Der Tag
9. Juni 2026
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
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06:55 Uhr

Bericht: Mehr als 3200 Euro pro Sekunde in Atomwaffen investiert

Die neun Atommächte haben im vergangenen Jahr 19 Prozent mehr in Atomwaffenarsenale investiert als im Jahr davor. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) hervor. Sie beziffert den Gesamtbetrag auf 119 Milliarden Dollar (rund 102 Mrd Euro). Damit hätten diese Länder im vergangenen Jahr zusammen gut 3200 Euro pro Sekunde für ihre Atomwaffenarsenale ausgegeben - eine unvorstellbare Zahl. Mit den Mitteln allein aus den vergangenen drei Jahren hätte der Hunger in der Welt beendet werden können, heißt es. Die Organisation war die treibende Kraft hinter dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag. Sie erhielt dafür 2017 den Friedensnobelpreis. Der Vertrag trat 2021 in Kraft.

2025 hätten die USA mehr Geld für Atomwaffen ausgegeben als die acht anderen Länder mit solchen Waffen zusammen, berichtet ICAN. Insgesamt hätten sie 69,2 Milliarden Dollar investiert, gefolgt von China mit 13,5 Milliarden Dollar. Großbritannien habe Russland auf den dritten Platz abgelöst, mit Investitionen von 12,6 Milliarden Dollar. In Russland seien es 9,5 Milliarden Dollar gewesen. Nach Angaben von ICAN hat Russland mit 5420 die meisten Atomwaffen. Dahinter nennt sie die USA mit 5042, China mit 620, Frankreich mit 300, Großbritannien mit 225, Indien mit 190, Pakistan mit 170, Israel mit 90 und Nordkorea mit 60.

Bericht: Mehr als 3200 Euro pro Sekunde in Atomwaffen investiert
06:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

kurz nach seinem Treffen mit europäischen Partnern der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj nach eigenen Angaben mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Auffrischung der diplomatischen Initiativen für eine Beendigung des Ukraine-Kriegs gesprochen. Er danke Kushner und dem Sondergesandten Witkoff für ihre Bereitschaft, in den kommenden Wochen so aktiv wie möglich an einer Wiederbelebung der Diplomatie für ein Ende des russischen Angriffskriegs zu arbeiten, schrieb Selenskyj in sozialen Medien.

In dem Telefonat, das er bei einem Zwischenstopp am Flughafen Chisinau in der Republik Moldau führte, ging es demnach auch um Perspektiven im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel und "anderen Ereignissen im Juni". Am Sonntag hatten sich Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Selenskyj in London getroffen und Russland zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen aufgerufen.

Über die aktuellen Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

Diese Themen stehen heute bei uns außerdem auf der Agenda:

  • Der Seeheimer Kreis, in dem sich die konservativen Abgeordneten der SPD-Bundesfraktion zusammengeschlossen haben, veranstaltet auch in diesem Frühjahr in Berlin ein Spargelessen auf einem Ausflugsboot. Eingeladen sind mit CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und CSU-Chef Markus Söder beide Koalitionspartner.

  • Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich um 10 Uhr mit einem Sonderkündigungsrecht für Fernsehverträge zwischen Vermietern und Telekommunikationsanbietern.

  • In Berlin stellen um 10 Uhr Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) Holger Münch die Statistik politisch motivierter Kriminalität (PMK) 2025 vor.

  • Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping setzt Besuch in Nordkorea fort. Dort trifft er sich mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in der Hauptstadt Pjöngjang.

  • Im April war der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Moskau in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden - heute soll der Revisionsprozess beginnen. Vor dem Berufungsgericht des Moskauer Stadtgerichts ist die Verhandlung für den Morgen angesetzt. Unklar ist, was genau Gegenstand des Prozesses ist.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt heute einen dreitägigen Besuch in den Niederlanden. Es ist der erste Staatsbesuch eines deutschen Staatsoberhaupts dort seit neunzehn Jahren.

  • Die Deutsche Umwelthilfe informiert um 10.30 Uhr in Berlin über ihren Hitze-Check 2026 in deutschen Städten.

  • Die US-Raumfahrtbehörde Nasa stellt um 17 Uhr in Houston die Crew für die Mond-Mission "Artemis 3" vor.

  • Nach dem Sieg gegen Norwegen schließen die deutschen Fußballerinnen in Slowenien die WM-Qualifikationsrunde um 18 Uhr (ZDF) ab. Das Team ist für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifiziert.

Starten Sie gut in diesen Dienstag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag begleite ich Sie durch den "Tag". Wenn Sie Fragen oder Hinweise haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an: friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:21 Uhr

Feuer im Studio: Wetter-Moderator zieht Live-Bericht durch

Während bei ihm im Studio eine Lampe in Flammen steht und sich Rauch ausbreitet, bleibt Wettermoderator Noah Simmons live und berichtet unbeeindruckt weiter über Tornados in den USA. Sein Auftritt sorgt für Staunen. Das Einatmen von Rauchgasen ist sehr gefährlich, aber Simmons gab später an, dass er vor allem Gase eines Feuerlöschers eingeatmet habe. Ein Produzent der Nachrichtensendung hätte das Feuer damit schnell gelöscht. "Es war ein bisschen schwer zu atmen, darum habe ich mein T-Shirt über mich gezogen, aber wenn man zwei Tornado-Warnungen gleichzeitig hat, dann hatte ich das Bedürfnis, weiter zu berichten", zitierte "People" Simmons im Anschluss. Zwar habe er im Nachhinein Kratzen im Hals gehabt und sei mit tränenden Augen aufgewacht, aber ansonsten gehe es ihm gut. Sein Sender habe ihm großzügigerweise Zugang zu medizinischer Versorgung gewährt.

Feuer im Studio: Wetter-Moderator zieht Live-Bericht durch
05:53 Uhr

Klingbeil befürwortet verpflichtende Betriebsrente

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat sich optimistisch gezeigt, dass das Rentensystem in Deutschland durch Reformen seiner Regierung stabil gehalten werden kann. Dabei unterstützt Klingbeil einen Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für verpflichtende Betriebsrenten, wie er in der ARD-Sendung "Arena" deutlich machte. "Auch das würde helfen", sagte der SPD-Chef in der Sendung, in der Politikerinnen und Politiker von Bürgerinnen und Bürgern im Publikum gefragt werden.

"Wenn wir die Gesetzliche stärken, das haben wir gemacht, wenn wir die Betriebliche verpflichtend machen und wenn wir die Private ausbauen, dann haben wir eine Chance, das Rentensystem wirklich zukunftsfähig zu machen", sagte Klingbeil. Auf Basis von Vorschlägen einer Rentenkommission will die Regierung neue Weichen für die Rente stellen. Die Vorschläge sind für diesen Monat angekündigt.

Klingbeil befürwortet verpflichtende Betriebsrente