mit Janis PeitschDas war Sonntag, der 11. Juli 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
während sich Italien und England noch im EM-Finale gegenüberstehen, verabschiede ich mich in den Feierabend. Stand jetzt (22.30 Uhr) steht es 1:1. Was glauben Sie, wer wird Europameister?
Zusammengefasst die Themen des Tages:
Debatte um Corona-Lockerungen: Was sagt die Inzidenz noch aus?
Jede Box ein Datenpunkt: Die neuen Player im Container-Business
Resistente Keime im Rohfutter: Wenn der eigene Hund den Tod bringt
Deutschlands teurer Nachbar: Spartipps für den Schweiz-Urlaub
Nur Querpässe oder Weltstar?: Kroos vs. Hoeneß - wer hat recht?
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.
Baby stirbt bei Fenstersturz - Bruder unter Verdacht
Ein vermutlich psychisch kranker Junge soll in Moskau seine neugeborene Schwester aus dem Fenster eines mehrstöckigen Hauses geworfen haben. Das Baby starb. Die Mutter war für eine Weile abgelenkt und ließ ihre beiden Kinder zu zweit im Zimmer, teilten die Ermittler mit.
Medienberichten zufolge soll das kleine Mädchen aus dem siebten Stock gefallen sein.
Engländer Shaw schießt schnellstes Final-Tor der EM-Geschichte
Englands Luke Shaw hat das schnellste Tor in einem EM-Finale erzielt. Der 25-Jährige traf im Endspiel gegen Italien im Londoner Wembley-Stadion nach 117 Sekunden zur 1:0-Führung der Three Lions.
Der zuvor schnellste Treffer im Finale einer Fußball-Europameisterschaft war Chus Pereda am 21. Juni 1964 im Endspiel der Spanier gegen die Sowjetunion gelungen, der Spanier traf damals nach 317 Sekunden. Spanien wurde Europameister. Das schnellste Tor der EM-Geschichte hatte der Russe Dimitri Kiritschenko am 20. Juni 2004 beim 2:1 gegen Griechenland erzielt. Er war nach 67 Sekunden erfolgreich. Friederike Zörner
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Bauarbeiter will sich abkühlen und ertrinkt im Kanal
Tragisches Unglück im brandenburgischen Havelkanal. Drei Bauarbeiter wollten sich nach ihrer Arbeit im Kanal zwischen Falkenrehde und Paaren abkühlen, teilte die Polizei mit. Dabei rutschte einer der Männer an der Fahrrinne der Schifffahrt ab und ging unter.
Der 31-Jährige war Nichtschwimmer. Taucher der Feuerwehr konnten den Vermissten nur noch leblos aus dem Wasser bergen.
Stromausfall bei RTL - Peter Kloeppel steht plötzlich im Dunkeln
Nanu, was ist denn da los? Diese Frage dürften sich heute einige RTL-Zuschauer gedacht haben. Während der Ausgabe von "RTL Aktuell" am Abend stand Moderator Peter Kloeppel plötzlich im Dunkeln. Der Grund: Durch einen Stromausfall im Sendezentrum fiel die Beleuchtung aus.
Kloeppel ließ sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen. "Und wenn Sie mich jetzt nicht mehr sehen, aber hören - dann kann ich Ihnen nur sagen: Hier ist das Licht ausgefallen im Studio. Wir machen einfach mal weiter", sagte er in Richtung TV-Zuschauer.
Wenig später war der Moderator wieder zu sehen, allerdings nur mit einem provisorischen Licht ausgeleuchtet. Der Hintergrund blieb weiterhin schwarz - bis zum Ende der Sendung.
"Die Ursache für den Stromausfall ist bis dato unklar", erklärte eine RTL-Sprecherin gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. "Teile des Gebäudes wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Es bestand aber zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Personen im Gebäude."
Kurz vor Wiedereröffnung - Dach von Schwimmbad stürzt ein
Wenige Tage vor der geplanten Wiedereröffnung ist das Dach einer sanierten Schwimmhalle in Schwedt komplett eingestürzt. "Wir haben noch Glück gehabt, wäre das Donnerstag passiert, hätte es Tote gegeben", sagte ein Sprecher der brandenburgischen Stadt.
Zum Zeitpunkt des Einsturzes waren glücklicherweise keine Bauarbeiten im Gange, sagte der Sprecher weiter. Lediglich zwei Menschen, die in der Gastronomie des Schwimmbads arbeiten und einen Außer-Haus-Verkauf anbieten, waren demnach vor Ort - sie blieben unverletzt.
Die Ursache sei noch völlig unklar, hieß es weiter. Das Gebäude ist vorerst gesperrt. Am Montag gehen die Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes weiter.
Hunderte wertvolle Weinflaschen in Ex-Königspalast entdeckt
Bei der Renovierung des ehemaligen Sommerpalastes der 1974 abgesetzten königlichen Familie Griechenlands in Tatoi haben Restauratoren einen spektakulären Fund gemacht. Mehr als 4000 wertvolle Weinflaschen und Spirituosen aus dem In- und Ausland kamen bei den Arbeiten ans Tageslicht.
Laut der griechischen Kulturministerin Lina Mendoni sind die Flaschen "von großer historischer Bedeutung". Es handele sich unter anderem um eine Flasche Whisky aus der Zeit der Inthronisierung von Queen Elizabeth II. am 6. Februar 1952 und um Weine der Herkunft Château Margaux, Château de Vincennes und Château Rothschild, die bis ins 19. Jahrhundert zurückgehen.
Der Sommerpalast von Tatoi und ein großer Wald drumherum werden zurzeit erschlossen, um als Museum und Ausflugsziel besuchbar zu werden.
Kein Vertrag mehr in Stuttgart: Badstuber findet neuen Klub im Ausland
Der frühere Fußball-Nationalspieler Holger Badstuber wechselt einem Medienbericht zufolge zum FC Luzern. Der Abwehrspieler soll beim Schweizer Pokalsieger einen Einjahresvertrag erhalten, wie die "Bild" berichtete. Badstuber hatte zuvor über die sozialen Medien seinen Abschied aus Deutschland verkündet. "Die Entscheidung ist gefallen", schrieb der 32-Jährige. "Ich habe eine neue Herausforderung im Ausland angenommen." Der Verteidiger postete ein Video mit Szenen von seinen Stationen in der Bundesliga. Seinen neuen Klub nannte er allerdings nicht.
Badstubers Vertrag beim VfB Stuttgart war Ende Juni nach vier Jahren ausgelaufen. Im vergangenen Sommer war der langjährige Profi des FC Bayern München bei den Schwaben von der Bundesliga- in die Regionalliga-Mannschaft degradiert worden. Mit den Bayern hatte er zuvor unter anderem sechsmal die deutsche Meisterschaft, viermal den DFB-Pokal und 2013 die Champions League gewonnen. Torben Siemer
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Von der Leyen erinnert an SS-Massaker
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der Präsident des Europaparlaments David Sassoli haben gemeinsam der Opfer eines deutschen Kriegsverbrechens in Italien vor 77 Jahren gedacht.
Beim Massaker von Cibeno am 12. Juli 1944 hatten SS-Truppen 67 politische Häftlinge im Lager Fossoli bei der Stadt Carpi erschossen, als Vergeltungsaktion für einen Anschlag auf deutsche Soldaten in Genua.
"Es kann wieder passieren", sagte Sassoli. Von der Leyen teilte mit, die Opfer des Massakers hätten für Freiheit und Demokratie gekämpft. Ihr Traum eines friedlichen und vereinten Europas sei erreicht worden.
"Heute war es heiß" - Heidi Klum zieht wieder blank
Heidi Klum scheint die Sommerhitze schwer zu schaffen zu machen. Um cool zu bleiben, legt die 48-Jährige einfach ihre Kleidung ab, wie ein Instagram-Post zeigt. Nur ein dünnes Laken, ihre linke Hand und ihre Pose verdecken dabei das Nötigste.
"Heute war es heiß", schreibt Klum zu dem Bild. Wo sich das Model momentan in der Sonne rekelt, verriet sie allerdings nicht. Und auch die Kommentar-Funktion hat sie bei diesem Post abgestellt. Fast 70.000 Likes gab es dafür aber trotzdem.
Richard Branson startet ins All
Milliardär Richard Branson startet seinen Flug ins All. Der 70-Jährige nimmt zur Stunde an einem Testflug seines Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic teil. Ein in der Wüste im US-Bundesstaat New Mexico startendes Trägerflugzeug bringt den Raumflieger "VSS Unity" zunächst in eine Höhe von rund 15 Kilometern. Die wie ein Düsenjet aussehende "VSS Unity" fliegt dann auf eine Höhe von rund 90 Kilometern, wo die Passagiere Schwerelosigkeit erleben und die Erdkrümmung sehen können.
Erdbeben-Serie beunruhigt Griechen
Eine Serie kleinerer und mittelstarker Erdbeben hält die Menschen in Mittelgriechenland in Atem. Von Samstag bis zum heutigen Mittag ereigneten sich Dutzende Beben der Stärke zwischen 3,0 und 4,3. Es gab auch mehrere kleinere Erdstöße. Gespürt wurden sie vor allem in der Region Böotien rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen nahe Theben und auch in der griechischen Hauptstadt.
Einwohner befürchteten, dass diese Serie ein viel stärkeres Beben ankündigen könnte. "Es ist ein ungewöhnliches Phänomen. Wir beobachten es", sagte ein Sprecher des geodynamischen Instituts von Athen im Staatsrundfunk. Die Einwohner sind beunruhigt: "Hier bebt die Erde jede zehn Minuten tagsüber und nachts", sagte ein Frau im Fernsehen.
Frau und schwangere Beifahrerin sterben bei Unfall
Bei einem Verkehrsunfall im Mühlenbecker Land in Brandenburg sind gestern Abend zwei Frauen ums Leben gekommen. Die Fahrerin im Alter von 32 Jahren und ihre 28-jährige Beifahrerin starben noch an der Unfallstelle, teilte die Polizei heute mit. Besonders tragisch: Die 28-Jährige war im sechsten Monat schwanger.
Der Unfallverursacher und sein 31-jähriger Beifahrer wollten nach dem Crash vom Unfallort flüchten. Beide wurden aber in etwa 800 Meter Entfernung gefasst, hieß es.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 23-jährige Berliner Autofahrer in einer Rechtskurve aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn geraten sein. Er stieß dann mit dem Wagen zusammen, in dem die Frauen saßen. Zwei weitere Insassen des Fahrzeugs im Alter von 31 und 33 Jahren kamen in Krankenhäuser.
Deutsche überlebt 150-Meter-Absturz in den Alpen
Glück im Unglück hatte eine Frau aus Bayern beim Wandern in den österreichischen Alpen. Die 78-Jährige war am Kleinen Schönberg in Gmunden mit ihrer 54-jährigen Tochter während einer Bergtour vom Weg abgekommen und in ein steiles, mit Felsen durchsetztes Waldgebiet geraten. Dort rutschte die Frau aus und stürzte 150 Meter tief, bevor ein quer liegender Baumstamm ihren Fall stoppte.
Die Tochter rief im Schock ihren Ehemann an, der die Bergrettung verständigte. Nach einer aufwändigen Bergung im unwegsamen Gelände wurde die 78-Jährige mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
es ist wieder so weit - der Schichtwechsel steht an. Meine Kollegin Hedviga Nyarsik verabschiedet sich in den Feierabend. Ich übernehme ihren Platz und versorge Sie bis zum Abend mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!
87-Jähriger fährt in Marktstand - 13 Verletzte
Ein 87 Jahre alter Autofahrer ist in Oberösterreich frontal in einen Marktstand gefahren. 13 Menschen wurden dabei verletzt, bis zu vier von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilt. Der Unfall ereignete sich in der Gemeinde St. Florian in der Nähe von Linz. Der Mann fuhr nach Angaben der Polizei am Vormittag in einen Stand vor dem örtlichen Stift St. Florian. Warum er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, konnte nicht sofort geklärt werden. Auch der 87-Jährige wurde bei dem Unfall verletzt. Laut einem Polizeisprecher gibt es keine Anzeichen, dass es sich nicht um einen Unfall gehandelt haben könnte.
Polizei als Taxi? Betrunkener will von Beamten heimgebracht werden
Es heißt ja schließlich "Freund und Helfer", denkt sich wohl ein betrunkener Mann und wählt am Samstagabend kurzerhand den Polizeinotruf, um nach einem Trinkgelage sicher nach Hause gebracht zu werden. Das geht der Polizei im baden-württembergischen Heidenheim allerdings dann doch zu weit: Eine Streife kommt, lehnt das Ansinnen aber ab. Als der 44-Jährige den Weg dann zu Fuß antritt, randaliert er dabei noch etwas - die Polizei muss erneut anrücken. Nach abermaliger Belehrung verspricht der Mann, nach Hause zu gehen, heißt es im Pressebericht der Polizei. Und das tat er dann auch.
Bill Cosby will Pennsylvania verklagen
Seit Ende Juni ist der ehemalige TV-Star Bill Cosby wieder auf freiem Fuß. Seine Verurteilung wegen schwerer sexueller Nötigung wurde überraschend vom höchsten Gericht Pennsylvanias aufgehoben. Nun schmiedet der 83-Jährige offenbar Pläne, den US-Bundesstaat zu verklagen. Das berichtet das US-Portal "Page Six". Demnach strebe Cosby an, eine Entschädigung in Höhe von mehreren Hunderttausend Dollar für seine Zeit im Gefängnis herauszuschlagen.
Cosby war schuldig gesprochen worden, im Jahr 2004 eine Frau unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben.
Das höchste Gericht von Pennsylvania hatte den Schuldspruch wegen eines Verfahrensfehlers dann Ende Juni allerdings für ungültig erklärt.
Das Gericht verbot auch eine weitere Strafverfolgung.
Viele der Anschuldigungen von anderen Frauen waren schon zuvor verjährt, weswegen sich der Prozess auch auf diesen einen Fall beschränkt hatte.
Insgesamt hatten mehr als 60 Frauen Vorwürfe gegen den 83-Jährigen erhoben.
Mann weist auf Maskenpflicht in Bahn hin - und wird verprügelt
Nachdem er zwei Fremde ohne Maske in der Bahn ermahnt hatte, ist ein 52-Jähriger an einer Haltestelle im saarländischen Heusweiler brutal attackiert worden. Die beiden Männer, die er zuvor in der Bahn angesprochen hatte, stiegen später an derselben Haltestelle wie er aus, wie die Polizei heute mitteilt. Die 19 und 20 Jahre alten Tatverdächtigen sollen dann - mit ihren T-Shirts als Mund-Nasen-Schutz im Gesicht - dem Opfer ins Gesicht geschlagen haben. Einer habe mit voller Wucht zugetreten. Die beiden mutmaßlichen Angreifer konnten nach der Attacke am Samstagabend gestellt werden. Der 52-Jährige kam ins Krankenhaus. Ihm wurden unter anderem mehrere Zähne ausgeschlagen.
Anmerkung: In einer früheren Version der Meldung hieß es, der Vorfall habe sich in einem Bus ereignet, tatsächlich war es aber in einer Bahn.
Armenien macht sich nass - und ehrt eine heidnische Göttin
Wenn Sie heute durch die Städte und Dörfer von Armenien laufen, werden Sie sicherlich niemand mit einem trockenen T-Shirt begegnen. Denn dass Land feiert Wardawar, ein feuchtfröhliches Fest, bei dem sich die Menschen mit Wasser begießen und bespritzen. Der heidnische Feiertag ist zu Ehren der Göttin der Liebe und Schönheit, Astghik, und wird genau 14 Wochen (98 Tage) nach Ostersonntag gefeiert.
Anarcho-"Hexe" gewinnt Heavy-Metal-Strick-WM
Harte Gitarren-Riffs, Headbanging und Stricknadeln: Wer glaubt, dass das nicht zusammenpasst, wird bei der zweiten Heavy-Metal-Strick-Weltmeisterschaft in Finnland eines Besseren belehrt. Selbst vor brennender Haut machen die Teilnehmenden in ihren kuriosen Performances nicht Halt, nur das Wollknäuel darf nicht fehlen.
China und Nordkorea wollen Freundschaft vertiefen
Zum 60. Jahrestag ihres Freundschaftsabkommens haben China und Nordkorea eine "neue Stufe" ihrer Beziehungen angekündigt. Er wolle den beiden Ländern und ihren Völkern "größeres Glück" bringen, "indem er die Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern beständig auf eine neue Stufe" führe, zitiert die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA aus einer Grußbotschaft des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hob demnach seinerseits die Rolle des Paktes bei der "Sicherung des Friedens und der Stabilität in Asien und in der übrigen Welt hervor, jetzt, da die feindlichen Kräfte in ihren Anfechtungen und Behinderungsversuchen immer verzweifelter werden".
Extreme Hitze in Kanada: Muscheln kochen im Meer
Rekordwerte von fast 50 Grad: Die Hitzewelle in Kanada macht nicht nur Menschen zu schaffen. Auch das Meer heizt sich auf und wird zur Todesfalle für viele seiner Bewohner. So verkochen derzeit Miesmuscheln im Wasser.
"Es ist, als ob man ein Auto auf einem heißen Parkplatz abstellt", sagt Chris Harley zur örtlichen Zeitung "The Star". "Es wird viel heißer als die Luft. Das ist es, was mit der Küste passiert, wenn gerade Ebbe ist." Der Meeresbiologe von der University of British Columbia schätzt, dass eine Milliarde Tiere in der Salish Sea vor Vancouver durch das heiße Wasser ums Leben gekommen sind. Mehr als 700 Menschen sind nach offiziellen Angaben eines "plötzlichen und unerwarteten Todes" gestorben.
Bulgaren wählen dieses Jahr bereits zum zweiten Mal ihr Parlament
Zum zweiten Mal in drei Monaten sind die Bulgaren heute an die Wahlurnen gerufen worden. Die Neuwahl war nach einer fehlgeschlagenen Regierungsbildung infolge der regulären Parlamentswahl im April nötig geworden. Der Gerb-Partei des langjährigen Regierungschefs Boiko Borissow, der im Frühjahr zurückgetreten war, droht eine Niederlage.
In Umfragen lag zuletzt die Protestpartei ITN des Sängers und Satirikers Slawi Trifonow etwa gleichauf mit Gerb. Beiden Parteien wurde ein Stimmenanteil von 20 bis 21 Prozent vorausgesagt. Auch andere Bündnisse, die sich im Zuge der regierungskritischen Proteste im vergangenen Jahr gegründet hatten, dürften ins Parlament in Sofia einziehen. Erste Prognosen zu den Ergebnissen dürften kurz nach Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr vorliegen.
Heftige Gewitter lösen heiße Sommertage ab
Zum Ausklang der Woche darf man sich vielerorts auf einen sonnigen Sommertag freuen. In einem Streifen vom Erzgebirge bis rauf an die Nordsee kommt es jedoch punktuell zu kräftigen Schauern und Gewittern. Die Temperaturen dazu erreichen 21 bis 28 Grad.
Wie rassistisch ist unser Spielzeug?
Spielzeuge prägen Kinder. Durch sie lernen sie und begreifen die Welt. Doch oft transportieren Spielzeuge auch Klischees und Stereotype - ganz besonders wenn es um Minderheiten wie schwarze Menschen geht. Mit offensichtlichem, aber auch verstecktem Rassismus in Spielsachen haben sich Mascha Eckert und ihre Kolleginnen in den vergangenen Jahren intensiv beschäftigt. Die Ergebnisse sind ab Donnerstag (15. Juli) in einer Ausstellung zu sehen, die auch für mehr Vielfalt in den Spielzeugregalen werben will.
Ins Rollen gebracht hat das Ganze eine schwarze Amerikanerin, die sich nach ihrem Museumsbesuch in Nürnberg bei Leiterin Karin Falkenberg über ein um 1912 entstandenes Blechspielzeug beklagte. Dieses stellt einen schwarzen Mann dar, den man mit einem Aufziehschlüssel zum Tanzen bringen kann. "Sie war aufgebracht. Sie sagte, es sei purer Rassismus, was wir da zeigen", erzählt Falkenberg. Sie selbst war erstmal irritiert, recherchierte die Hintergründe des kritisierten Spielzeugs und ließ dann das gesamte Museum nach rassistischen Exponaten überprüfen. "Es geht darum, eine dauerhafte Lösung für solche Objekte zu finden", erläutert Mascha Eckert. Diese sollten nicht einfach weggeräumt, aber auch nicht weiterhin unkommentiert gezeigt werden.
Elektroauto-Zuschuss kostet Bund fast zwei Milliarden Euro
Die Verdopplung der Elektroauto-Subventionen vor einem Jahr hat einen durchschlagenden Effekt auf den deutschen Automarkt: Im Laufe von zwölf Monaten sind weit über eine halbe Million Fahrzeuge mit rein elektrischem oder Plugin-Hybridmotor neu zugelassen worden - mehr als in sämtlichen Vorjahren zusammen. Der staatlich befeuerte Boom geht aus den Daten des Kraftfahrzeug-Bundesamts hervor. Dementsprechend rasant in die Höhe geschossen sind seither auch die Kosten der Zuschüsse: Diese summieren sich von Anfang Juni 2020 bis Ende Juni 2021 auf gut 1,9 Milliarden Euro, wie das für die Auszahlung der Zuschüsse zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn mitteilt.
Cathy Hummels packt das Moderationsfieber
Influencerin Cathy Hummels sieht ihre berufliche Zukunft weiter als Moderatorin. "Dass ich als Moderatorin weiter zu sehen sein werde, das ist ein Fakt", sagt die 33-Jährige. "Shows, natürlich auch Reality-Formate, Dating-Formate - ich leg' mich da nicht so fest." Von diesem Mittwoch an ist die Frau von Fußball-Nationalspieler Mats Hummels (32) wieder in dem RTLZwei-Format "Kampf der Realitystars" zu sehen. 25 Promis kämpfen dabei unter dem freien Himmel Thailands um den Titel und 50.000 Euro. Darunter sind bekannte Fernseh-Gesichter wie "Bauer sucht Frau"-Teilnehmerin Narumol, oder die frühere "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin Gina-Lisa Lohfink. Hummels versprach: "Es wird spektakulär."
Türkische Regierung setzt Kopfgeld auf Kugelfische aus
Kugelfische sind zumindest für Fischer eher unliebsame Mittelmeerbewohner. Sie fressen ihnen nicht nur den Fang weg, sondern zerbeißen auch häufig die Netze. Besonders ärgerlich: Ihre Population nimmt immer weiter zu. "Der Schaden pro Fischer liegt umgerechnet bei rund 450 Euro pro Jahr", sagt Ekin Akoglu, Meeresbiologe an der türkischen Universität ODTÜ in Ankara. Dem will die türkische Regierung nun ein Ende setzen und sagt dem giftigen Tier mit einer Art Kopfgeldpauschale den Kampf an:
Fischer von der türkischen Mittelmeer- und der Ägäisküste können den Hasenkopf-Kugelfisch ab Anfang Juli in dafür eingerichteten Stellen abgeben und erhalten im Gegenzug fünf türkische Lira (50 Eurocent).
Für andere Arten werden 50 Kurus ausgezahlt, knapp 5 Eurocent.
Das Programm ist bis Ende 2023 angelegt und soll für maximal 500.000 Hasenkopf-Kugelfische und 5 Millionen Tiere der anderen Arten gelten.