"Das sagt eigentlich alles"Sängerin kontert Hater nach "Fernsehgarten"-Sturz

Schlagersängerin Marina Marx stürzt während ihres Auftritts im "ZDF-Fernsehgarten" in einen Bühnengraben. Der Unfall geht glimpflich aus. Doch einige scheint das ohnehin wenig zu interessieren. Sie üben lieber Kritik an der Performance der 35-Jährigen. Die gibt nun Contra.
Es war der Aufreger der jüngsten "ZDF-Fernsehgarten"-Ausgabe am vergangenen Sonntag. Schlagersängerin Marina Marx performt mit ihrem Kollegen Nino de Angelo gerade den gemeinsamen Song "Bella Italia è amore", als ihr ein potenziell folgenreiches Missgeschick widerfährt: Die 35-Jährige bewegt sich versehentlich über den Bühnenrand hinaus und stürzt in einen angrenzenden Graben.
Alsbald wird klar, dass Marx großes Glück im Unglück hatte. Sie setzt ihren Playback-Gesang fort und kehrt auch wieder auf die Bühne zurück, um dort den Auftritt zu Ende zu bringen - wenn auch barfuß, da sie beim Sturz aus ihren High Heels gerutscht war.
Größere Verletzungen wie etwa Brüche blieben der Sängerin glücklicherweise erspart. Dennoch trug sie einiges an Blessuren davon, wie sie nun in einem Instagram-Post offenbarte. "Als das Adrenalin nachgelassen hat, kamen die Schmerzen. Heute spüre ich den Sturz tatsächlich am ganzen Körper und bewege mich eher wie eine 90-Jährige als wie eine Rockröhre", schrieb sie am Montagabend.
"Was mich traurig macht ..."
Marx bedankte sich bei allen, die ihr Nachrichten geschickt, sich um sie gekümmert und ihre gute Besserung gewünscht hätten. "Ihr habt dafür gesorgt, dass ich mich nach diesem Schreckmoment nicht allein gefühlt habe."
Zugleich jedoch nutzte die Sängerin ihren Post, um mit Hatern ins Gericht zu gehen, die sie im Nachhinein mit Häme oder Kritik an ihrem Auftritt überzogen hatten. "Was mich allerdings traurig macht, sind einige Kommentare, die diesen Moment nutzen, um Menschen persönlich anzugreifen", konstatierte Marx.
Es sei kein Geheimnis und habe mitunter "technische, organisatorische und produktionelle" Gründe, dass Auftritte im Fernsehen "teilweise mit Playback oder Halbplayback" stattfänden. Sie wundere es, "dass nach einem Sturz, bei dem sich ein Mensch verletzt, für manche zuerst die Frage nach Playback kommt und nicht die Frage, ob alles in Ordnung ist", macht Marx aus ihrem Herzen keine Mördergrube.
Hingefallen - und aufgestanden
Wer sie kenne, wisse, wie wichtig ihr Musik und Gesang seien. "Man kann über vieles diskutieren. Das ist völlig okay, aber vielleicht dürfen wir dabei trotzdem Menschlichkeit nicht vergessen", schrieb sie den Hatern ins Stammbuch. Manchmal gehöre es im Künstlerleben auch dazu, hinzufallen. "Entscheidend ist, wieder aufzustehen", so Marx. Genau das habe sie im "ZDF-Fernsehgarten" getan.
Das Fazit am Ende ihrer Nachricht: "Manche haben darüber diskutiert, ob ich live gesungen habe. Die Menschen, die mir wichtig sind, haben gefragt, ob ich noch laufen kann. Das sagt eigentlich alles." Vielleicht nehmen sich einige der Kritikerinnen und Kritiker die Worte ja zu Herzen.