Mittwoch, 10. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Mittwoch, der 10. Juni 2020

Haben Sie bald endlich wieder Urlaub? Schön. Denn auch wenn die Bundesregierung die Reisewarnung für die meisten Länder der Welt noch bis zum 31. August verlängert hat, gibt es doch auch in Europa einige schöne Orte. In welchen Ländern Sie bald wieder Urlaub machen können, erfahren Sie hier.

Was war heute wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:03 Uhr

Demonstranten in Leipzig bewerfen Polizeiautos mit Steinen

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Rund 300 Menschen nahmen an der unangemeldeten Demo teil.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die linke Szene hat mit einer Protestdemo auf Durchsuchungen der Polizei in Leipzig reagiert.

  • Dabei flogen Steine auf Einsatzfahrzeuge, wie ein Polizeisprecher sagte. Aus dem unangemeldeten Demozug heraus warf zudem ein Teilnehmer einen brennenden Bengalo in Richtung eines Motorradfahrers der Polizei. Mehrfach wurden Feuerwerksraketen und Feuertöpfe gezündet. Mehrere Container für Glas und Müll wurden umgeworfen. Während des Aufzugs hielt sich die Polizei weitgehend zurück und setzte auf Deeskalation.
  • Ungefähr 300 Menschen, überwiegend schwarz gekleidet und mit Tüchern und Mundschutzen vermummt, beteiligten sich an der Demo durch den links-alternativ geprägten Stadtteil Connewitz.
  • Am Morgen hatte die Polizei mehrere Wohnungen in Leipzig durchsucht, hauptsächlich in Connewitz. Bei den Ermittlungen geht es laut Landeskriminalamt um linksextremistische Straftaten wie Landfriedensbruch und Sachbeschädigung.
21:43 Uhr

Unbekannte köpfen Kolumbus-Statue in Boston

Unbekannte Täter haben in einem Park der amerikanischen Stadt Boston eine Statue von Christopher Kolumbus geköpft.

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So sieht die Statue jetzt aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem der Figur in der Nacht der Kopf abgetrennt wurde, sollte der Rest der Statue nun abgebaut werden, sagte Bürgermeister Marty Walsh. Man befürworte die Tat nicht, wolle sich aber mit Blick auf die aktuellen Diskussionen in Boston und dem Rest der USA Zeit lassen, die geschichtliche Bedeutung der Statue neu zu bewerten.

Seit den "Black Lives Matter"-Demonstrationen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt sind an vielen Orten der USA Statuen und Erinnerungstafeln abgebaut worden. Meistens bezogen diese sich auf historische Figuren oder Ereignisse im Bürgerkrieg, in dem die Südstaaten für eine Fortsetzung der Sklaverei gekämpft hatten.

21:04 Uhr

Russische Beamtin überfährt Kind - Eltern müssen ihr Entschädigung zahlen

Im Juni 2018 überfuhr eine russische Beamtin mit ihrem SUV einen zwölfjährigen Radfahrer. Der Junge wurde bei dem Unfall im Dorf Yurkino nahe Murmansk schwer verletzt: Bei ihm wurden Kieferbruch, Gehirnerschütterung und Blutergüsse diagnostiziert.

Die Verkehrspolizei stellte damals fest: Der Junge hat Schuld an dem Unfall. Auch wenn die von der Familie des Jungen angeheuerten Gutachter eine unabhängige Untersuchung durchführten, der zufolge die ehemalige Mitarbeiterin des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft für den Unfall verantwortlich ist, änderten die Ermittler ihre Meinung nicht.

Aber als wäre das nicht schon ärgerlich genug: Im September 2019 verklagte die Staatsdienerin die Eltern des Opfers und forderte eine Entschädigung. Denn an ihrem VW Tiguan entstanden Kratzer, zudem ging ein Rückspiegel kaputt.

Es mag erstaunlich erscheinen, aber ein Gericht in Murmansk sprach der Frau nun eine Entschädigung in Höhe von 120.000 Rubel (ungefähr 1540 Euro) zu. Die Familie des Jungen kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.

20:23 Uhr

Rassismusvorwürfe: BBC entfernt "Little Britain" aus Mediathek

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Nicht alle finden "Little Britain" lustig.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Die BBC hat die Comedy-Serie "Little Britain" wegen Rassismusvorwürfen aus ihrer Mediathek entfernt. "Die Zeiten haben sich geändert", hieß es zur Begründung in einer Mitteilung der Rundfunkanstalt.

  • Vor allem einige Sketche gerieten in die Kritik, weil die weißen Darsteller immer wieder auch in die Rolle schwarzer und asiatischer Charakter geschlüpft waren.  Das, so die Kritiker, erinnere an die vor allem in den USA übliche Praxis des Blackfacing, bei der Weiße als dümmlich dargestellte Schwarze mimten.
  • Auch Netflix und der Streamingdienst BritBox entfernten die Sketch-Show aus ihrem Angebot in Großbritannien, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.
  • "Litte Britain" spielte stets mit Klischees und war erstmals 2003 im britischen Fernsehen zu sehen.

Zuvor hatte die Streamingplattform HBO Max wegen der Anti-Rassismus-Proteste den Filmklassiker "Vom Winde verweht" aus seinem Programm genommen.

19:36 Uhr

Polizei ermittelt gegen Achtjährigen wegen Spielgeld

Bei einem Karnevalsumzug in der Schweiz werfen die Narren Spielgeld unter die Menge. Ein achtjähriger Junge sammelt die offensichtlich unechten Euro-Scheine, die mit großen, blauen chinesischen Schriftzeichen bedruckt sind, auf. Als er dann Ende April in einem Dorfladen fragt, ob er damit bezahlen könne, ruft ein Angestellter die Polizei - und der Junge wird wie ein Verbrecher behandelt.

Nach dem Anruf leiteten die Polizisten ein Ermittlungsverfahren gegen den Achtjährigen und dessen Familie ein. Laut einem Bericht der "Basler Zeitung" ist der Junge nun dank der übereifrigen Polizisten und Ladenbetreiber bis Mai 2032 in den Polizeiakten vermerkt, obwohl er letztlich nicht angeklagt wurde. Die Polizei hatte ihn zudem erkennungsdienstlich behandelt und das Haus der Familie durchsucht. Bei einer dreistündigen Befragung der Familie durch die Polizei zeigten die Beamten Material der Überwachungskameras des Ladens.

19:09 Uhr

Mutmaßlicher Dreifachmörder von Italien an Deutschland ausgeliefert

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Der 30-Jährige soll Mitte März drei Nachbarn ermordet haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mitte März waren in einem Wohnhaus im baden-württembergischen Holzgerlingen die Leichen einer 27-jährigen Frau, ihres Lebensgefährten und dessen Vaters gefunden worden. Die Toten wiesen Spuren starker Gewaltanwendung auf. Tatverdächtig ist ein Nachbar der Opfer, der im Dachgeschoss zur Untermiete wohnte. Er wurde nach zweitägiger Flucht an der französisch-italienischen Grenze festgenommen.

Nun ist der 30-Jährige nach Deutschland ausgeliefert worden. Der Mann wurde in Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt, der einen bestehenden Haftbefehl in Vollzug setzte. Der Tatverdächtige schweigt demnach zu den Vorwürfen.

18:41 Uhr

Bruder von George Floyd hält emotionale Rede im US-Kongress

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(Foto: picture alliance/dpa)

In einer emotionalen Ansprache vor dem Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses hat ein Bruder des getöteten Afroamerikaners George Floyd Gerechtigkeit gefordert. "Es liegt an Ihnen, sicherzustellen, dass sein Tod nicht umsonst ist", sagte Philonise Floyd zu den Abgeordneten in Washington.

  • Er berichtete von großer Trauer. "Ich kann Ihnen nicht sagen, welche Art von Schmerz man fühlt, wenn man so etwas sieht. Wenn man seinen großen Bruder beobachtet, zu dem man sein ganzes Leben lang aufgeschaut hat, wie er stirbt. Stirbt und dabei nach seiner Mutter ruft."
  • George Floyd sei ein freundlicher, milder Mann gewesen. Auch in dem mittlerweile weltbekannten Video seiner Tötung sei zu sehen, dass er respektvoll zu den Polizisten war und sich nicht gewehrt habe. "Der Mann, der ihm das Leben nahm, der ihn acht Minuten und 46 Sekunden erstickte - er (Floyd) hat ihn noch immer "Sir" genannt, als er ihn um sein Leben anflehte."
  • George hätte an diesem Tag niemandem etwas zuleide getan, sagte sein Bruder weiter. "Er hatte es nicht verdient, wegen zwanzig Dollar zu sterben. Ich frage Sie, ist es das, was ein Schwarzer wert ist? Zwanzig Dollar?"
Mehr dazu lesen Sie hier.
17:54 Uhr
17:37 Uhr

Auto fährt in München in Menschengruppe - Täter flüchtig

Ein Auto ist in München in eine Menschengruppe gefahren. Wie die Polizei mitteilte, sind die sechs Insassen des Autos danach auch noch auf die Gruppe losgegangen und hätten "gewaltsam auf sie eingewirkt". Drei Menschen wurden dabei verletzt. Die Täter sind noch flüchtig.

Der Bereich um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt und eine Großfahndung eingeleitet. "Die Fahndung läuft auf Hochtouren", sagte ein Polizeisprecher. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach ersten Erkenntnissen nicht. "Es deutet einiges darauf hin, dass die Personen sich gekannt haben."

17:16 Uhr

Selenskyi trinkt "geilen Kaffee" und hat jetzt Ärger mit der Polizei

Mitten in der Corona-Krise besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Café - deswegen hat er jetzt Ärger mit der Polizei.

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  • Denn bei seinem Café-Besuch verstieß er gegen die Vorsichtsregeln; dem 42-Jährigen drohen jetzt mehr als 1100 Euro Geldstrafe, wie die Behörden in Kiew mitteilten.
  • Auf einem Foto von Mitte vergangener Woche ist zu sehen, wie Selenskyj und sein Stab in dem Café in der Stadt Chmelnyzkyj ohne Mundschutz eng beieinander saßen. Damals durften Cafés aber nur auf Außenterrassen öffnen und nicht mehr als vier Personen an einem Tisch sitzen.
  • Doch Selenskyi konnte der Versuchung offenbar nicht widerstehen. "Geiler Kaffee in Chmelnyzkyj! Aromatisch und lecker", meinte der Präsident damals. Der 42-Jährige hat bereits angekündigt, die Strafe zu zahlen. Er und sein Team seien von dem Besitzer eingeladen worden.
16:46 Uhr

CrossFit-Gründer tritt nach Skandal-Tweet zu Floyds Tod zurück

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Glassman ist Erfinder der Trainingsmethode CrossFit, eine Art moderne Version des klassischen Zirkeltrainings.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach einem viel kritisierten Tweet zum Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes ist der Gründer und Chef des Fitnessunternehmens CrossFit, Greg Glassman, zurückgetreten.

  • Er habe mit seiner Bemerkung einen "Riss in der CrossFit-Gemeinschaft" verursacht, erklärte Glassman. Ohne es zu wollen, habe er viele ihrer Mitglieder "verletzt". Er trete deswegen als Chef von CrossFit zurück.
  • Glassman hatte am Samstag bei Twitter auf die Einschätzung eines Gesundheits-Forschungsinstituts reagiert, Rassismus und Diskriminierung seien auch ein Problem für die öffentliche Gesundheit in den USA. "Es ist Floyd-19", schrieb der Sportunternehmer - eine Anspielung auf die Lungenkrankheit Covid-19.
  • Zuvor hatte Glassman in einer Videokonferenz mit Besitzern von Fitnessclubs nach Angaben der Nachrichtenwebsite "BuzzFeed News" gesagt: "Wir trauern nicht um George Floyd - ich denke, weder ich noch irgendeiner meiner Mitarbeiter tut es."
16:05 Uhr

Vorsicht vor diesen Wassermelonen: Verzehr kann gefährlich sein

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Aldi Nord ruft diese Mini-Wassermelonen zurück.

Der Discounter Aldi Nord hat Mini-Wassermelonen wegen zu hoher Rückstände eines Pflanzenschutzmittels zurückgerufen. Die entsprechenden Melonen sollten vorsorglich nicht mehr verzehrt werden, teilte Aldi mit. Betroffen seien Melonen mit der Identifikationsnummer (GGN) 4052852232968 vom Lieferanten Catman North GmbH, die in Berlin, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verkauft wurden. Entsprechende Melonen könnten zurückgebracht werden, der Preis werde erstattet.

15:32 Uhr

Duisburger baut alten Toyota in Fake-Ferrari um

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Ob der falsche Ferrari genauso schnell ist?

(Foto: Polizei Duisburg)

Jeder will einen knallroten Ferrari besitzen, aber nicht jeder hat genug Geld dafür. Ein erfinderischer Duisburger hat eine Lösung gefunden; doch diese bringt ihm nun Ärger mit der Polizei.

Der 45-Jährige erhielt eine Anzeige, weil er seinen gebrauchten Toyota zu einem auf den ersten Blick täuschend echten "Fake-Ferrari" umgebaut hatte.

Einer Polizeistreife war der geparkte Wagen in Duisburg aufgefallen. Das Auto trägt das markenrechtlich geschützte Ferrari-Logo auf der Kühlerhaube, über den Rädern und reichlich verteilt auch im Innenraum, wie ein Polizeisprecher sagte. Damit verstoße er gegen Markenrechte, die besonders von Edel-Herstellern sorgfältig geschützt würden. Der Mann muss mit einer Geldbuße rechnen und den Wagen auf den Urzustand zurückbauen. Beschlagnahmt wurde sein Toyota MR2 aber nicht.

15:10 Uhr

In Paris gestohlenes Banksy-Werk taucht in Italien auf

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Viele Konzertbesucher konnten während des Angriffs durch diesen Notausgang flüchten.

(Foto: dpa)

Ein vor dem Pariser Musikclub Bataclan gestohlenes Werk des britischen Graffiti-Künstlers Banksy ist in Italien wieder aufgetaucht.

Die italienische Polizei stellte es bei einer Razzia im Ort Teramo im Zentrum des Landes sicher. An dem Einsatz waren auch französische Beamte beteiligt.

Das Banksy zugeschriebene Kunstwerk erinnert an den islamistischen Anschlag im Bataclan mit 90 Todesopfern im Jahr 2015. Es zeigt eine trauernde junge Frau und war an einem Notausgang des Musikclubs angebracht. Die Diebe hatten das Bild im Januar vergangenen Jahres aus der Tür herausgeschnitten.

14:55 Uhr

Tschentscher erneut zum Hamburger Bürgermeister gewählt

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Peter Tschentscher bleibt Bürgermeister von Hamburg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Peter Tschentscher ist erneut zu Hamburgs Erstem Bürgermeister gewählt worden. 87 Bürgerschaftsabgeordnete stimmten für den 54 Jahre alten Sozialdemokraten, 34 gegen ihn, 2 enthielten sich.

14:29 Uhr

Angreifer ermorden mindestens 69 Dorfbewohner in Nigeria

Bei einem Überfall auf ein Dorf im Nordosten Nigerias haben Angreifer mindestens 69 Menschen getötet.

  • Nach Augenzeugenberichten drangen sie mit Autos und Motorrädern in die Gemeinde Foduma Kolomaiya ein und griffen die Menschen an. Einige Bewohner werden noch vermisst.
  • Die Angreifer raubten gut 1000 Rinder. Zudem gingen zahlreiche Wohngebäude in Flammen auf. Wer für die Tat verantwortlich ist, war zunächst nicht eindeutig zu klären.
  • Im Zentrum und im Norden Nigerias kommt es immer wieder zu Angriffen von Banditen, die Dörfer plündern und Menschen entführen. Im Nordosten des Landes hingegen ereignen sich oft Anschläge und Angriffe von Terrorgruppen wie Boko Haram.
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag!

13:58 Uhr

Union und SPD streiten über härtere Strafen bei Kinderpornos

Im Streit über schärfere Strafen bei Kinderpornografie wird der Ton zwischen Union und SPD rauer. Das Justizministerium und die SPD müssten "endlich ihre Blockadehaltung gegen eine Strafverschärfung aufgeben", kritisierte die stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Silvia Breher. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht von der SPD hatte Forderungen nach einer Verschärfung des Strafrahmens zuvor zurückgewiesen.

Breher forderte: "Wir brauchen in einem ersten Schritt dringend härtere Strafen für den Besitz und die Verbreitung von kinderpornografischem Material." Zwingend notwendig sei zudem eine EU-rechtskonforme Vorratsdatenspeicherung.

Lambrecht hatte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gesagt, der pauschale Ruf nach einer abstrakten Strafrechtsverschärfung führe nicht weiter. Unter den Straftatbestand falle auch schon das einmalige Posten eines kinderpornografischen Comics. "Wenn wir dieses einmalige Verhalten als Verbrechen einstufen - das bedeutet eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr - gäbe es keine Möglichkeit, hierauf angemessen zu reagieren."

13:36 Uhr

Beamte bei G20-Demo attackiert - Ex-Polizist vor Gericht

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Der Ex-Polizist in Hamburg vor Gericht.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Hamburg steht derzeit ein ehemaliger Polizist aus München vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, bei einem G20-Protest 2017 in der Hansestadt Polizisten mit einer Bierdose beworfen zu haben.

  • "Ich hatte Schiss, selbst niedergeknüppelt zu werden", sagte der 38-Jährige als Begründung in einer früheren Vernehmung, die heute vor dem Amtsgericht Altona verlesen wurde.
  • Bei einem privaten Besuch der Demonstration "Welcome to Hell" am 6. Juli 2017 habe er zusammen mit seiner Freundin erlebt, wie die Polizei den St.-Pauli-Fischmarkt räumte.
  • Die Beamten seien dabei "brutal und ohne Anlass" vorgegangen, erklärte die mitangeklagte 31-Jährige über ihre Verteidigerin.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten versuchte gefährliche Körperverletzung und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte vor. Der Prozess soll am 26. Juni fortgesetzt werden.

12:51 Uhr

Uniklinik erhält 4000 Matjes als Dankeschön

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Rund 4000 Matjes für die Uniklinik Münster.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit rund 4000 Matjesheringen wollen sich die Niederlande symbolisch für die Behandlung von Corona-Patienten in Deutschland bedanken. "Matjes-Meisjes" solle die Leckerbissen am kommenden Montag gratis an Mitarbeiter des Universitätsklinikums Münster ausliefern, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. 

Deutsche Kliniken hatten in den Hochzeiten der Coronavirus-Pandemie viele Patienten aus dem Nachbarland aufgenommen, weil es dort anfangs nicht genügend Plätze auf Intensivstationen gab. Allein in Nordrhein-Westfalen hatten Krankenhäuser bis Anfang April mehr als 100 Betten für niederländische Patienten zur Verfügung gestellt. Das Universitätsklinikum Münster hatte die NRW-Hilfsaktion koordiniert.

12:06 Uhr

Polizisten niedergestochen: IS-Sympathisantin beantragt Haftentlassung

Anfang 2016 stach Safia S. mit einem Küchenmesser einen Polizisten im Hauptbahnhof Hannover nieder. Zuvor hatte die Minderjährige mit IS-Anhängern gechattet. Für die Tat wurde die damalige Gymnasiastin zu einer sechsjährigen Jugendstrafe verurteilt.

Nun hat die verurteilte IS-Sympathisantin einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Das bestätigte der Direktor des Amtsgerichts Vechta, Ralph B. Seifert, der dpa.

Nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" könnte Safia S. die Haft im Dezember verlassen, wenn ihr Antrag Erfolg hat.

Der Polizist überlebte den Angriff übrigens schwer verletzt. Safia S. entschuldigte sich später bei dem Beamten.

11:28 Uhr

"Jugendwort des Jahres" feiert Comeback

Das "Jugendwort des Jahres" kommt zurück! Nach einer Pause im vergangenen Jahr soll jetzt wieder ein Nachfolger von Wortneuschöpfungen wie "Smombie" oder "Läuft bei Dir" gekürt werden, teilte der Verlag Langenscheidt mit.

Allerdings wird es nun eine entscheidende Änderung geben. Nicht mehr eine Jury entscheidet über das "Jugendwort", sondern Jugendliche per Online-Abstimmung auf www.jugendwort.de.

Bis zum 10. August können dort Vorschläge eingereicht werden. Eine Jury legt dann die Top 10 fest. Über die Nummer eins wird dann aber wieder online entschieden.

Im Oktober hatte ich bereits unter den Kollegen in der Redaktion nach skurrilen Wortschöpfungen für das Jugendwort 2019 gesucht. Welcher der drei Favoriten gefällt Ihnen am besten?

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10:28 Uhr

14-jähriger Autist nach zwei Tagen aus Wildnis gerettet

Happy End einer großen Suchaktion: Der 14-jährige Autist William Callagham ist nach zwei Tagen in der Wildnis Australiens gerettet worden. Laut der Polizei fand man den Teenager im Dickicht am Mount Disappointment, etwa 60 Kilometer nördlich von Melbourne. Zuvor hatten sich Dutzende Freiwillige an der Suche nach dem Jungen beteiligt.

Callagham war vor zwei Tagen zu einer Wanderung mit seiner Familie aufgebrochen, als er verloren ging. Sorgen machte dem Rettungsteam, dass Callagham keine Nahrung und warme Kleidung mit sich führte. Medienberichten zufolge überstand er aber die Zeit in der Wildnis ohne Blessuren.

Callagham wurde noch vor Ort von Sanitätern behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Anschließend soll er zu seiner Familie zurückkehren.

09:47 Uhr
Breaking News

Schweden macht Täter im Mordfall Olof Palme aus

Mehr als 34 Jahre nach dem bislang unaufgeklärten Mord an dem schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme machen die Ermittler nach eigenen Angaben den mutmaßlichen Täter aus. Weil der Mann bereits vor Jahren gestorben sei, könne keine Anklage gegen ihn erhoben werden, gibt die Staatsanwaltschaft bekannt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:44 Uhr

LKA durchsucht Wohnungen in Leipzig-Connewitz

Im Leipziger Stadtteil Connewitz laufen Medienberichten zufolge seit dem Morgen Hausdurchsuchungen. Ein Sprecher des Landeskriminalamtes bestätigte gegenüber dem MDR, dass es sich um eine Aktion der Soko Linx handele. Weitere Auskünfte gab das LKA zunächst nicht.

Die Soko Linx nahm im Dezember ihre Arbeit auf und bearbeitet linksextremistische Straftaten. Sie ist ein Pendant zur bereits bestehenden Soko Rex. Der Stadtteil Connewitz gilt als Heimat der linken Szene Leipzigs.

09:03 Uhr

Rassismus-Vorwürfe: Streaminganbieter entfernt "Vom Winde verweht"

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"Vom Winde verweht" wird häufig für seine verharmlosende Darstellung der Sklaverei kritisiert.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Die Streamingplattform HBO Max hat wegen der Anti-Rassismus-Proteste in den USA den Filmklassiker "Vom Winde verweht" aus seinem Programm genommen.

Das Bürgerkriegs-Epos aus dem Jahre 1939 wurde mit mehreren Oscars ausgezeichnet und gilt als kommerziell erfolgreichster Streifen der Filmgeschichte. Doch schon lange wird der Film wegen seiner Darstellung zufriedener Sklaven und heldenhafter Sklavenhalter kritisiert.

Der Film "ist ein Produkt seiner Zeit und zeigt einige der ethnischen und rassistischen Vorurteile, die in der amerikanischen Gesellschaft leider alltäglich waren", sagte ein HBO Max-Sprecher in einer Erklärung der Nachrichtenagentur AFP. "Diese rassistischen Darstellungen waren damals falsch und sind heute falsch."

"Vom Winde verweht" soll zu einem späteren Zeitpunkt auf die Plattform zurückkehren. Dann aber eingebettet in seinen historischen Kontext, erklärte HBO Max.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:21 Uhr

Sänger Pau Donés hat Kampf gegen den Krebs verloren

Der spanische Sänger Pau Donés ist tot. Der Frontmann der Band Jarabe De Palo sei am Dienstag an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben, teilte seine Familie auf Instagram mit. Donés wurde 53 Jahre alt. Wie die Familie weiter erklärte, habe der Sänger bereits seit 2015 mit dem Krebs gekämpft.

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Donés wuchs in Barcelona auf. 1996 gründete er die Band Jarabe De Palo. Zu seinen größten Hits zählen unter anderem "La Flaca", "Depende" und "Bonito".

08:03 Uhr

Gewitter im Süden - Sonne im Osten

Heute geht es im Norden und Osten oft freundlich bis sonnig und trocken weiter. Im großen Rest ist es hingegen überwiegend wolkig oder wechselhaft und zeit- und gebietsweise fällt Regen. Richtung Alpen sind später auch lokale Gewitter möglich.

Und nicht nur das Wetter ist im Vergleich zu gestern ziemlich ähnlich. Auch die Temperaturen ändern sich nur wenig bei 13 Grad im Allgäu und 23 Grad in Berlin und Brandenburg.

Die weiteren Aussichten: Morgen an Fronleichnam in der Nordosthälfte viele Wolken und kaum Sonne. Dazu gibt es zeitweiligen Regen und stellenweise auch Blitz und Donner. In der Südwesthälfte sind bei einem Mix aus Sonne und Wolken ebenfalls einige Schauer oder lokale Gewitter drin. Später wird es aber immer schöner. Die Temperaturen klettern insgesamt etwas nach oben bei 16 Grad im Seewind an der Ostsee und bis zu 24 Grad in der Lausitz.

Am Freitag bleibt der Aufwärtstrend der Temperaturen bestehen und dann erwarten uns oft 25 bis 30 Grad. Lediglich der wolkigere Norden bleibt frischer. Dabei werden die Schauer seltener und die Sonne kommt immer besser durch.

Auch das Wochenende beginnt am Samstagvormittag noch überwiegend schön, bevor sich in der zunehmend schwülen Luft zum Teil heftige Sommergewitter entwickeln. Unwetter - vor allem durch Starkregen und Hagel - sind leider nicht auszuschließen. Ihr Björn Alexander

07:25 Uhr

Fünf Tonnen Kokain in Frachtcontainern entdeckt

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Ein Drogenspürhund entdeckte die geheime Fracht.

(Foto: Policía Antinarcóticos)

Zugegeben, Kokainfunde in Kolumbien sind keine Seltenheit. Die Menge des beschlagnahmten Rauschgifts überrascht aber doch ein wenig.

Denn mit fast fünf Tonnen Kokain hat die kolumbianische Polizei jetzt den größten Drogenfund seit Beginn der Corona-Pandemie gemacht. Ein Drogenspürhund machte das Rauschmittel bei der Kontrolle einer Fracht in zwei Containern mit Gummigranulat im Hafen der Stadt Buenaventura aus, berichteten Medien.

Demnach sollte die Fracht in die Türkei gehen. Das Kokain hatte einen Wert von schätzungsweise 265 Millionen Dollar (234 Mio Euro), schrieb Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo in einem Tweet.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:58 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute feiert Prinz Philip Geburtstag. Der Ehemann der Queen ist nun sagenhafte 99 Jahre alt. Seinen Ehrentag verbringt der Herzog von Edinburgh zusammen mit seiner Gemahlin auf Schloss Windsor in Corona-Isolation. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite.

Folgende Termine stehen heute außerdem im Kalender:

  • Bundesinnenminister Horst Seehofer unterrichtet das Kabinett über die neuen Regeln für die Einreise aus anderen EU-Staaten.
  • Außenminister Heiko Maas reist nach Israel, um mit der neuen Regierung über die geplante Annexion besetzter Palästinensergebiete zu sprechen.
  • Der Landtag Schleswig-Holstein befasst sich mit dem deutschen Tatverdächtigen im Fall der verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann.
  • Fast dreieinhalb Jahrzehnte nach dem unaufgeklärten Mord am schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme wollen die Ermittler ihren Entschluss zu einer möglichen Anklage bekanntgeben.
  • 108 Tage nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg wählen die Abgeordneten einen neuen Bürgermeister. Für seine Bestätigung ist Amtsinhaber Peter Tschentscher auf die Stimmen seiner SPD und der Grünen angewiesen.
  • Titelverteidiger FC Bayern München und Eintracht Frankfurt ermitteln am Abend den Gegner von Bayer Leverkusen im DFB-Pokalendspiel.

Bis zum Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Zumindest wir Berliner können uns heute über einige Sonnenstrahlen freuen. Die genauen Aussichten liefert gleich ntv-Wetterexperte Björn Alexander. Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Start in den Tag.

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06:43 Uhr

Alzheimer: Sex-Pistols-Sänger muss seine Frau pflegen

Vom Punk zum Vollzeitpfleger: Johnny Rotten, Sänger der legendären Sex Pistols, kümmert sich mittlerweile in Vollzeit um seine Frau Nora Forster.  Diese leidet an einer Alzheimer-Erkrankung, wie Lydon dem "Daily Mirror" erzählte.

"Nora hat Alzheimer ... ich bin ihr Vollzeitpfleger", erklärt Lydon. Er wolle nicht, dass jemand an ihrem Kopf herumspiele. "Für mich ist die richtige Person immer noch da. Die Person, die ich liebe, ist jede Minute jeden Tages noch da - und das ist mein Leben. Es ist bedauerlich, dass sie Dinge vergisst, aber tun wir das nicht alle?"

Wie lange Rotten und Forster verheiratet sind, ist nicht bekannt. Laut "Daily Mirror" sollen es aber mehr als 35 Jahre sein. Manche Quellen sprechen davon, dass die beiden schon 1977 den Bund der Ehe geschlossen hätten.

 

06:04 Uhr

Verirrter Wal vor Montréal tot aus dem Wasser geborgen

Vergangene Woche hat meine Kollegin Juliane Kipper über einen Buckelwal berichtet, der sich in die Gewässer vor Montréal verirrt hatte. Nun die traurige Nachricht: Das Tier ist offenbar tot. Der Steuermann eines Handelsschiffes sichtete am Dienstag den Kadaver eines Wals im Sankt-Lorenz-Strom. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um denselben Wal handele, der Ende Mai vor der kanadischen Metropole beobachtet worden war, berichten Medien.

 

Die Ursache für den Tod des Meeressäugers ist noch unklar und soll nun von einem Expertenteam erforscht werden. Von örtlichen Medien zitierte Fachleute mutmaßten, dass der Wal von einem Frachtschiff gerammt oder in flachem Gewässer auf Grund gelaufen sein könnte.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht