Das war Montag, der 2. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der Beginn der neuen Woche stand weiter unter dem Eindruck des Kriegs im Nahen Osten. Es gab heute unter anderem einen Angriff in Zypern, einen auf eine arabische Ölraffinerie sowie auf den Amtssitz Netanjahus in Israel. Die USA beklagen inzwischen vier Todesopfer im Militär. Finanzexpertin Sandra Navidi glaubt, den Vereinigten Staaten "entgleitet die Kontrolle über das Geschehen im Iran". Andere Experten - etwa Politologe Thomas Jäger - sind derselben Meinung.
Was heute abseits des Irans wichtig war:
Insider erzielen mit Wetten zum Krieg Traumrenditen. Von Max Borowski
Krieg trifft deutsche Wirtschaft: "Wir erwarten eine Verdoppelung der Energiepreise". Ein Interview von Max Borowski
Gesundheitsreform soll kommen - Warken: "Werde verhängnisvolle Routine beenden".
Borussia Dortmund crasht aus der Wohlfühloase in die Bedeutungslosigkeit. Von Ben Redelings
Islamistischer Attentäter gesteht Attacke auf Fußballfans in Bielefeld.
Milei kündigt weitere tiefgreifende Reformen in Argentinien an.
Jugendamt will keine Kindeswohlgefährdung bei Block-Kindern erkannt haben.
Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Weitere Nachrichten bekommen Sie natürlich auch in den Nachtstunden hier auf ntv.de, und morgen früh geht es wieder mit dem "Tag" weiter.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und später eine gute Nacht!
Beste Grüße aus dem ntv-Hauptstadtstudio
Ihr Max Patzig
Amt warnt vor Honig mit verstecktem Viagra-Wirkstoff
Das Landratsamt Tübingen warnt vor dem Verzehr einer bei Amazon verkauften Honigpaste - weil ein verstecktes Potenzmittel drin ist. Das Nahrungsergänzungsmittel "Lotus Mixed Herbal Paste with Honey" enthält den nicht deklarierten Arzneistoff Sildenafil, teilt die Behörde auf dem Internetportal lebensmittelwarnung.de mit.
Sildenafil ist verschreibungspflichtig und hilft gegen Erektionsstörungen. Der Wirkstoff ist unter anderem Bestandteil des Potenzmittels Viagra. Auf dem Etikett ist der Stoff demnach nicht gekennzeichnet. Verbraucher gingen deshalb davon aus, ein Lebensmittel zu sich zu nehmen - und kein Arzneimittel mit Wirkstoffgehalt, heißt es. Daraus ergibt sich dem Amt zufolge ein nicht abschätzbares Gesundheitsrisiko.
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:
Blutdruckabfall
beschleunigter Herzschlag
Brustschmerzen
Sehstörungen
Kopfschmerzen
Magenschmerzen
schmerzhafte Dauererektion
Betroffen ist Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum Juli 2030. Menschen, die das Produkt erworben haben, sollten es nicht einnehmen. Bei gesundheitlichen Beschwerden wird geraten, ärztlichen Rat einzuholen.
Insolvenz: Traditions-Bäckerei schließt alle Filialen
Die sauerländische Bäckerei Kayser ist insolvent. 12 von 14 Filialen sind zum heutigen Monatsbeginn geschlossen worden. Die zwei übrigen werden zu Ende März für immer dichtmachen. Das bestätigt ein Sprecher des Insolvenzverwalters Prof. Dirk Andres der "Bild"-Zeitung.
"Wider Erwarten hat sich trotz intensiver Suche leider kein Investor gefunden, der bereit gewesen wäre, den Geschäftsbetrieb zu übernehmen", teilt der Sprecher dem Blatt mit. "Alle Bemühungen, für das Unternehmen und die Arbeitsplätze eine dauerhaft wirtschaftlich tragfähige Struktur zu schaffen, haben damit nicht zum Erfolg geführt."
120 Mitarbeiter verlieren durch die Pleite des 1890 gegründeten Traditionsunternehmens aus Westfalen ihren Arbeitsplatz.
Trump erleidet Schlappe im Streit um Zoll-Rückzahlungen
US-Präsident Donald Trump hat im Streit über die Rückerstattung von Zöllen eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Bundesberufungsgericht lehnt den Antrag der Regierung ab, das Verfahren um bis zu vier Monate zu verzögern. Stattdessen verweisen die Richter den Fall zurück an die Vorinstanz, den U.S. Court of International Trade.
Diese könnte nun klären, ob und wie Importeure mehr als 130 Milliarden Dollar zurückerhalten. Die Unternehmen hatten darauf gedrungen, den Prozess zur Rückzahlung der Gelder unverzüglich einzuleiten. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte die von Trump auf Basis eines Notstandsgesetzes verhängten Abgaben am 20. Februar für unzulässig erklärt.
Frau getötet - 37-Jähriger geht nach Flucht mit Anwalt zur Polizei
Nachdem eine 43 Jahre alte Frau in Hildesheim gewaltsam getötet wurde, hat sich der mutmaßliche Täter nach zwei Tagen auf der Flucht der Polizei gestellt. Der 37 Jahre alte Mann aus Hildesheim kam am Mittag mit einem Rechtsanwalt auf eine Polizeidienststelle, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Hildesheim mitteilen. Der Mann wurde verhaftet, gegen ihn hatte ein Richter zuvor bereits einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags erlassen.
Die 43-jährige Frau war am Samstag nach Angaben der Polizei durch ein Gewaltdelikt in einer Wohnung ums Leben gekommen. Über die genauen Umstände und Hintergründe der Tat ist weiterhin wenig bekannt. Unbekannt ist etwa, wie die Frau getötet wurde und in welcher Beziehung der Tatverdächtige zu ihr steht.
Gericht: Castortransporte von Jülich nach Ahaus dürfen stattfinden
Die Castor-Transporte aus dem rheinischen Jülich ins Zwischenlager Ahaus dürfen stattfinden. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden und damit einen Beschluss aus der Vorinstanz bestätigt. Die Eilentscheidung aus Berlin ist nicht anfechtbar, wie das OVG mitteilt.
Die Umweltorganisation BUND wollte den Transport mit der Begründung verhindern, dass die Sicherheit der Castoren bei der Fahrt über die Straßen in Nordrhein-Westfalen gegen Störmaßnahmen Dritter nicht gewährleistet sei. Das Oberverwaltungsgericht wies den Antrag ebenfalls ab, machte aber einen Unterschied zum vorigen Entscheid.
Das OVG sieht beim BUND durchaus eine Berechtigung für eine Beschwerde, gegen die Beförderungsgenehmigung vorzugehen. Hier habe das Verwaltungsgericht das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz zu streng ausgelegt. Der Antrag ist aber nach Überzeugung des OVG inhaltlich unbegründet.
Krankenpfleger gesteht sexuellen Missbrauch von bewusstlosen Patienten
Im Prozess um eine Serie von Sexualstraftaten in zwei Krankenhäusern in Essen und Dortmund hat ein Krankenpfleger ein Geständnis abgelegt. Der 32-Jährige gibt vor Gericht zu, bewusstlose Patienten nach zum Teil schwersten Operationen sexuell missbraucht und dabei fotografiert und gefilmt zu haben. An die Einzelheiten könne er sich allerdings nicht erinnern, sagt der Angeklagte.
Bei den Opfern handelt es sich um drei Frauen und einen Mann. Die ebenfalls angeklagte Vergewaltigung einer 14-jährigen Patientin bestritt der Dortmunder. Die Jugendliche war bei der mutmaßlichen Tat laut Anklage die einzige der Opfer, die bei Bewusstsein war.
Der angeklagte Krankenpfleger äußert sich bislang nach seinem pauschalen Geständnis nicht weiter zu den Vorwürfen. Mit einem Urteil ist voraussichtlich Ende April zu rechnen.
AfD-Fraktionsvize muss Personalverantwortung abgeben
Im Zusammenhang mit der Vergabe von Parlamentsjobs muss AfD-Fraktionsvize Stefan Keuter seine Verantwortung als Personalchef der Fraktion abgeben. Der Vorstand der AfD-Fraktion habe die Zuständigkeit für die Personalabteilung von Keuter auf den Parlamentarischen Geschäftsführer Peter Felser übertragen, teilt die Fraktion mit.
Keuter war durch einen "t-online"-Bericht in den Fokus geraten, wonach er seine Freundin in seinem Bundestagsbüro beschäftige. Er selbst machte bereits deutlich, dass er keinen Konflikt in der Beschäftigung sehe.
Bei der Sitzung des Fraktionsvorstands am vergangenen Montag war die Beschäftigung Thema. Alice Weidel hatte danach gesagt, Keuter habe bis kommenden Montag Zeit, dem Fraktionsvorstand mitzuteilen, welche Konsequenzen er daraus ziehe. Wie aus Fraktionskreisen verlautet, wurde Keuter nahegelegt, mindestens seine Verantwortung als Personalchef der Fraktion abzugeben. Seinen Posten als Fraktionsvize könnte er nach diesem Stand behalten und bliebe damit Teil des zwölfköpfigen Führungsgremiums der Bundestags-AfD mit entsprechender Funktionszulage.
14-Jährige nach Streit mit Eltern seit Tagen vermisst
Die Polizei in Schleswig-Holstein sucht nach einer vermissten Teenagerin. Die 14 Jahre alte Lia M. habe am Abend des 21. Februar die Wohnung verlassen, nachdem sie mit ihren Eltern in einen Streit geraten war. Bislang kehrte sie nicht zurück. Eltern und Polizei hätten keine Informationen über den Aufenthaltsort der Schülerin, weshalb nun die Öffentlichkeit bei der Suche nach Lia unterstützen soll.
So wird die 14-Jährige beschrieben:
etwa 1,55 Meter groß
schlank
langes, glattes, blondes Haar
"Sie ist vermutlich mit einer schwarzen Jacke, einer grauen Hose und schwarzen Schuhen bekleidet", teilt die Polizei mit.
Die Itzehoer Kriminalpolizei bittet um Informationen von Zeugen, die Lia M. gesehen haben, per Telefon 04821/6020 oder über die Notrufnummer 110.
Deutsches Model flieht mit seiner Familie aus Dubai
Fiona Erdmann ist mit ihrer Familie von Dubai in den Oman gereist. Das hat die Influencerin, die 2007 durch die zweite Staffel von "Germany's next Topmodel" bekannt wurde, am Mittag auf Instagram bekanntgegeben. In einem emotionalen Video und einer längeren Erklärung schildert sie die bangen und aufregenden Stunden der Reise am Sonntag.
"Die vorletzte Nacht war eine absolute Ausnahmesituation", erklärt Erdmann, die mit ihrem Partner Mohamad drei Kinder hat. "Das Haus hat gebebt, wir haben laute Knalle gehört - ein Moment, den ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Und plötzlich war er Realität."
Die Familie habe sich in der Abstellkammer versteckt und eine schlaflose Nacht gehabt. "Dieses Gefühl, bei jedem Geräusch zusammenzuzucken. Für die Kinder war das einfach keine zumutbare Situation. Ich wollte nicht, dass sie Angst haben. Sie können die Situation nicht so einschätzen wie wir. Sie wissen nicht, was hinter dem Knall steckt." Dennoch bleibe Dubai, wo die Norddeutsche seit neun Jahren lebt, für sie "einer der sichersten Orte der Welt". Dubai werde sich erholen. "Wir bleiben positiv und kommen stärker zurück."
Gewaltige Steinlawine donnert auf Straße und Gebäude
Ein massiver Felssturz legt eine wichtige Verkehrsader im Westen Norwegens lahm. Aufnahmen zeigen den Moment des Abrutsches. Die Lawine aus Stein trifft auch Gebäude in der Umgebung, Verletzte gibt es nicht.
Neue Streiks? Lufthansa-Piloten positionieren sich
Im Tarifstreit bei der Lufthansa-Tochter Cityline verzichtet die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) angesichts des Iran-Kriegs in dieser Woche auf Streiks. "Vor dem Hintergrund der derzeit angespannten weltpolitischen Lage und den damit verbundenen Unsicherheiten sieht sich die VC in einer besonderen Verantwortung für die Stabilität und Verlässlichkeit des Luftverkehrssystems", erklärt die Gewerkschaft. Sie werde daher in dieser Woche von Arbeitskampfmaßnahmen absehen.
Alle Entwicklungen im Nahost-Konflikt lesen Sie im Iran-Krieg-Liveticker auf ntv.de.
Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen stellen Fluggesellschaften, Crews und Passagiere gleichermaßen vor erhebliche Herausforderungen, erklärt VC. In der gegenwärtigen Situation hätten insbesondere Rückführungsflüge, die Sicherheit der Passagiere sowie die Aufrechterhaltung der Versorgung über die Luftfracht "höchste Priorität".
Der Tarifkonflikt bestehe aber weiterhin, betont VC. "Wir beobachten die Lage und bewerten die Situation kontinuierlich neu."
Mit Elon Musks Hilfe: Telekom möchte deutsche Funklöcher schließen
Damit ihre Funklöcher verschwinden, geht die Deutsche Telekom in Zukunft einen innovativen Weg. Der Konzern bedient sich der Technologie des Satelliten-Internetanbieters Starlink von US-Unternehmer Elon Musk. Das Bonner Unternehmen verkündet auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, dass es eine Partnerschaft mit Starlink geschlossen habe und ab 2028 Handynutzer in bisherigen Funklöchern mit Satelliten im Weltall verbunden werden.
Laut Bundesnetzagentur umfassten die Telekom-Funklöcher im vergangenen Herbst 1,2 Prozent der Landesfläche, bei Vodafone und O2 waren es jeweils 1,7 Prozent - das heißt, dass da nicht mal 2G-Verbindungen möglich waren.
Mit dem Einkauf von Satellitenverbindungen verbessert die Telekom die Lage für ihre Kunden. Allerdings hat die Sache einen Haken: Bislang sind kaum Smartphones am Markt, die die dafür nötige Technik (Direct to Device) haben. Die Telekom ist aber überzeugt, dass sich das in den kommenden Jahren ändert und entsprechend viele Kunden ab 2028 überall in Deutschland Netz bekommen. Hierfür ist es allerdings nötig, dass der Smartphone-Nutzer freie Sicht zum Himmel hat - er darf also nicht in einem Haus sitzen oder unter Bäumen im tiefen Wald sein.
Vierjähriges Kind fällt aus 15. Stock eines Berliner Hochhauses
Ein Kind ist aus der 15. Etage eines Hochhauses in Berlin-Marzahn gestürzt. Die Feuerwehr versuchte den Jungen wiederzubeleben und brachte es in ein Krankenhaus. Ob es überlebte oder starb, ist bislang unklar, so die Feuerwehr. Die Polizei geht nach erstem Stand von einem Unfall in dem Haus an der Ludwig-Renn-Straße aus.
Das vier Jahre alte Kind soll aus dem Fenster gefallen sein. Hinweise auf eine Straftat gebe es nicht, sagt ein Polizeisprecher. Der Alarm bei der Feuerwehr ging um 13.49 Uhr ein. Die Feuerwehr musste nach dem Unfall Angehörige betreuen. Eine Seelsorgerin wurde zum Ort gebracht.
Fünf Verletzte nach Unfall zwischen Schulbus und Auto
Bei dem Zusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Auto im rheinland-pfälzischen Konz sind vier Kinder sowie die Autofahrerin leicht verletzt worden.
Nach den bisherigen Ermittlungen habe der Busfahrer am Morgen versucht, den vor ihm fahrenden Wagen links zu überholen, teilt die Polizei mit. Als die Autofahrerin nach links auf eine Parkfläche fahren wollte, kollidierten die beiden Fahrzeuge. In dem Schulbus befanden sich 14 Kinder.
Bericht: Schwarz-Rot bei Bürgergeldreform einig - das ist geplant
Union und SPD haben sich über die letzten Streitpunkte bei der Reform des Bürgergeldes geeinigt. Das erfuhr der "Stern" aus Koalitionskreisen. Das Gesetz soll am Donnerstagvormittag im Bundestag verabschiedet werden. Damit wäre ein zentraler Konflikt der Koalition gelöst.
Im parlamentarischen Verfahren ging es nach "Stern"-Informationen zuletzt nur noch um Detailfragen: So sollen die Jobcenter etwa mehr Spielraum bei der Wiedereingliederung in Arbeit erhalten als im Kabinettsentwurf geplant. Etwas lockerer sollen in Härtefällen die neuen Maximalhöhen für Mieten gehandhabt werden - zumindest dann, wenn Kinder im Haushalt sind.
Nachgeschärft wird dagegen bei Terminversäumnissen: Jobcenter können künftig sogar ein amtsärztliches Attest verlangen, nicht nur einen Krankenschein vom Hausarzt. Auch Arbeitgeber sollen bei Sozialleistungsmissbrauch nun stärker belangt werden. Die neue Grundsicherung soll dem Vernehmen nach noch im März vom Bundesrat gebilligt werden. Ab dem 1. Juli 2026 soll das neue Gesetz in Kraft treten.
Verona Pooth verklagt Versicherungsmakler nach Schmuck-Diebstahl
Moderatorin und Werbe-Ikone Verona Pooth kämpft nach dem Diebstahl ihres Schmuckes vor gut vier Jahren vor Gericht um Schadenersatz. Sie und ihr Mann fordern knapp 700.000 Euro von einer Maklerfirma für Versicherungen, sagt eine Sprecherin des Landgerichtes Düsseldorf.
Die Kläger werfen der Firma vor, sie bei Abschluss eines Versicherungsvertrages falsch beraten zu haben. Verona Pooth könne zum Gerichtstermin in dem Zivilprozess persönlich erscheinen, müsse es aber nicht. Die Maklerfirma habe erklärt, dass sie keine Pflichtverletzung begangen habe, sagt die Gerichtssprecherin.
"Mir geht es gerade nicht gut. Ich habe über fünfundzwanzig Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert. Das war mein Lebenswerk", sagt Pooth der "Bild"-Zeitung. Andere hätten Aktien oder Immobilien gekauft. Sie habe hingegen gezielt hochwertigen Schmuck gekauft. "Diamanten, Gold und Markenstücke von Rüschenbeck, Cartier und Rolex. Schmuck verliert nicht an Wert", erläutert sie. Ihr Schmuck sei über eine Million Euro wert. Nur ein Teil des Schadens sei reguliert worden, ein erheblicher Betrag sei jedoch offen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Anne Renzenbrink geht gerade in ihren wohlverdienten Feierabend. Für den restlichen Tag haben Sie hier mit mir das Vergnügen: Mein Name ist Max Patzig und ich schaue für Sie auf die wichtigsten und unterhaltsamsten Nachrichten dieses Montags. Wenn Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, erreichen Sie mich jederzeit per E-Mail an max.patzig@ntv.de.
Einen schönen Nachmittag wünsche ich Ihnen!
Behörden melden 169 Tote nach Angriff auf Dörfer im Südsudan
Im Südsudan sind bei Angriffen auf mehrere Dörfer nach Angaben lokaler Beamter mindestens 169 Menschen getötet worden. Unbekannte bewaffnete Gruppen seien am Sonntag in Ortschaften im Verwaltungsbezirk Ruweng, der im Norden des Landes an den Sudan grenzt, eingefallen, sagte James Monyluak Mijok, der Informationsminister des Bezirks. Unter den Todesopfern befänden sich demnach Kinder, Frauen und ältere Menschen sowie Sicherheitskräfte.
Nyakenya Johannes Keah Ruai, die Informationsministerin des Bundesstaates Unity, in dem Ruweng liegt, sagte dem Lokalen Radiosender Tamazuj, die Regierung habe Soldaten in das Gebiet geschickt, um die Lage vor Ort zu entschärfen. Zudem seien Untersuchungen eingeleitet worden, um die Identität der Täter sowie die Ursache der Angriffe zu ermitteln. Auch die UN-Friedensmission im Südsudan (Unmiss) berichtete von Dutzenden Toten und bezeichnete die "eskalierende Gewalt" in der Region als "alarmierend". Mehr als 1.000 Zivilisten seien seit Sonntag auf eine Unmiss-Basis in der Region geflüchtet. Zahlreiche Verletzte erhielten dort medizinische Notfallversorgung.
In 280 Meter Höhe: Heißluftballon hängt in Fetzen an Mast
In Texas bleibt ein Heißluftballon in schwindelerregender Höhe an einem Mobilfunkmast hängen. Drohnenaufnahmen zeigen die brisante Situation, während die beiden Insassen im Korb des Ballons auf weitere Entwicklungen reagieren müssen.
Polizei schnappt Bärlauchdiebe und beschlagnahmt 100 Kilo Knollen
In Leipzig haben Polizisten innerhalb weniger Tage mehrere Bärlauchdiebe auf frischer Tat ertappt und insgesamt 100 Kilogramm Knollen beschlagnahmt. In der Nacht zu Montag kontrollierte die Polizei drei Männer, die 54 Kilogramm Bärlauch in ihrem Auto transportierten, wie die Polizei mitteilte. Angaben zur Herkunft der Knollen machten die Männer im Alter zwischen 22 und 43 Jahren nicht.
Bereits am Donnerstag hatten Polizisten einen unbekannten Menschen im Leipziger Auwald verfolgt, der fast 46 Kilogramm Bärlauch aus dem Waldboden geerntet hatte. Der oder die Unbekannte konnte demnach flüchten. In beiden Fällen wurden die Knollen beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls.
In Sachsen, aber auch anderswo werden während der Bärlauchsaison regelmäßig Täter gefasst, die Großmengen des Gewächses ernten oder noch vor dem Sprießen die Knollen ausgraben. Der im Frühjahr wachsende Bärlauch ist im Leipziger Auwald und im Umland weit verbreitet. Nach dem sächsischen Waldgesetz darf allerdings jeder nur eine kleine Menge in der Größe eines Handstraußes für den Eigenbedarf ernten. Wer größere Mengen und für gewerbliche Zwecke sammeln will, braucht eine Genehmigung. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln gänzlich verboten.
Iran-Krieg: Verband berichtet von Schlangen an deutschen Tankstellen
Angesichts des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran rechnen Autobesitzer in Deutschland mit stark steigenden Preisen für Benzin und Diesel - und füllen ihre Tanks noch einmal auf. Der Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands, Herbert Rabl, berichtete von einem großen Andrang: "Überall in Deutschland gibt es lange Schlangen an den Tankstellen." Das sei bereits am Sonntag zu beobachten gewesen und werde sich am heutigen Montag noch fortsetzen.
"Alle Leute machen sich Sorgen", sagte Rabl der Nachrichtenagentur AFP. Die Preise an den Zapfsäulen seien bereits gestiegen, und die Tankstellenpächter "rechnen fest damit, dass die Preise weiter steigen werden. "Leider" sei auch zu erwarten, dass die Großkonzerne "noch einmal einen Schluck aus der Pulle nehmen werden", sagte Rabl weiter. Sie würden noch einmal "zwei bis drei Prozent" auf die Preise aufschlagen, die sie selbst wegen des Kriegs mehr zahlen müssten. Der Tankstellen-Interessenverband steht für rund 1000 Tankstellen-Pächter in Deutschland.
Mutmaßliche Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag in Bremen
Nach einem Brandanschlag auf ein Schulungszentrum einer Firma in Bremen haben sich mutmaßliche Linksextremisten zu der Tat bekannt. Ein auf einer linksextremistischen Internetplattform veröffentlichtes Schreiben werde als authentisch eingestuft, teilte die Polizei in Bremen mit. In der Nacht zum Sonntag hatten auf dem Firmengelände zwei Autos gebrannt. Zudem war Feuer in einem Treppenhaus gelegt worden.
Der Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung. Im Bekennerschreiben werde die Tat "politisch" begründet, teilte die Polizei ohne Nennung weiterer Einzelheiten mit. Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdiensts hatte die brennenden Autos während einer Kontrollfahrt entdeckt und Alarm geschlagen. Laut Polizei entstand Sachschaden im sechsstelligen Bereich. "Unsere Sicherheitsbehörden werden alles daransetzen, die Verantwortlichen zu ermitteln", sagte Innensenatorin Eva Högl.
Spaziergänger findet Leiche in selbstgebauter Schubkarre - Mann festgenommen
Nach dem Fund einer Leiche in einer Art improvisierten Schubkarre in einem Rostocker Waldstück ist ein 39-Jähriger vorläufig festgenommen worden. Er stehe im Verdacht, im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Tötungsdelikt zu stehen, sagte der Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, Harald Nowack. Nähere Angaben machte er dazu nicht. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet.
Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von der Untersuchung der Leiche durch die Rechtsmedizin, die am heutigen Montag erfolgen sollte. Ein Spaziergänger hatte die Leiche am Wochenende entdeckt. Sie befand sich laut Nowack in einer Art Tonne mit einem angebauten Rad und zwei Griffen.
Kim Kardashian und Lewis Hamilton offenbar gemeinsam in Arizona
Nach ihrem gemeinsamen Besuch beim Super Bowl sind Kim Kardashian und Lewis Hamilton am Wochenende in der Wüste von Arizona entdeckt worden. Am Samstag wurden sie in der Nähe des Lake Powell gesichtet, wie ein vom US-Promi-Portal TMZ veröffentlichtes Video zeigt. Die beiden wurden gefilmt, als sie gemeinsam in einen geparkten schwarzen SUV stiegen. Laut dem Bericht genossen sie den Sonnenuntergang in der Wüste und machten ein Selfie.
Am 8. Februar besuchten die beiden zusammen den Super Bowl im Levi's Stadium in Santa Clara, Kalifornien. Dennoch haben sie eine Beziehung bisher offiziell nicht bestätigt. Seit Dezember 2025 verdichteten sich aber die Anzeichen für eine Liaison.
Thüringens Verfassungsschutzpräsident warnt vor iranischer Sabotage in Deutschland
Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer warnt angesichts der Eskalation im Nahen Osten vor einer verschärften Sicherheitslage in Deutschland. Die Gefahr verdeckter Operationen des Iran in westlichen Staaten sei "absolut real", sagte Kramer im Interview mit dem "Handelsblatt". Im Fokus der Bedrohung stehen laut Kramer vor allem Cyberangriffe. Pro-iranische Hacker und staatliche Gruppen nutzten digitale Attacken für gezielte Sabotage, die weit über klassische Spionage hinausgehe. "Wir haben Szenarien, dass sogar die Steuerungstechnik von Industrieanlagen ins Visier genommen wird", sagte der Geheimdienstchef. Solche Angriffe seien für den Iran ein mächtiges Druckmittel, um Deutschland in Krisenzeiten empfindlich zu treffen.
Für weniger wahrscheinlich hält Kramer "wahllosen Terror gegen die breite Bevölkerung". Der Iran setze eher auf gezielte Aktionen. "Das betrifft vor allem Einschüchterung oder Anschlagspläne gegen die iranische Exil-Opposition sowie jüdische, US-amerikanische und israelische Einrichtungen." Besonders besorgt zeigt sich Kramer über die gesellschaftliche Stabilität in Deutschland. Der Nahost-Konflikt wirke wie ein "Brandbeschleuniger" für Antisemitismus und Polarisierung. Radikale Gruppen instrumentalisierten die Lage, um die Gesellschaft zu spalten.
Deutlich mehr Deutsche nutzen soziale Medien
Die Nutzung sozialer Medien in Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen. 59 Prozent der Deutschen zwischen 16 und 74 Jahren waren 2025 auf entsprechenden Plattformen aktiv, das waren zwölf Prozentpunkte mehr als 2021, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Nutzung von Messengerdiensten zählte nicht dazu.
Laut Statistikamt stieg der Anteil der Nutzer in allen Altersgruppen: unter den 16- bis 24-Jährigen von 78 auf 85 Prozent, bei den 55- bis 64-Jährigen von 29 auf 42 Prozent und bei den 65- bis 74-Jährigen von 15 auf 25 Prozent. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen nutzten im vergangenen Jahr 81 Prozent soziale Medien, in jener der 44- bis 45-Jährigen 72 Prozent. Für diese beiden Altersgruppen wurde kein Vergleichswert aus dem Jahr 2021 angegeben. Verglichen mit anderen EU-Staaten war der Gesamtwert der Nutzer zwischen 16 und 74 Jahren in Deutschland gering. So lag der EU-Schnitt im vergangenen Jahr bei 67 Prozent und damit acht Prozentpunkte über dem deutschen.
Rihanna löst mit Clip aus Tonstudio Spekulationen aus
Popstar Rihanna hat sich auf Instagram in einem Tonstudio gezeigt und damit bei ihren Fans Spekulationen über ein neues Album angeheizt. Die 38-Jährige, die ihr letztes Album "Anti" 2016 herausgebracht hatte, teilte auf Instagram einen Clip, der eine Nacht aus ihrem Leben zeigen soll.
Darin kündigt die "Diamonds"-Sängerin erst in einem Meeting an, dass sie "hiernach noch ins Studio gehen muss". Anschließende Aufnahmen zeigen Rihanna tatsächlich in einem Tonstudio: Sie sitzt an einem Mischpult, schreibt in ein Notizbuch und tanzt auch kurz. Woran die Entertainerin arbeitet, geht aus dem veröffentlichten Video nicht hervor. Ihre Fans drücken in den Kommentaren jedoch Hoffnung auf neue Musik aus.
Macron präsentiert neue Pläne für Frankreichs Atomwaffen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will heute Pläne zum Ausbau der atomaren Abschreckung seines Landes präsentieren. In der Grundsatzrede am Stützpunkt von Frankreichs Atom-U-Booten will Macron sich außerdem zur Einbeziehung europäischer Partner in Frankreichs nuklearen Schutzschirm äußern.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor zwei Wochen hatte die Debatte über eine stärkere europäische atomare Abschreckung Fahrt aufgenommen. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte damals in München, dass er mit Macron Gespräche über eine gemeinsame europäische Abschreckung führe. Macron hatte Deutschland und anderen EU-Partnern solche Gespräche bereits 2020 angeboten.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
wir blicken natürlich weiter in den Nahen Osten: Israel und die USA haben am Samstagmorgen Luftangriffe auf den Iran begonnen, der Iran reagierte mit Gegenschlägen in der Region. Nun hat sich der Konflikt in der Nacht weiter ausgeweitet. Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat an der Seite Teherans Israel mit Raketen angegriffen. Israel reagierte mit Bombardements in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. In einem Interview mit der "Daily Mail" hat US-Präsident Donald Trump derweil gesagt, dass der Krieg gegen den Iran noch vier Wochen dauern könnte.
Das wird heute außerdem wichtig:
Bundeskanzler Friedrich Merz reist nach Washington, um dort am Dienstag US-Präsident Donald Trump zu treffen. Der zweite Besuch des Kanzlers im Weißen Haus seit seinem Amtsantritt vor zehn Monaten war schon länger geplant. Die Angriffe auf den Iran dürften das Treffen im Oval Office dominieren.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will um 15.30 Uhr Pläne zum Ausbau der atomaren Abschreckung seines Landes präsentieren. In der Grundsatzrede am Stützpunkt von Frankreichs Atom-U-Booten will Macron sich außerdem zur Einbeziehung europäischer Partner in Frankreichs nuklearen Schutzschirm äußern.
Knapp acht Monate Prozess, Dutzende Zeugen, unzählige Anträge - doch ein Ende des Hamburger Verfahrens um die Entführung der Block-Kinder ist noch lange nicht absehbar. Nach dreiwöchiger Pause geht es um 13 Uhr mit dem bereits 37. Verhandlungstag weiter. Dann soll eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamtes als Zeugin aussagen, die die Kinder nach ihrer Rückkehr zur Mutter sprach.
Das Statistische Bundesamt informiert zur Nutzung sozialer Medien nach Altersgruppen und im EU-Vergleich.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik freue ich mich wie immer über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de.
Eskalation in Golfregion: 30.000 Touristen deutscher Veranstalter betroffen
Die Flugzeuge starten nicht, die Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab, dafür gibt es immer wieder Raketenalarm: Tausende Urlauber aus der ganzen Welt sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest. Wann eine Ausreise für die Betroffenen wieder möglich sein wird, ist laut Außenminister Johann Wadephul gegenüber der "Bild"-Zeitung derzeit nicht absehbar. Das dürfte vor allem davon abhängen, wie sich der Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran in den nächsten Tagen entwickelt.
Laut dem Deutschen Reiseverband sind aktuell rund 30.000 Reisende von deutschen Veranstaltern von der Situation betroffen. Sie halten sich derzeit in der Region auf oder ihre Flüge aus anderen Regionen der Welt sollten über die Drehkreuze in der Region gehen. Wie viele Deutsche konkret aktuell in der Golfregion sind, ist unklar. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Sonntag, in der Krisenvorsorgeliste hat sich bislang eine niedrige fünfstellige Zahl betroffener Deutscher in der Golfregion registriert - also mehr als 10.000 Menschen. Das können Urlauber sein oder im Ausland lebende Deutsche, die Registrierung ist freiwillig.
Angreifer erschießt zwei Menschen in Texas - mutmaßlich proiranische Gesinnung
Der Täter eines tödlichen Schusswaffenangriffs im US-Bundesstaat Texas hat nach Angaben der Organisation Site in der Vergangenheit in Onlinediensten eine "proiranische Gesinnung" geäußert. Der Täter habe in Beiträgen bei Facebook, die bis ins Jahr 2017 zurückreichten, Unterstützung für die Regierung in Teheran und "Hass auf die israelische und US-Führung" geäußert, erklärte Site, das auf die Beobachtung islamistischer Online-Plattformen spezialisiert ist, am Sonntag (Ortszeit). Der Mann hatte in der Nacht zum Sonntag vor einem Biergarten in Austin 2 Menschen erschossen und 14 weitere verletzt, bevor er von alarmierten Polizisten erschossen wurde.
Die US-Bundespolizei FBI prüft einen Terrorverdacht. Bei dem Mann und in dessen Fahrzeug seien Hinweise gefunden worden, die auf einen möglichen Zusammenhang mit Terrorismus hindeuteten, sagte FBI-Ermittler Alex Doran.