Der Tag
27. April 2026
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
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22:32 Uhr

Das war Montag, der 27. April 2026

In der vergangenen Woche berichteten wir, dass Tesla in seinem Werk im brandenburgischen Grünheide seine Produktion ausweiten und seine Belegschaft aufstocken möchte. Bis Ende Juni sollen 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Läuft also, könnte man denken. Doch der US-Elektroautobauer steht immer wieder in den (Negativ-)Schlagzeilen. Neuestes Kapitel: fragwürdige Methoden, um den Krankenstand in dem Werk zu minimieren. Meine Kollegin Christina Lohner hat mit einem Arbeitsrechtler gesprochen, der das Vorgehen des Konzerns von Elon Musk für "rechtlich fragwürdig" hält. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Diese Abendlektüre empfehle ich Ihnen heute außerdem:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Montag, der 27. April 2026
22:14 Uhr

Zu laut Grönemeyer-Songs gesungen? Nachbar ruft Polizei

Weil sein Nachbar mitten in der Nacht lautstark Herbert-Grönemeyer-Lieder gesungen haben soll, hat ein 60-Jähriger im oberfränkischen Bayreuth die Polizei gerufen. Nach Darstellung des Mannes soll sein 41 Jahre alter Nachbar über eine Zeitspanne von mindestens einer halben Stunde "Gröni"-Songs gehört und auch mitgesungen haben, teilte die Polizei mit.

Die Beamten seien gegen 1 Uhr am Morgen gerufen worden. Als sie eintrafen, war nichts aus der Wohnung des Nachbarn zu hören. Beide Männer wurden befragt. Der Beschuldigte machte dabei von seinem Recht Gebrauch, zu den Vorwürfen zu schweigen. Die Polizei beließ es bei einer Belehrung und ermahnte den Mann zur nächtlichen Ruhe.

Zu laut Grönemeyer-Songs gesungen? Nachbar ruft Polizei
21:31 Uhr

"Werdende Witwe": Trump fordert Entlassung von Jimmy Kimmel

Erst zeigt sich First Lady Melania Trump empört (siehe Eintrag von 19.44 Uhr), jetzt fordert ihr Gatte die Entlassung von Moderator und Comedian Jimmy Kimmel. Wegen seines "verabscheuungswürdigen Aufrufs zur Gewalt" müsse Kimmel "sofort von Disney und ABC gefeuert werden", schrieb US-Präsident Donald Trump auf Truth Social. Der Moderator hatte der Frau des Präsidenten in seiner Show das Strahlen einer "werdenden Witwe" bescheinigt. Kimmel hatte die scherzhafte Bemerkung am vergangenen Donnerstag in seiner Sendung gemacht, also zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondenten-Dinners mit Trump in Washington am Samstagabend.

Der prominente Late-Night-Moderator kann bereits auf eine lang andauernde Privatfehde mit Donald Trump zurückblicken. Im September hatte ABC Kimmels Show auf Betreiben der Trump-Regierung vorübergehend abgesetzt. Zuvor hatte der Moderator Trumps Maga-Bewegung vorgeworfen, sich die Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zunutze zu machen. Nach heftiger Kritik an der Absetzung vollzog der ABC-Mutterkonzern Disney schließlich eine Kehrtwende und nahm Kimmels Show wieder ins Programm.

"Werdende Witwe": Trump fordert Entlassung von Jimmy Kimmel
21:13 Uhr

Gericht wirft Verdächtigem versuchten Mord an Trump vor

Nach den Schüssen am Rande einer Gala-Veranstaltung mit Donald Trump in Washington wird dem Verdächtigen versuchter Mord an dem US-Präsidenten vorgeworfen. Das erklärte das zuständige Gericht bei einer Anhörung. Am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners in der US-Hauptstadt hatte der bewaffnete Mann am Samstagabend versucht, eine Sicherheitskontrolle zu überwinden; bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Ein Beamter des Secret Service wurde getroffen, blieb dank schusssicherer Weste allerdings unversehrt. Das Weiße Haus machte einen "Hasskult des linken Lagers" für den Vorfall verantwortlich. Der Verdächtige plädierte vor einem Bundesgericht in der US-Hauptstadt weder auf nicht schuldig noch auf schuldig. Er bleibt vorerst weiter in Haft.

Gericht wirft Verdächtigem versuchten Mord an Trump vor
20:48 Uhr

Flugzeug stürzt bei schlechter Sicht in südsudanesische Berge - 14 Tote

Beim Absturz eines kleinen Passagierflugzeugs im Südsudan sind alle 14 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Maschine sei auf dem Weg aus der Stadt Yei in die rund 130 Kilometer entfernte Hauptstadt Juba gewesen, als der Funkkontakt kurz nach dem Start abgebrochen sei, teilte die Luftfahrtbehörde des ostafrikanischen Landes mit. Demnach deuten vorläufige Berichte auf schlechtes Wetter und schlechte Sichtverhältnisse als Ursache hin.

Bei den Opfern handelte es sich den Angaben nach um zwölf südsudanesische sowie zwei kenianische Staatsangehörige. Die Maschine des Typs Cessna 208 Caravan wurde von der Fluggesellschaft CityLink Aviation betrieben. Sicherheitsstandards im Luftverkehr im Südsudan stehen immer wieder in der Kritik. Eine schwache Infrastruktur und schwierige Wetterbedingungen erschweren den Inlandsflugverkehr oft zusätzlich.

Flugzeug stürzt bei schlechter Sicht in südsudanesische Berge - 14 Tote
20:21 Uhr

Arbeitgeberverband fordert "mehr Bock auf Arbeit"

Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, hat angesichts der wirtschaftlichen Lage in Deutschland mehr Leistungsbereitschaft von den Arbeitenden und bessere politische Rahmenbedingungen gefordert. "Wir müssen uns stärker anstrengen", sagte Kampeter in der ntv Sendung "Blome & Pfeffer". Gebraucht werde wieder "mehr Bock auf Arbeit". Das habe "nichts mit Faulheit zu tun". Deutschland habe sich aber zu lange auf den Hartz-Reformen ausgeruht und glaube noch immer, "wir seien der wettbewerbsfähigste Standort in Europa". Dazu sagte er: "Fehlanzeige."

Kampeter beklagt zudem hohe Belastungen für Unternehmen. "Wir sind einer der teuersten Standorte, was die Energiekosten angeht. Wir haben sehr, sehr hohe Bürokratiekosten und wir haben sehr hohe Arbeitskosten." Das könne man nur durchhalten, solange Deutschland "auch die besten Produkte hat". Doch gerade in der Autoindustrie zeige sich, "es gibt auch andere Länder, die vernünftige Autos bauen".

Die ntv Sendung "Blome & Pfeffer" wird um 20:15 Uhr und 23:30 Uhr auf ntv ausgestrahlt und ist abrufbar auf Youtube sowie auf der Streamingplattform RTL+.

Arbeitgeberverband fordert "mehr Bock auf Arbeit"
19:44 Uhr

Melania Trump empört über Äußerung von US-Moderator Kimmel

Ihr Mann hält schon lange nichts (mehr) von Jimmy Kimmel. Nun äußert auch US-First Lady Melania Trump scharfe Kritik an dem US-Moderator. Dieser hatte sie in seiner Show als "Witwe im Wartestand" bezeichnet. Kimmels Worte seien "ätzend und verschlechtern das kranke politische Klima in den USA", schrieb die 56-Jährige auf X. Den Sender ABC forderte die Frau von US-Präsident Donald Trump auf, gegen Kimmel vorzugehen: "Genug ist genug. Es ist Zeit für ABC, Stellung zu beziehen."

Kimmel hatte die Bemerkung am vergangenen Donnerstag in seiner Sendung gemacht, also zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondenten-Dinners in Washington am Samstagabend. Dabei hatte ein bewaffneter Mann versucht, eine Sicherheitskontrolle ein Stockwerk über dem Eingang zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Nach Angaben aus Regierungskreisen wollte der Mann offenbar Trump und weitere US-Regierungsmitglieder töten. Im Anschluss an den Vorfall ereiferten sich zahlreiche rechte Kommentatoren über Kimmels Äußerung und forderten dessen Entlassung. Kimmel hatte in der Sendung die Rolle des Gastgebers beim bevorstehenden Korrespondenten-Dinner übernommen, bei dem üblicherweise viel gescherzt wird. Dabei wandte er sich an die imaginär im Publikum sitzende Präsidentengattin und sagte, "Mrs. Trump, Sie strahlen wie eine Witwe im Wartestand."

Melania Trump empört über Äußerung von US-Moderator Kimmel
19:03 Uhr

"Salad man" erklärt, warum er bei Gala-Dinner-Vorfall sitzen blieb

Er ist die Ruhe selbst: Als sich die Anwesenden nach den Schussgeräuschen und dem hektischen Eingreifen von Sicherheitskräften auf den Boden und unter die Tische werfen, bleibt Michael Glantz einfach sitzen und genießt seinen Burrata-Salat. Die Szene, die bei dem Vorfall beim White House Correspondents' Dinner am Wochenende in Washington aufgenommen wird, geht viral und bringt Glantz - auch "salad man" genannt - in den sozialen Medien viel Sympathie ein. Der "New York Times" erzählte der Medienmanager nun, warum er trotz des Trubels und der Schüsse vor dem Saal so cool geblieben ist. "Zuallererst habe ich Rückenprobleme", sagte Glantz. "Ich konnte mich nicht auf den Boden legen, und wenn ich es doch getan hätte, hätten sie Leute holen müssen, um mich wieder hochzuholen. Und ich bin ein absoluter Hygienefanatiker. Auf keinen Fall hätte ich mich auf den dreckigen Hilton-Boden in meinen neuen Smoking gelegt. Das kam einfach nicht infrage."

Und er hat noch eine Begründung für sein viel beachtetes Verhalten parat: "Ich bin New Yorker." Sirenen und ständiger Trubel seien in der Stadt einfach Alltag. "Ich hatte keine Angst. Hunderte von Secret-Service-Agenten stürzen sich über Tische und Stühle, und ich wollte das mit ansehen."

"Salad man" erklärt, warum er bei Gala-Dinner-Vorfall sitzen blieb
18:38 Uhr

Günstiger Robo-Anzug aus China verspricht Geh-Wunder

Für nur 1200 Dollar verspricht ein neues Exoskelett aus China die Rückkehr der Bewegungsfreiheit. Eine an Muskelschwund erkrankte Argentinierin kann damit wieder Schritte machen. Die Technik hat aber einen entscheidenden Haken.

Günstiger Robo-Anzug aus China verspricht Geh-Wunder
17:57 Uhr

Helfer wollen Buckelwal mit Gurt in Lastkahn ziehen - Forscher entsetzt

Bei dem geplanten Rettungsversuch des Buckelwals vor Poel soll am Dienstag ein Gurt zum Einsatz kommen. "Das wird so sein, dass der praktisch unter seiner Brust lang läuft, sich einmal hinten um die Flipper überschlägt, und darüber ziehen wir ihn", sagte die an der Privatinitiative zum Transport des Wals beteiligte Kleintierärztin Kirsten Tönnies auf Poel. Der Gurt sei breit und flexibel. Mit dem Gurt soll das Tier dabei unterstützt werden, in Richtung des Lastkahns, einer sogenannten Barge, zu schwimmen. Es soll dazu nach Aussage von Tönnies auf beiden Seiten von mehreren Menschen gezogen werden. Wenn der Wal während der Aktion in Panik gerate, könne eine Seite losgelassen werden.

Unterdessen rät das Deutsche Meeresmuseum von einem Lastkahn-Transport dringend ab. Das Tier sollte vielmehr größtmögliche Ruhe erhalten und ausschließlich palliativ versorgt werden, teilte die wissenschaftliche Einrichtung mit. "Von weiteren Manipulationen am Wal" sei abzusehen. "Der Allgemeinzustand des Wales hat sich weiter verschlechtert", betonten die Wissenschaftler. Die Erfolgsaussichten einer Lebendbergung seien sehr gering. Sie "ist zudem mit enormen Verletzungsrisiken für den Wal verbunden", erklärten die Forscher und verwiesen auf ähnliche Einschätzungen etwa der International Whaling Commission und British Divers Marine Life Rescue. Ein mehrtägiger Transport gehe auch mit einer enormen Stressbelastung einher. "Insbesondere der Transport in einer Metallbarge wäre aufgrund der hohen Schallreflexion mit einer sehr großen Lärmbelastung innerhalb der Barge verbunden."

Helfer wollen Buckelwal mit Gurt in Lastkahn ziehen - Forscher entsetzt
17:20 Uhr

Annalena Baerbock absolviert Halbmarathon und dankt BKA

In einer beachtlichen Zeit (02:07:15) hat Annalena Baerbock den Halbmarathon im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn absolviert. Die ehemalige deutsche Außenministerin und aktuelle Präsidentin der 80. UN-Generalversammlung zeigte sich über ihre Teilnahme am sonntäglichen Lauf sichtlich stolz. "Finally", schrieb sie unter einen kurzen Beitrag, garniert mit einem Smiley und einem Läufer-Emoji, dazu der Hashtag "#Halbmarathon". Ein Schnappschuss zeigte die 45-Jährige im Laufdress und mit Medaille um den Hals.

"PS: Danke an das BKA für das jahrelange weltweite Training. ... zu frühster Stunde & bei tropischem Regen", schrieb sie unter ihrem Post. Offenbar eine ironische Verbeugung vor jenen Personenschützern, die die Grünen-Politikerin während ihrer Amtszeit als Außenministerin auf zahlreichen Reisen rund um den Globus begleitet hatten und wohl mancherlei Trainingseinheit zu ungünstigen Tageszeiten und unter widrigen Bedingungen absolviert haben.

Annalena Baerbock absolviert Halbmarathon und dankt BKA
16:27 Uhr

Schlangenbiss in Ägypten-Urlaub: Tourist aus Bayern stirbt nach Show in Hotel

Es ist ein absoluter Albtraum: Eine Schlangenvorführung in einem ägyptischen Urlaubshotel ist für einen Mann aus Bayern tödlich ausgegangen. Der 57-Jährige besuchte mit seiner dreiköpfigen Familie Anfang April in einem Hotel in der Ferienhochburg Hurghada die Vorführung eines sogenannten Schlangenbeschwörers, wie die Polizei in Kempten nun berichtete. Bei der Show wurden Touristen zwei Schlangen - mutmaßlich Kobras - unter anderem um den Hals gelegt.

Eines der Tiere ließ der Schlangenbeschwörer in die Hose des 57-jährigen Manns kriechen. Allerdings biss die Schlange in das Bein des deutschen Urlaubers. Der Mann zeigte nach Polizeiangaben anschließend deutliche Vergiftungssymptome und musste aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstands reanimiert werden. Der Urlauber aus dem Unterallgäu kam in ein Krankenhaus, wo er starb. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Memmingen führten Ermittlungen zu den Todesumständen. Die Ergebnisse einer toxikologischen Untersuchung standen demnach noch aus.

Schlangenbiss in Ägypten-Urlaub: Tourist aus Bayern stirbt nach Show in Hotel
15:58 Uhr

Mit Trump am Boden: Jetzt spricht der Magier

Magier Oz Pearlman wollte US-Präsident Donald Trump gerade mit einem Mentalistentrick beeindrucken, als plötzlich die Schüsse fielen. Der Entertainer stand in dem entscheidenden Moment am Samstagabend beim Korrespondentendinner in Washington zwischen dem sitzenden Trump und dessen Frau Melania - und wurde im darauffolgenden Chaos der Evakuierung durch Sicherheitskräfte mit zu Boden gedrückt. "Der Zeitpunkt war einfach völlig verrückt, weil ich gerade mitten in einem Auftritt für die First Lady, den Präsidenten und die Pressesprecherin war", sagte Pearlman der BBC. Er habe versucht, den Namen des ungeborenen Babys von Trumps Sprecherin Karoline Leavitt zu erraten. Als er seine Namensidee auf einem Stück Papier zeigen wollte, habe er die Schüsse gehört.

"Ich ging sehr schnell zu Boden. Und dann brachte der Secret Service Präsident Trump zu Boden - ich würde sagen sehr effektiv, aber ziemlich gewaltsam", sagte Pearlman. Er und der Präsident hätten etwa einen halben Meter voneinander entfernt gelegen. "Ich drehe mich nach links und schaue ihm direkt in die Augen." Er habe die Sekunden gezählt und gedacht: "Hoffentlich sterbe ich jetzt nicht." Trump sei dann aus dem Raum gebracht worden.

Mit Trump am Boden: Jetzt spricht der Magier
15:37 Uhr

Grünen-Chef zieht über Merz her: "Ähnlich sprachlos, wie es Olaf Scholz immer war"

Die Zufriedenheit mit Regierungschef Friedrich Merz verharrt seit Wochen auf niedrigem Niveau. Im RTL/ntv Trendbarometer von vergangener Woche gibt nur knapp ein Fünftel der Deutschen an, mit seiner Arbeit zufrieden. Grünen-Chef Felix Banaszak nimmt diesen miserablen Wert als Anlass, mit einem Rundumschlag gegen den Kanzler noch mehr Salz in die Wunde zu streuen. "Diese Bundesregierung ist die erste, die in den ersten Wochen einer akuten Krise nicht an Zustimmung gewinnt durch kluges Krisenmanagement, sondern weiter an Zustimmung verliert." Das zeige sich auch daran, dass "niemand daran glaubt", dass bei den anstehenden Reformvorhaben "jetzt noch ein großer Wurf gelingt".

Er wünsche sich von Kanzler Merz angesichts der aktuellen Krisen eine "klare Ansprache an die Bevölkerung", sagte Banaszak, "und ich bin mir sicher, in der Bevölkerung gibt es eine große Bereitschaft, selbst solidarisch rücksichtsvoll zu agieren, wenn der Eindruck bestünde, dass die Regierung selbst einen Plan hat, wie man aus dieser akuten Krise herauskommt". Stattdessen sei Merz "ähnlich sprachlos, wie es Olaf Scholz immer war", kritisierte der Grünen-Vorsitzende. Vom Kanzler "und Teilen der Union" kämen nur noch Vorschläge und Wortmeldungen, die die Unsicherheit in der Bevölkerung verstärkten. Jedes Mal, wenn sich Merz an die Bürgerinnen und Bürger wende, "beschimpft er sie ja nur".

Grünen-Chef zieht über Merz her: "Ähnlich sprachlos, wie es Olaf Scholz immer war"
15:02 Uhr

Pfandflaschensammler stirbt bei S-Bahn-Unfall in Berlin

Tragisches Unglück in der Hauptstadt: Ein Mann ist in Berlin-Mitte beim Pfandflaschensuchen von einer S-Bahn erfasst worden und gestorben. Der 58-Jährige wurde am Sonntagabend auf den Gleisen zwischen S-Bahn und Bahnsteigkante eingeklemmt, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Mann sei von der Feuerwehr geborgen worden, hieß es von der Polizei. Er starb demnach noch an der Unfallstelle.

Die Deutsche Bahn äußerte ihr tiefes Bedauern über den Unfall. "Vorfälle dieser Art sind für alle Beteiligten - nicht zuletzt auch für unser Fahrpersonal und die Rettungskräfte vor Ort - eine große Belastung." Das Unternehmen verwies auf Sicherheitsmaßnahmen, um solche Unfälle zu vermeiden, etwa die visuellen und taktilen Bahnsteigbegrenzungen, Zugdurchsagen vor der Einfahrt und Schulungen für die Zugführer- und führerinnen.

Pfandflaschensammler stirbt bei S-Bahn-Unfall in Berlin
14:28 Uhr

"The Big Bang Theory" bringt Ableger hervor: Nebendarsteller kommt groß raus

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Eine Szene aus der neuen Serie. Hauptdarsteller ist Kevin Sussman - hier vorn im Bild mit einem Gerät. (Foto: dpa)

Gefühlt eine halbe Ewigkeit liefen die Folgen von "The Big Bang Theory" im Fernsehen. Bald erscheint ein Spin-Off der beliebten Sitcom. Im Juli startet "Stuart Fails to Save the Universe" auf dem Streamingdienst HBO Max. Im Mittelpunkt der Serie steht der Comicladen-Betreiber Stuart, gespielt von Kevin Sussman. Zuschauer kennen Stuart noch als Nebenfigur aus "The Big Bang Theory" – jetzt ist er der Star. Ob die Serie zeitgleich auch in Deutschland zu sehen sein wird, gab HBO Max noch nicht bekannt.

"The Big Bang Theory" bringt Ableger hervor: Nebendarsteller kommt groß raus
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Heidi Ulrich hat jetzt Feierabend. Bis zum späten Abend übernehme ich den "Tag" und versorge Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
13:42 Uhr

Witwe von Charlie Kirk verließ Gala-Dinner unter Tränen

Als beim Gala-Dinner mit US-Präsident Donald Trump am Samstagabend Schüsse fallen, sitzt auch Erika Kirk im Saal. Auf einem Video des Senders CNN ist zu sehen, wie die Witwe des erschossenen rechten Aktivisten Charlie Kirk die Veranstaltung unter Tränen verlässt. "Ich will einfach nur nach Hause", sagt Kirk darin sichtlich erschüttert, während sie aus dem Saal hinausbegleitet wird und einen Flur entlangläuft. Charlie Kirk war im September im Alter von 31 Jahren auf einer öffentlichen Veranstaltung erschossen worden.

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Erika Kirk ist die Witwe des rechten Aktivisten Charlie Kirk. (Foto: REUTERS)
Witwe von Charlie Kirk verließ Gala-Dinner unter Tränen
13:02 Uhr

Dogge verletzt Jungen schwer

Ein Hund hat in Essen einen fünfjährigen Jungen in den Kopf gebissen und schwer verletzt. Der Hund habe den Jungen in einer Kleingartenanlage angegriffen, teilt die Polizei mit. Demnach lief die Antikdogge am Freitag aus einer Parzelle und attackierte den Fünfjährigen, der mit seiner Familie in der Kleingartenanlage war. Er kam in ein Krankenhaus. Der 29-jährige Halter befand sich während des Angriffs in seiner Gartenhütte und soll Alkohol getrunken haben. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht. Die Polizei ermittelt gegen den Halter wegen fahrlässiger und gefährlicher Körperverletzung.

Dogge verletzt Jungen schwer
12:34 Uhr

Berichte: Ex-Botschafterin aus von US-Botschaft gepostetem Foto entfernt

Die US-Botschaft in Luxemburg hat in sozialen Medien ein Foto verbreitet, das zuvor stark retuschiert worden sein soll. Darüber berichten die luxemburgische Zeitung "Tageblatt" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Demnach zeigt das Foto unter anderem Großherzog Guillaume und mehrere luxemburgische Minister, sowie US-Botschafterin Stacey Feinberg bei der Verleihung des Luxembourg-American Chamber of Commerce Award am 14. April in New York. Ursprünglich sei auf dem Bild auch die ehemalige US-Botschafterin in Luxemburg, Cynthia Stroum, zu sehen gewesen. Sie soll aus dem Bild entfernt worden sein, sowie ein unbekannter Mann im Hintergrund. Aufgefallen sei dem "Tageblatt"-Chefredakteur Armand Back zunächst ein weiterer im Hintergrund stehender Mann, dessen Schulter und Arm abgeschnitten wirkten. Über die Rückwärtssuche habe er das Original-Foto der Luxembourg-American Chamber of Commerce auf der Webseite des Wirtschaftsmagazins "Paperjam" gefunden - mit der Ex-Botschafterin. Eine Erklärung dafür liefert die US-Botschaft auf Nachfrage der beiden Medien nicht.

Den Berichten zufolge war Stroum als Botschafterin umstritten. Back nimmt an, dass sie lediglich in Ungnade gefallen ist. Dennoch hält er das Vorgehen für problematisch: "Hier wird die Öffentlichkeit getäuscht, das Bild entspricht nicht mehr der Wirklichkeit. Wir sollten sehr darauf achten, dass ein solches Vorgehen in Zeiten von KI und Fake News nicht Usus wird", sagt Back der FAZ.

Berichte: Ex-Botschafterin aus von US-Botschaft gepostetem Foto entfernt
11:57 Uhr

Erdrutsch in Russland überrollt Bauernhof

Im russischen Dagestan zerstören Erdrutsche nach extremen Regenfällen ein Wohnhaus und einen Bauernhof. Die Bewohner können sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Dutzende Tiere kommen ums Leben. Die Behörden warnen vor weiteren Erdrutschen.

Erdrutsch in Russland überrollt Bauernhof
11:27 Uhr

Mutmaßlicher Block-Entführer sagt aus: "Ich bin kein Verbrecher"

Im Hamburger Block-Prozess schildert ein weiterer mutmaßlicher Entführer als Zeuge die Ereignisse aus der Silvesternacht 2023/24 aus seiner Sicht. "Ich bin kein Verbrecher", sagt der 35 Jahre alte Israeli, der nach eigenen Angaben Bauingenieur ist. Er habe nur helfen wollen, denn der Chef einer israelischen Sicherheitsfirma habe ihm berichtet, dass die Kinder angeblich beim Vater misshandelt würden. Mehrmals sei betont worden, es sei eine völlig legale Aktion, die Kinder zur Mutter zurückzubringen. Die deutschen Behörden seien informiert. "Ohne Gewalt" sei die Vorgabe gewesen, sagt der Zeuge. Seine Aufgabe bei der Rückholaktion, die laut Anklage doch gewaltsam verlief: "Ich war der Fahrer."

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, nach einem langen Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Sie beteuert ihre Unschuld. Es gibt noch sechs weitere Angeklagte.

Mutmaßlicher Block-Entführer sagt aus: "Ich bin kein Verbrecher"
10:54 Uhr

Hunderte Fernseher verschwunden

Unbekannte haben in Nordrhein-Westfalen mehrere hundert Fernseher aus einem Lastwagen gestohlen. Der Polizei zufolge beläuft sich der Schaden auf einen Betrag in sechsstelliger Höhe. Der Lastwagen stand an einem Autohof in Porta Westfalica. Die Täter sollen zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen die Ladefläche aufgebrochen haben. Die Polizei sucht Zeugen.

Hunderte Fernseher verschwunden
10:31 Uhr

Tester halten zwei Babyschnuller für unsicher

Stiftung Warentest hat Babyschnuller unter die Lupe genommen. Geprüft wurden 13 Silikonmodelle von Marken wie Chicco, Nuk, Philips Avent, Asrcemt, sowie Eigenmarken von dm und Rossmann. Zehn Schnuller schnitten sehr gut oder gut ab, einer befriedigend. Von zwei Modellen raten die Tester ab. "Der Nuby Flex Beruhigungssauger ist mangelhaft - die Atemlöcher im Schild sind zu klein. Sie sollen im Ernstfall ein Erstickungsrisiko ausschließen. Im ausreichenden Chicco-Schnuller fanden wir gesundheitsschädliche Nitrosamine." Die Werte lagen demnach aber unterhalb der Normvorgaben.

Tester halten zwei Babyschnuller für unsicher
10:04 Uhr

Zahl tödlich verunglückter Radfahrer gestiegen

Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Fahrradfahrer ist im vergangenen Jahr auf 462 gestiegen. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2024 und 20,6 Prozent mehr als 2015, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Nach vorläufiger Statistik war jeder sechste (16,4 Prozent) im Straßenverkehr getötete Mensch mit dem Fahrrad unterwegs. Fast jedes zweite Opfer saß auf einem umgangssprachlich als E-Bike bezeichneten Pedelec. Der Anstieg ist den Statistikern zufolge vor allem auf eine zunehmende Zahl von E-Bike-Nutzern zurückzuführen. 

  • Besonders gefährdet sind ältere Menschen: 61,5 Prozent der insgesamt tödlich verunglückten Radfahrer waren 65 Jahre oder älter.

  • Bei 66,5 Prozent der insgesamt 95.794 statistisch erfassten Fahrradunfälle mit Personenschaden war ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt. Davon handelte es sich in 69,8 Prozent der Fälle um einen Autofahrer. War ein Autofahrer beteiligt, traf in nur 25,3 Prozent der Fälle die Hauptschuld den Fahrradfahrer.

Zahl tödlich verunglückter Radfahrer gestiegen
09:28 Uhr

Positive Wendung: "Wal hat sich um 90 Grad gedreht"

Der gestrandete Wal in der Wismarer Bucht hat sich um etwa 90 Grad gedreht. Das hat gleich "mehrere positive Auswirkungen", wie ntv-Reporter Ibrahim Kayed erklärt. Ohnehin geht es dem Tier laut Experten "den Umständen entsprechend gut". Nun laufen die letzten Vorbereitungen für die nächste Rettungsaktion.

Positive Wendung: "Wal hat sich um 90 Grad gedreht"
08:46 Uhr

Zwei 19-Jährige bei Unfall gestorben, die anderen Insassen schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall im niedersächsischen Damme sind zwei 19-Jährige ums Leben gekommen. Sie saßen am Sonntagabend im Auto eines 22-jährigen Fahrers, wie die Polizei in Vechta mitteilt. Dieser kam mit seinem Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die beiden 19-Jährigen, die offenbar auf der Rückbank saßen, wurden bei dem Unfall so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starben. Der 22-jährige Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen, der 20-jährige Beifahrer wurde schwer verletzt.

Zwei 19-Jährige bei Unfall gestorben, die anderen Insassen schwer verletzt
07:58 Uhr

Bericht: Niedrigeres Sicherheitsniveau für Dinner-Gala erteilt als für andere Top-Treffen

Der US-Präsident, mehrere Kabinettsmitglieder sowie der Sprecher des Repräsentantenhauses saßen im Saal, als ein bewaffneter Angreifer die Sicherheitsschleuse durchbrach und feuerte. Wie konnte das passieren? Laut der "Washington Post" stellte die Trump-Regierung für das Presse-Dinner des Weißen Hauses ein niedrigeres Sicherheitsniveau bereit als für andere Treffen hochrangiger Beamter. Dies erklären mit der Angelegenheit vertraute US-Offizielle, die anonym bleiben wollen. Die Zeitung schreibt, "wenn sich so viele Amtsträger zu offiziellen Anlässen wie einer Amtseinführung oder der Rede zur Lage der Nation an einem Ort versammeln, beauftragt der Minister für Innere Sicherheit üblicherweise den Secret Service mit der Koordinierung der Sicherheitsmaßnahmen durch eine formelle Einstufung als "National Special Security Event."' Dies hätte den vollen Einsatz staatlicher Ressourcen ermöglicht, heißt es.

Bericht: Niedrigeres Sicherheitsniveau für Dinner-Gala erteilt als für andere Top-Treffen
07:24 Uhr

Royals reisen zu US-Staatsbesuch, britisch-deutscher Wirtschaftsgipfel und Block-Prozess – das wird heute wichtig 

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Die Schüsse beim Washingtoner Presse-Dinner am Samstag werden uns weiterhin beschäftigten. Was zum Wochenstart außerdem ansteht, finden Sie hier aufgelistet.

  • Der britische König Charles III. und seine Frau Königin Camilla werden zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in den USA erwartet. Wie der Palast mitteilt, wurden die Pläne nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington überprüft. Die Reise soll stattfinden.   

  • Im Block-Prozess befragt das Landgericht Hamburg einen weiteren mutmaßlichen Entführer. Er könnte den Ermittlungen zufolge einer der Fahrer der Autos gewesen sein. Der Mann und drei andere Beschuldigte aus Israel hatten sich mitten im laufenden Prozess gemeldet, die Justiz gewährte ihnen für ihre Zeugenaussage sicheres Geleit.

  • Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihr britischer Kollege Peter Kyle halten beim deutsch-britischen Wirtschaftsforum in Berlin die Eröffnungsreden. Der Wirtschaftsgipfel baut auf dem im Juli 2025 unterschriebenen Kensington-Vertrag beider Staaten auf, mit dem schrittweise eine vertiefte Zusammenarbeit in Verteidigung, Sicherheit, Wirtschaft, Gesundheit und Kultur vereinbart wurde.

  • Der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion kommt zu einer zweitägigen Klausurtagung zusammen, bei der es um die Lage der deutschen Wirtschaft sowie die Außen- und Sicherheitspolitik gehen wird. Zum Auftakt ist EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu Gast. Am Abend ist eine Aussprache mit Bundeskanzler Friedrich Merz zur allgemeinen politischen Lage geplant.

  • Außenminister Johann Wadephul reist vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Energiepreise und Wirtschaft zu einem zweitägigen Besuch bei den Vereinten Nationen. In New York will er an einer Debatte des UN-Sicherheitsrats zum Thema maritime Sicherheit teilnehmen und eine Rede halten. Dabei dürfte die Lage in der Straße von Hormus sowie die Sicherheit der freien Schifffahrt im Zentrum stehen.

  • Knapp sechs Monate nach der Festnahme eines 22-jährigen Syrers, der einen Anschlag geplant haben soll, kommt es zum Prozess vor dem Berliner Landgericht. Die Anklage lautet unter anderem auf Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat, Terrorismusfinanzierung sowie Verbreiten von Propagandamitteln terroristischer Organisationen.

Mein Name ist Heidi Ulrich - erreichbar via heidi.ulrich(at)ntv.de.

Royals reisen zu US-Staatsbesuch, britisch-deutscher Wirtschaftsgipfel und Block-Prozess – das wird heute wichtig 
06:52 Uhr

Capri-Sun kämpft nach Jahren immer noch für Plastik-Strohhalm

Caprisun-will-zum-Plastikstrohhalm-zurueckkehren-und-sammelt-Unterschriften-mit-einer-Online-Petition
Den Strohhalm aus Papier hat Capri-Sun nach eigenen Angaben schon mehrfach überarbeitet. Der gewünschte Erfolg blieb bisher offenbar aus. (Foto: Bernd Wei�brod/dpa)

Der Trinkbeutel-Hersteller Capri-Sun stellte 2021 wegen des EU-Verbots von Einwegplastikprodukten von Plastik- auf Papierstrohhalme um. Seit 2024 kämpft das Unternehmen dafür, wieder einen Kunststoffhalm verwenden zu dürfen. Verbraucher hätten sich beschwert, dass sich der Pappstrohhalm schlechter einstecken lasse und weich werde, so das Unternehmen, das sogar eine Petition deswegen startete, die nach eineinhalb Jahren bei knapp 170.000 Unterschriften steht. Und Capri-Sun bemüht sich weiter: Es bestehe ein "konstruktiver Austausch" mit der Europäischen Kommission, teilt das Unternehmen nun mit. Während die EU 2019 Einwegplastikprodukte wie Trinkhalme verboten habe, wolle sie mit der neuen EU-Verpackungsverordnung die Recyclingfähigkeit von Verpackungen erhöhen, kritisiert Capri-Sun. Das Unternehmen will demnach den Strohhalm aus dem gleichen Material herstellen wie den Trinkbeutel: dem Kunststoff Polypropylen. Damit könne das ganze Produkt besser recycelt werden, argumentiert Capri-Sun.

  • Polypropylen ist nicht biologisch abbaubar und zerfällt in der Umwelt zu Mikroplastik. Wird es richtig entsorgt, lässt es sich recyclen.

  • Die Verbraucherschutzzentrale Baden-Württemberg sieht die "erhebliche Gefahr", dass solche Trinkbeutel nicht vollständig im Gelben Sack landen. "Im Hinblick auf Ressourcenschonung und Umweltschutz halten wir diese Verpackungsgestaltung für nicht mehr zeitgemäß", teilte eine Referentin mit. "Stattdessen sollte Capri-Sun mit gutem Beispiel vorangehen und auf nachhaltige Mehrweglösungen umsteigen - ganz ohne Trinkhalm."

  • "Der anhaltende Kampf von Capri Sun für Einweg-Plastikstrohhalme ist aus Umweltsicht nicht nachvollziehbar und ein Armutszeugnis", sagt Viola Wohlgemuth von der Deutschen Umwelthilfe. Jedes zusätzliche Plastikelement verbleibe viele Jahre in der Umwelt und zersetze sich nach und nach zu Mikroplastik, welches sich in Nahrungsketten und Organismen anreichere, sagt Wohlgemuth. Mehr dazu hier.

Capri-Sun kämpft nach Jahren immer noch für Plastik-Strohhalm
06:17 Uhr

Trump vergleicht sich mit Lincoln 

Nach den Schüssen beim Washingtoner Presse-Dinner sieht sich US-Präsident Donald Trump in seiner Politik bestätigt und stilisiert sich als Zielscheibe wegen politischer Erfolge. Zudem vergleich er sich mit dem früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln, der 1865 durch ein Attentat starb. "Die Menschen, die am meisten bewirken, die Menschen mit dem größten Einfluss", würden bei Attentaten ins Visier genommen, sagt Trump Medienberichten zufolge nach dem Vorfall. Zudem glaubt er, ohne seine Zölle auf Importe und die hohen Militärausgaben wäre er weniger gefährdet.

Trump vergleicht sich mit Lincoln