Samstag, 19. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:23 Uhr

Das war Samstag, der 19. September 2020

Kaum ist die US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg gestorben, streiten schon Donald Trump, Joe Biden und der US-Senat über ihren Nachfolger. Trump will ihren Platz im Supreme Court noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November mit einem konservativen Juristen besetzen. Die oppositionellen Demokraten lehnen dieses unübliche Vorgehen ab. Sie hoffen, dass Biden die Wahl gewinnt und den Richterposten danach mit einem liberalen Juristen besetzen kann. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:01 Uhr

Ältester lebender Mensch der Welt knackt weiteren Rekord

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Kane Tanaka hat gut lachen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der laut Guinness-Buch älteste lebende Mensch der Welt, Kane Tanaka, hat nun einen weiteren Rekord im Heimatland Japan geknackt: Dort gilt die Seniorin seit heute mit 117 Jahren und 261 Tagen als "ältester in Japan bekannter Mensch", wie örtliche Medien berichteten.

Tanaka, die in einem Seniorenheim in der südwestlichen Stadt Fukuoka lebt, übertraf die bisherige Rekordhalterin Nabi Tajima. Diese starb 2018 im Alter von 117 Jahren und 260 Tagen. Bereits seit März 2019 wird Tanaka vom Guinness-Buch der Rekorde als ältester lebender Mensch der Welt geführt.

Die Japanerin wurde am 2. Januar 1903 als siebtes von neun Kindern geboren. Im Jahr 1922 heiratete sie. Das Paar bekam vier Kinder und adoptierte ein weiteres. Als ihr Mann und ihr ältester Sohn während des Zweiten Weltkriegs im Militär dienten, führte sie daheim einen Nudelladen. Nach der Rückkehr ihres Mannes betrieben sie gemeinsam ein Reislokal. Verwandte beschreiben sie als tüchtig und willensstark.

21:15 Uhr

Flugzeug stürzt in Bayern ab - zwei Tote

Im bayerischen Moosburg an der Isar sind beim Absturz eines Sportflugzeugs beide Insassen ums Leben gekommen.

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Für beide Insassen des Flugzeugs kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die einmotorige Maschine stürzte gegen Mittag auf dem Gelände eines Flugplatzes in Moosburg ab. Die Unglücksursache ist noch unklar.
  • Im Einsatz waren nach Angaben der Polizei zwei Hubschrauber sowie rund einhundert Rettungskräfte. Beide Insassen starben noch an der Unglücksstelle.
  • Die Kriminalpolizei Erding ermittelt und bittet Zeugen, die den Absturz beobachtet haben, um Mithilfe.
20:41 Uhr

"Alan Kurdi" rettet 114 Menschen aus Seenot

Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye hat im Mittelmeer mehr als 100 Migranten gerettet.

  • Die Crew habe insgesamt 114 Menschen aus einem Schlauch- und einem Holzboot aufgenommen, teilte Sea-Eye mit. Unter den Betroffenen seien acht Kinder und acht Frauen, darunter eine Schwangere.
  • Die libysche Küstenwache und die Internationale Organisation für Migration äußerten sich bisher nicht zu der Rettung.
  • Nach Angaben von Sea-Eye reagierten weder die europäischen Rettungsleitstellen noch die Küstenwache auf die Notfallmeldungen per Telefon oder per E-Mail. "Inzwischen hat man jede Kommunikation mit Hilfsorganisationen eingestellt und in Europa sieht sich niemand mehr für diese Menschen zuständig. Sie werden den Libyern oder dem Meer ausgeliefert", sagte Jan Ribbeck aus der Einsatzleitung von Sea-Eye.
20:17 Uhr

Kabul: Mehr als 30 Taliban-Kämpfer bei Abwehr von Angriff getötet

Eine Woche nach der Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban hat die afghanische Armee bei Luftangriffen nach Regierungsangaben mehr als 30 Kämpfer der radikalislamischen Aufständischen getötet.

Taliban-Kämpfer hätten Stellungen der Armee im Bezirk Chan Abad in der nördlichen Provinz Kundus angegriffen, teilte das afghanische Verteidigungsministerium mit. Die Armee habe den Angriff mit "aktiver Verteidigung" abgewehrt. Nach Angaben des Ministeriums wurden dabei mehr als 30 Taliban-Kämpfer getötet, darunter zwei Kommandeure.

Die Taliban erklärten hingegen, von ihren Kämpfern sei keiner getötet worden, dafür allerdings 23 Zivilisten. Das Verteidigungsministerium erklärte dazu, es sei über diesen Vorwurf informiert und gehe ihm nach.

19:43 Uhr

SEK-Einsatz: Vater soll sich mit vier Kindern verschanzt haben

In Krefeld hat sich möglicherweise ein Mann mit vier Kindern in einer Wohnung verschanzt. Die Polizei sei mit Spezialkräften im Einsatz und habe das Haus umstellt, sagte ein Polizeisprecher. Ob der Mann wirklich in der Wohnung ist oder ob die Kinder allein seien, könne man noch nicht mit Sicherheit sagen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann zuvor seine Ehefrau stundenlang schwer misshandelt hat. Die Frau sei am Nachmittag schwer verletzt in Krefeld in einem Auto gefunden und ins Krankenhaus gebracht worden, sagte der Polizeisprecher. Sie habe ausgesagt, dass ihr Ehemann sie seit Freitagabend misshandelt habe. Schließlich habe er sie in das Auto gesetzt und zu der Stelle gefahren, an der sie gefunden wurde. Von dem Mann fehlte jede Spur. Die Einsatzkräfte sind aber sicher, dass sich in seinem Wohnhaus in Krefeld die vier Kinder im Alter von drei bis neun Jahren befinden.

Update: Die Kinder sind wohlauf. Sie seien alleine in der Wohnung gewesen - der mutmaßlich gewalttätige Ehemann der Mutter sei nicht bei ihnen gewesen. Von ihm fehle weiter jede Spur, sagte ein Polizeisprecher.

19:01 Uhr

Auto in zwei Teile zerrissen - Insassen überleben wie durch ein Wunder

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Vom hinteren Teil des Autos ist nicht viel übrig geblieben ...

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Auto in zwei Teile zerrissen, die Insassen fast unverletzt: Zwei junge Menschen haben bei einem schweren Verkehrsunfall im ostwestfälischen Hille durch viel Glück mit leichten Verletzungen überlebt.

Der 21-jährige Fahrer war in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die Wucht des Aufpralls war so gewaltig, dass das Auto in der Mitte durchbrach. Heck- und Frontteil des Wagens blieben viele Meter voneinander entfernt auf einem Acker liegen. Der 21-Jährige und seine 17-jährige Beifahrerin konnten selbst aus dem vorderen Teil des Autos aussteigen, noch bevor die Rettungskräfte eintrafen.

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... vom vorderen auch nicht.

(Foto: Polizei Minden-Lübbecke)

 

18:20 Uhr

Geheimnis gelüftet: Pietro Lombardi zeigt seine neue Liebe

Wie im Vorfeld versprochen hat Pietro Lombardi heute über Instagram verraten, wer die neue Frau an seiner Seite ist. Es handelt sich dabei - wie Gerüchte zuvor bereits besagten - um die 24-jährige Influencerin Laura Maria. Zu dem enthüllten Pärchenfoto der beiden schrieb Lombardi auf seinem Account kurz und knapp "ich liebe dich".

Pietro Lombardi ist seit 2019 offiziell geschieden. 2013 hatten er und Sängerin Sarah Engels  geheiratet, 2015 kam Sohn Alessio zur Welt. Das Paar trennte sich im Oktober 2016.

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17:58 Uhr

Abtreibungsgegner protestieren in Berlin

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Auch Afd-Politikerin von Storch war beim "Marsch für das Leben" dabei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einem sogenannten Marsch für das Leben haben laut Polizei Hunderte Menschen am Brandenburger Tor in Berlin gegen Abtreibungen demonstriert.

  • Auf der anderen Seite des Brandenburger Tores traten Demonstranten für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und bunte Lebensentwürfe ein. Beide Gruppen verhielten sich laut Polizei friedlich. Störungen wurden bis zum Nachmittag nicht bekannt.
  • Bei den Abtreibungsgegnern waren mehr Teilnehmer erwartet worden - es wurden 5000 Menschen angemeldet.
  • Stellvertretende AfD-Fraktionschefin Beatrix von Storch nahm an dem "Marsch für das Leben" teil. In der Flüchtlingskrise sprach sich die Politikerin Anfang 2016 dafür aus, auch Frauen mit Kindern notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt nach Deutschland zu hindern.
17:14 Uhr

Hunderte Frauen bei Demo in Minsk festgenommen

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Willkürliche Festnahmen sind in Minsk an der Tagesordnung und kein Grund, auf das Lächeln zu verzichten.

(Foto: via REUTERS)

Wenn es so weiter geht, wird wohl bald ganz Belarus hinter Gittern sitzen. Seit mittlerweile 41 Tagen gehen Menschen in der "letzten Diktatur Europas" auf die Straße, um genau gegen diese Diktatur zu demonstrieren. Und fast jeden Tag werden sie von Lukaschenkos Schergen brutal niedergeschlagen und abgeführt.

Wie jeden Samstag nahmen auch heute Tausende Menschen an einem Frauenmarsch gegen die gefälschte Präsidentenwahl teil. Die Sicherheitskräfte stellten sich den Frauen in den Weg und zerrten sie in Einsatzfahrzeuge. Mehrere Hundert Menschen wurden festgenommen. Wie viele genau, ist noch unklar.

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17:09 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

16:36 Uhr

"Wie im Vietnamkrieg": Gartenparty endet mit zwei Toten und 14 Verletzten

Nach Schüssen bei einer Gartenparty im US-Bundesstaat New York sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. 14 weitere Menschen wurden bei dem Vorfall in der Stadt Rochester verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen Mann und eine Frau im Alter zwischen 18 und 22 Jahren.

Herbeigerufene Polizisten trafen mehr als 100 Menschen an. Die Szene sei chaotisch gewesen, sagte Polizeichef Mark Simmons laut Zeitungsberichten.

Ein Augenzeuge berichtete örtlichen Medien, dass die Schüsse "wie im Vietnamkrieg" geklungen hätten. Zu möglichen Verdächtigen und dem Tathergang gab es bisher keine Informationen.

15:49 Uhr

Wissing ist neuer FDP-Generalsekretär

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FDP-Chef von Rheinland-Pfalz, Volker Wissing, ist neuer Generalsekretär der Partei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing ist neuer FDP-Generalsekretär. Der Parteitag in Berlin wählte ihn mit 528 der 638 abgegebenen gültigen Stimmen. Er löst ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 vorzeitig die bisherige Amtsinhaberin Linda Teuteberg ab.

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15:29 Uhr

Tor defekt - Dwayne Johnson reißt es einfach heraus

Dass Dwayne "The Rock" Johnson viel Kraft hat, ist nichts Neues. Doch nun trieb es der Schauspieler auf die Spitze: Er riss mit bloßen Händen sein elektrisches Eingangstor ein.

  • "Nicht meine Sternstunde, aber ein Mann muss zur Arbeit gehen", schrieb der Hollywoodstar zu einem Foto auf Instagram, auf dem das zerstörte Tor im Gras zu sehen ist.
  • "Wir hatten einen Stromausfall aufgrund eines schweren Sturms, der dazu führte, dass sich mein Eingangstor nicht mehr öffnen ließ", erklärte Johnson. Die Tortechniker wären erst in knapp 45 Minuten bei ihm gewesen. Er habe aber gewusst, dass Hunderte von Mitarbeitern darauf warten, dass er zur Arbeit komme. Deshalb beschloss er, das Problem buchstäblich selbst in die Hand zu nehmen.
  • "Also tat ich, was ich tun musste", schrieb er sachlich weiter. "Ich riss es vollständig aus der Ziegelmauer heraus, durchtrennte die Stahlhydraulik und warf es auf das Gras."
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15:02 Uhr

Christian Hirte ist neuer Thüringer CDU-Chef

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Christian Hirte folgt auf Mike Mohring.

(Foto: imago images/Jacob Schröter)

Der frühere Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, ist neuer Landesvorsitzender der Thüringer CDU. Der 44-Jährige wurde auf einem Landesparteitag in Erfurt mit 67,6 Prozent der Stimmen gewählt.

Hirte, der aus Südthüringen stammt und seit vielen Jahren dem Bundestag angehört, folgt auf Mike Mohring. Mohring war als Konsequenz aus dem Agieren der CDU in der Thüringer Regierungskrise im März zurückgetreten. Er hatte damit die Konsequenz aus dem politischen Beben gezogen, für das die CDU bei der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Kurzzeit-Ministerpräsidenten gesorgt hatte, indem sie gemeinsam mit der AfD stimmte.

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14:36 Uhr

Roy-Black-Statue gestohlen - vier Tage nach Enthüllung

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Schlager-Legende Roy Black wurde nur 48 Jahre alt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Erst vor vier Tagen wurde am Wörthersee eine Statue des Schauspielers und Schlagersängers Roy Black enthüllt - nun ist sie weg. Wie die österreichische Polizei mitteilte, wurde das Denkmal in Velden aus der Verankerung gerissen und gestohlen. Auf dem Video einer Überwachungskamera sind laut Polizei zwei Personen zu sehen, die nach der Tat das Weite suchen.

Roy Black gehörte bis zu seinem Tod 1991 zu den beliebtesten Schlagersängern im deutschsprachigen Raum. Großen Erfolg hatte die RTL-Serie "Ein Schloß am Wörthersee", die 1990 auf Sendung ging - mit dem Schlosshotel Velden und Roy Black in den Hauptrollen.

14:20 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, liebe Leserinnen und Leser, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich begleite Sie ab sofort und bis zum späten Abend durch den "Tag". Meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich wünsche ihr - und Ihnen natürlich auch - einen wunderschönen Nachmittag!

14:00 Uhr

Alkoholfahrt kostet Thüringer Landrätin Parteiamt

Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg von der CDU hat eine Alkoholfahrt eingeräumt. "Ich habe Mist gebaut. Das will ich nicht zerreden", sagte Schweinsburg auf einem Landesparteitag der Thüringer CDU in Erfurt. Sie hatte deshalb ihre eigentlich geplante Kandidatur als Parteivize bereits vor dem Parteitag zurückgezogen. Inzwischen liege das Ergebnis des Alkoholtests vor, sagte Schweinsburg. Es liege bei 0,59 Promille. Für Schweinsburg kandidiert die aus Südthüringen stammende Landtagsabgeordnete Beate Meißner für einen der drei Stellvertreterposten bei der Landes-CDU. Die Vorstandswahl ist am Nachmittag geplant.

13:11 Uhr

Leibwächter von britischem Außenminister lässt geladene Pistole im Flieger liegen

Ein Leibwächter des britischen Außenministers Dominic Raab hat nach einem Rückflug aus den USA seine Handwaffe im Flugzeug vergessen. "Der Verantwortliche wurde inzwischen von seinen operativen Aufgaben entbunden, während eine interne Untersuchung der Umstände stattfindet", sagte ein Sprecher der Londoner Polizei. Medienberichten zufolge hatten Reinigungskräfte die Waffe auf einem Sitz der Maschine am Flughafen London Heathrow gefunden. Wie die Zeitung "The Sun" berichtete, war die halbautomatische Pistole geladen und in ihrem Halfter verstaut. Das Flugzeug der Gesellschaft United Airlines war am frühen Freitagmorgen in London gelandet.

12:40 Uhr

Nawalny übt inzwischen, Treppen zu steigen

Der vergiftete Kreml-Kritiker Alexej Nawalny berichtet von Fortschritten bei seiner Genesung. Er sei klar auf dem Weg der Erholung, aber dieser Weg sei lang, schrieb der russische Oppositionspolitiker auf seinem Instagram-Account. Er habe noch immer Schwierigkeiten, Treppen zu steigen. Dabei postete der 44-Jährige ein Foto aus der Berliner Charité, auf dem er eine Treppe hinuntergeht.

Der bekannte Kritiker von Präsident Wladimir Putin war am 20. August auf einem innerrussischen Flug kollabiert. Die Piloten landeten daraufhin außerplanmäßig im sibirischen Omsk, wo er in der örtlichen Klinik behandelt wurde. Am 22. August wurde er nach Deutschland ausgeflogen, wo er seitdem in der Charité behandelt wird. Ein Speziallabor der Bundeswehr hatte festgestellt, dass Nawalny mit einem chemischen Kampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde, der in der Sowjetunion entwickelt wurde. Labore in Frankreich und Schweden bestätigten laut Bundesregierung diesen Befund. Russische Ärzte hatten dagegen erklärt, sie hätten keine Hinweise auf eine Vergiftung gefunden.

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12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:58 Uhr

Absurde Stadtplanungs-Posse: Amberg will Mauer mitten über Straße bauen

Eigentlich sollten die Anwohner der Dostlerstraße im bayrischen Amberg von breiteren Wegen profitieren. Ein Streit um das Ausbauprojekt sorgt nun aber für eine absurde Posse: Um ihr Geld zurückzukriegen, will die Stadt eine Mauer bauen - mitten über die Straße.

11:15 Uhr

Eine Tote und schwere Schäden in Griechenland

Der Wirbelsturm "Ianos" und ein weiteres Sturmtief über der Nordägäis haben in der Nacht zum Samstag in weiten Teilen Griechenlands schwere Schäden verursacht. In Mittelgriechenland kam eine Frau ums Leben, zwei weitere Menschen wurden vermisst. Viele könnten ihre Häuser wegen Hochwassers nicht verlassen, teilte die Feuerwehr am Morgen mit. Mehr als 600 Menschen seien von Rettungskräften aus Wohnungen befreit oder anderweitig gerettet worden.

Wegen Schäden an der Bahnstrecke wurde die Zugverbindung Athen - Thessaloniki unterbrochen. Bilder und Videos in sozialen Medien und in griechischen Medien zeigen die Spur der Verwüstung: Umgestürzte Bäume und Strommasten, weggeschwemmte Autos, Segelboote, die von Wind und Wellen an Land gespült oder gleich im Hafen versenkt wurden. Vielerorts stehen Straßen unter Wasser. Im Laufe des Samstags passiert "Ianos" die Westküste der Insel Kreta, während es in der Nordägäis stürmisch bleibt.

10:26 Uhr

Theresienwiese ist wie ausgestorben

Die Theresienwiese in München ist am Morgen des ursprünglich geplanten Oktoberfest-Starts weitgehend leer geblieben. Während am ersten Wiesn-Samstag um 8.00 Uhr morgens normalerweise das Rennen um Plätze in einem der Zelte bereits weitgehend entschieden wäre, herrschte heute um diese Zeit weitgehende Ruhe auf dem Gelände. Das Oktoberfest fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus.

Auf der Theresienwiese gilt am Samstag ab 9.00 Uhr ein Alkoholverbot, um wilde Ersatzfeiern für die ausgefallene Wiesn zu verhindern. Eine Stunde vorher nutzte noch ein kleines, teilweise in Tracht gekommenes Grüppchen auf den Treppen zur monumentalen Bavaria-Statue die Gelegenheit, um mit Maßkrügen anzustoßen. Währenddessen bildete sich bereits eine kleine Schlange vor der dortigen Corona-Teststation. Ansonsten gehörte das Gelände am Morgen vor allem Joggern und Spaziergängern.

09:39 Uhr

Um Ginsburg-Nachfolge entbrennt heftige Auseinandersetzung

Die Entscheidung über die Nachfolge der gestern verstorbenen US-Richterin Ruth Bader Ginsburg dürfte in der nächsten Zeit zu einem wichtigen Thema des Präsidentschaftswahlkampfs werden. In dem neunköpfigen Richterkollegium haben die konservativen Kräfte bereits ein Übergewicht, das bei Berufung eines konservativen Nachfolgers für Ginsburg nun weiter ausgebaut werden könnte. Ginsburg selbst hatte einem Bericht des Senders NPR zufolge kurz vor ihrem Tod ebenfalls die Hoffnung geäußert, dass ihr Nachfolger erst nach der Wahl bestimmt werde. Wenige Tage vor ihrem Tod diktierte sie demnach ihrer Enkelin Clara Spera ihren "letzten Willen": "Mein sehnlichster Wunsch ist, dass ich nicht ersetzt werde, bis ein neuer Präsident eingesetzt wurde."

Doch schon jetzt zeichnet sich ab: Um ihre Nachfolge entbrennt eine heftige politische Auseinandersetzung. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, teilte mit, der Senat würde sich trotz der bevorstehenden Präsidentschaftswahl einer Abstimmung über einen von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Kandidaten nicht verweigern. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden forderte hingegen, mit der Nominierung bis nach der Wahl zu warten. Gemäß der US-Verfassung bestimmt der Präsident die Richter des Obersten Gerichtshofs der USA, doch der Senat muss dem Vorschlag zustimmen. Eine Abstimmung nur kurz vor einer Wahl wäre äußerst ungewöhnlich.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:48 Uhr

Zahnarzt wegen fragwürdiger Behandlungsmethoden verurteilt

Ein Zahnarzt im US-Bundesstaat Alaska ist wegen fragwürdiger Behandlungsmethoden und Betrugs zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der 35-Jährige hatte einer sedierten Patientin einen Zahn gezogen, während er auf einem Hoverboard balancierte, wie die örtlichen Justizbehörden mitteilten. Ein Video des Vorfalls schickte der Arzt an Freunde. Darauf war auch zu sehen, wie er nach der Behandlung auf dem Schwebebrett davonfuhr und triumphierend die Arme in die Höhe riss.

Der Hoverboard-Vorfall sei nicht das schlimmste Vergehen des Arztes gewesen, erklärte Michael Wolverton, Richter am Obersten Gericht in Anchorage. Er habe "viele Patienten fast getötet", da er tausende Anästhesien "ohne Fachausbildung und Einwilligung" vorgenommen habe. Zudem habe er Gelder in Millionenhöhe eines staatlichen Gesundheitsfürsorgeprogramms veruntreut. Der Arzt räumte ein, er hätte mehr "Disziplin und Konzentration" an den Tag legen müssen. "Rückblickend kann ich nicht genau sagen, wann ich anfing, vom Kurs abzukommen", zitierte der Sender CNN den verurteilten Mediziner.

08:01 Uhr

"Die wilden Siebziger"-Star wegen Vergewaltigung angezeigt

Der US-Schauspieler Danny Masterson, bekann aus der Serie "Die wilden Siebziger", ist nach einer Anklage wegen Vergewaltigung am Freitag vor Gericht erschienen. Mitte Juni hatte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles die Vorwürfe dreier Frauen vorgebracht, jetzt sollte sich Masterson zu der Anklage äußern. Letztlich sei dies nun aber auf den 19. Oktober vertagt worden, teilte Staatsanwältin Jackie Lacey mit, ohne Gründe für den Aufschub zu nennen.

Masterson war mit Star-Anwalt Tom Mesereau erschienen, der Popstar Michael Jackson 2005 erfolgreich gegen Vorwürfe des Kindesmissbrauchs verteidigt hatte. "Er ist absolut nicht schuldig, und das werden wir beweisen", sagte Mesereau nach Angaben der "Los Angeles Times". Die angeblichen Vorfälle sollen sich laut der Anklage in den Jahren 2001 und 2003 in Mastersons Haus in Hollywood ereignet haben. Die Frauen waren damals 23 bis 28 Jahre alt. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Schauspieler 45 Jahre bis lebenslängliche Haft.

07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn ich ehrlich bin: Meine Trauer hält sich in Grenzen. Vielen dürfte es da aber anders gehen - und auch wenn das Oktoberfest dieses Jahr wegen Corona abgesagt ist, heißt es heute in München: "Ozapft is". In vielen Wirtshäusern werden zum ursprünglich geplanten Wiesn-Start um 12.00 Uhr Bierfässer angestochen. Aus Sorge um mögliche wilde Wiesn-Partys gilt auf der Theresienwiese, wo das weltgrößte Volksfest normalerweise Millionen Menschen anzieht und das Bier in Strömen fließt, herrscht Alkoholverbot. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Die FDP kommt zu einem Parteitag zusammen, bei dem ein neuer Generalsekretär gewählt werden soll. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing soll nach dem Wunsch von Parteichef Christian Lindner die bisherige Generalsekretärin Linda Teuteberg vorzeitig ablösen.
  • Eine Woche nach der heftigen Polizeigewalt gegen friedliche Demonstrantinnen in Belarus planen Frauen neue Proteste gegen Staatschef Alexander Lukaschenko. Durch das Stadtzentrum von Minsk werde ein "Marsch der weiblichen Solidarität" ziehen, teilten die Organisatorinnen von Girl Power Belarus in ihrem Nachrichtenkanal bei Telegram mit.
  • Der anstehende Wechsel an der Spitze der Linken im Bund beschäftigt einen Thüringer Landesparteitag. Es wird erwartet, dass Thüringens Linke-Chefin Susanne Hennig-Wellsow erstmals vor der Parteibasis ihre Beweggründe für ihre Kandidatur für den Bundesvorsitz erläutert.
  • Ein halbes Jahr nach ihrem bundesweit kritisierten Agieren in der Thüringer Regierungskrise stellt sich die CDU im Freistaat personell neu auf. Auf einem Parteitag soll der Vorstand der Partei neu gewählt werden. Als neuer Landesvorsitzender tritt der ehemalige Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, an.
  • Auf dem Niedersachsentag der Jungen Union in Hildesheim werde Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz erwartet. Beide wollen sich im Dezember um den CDU-Bundesvorsitz bewerben.
  • Einen Tag nach dem Eröffnungsspiel zwischen Rekordmeister FC Bayern München und dem FC Schalke 04 startet auch Borussia Dortmund in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Der Vize-Meister empfängt im Topspiel den Vorjahresvierten Borussia Mönchengladbach. Zu der Partie sind 10.000 Zuschauer zugelassen - und damit so viele wie in keinem anderen Stadion am ersten Spieltag.
  • Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft setzt nach mehr als einem halben Jahr Länderspielpause ihre EM-Qualifikation in Essen fort. Gegner im Stadion an der Hafenstraße ist die Mannschaft aus Irland. Neben einigen Langzeitverletzten fehlt die Ex-Essenerin Turid Knaak, die sich in der Vorbereitung auf das wichtige Duell das rechte Schlüsselbein brach und schon operiert wurde.
  • Bei der 107. Tour de France fällt im Bergzeitfahren die Entscheidung über den Gesamtsieg. Primoz Roglic liegt vor dem Kampf gegen die Uhr über 36,2 Kilometer von Lure nach La Planche des Belles Filles 57 Sekunden vor seinem slowenischen Landsmann Tadej Pogacar. Als starker Zeitfahrer geht Roglic als klarer Favorit auf die vorletzte Etappe.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Kritik? Melden Sie sich gern unter juliane.kipper@nama.de

07:21 Uhr

China wirft US-Regierung wegen Tiktok-Sperre "Schikane" vor

Peking hat der US-Regierung nach der Sperrung der chinesischen Videoplattform Tiktok "Schikane" vorgeworfen und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Die USA müssten ihr "unrechtmäßiges Handeln einstellen und faire und transparente internationale Regeln einhalten", forderte das chinesische Handelsministerium. Andernfalls werde China "notwendige Maßnahmen" ergreifen, um die Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen.

Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, ab Sonntag das Herunterladen der chinesischen Videoplattform Tiktok über die App-Marktplätze von Google und Apple zu sperren. Das Handelsministerium in Washington begründete die Entscheidung, die auch den chinesischen Kommunikationsdienst Wechat betrifft, mit Gefahren für die "nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump verdächtigt Tiktok der Spionage für China, was der Mutterkonzern Bytedance zurückweist.

06:54 Uhr

Wie lange bleibt die Afrikanische Schweinepest?

Nach dem ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland ist nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) offen, wie lange die Tierseuche Wild- und Hausschweine im Land gefährden wird. Wie der Präsident des Bundesforschungsinstituts, Thomas Mettenleiter, sagte, gibt es die Seuche auf Sardinien schon seit 1978, während sie in Tschechien innerhalb eines Jahres ausgerottet wurde. Mit einem Impfstoff rechnet Mettenleiter in überschaubarer Zeit nicht. Es werde an Impfstoffen gearbeitet, die Wildschweinen über Köder verabreicht werden könnten, sagte er. Momentan sei die beste Vorbeugung, die Ställe sicherzumachen. Während mehr als 90 Prozent der infizierten Haus- und Wildschweine sterben, ist der Erreger für Menschen ungefährlich.

06:15 Uhr

Mann klettert auf Tour Montparnasse - und wird festgenommen

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Der Tour Montparnasse ist das höchste Hochhaus

imago images/IP3press

Die Pariser Polizei hat am Freitagabend einen Mann festgenommen, der an der Fassade des 209 Meter hohen Tour Montparnasse im Zentrum der französischen Hauptstadt hochgeklettert war. Der Kletterer, der weder Hilfsmittel noch ein Seil benutzte, wurde nach Polizeiangaben etwa auf halber Strecke von Spezialkräften der Polizei gestoppt. Auf dem Dach des Hochhauses wurde er dann festgenommen. Den Namen des Kletterers nannte die Polizei nicht. Er ist demnach Pole und war nach eigenen Angaben als Tourist in Paris.

05:57 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht