gewesen wäre. Ich habe gespürt, dass ich im Moment Ruhe brauche, statt der Herausforderung mit unbekannten Menschen vor laufenden Kameras zusammenzuwohnen. Ich wollte vermeiden, dass es mir dann im Haus total schlecht geht und da bin ich ausgestiegen", erklärt Saskia Beecks ihre Entscheidung. Für die Soap-Darstellerin rückt die einstige Dschungelkönigin Jenny Frankhauser nach.

*Datenschutz

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09:08 Uhr

Texaner kauft Lamborghini mit Corona-Hilfen

Ein Corona-Hilfen-Betrug kommt einen 29-Jährigen aus Texas teuer zu stehen: Weil er sich mit den staatlichen Hilfen unter anderem einen Lamborghini kaufte, wird der Mann des Betrugs beschuldigt. Am Dienstag sei der 29-Jährige festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden, teilte das US-Justizministerium mit.

Den Angaben zufolge sicherte sich der Texaner im Rahmen des staatlichen Corona-Hilfsprogramms zwei Unternehmerkredite - angeblich, um Angestellte zu bezahlen. In Wahrheit beschäftigte der 29-Jährige allerdings gar keine Mitarbeiter - und gab insgesamt 1,6 Millionen Dollar (1,35 Millionen Euro) für sein eigenes Vergnügen aus. Neben dem Lamborghini für 200.000 Dollar habe er auch Immobilien und eine Rolex-Uhr gekauft, teilte das Justizministerium mit. Zudem habe er Tausende Dollar in Strip-Clubs in Houston verprasst.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:28 Uhr

Greenpeace-Studie simuliert drei Szenarien eines Atomangriffs

Bei einem Atomangriff auf deutsche Großstädte würden nach Ergebnissen einer Studie Hunderttausende Menschen sofort ums Leben kommen. Die Physikerin Oda Becker hat im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace mit einer Software-Simulation namens Nukemap die Folgen dreier möglicher Szenarien eines Atombombenabwurfs berechnet:

  • Bei einem Angriff auf das politische Zentrum in Berlin mit einer Atombombe, die eine Explosionsenergie von 20 Kilotonnen hat, wäre nach Ergebnissen der Software-Simulation mit rund 145.000 unmittelbar Getöteten zu rechnen.
  • Für Frankfurt wurde das Szenario eines Angriffs auf das Finanzzentrum mit einer schweren Atombombe von 550 Kilotonnen berechnet. Hier ermittelte das Programm aufgrund der Daten für die durchschnittliche Umgebungsbevölkerung insgesamt rund 500.000 Todesfälle.
  • Drittes Szenario ist eine Explosion auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel, wo nach offiziell nicht bestätigten Informationen US-Atomwaffen mit einer Sprengkraft von jeweils 170 Kilotonnen lagern sollen. Für diesen hypothetischen Fall kam die Software auf insgesamt 130.000 unmittelbare Todesfälle, davon 107.000 durch die Fallout-Strahlung.

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08:06 Uhr

Hitzewelle steht in den Startlöchern

Die Hitzewelle in den kommenden Tagen ist mit einer vorherrschenden östlichen bis südöstlichen Strömung zunächst zumindest eher eine trockene Hitze. Dabei sollte man besonders die kommenden beiden Nächte noch fürs Durchlüften nutzen. Dort kühlt es noch auf angenehme Werte ab. Ab dem Wochenende sind vor allem im Westen und Südwesten wieder Tropennächte mit teils über 20 Grad zu erwarten. Im Südosten und Richtung Alpen bleibt es am erträglichsten mit Tiefstwerten meist um 15 Grad.

Heute gibt es viel Sonnenschein bei allenfalls harmlosen Wolkenfeldern oder dünnen Schleierwolken. Lediglich im Norden, insbesondere von Ostfriesland bis zur schleswig-holsteinischen Ostsee, ziehen einige kompaktere Wolken durch, die am Vormittag aber höchstens ein paar Tropfen bringen. Auch in Bayern ist es nach lokalen Frühnebelfeldern teils wolkiger. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 20 Grad im Alpenvorland und 31 Grad am Niederrhein. Es weht schwacher bis mäßiger, an der Nordsee zeitweise frischer und stark böiger Wind aus Südwest bis Süd, in der Südhälfte aus Ost.

07:41 Uhr

Bodycam zeigt neue Details zum Tod von George Floyd

George Floyds Tod bei seiner Festnahme am 25. Mai in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte in den USA landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze ausgelöst. Neue Aufnahmen aus den Bodycams der Polizisten, die von der "Daily Mail" veröffentlicht wurden, dokumentieren die folgenschwere Festnahme Schritt für Schritt.

Den Ermittlern liegen die Aufnahmen bereits länger vor, nun kursieren die Bilder erstmals in der kompletten Originalfassung im Netz.

07:31 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die Bilder aus der libanesischen Hauptstadt Beirut vom vergangenen Abend sind dramatisch. Die Ursache der gewaltigen Explosion im Hafenviertel ist noch nicht eindeutig geklärt. Während das Land selbst von einem Unfall ausgeht, vermutet der US-Präsident einen Angriff. Über alle weiteren Entwicklungen werden wir Sie den Tag über auf dem Laufenden halten.

Zum aktuellen Geschehen in der Corona-Krise verweise ich Sie auf den entsprechenden Live-Ticker.

Diese Themen werden uns heute ebenfalls beschäftigen:

  • Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird um 10 Uhr damit gerechnet, dass sich der mutmaßliche Täter äußert. Der Deutsche Stephan Ernst soll den CDU-Politiker im Juni 2019 aus rechtsextremistischen Motiven erschossen haben.
  • Nach der Schließung der Autofabriken und Autohändler im April und Mai dürfte BMW ebenso wie die Konkurrenz in Stuttgart und Wolfsburg im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht sein.
  • Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg will fünf Monate nach der 1:2-Hinspielniederlage gegen Schachtjor Donezk doch noch das Endrundenturnier in der Europa League erreichen. Das Achtelfinalrückspiel gegen den ukrainischen Meister beginnt um 18.55 Uhr im Olympiastadion von Kiew.
07:02 Uhr

Walmutter verteidigt Kalb vor Surfern

Wer surft, begibt sich in den Lebensraum zahlreicher Spezies. Nach den zuletzt verheerenden Hai-Angriffen in Australien ist die Begegnung mehrerer Surfer in Manly Beach mit einer Walmutter und ihrem Kalb noch einmal glimpflich abgelaufen. Dort hatte ein ausgewachsenes Südkaper-Weibchen in der Surf-Gruppe eine Bedrohung für ihr Junges gesehen und kurzerhand zum Flossenhieb ausgeholt.

06:34 Uhr

Aldi ruft mit Pestiziden verunreinigte Cashew-Kerne zurück

Bei Aldi-Süd sind verkaufte Cashew-Kerne wegen einer festgestellten Verunreinigung mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel zurückgerufen worden. In einem Einzelfall sei eine entsprechend verunreinigte "Kapsel" in einer Packung gefunden worden, teilte die Märsch Importhandels-GmbH mit Sitz in Ulm. Die Warnung wurde auf dem Portal "lebensmittelwarnung.de" veröffentlicht. Zurückgerufen werden die "Farmer Cashewkerne" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 29.01., 01.02. und 02.02.2021. Verkauft wurden sie den Angaben zufolge in Filialen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Käufer erhalten den Kaufpreis auch ohne Kassenbon zurückerstattet.

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06:02 Uhr

Grüne fordern TV-Werbeverbot für Junkfood

Die steigende Rate von krankhaftem Übergewicht in Deutschland veranlasst die Grünen zu einer rigorosen Forderung. Da besonders Kinder und Jugendliche empfänglich für Werbung sind, soll "Junkfood" aus der TV-Werbung verschwinden. "Junkfood" ist der Sammelbegriff für kalorienreiche Nahrung mit einem ungesund hohen Anteil von salzhaltigen, zuckerhaltigen oder fetthaltigen Inhaltsstoffen mit geringem Nährwert.

"Werbung für stark zuckerhaltige Produkte und ungesunde Lebensmittel muss reguliert werden", sagte Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Kappert-Gonther forderte darüber hinaus eine Deklarierung von Zucker, Salz und Fett in Fertiglebensmitteln, verbindliche Reduktionsziele und steuerliche Anreize zur Verringerung dieser Inhaltsstoffe.

Vorbild soll Großbritannien sein: Dort hat die Regierung von Boris Johnson vorige Woche angekündigt, Werbespots für Junkfood künftig erst nach 21 Uhr zu erlauben - also zu einer Uhrzeit, zu der nur noch wenige Kinder vor dem Fernseher sitzen und die meisten Supermärkte geschlossen sind.

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05:48 Uhr