Sonntag, 19. Juli 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:29 Uhr

Das war Sonntag, der 19. Juli

Liebe Leserinnen und Leser,

das Coronavirus .... schon der Name bereitet inzwischen Überdruß ... verhagelt global der Menschheit ihre Pläne. Und so vermasselt es auch den Schwimmern in Ammerbuch bei Tübingen die Sommersaison. Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Es beschert zugleich den Musikfans ein ganz neues Konzerterlebnis. In vier Metern Tiefe nämlich ließ Jürgen Gerlinger mit seinem Cello im leeren Freibadbecken der Gemeinde Suiten von Johann Sebastian Bach erklingen. "Da unten herrscht eine Hammer-Akustik", schwärmte Schwimmmeisterin Martina Riester. Für die Zuhörer ging es ebenfalls nach unten - und für ein Klassikkonzert ungewohnt leger zu. Sie durften es sich mit Decken und Kissen auf dem Boden des Beckens gemütlich machen. 100 Zuhörer passen bei Einhaltung der Abstandsregeln in das blaue Bassin.

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Geht doch: Johann Sebastian Bach im Schwimmbad hören.

(Foto: picture alliance/dpa)

Und allen, die nicht dabei sein konnten, sei ersatzweise eine alternative Trockenübung im Durchhalten empfohlen: Eine meisterhafte Einspielung der gesamten Cello-Suiten von Bach - sozusagen als eine Art Corona-Impfstoff. Und? Hilft das?

Und das sind die Themen, die die Welt heute noch in Atem gehalten haben:

Seine Prognosen stimmten immer Forscher: Zu 91 Prozent bleibt Trump im Amt

Chance auf Einigung? 50 Prozent! Nervenspiel auf Corona-Gipfel der EU

"Avocadolf" dreht völlig durch: Hildmann will töten, der Staat schaut zu

"Stunde der Wahrheit" naht: Beginnt bald ein globales Firmensterben?

Geheimnisvoller Erreger: Die größten Rätsel um das Coronavirus

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntagabend und eine gute Nacht.

22:17 Uhr

Armstrongs Mond-Steuerknüppel erzielt Rekordsumme

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Mit diesem Steuerknüppel in der Hand gelang Neil Armstrong die Mondlandung,

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Joystick, mit dem der Astronaut Neil Armstrong im Sommer 1969 das Apollo-Raumschiff zum Mond steuerte, ist in Kalifornien für umgerechnet etwa 324.000 Euro versteigert worden. Das Gerät wechselte am Wochenende für 370.000 Dollar den Besitzer, teilte das Auktionshaus Julien's mit. Die Summe lag fast viermal höher als der Schätzpreis. Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond. Der Joystick von Buzz Aldrin, der nach Armstrong die Oberfläche betrat, erzielte 256.000 Dollar, umgerechnet etwa 224.000 Euro. Neben den Originalteilen von Bord der Nasa-Raumschiffe wurden auch Hunderte Gegenstände versteigert, die nur in Filmen durchs Weltall flogen. Das höchste Gebot gab es für einen Raumanzug, den der amerikanische Schauspieler Keir Dullea als Astronaut David Bowman in dem Science-Fiction-Epos "2001: Odyssee im Weltraum" trug. Der Anzug samt Helm erzielte wie Armstrongs Steuerknüppel 370.000 Dollar.

21:45 Uhr

Wolf von SUV gerammt und getötet

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Immer wieder werden Wölfe Opfer des Straßenverkehrs.

(Foto: picture alliance / TNN/dpa)

Bei einem Wildunfall auf der Bundesstraße 3 im Kreis Celle ist ein Wolf getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, lief der Wolf vor das SUV eines 62 Jahre alten Mannes, der die Straße befuhr, und wurde vom Wagen gerammt. Der Fahrer blieb unverletzt. Der tote Wolf wurde nach Begutachtung eines Experten in das Leibniz-Institut für Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Die Polizei schätzt den beim Unfall am Samstagabend entstandenen Sachschaden auf rund 5000 Euro.

21:19 Uhr

Wirecard-Manager soll in Russland sein - in Geheimdienst-Obhut

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Wo steckt Jan Marsalek? Womöglich in der Nähe von Moskau.

(Foto: Wirecard)

Der flüchtige Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek hat sich einem Zeitungsbericht zufolge nach Russland abgesetzt. Der seit Wochen untergetauchte Manager sei auf einem Anwesen westlich von Moskau unter Aufsicht des russischen Militärgeheimdienstes GRU untergebracht, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmer-, Justiz- und Diplomatenkreise. Zuvor habe Marsalek erhebliche Summen in Form von Bitcoins aus Dubai nach Russland geschafft. Wirecard hatte im Juni eingestanden, dass in der Jahresbilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen und das Geld vermutlich gar nicht existiert. Der Börsenkurs des Dax-Konzerns stürzte ab, das Unternehmen meldete Insolvenz an.

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21:05 Uhr

Sollen bleiben: Vier Ministerpräsidenten kämpfen für US-Soldaten

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Trump will 9500 US-Soldaten aus Deutschland abziehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Länderchefs von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern wollen den angekündigten Abzug von rund 9500 US-Soldaten aus Deutschland verhindern. In einem gemeinsamen Brief an 13 Mitglieder des US-Kongresses, heißt es, die hier stationierten Soldaten stellten das Rückgrat der US-Präsenz in Europa und der Handlungsfähigkeit der Nato dar. Die Strukturen seien von Amerikanern und Deutschen über Jahrzehnte miteinander aufgebaut worden. Sie seien die Voraussetzung für einen partnerschaftlichen Beitrag zum Frieden in Europa und der Welt. "Wir bitten Sie uns darin zu unterstützen, das Band der Freundschaft nicht zu lösen sondern zu festigen und die US-Präsenz in Deutschland und Europa auch für die Zukunft zu erhalten." Unterzeichnet ist der Brief vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen, seiner rheinland-pfälzischen Amtskollegin Malu Dreyer von der SPD sowie den die Regierungschefs von Hessen und Bayern, Volker Bouffier von der CDU und Markus Söder von der CSU. In ihren vier Ländern sind die US-Militärs stationiert.

 

20:31 Uhr

"Niemals im Rhein baden": DLRG warnt nach tödlichem Unfall

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Kanäle und Flüsse sind für Schwimmer gefährlich wie eine Autobahn für Radfahrer, meint die DLRG.

(Foto: picture alliance/dpa)

Angesichts steigender Temperaturen und mancherorts geschlossener Schwimmbäder haben DLRG und Polizei mit Nachdruck vor dem Baden etwa im Rhein gewarnt. "Wir raten jedes Jahr aufs Neue davon ab", sagte Sprecher Marco Vogt von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Rheinland-Pfalz. Fließgewässer seien keine Badestellen - auch wegen der Schifffahrt. "Der Rhein ist so stark befahren wie etwa eine Autobahn. Die würde man auch nicht mit dem Fahrrad befahren", sagte Vogt.

Am Sonntag meldete die Polizei den Tod eines 23-Jährigen: Der Mann war am Samstag bei Worms-Rheindürkheim im Rhein in Bedrängnis geraten. Zeugen hatten beobachtet, wie er mit den Armen wedelte und dann nach unten sank. Insassen eines vorbeifahrenden Sportboots konnten ihn zwar nach einigen Minuten aus dem Wasser ziehen - doch der 23-Jährige konnte nicht wiederbelebt werden. Am Morgen starb der junge Mann im Krankenhaus.

20:07 Uhr

Studie: Feuerwerk verpestet die Luft doch nicht so stark

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Eher schön oder eher schmutzig? Eine Studie der Feuerwerksindustrie korrigiert die bisher geschätzten hohen Feinstaubwerte bei der Silvesterböllerei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Ausmaß der Feinstaubbelastung durch Feuerwerk wird einem Bericht zufolge womöglich überschätzt. Das Feuerwerk an Silvester 2019 habe etwa 1477 Tonnen Feinstaub verursacht, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" aus einer Untersuchung im Auftrag des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI). Das Umweltbundesamt (UBA) sei bisher von 4200 Tonnen jährlich ausgegangen, zum Großteil an Silvester. Für die Untersuchung wurde der Feinstaub-Ausstoß gängiger Produkte im Labor gemessen und dann auf die Explosiv-Masse aller bundesweit verbrauchten Feuerwerksartikel hochgerechnet. Die UBA-Fachgebietsleiterin Ute Dauert sagte der Zeitung, die Studie biete "realitätsnähere Erkenntnisse über die Feinstaubemissionen durch Feuerwerkskörper als die bisher errechneten Werte". Die Behörde werde die Ergebnisse "auch in den Diskurs auf europäischer Ebene einbringen". Trotzdem empfehle das UBA weiterhin, "insgesamt weniger Feuerwerksartikel zu nutzen".

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:29 Uhr

Gwyneth Paltrow entzückt mit Mutter-Tochter-Selfie

Viele Nutzer behaupten, Zwillinge zu erblicken, als Schauspielerin Gwyneth Paltrow ein Selfie mit ihrer Tochter Apple bei Instagram teilt. Die Ähnlichkeit zwischen Mutter und Tochter ist tatsächlich nicht zu übersehen. Mund, Nase, Lippen: Die 16-jährige Apple ist ihrer Mama wie aus dem Gesicht geschnitten. Die beiden haben es sich in luftiger Kleidung auf einem Outdoor-Bett gemütlich gemacht und lächeln in die Kamera. "Oh mein Gott, wunderschöne Zwillinge", kommentiert Star-Stylistin Rachel Zoe den Schnappschuss. Auch Model Elle Macpherson bezeichnet die beiden als "Zwillinge". Wir, die wir etwas weiter weg sind und die Sache nüchterner betrachten, würden den Kommentar von Paltrow vorziehen: "Sommer mit meiner Apple", schreibt die 47-Jährige einfach dazu.

*Datenschutz

 

19:09 Uhr

Gruselfund in Graz: Polizei sucht nach Katzenmörder

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Der oder die Täter zogen den Tieren "fachkundig" das Fell ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fund zweier gehäuteter Katzen innerhalb einer Woche beschäftigt Einwohner und Polizei der österreichischen Stadt Graz. Mindestens einer der Katzen wurde bei lebendigem Leibe das Fell vom Rumpf abgezogen, bei beiden war laut Tierärzten jemand mit Fachwissen am Werk. "Ich bin seit 15 Jahren im Geschäft, es gibt schon immer mal Tierquälerei, aber in so einer Form habe ich das noch nie erlebt", sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig. Die Ermittler gingen als Anfangsverdacht von einem Zusammenhang aus, hätten aber noch keine Hinweise auf den oder die möglichen Täter.

  • Die erste Katze war am Samstag vor einer Woche schwer verletzt taumelnd nachmittags an einem zentralen Platz in Graz aufgetaucht.
  • Eine Tierärztin stellte fest, dass die getigerte Katze "fachkundig am gesamten Rumpf gehäutet worden war", wie die Polizei mitteilte, und schläferte das acht Monate alte Weibchen ein.
  • Die zweite Katze wurde eine Woche später am Samstag tot in einem anderen Bezirk von Graz entdeckt. Ihr war der Bauch aufgeschnitten worden, das abgezogene Fell hing noch am Körper.
18:42 Uhr

Söder: Bin kein Gegner von Tempolimit auf Autobahnen

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Kein Gegner, aber auch kein Befürworter: Söder gibt sich beim Tempolimit staatsmännisch.

(Foto: imago images / Alexander Pohl)

CSU-Chef Markus Söder bahnt einer künftigen schwarz-grünen Koalition den Weg: Anders als seine Partei stellt sich der bayerische Ministerpräsident nicht kategorisch gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. "Ich bin kein ideologischer Gegner, Tempobegrenzung kann an vielen Stellen helfen, aber ich bin auch kein Befürworter wie die Grünen", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Er sei allerdings nicht der Meinung, dass es derzeit das wichtigste Thema sei.

  • Die CSU hatte sich bislang immer als großer Gegner des unter anderem von den Grünen aber auch von Verkehrsexperten geforderten generellen Tempolimits von 130 Stundenkilometern präsentiert.
  • Unter anderem betreibt sie im Internet eine Aktion, in der sie Unterschriften gegen das Tempolimit sammelt.
  • Sollten Union und Grüne nach der nächsten Bundestagswahl eine Koalition bilden wollen, dürfte das Thema schlagartig einen höheren Platz auf der Agenda bekommen.
18:04 Uhr

Kleinflugzeug crasht in Tower des Flugplatzes

Das war wohl nicht so geplant: Ein Kleinflugzeug ist in Müncheberg östlich von Berlin mitten in den Tower des Flugplatzes geflogen. Die beiden Insassen des Flugzeugs hatten jedoch Glück im Unglück. Sie wurden von Einsatzkräften gerettet und in Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Beide Insassen seien leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Das Flugzeug hing danach zunächst noch am Tower. Wie die Kollision am Flugplatz Eggersdorf in einem Ortsteil von Müncheberg zustande kam, blieb zunächst unklar. Dies soll bei einer Flugunfalluntersuchung herausgefunden werden. Der frühere Militärflugplatz ist seit diesem Jahr ein Sonderlandeplatz und nicht mehr Verkehrslandeplatz, nur bestimmte Nutzer dürfen dort landen. Der Turm war nach Angaben des Flugplatzes erst im Jahr 2013 errichtet worden.

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Die beiden Insassen kamen leicht verletzt ins Krankenhaus, ihr Flugzeug hing noch am Tower.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

17:29 Uhr

Tief "Anja" bringt Regen und Kälte

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Eine Kaltfront zieht heran und bringt dem Norden Schauer, Gewitter und kühle Luft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem sommerlichen Wochenende nehmen wir das K-Wort sehr ungern in den Mund, aber Tief "Anja" zieht heran: Ab Montag bringt eine Kaltfront dem Norden und der Mitte Deutschlands Schauer, Gewitter und spürbare Abkühlung, verraten die Wetterexperten von RTL/ntv. Nur im Süden kann sich der Sommer über die nächste Woche halten. Südlich des Mains herrscht sogar subtropische Luft vor. Nach dem nassen Wochenstart sorgt auch in der Nordhälfte ab Dienstag ein Ableger des Azorenhochs wieder für Besserung. Die Schauer lassen nach und wir bekommen bei Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad. Immerhin ist das noch gutes Ausflugswetter, wenn es schon fürs Schwimmbad nicht reicht.

Weitere Details zur Wetterwoche lesen Sie hier

17:01 Uhr

Rätselhafte Serie: Erneut Explosion und Brand im Iran

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Feuer in der Atomanlage Natans: Unfall oder Sabotage?

(Foto: AP)

Eine Explosion hat ein Wärmekraftwerk in der zentraliranischen Provinz Isfahan erschüttert. Ein alter Transformator sei am Morgen explodiert, sagte der Geschäftsführer der Elektrizitätsgesellschaft von Isfahan der iranischen Nachrichtenagentur Irna. In der Stadt Sheikh Hassan im Norden des Landes brannte der Agentur Ilna zufolge eine Zellophan-Fabrik. Die beiden Vorfälle sind die jüngsten in einer Reihe von Bränden und Explosionen an militärischen und zivilen Standorten im Iran in den vergangenen Wochen.

  • Am Mittwoch brannten mindestens sieben Schiffe im Hafen der südiranischen Stadt Buschehr.
  • Ende Juni war es in der Hauptstadt Teheran in der Nähe eines Militärstandorts zu einer Explosion gekommen. Bei einer weiteren Explosion in einem Gesundheitszentrum starben 19 Menschen.
  • Anfang Juli brach in der Atomanlage Natans ein Feuer aus. Die Behörden bezeichneten den Vorfall als Unfall.

Im Iran wird spekuliert, ob die Serie von Bränden und Explosionen womöglich auf Sabotageakte Israels oder der USA zurückzuführen ist. In Natans befindet sich eine der wichtigsten Urananreicherungsanlagen des Landes.

16:28 Uhr

Polizei erwischt ungewöhnlichen Apfeldieb

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Der Ara hört auf den Namen "Helmut".

(Foto: Polizei)

Das Polizeifoto zeigt den Dieb in flagranti, allerdings ist seine Tarnung perfekt. Der vermeintliche Apfeldieb, der die Beamten auf den Plan gerufen hatte, stellte sich als Papagei heraus. Aber der Reihe nach: Ein Anwohner aus Nienburg meldete, dass sich ein Dieb an seinem Apfelbaum bediene. Die Beamten rückten an, fanden aber ganz und gar nicht, was sie erwartet hatten. Statt des menschlichen Übeltäters stellten sie fest, dass sich ein Ara in aller Ruhe an den Äpfeln labte. Zunächst war unklar, woher das Tier stammte. Doch schließlich meldete sich der Besitzer. Die Polizei wünschte Ara "Helmut" via Twitter einen "guten Heimflug".

15:50 Uhr

Nach Mord an ihren Eltern: Junge Afghanin erschießt zwei Taliban

Eine junge Frau hat im Westen Afghanistans zwei Kämpfer der militant-islamistischen Taliban getötet, nachdem diese ihre Eltern ermordet hatten. Wie die Behörden in der Provinz Ghor mitteilten, war eine kleine Gruppe von Taliban in das Haus der Familie im Distrikt Tewara eingedrungen. Die Männer forderten den Vater auf, nach draußen zu gehen und erschossen ihn zusammen mit der Mutter. Die junge Frau nahm daraufhin ein Gewehr aus ihrem Haus, schoss auf die Taliban, tötete zwei und verletzte einen dritten. Einer der Getöteten sei ein Taliban-Geheimdienstmann gewesen, sagte der Gemeinderat Abdul Basir Qaderi. Die Frau und ihr jüngerer Bruder seien an einen sichereren Ort gebracht worden.

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Das Herrschaftssystem der Taliban ist extrem frauenfeindlich. Nach dem Ende ihrer Schreckensherrschaft 2001 kontrollieren sie inzwischen wieder Teile des Landes.

(Foto: REUTERS)

15:17 Uhr

Hunderttausende schauen zu: Knossi und Sido gehen angeln

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Das "Angelcamp" interessierte mehr als 300.000 Zuschauer.

(Foto: Screenshot Livestream)

Falls Sie verpasst haben, Ihren Sonntag vergnüglich zu planen: Ein 72-stündiger Livestream eines Angelausflugs zahlreicher Prominenter lockte am Wochenende mehrere hunderttausend Menschen vor die Bildschirme. Beim "Angelcamp" übertrug der Influencer Jens Knossalla, genannt Knossi, gemeinsam mit Musiker Sido, Musikproduzent Manny Mark (Marc Schneider, "Die Atzen") und Influencer Sascha Hellinger ("Unsympathisch TV") auf der Streaming-Plattform Twitch das gemeinsame Wochenende an einem See nahe Brandenburg an der Havel live im Internet. "Ich bin kein guter Angler, aber ich mache das, weil mich das entspannt", begründete Sido seine Teilnahme. "Angeln bietet Action, Angeln macht Spaß", sagte Knossalla. Die Besuche von Sänger Pietro Lombardi und mehreren Influencern ließen die Zuschauerzahlen immer wieder in die Höhe schießen. Laut eines Berichts der "Berliner Morgenpost" stellte der Camping-Ausflug mit mehr als 300.000 Zuschauern am Samstagabend einen neuen Rekord unter den deutschen Streamern auf. Die Plattform Twitch ist besonders in der Gaming-Szene beliebt. Ob die Ausflügler auch einen Fisch gefangen haben? Um das zu erfahren, müsste man sich wohl zuschalten.

14:50 Uhr

Acht Frankfurtern droht nach Krawallen U-Haft

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Nach Plünderungen in Stuttgart wurde nun auch Frankfurt von Party-Krawallen erschüttert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Krawalle am Frankfurter Opernplatz in der Nacht sollen nach Angaben der Polizei in einer Sicherheitskonferenz am Montag aufgearbeitet werden. Dabei werde gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt erörtert, welche Maßnahmen abzuleiten seien, sagte der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill bei einer Pressekonferenz. In der Nacht zum Sonntag war es nach zunächst friedlichen Feiern in der Innenstadt zu gewaltsamen Ausschreitungen auf dem Opernplatz gekommen. Aus einer Menge von etwa 500 bis 800 "Störern" heraus seien Polizeibeamte "massiv" mit Flaschen angegriffen worden, schilderte Bereswill. Acht der 39 Festgenommenen seien noch in Polizeigewahrsam, sagte der Frankfurter Polizeipräsident. Bei ihnen werde derzeit abgewogen, ob sie wegen "schweren Landfriedensbruchs" in Untersuchungshaft genommen werden können. Zuletzt hatten schwere Krawalle in Stuttgart bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Randalierer hatten Schaufenster zerstört und Geschäfte geplündert.

14:21 Uhr

Iran setzt drei Todesurteile aus

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Exiliraner demonstrieren auf der ganzen Welt immer wieder gegen die Hinrichtungspraxis des Mullah-Regimes.

(Foto: imago images/Future Image)

Im Iran ist die Hinrichtung von drei Teilnehmern der Proteste vom November 2019 vorerst gestoppt worden. "Wir hoffen, dass das Urteil gekippt wird", sagte Babak Paknia, einer der Anwälte der Verurteilten, der Nachrichtenagentur AFP, nachdem das Oberste Gericht einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zugelassen hatte. Das Todesurteil gegen die drei Demonstranten hatte international heftige Kritik ausgelöst.

  • Nach Angaben der iranischen Behörden wurden die drei Verurteilten während eines "bewaffneten Überfalls" festgenommen. Auf ihren Handys seien Beweise gefunden worden, dass sie zuvor öffentliche Gebäude und Busse in Brand gesetzt hatten.
  • Am Donnerstag hatte eine Gruppe von UN-Rechtsexperten den Iran aufgefordert, die Todesurteile aufzuheben. US-Präsident Donald Trump erklärte, eine Hinrichtung dieser drei Menschen würde "ein schreckliches Signal an die Welt" senden. Unter dem Hashtag "DontExecute" forderten zahlreiche Menschen im Internet allgemein einen Hinrichtungsstopp in der Islamischen Republik.
  • Erst vor zwei Wochen war ein Mitarbeiter des iranischen Verteidigungsministeriums wegen Spionage für die USA hingerichtet worden.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Ina Bullwinkel genießt ihren sonnigen Feierabend, ich übernehme für sie bis zum späten Abend den Tag. Mein Name ist Barbara Mauersberg und Sie erreichen mich für Anregungen, Kritik und Lob auch direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:47 Uhr

Mann rettet Schwimmer und ertrinkt selbst

Ein 40-Jähriger ist in Langenhagen bei Hannover nach der Rettung eines 26 Jahre alten Schwimmers ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, war der 26-Jährige aus bisher ungeklärter Ursache in einem Baggersee in Not geraten. Der 40-Jährige und ein weiterer Mann konnten ihn in Sicherheit bringen.

Nach der Rettung ging jedoch der 40-Jährige selbst im Wasser unter. Zeugen alarmierten die Polizei, die wegen eines anderen Einsatzes vor Ort war. Etwa 110 Einsatzkräfte beteiligten sich insgesamt laut Polizei an der Suche nach dem Mann, der nur noch tot geborgen werden konnte.

Einzelheiten zum genauen Hergang des mutmaßlichen Unfalls am Samstagabend sind bisher nicht bekannt. Nach Angaben der Polizei liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

13:04 Uhr

Bericht: Jessica Biel überraschend wieder Mutter geworden

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Ist das Paar heimlich wieder Eltern geworden?

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Schauspielerin Jessica Biel und ihr Ehemann Justin Timberlake sollen zum zweiten Mal Eltern geworden sein. Das berichtet "Daily Mail" exklusiv. Das Blatt berichtet unter Berufung auf einen Freund der Familie, Biel habe zu Beginn der Woche im US-Bundesstaat Montana einen Sohn auf die Welt gebracht.

Tatsächlich teilte Biel seit dem Frühjahr kein Bild mehr von sich auf ihrem Instagram-Account, das ihren ganzen Körper zeigt. Sollte sie wirklich wieder ein Kind bekommen haben, hat sie die Schwangerschaft über die vergangenen Wochen und Monate bravourös geheim gehalten. Bisher haben aber weder Biel noch ihr Ehemann die Geburt offiziell bestätigt.

Vor fünf Jahren waren Biel und Timberlake zum ersten Mal Eltern geworden. Damals wurde ihr Sohn Silas Randall geboren.

12:15 Uhr

Explosionen im italienischen Vulkan Stromboli

Zwei kräftige Explosionen im Vulkan Stromboli haben am Morgen viele Bewohner der gleichnamigen italienischen Mittelmeerinsel unsanft geweckt. Der Krater schleuderte glühendes Gestein in die Umgebung, wie italienische Medien unter Berufung auf das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie berichteten. Verletzt wurde niemand.

"Gegen fünf Uhr morgens wurden wir von zwei lauten Knallen geweckt, die uns für einen Augenblick richtig Angst machten, zum Glück ist nichts passiert und alles unter Kontrolle", sagte der Ladeninhaber Gianluca Giuffrè in dem Dorf Ginostra laut Nachrichtenagentur Ansa.

Der Stromboli gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Im Juli 2019 kam ein Mensch bei einem Ausbruch ums Leben. Die Insel liegt etwa 65 Kilometer nördlich der Nordostspitze Siziliens und hat nur wenige Hundert Einwohner.

12:01 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:38 Uhr

Spanischer Autor Juan Marsé ist tot

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Juan Marsé ist 87 Jahre alt geworden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der spanische Schriftsteller Juan Marsé ist tot. Der Katalane sei am späten Samstagabend im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Barcelona gestorben, teilte die Agentin des Autors, Carmen Balcells, mit. Marsé galt als einer der größten spanischen Erzähler der Gegenwart und wurde immer wieder als Außenseiter-Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt.

Neben vielen anderen Auszeichnungen bekam der Autor von "Letzte Tage mit Teresa" im Jahr 2008 auch den angesehenen spanischen Cervantes-Preis.

11:24 Uhr

Auch Deniz Yücel bekommt Drohbrief von "NSU 2.0"

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Hat ebenfalls eine Drohmail von "NSU 2.0" erhalten: Deniz Yücel.

(Foto: dpa)

Die jüngsten Drohungen in rechtsextremistischen Schreiben mit dem Absender "NSU 2.0" betreffen einem Bericht zufolge auch den Journalisten Deniz Yücel. Am Freitag seien mindestens zwei E-Mails mit identischem Inhalt an insgesamt 15 Adressaten geschickt worden, berichtete die "Welt am Sonntag". Darin tauche erstmals der Name des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel auf.

  • Zu den Empfängern der E-Mails gehören dem Bericht zufolge Hessens Innenminister Peter Beuth von der CDU sowie die Linksfraktionschefin im hessischen Landtag, Janine Wissler, und die Kabarettistin Idil Baydar. Auch weitere Politikerinnen und andere Frauen des öffentlichen Lebens sind betroffen.
  • Yücel bezeichnete es als "verstörend", dass er erst durch die Recherchen seiner Kollegen von dem Drohschreiben erfahren habe. Die Polizei habe sich bislang nicht mit ihm in Verbindung gesetzt. Ein Sprecher des hessischen Innenministeriums sagte der "Welt am Sonntag", man habe Kenntnis von dem neuen Drohschreiben. Im Text erwähnte Personen sollten eigentlich darüber informiert werden, sagte er.
11:04 Uhr

Fahrer von Krankenfahrdienst mit mehr als drei Promille erwischt

Mit so viel Alkohol im Blut überhaupt noch das Lenkrad zu finden, ist schon eine Leistung. Doch dem Fahrer eines privaten Krankenfahrdienstes gelang es sogar, mit dem Auto zu fahren, also zumindest Gaspedal und Bremse zu betätigen. Einem Mitarbeiter vom Ordnungsamt fiel allerdings die unsichere Fahrweise des 42-Jährigen auf. An einer roten Ampel forderte der Stadtmitarbeiter ihn auf, rechts ranzufahren, und rief die Polizei.

Ein Alkoholtest ergab einen Wert von mehr als drei Promille, wie die Polizei mitteilte. Außerdem hatte der Mann schon seit zwei Jahren keinen Führerschein mehr. Für diese Aktion kassierte der Fahrer eine Strafanzeige.

10:13 Uhr

Randale in Frankfurt: Party mit Hunderten Leuten eskaliert

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(Foto: picture alliance/dpa)

In Frankfurt ist in der vergangenen Nacht eine Freiluft-Party außer Kontrolle geraten. Etwa 500 Menschen seien auf dem Opernplatz der Stadt zum Feiern gekommen, doch ab drei Uhr morgens hätten Hunderte randaliert, berichtet die Hessenschau. So soll es stundenlang gegangen sein.

Bei der eskalierten Party sei es auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen sein, heißt es in dem Bericht. Randalierer hätten die Beamten mit Flaschen beworfen, der Platz musste geräumt werden. Fünf Polizisten sind laut Bericht verletzt, 40 Personen festgenommen worden.

09:38 Uhr

Bericht: Halle-Attentäter wollte zur Bundeswehr

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Stephan B. hatte sich vor dem Anschlag bei der Bundeswehr beworben, die Bewerbung dann aber zurückgezogen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der mutmaßliche Halle-Attentäter Stephan B. hat einem Medienbericht zufolge eine Karriere bei der Bundeswehr angestrebt. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, bewarb sich B. rund ein Jahr vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle an einem Karrierecenter der Bundeswehr in Berlin als Mannschaftssoldat. Als Priorität für seine Verwendung nannte er demnach Fallschirmjäger, Scharfschütze oder Sicherungssoldat.

  • Als gewünschten Dienstantritt habe B. in seiner Bewerbung Dezember 2018 oder Januar 2019 angegeben. Einen Tag vor einem geplanten Eignungstest habe er seine Bewerbung dann aber per E-Mail zurückgezogen.
  • Der Prozess gegen B. beginnt am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Naumburg. Angeklagt ist er unter anderem wegen zweifachen Mordes. Er soll am 9. Oktober vergangenen Jahres während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht haben, bewaffnet und unter Einsatz von Sprengsätzen in die Synagoge in Halle an der Saale einzudringen.
  • Nachdem ihm sein Vorhaben nicht gelungen war, erschoss B. den Ermittlungen zufolge auf offener Straße eine Frau, drang in einen Dönerimbiss ein und tötete dort einen Mann. Die Ermittler gehen davon aus, dass B. aus antisemitischen und rassistischen Motiven handelte.
09:13 Uhr
Breaking News

Verdächtiger nach Großbrand in Kathedrale festgenommen

Nach dem Großbrand in der Kathedrale im westfranzösischen Nantes hat die Polizei einen Mann in Gewahrsam genommen. Der Mann sei für die Schließung der Kathedrale am Freitagabend verantwortlich gewesen, weshalb die Ermittler "bestimmte Aspekte seines Tagesablaufs" klären wollten, sagte der Staatsanwalt Pierre Sennès. Aussagen dazu, ob der Mann an der mutmaßlichen Brandstiftung beteiligt gewesen sei, seien jedoch "verfrüht", betonte er.

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08:59 Uhr

Merz: EU soll Hongkonger aufnehmen und einbürgern

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Merz fordert, dass sich Europa stärker für die Menschen in Hongkong einsetzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Bewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat sich für eine schnelle Hilfe für Menschen aus Hongkong ausgesprochen. Merz kritisierte in der "Welt am Sonntag" das chinesische Vorgehen in Hongkong als "offenen Bruch eines Vertrages mit einem europäischen Nachbarstaat und eine eklatante Verletzung des Völkerrechts". Zunächst müssten alle EU-Mitglieder ihre Auslieferungsverträge mit Hongkong kündigen.

  • Merz sagte der Zeitung: "Wir sollten uns auf europäischer Ebene Gedanken darüber machen, wie man ein europäisches Aufenthaltsrecht für Staatsbürger aus Hongkong schaffen kann mit der Perspektive, dass sie bald danach auch eine Staatsbürgerschaft erlangen können."
  • Das neue chinesische Sicherheitsgesetz zu Hongkong sorgt international für Empörung und hat Befürchtungen verstärkt, dass die Demokratiebewegung in Hongkong unterdrückt werden soll. Das Gesetz erlaubt den Behörden ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die aus ihrer Sicht die nationale Sicherheit bedrohen.
08:57 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:20 Uhr

Copyright missachtet? Twitter entfernt Trump-Video

Donald Trump und Twitter können nicht mit und nicht ohne einander, scheint es. Das Unternehmen sah sich erneut gezwungen, einen Beitrag des US-Präsidenten zu sperren. Diesmal ging es nicht um Gewaltverherrlichung wie bei den Black-Lives-Matter-Protesten, sondern um eine Urheberrechtsverletzung. Trump verbreitete den Video-Tweet eines Social-Media-Mitarbeiters des Weißen Hauses. Twitter teilte mit, das mit Musik der Popgruppe Linkin Park unterlegte Video sei nach einer Urheberrechtsbeschwerde deaktiviert worden.

Einer auf solche Fälle spezialisierten Datenbank zufolge beschwerte sich die Management-Gesellschaft der Band. Vom US-Präsidialamt war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Berichten zufolge haben eine Reihe von Musikern Trump die Nutzung ihrer Lieder untersagt, darunter Rihanna, die Rolling Stones und Pharrell Williams. Bereits früher hatte Twitter Nachrichten des Präsidenten deaktiviert oder mit einem Warnhinweis versehen, in einem Fall wegen eines Verstoßes gegen das Verbot von Gewaltverherrlichung.

07:39 Uhr

Forscher entdecken erstmals Säugetier in 6700 Meter Höhe

Auch in den lebensfeindlichen Höhen der Anden kreucht und fleucht es: Auf dem Gipfel des Vulkans Llullaillaco im Norden von Chile haben Forscher in 6739 Meter Höhe eine Blattohrmaus entdeckt. Es ist das erste Mal, dass in so großer Höhe ein Säugetier gesichtet wurde, wie die Wissenschaftler in der US-Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" schreiben.

  • Bislang hielt der Großohr-Pfeifhase aus dem Himalaya den Rekord mit einer belegten Sichtung auf 5182 Metern und glaubwürdigen Berichten über einen Fund auf 6130 Metern Höhe.
  • Die Entdeckung der Maus auf dem Gipfel lege nahe, dass die Anpassungsfähigkeit von Säugetieren an die Lebensbedingungen in so großer Höhe bislang unterschätzt worden sei, schreiben die Forscher um Jay Storz von der University of Nebraska. Offenbar sei es den Tieren trotz der widrigen Umstände gelungen, sich an die Kälte und den geringen Sauerstoffgehalt der Luft zu gewöhnen.
  • Allerdings bleiben zu der Maus, die Wissenschaftler Phyllotis xanthopygus rupestris nennen, noch viele Fragen offen: Unklar ist beispielsweise, von was sich das Tier rund 2000 Meter oberhalb der Vegetationsgrenze ernährt.
07:10 Uhr

"Leichter für SPD": Stegner fiebert Merkel-Abschied entgegen

So mancher wünscht sich einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin von Kanzlerin Angela Merkel, damit wieder frischen Wind in die deutsche Politik einzieht. Bei der SPD gibt es offenbar andere Gründe. Schleswig-Holsteins Fraktionschef Ralf Stegner etwa hofft, dass seine Partei wieder besser dastehen könnte, wenn Merkel Abtritt. Die aktuell schlechten Umfragewerte hält Stegner deshalb für trügerisch (im RTL/ntv-Trendbarometer kommen die Sozialdemokraten derzeit nur auf 14 Prozent).

"Mein Eindruck ist, es könnte für die SPD vielleicht wieder leichter werden auf Bundesebene", sagte Stegner der dpa. Weil die Regierungschefin bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr nicht kandidiere, könnten der CDU "die fünf plus Merkel-Prozente" fehlen.

CDU und CSU täten sich schwer bei der Suche eines Spitzenkandidaten, sagte Stegner. Auch die Grünen müssten sich irgendwann zwischen den Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck entscheiden. "Die Konstellation könnte für die SPD ganz günstig sein." Es spreche vieles dafür, dass die SPD es bei der Frage der Spitzenkandidatur leichter habe. Hoffen kann man ja.

06:43 Uhr

Männer gucken bis zu 26 Stunden Pornos die Woche

Dass Pornos bei Männern beliebt sind, ist kein Geheimnis. Eine neue Umfrage von Urologen liefert dazu aber Zahlen. "Männer schauen ziemlich viel Pornos, im Durchschnitt etwa 70 Minuten pro Woche, normalerweise für 5 bis 15 Minuten", berichtet Studienleiter Gunter de Win von der belgischen Universität Antwerpen.

  • Die Variationsbreite der Antworten sei überraschend gewesen. Einige Männer konsumierten wenig und andere "viel, viel mehr" Pornos. Der Spitzenwert lag bei mehr als 26 Stunden pro Woche. An der Befragung hatten insgesamt 3267 Männer vor allem aus Belgien und Dänemark teilgenommen.
  • Ein weiteres Ergebnis: 23 Prozent der Männer unter 35 Jahren berichteten in der Umfrage über Erektionsstörungen beim Sex mit Partnern.
  • "Es ist eine Befragung und keine klinische Studie. Und es könnte sein, dass die Männer, die geantwortet haben, nicht repräsentativ für die ganze männliche Bevölkerung sind", räumte Professor de Win ein. Aber: Die Stichprobe sei groß und ein Zusammenhang zwischen Pornokonsum und Erektionsstörungen klar nachgewiesen.
06:18 Uhr

Syrien wählt inmitten mehrerer Krisen neues Parlament

Syrien steckt tief in einer Wirtschafts- und Währungskrise, von der Corona-Krise ganz zu schweigen. Trotzdem finden dort heute Parlamentswahlen statt. Es ist der dritte Urnengang seit Beginn des Bürgerkriegs in dem arabischen Land vor neun Jahren.

  • Die Abstimmung findet in jenen rund 70 Prozent des syrischen Staatsgebiets statt, die sich unter der Kontrolle des von Russland unterstützten Machthabers Baschar al-Assad befinden. Erwartet wird ein klarer Sieg von Assads Baath-Partei, wirkliche Oppositionskandidaten gibt es nicht.
  • Unter den rund 2100 Kandidaten, die sich um die 250 Sitze im syrischen Volksrat bewerben, sind mehrere mit westlichen Sanktionen belegt.
  • Neue US-Sanktionen sowie die Corona-Pandemie haben die Wirtschaftskrise in Syrien zuletzt noch dramatisch verschärft. Die Inflation nimmt rapide zu, die Lebensmittelpreise haben sich im zurückliegenden Jahr verdoppelt. Die verheerende wirtschaftliche Lage dominierte auch den Wahlkampf.
06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht