Der Tag
11. Juni 2026
imageHeute mit Anne Renzenbrink und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:55 Uhr

Das war Donnerstag, der 11. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Fußball-Weltmeisterschaft hat vor etwa zwei Stunden begonnen. Schauen Sie doch mal bei uns bei ntv Sport vorbei, wo wir sie mit Berichten, Analysen und Interviews und natürlich auch Momenten abseits des Rasens auf dem Laufenden halten. Zumindest hier in Deutschland spürt man nicht so richtig etwas vom WM-Fieber vergangener Wettbewerbe. Vielleicht kommt die noch etwas auf, wenn am kommenden Sonntag das deutsche Team gegen Curaçao aufläuft und das mit 19 Uhr noch zu einer ganz angenehmen Uhrzeit. Die zwei Spiele danach gegen Elfenbeinküste und Ecuador sind eher etwas für Nachteulen (Anpfiff jeweils um 22 Uhr deutscher Zeit).

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Shakira trat vor dem Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt im Stadion auf. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Außerdem habe ich noch ein paar Leseempfehlungen abseits des runden Leders für Sie:

EZB stemmt sich gegen Inflation: Was die Zinserhöhung für Sie bedeutet

Von Axel Witte

Terminbekanntgabe "in Kürze": Angriff abgesagt - Trump deutet Verhandlungserfolg mit dem Iran an

Einigkeit von AfD und Grünen: Reiches neues Heizungsgesetz tritt hitzige Debatte los

Von Sebastian Huld

Fabriken arbeiten günstiger: Weniger Mitarbeiter, geringere Kosten - VW meldet Sparerfolge

Unglück in den Niederlanden: Autofahrer erfasst radelnde Schüler - vier Tote

Aus Zellen nachgezüchtet: Tasche aus "echter T-Rex-Haut" kommt unter den Hammer

Damit wünsche ich Ihnen eine gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Donnerstag, der 11. Juni 2026
22:31 Uhr

"Schwächen die Demokratie" - Lobbycontrol warnt vor Einfluss der Tech-Riesen

Mächtige Konzerne versuchen immer wieder - und auch mit Erfolg - Einfluss auf die Politik zu nehmen. Lobbycontrol hat genau das im Visier und warnt bei der Vorstellung einer Analyse in Brüssel heute vor allem vor den großen Tech-Konzernen: "Dass die größten Big-Tech-Lobbyistinnen und -Lobbyisten zusammen mindestens 73 Millionen Euro ausgeben, ist ein Warnsignal für die Demokratie", sagte Felix Duffy, Kampagnenmitglied bei Lobbycontrol. "Die mächtigsten Tech-Konzerne investieren Rekordsummen, um diese zu schwächen." Google, Amazon, Meta und Co. verfügten schon heute über enorme Marktmacht und privilegierte Zugänge zu politischen Entscheidungsträgern.

Insgesamt geben Unternehmen und Wirtschaftsverbände nach Angaben der NGO Rekordsummen aus, um EU-Institutionen zu beeinflussen. Zum Stichtag 11. Mai 2026 waren es laut der Analyse binnen eines Jahres insgesamt 382 Millionen Euro - 27 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum und fast 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2020. Neben den Tech-Konzernen sehen laut Lobbycontrol auch Energieunternehmen ihre Stunde gekommen, um angesichts großer Krisen wie dem Iran-Krieg für ein Comeback der fossilen Energien zu werben. Ihr Lobby-Budget beläuft sich immerhin auf 52 Millionen Euro. Lobbycontrol verknüpft die Vorstellung der Zahlen mit der Forderung, den privilegierten Zugang für Industrielobbys zu beenden und sicherstellen, dass andere Stimmen - etwa aus der breiten Öffentlichkeit, der Zivilgesellschaft sowie unabhängigen Wissenschaftlern - "klar und deutlich gehört werden". Genauso fordert die NGO seit vielen Jahren schon ein rechtlich verbindliches EU-Transparenzregister für die registrierten Lobbyakteure.

"Schwächen die Demokratie" - Lobbycontrol warnt vor Einfluss der Tech-Riesen
21:50 Uhr

Bundesnetzagentur wird zukünftig KI in Deutschland überwachen

Jeder EU-Staat soll laut einer KI -Verordnung eine zentrale Überwachungsbehörde für die Regulierung von Künstlicher Intelligenz schaffen. In Deutschland ist die Entscheidung auf die Bundesnetzagentur gefallen - das hat der Bundestag am Abend beschlossen. Die Bundesnetzagentur soll nach Angaben der EU-Kommission als Behörde auf Bundesebene den verantwortungsvollen Einsatz von KI und den Verbraucherschutz gewährleisten.

Bundesnetzagentur wird zukünftig KI in Deutschland überwachen
20:57 Uhr

Leiche an Golfplatz in Hamburg entdeckt - Spuren deuten auf Verbrechen hin

Zwei Frauen haben am Nachmittag in Hamburg an einem Golfplatz eine grausige Entdeckung gemacht: In einem Waldstück im Stadtteil Rissen fanden sie eine leblose Person. Der Lagedienst der Polizei bestätigte entsprechende Medienberichte. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen. Mehr Informationen gebe es bislang nicht, hieß es. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, gehen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus. Der Körper des jungen Mannes weise erhebliche Verletzungen auf. Angeblich sei der Mann bereits längere Zeit tot gewesen und erst kürzlich am Fundort abgelegt worden sein.

Leiche an Golfplatz in Hamburg entdeckt - Spuren deuten auf Verbrechen hin
20:12 Uhr

Nach "Völkermord"-Vorwurf: Erdogan vergleicht Netanjahu mit Hitler

Die Beziehungen zwischen der türkischen und der israelischen Regierung sind seit Jahren auf dem Tiefstand. Nun erreicht das Niveau allerdings nochmal ungeahnte Tiefen: Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan vergleicht den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu mit Adolf Hitler. Diese Äußerung kommt nicht aus dem luftleeren Raum - zuvor hatte Netanjahu den türkischen Präsidenten einen "antisemitischen Diktator" genannt und ihm "Völkermord" an den Kurden vorgeworfen. Auch diese diplomatisch ziemlich harte Gangart hat eine Vorgeschichte: Netanjahu reagierte damit auf Erdogans Kritik an Israels Vorgehen im Libanon und in Syrien. Erdogan hatte gestern angedeutet, dass er Israel wegen seines militärischen Vorgehens im Libanon und in Syrien als Bedrohung auch für die Türkei sehe. "Die Sicherheit der Türkei beginnt nicht erst in (ihrer südlichsten Provinz) Hatay, sondern in Aleppo, in Damaskus und in Beirut", sagte er mit Blick auf die in Syrien und dem Libanon gelegenen Städte. Zugleich drohte er Israel damit, dass Ankara "keine vollendeten Tatsachen in unseren Nachbarländern dulden" werde.

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Sparen beide nicht mit deutlichen Worten für den anderen: Recep Tayyip Erdogan (rechts) und Benjamin Netanjahu. (Foto: picture alliance/dpa/GPO)

Die beiden Länder ringen unter anderem um Einfluss in Syrien - insbesondere nach dem Sturz von Machthaber Baschar al Assad im Dezember 2024. Zwischen Erdogan und Netanjahu hat vor allem der Überfall der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel 2023 und der daraus resultierende Gaza-Krieg die Gräben nochmal vertieft. Die Türkei als Nato-Mitglied und eine der stärksten Militärmächte der Region gewährt hochrangigen Hamas-Funktionären Unterschlupf nach dem Massaker an Zivilisten. Zudem hat die türkische Regierung Israel wiederholt des Völkermords im Gazastreifen bezichtigt, was Israel entschieden zurückweist.

Nach "Völkermord"-Vorwurf: Erdogan vergleicht Netanjahu mit Hitler
19:27 Uhr

Zug kollidiert mit Auto: Fahrer entgeht nur knapp dem Tod

Wenn man von der Arbeit kommt, kann man schon ganz schön erledigt sein, aber ein Mann in Brasilien war offenbar nicht nur müde, sondern lebensmüde nach Feierabend: Der 62-Jährige fuhr in seinem Auto durch die Stadt und will einen Bahnübergang überqueren - trotz Rotlicht. Nur mit ganz viel Glück reißt der Güterzug das Fahrzeug nicht in Stücke, sondern trifft es am Heck und schleudert das Auto gegen einen Baum.

Zug kollidiert mit Auto: Fahrer entgeht nur knapp dem Tod
19:06 Uhr

"Gefährliche Substanzen" entdeckt - Pentagon abgeriegelt

Im Pentagon herrscht sicherlich mal "schlechte Luft", aber gerade könnte nicht die Stimmung der Grund sein, sondern der Fund "gefährlicher Substanzen" im US-Verteidigungsministerium, das deshalb laut Feuerwehr teilweise abgeriegelt worden ist. Ein Gefahrstoffteam und weitere Einheiten seien im Einsatz. Pentagon-Sprecher Sean Parnell sprach von "einem Problem mit der Luftqualität". Das Ministerium habe deshalb für einen Bereich des Gebäudes Schutzprotokolle in Kraft gesetzt. Um welche Substanzen es sich handeln könnte, war vorerst unklar. Nach Angaben des Pentagon-Sprechers wurde die Belegschaft aufgerufen, in dem Gebäude Schutz zu suchen. Das Ministerium befindet sich in Arlington im US-Bundesstaat Virginia, nahe der Hauptstadt Washington.

Update 20:45 Uhr: Der Vorfall hat sich als Fehlalarm herausgestellt. Das US-Verteidigungsministerium gibt Entwarnung: "Tests haben bestätigt, dass keine Gefahr besteht, und der normale Betrieb wurde wieder aufgenommen", erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell.

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Beim Pentagon ist der Name architektonisch Programm. (Foto: Patrick Semansky/AP/dpa)
"Gefährliche Substanzen" entdeckt - Pentagon abgeriegelt
18:17 Uhr

Auto rast in Schülergruppe - drei Tote in den Niederlanden

Schrecklicher Vorfall in den Niederlanden: In der Provinz Seeland ist ein Auto in eine Schülergruppe auf Fahrrädern gefahren. Zwei Kinder und ein Erwachsener kamen dabei ums Leben, teilen die Behörden mit. Das Auto sei auf einer Bundesstraße bei Vogelwaarde ins Schleudern geraten und erfasste die Gruppe von 14 Grundschülern und zwei Begleitern, die einen Schulausflug machten. Vier weitere Kinder seien schwer verletzt worden. Der Fahrer soll mit seinem Fahrzeug in einer Kurve weiter geradeaus gefahren sein und die Schülergruppe auf dem Radweg erfasst haben, berichtete der Sender NOS. Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten reagierte schockiert auf das Unglück: "Was für jedes Kind und jede Grundschule ein Highlight sein sollte - der Schulausflug - endet in einem Alptraum."

Update 20:01 Uhr: Inzwischen ist ein drittes Kind seinen schweren Verletzungen erlegen.

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Die Ermittler gehen bislang von einem Unfall aus. (Foto: picture alliance / ANP)
Auto rast in Schülergruppe - drei Tote in den Niederlanden
17:29 Uhr

Auftragsmord per Messenger? Teenager muss in Haft

Fast alle Teenager wollen oder müssen sich wohl ein bisschen Geld nebenher verdienen, aber solche "Jobs" wie bei Messengerdiensten wie Telegram gab es zu meiner Zeit (zum Glück) nicht: Dort ist ein damals 17-Jähriger aus Schweden im September 2025 laut Landgericht Köln für einen Auftragsmord in Deutschland angeworben worden. "Verbrechen als Dienstleistung" wird diese Form der Kriminalität genannt. Der Teenager hatte sich dann tatsächlich auf den Weg nach Köln begeben und ausgestattet mit einer halbautomatischen Schusswaffe versuchte der junge Schwede drei Mal, seine Zielperson anzutreffen. Es ist wohl nur Glück zu verdanken, dass er den Mann nicht antraf. Durch einen Hinweis der schwedischen Behörden konnte der Teenager kurz danach festgenommen werden. Er wurde nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt für Mord aus Habgier in Tateinheit mit Verstößen gegen das Waffenrecht.

Den Mordanschlag hatte der Jugendliche vor Gericht versucht in Zweifel zu ziehen. Er habe das Opfer lediglich mit Schüssen in die Beine verletzen sollen. Das Gericht folgte dieser Darstellung jedoch nicht. Ausschlaggebend gewesen seien der betriebene Aufwand der Hintermänner sowie der Umstand, dass die Zielperson im Dezember tatsächlich Opfer eines Anschlags wurde. Er wurde durch Schüsse in Kopf und Oberkörper lebensgefährlich verletzt. Ermittlern zufolge war das Opfer mutmaßlich in Rockerkreisen aktiv.

Auftragsmord per Messenger? Teenager muss in Haft
16:38 Uhr

Sonnenschirme nur noch für Kinder und Rentner an Strand auf Sardinien

Sind Ihre Eltern schon "65+" oder haben Sie Kinder, Nichten oder Neffen unter zehn Jahren? Dann sollten das Ihre Reisebegleiter sein für einen Urlaub auf der italienischen Insel Sardinien, zumindest im Süden am Strand Punta Molentis in Villasimìus. Dieser Strand ist bekannt und beliebt für seinen wunderschönen Sand und das kristallklare Wasser - und zukünftig wohl auch für ziemlich merkwürdige Regeln. Denn dorthin dürfen alle Menschen zwischen zehn und 65 Jahren vorerst bis Oktober keinen Sonnenschirm oder ähnliche Schattenspender mehr aufstellen. Das berichten unter anderem die italienische Tageszeitung "La Repubblica" und die britische Zeitung "Guardian". Und wer glaubt, dass er dann einfach abends zum Schwimmen kommt, liegt auch falsch: Zum Strand dürfen Badegäste - hier wenigstens mal alle Altersklassen - nur noch zwischen 8 und 20.30 Uhr.

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Schluss mit Schatten! Das heißt es wohl am Strand Punta Molentis im Süden Sardiniens. (Foto: picture alliance / Shotshop)

Zurück zu der Sonnenschutz-Altersdiskriminierung: Was machen Kinder unter zehn und Rentnerinnen und Rentner anders als der Rest? Die Antwort bleiben die Berichte vorerst schuldig. Hautkrebs kann man sich jedenfalls in jedem Alter mit zu viel Sonnenbaden holen. Laut der Behörden soll der "fragile Strand" mit der Maßnahme in seiner Schönheit bewahrt werden. Entsprechend groß ist der Spott der Menschen über die neue Regelung in den sozialen Medien. Ich habe auch von Boykott-Aufrufen gelesen - vielleicht ist das die eigentliche Strategie der Behörden? So unsinnige Regeln aufstellen, dass aus Protest niemand mehr kommt und die Natur (oder Schönheit) auf diese Weise von den Touri-Massen verschont bleibt? Das wäre mal ein ganz neuer Ansatz ...

Sonnenschirme nur noch für Kinder und Rentner an Strand auf Sardinien
16:04 Uhr

Spaziergänger auf Ostseeinsel entdecken toten Windsurfer

Spaziergänger haben auf der Ostseeinsel Fehmarn eine unschöne Entdeckung gemacht: Sie entdeckten einen Mann leblos im Wasser treibend. Sie eilen ihm laut Polizei noch zu Hilfe, aber für den Windsurfer aus Rheinland-Pfalz kommt jede Hilfe zu spät. Der 69-Jährige ist zu dem Zeitpunkt bereits tot. Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt es den Angaben zufolge bislang nicht.

Spaziergänger auf Ostseeinsel entdecken toten Windsurfer
15:21 Uhr

Kleinkind klammert sich verzweifelt an Fassade - und stürzt ab

Wohl ein Albtraum aller Eltern: In London ist ein Kleinkind mit ganz viel Glück einem schlimmen oder gar tödlichen Sturz entgangen. Das Kind hing an einer Hausfassade und kann sich aber irgendwann nicht mehr halten. Gut, dass ein Polizist und ein Augenzeuge wortwörtlich zur Stelle sind und die gefährliche Szene mit Jubel endet.

Kleinkind klammert sich verzweifelt an Fassade - und stürzt ab
14:40 Uhr

Schichtwechsel

Für meine liebe Kollegin Anne Renzenbrink geht es in den verdienten Feierabend, aber hier in "Der Tag" geht es noch etwas weiter. Ich übernehme hier und halte Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau und sollten Sie Fragen, Hinweise oder Kritik haben, schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
14:20 Uhr

EZB erhöht Leitzins erstmals seit fast drei Jahren

Die Europäische Zentralbank hat wegen der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Inflation erstmals seit fast drei Jahren wieder die Zinsen erhöht. Der EZB-Rat hob den auch für Sparer wichtigen Einlagensatz von 2,0 auf 2,25 Prozent an. Über ihn steuert die Notenbank maßgeblich ihre Geldpolitik.

EZB erhöht Leitzins erstmals seit fast drei Jahren
14:12 Uhr

Touristen entkommen Flammen auf Boot vor griechischer Insel

Im Hafen der beliebten griechischen Kleininsel Paxos ist ein Feuer auf einem Tagesausflugsschiff ausgebrochen. Die Flammen griffen rasch auf ein zweites, im Hafen liegendes Boot über, wie lokale Medien berichten. Die Passagiere, mehrheitlich Touristen, waren kurz vor Ausbruch des Brandes von Bord gegangen. Der Brand habe sich schnell ausgebreitet, was einen größeren Einsatz von Behörden und Feuerwehr auslöste, berichten Nachrichtenportale der benachbarten Insel Korfu. Angaben zu möglichen Verletzten liegen bisher nicht vor, teilt die Küstenwache mit. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Die Hafenbehörden nahmen Ermittlungen auf.

Touristen entkommen Flammen auf Boot vor griechischer Insel
13:28 Uhr

Pizzabäcker aus Ludwigshafen holt sich WM-Titel

Der Pizzabäcker Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. Bei einer inoffiziellen Weltmeisterschaft in Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza), wie der Verband APN (Associazione Pizzaiuoli Napoletani) mitteilt. Der 24-Jährige überzeugte die Jury mit einer Kreation aus lila Kartoffelcreme, frittiertem Wirsing, Thunfischtatar und Pinienkernen, abgerundet mit Zitronenkaviar.

Der neue Weltmeister bejubelte seinen Erfolg mit den Worten: "Es war ein schwerer Weg, aber jetzt stehe ich hier mit dem Pokal. Ludwigshafen, wir sind Weltmeister!" Parrotta backt Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter. Sein Plan ist nun, ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Bislang ist er mit einem Food-Anhänger unterwegs. Sein großer Traum bleibt jedoch die Eröffnung eines eigenen Restaurants. Der Italiener hat auch schon zwei deutsche Meisterschaften gewonnen. An der inoffiziellen WM in der süditalienischen Großstadt nahmen 612 Pizzabäcker aus 35 Nationen teil. 16 Titel wurden vergeben. Die Nationenwertung gewann Südkorea, gefolgt von Puerto Rico und Kanada.

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Parrotta backt Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter. (Foto: picture alliance/dpa/-)
Pizzabäcker aus Ludwigshafen holt sich WM-Titel
12:35 Uhr

Merz kontert AfD-Lacher mit bissigem "Champagner"-Spott

Als Kanzler Friedrich Merz in seiner Regierungserklärung gerade darüber spricht, dass die Ukraine "seit mehr als vier Jahren ihre Freiheit verteidigt", ertönen Lacher aus der AfD-Fraktion. Daraufhin lacht der Regierungschef selbst auf und spottet über die Abgeordneten. Der Bundestag klatscht laut Beifall.

Merz kontert AfD-Lacher mit bissigem "Champagner"-Spott
11:58 Uhr

Ministerium stellt Senderdaten des Buckelwals vor

Bisher hat es keine Informationen zu den Daten des Senders am "Timmy" genannten Buckelwal gegeben - am Freitag will das Schweriner Umweltministerium nun eine Auswertung vorstellen. Die Daten ermöglichten einen Einblick in die Bewegungen des Wales nach seiner Freisetzung am 2. Mai und lieferten wichtige Erkenntnisse für die Gesamtbewertung des Falls, teilt das Ministerium mit. Umweltminister Till Backhaus will die Auswertung vorstellen. Der Sender war an dem geschwächten Tier befestigt worden, kurz bevor es in die Nordsee gesetzt wurde.

Das kranke Tier hatte lange vor der mecklenburgischen Küste vor der Insel Poel gelegen. Eine Privatinitiative transportierte den Wal mit einem Lastkahn Richtung Nordsee, etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt wurde er im Skagerrak ausgesetzt. Das Tier wurde kurz darauf tot vor der dänischen Insel Anholt angespült. Später wurde der Wal obduziert, zunächst ohne konkrete Ergebnisse zur Todesursache. Die Überreste des Tieres sollten in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden.

Ministerium stellt Senderdaten des Buckelwals vor
11:22 Uhr

Toter Mann in Laden gefunden - Mordkommission ermittelt

In Berlin-Wedding ist ein Mann offenbar Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Er wurde in der Nacht zum Donnerstag leblos in einem Laden gefunden, wie die Polizei mitteilt. Der Mann habe tödliche Verletzungen aufgewiesen, heißt es weiter. Ein Fremdverschulden sei nicht auszuschließen. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen. Weitere Details gab die Polizei aus "ermittlungstaktischen Gründen" bislang nicht heraus. Auch zum Umstand des Todes, zum Tatort oder zur Identität des Mannes gab es keine weiteren Informationen.

Toter Mann in Laden gefunden - Mordkommission ermittelt
10:54 Uhr

Merz wird im Bundestag jäh von Technik-Panne unterbrochen

Kanzler Friedrich Merz beginnt seine Regierungserklärung im Bundestag mit der obligatorischen Begrüßung. Bereits im zweiten Satz seiner Rede unterbricht ein fiepsender Ton den Regierungschef. Der reagiert mit Humor, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner unterbricht ihn dennoch.

Merz wird im Bundestag jäh von Technik-Panne unterbrochen
10:17 Uhr

Discounter-Kette ruft Heißluftfritteuse nach Recherchen zurück

Der Discounter Tedi hat eine Heißluftfritteuse nach Recherchen von RTL aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf eingeleitet. Das Unternehmen bestätigt RTL, dass bei dem Produkt Qualitätsmängel festgestellt worden seien. Der Artikel sei daraufhin "umgehend aus dem Verkauf genommen und ein Rückruf eingeleitet" worden, teilt die Tedi-Pressestelle mit. Auslöser des Rückrufs sind Produkttests des Magazins "RTL EXTRA", die am 16. Juni um 22.15 Uhr ausgestrahlt werden.

Darin fanden RTL-Reporter gemeinsam mit Experten Schäden an der inneren Verkabelung besagter Heißluftfritteusen, die im schlimmsten Fall zu einer Brandgefahr führen könnten. Außerdem fanden sie einen Temperaturregler ohne erkennbare technische Funktion in dem Gerät. Nach Angaben des Unternehmens wird der Sachverhalt derzeit intern geprüft und gemeinsam mit dem Lieferanten aufgearbeitet. Einen Zusammenhang zwischen einer zuvor erfolgten Preisreduzierung und den festgestellten Mängeln weist das Unternehmen zurück. Die Preissenkung sei aus handelsüblichen Gründen im Zuge eines Sortimentswechsels erfolgt.

Discounter-Kette ruft Heißluftfritteuse nach Recherchen zurück
09:35 Uhr

Am Vorabend der Fußball-WM: fünf Polizisten in Mexiko getötet

Am Vorabend des Eröffnungsspiels der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko ist es abermals zu Gewalt gekommen: Fünf Polizisten wurden am Mittwoch (Ortszeit) von Unbekannten bei einem Angriff im westlichen Bundesstaat Michoacán getötet, wie örtliche Behörden mitteilen. Fünf weitere Beamte wurden demnach verletzt. Der Angriff fand im Bezirk Nahuatzen statt, in dem das mächtige Drogenkartell "Jalisco Neue Generation" agiert.

Auf Bildern war das mit Einschusslöchern übersäte Fahrzeug der Beamten zu sehen. Die Sicherheitsbehörden teilen mit, dass sie in einer groß angelegten Aktion nach den Tätern fahndeten. Die Hauptstadt des Bundesstaates Michoacán, Morelia, liegt jeweils etwa 300 Kilometer von den WM-Austragungsorten Mexiko-Stadt und Guadalajara entfernt. Nach den Worten der mexikanischen Regierung ist die Sicherheit der Fußball-Fans nicht gefährdet. Mexiko richtet die Weltmeisterschaft gemeinsam mit den USA und Kanada aus. Das erste Spiel wird am heutigen Donnerstag in Mexiko-Stadt angepfiffen.

Am Vorabend der Fußball-WM: fünf Polizisten in Mexiko getötet
08:47 Uhr

Für George Clooney ist dieser Star der "perfekte" James Bond

George Clooney mischt sich in die Spekulationen um den nächsten James Bond ein. Fünf Jahre nach Daniel Craigs Abschied als 007 ist dessen Nachfolger noch immer nicht offiziell bekannt. Die Suche nach dem nächsten Hauptdarsteller für die Filmreihe soll erst begonnen haben. Wenn es nach Clooney ginge, müssen die Verantwortlichen nicht lange überlegen.

"Ich hoffe, dass Callum am Ende der nächste Bond wird", sagte Clooney gegenüber "The Hollywood Reporter" über Callum Turner. "Ich glaube, er wäre ein großartiger Bond. Er ist groß, gutaussehend, charmant und Brite - also der perfekte Mann für diese Rolle." Der Oscarpreisträger spricht aus Erfahrung. Er führte bei "Die Jungs im Boot" (2023) Regie, einem Sportdrama, in dem Callum Turner glänzte.

Für George Clooney ist dieser Star der "perfekte" James Bond
08:04 Uhr

Versteckte Einfahrt - Anwohner löst Problem spektakulär

Ein Hausbesitzer in Los Angeles kämpft immer wieder damit, dass Paketzusteller die Einfahrt zu seinem Grundstück nicht finden. Die Lösung hätte kaum extravaganter ausfallen können: Mithilfe Dutzender Drohnen finden die Pakete schließlich sicher ihr Ziel.

Versteckte Einfahrt - Anwohner löst Problem spektakulär
07:20 Uhr

Krebskranke Frau stellt Merz zur Rede - dann bekommt sie einen Brief

Nach einer öffentlichen Diskussion mit dem Bundeskanzler hat eine Hautkrebspatientin aus Niedersachsen eine Autogrammkarte von Friedrich Merz erhalten. Eine Regierungssprecherin bestätigt, dass ein Schreiben an die Frau verschickt worden sei. "Auf Bitte von Frau Dronsch wurde auch eine Autogrammkarte des Bundeskanzlers beigefügt", erklärt sie. Silvia Dronsch aus Suhlendorf bei Uelzen hatte Merz bei einem Bürgerdialog Ende April im nahegelegenen Salzwedel in Sachsen-Anhalt eine Frage gestellt. Dabei berichtete sie zunächst mit Blick auf die geplante Gesundheitsreform, dass sie an Hautkrebs im vierten Stadium leide und ihr nun die Vorsorge genommen werde. Damit ging sie auf zunächst kolportierte Pläne zur Abschaffung der kostenlosen Hautkrebsuntersuchung im Rahmen der Reform ein. Sie fragte den CDU-Politiker daraufhin, warum bei den Bürgern so stark gespart werde, nicht aber bei den Politikern - dabei deutete sie an, dass die Regierung für sich eine Lohnerhöhung plane.

Merz entgegnete scharf, dass weder er noch jemand anderes erwogen habe, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben. "Alles andere ist eine falsche Behauptung. Und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht einfach ungeprüft wiederholen." Mit Blick auf die Gesundheitsreform führte er aus, wie die Einsparungen aufgeteilt werden sollten: "Ein Drittel die Versicherten, ein Drittel die Leistungserbringer und ein Drittel alle Übrigen. Das heißt, das ist eine Reform, zu der jeder einen Beitrag leisten muss." Wie die "Allgemeine Zeitung" berichtet, wollte Dronsch aber eine Entschuldigung von Merz hören. Telefonisch erreichte sie demnach letztlich einen Verantwortlichen im Büro des Kanzlers. Im Anschluss sei dann das Schreiben verschickt worden, berichtet die Zeitung: Der Brief habe eine Autogrammkarte des Kanzlers mit persönlicher Widmung enthalten, mit der er ihr "alles Gute" gewünscht habe. Ein Mitarbeiter habe ihr zudem in einem Begleitschreiben "Zuversicht" und "Kraft" gewünscht.

Krebskranke Frau stellt Merz zur Rede - dann bekommt sie einen Brief
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

in Mexiko-Stadt wird um 21 Uhr die - gemessen an der Zahl der WM-Teilnehmer und -Partien - bislang größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte eröffnet. Das Spiel von Co-Gastgeber Mexiko gegen Südafrika ist das erste von 104 Spielen. 48 statt wie zuletzt 32 Mannschaften sind dabei. Die USA und Kanada richten die WM gemeinsam mit Mexiko aus.

Wir blicken außerdem natürlich weiter auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Die USA und der Iran haben sich in der zweiten Nacht in Folge heftig gegenseitig beschossen - womit sich der Konflikt trotz der formal seit zwei Monaten geltenden Waffenruhe gefährlich hochschaukelt. Irans Militär reagierte auf neue US-Angriffe nach eigenen Angaben mit einer kompletten Sperrung der Straße von Hormus sowie mit Gegenattacken auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait.

Zudem haben wir heute diese Themen auf dem Zettel:

  • Bundeskanzler Friedrich Merz gibt ab 9 Uhr im Bundestag eine Regierungserklärung zum EU-Gipfel ab, der kommende Woche in Brüssel stattfindet. Dabei wird es um den Ukraine-Krieg, das Verhältnis zu China und die mittelfristige Finanzplanung der EU gehen.

  • Ölpreisschock, gestiegene Inflation, hohe Benzinpreise: Angesichts der stark anziehenden Verbraucherpreise im Euroraum dürfte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erstmals seit 2023 erhöhen. Ihre Entscheidung gibt die Notenbank um 14.15 Uhr bekannt. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins liegt seit Sommer 2025 bei 2,0 Prozent. 

  • Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen vor knapp einem halben Jahr beginnen die ersten beiden Zivilprozesse. Vor dem Landgericht Essen fordern zwei Kunden Schadenersatz. Im ersten Verfahren um 14 Uhr wird die Klage einer Kundin verhandelt, die 391.000 Euro für gestohlenes Bargeld und Schmuck aus ihrem Schließfach verlangt. 

  • Die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder beraten um 9.30 Uhr am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin über bessere Bedingungen für Industrie und Verkehr

  • Um 14 Uhr will sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Schalte unter anderem mit seinen G7-Kollegen sowie Vertretern Chinas und des Internationalen Währungsfonds zum Thema Wachstum austauschen.

  • Papst Leo XIV. trifft zur dritten und letzten Station seines Spanienbesuchs auf Gran Canaria ein.

Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!

Das wird heute wichtig
06:41 Uhr

Prozessbeginn nach Einbruchscoup - zwei Kunden fordern hohe Summen Schadenersatz

Knapp sechs Monate nach dem spektakulären Millionen-Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen beginnen die ersten zwei Zivilprozesse. Vor dem Landgericht Essen fordern zwei geschädigte Kunden Schadenersatz. Im ersten Verfahren am heutigen Donnerstag um 14 Uhr klagt eine Kundin, die 391.000 Euro von der Bank verlangt. Ihr sei Bargeld in dieser Höhe sowie Schmuck aus dem aufgebrochenen Schließfach gestohlen worden. Direkt im Anschluss um 14.30 Uhr verhandelt das Gericht die Klage eines Kunden auf knapp 49.000 Euro für gestohlene Goldmünzen und Familienschmuck.

Die Kläger werfen der Bank gravierende Versäumnisse bei den Sicherheitsvorkehrungen vor. Dabei handele es sich um die zweitgrößte Schließanlage Deutschlands, kritisiert Anwalt Daniel Kuhlmann vor dem Prozess. Die Sparkasse weist die Vorwürfe strikt zurück und führt zahlreiche Sicherungsmaßnahmen an. Es gebe seitens der Sparkasse keine Pflichtverletzungen.

Prozessbeginn nach Einbruchscoup - zwei Kunden fordern hohe Summen Schadenersatz
06:02 Uhr

Hegseth: Guantánamo-Häftlinge hätten längst hingerichtet werden sollen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich nach einem Besuch des US-Stützpunkts Guantánamo Bay auf Kuba für eine Hinrichtung der dort in einem Gefangenenlager Inhaftierten ausgesprochen. "Meiner persönlichen Meinung nach hätten die Häftlinge in Guantánamo wegen ihrer Verbrechen gegen das amerikanische Volk schon längst hingerichtet werden sollen", sagt er vor Journalisten in Tampa im US-Bundesstaat Florida.

Hegseth reagiert damit auf die Frage einer Journalistin, die wissen wollte, warum die 15 noch verbliebenen Häftlinge in Guantánamo Bay nicht hingerichtet würden, um den Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Nach Angaben des Pentagons von Anfang 2025 wurden von den 15 Häftlingen bislang nur zwei von Militärgerichten verurteilt, gegen sieben weitere laufen demnach noch Verfahren. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichteten die Vereinigten Staaten in Guantánamo ein umstrittenes Gefangenenlager. Zeitweise waren dort fast 800 Menschen inhaftiert. Mutmaßliche islamistische Terroristen wurden dort lange ohne Prozess festgehalten, teils auch gefoltert. 

Hegseth: Guantánamo-Häftlinge hätten längst hingerichtet werden sollen