Das war Mittwoch, der 17. September 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
zum Abschluss des Tages habe ich noch einen wichtigen Hinweis in Sachen Outfit für die nächsten Tage: Die Temperaturen steigen nochmal kräftig, bevor sich der Sommer endgültig von uns verabschiedet - bis zu 31 Grad sind möglich. Doch Obacht: Warm heißt nicht unbedingt sonnig! Mehr über die Wetteraussichten der kommenden Tage können Sie hier nachlesen. Zudem hätte ich noch diese Leseempfehlungen für Sie:
Nach monatelangem Drängen Trumps: US-Notenbank senkt erstmals in diesem Jahr die Zinsen
Moskau und Peking sanktionieren: Findet Trump in von der Leyen einen Sündenbock?
Von Lea Verstl
500 Milliarden Dollar Einnahmen? Für Trump läuft es bestens im Zollkrieg
Von Hannes Vogel
75 Jahre Zentralrat der Juden: Merz warnt vor als Israel-Kritik getarntem Antisemitismus
Überlebt das Deutschlandticket?" Als würde der Brotpreis ohne den Bäcker festgesetzt"
Schicksalhaftes Unglück: Samuel Koch klagt auf Anerkennung von Arbeitsunfall
Werfen Sie gern noch einen Blick auf den Ukraine-Ticker. Momentan widersprechen sich Kiew und Moskau mit Meldungen von der Front. Damit wünsche ich Ihnen eine gute Nacht und verabschiede mich.
Johanna Ohlau
"Unkosten" decken?! Israelischer Minister nennt Gazastreifen "Goldgrube"
Nach dem Video über "Trump-Gaza" kaum noch verwunderlich, aber aus der Kategorie "unerhörte Äußerungen über den Gazastreifen" gibt es ein neues Tiefpunkt-Beispiel: Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich beschreibt das Gebiet, in dem Palästinenser leben, als potenzielle "Immobilien-Goldgrube". "Es gibt einen Geschäftsplan, der von den professionellsten Leuten ausgearbeitet wurde, der auf dem Tisch von (US-Präsident Donald) Trump liegt", sagte Smotrich bei einer Immobilienkonferenz in Tel Aviv, wo er auch nach der Zeit nach dem Gaza-Krieg gefragt wurde. Es gehe es darum, "wie diese Sache eine Immobilien-Goldgrube wird", die Israels Unkosten abdecken werde, erklärte Smotrich. Er habe in der Frage Verhandlungen mit den Amerikanern aufgenommen. Der Krieg habe Israel viele Kosten verursacht, "ich fordere auch etwas". Nun müsse entschieden werden, "wie wir uns das aufteilen, wie wir Prozente aus der Vermarktung des Bodens in Gaza machen".
Smotrichs zynischen Äußerungen über den Gazastreifen gehen noch weiter: Die bei Neubauprojekten übliche "Phase der Zerstörung" habe man schon hinter sich, sagte Smotrich. "Jetzt müssen wir bauen, das ist sehr viel billiger." Er antwortete damit auf die Frage eines Interviewers, "wo soll die erste (israelische) Siedlung im Gazastreifen entstehen?" und betonte immer wieder, er spreche in vollem Ernst. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte bereits vor einer Woche im Zusammenhang mit Trumps Plan für den Gazastreifen von "wunderbaren Strandgrundstücken" in Gaza gesprochen. Über die Zukunft des Gazastreifens wird international gestritten. US-Präsident Trump brachte die Idee ins Spiel, die Kontrolle über das Gebiet zu übernehmen und die palästinensische Bevölkerung umzusiedeln, um Gaza in eine "Riviera des Nahen Ostens" zu verwandeln. Der Vorschlag stieß auf heftige Kritik. Interessiert wohl niemanden aus Israel oder ihren Verbündeten, den USA, aber palästinensische Vertreter drängen übrigens auf einen Wiederaufbau des Gazastreifens unter eigener Verwaltung.
Mann fährt vermummt mit Plastik-Maschinengewehr durch Rotenburg
Großer Schreck für die Menschen im niedersächsischen Rotenburg an der Wümme: Ein vermummter Mann ist nach Polizeiinformationen mit offenem Verdeck, angelegter Schutzweste und einem echt aussehenden Maschinengewehr auf dem Beifahrersitz durch die Innenstadt gefahren. Nachdem Bürgerinnen und Bürger am Mittag den Notruf gewählt hatten, nahm die Polizei den Fahrer widerstandslos fest. Der 30-Jährige aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) habe ersten Erkenntnissen zufolge unter Drogeneinfluss gestanden, wie es in einer Mitteilung hieß. Neben der täuschend echt aussehenden Waffe aus Plastik und der Schutzweste stellten die Beamten im Auto auch ein Messer, ein Beil sowie weitere Beweismittel sicher, wie es weiter hieß. Gegen den Mann werde nun unter anderem wegen Bedrohung und nach dem Waffengesetz ermittelt.
Aufgemotzte Flitzer: Tuner treten zu kuriosem Fiat-Rennen an
Extrem flach, extrem schmal und extrem kurz: Diese Wettfahrt der italienischen Autotuner von "Carmagheddon" hat es echt in sich. Egal, wer den Kampf der kuriosen Panda-Karossen für sich entscheiden kann - ein Hingucker ist das Rennen der Fiat-Fans in jedem Fall.
Nach monatelangem Drängen Trumps: US-Notenbank senkt erstmals in diesem Jahr die Zinsen
Die US-Notenbank hat den Leitzins erstmals im laufenden Jahr gesenkt. Er wurde um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 4,00 bis 4,25 Prozent heruntergesetzt. US-Präsident Donald Trump hat den unabhängigen Zentralbankchef Jerome Powell immer wieder zu kräftigen Zinssenkungen aufgefordert. Fed-Gouverneur Stephen Miran sei der einzige Abweichler gewesen. Er habe eine Reduzierung um 50 Basispunkte gefordert.
Tierische Diebin: Bärin klaut Familie Tasche vom Truck
In Gatlinburg im US-Bundesstaat Tennessee wird eine Urlauberfamilie von ungewöhnlichen Dieben überrascht: eine Bärenmutter und ihre zwei Jungen. Sie schnappen sich kurzerhand die Kühlbox vom Truck und nehmen damit Reißaus. Die Urlauber stehen daneben und filmen staunend.
Schwerin: Oberbürgermeister tritt zurück - auch wegen starker AfD-Fraktion
Mit 68 Prozent der Stimmen wiedergewählt - das ist doch mal ein klarer Auftrag für einen Oberbürgermeister, oder? Dennoch kündigt der Schweriner Oberbürgermeister Rico Badenschier von der SPD seinen vorzeitigen Rücktritt zum Jahresbeginn 2026 an. Das hat zum einen mit privaten Gründen zu tun - Badenschier kann in den Beruf als Neuroradiologe zurückkehren - aber auch mit den Verhältnissen in der Stadtvertretung: Seit der Kommunalwahl 2024 stellt die vom Bundesverfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD mit zwölf Sitzen die stärkste Fraktion, gefolgt von der CDU mit neun Mandaten. Badenschiers SPD ist lediglich an Position drei mit acht Mitgliedern - und genau das erschwert ihm wohl die politische Arbeit: Er habe oftmals gegen stabile Mehrheiten in der Stadtvertretung arbeiten müssen, erklärte Badenschier. Besonders die neuen Mehrheiten seit der Kommunalwahl 2024 hätten Entscheidungen getroffen, die er nicht mittragen könne. "Ich möchte und kann nicht das Gesicht dieser Entscheidungen sein", erklärte der 47-Jährige. Badenschier war 2017 ins Amt gewählt worden.
Mit seiner Entscheidung ist der SPD-Politiker nicht allein: Erst im Juli schied im mecklenburgischen Neubrandenburg der parteilose Oberbürgermeister Silvio Witt vorzeitig aus dem Amt und führte ähnliche Beweggründe an. Er nahm letztlich den Disput um das Hissen von Regenbogenfahnen vor öffentlichen Gebäuden als Anlass zum Rücktritt.
Mann greift 22-Jährigen bei Gemeindefest an - wegen Regenbogenfahne
Es wird für mich wohl für immer ein Rätsel bleiben, warum sich insbesondere Männer grundlos von Regenbogenfahnen angegriffen fühlen - und sogar gewalttätig werden. So war es wohl auch in einem Fall bei einem katholischen Gemeindefest in Essen. Die Polizei ermittelt gegen einen Angreifer, der einen jungen Mann bei einem katholischen Gemeindefest nach einem Streit um eine Regenbogenfahne attackiert und verletzt haben soll. "Wir ermitteln wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung gegen einen noch unbekannten Tatverdächtigen", sagt eine Sprecherin der Polizei. Ein 22-Jähriger habe Strafanzeige gestellt. Der Vorfall hat sich laut Polizei bereits am vergangenen Samstag ereignet. Bei dem Fest am Abend hing demnach eine Regenbogenfahne mit dem Logo der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Hintergrund auf einer Bühne. Daran entzündete sich ein Streit, ein noch Unbekannter soll mit der Faust zugeschlagen und ein Bierglas in Richtung der Jugendleiter geworfen haben.
Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck verurteilt den Angriff. Eine solche Tat "darf in unserer Kirche, die für Toleranz, Respekt und Vielfalt stehen soll, keinen Platz haben", betonte Overbeck.
Vom Strand in die Klinik: Ärzte finden Krabbe in Ohr von Kind
Eine sehr unangenehme Überraschung hat eine Familie in Mexiko erlebt: Nach einem Strandbesuch klagt ein Junge über Ohrenschmerzen. Ärzte finden schnell die Ursache: Eine kleine Krabbe hat sich in seinem Ohr eingenistet. Die Mutter des Jungen filmt das Spektakel und der Clip wird mehr als 22 Millionen Mal angeschaut. Das Kind bleibt unverletzt - das Tier überlebt ebenfalls.
Venedig nimmt auch 2026 Eintritt - an noch mehr Tagen
Nicht nur verliebte Paare wählen die Lagunenstadt als Reiseziel aus - Venedig erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Kein Wunder also, dass es im Zentrum weniger Einwohnerinnen und Einwohner als Hotelbetten gibt. Doch der Massentourismus schafft auch Probleme. Deshalb wird in Venedig bereits seit zwei Jahren an bestimmten Tagen ein "contributo di accesso" fällig, also eine Eintrittsgebühr. Auch im nächsten Sommer will die Stadt im Norden Italiens Touristinnen und Touristen zur Kasse bitten und das sogar häufiger als bisher: Die Lagunenstadt will 2026 an insgesamt 60 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juli Tagestickets verkaufen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. In diesem Jahr wurden zu bestimmten Terminen zwischen fünf und zehn Euro fällig, wenn man sich tagsüber für ein paar Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke aufhalten wollte. Reisende, die in der Stadt übernachten, sind von der Gebühr befreit. Was der Eintritt künftig kosten soll, lässt die Stadt bislang noch offen. Vermutet wird, dass es teurer wird.
Los geht es am 3. April 2026, letzter Zahltermin ist laut der Mitteilung der 26. Juli. In diesem Jahr registrierten sich mehr als 720.000 Tagesbesucher, was der Stadt etwa 5,4 Millionen Euro in die Kassen brachte. Allerdings mogelten sich viele um den Eintritt herum. Offiziell ist die Regelung immer noch in einer Testphase. Kritikerinnen und Kritiker wenden ein, dass der Eintritt kaum jemanden davon abhält, nach Venedig zu kommen.
Tauchroboter trifft auf nie gesehene Meereskreatur - wie niedlich!
In unserer Welt ist schon alles erkundet und entdeckt? Das gilt nicht mal an Land, aber besonders nicht im Wasser: Ein Forscherteam hat in den Tiefen des Pazifiks mithilfe eines Tauchroboters gleich mehrere bislang unbekannte Tierarten entdeckt. Die Bewohner in der Tiefsee lösen bei vielen Menschen wegen ihres Aussehens ja oft Unbehagen aus. Das stimmt vermutlich nicht bei dieser possierlichen Entdeckung: dem Tiefsee-Schneckenfisch.
Schlagzeilen zum Feierabend
Siebenjähriger stirbt nach Meningokokken-Infektion in Potsdam
Selten sind tödlich verlaufende Meningokokken-Erkrankungen. Doch in Potsdam ist ein siebenjähriger Junge an den Folgen einer Infektion gestorben. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, habe das Gesundheitsamt der brandenburgischen Landeshauptstadt eine vorsorgliche Antibiotikabehandlung von Kontaktpersonen des Kinds veranlasst, teilt die Stadt mit. Dazu zählten die Mitschüler des Jungen, die Kinder und das pädagogische Personal aus seiner Sportgruppe sowie die Menschen aus seinem Wohnumfeld.
Meningokokken sind Bakterien, die schwere, in seltenen Fällen lebensbedrohliche Erkrankungen wie Hirnhautentzündungen oder Sepsis verursachen können. Die Erreger werden durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, zum Beispiel über Speichel oder Nasensekret. Zwar könne eine Impfung vor Ansteckung schützen, es gebe aber unterschiedliche Typen von Meningokokken, so der stellvertretende Leiter des Potsdamer Gesundheitsamts, Marco Solinski.
Fünf Generationen, ein Geburtstag: Baby setzt Familienwunder fort
Baby Arthur wurde am 14. September geboren - genau wie seine Mutter, sein Großvater, seine Urgroßmutter und sein Ururgroßvater. Fünf Generationen hintereinander teilen sich damit dasselbe Geburtsdatum. Damit stellen sie einen neuen Weltrekord auf.
Die Nasa hilft: So schicken Sie Ihren eigenen Namen zum Mond
Sind Sie noch auf der Suche nach einem besonderen Geschenk? Da hätte ich vielleicht etwas für Sie, was ganz und gar nicht alltäglich ist: Auf einer Webseite der US-Raumfahrtbehörde Nasa kann man noch bis zum 21. Januar 2026 seinen Namen eingeben und bekommt dann eine Art virtuelle Bordkarte. Die Namen werden nach Nasa-Angaben gesammelt und sollen auf einer Speicherkarte Teil der Mond-Mission "Artemis 2" werden. fast eine halbe Million Menschen hat sich bereits eine virtuelle Bordkarte auf der Seite der Nasa geholt. Doch das Geschenk braucht eventuell Geduld: Die Mission wurde schon mehrfach verschoben.
Russisches Gericht verdonnert prügelnde Erotik-Darstellerinnen zu Zwangsarbeit
Erst die Prügelei mit Polizisten, jetzt das Urteil: Zu einem Jahr Zwangsarbeit hat ein russisches Gericht zwei Erotik-Darstellerinnen verurteilt, die sich mit Polizisten eine Rangelei geliefert hatten.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
für meinen lieben Kollegen Lukas Wessling geht es in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme in "Der Tag" und halte Sie in der zweiten Hälfte mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Chinas Jugendarbeitslosigkeit auf Rekordniveau - mehr als jeder Sechste betroffen
In China ist die Jugendarbeitslosigkeit im August auf 18,9 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit Einführung der neuen Berechnung vor anderthalb Jahren. Studierende werden dabei nicht mehr gezählt. 2023 war die Statistik wegen Rekordwerten vorübergehend ausgesetzt worden.
Königlicher Empfang für Trump
Thronfolger William und Kate haben US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania auf Schloss Windsor empfangen. Gemeinsam gingen sie zum Schloss, wo König Charles III. und Königin Camilla warteten – samt langem Handschlag zwischen Trump und Charles.
Audi-A5-Fahrer haben die meisten Punkte in Flensburg
Falls Sie vorhaben, im Straßenverkehr straffällig zu werden, ist der Audi A5 offenbar das Modell der Wahl. Das zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox. Demnach haben A5-Fahrer 87 Prozent mehr Punkte in Flensburg als der durchschnittliche Pkw-Halter. Ähnlich auffällig: der Audi A6 und der Volvo XC60. Die am stärksten mit Punkten im Verkehrssünder-Register belasteten Automarken sind Porsche und Tesla, am besten schneiden Honda-Fahrer ab.
Linke und Grüne beharken sich im Bundestag
In der Generaldebatte im Bundestag flogen die Fetzen: Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge gegen Linken-Chefin Heidi Reichinnek. Dröge kritisierte die Linke für ihre Ukraine-Position, Reichinnek forderte, auch die Lage in Gaza dürfe nicht ausgeblendet werden.
Studie schätzt: rund 16.500 zusätzliche Hitzetote diesen Sommer
Die italienischen Städte führen die Liste an. Fast 5000 Hitzetote wurden dort diesen Sommer gezählt. Auch in Spanien und Deutschland starben Tausende. Eine britische Studie kommt auf rund 25.000 europäische Stadtbewohner, die die Hitze diesen Sommer das Leben kostete. Zwei Drittel der Todesfälle führen die Forschenden auf die Klimakrise zurück.
Trump droht australischem Journalisten: "Das werde ich Ihrem Premier erzählen"
"Ich werde ihrem Premierminister erzählen, dass Sie einen unpassenden Ton angeschlagen". So reagierte US-Präsident Donald Trump auf eine kritische Frage eines australischen Journalisten. Er drohte außerdem mit Folgen für Australien.
Bundestag verweigert drei AfD-Mitarbeitern Hausausweise
Drei Mitarbeitern von AfD-Abgeordenten hat der Bundestag einen Hausausweis verweigert. "Bei allen abgelehnten Antragstellern erschien es möglich, dass das Betreten der Liegenschaften des Bundestages mit einem Hausausweis zu verfassungsfeindlichen Zwecken missbraucht werden könnte", teilte die Verwaltung des Bundestags mit.
Polizei kann nach Razzia bei Rechtsextremen mehrere Straftaten aufklären
Nach der Razzia gegen die rechtsextreme Gruppe Weseremsaktion in Bremen hat die Polizei mehrere Straftaten aufgeklärt: Neben beschädigten Autos und gestohlenen Bannern von den Grünen wurden auch eine Attacke auf ein Büro der Linken sowie ein Waffenverstoß angezeigt. Bei der Durchsuchung der Wohnungen von fünf Männern am 19. August beschlagnahmten die Beamten Messer, Macheten, Schlagstöcke sowie Datenträger und Propagandamaterial.
Mehr als 30 US-Firmen kündigen Mitarbeitern wegen Posts zu ermordetem Kirk
Rund 63.000 Menschen listet die Charlie Kirk Data Foundation nach eigenen Angaben. Menschen, die sich nach der Ermordung des rechten US-Aktivisten Charlie Kirk kritisch über denselben geäußert haben sollen. Ob das der Grund ist für die Reihe an Kündigungen, die gerade in den USA stattfinden? Unklar. Vielleicht war JD Vance wichtiger, der gesagt hatte: "Wenn Sie jemanden sehen, der Charlies Mord feiert, sprechen Sie ihn darauf an", sagte Vance. "Und verdammt noch mal, rufen Sie seinen Arbeitgeber an."
So oder so: US-Medien berichten, mehr als 30 Firmen hätten einzelnen Mitarbeitenden gekündigt, weil die sich im Netz zu Kirks Ermordung ausgelassen hatten. Zu diesen Firmen gehören demnach:
der US-Geheimdienst
mehrere Fluggesellschaften
der Börsenbetreiber Nasdaq
der Medienkonzern MSNBC
eine Universität
mehrere lokale Feuerwehren und Schulen
Spahn warnt vor EU-Sanktionen gegen Israel - "hatten wir alles schon mal"
Unionsfraktionschef Jens Spahn hat vor EU-Sanktionen gegen Israel gewarnt. Im ZDF Morgenmagazin sagte er: "Was ist denn dann die Folge? 'Kauft nicht mehr bei Juden'? Das hatten wir alles schon mal." Mit dem Vergleich spielte er auf Boykottaufrufe der Nazis in den 1930er Jahren an. Spahn betonte, gerade in Deutschland kippe die Debatte zu Israel schnell ins Antisemitische – hier brauche es Balance.
Zur Lage im Gazastreifen meinte er: Hamas wolle Israel vernichten und sei deshalb "ein legitimes Kriegsziel". Lege sie die Waffen nieder und lasse Geiseln frei, sei der Krieg vorbei. Gleichzeitig räumte Spahn ein: Die humanitäre Situation in Gaza sei "in Teilen katastrophal".
Noch ein letztes Mal Sommer - bis zu 31 Grad am Wochenende
Womöglich ist es das letzte Aufbäumen des Sommers: Ab Freitag klettern die Temperaturen noch einmal auf T-Shirt-Niveau.
Deutschlands Wohnungen wachsen
In den vergangenen zehn Jahren ist die durchschnittliche Wohnung um zweieinhalb Quadratmeter größer geworden. Der durchschnittliche Wohnraum pro Person wuchs noch stärker an. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Die Zahl der Wohnungen stieg weniger schnell an.
Deutscher Urlauber stürzt an Wasserfall und stirbt
In den italienischen Alpen ist ein 76-jähriger Deutscher gestorben. Der Urlauber rutschte auf nassen Felsen am Wasserfall von Noasca nahe Turin aus und stürzte. Er wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, starb dort aber an seinen Verletzungen. Vermutlich passierte der Unfall, als er ein Foto machen wollte.
Merz: "Müssen unser Rentensystem neu aufstellen"
Bundeskanzler Friedrich Merz will das Rentensystem umbauen. In der Haushaltsdebatte sagte er: "Wir müssen auch unser Rentensystem neu aufstellen." Grund sei der demografische Wandel – die junge Generation dürfe nicht noch stärker belastet werden. Merz forderte, den Generationenvertrag neu zu denken. Gleichzeitig versprach er, dass ältere Menschen ihren Ruhestand in Sicherheit genießen sollen. Konkrete Pläne legte er aber nicht vor.
Merz sieht drei große Herausforderungen
Generaldebatte im Bundestag. Zeit für die großen Worte. Bundeskanzler Friedrich Merz schwört die Bevölkerung auf Reformen ein. Er macht drei große Herausforderungen aus, die auf Deutschland zukommen:
Die Freiheit sei "durch militärische Gewalt, durch hybride Bedrohungen, durch Angriffe auf unsere demokratische Ordnung" bedroht
Deutschlands Wirtschaftsmodell sei durch Protektionismus, hohe Energiepreise und eine Welle neuer Technologien "unter Druck"
Der Zusammenhalt in Deutschland werde durch politische Kräfte im In- und Ausland "offen in Frage gestellt"
Christian B. ist frei
Christian B., der deutsche Verdächtige im Fall der 2007 verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann, ist aus der Haft entlassen worden. Er saß in der JVA Sehnde eine Strafe wegen Vergewaltigung ab. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig stuft ihn seit Längerem als Verdächtigen im Maddie-Fall ein – eine Anklage gibt es bislang aber nicht.
Studie: Mehrheit fordert strengere Handy-Regeln an Schulen
Viele Erwachsene sprechen sich laut einer Studie für strengere Handy-Regelungen an Schulen aus. Die meisten Befragten befürworten:
Smartphones: Mindestalter 12 Jahre
Soziale Medien: Mindestalter 14 Jahre
Auch für Schulen wünschen sich viele strengere Vorgaben:
Smartphones an Grundschulen verbieten
Keine Nutzung im Unterricht
Politik und Plattformen stärker in die Pflicht nehmen
Schulen sollen neben Verboten auch Medienkompetenz vermitteln
Die Studie basiert auf einer Befragung von 1.312 Erwachsenen in Deutschland.
Ben&Jerrys-Gründer fühlt sich politisch geknebelt - und wirft hin
Es sei immer darum gegangen, "Liebe zu verbreiten". Gemeinsam "für Gleichheit, Gerechtigkeit und eine bessere Welt zu streiten", schreibt einer der beiden US-Gründer der Eismarke Ben&Jerrys. Zu erkennen, dass das in der Firma nicht mehr möglich sei, bedeute für ihn, das Unternehmen zu verlassen.
"Ben&Jerrys wurde zum Schweigen gebracht, wurde aus Angst, die Regierenden zu verärgern, an den Rand gedrängt", schreibt Jerry in einem Brief. Hintergrund: Ben&Jerrys streitet sich aktuell mit dem Mutterkonzern Unilever, will sich abspalten. Die beiden Gründer hatten ihr Unternehmen 2000 an Unilever verkauft.
Brasilianische Polizei befreit 700 Tukane, Schildkröten und Affen
In Brasilien hat die Polizei bei einer Mega-Razzia gegen Tierhändler 45 Leute festgenommen und rund 700 exotische Tiere gerettet:
Tukane
Aras
Schildkröten
Affen
sogar eine Python
Über 1000 Beamte waren im Einsatz. Laut Polizei war es die größte Aktion gegen den Handel mit Wildtieren, Waffen und Munition in der Geschichte des Landes. Seit Jahrzehnten soll die Bande Tiere gejagt, betäubt und verkauft haben – nebenbei auch noch Waffen. Laut einer NGO werden jedes Jahr 38 Millionen Tiere in Brasilien aus der Natur geraubt, die meisten sterben schon auf dem Weg zum Käufer.
Banaszak zu Sondervermögen: "War anders abgemacht"
"Lars Klingbeil weiß, dass er trickst. Friedrich Merz weiß, dass er trickst", sagt der Grünen-Politiker Felix Banaszak. Die Grünen fühlen sich offenbar über's Ohr gehauen: Sie stimmten dem Sondervermögen zu, halfen CDU und SPD, Milliarden locker zu machen, aber nun nutze die Koalition nicht die Chancen, die das Geld bietet, weil sie lieber Wahlgeschenke verteile. Banaszak sagt: "Das war anders abgemacht."
Das wird heute wichtig
Im Bundestag läuft heute die zweite Generaldebatte für Kanzler Friedrich Merz. Im Fokus steht der Kanzleretat – traditionell eröffnet von der Opposition. AfD-Chefin Alice Weidel macht den Anfang, Merz spricht danach eine halbe Stunde über Reformen und Außenpolitik. Am Abend darf er beim Grillfest mit Union und SPD etwas entspannen.
Außerdem wichtig:
Trump in Großbritannien: Der US-Präsident trifft in Windsor König Charles, Camilla, William und Kate
Fed-Entscheidung: Senkt die US-Notenbank den Leitzins oder bleibt sie bei 4,25–4,5 Prozent?
Von der Leyen: EU will schneller raus aus russischem Öl und Gas
Gaza: Hilfsorganisationen fordern internationale Intervention
Champions League: Bayern startet gegen Chelsea in die Gruppenphase
Nicht ganz so wichtig: Mein Name ist Lukas Wessling. Meine Kollegin Johanna Ohlau und ich begleiten Sie heute durch den Tag. Sollten Sie Anregungen haben, gefällt Ihnen unsere Arbeit oder fällt Ihnen ein Fehler auf, schreiben Sie mir gerne an lukas.wessling@ntv.de
Jugendliche pinkeln in Suppentopf - 240.000 Euro Strafe
Einen überaus kostspieligen Restaurantbesuch hatten zwei 17-jährige Chinesen in Shanghai: Betrunken pinkelten sie in einen Suppentopf, filmten das Ganze und stellten es ins Netz. Jetzt müssen sie Strafe zahlen: 2,2 Millionen Yuan (rund 240.000 Euro).
Zum Glück hat niemand von der Suppe gegessen. Trotzdem musste die Hotpot-Kette Haidilao etliche Gäste entschädigen, die kurz danach dort gegessen hatten. Ursprünglich forderte das Unternehmen sogar knapp 2 Millionen Euro Schadenersatz.
FBI-Direktor schreit Demokraten an: "Polit-Trottel"
Während einer Anhörung im US-Senat ist es laut geworden. Der demokratische Senator Adam Schiff hatte den FBI-Direktor Kash Patel zum Fall Epstein befragt: Ob die Hafterleichterungen für die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell sicher nichts damit zu tun haben, dass sie in einem Interview US-Präsident Donald Trump entlastet hat? "Sollen das die Leute glauben?", fragte Schiff: "Glauben Sie, die Leute sind dumm?"
Patel antwortete, er habe nicht den Überblick über alle Verlegungen von Insassen, er schütze sein Land. Patel wird immer lauter. Bis er Schiff anschreit: Der sei der größte Betrüger, der je im Senat gesessen habe, ein "völliger Feigling" und ein "politischer Trottel".
Bericht zählt rund 150 verschwundene oder getötete Umweltschützer - ein Drittel davon in Kolumbien
Rund 150 Umweltschützer sind vergangenes Jahr verschwunden oder wurden getötet. Das berichtet die Organisation Global Witness. Ein Drittel all der gezählten Fälle entfällt auf ein Land: Kolumbien. Dort wurden 48 Menschen getötet. Die nächsten in der Liste sind Guatemala und Mexiko. Opfer seien besonders Bauern und Indigene.
Bolsonaro im Krankenhaus diagnostiziert
Schluckauf, Erbrechen und niedriger Blutdruck: Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro liegt im Krankenhaus. Justizbeamte brachten ihn in eine Klinik in Brasilia. Ärzte stellten Blutarmut und Spuren einer überstandenen Lungenentzündung fest. Bolsonaro bekam Eiseninfusionen. Sein Sohn berichtete, das Zwerchfell habe sich verkrampft und ihm die Luft genommen. Bolsonaro steht unter Hausarrest.