Das war Dienstag, der 21. Februar 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
der heutige Tag stand im Zeichen der Reden des russischen Präsidenten Putin in Moskau und seines US-amerikanischen Amtskollegen und Widersachers Joe Biden in Warschau. Während letzterer der Ukraine vor polnischem Publikum weitere Unterstützung versprach, arbeitete sich Putin an seiner Abneigung gegenüber dem Westen ab.
Ich empfehle Ihnen die Texte meiner Kollegen Uladzimir Zhyhachou und Volker Petersen:
Seit Monaten dieselben Lügen - In einem Punkt hat Putin recht
Kämpferische Rede in Warschau - Biden schwört Polen und Europa auf nächstes Kriegsjahr ein
Ihnen wünsche ich eine erholsame Nacht - der "Tag" wird Sie auch wieder morgen begleiten!
Polizei im Saarland schnappt Mann mit 29 Identitäten
Ein Krimineller mit 29 erfundenen Identitäten ist von der Polizei im Saarland geschnappt worden. Der 53-jährige Mann sei mit internationalem und deutschem Haftbefehl wegen diverser Straftaten gesucht worden, unter anderem wegen Betrugs- und Urkundendelikten, teilte die Polizei in Wadern mit. "Dem Mann gelang es jahrelang, sich einem polizeilichen Zugriff zu entziehen, da er bisher insgesamt 29 verschiedene Alias-Personalien verwendete", hieß es in einer Mitteilung der Beamten. Ein Hinweis aus der Bevölkerung brachte die Polizei schließlich auf die Spur des Mannes. Der 53-Jährige sei in Losheim am See widerstandslos festgenommen worden - er war mit einem Auto mit französischen Kennzeichen unterwegs. Bei der Durchsuchung eines Hauses in der Gemeinde fanden die Polizisten unter anderem gefälschte Urkunden mit Hochschulabschlüssen, die der Mann wohl nie abgelegt habe, und weitere gefälschte Ausweise.
Zu wenig Hausmannskost macht die Franzosen übergewichtig
Die französische Küche begeistert Besucher und gehört zum Stolz des Landes, im Alltag ernähren sich viele Menschen in Frankreich inzwischen aber ungesund - und das hat Folgen. 47,3 Prozent und damit fast jeder zweite ist übergewichtig, 17 Prozent der Bevölkerung sogar in einem krankhaften Ausmaß. Das hat eine Studie des Nationalen Instituts für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) und der Universitätsklinik Montpellier ergeben. Dabei nimmt der Anteil krankhaft Übergewichtiger seit Jahren zu. Besonders stark ist die Zunahme bei jungen Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren. Die Zunahme der Fettleibigkeit lässt sich den Forschern zufolge in erster Linie durch die Ernährung erklären, mehr als durch Mangel an Bewegung, wie der Sender France Info berichtete. Das Problem ist demnach, dass der Anteil industriell verarbeiteter Lebensmittel auf den Speiseplänen zunimmt. Denn ein Gramm verarbeitetes Essen habe mehr Kalorien als das gleiche Essen, das zu Hause zubereitet werde, hieß es weiter.
Nach verheerenden Erdbeben: Anwälte zeigen Erdogan wegen Tötung an
Zahlreiche Anwälte haben wegen der Erdbebenkatastrophe Anzeige gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und etliche weitere Amtsträger eingereicht. Dem Präsidenten, Ministern, Gouverneuren und Bauunternehmen werfen sie etwa vorsätzliche sowie fahrlässige Tötung und Amtsmissbrauch vor, wie aus der Strafanzeige hervorgeht. "Als Juristen dieses Staates können wir unsere Augen nicht vor so einer Ungerechtigkeit verschließen", sagte Anwältin Pinar Akbina Karaman der Deutschen Presse-Agentur. 61 Juristen hätten bisher unterschrieben. In der Türkei wird weiterhin stark diskutiert, wie und ob das Ausmaß der Erdbebenkatastrophe hätte verhindert werden können. Die türkische Opposition wirft der Regierung etwa vor, nicht genügend in die Vorsorge und Erdbebensicherheit der Gebäude vor Ort investiert zu haben und auch jetzt in der Krisenantwort zu versagen. Die türkische Regierung weist derartige Vorwürfe unter anderem als Fehlinformationen von sich und argumentiert, eventuelle Schwierigkeiten seien dem Ausmaß der Katastrophe geschuldet.
Umweltalarm in Mettmann: Zwei Millionen Liter Gülle in See ausgelaufen
Aus einem defekten Tank eines landwirtschaftlichen Betriebes in Velbert in der Nähe von Wuppertal sind rund zwei Millionen Liter Gülle ausgelaufen. Ein Großteil davon sei in den Hardenberger Bach und dann weiter über den Deilbach bis in den Essener Baldeneysee geflossen, sagte die Sprecherin des Kreises Mettmann, Daniela Hitzemann auf Anfrage. Bisher seien acht tote Fische entdeckt worden. Es sei nicht auszuschließen, dass es noch mehr werden. Die Stadt Mettmann habe Umweltalarm ausgelöst. Bis nach Essen sei der Geruch der Gülle wahrgenommen worden. Das Unglück ereignete sich am Montagabend. "Die Welle ist jetzt durch", sagte Kreissprecherin Hitzemann am Dienstagnachmittag. Auf das Trinkwasser soll der Gülle-Abfluss Hitzemann zufolge nach ersten Erkenntnissen keine Auswirkungen gehabt haben. Zwar gebe es an der Fließstrecke Brunnen - diese lägen aber so tief, dass sie nicht betroffen seien.
Eier-, Tomaten- und Gurkenangst unter britischen Bauern
Großbritannien muss sich nach Angaben seiner heimischen Bauern um Lebensmittel aus heimischer Produktion zunehmend Sorgen machen. "Wir sollten unsere Lebensmittelsicherheit niemals für selbstverständlich halten", sagte die Präsidentin der National Farmers Union, Minette Batters, auf einer Tagung des Verbandes. So sei die britische Eierproduktion auf den niedrigsten Stand seit neun Jahren gefallen. Im vergangenen Jahr seien knapp eine Milliarde weniger Eier produziert worden als noch 2019. Bei Tomaten und Gurken rechnet der Verband damit, dass die Produktion auf den niedrigsten Stand seit 1985 fallen wird. Auch etliche Viehzüchter wollen ihren Betrieb in den kommenden zwölf Monaten verkleinern - 40 Prozent der Rinderbauern und 36 Prozent der Schafzüchter. Die Bauern sehen für diese Entwicklungen mehrere Gründe: Neben den durch den Ukraine-Krieg gestiegenen Kosten spielen auch durch den Brexit verursachte Handelshürden und ein verschärfter Personalmangel eine Rolle. Auch der Klimawandel macht der Branche - etwa durch Dürren - das Leben schwer.
Durchsuchungen bei Polizisten in Berlin: Daten gegen Bares abgefragt?
Die Berliner Polizei hat Durchsuchungen bei zwei Beamten aus den eigenen Reihen vorgenommen, denen Bestechlichkeit und andere Straftaten vorgeworfen werden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten, wurden an insgesamt 41 Orten in der Hauptstadt Wohnräume sowie zwei Diensträume der Polizei durchsucht. Die rund 350 Beamten beschlagnahmten mehrere digitale Datenträger und Mobilfunkgeräte. Zudem wurde Vermögen in Höhe von rund 287.000 Euro sichergestellt. Die beschuldigten Beamten - ein Polizeikommissar und ein Polizeiobermeister - stehen im Verdacht, für sechs mitbeschuldigte Geschäftsinhaber in ihrem Dienstbereich Daten im Polizeisystem abgefragt und sie vor anstehenden Kontrollen gewarnt zu haben.
Todesurteil gegen Jamshid Sharmahd für Baerbock "absolut inakzeptabel"
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat das vom Iran verhängte Todesurteil gegen den Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd als "absolut inakzeptabel" bezeichnet. "Nicht nur ist die Todesstrafe grausam, unmenschlich und erniedrigend, Jamshid Sharmahd hatte auch zu keinem Zeitpunkt nur den Ansatz eines fairen Prozesses", hieß es in einer Erklärung der Grünen-Politikerin in Berlin. Zugleich kündigte die Ministerin an, die Verhängung der Todesstrafe "wird eine deutliche Reaktion zur Folge haben".
290.000 Euro eingesackt: Bewährungsstrafe für Ex-Mitarbeiter des Kanzleramts
Weil er sich unrechtmäßig mehrere hunderttausend Euro auszahlen ließ, hat das Amtsgericht Berlin-Tiergarten einen ehemaligen IT-Mitarbeiter des Bundeskanzleramts zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Das Gericht sprach den 60-jährigen Andreas G. des Betrugs und der Untreue schuldig, wie eine Sprecherin sagte. Der damalige Mitarbeiter des Referats für Information und Telekommunikation fälschte demnach von 2018 bis 2020 in 39 Fällen Auszahlungsanordnungen. Unter anderem soll er seine private Kontoverbindung in die Anordnungen eingetragen haben. Insgesamt erlangte G. dadurch betrügerisch rund 290.000 Euro. Die Einziehung dieses Betrages ordnete das Gericht nun neben der Bewährungsstrafe an.
Markus und Angela Lanz haben sich getrennt
TV-Moderator Markus Lanz und seine Ehefrau Angela haben sich nach Angaben seines Anwaltes getrennt. Christian Schertz bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass sich die beiden bereits vor geraumer Zeit getrennt haben. Der Anwalt bat auch im Interesse der gemeinsamen Kinder, die Privatsphäre seines Mandanten zu respektieren und von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen.
Mindestens drei UN-Blauhelmsoldaten in Mali getötet
Bei einem Anschlag auf einen UN-Konvoi im westafrikanischen Mali sind mindestens drei Blauhelmsoldaten getötet worden. Fünf weitere Soldaten seien schwer verletzt worden, als ein Fahrzeug im Zentrum des Landes über einen Sprengsatz fuhr, teilte die UN-Mission Minusma am Dienstag mit. Aus welchem Land die Soldaten stammten, ist bislang unklar. Im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission sind in Mali noch mehr als 12.000 Soldaten eingesetzt, darunter auch mehr als 1100 Männer und Frauen der Bundeswehr. Die Deutschen sind hauptsächlich nahe der Stadt Gao im Nordosten des Landes im Einsatz.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Juliane Kipper hat sich in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Max Perseke und ich begleite Sie bis in den Abend mit den wichtigsten Nachrichten rund um die Welt. Auf geht's!
Polizei nimmt flüchtigen Angeklagten aus Coburg fest
Der aus dem Landgericht Coburg geflüchtete Angeklagte ist von der Polizei gefasst worden. Eine Streife nahm den Mann in Grub am Forst (Landkreis Coburg) widerstandslos fest, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Eine Überprüfung der Identität des Mannes habe ergeben, dass es sich bei ihm zweifelsfrei um den Gesuchten handle. Ein Zeuge habe den Mann in Grub am Forst gesehen und die Polizei per Notruf verständigt.
Der 47-Jährige war am Montag während einer Verhandlungspause aus dem Landgericht Coburg geflüchtet. Er stand wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs seiner beiden Töchter vor Gericht und saß deshalb auch in Untersuchungshaft. Nach Darstellung der Polizei war der Mann bei seiner Flucht aus dem Obergeschoss des Gerichtsgebäudes nach unten gerannt, hatte ein Fenster eines Aufenthaltsraums für Zeugen aufgebrochen und war dadurch entkommen. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach dem Mann.
Aufregung um Aussehen: Madonna wehrt sich humorvoll gegen Hater
Popstar Madonna hat bei den diesjährigen Grammys für Aufregung gesorgt. Grund war das veränderte Aussehen der Sängerin. Mit einem sehr glatten Gesicht und prallen Lippen zeigte sich die 64-Jährige bei der Preisverleihung in Los Angeles. Es folgten hämische Kommentare im Netz, viele spekulierten darüber, ob die Sängerin noch schnell dem Schönheitschirurgen einen Besuch abgestattet hat. Nach all der Kritik konterte Madonna nun humorvoll auf Twitter.
"Schau mal, wie süß ich jetzt bin, wo die Schwellung von der Operation zurückgegangen ist. Lol", schrieb die Sängerin mit einem lachenden Smiley zu einem Foto von sich. Darauf ist sie in einer zerrissenen Jeans und einer schwarzen Jacke sowie einer Baseball-Cap mit der Aufschrift "Spirituell hungrig" zu sehen. Ihre langen, orangenen Haare hat sie zu mehreren Zöpfen geflochten. Mit verschränkten Armen blickt sie in die Kamera.
Assad reist zu seltenem Auslandsbesuch in den Oman
Syriens Präsident Baschar al-Assad ist zu einem seiner seltenen Auslandsbesuche in den Oman gereist. Sultan Haitham bin Tarik habe Assad in Maskat empfangen und sein Beileid ausgedrückt nach den Erdbeben in Syrien und in der Türkei, berichtete die omanische Staatsagentur ONA. Nach Worten des Sultans freue sich der Oman auf die Rückkehr Syriens zu "normalen Beziehungen mit allen anderen arabischen Ländern", berichtete die syrische Staatsagentur Sana nach dem Besuch.
Syriens Machthaber zeigt sich nur selten öffentlich. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 reiste er offiziell nur in die verbündeten Länder Russland und den Iran sowie vor einem Jahr in die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich offen gezeigt für ein Treffen mit Assad. Dessen Regierung steht seit Jahren unter Druck durch westliche Sanktionen, der Staatschef selbst ist stark isoliert.
Südafrikaner müssen täglich 11,5 Stunden ohne Strom klarkommen
In Südafrika müssen Bürger nach Angaben des staatlichen Energieversorgers Eskom "bis auf Weiteres" täglich 11,5 Stunden ohne Strom auskommen. Acht Stromerzeugungsblöcke in mehreren Kraftwerken seien seit Sonntag nicht funktionstüchtig, teilte Eskom mit. Dies habe zu einer weiteren Senkung der Erzeugungskapazität geführt.
Südafrika ist eines der wirtschaftsstärksten Länder Afrikas. Schon seit Monaten kommt es in dem Land an der Südspitze des Kontinents täglich zu mehrstündigen Elektrizitätsausfällen. Anfang Februar hatte Präsident Cyril Ramaphosa wegen der Stromkrise den Katastrophenfall ausgerufen, um zusätzliche finanzielle Haushaltsmittel zur Behebung der Probleme freisetzen zu können. Ramaphosa kündigte auch die Ernennung eines Elektrizitätsministers an, der die Krise beheben solle. Das neu geschaffene Amt ist jedoch noch immer unbesetzt.
Mitschüler für Mord an 15-jähriger Anastasia verurteilt
Im Prozess um den gewaltsamen Tod der 15-jährigen Anastasia aus Salzgitter ist der Angeklagte wegen Mordes zu einer Jugendfreiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig am Dienstag mit. Der zum Tatzeitpunkt 14-Jährige wurde nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Die Verhandlung war nicht öffentlich.
Angeklagt war der Jugendliche wegen heimtückischen Mordes. Gemeinsam mit einem 13 Jahre alten Mitschüler soll er die Jugendliche am 19. Juni auf einem verwilderten Grundstück in Salzgitter erstickt und ihre Leiche in einem Gebüsch versteckt haben. Der mutmaßliche Mittäter war zum Tatzeitpunkt noch nicht strafmündig und wurde kurz nach der Tat mit Zustimmung der Eltern in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.
Steueroase in Deutschland verärgert Nachbargemeinden
Bei Steueroasen denken die meisten Bürger wohl an Panama oder ähnlich exotische Orte. Doch auch in Deutschland gibt es sie, wie Erik Lierenfeld, SPD-Politiker und Bürgermeister im nordrhein-westfälischen Dormagen, beklagt. Die Nachbargemeinde Monheim verspricht Firmen niedrigere Gewerbesteuern - und profitiert enorm.
Justiz: Deutsch-Iraner in Teheran zum Tode verurteilt
Im Iran ist der Deutsch-Iraner Djamshid Sharmahd in einem umstrittenen Prozess zum Tode verurteilt worden. Ein Revolutionsgericht in Teheran macht den 67-Jährigen unter anderem für einen Terroranschlag verantwortlich, wie das Justizportal Misan bekannt gab. Gegen das Urteil könne vor dem Obersten Gerichtshof Berufung eingelegt werden.
US-Rapper Macklemore macht Tochter besonderes Jobangebot
Eine Siebenjährige auf dem Regiestuhl: US-Rapper Macklemore hat seiner Tochter Sloane ein ganz besonderes Jobangebot gemacht. "Ich bin ehrlich gesagt etwas nervös, das zu fragen", sagte der 39-Jährige zu Sloane in einem Clip.
Von ihrem Mitwirken bei einem früheren Projekt sei er sehr beeindruckt gewesen, lobte der Musiker. "Du wusstest genau, was du wolltest." Er sei begeistert von ihrem Blick und ihrem Stil, erklärte er dem Mädchen. Nun suche er noch nach einem geeigneten Regisseur für das Video zu seinem neuen Lied "No Bad Days".
Als Sloane realisierte, dass ihr Vater ihr die Zusammenarbeit vorschlägt, schlug sie sich überrascht die Hand vor den Mund. Die Siebenjährige sagte ihrem Vater für das gemeinsame Projekt zu, umarmte ihn mit einem breiten Lächeln und wischte sich die Tränen aus den Augen. Welche Aufgaben ihr Papa für sie hat und wer noch helfen wird, verriet der Rapper noch nicht.
Bergwacht sucht in Kapstadt nach deutschem Touristen
Die Suche nach einem deutschen Touristen, der seit einer Woche in der südafrikanischen Metropole Kapstadt vermisst wird, ist nach Angaben von Rettungskräften fortgesetzt worden. Die Bergwacht unterstütze die Polizei bei der Suche nach dem 22-Jährigen in mehreren bei Besuchern beliebten Wandergegenden, unter anderem auf dem Karbonkelberg im Kapstädter Vorort Hout Bay, sagte der Sprecher des Südafrikanischen Bergvereins, David Nel.
In sozialen Medien kursierte ein von einer Sicherheitskamera aufgenommenes Foto, das den Deutschen am 15. Februar in Sportkleidung auf dem Weg zu einem Wanderpfad am Fuße des Karbonkelbergs zeigt. Der junge Mann sei nach Angaben der Polizei am 6. Februar in das Land am Südzipfel Afrikas eingereist. Er habe demnach am Morgen des 15. Februar seine Unterkunft in einem Vorort von Kapstadt verlassen und sei danach nicht mehr in Person gesehen worden. Auf einer Suchanzeige auf einer Facebook-Seite für Deutsche in Kapstadt hieß es, der Mann sei am Donnerstag für einen Surf-Kurs angemeldet gewesen, dort aber nicht erschienen. Seine Kleidung und Wertgegenstände befanden sich den Angaben zufolge in seinem Zimmer im Gästehaus. Die deutsche Botschaft in Südafrika bestätigte, sie sei über den Fall informiert worden und mit den südafrikanischen Behörden sowie den Angehörigen des Vermissten in Kontakt.
Zu Hause sprechen 80 Prozent der Bevölkerung ausschließlich Deutsch
In knapp 80 Prozent der Privathaushalte in Deutschland wird in den eigenen vier Wänden ausschließlich Deutsch gesprochen. Weitere 15 Prozent sind sogenannte Mehrsprachlerinnen und Mehrsprachler, die zu Hause noch mindestens eine weitere Sprache nutzen, wie das Statistische Bundesamt zum Internationalen Tag der Muttersprache mitteilte.
Während für knapp ein Drittel von ihnen Deutsch die vorwiegend gesprochene Sprache zu Hause ist, verständigten sich gut zwei Drittel hauptsächlich mithilfe einer anderen Sprache. Die restlichen fünf Prozent sprechen demnach im Haushalt kein Deutsch, sondern ausschließlich eine oder mehrere andere Sprachen. Unter den Personen, die zu Hause vorwiegend eine andere Sprache zur Kommunikation nutzten, kommt Türkisch mit 15 Prozent am häufigsten vor. Es folgen Russisch (13 Prozent), Arabisch (10 Prozent), Polnisch (7 Prozent) und Englisch (6 Prozent).
Welthungerhilfe: Bei vielen Syrern kommt nach Erdbeben nicht genug Hilfe an
Die Welthungerhilfe hat unmittelbar vor dem Besuch von Außenministerin Annalena Baerbock und Innenministerin Nancy Faeser im südosttürkischen Erdbebengebiet mehr Hilfe für die betroffenen Syrer angemahnt. "Insbesondere in Nordwestsyrien kommt bisher immer noch zu wenig von der dringend benötigten Unterstützung an", sagte der Generalsekretär der Hilfsorganisation, Mathias Mogge.
Baerbock und Faeser wollen sich heute ein Bild von der Lage in der Region machen. Die Öffnung weiterer Grenzübergänge zwischen der Türkei und Syrien sei ein Anfang, sagte Mogge. "Aber nun müssen endlich Hilfsgüter wie Wasser, Medikamente, Nahrung und Zelte schnell in ausreichenden Mengen geliefert werden." Mitarbeiter vor Ort berichteten, "dass sich die Menschen in den syrischen Erdbebengebieten zum zweiten Male von der internationalen Staatengemeinschaft im Stich gelassen fühlen".
Hayden Panettiere trauert um ihren Bruder
Der Bruder der Hollywood-Schauspielerin Hayden Panettiere ist tot. Wie zunächst das US-Portal "TMZ" unter Berufung auf Familienkreise meldete, starb Jansen Panettiere bereits am Wochenende in New York City. Er wurde nur 28 Jahre alt. Die Strafverfolgungsbehörden seien am Sonntagabend gegen 17:30 Uhr zu einem Haus gerufen worden, konnten dort aber nur noch den Tod des fünf Jahre jüngeren Bruders der Schauspielerin feststellen, heißt es weiter. Die Polizei untersuche jetzt den Vorfall, schließt zunächst aber ein Verbrechen aus. Hayden Panettieres Agentin bestätigte die Meldung mittlerweile dem US-Sender CNN.
Auch Jansen Panettiere arbeitet viele Jahre als Schauspieler, hatte unter anderem an der Seite seiner Schwester eine Rolle in dem Drama "Farben der Liebe" und spielte auch in der Erfolgsserie "The Walking Dead" eine kleine Rolle. Außerdem war er vor allem in den 2000er-Jahren ein gefragter Synchronsprecher: Seine Stimme ist unter anderem in der Original-Fassung von "Ice Age 2 - Jetzt taut's" oder auch dem Animationsfilm "Robots" aus dem Jahr 2005 zu hören. In den letzten Jahren zog er sich jedoch als Schauspieler und Synchronsprecher zurück und widmete sich der Malerei.
In Brasilien sterben mindestens 40 Menschen nach Unwettern
Nach Erdrutschen und Überschwemmungen am Karnevalswochenende im brasilianischen Bundesstaat São Paulo ist die Zahl der Toten auf mindestens 40 gestiegen. 39 Todesopfer wurden in der Stadt São Sebastião gezählt, im Ort Ubatuba kam ein Mädchen ums Leben, erklärte die Regierung des Bundesstaates São Paulo. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter steigt.
"Rund 40 Menschen wurden noch immer nicht gefunden", sagte Michelle Cesar von der Feuerwehr in São Paulo dem Sender CNN Brazil. Insgesamt wurden mehr als 1700 Menschen evakuiert, 766 verloren nach Angaben der Behörden ihr Zuhause. Brasilien wurde zuletzt mehrfach von schweren Unwettern heimgesucht. Im vergangenen Jahr waren bei Überschwemmungen und Erdrutschen in der Stadt Petrópolis im Südosten Brasiliens mehr als 230 Menschen ums Leben gekommen.
Süddeutschland erlebt frühlingshaften Dienstag
Der Dienstag präsentiert sich zwiegespalten. Während sich die Sonne im Süden lediglich an Nebelschwaden vorbeikämpfen muss, ziehen dicke Wolken durch die nördliche Hälfte des Landes. Die teilweise frühlingshaften Temperaturen liegen zwischen 10 und 17 Grad.
Alligator in New Yorker Park gefangen
In einem Park in der US-Metropole New York ist ein Alligator gefangen worden. Das 1,2 Meter lange Tier sei "sehr lethargisch und möglicherweise unter einem Kälteschock stehend" aufgefunden worden, teilte die New Yorker Stadtverwaltung mit. Der Alligator sei später in den Bronx Zoo gebracht worden, "glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen". Das Tier war am Sonntagmorgen im Prospect Park gesichtet worden, nachdem es vermutlich von seinem Besitzer ausgesetzt worden war.
Der Park ist ein beliebter Ort bei Bewohnern des Bezirks Brooklyn zum Picknicken und Spazierengehen mit den eigenen Haustieren. Die Stadtverwaltung teilte weiter mit, solche städtischen öffentlichen Räume seien "kein geeignetes Zuhause für Tiere, die in diesen Parks nicht heimisch sind". Die Freilassung sei nicht nur illegal, sondern könne auch zur Ausrottung einheimischer Arten und einer schlechten Wasserqualität führen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
nach seinem Besuch in der vom Krieg erschütterten Ukraine wird US-Präsident Joe Biden im Nachbarland Polen erwartet. In der Hauptstadt Warschau plant Biden nach Angaben des Weißen Hauses unter anderem ein Treffen mit Präsident Andrzej Duda sowie am frühen Abend eine Rede vor dem Warschauer Königsschloss. Am Mittwoch will Biden außerdem mit Vertretern weiterer osteuropäischer NATO-Staaten zusammenkommen. Die Reise liegt unmittelbar vor dem ersten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine.
Der russische Präsident Wladimir Putin hält seine Rede zur Lage der Nation - kurz vor dem Jahrestag des von ihm befohlenen Kriegs gegen die Ukraine. Die Föderale Versammlung - die Staatsduma und der Föderationsrat - tritt dazu in Kreml-Nähe im Veranstaltungszentrum Gostiny Dwor zusammen.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius besucht erstmals die Deutsche Marine in Eckernförde. Nach Angaben der Marine wird der SPD-Politiker die Gelegenheit nutzen, einen Teil der Fähigkeiten der Marine - sowohl auf See als auch an Land - kennenzulernen.
Nach der Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus treffen sich die bisherigen Regierungspartner SPD, Grüne und Linke erstmals zu Sondierungen. Bei dem Treffen in der SPD-Landesgeschäftsstelle wollen sie ausloten, ob es eine Basis für die Fortsetzung ihrer Koalition gibt.
Gut zwei Wochen nach den verheerenden Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet reisen Außenministerin Annalena Baerbock und Innenministerin Nancy Faeser in die betroffene Region.
Die Berlinale zeichnet US-Regisseur Steven Spielberg für sein Lebenswerk aus. Der 76-Jährige bekommt den Goldenen Ehrenbären. Am Nachmittag gibt es dazu eine Pressekonferenz, am Abend wird sein neuer Film "Die Fabelmans" gezeigt.
Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich per Mail unter juliane.kipper@ntv.de.
LKW verliert 16 Tonnen schwere Ladung auf A3
Eine 16 Tonnen schwere Ladung hat ein Lastwagen am frühen Morgen auf der Autobahn 3 im Dreieck Köln-Heumar verloren; die Fahrbahn in Richtung Frankfurt ist gesperrt. Ein Kran war im Einsatz, um die verlorenen Brückenteile von der Straße zu bergen, wie ein Polizeisprecher in Köln sagte. Demnach ist noch unklar, warum die Ladung von dem Laster gefallen war. Eine örtliche Umleitung sei eingerichtet worden.
Vier Tage Arbeit, voller Lohn? Firmen ziehen positives Fazit
Nur vier Tage Arbeiten bei vollem Lohn: Nach einem sechsmonatigen Pilotprojekt in Großbritannien wollen mehr als vier von fünf der beteiligten Firmen an dem Konzept festhalten. 56 von 61 Arbeitgebern teilten nach Ende der Testphase mit, die Vier-Tage-Woche beibehalten zu wollen. 18 bestätigten das Konzept sogar bereits als dauerhaft eingeführt. Das geht aus einer veröffentlichten Analyse von Forschern aus Boston sowie Cambridge hervor, die das Projekt wissenschaftlich begleitet und Tiefeninterviews mit Beteiligten geführt haben.
"Vor Beginn des Projektes haben viele gezweifelt, ob wir eine Steigerung der Produktivität sehen würden, die die Verkürzung der Arbeitszeit ausgleicht - aber genau das haben wir festgestellt", sagte Brendan Burchell von der Universität Cambridge einer Mitteilung zufolge.