mit Janis PeitschBundesgerichtshof stärkt Auskunftsrechte nach vermuteten Schäden durch Astrazeneca-Impfung
Der Fall eines vermuteten Impfschadens nach einer Coronaimpfung in Rheinland-Pfalz muss neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe stärkte in einem Urteil die Rechte von Patienten auf Auskunft von Pharmaunternehmen.
Die Zahnärztin Pia Aksoy klagte, da sie nach der Impfung einen Hörsturz erlitt. Ob das ein Impfschaden war und ob ihr womöglich Schadenersatz zusteht, ist noch unklar - sie kann nun aber voraussichtlich leichter an Informationen kommen.
Die Klägerin fordert Auskunft unter anderem über bekannte Wirkungen und Nebenwirkungen des Impfstoffs sowie Schadenersatz von dem Hersteller Astrazeneca. Sie hatte sich im März 2021 gegen Corona impfen lassen, damals war sie 40 Jahre alt. Drei Tage nach der Impfung hatte sie einen Hörsturz. Seitdem ist sie auf einem Ohr taub.
Das Oberlandesgericht Koblenz wies Aksoys Klage ab. Dabei machte es aber Rechtsfehler, wie der BGH nun feststellte. Mit der Begründung aus Koblenz könne weder ein Anspruch auf Auskunft noch einer auf Schadenersatz verneint werden.
Kaffee-Streit zwischen Tschibo und Aldi geht in die nächste Runde
Im Rechtsstreit um Kaffeepreise zwischen Aldi Süd und Tchibo ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nach der erneuten juristischen Niederlage legt der Kaffeeröster Revision beim Bundesgerichtshof ein. Die Richter in Karlsruhe müssen sich nun mit dem Fall befassen.
Tchibo wirft dem Discounter vor, seit Ende 2023 Kaffee der Aldi-Eigenmarke Barissimo mehrfach unter den Herstellungskosten verkauft zu haben und damit zu billig. Das Unternehmen sieht darin einen Verstoß gegen geltendes Recht und will Aldi Süd dieses Vorgehen gerichtlich untersagen lassen - bislang erfolglos.
Das Landgericht Düsseldorf hatte die Klage im vergangenen Jahr abgelehnt. Im Februar wies das Oberlandesgericht Düsseldorf auch die Berufung zurück. Die Richter teilten die Kritik nicht und sahen kein unbilliges Verhalten, ließen die Revision aber zu.
Grüne Jugend drängte Boris Palmer auf Wahlparty zum Gehen
Boris Palmer ist nach eigenen Worten bei der Wahlparty seiner früheren Partei in Stuttgart unsanft zum Gehen aufgefordert worden. Er sei am Montagabend gleich im Eingangsbereich von zwei jungen Männern angeraunzt worden.
Es hieß, er schade Cem Özdemir und solle wieder gehen, sagte Tübingens parteiloser Oberbürgermeister dem "Spiegel". Niemand habe ihn eingeladen, er solle verschwinden. "Ich bin dann trotzdem reingegangen", so Palmer.
Die Grüne Jugend ist auf Palmer nicht gut zu sprechen. Nach der Wahl forderte sie, Palmer dürfe weder Minister noch Berater in der künftigen Landesregierung werden. "Die Haltungen und wiederholten rassistischen Äußerungen des ehemaligen Grünen-Mitglieds Boris Palmer sind mit den Grundwerten unserer Partei unvereinbar."
US-Schauspieler Ben Stiller beschwert sich über das Weiße Haus
Immer wieder nutzt die US-Regierung bekanntes Film- oder Musikmaterial für eigene Videoclips - wohl ohne zu fragen. Jetzt beschwert sich deswegen Schauspieler Ben Stiller.
"Wir haben euch nie die Genehmigung gegeben und haben kein Interesse daran, ein Teil eurer Propaganda-Maschinerie zu sein", schrieb Stiller auf der Plattform X. "Krieg ist kein Film."
Der Schauspieler bezog sich auf einen Ausschnitt aus seinem Film "Tropic Thunder". Das Weiße Haus hatte den Videoclip ebenfalls via X rund eine Woche nach Beginn des Iran-Kriegs veröffentlicht und mit den Worten "Gerechtigkeit auf amerikanische Art" kommentiert.
Für die 2008 veröffentlichte Actionkomödie "Tropic Thunder" schrieb Stiller das Drehbuch, produzierte, führte Regie und spielte die Hauptrolle.
Cathy Hummels richtet Botschaft an ihre Nichte
Cathy Hummels teilt auf Instagram ein Foto mit ihrer neugeborenen Nichte auf der Brust. Dazu richtet sie eine emotionale Botschaft an das kleine Mädchen.
"Heute halte ich die Zukunft in meinen Armen: meine neugeborene Nichte", schrieb die 38-jährige Influencerin. Das Baby sei in eine Welt geboren, "in der Frauen stark, mutig, laut, leise, sensibel und alles dazwischen sein dürfen".
Hummels schreibt weiter, dass es ihr viele Kämpfe erspart hätte, wenn ihr jemand als kleines Kind gesagt hätte, dass sie so sein darf, wie sie ist. "Nicht nur den Kampf, mich in dieser Welt zu behaupten, sondern auch den, mich selbst zu akzeptieren." Kämpfe gegen sich selbst führten zu nichts, so Hummels.
Japan will Langstreckenraketen nahe China stationieren
Angesichts der zunehmenden Aktivitäten der chinesischen Marine im Ostchinesischen Meer bemüht sich Japan darum, seine militärischen Kapazitäten zu verstärken. Daher will Tokio nun bis Ende März eine Reihe von Langstrecken-Raketen im Südwesten des Landes nahe China stationieren.
Die japanischen Streitkräfte planten die Stationierung ihrer Boden-zu-Schiff-Raketen vom Typ 12 mit einer Reichweite von 1000 Kilometern in Kumamoto in der Region Kyushu, sagte Kabinettssekretär Minoru Kihara.
Das Verhältnis zwischen Tokio und Peking hatte sich zuletzt verschlechtert. Im November hatte Japans Regierungschefin Sanae Takaichi angekündigt, eine militärische Eskalation des Taiwan-Konflikts etwa durch den Einsatz chinesischer Kriegsschiffe könne auch Japan in seiner Existenz bedrohen. Für diesen Fall schloss sie einen Militäreinsatz nicht aus.
Touristen entdecken meterlange Meereskreatur am Strand
Menschen bekommen sie nur selten zu Gesicht: Riemenfische. Gleich zwei drei Meter lange Exemplare haben Touristen nun in Mexiko entdeckt. Den Tieren eilt kein guter Ruf voraus. Mehr dazu im Video.
Der Graf trauert um seine Mutter
Schmerzlicher Verlust für den Grafen. Der Sänger der Band Unheilig trauert um seine Mutter. Sie ist vor wenigen Tagen gestorben, bestätigte das Management auf Anfrage.
Der Tod seiner Mutter trifft den Grafen, der sich stets in einer etwas düsteren Optik inszeniert, dabei mitten in einer intensiven Karrierephase. Am Freitag erscheint das Comeback-Album "LIEBE GLAUBE MONSTER" von Unheilig. Darauf sind viele Songs zu finden, die von persönlichen Erlebnissen des Grafen erzählen.
Auf der Platte ist daher auch der Song "Mein Löwe" zu hören, den der Sänger aus der Nähe von Aachen seiner Mutter gewidmet hat. Darin beschreibt er, wie sich die Beziehung zwischen Eltern und Kindern über die Jahrzehnte verändert.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollegin Anne Renzenbrink verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Discounter Netto verkauft Hanfsamen in mehreren Filialen
Der Discounter Netto verkauft in dieser Woche Hanfsamen als Aktionsware in ausgewählten Filialen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte ntv.de entsprechende Medienberichte. Das Angebot sei in den Netto-Filialen in Berlin sowie in Teilen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erhältlich.
Die von der Ampel-Koalition umgesetzte Teillegalisierung von Cannabis lässt seit 1. April 2024 das Rauchen und den Anbau von Cannabis für Volljährige mit vielen Beschränkungen zu. Erlaubt ist der Anbau von bis zu drei Pflanzen in Privatwohnungen. Aufbewahren darf man bis zu 50 Gramm Cannabis, unterwegs dabei haben 25 Gramm.
Chaotischer Prozessauftakt gegen Erdogan-Rivalen - Richter lässt Saal räumen
Der Korruptionsprozess gegen den inhaftierten Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu hat unter chaotischen Umständen begonnen. Nach einem Wortgefecht zwischen dem wichtigsten politischen Rivalen von Präsident Recep Tayyip Erdogan und dem Vorsitzenden Richter ließ dieser den Gerichtssaal räumen. Imamoglu hatte verlangt, sich äußern zu dürfen, und den Richter aufgefordert, "das Recht der Menschen auf Selbstverteidigung zu respektieren". Der Richter lehnte dies ab und ordnete an, zunächst andere Angeklagte zu hören. Als Reaktion auf die lautstarken Proteste der Zuschauer unterbrach er die Sitzung.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 55-jährigen CHP-Politiker vor, eine kriminelle Vereinigung zu leiten, die sich an Ausschreibungsmanipulationen und Bestechung bereichert haben soll. Neben Imamoglu sind mehr als 400 weitere Personen angeklagt, die mit der Stadtverwaltung in Verbindung stehen. Imamoglu und die größte Oppositionspartei CHP weisen die Vorwürfe zurück. Im Falle einer Verurteilung drohen lange Haftstrafen, die Imamoglus politische Karriere beenden könnten.
Kriegsprotest und Folk: Woodstock-Star McDonald gestorben
Der US-Musiker und Vietnamkriegs-Protestsänger "Country Joe" McDonald ist gestorben. Der Sänger der Folk-Rock-Band "Country Joe and the Fish" erlag im Alter von 84 Jahren in Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien den Folgen der Parkinson-Krankheit, wie mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf seine Ehefrau Kathy McDonald berichteten. Laut seiner Website erfolgte sein Tod am 7. März. Joseph alias "Country Joe" McDonald gehörte zu den prägenden Stimmen der US-amerikanischen Gegenkultur der 1960er Jahre. Große Bekanntheit erlangte er mit seinem Auftritt beim Woodstock-Festival 1969, wo er sein satirisches Anti-Vietnamkriegs-Lied "I-Feel-Like-I'm-Fixin'-to-Die Rag" spielte (sinngemäß: "Ich habe das Gefühl, gleich draufzugehen").
Dabei ließ McDonald das Publikum einen provokanten Sprechchor anstimmen, und Hunderttausende sangen den bitteren Refrain mit: "Eins, zwei, drei, wofür kämpfen wir? Frag mich nicht, ist mir egal. Nächster Halt, Vietnam." In anderen Strophen verspottete das Lied Kriegsprofiteure an der Wall Street sowie die Bereitschaft, junge Männer in den Krieg zu schicken. Mit seiner Band gehörte McDonald zur sogenannten Psychedelic-Rock-Szene. Der in Washington geborene Musiker diente selbst in der US-Marine und engagierte sich später nach eigenen Angaben als Aktivist für Veteranen. Neben seiner Ehefrau Kathy McDonald, mit der er 43 Jahre verheiratet war, hinterlässt er fünf Kinder.
Großbrand in Glasgow: Feuer zerstört historisches Gebäude
Glasgow erlebt ein Feuer mit weitreichenden Folgen für die Bevölkerung. Der Bahnhof in der schottischen Metropole bleibt für mehrere Tage geschlossen, Einwohner sollen die Gegend meiden. Auslöser für den Brand ist ein Vape-Shop.
Ortsschild-Diebe treiben Gemeinde zur Verzweiflung
Ein Dorf in Schleswig-Holstein hat seit Jahrzehnten ein immer wiederkehrendes Problem - sein Ortsschild wird permanent geklaut. Schon diverse Bürgermeister müssen sich mit dem Diebstahl befassen. Der Grund: das Schild wird wegen des Ortsnamens gerne verschenkt.
Explosion vor Synagoge in Lüttich - belgischer Innenminister: "antisemitische Tat"
Vor einer Synagoge in der belgischen Stadt Lüttich ist es in der Nacht zu einer Explosion gekommen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand, es gebe "nur materielle Schäden". Der belgische Innenminister Bernard Quintin sprach im Onlinedienst X von einer "antisemitischen Tat, die sich direkt gegen die jüdische Gemeinde in Belgien richtet". Die Detonation habe sich gegen vier Uhr morgens ereignet, teilte die Lütticher Polizei weiter. Mehrere Fensterscheiben der Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite seien zersprungen. Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, eine Sprecherin wollte sich aber nicht zu einem möglichen Motiv äußern.
Der Bereich um die Synagoge wurde abgesperrt. Innenminister Quintin kündigte verstärkte Sicherheitsvorkehrungen "an vergleichbaren Orten" in Belgien an. Der Lütticher Bürgermeister Bürgermeister Willy Demeyer verurteilte die Explosion scharf. Sie sei "gezielt" vor der Synagoge geschehen, sagte er dem öffentlich-rechtlichen Radiosender RTBF. "Wir wollen in der Stadt keine importierten Konflikte, die eigentlich anderswo stattfinden", fügte er mit Blick auf den Iran-Krieg hinzu. Lüttich liegt gut 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die dortige Synagoge wurde 1899 errichtet und beherbergt auch ein Museum zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Stadt. In ganz Belgien leben etwa 45.000 Jüdinnen und Juden.
Neue Suche nach Wrack erfolglos: Rätsel um Flug MH370 weiter ungelöst
Das Rätsel um das Schicksal von Flug MH370 bleibt auch zwölf Jahre nach dem Verschwinden vorerst ungelöst: Eine neue Suche nach dem Wrack ist ohne Ergebnis beendet worden. Das auf Tiefsee-Erkundungen spezialisierte Unternehmen Ocean Infinity habe das Suchgebiet im Indischen Ozean verlassen, ohne neue Hinweise auf das Wrack des Flugzeugs zu finden, teilte Firmenchef Oliver Plunkett mit. Für die Familien der 239 Opfer gibt es damit weiterhin keine Antworten auf ihre vielen Fragen.
Das Forschungsschiff des Unternehmens verließ das Gebiet demnach bereits am 23. Januar. Seit Beginn der Mission im Jahr 2018 habe Ocean Infinity insgesamt 151 Tage auf See verbracht und mehr als 140.000 Quadratkilometer Meeresboden kartiert, hieß es. "Das Ausmaß der Herausforderung - sowohl geografisch als auch technologisch - ist kaum zu begreifen", sagte Plunkett. Die Boeing 777 der Malaysia Airlines auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking war am 8. März 2014 über dem Indischen Ozean plötzlich von den Radarschirmen verschwunden.
Erdrutsch auf einer der größten Müllhalden der Welt tötet fünf Menschen
Bei einem Erdrutsch auf einer der größten Müllhalden der Welt am Rand der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere würden noch vermisst, teilten die örtlichen Rettungsdienste mit. Das Unglück ereignete sich am Sonntag auf der riesigen Abfallentsorgungsanlage Bantargebang in der Stadt Bekasi.
Bantargebang nimmt täglich Tausende Tonnen Abfall aus der indonesischen Hauptstadt auf. Jakarta ist laut einem UN-Bericht aus dem vergangenen Jahr mittlerweile die bevölkerungsreichste Stadt der Welt - in der Metropolregion leben etwa 42 Millionen Menschen. Rund um das weitläufige Gelände der Deponie arbeiten zahlreiche informelle Müllsammler und Kleinhändler. Sie sind bei solchen Unglücken besonders gefährdet. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden die Opfer von Müllmassen und Trümmern verschüttet, als plötzlich ein Teil der Deponie abrutschte. Der Müllberg, der kollabierte, war nach Angaben der Nachrichtenagentur Antara mindestens 50 Meter hoch. Rettungskräfte suchen weiter nach den Vermissten. Was das Unglück auslöste, ist noch unklar - jedoch kommen die enormen Müllmassen gerade bei Regen leicht ins Rutschen.
Frau in Hessen tot in Wohnung gefunden - 21-Jähriger festgenommen
Im hessischen Rüsselsheim ist offenbar eine Frau in einer Wohnung getötet worden. Beamte fanden die 32-Jährige am späten Sonntagabend in einem Mehrfamilienhaus, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Wegen der Auffindesituation könne ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Die genaue Todesursache solle eine Obduktion klären.
In der Nähe des Tatorts wurde ein 21 Jahre alter Tatverdächtiger festgenommen. Weitere Angaben machte die Polizei unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.
Meteorit über Westdeutschland - viele Notrufe bei der Polizei
Ein Meteorit über Westdeutschland hat am Sonntagabend viele Menschen erschreckt. In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gingen am Sonntagabend viele Notrufe bei der Polizei ein. "Der Überflug wurde an vielen Stellen in Rheinland-Pfalz wahrgenommen", teilte das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz mit. Bruchstücke des Himmelskörpers fielen demnach gegen 19.15 Uhr auf die Erde. "Vereinzelt kam es zu Schäden in Rheinland-Pfalz, Personenschäden sind bisher nicht bekannt."
Das Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern berichtete über "mehrere Notrufe". Anrufer hätten "von einem hell leuchtenden Flugkörper mit kurzem Feuerschein beziehungsweise einem Feuerblitz am Himmel" berichtet. Es sei auch die Vermutung geäußert worden, dass es sich um eine Rakete handeln könnte. Es gebe aber "keinerlei Hinweise auf ein sicherheitsrelevantes Ereignis", betonte die Polizei.
Auch in Nordrhein-Westfalen verunsicherte der Lichtblitz am Himmel offenbar einige Menschen. Bei der Polizei in Osnabrück gingen mehrere Notrufe ein. "Aufgrund der Schilderungen gingen die Anrufer zunächst von einem möglichen Flugzeugabsturz aus", erklärte die Polizei. Dies habe aber ausgeschlossen werden können. Hinweise auf Schäden liegen demnach bislang nicht vor.
Bürgermeister tritt nicht mehr an und wird dennoch gewählt
Mit 57,1 Prozent der Stimmen ist der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Philippsreut im Bayerischen Wald (Landkreis Freyung-Grafenau) wiedergewählt worden - und das, obwohl Helmut Knaus nicht mehr angetreten ist. Doch nach vorläufigem Ergebnis haben 216 Wähler seinen Namen auf den Stimmzettel geschrieben.
Der "Süddeutschen Zeitung" hatte Knaus im Februar gesagt: "Ich möchte jetzt in Rente gehen." Er ist seit 2014 im Amt. In der Gemeinde gibt es 521 Wahlberechtigte, die Wahlbeteiligung lag bei 79,7 Prozent.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
die Ergebnisse der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit dem Grünen-Wahlsieger Cem Özdemir werden heute auch die Parteispitzen in Berlin weiter beschäftigen. Die CDU hatte über Monate in Umfragen deutlich geführt und verlor am Ende dennoch ganz knapp. Die SPD halbiert ihr Ergebnis, die AfD legt deutlich zu. FDP und Linke scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.
Im Iran hat das Regime Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, zu dessen Nachfolger berufen. Die USA haben schon vor Jahren Sanktionen gegen ihn verhängt. Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg im Nahen Osten finden Sie in unserem Live-Ticker.
Das hält der Tag außerdem noch für uns bereit:
In Istanbul beginnt um 8.00 Uhr der Hauptprozess gegen Ekrem Imamoglu, den inhaftierten Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Der Bundesgerichtshof entscheidet um 11.00 Uhr über eine Klage gegen den Impfstoffhersteller Astrazeneca. Es geht um die Frage, ob eine Frau aus Mainz wegen möglicher Impfschäden nach einer Corona-Impfung Anspruch auf Auskunft etwa zu Nebenwirkungen sowie Schadenersatz hat.
Die Vereinten Nationen beraten in New York zur Lage der Gleichstellung von Frauen weltweit. Zur 70. Tagung der UN-Frauenrechtskommission reist auch Bundesministerin Karin Prien an.
Die Staatsanwaltschaft Rostock informiert über den Ermittlungsstand im Fall Fabian. Der achtjährige Grundschüler aus Güstrow wurde im Oktober 2025 Opfer eines Gewaltverbrechens.
Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de.
Einkommenslücke zwischen Ost und West 2025 gewachsen
Mehr als drei Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit ist die Einkommenslücke zwischen Ost und West 2025 wieder etwas gewachsen. Nach Daten des Statistischen Bundesamts lag das mittlere Haushaltseinkommen im Westen netto bei 39.598 Euro im Jahr, im Osten bei 33.764 Euro. Die Differenz war 5.834 Euro und damit 540 Euro höher als 2024 (5.294 Euro). Die Zahlen hat das Bündnis Sahra Wagenknecht beim Bundesamt abgefragt.
Betrachtet man die Zeit seit 2022, ist der Trend insgesamt aber leicht positiv: Prozentual ging die Lücke von 16,2 auf 14,7 Prozent 2025 zurück. Das Jahr 2024 war mit 13,9 Prozent ein Ausreißer. Verglichen wurden hier die Nettoeinkommen der Haushalte im Median. Eine Rolle spielen könnten also auch Zins-, Miet- oder sonstige Einkünfte, die im Osten seltener sind.
Experten weisen darauf hin, dass auch Mieten und Lebenshaltungskosten in einigen ostdeutschen Regionen geringer sind als in westdeutschen. Aus den Daten des Bundesamts geht zudem hervor, dass das Bild in Ost und West immer vielfältiger wird: So lag das verfügbare mittlere Nettoeinkommen der Haushalte in Thüringen mit 34.440 Euro im vergangenen Jahr höher als in Bremen mit 32.729 Euro.
Krokodil-Alarm nach Überschwemmungen in Australien
Nach schweren Überschwemmungen im Norden Australiens haben die Behörden die Bevölkerung eindringlich davor gewarnt, in Flüsse oder überflutete Gebiete zu gehen - sowohl wegen der starken Strömung als auch wegen zahlreicher Salzwasserkrokodile. "Wir haben Berichte von Menschen, die in Flüssen schwimmen", zitierte der Sender 9News Einsatzleiter Shaun Gill. "Bitte tun Sie das nicht." Die Rettungseinsätze seien ohnehin schwierig. "Es gibt absolut überall Krokodile", warnte Gill. Gerade bei Hochwasser seien die Tiere besonders aktiv.
In der Stadt Katherine im Northern Territory trat der Katherine River nach heftigen Regenfällen über die Ufer, wie der Sender 7News berichtete. Der Pegel erreichte fast 20 Meter - den höchsten Stand seit 1998, als verheerende Überschwemmungen die Region trafen. Bisher mussten bereits etwa 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, darunter auch Patienten und Personal des Krankenhauses von Katherine, die in die Provinzhauptstadt Darwin verlegt wurden. Anwohner mehrerer abgelegener Gemeinden wurden mit Flugzeugen und Hubschraubern evakuiert. Das Northern Territory ist bei Touristen aus aller Welt beliebt.