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Bis zur UrteilsverkündungGericht ordnet Freilassung von Mette-Marits Sohn an

08.06.2026, 23:38 Uhr
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Marius Borg Høiby ist in 40 Punkten angeklagt. (Foto: Vegard Wivestad Grott/NTB SCANPI)

Nach mehreren Anläufen vor Gericht winkt dem Sohn der schwer kranken norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit die Freilassung. Vor der Urteilsverkündung am 15. Juni soll er Zeit mit seiner Mutter verbringen dürfen. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Neue Wende im Fall Marius Borg Høiby: Der älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit soll nun doch aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Das hat das Osloer Bezirksgericht entschieden, wie unter anderem "Aftenposten" und "VG" berichten. Noch kurz zuvor berichteten norwegische Medien, dass der 29-Jährige nicht freigelassen werden soll. Auf freiem Fuß ist Høiby allerdings auch jetzt noch nicht: Die Staatsanwaltschaft legte Rechtsmittel gegen die Entscheidung ein. Die Freilassung wird deshalb vorerst nicht umgesetzt.

Høiby hatte seine Entlassung wegen der schweren Erkrankung seiner Mutter beantragt. Mette-Marit leidet an schwerer Lungenfibrose und steht seit Kurzem auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Laut "Aftenposten" argumentierte Høiby vor Gericht, er wolle in dieser schwierigen Zeit bei seiner Mutter sein. Sollte er freikommen, wolle er auf Skaugum, dem Wohnsitz des Kronprinzenpaares, im Hauptgebäude bei seiner Familie leben.

Marius durfte am Montag bereits kurz zu seiner Mutter

Am Sonntag hatten Mette-Marit und Kronprinz Haakon Marius im Osloer Gefängnis besucht. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte Høiby wegen der gesundheitlichen Lage seiner Mutter seine Freilassung beantragt; die Polizei hatte sich dem Antrag widersetzt. Am Montag durfte Høiby zudem für einige Stunden die Untersuchungshaft verlassen. Laut "Aftenposten" war der 29-Jährige auf Skaugum, wo er seine Mutter sah und an einem Orientierungsgespräch über ihren Gesundheitszustand teilnahm.

Høiby sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Er ist in einem umfangreichen Strafverfahren wegen 40 angeblichen Verfehlungen angeklagt. Zu den schwersten Vorwürfen zählen demnach Sexualdelikte und Gewalt in engen Beziehungen. Høiby hat einige Vorwürfe eingeräumt, andere weist er zurück. Das Urteil in dem Verfahren wird am 15. Juni erwartet.

Quelle: ntv.de, mau/spot

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