Montag, 03. Dezember 2018Der Tag

Heute mit Caroline Amme und Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Montag, der 3. Dezember 2018

*Datenschutz

Das sind die ersten Signale der Entspannung im Handelsstreit: China hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesagt, Zölle auf US-Autos "zu reduzieren und abzuschaffen". Details nannte er allerdings nicht. Der US-Präsident  hatte am Wochenende mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vereinbart, vorerst auf eine neue Zollrunde zu verzichten. Eine ähnliche Übereinkunft mit der EU gab es nicht, sodass deutsche Autobauer weiter neue Zölle fürchten müssen. Morgen werden Topmanager der Branchengrößen im Weißen Haus erwartet.

Was war heute sonst wichtig? Hier eine kurze Übersicht:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:46 Uhr

Bus mit Jugend-Footballteam verunglückt in den USA

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Die Fahrerin verlor offenbar die Kontrolle über den Bus.

(Foto: AP)

Bei einem Busunfall mit einem Jugend-Footballteam in den USA sind mindestens ein Kind getötet und 45 weitere Menschen verletzt worden. Die meisten der Verletzten nahe Benton im US-Bundesstaat Arkansas seien Kinder, teilte die Polizei mit.

  • Nach ersten Erkenntnissen habe die Fahrerin auf der Interstate 30 westlich von Benton die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, das dann von der Straße abgekommen sei.
  • In dem Bus seien die Jugendmannschaft aus der Gegend von Memphis (Tennessee) und die erwachsenen Begleiter gewesen.
  • Das Team habe am Wochenende in Dallas (Texas) an einem Turnier teilgenommen.
21:12 Uhr

Fliegendes Gewächshaus ins All gestartet

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Gewächshaus-Satellit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem der Anbau von Tomaten und anderem Gemüse auf dem Mond oder Mars getestet werden soll, ist erfolgreich ins All gestartet.

"Eu:Cropis" ist heute von der Vandenberg Air Force Base in den USA aus an Bord einer Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX losgeflogen.

Ziel der Forschung mit dem Satelliten ist es, Astronauten bei Missionen in der Ferne mit frischen Tomaten und anderem Gemüse zu versorgen.

Mehr zum Projekt "Eu:Cropis" lesen Sie hier.

20:52 Uhr

"Mr. Big" dementiert Gerüchte um "Sex and the City 3"

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Mr. Big wird im dritten Teil von "Sex and the City" nicht sterben, weil es den dritten Teil gar nicht geben wird.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Ein dritter "Sex and the City"-Film, in dem Mr. Big stirbt? Dieses Gerücht hat mittlerweile auch Chris Noth erreicht - und er findet es offensichtlich extrem absurd.

  • Dem britischen Boulevardblatt "The Sun" sagte Noth, dass er sehr sicher ist, dass er niemals wieder in die Rolle von Mr. Big schlüpfen wird. "Es gibt kein Drama, es gibt keinen Film, es gibt diesbezüglich nichts Neues, es ist vorbei." Diese Worte lassen nicht mehr viel Interpretationsspielraum für die Fans, die gerade wieder Hoffnung geschöpft haben.
  • Die Gerüchte über einen möglichen dritten Teil machen immer wieder die Runde. Zuletzt vor rund zwei Wochen, als die ehemaligen Serienmacher in einem Podcast offenbarten, dass die Möglichkeit einer dritten Filmfortsetzung besteht - und dass Mr. Big in diesem dritten Teil gleich am Anfang sterben würde.
  • Besonders die Idee über den Tod seines Charakters scheint Noth schwer zu verärgern: "Er sollte niemals sterben", sagte er bei den British Independent Film Awards in London. "Nie im Leben sollte er sterben, das war alles eine Lüge!" Selbstbewusster hätte Mr. Big es auch nicht sagen können.
20:21 Uhr

Autofahrerin überlebt spektakulären Traktor-Unfall

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Von dem Seat der 24-Jährigen ist nicht viel übrig geblieben.

(Foto: Polizei)

Wie durch ein Wunder hat eine 24-jährige Autofahrerin einen Unfall überlebt, bei dem ihr Seat von einem Traktor überrollt wurde.

  • Die Frau missachtete nach Polizeiangaben die Vorfahrt eines Traktors mit Güllefass-Anhänger.  
  • Durch die Wucht des Aufpralls fuhr der Traktor über die Fahrerseite auf das Auto auf und kam dort mit seinem rechten Vorderrad zum Stehen, heißt es in einer Polizeimeldung.
  • Die Seat-Fahrerin wurde lediglich leicht verletzt und mit dem Rettungswagen zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert. Der 21 Jahre alter Traktor-Fahrer wurde nicht verletzt.

Mehr dazu hier.

19:49 Uhr

MI6: Moskau sollte den Westen nicht unterschätzen

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Mi6-Chef Alex Younger äußert sich nur sehr selten öffentlich.

(Foto: AP)

Der Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, Alex Younger, hat sich in einer seiner seltenen öffentlichen Reden direkt an Russland gewandt und Moskau nahegelegt, den Konflikt mit dem Westen nicht leichtfertig zu forcieren.

  • Younger sagte in einer Rede im schottischen Edinburgh, Russland oder andere Staaten, die beabsichtigten, "unsere Lebensweise zu untergraben", sollten "unsere Entschlossenheit und unsere Fähigkeiten oder die unserer Verbündeten nicht unterschätzen".
  • Younger fügte an: "Ich sollte betonen, dass wir, während der russische Staat uns zu destabilisieren versucht, nicht versuchen, Russland zu destabilisieren." Es seien nicht die Briten oder deren Verbündete, die eine Eskalation suchten, sagte er und gab Russland die Schuld für das politisch angespannte Verhältnis.
  • "Wenn sich das russische Verhalten ändert, werden wir positiv reagieren", sagte Younger weiter.
18:25 Uhr

Mehr als eine Million Briten fordern zweites Referendum

Eine Petition für ein zweites Brexit-Referendum mit mehr als einer Million Unterstützer haben Abgeordnete verschiedener Parteien an das Büro der britischen Premierministerin Theresa May übergeben.

May sagte beim Sender ITV, dass sie weiterhin gegen eine neue Abstimmung ist. Die Öffentlichkeit habe bereits im Referendum 2016 ihre Meinung zum Austritt aus der EU geäußert, als 52 Prozent sich für den Brexit entschieden hätten. "Die Leute sprechen von einer zweiten Abstimmung, dabei haben wir noch nicht einmal das Ergebnis der ersten Abstimmung erfüllt", sagte May.

Das britische Unterhaus debattiert von diesem Dienstag an fünf Tage lang über das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen. Die Abgeordneten müssen danach am 11. Dezember in London über das stark umstrittene Vertragswerk abstimmen. Großbritannien will Ende März 2019 die Europäische Union verlassen.

17:56 Uhr

Trump nennt US-Rüstungsausgaben "verrückt"

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US-Präsident Donald Trump strebt Abrüstungsverhandlungen mit China und Russland an. In einer Twitter-Botschaft warnte er vor einem "unkontrollierbaren Wettrüsten". Die USA hätten in diesem Jahr 716 Milliarden Dollar (630 Milliarden Euro) für Verteidigung ausgegeben, schrieb Trump - und fügte hinzu: "Verrückt!"

Nach seiner Ankündigung vom Oktober, das INF-Abrüstungsabkommen mit Russland zu beenden, verkündete Trump nun seine Bereitschaft zu Abrüstungsgesprächen mit den Präsidenten Russlands und Chinas: "Ich bin mir sicher, dass (Chinas) Präsident Xi und ich eines Tages mit dem russischen Präsidenten Putin über ein sinnvolles Ende dessen sprechen werden, was ein größeres und unkontrollierbares Wettrüsten geworden ist", schrieb der US-Präsident.

Seine Botschaft folgte auf den G20-Gipfel vom Wochenende in Buenos Aires, auf dem Trump und Xi im Handelsstreit aufeinander zugegangen waren. Putin und Trump hatten wegen des Ukraine-Konflikts lediglich ein informelles Treffen am Rande des Gipfels.

17:20 Uhr

Teenager quälen Tiere mit Feuerlöschschaum zu Tode

Nach brutaler tödlicher Attacke auf mehrere Tiere in einem Freizeitpark hat die Polizei zwei tatverdächtige junge Männer ermittelt.

  • Der 19-jährige und der 17-jährige sollen ein Schaf und einen Vogel mit Feuerlöschschaum besprüht und gequält haben, teilte die Polizei mit.
  • Dazu sollen sie in die sogenannte Erlebniswelt Fredenbaum eingedrungen und vier Feuerlöscher gestohlen haben. Die Tiere aus dem Freizeitpark seien qualvoll verendet, so ein Polizeisprecher.
  • Am nächsten Tag fand man zusätzlich einen Hahn, den die beiden ertränkt haben sollen.
  • Die Teenager waren zuvor schon durch andere Straftaten aufgefallen.
16:40 Uhr

Kinder haben nach Gerichtsentscheidung keine Namen

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Nicht mal Mustermann: Zwei Kinder in Offenbach haben nach einer Entscheidung des OLG keine Nachnamen mehr.

(Foto: picture alliance / Matthias Balk)

Ein Mann kann nicht der rechtliche Vater zweier Kinder sein, wenn seine Lebensgefährtin bereits verheiratet ist und die Kinder von ihrem Ehemann stammen. Die Kinder haben somit bislang keine Nachnamen, wie das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main mitteilte und damit eine Beschwerde der Mutter gegen das Amtsgericht Offenbach zurückwies.

  • Die Frau hatte geklagt, weil das Amtsgericht Offenbach verfügt hatte, die Vor- und Nachnamen der Kinder beim Standesamt zu löschen. Grund dafür war, dass die ursprünglich aus Marokko stammende Frau bei der Geburt ihrer Kinder 2003 und 2005 angab, unverheiratet zu sein. Tatsächlich ist sie seit 2001 mit einem Mann verheiratet, der in Marokko lebt. Die Vaterschaft für die Kinder übernahm ihr Lebensgefährte in Deutschland. Das ist nicht rechtens, wie das OLG entschied.
  • Das Gericht urteilte, dass die Kinder bislang keinen Nachnamen haben. Die Vornamen wurden jedoch bestätigt. Sowohl nach deutschem als auch nach marokkanischem Recht gilt der Ehemann als rechtlicher Vater. Das gilt auch dann, wenn die Eltern getrennt leben.
  • Dadurch sei eine Vaterschaftsanerkennung durch einen anderen Mann nicht möglich. Da das Ehepaar keinen gemeinsamen Nachnamen hat, bleibt für die Kinder entweder der Name des Vaters oder der Nachname der Mutter zur Auswahl.
  • Solange das Ehepaar sich nicht für eine Variante entscheidet, haben die Kinder keine Nachnamen. Entdeckt wurde die verschwiegene Ehe erst 2016, als der Ehemann nach Deutschland einreiste.
16:08 Uhr

Zwölf Tornados wirbeln gleichzeitig durch USA

15:54 Uhr

Polizei fasst Geldtransporter-Räuber

Erinnern Sie sich noch an den spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter Mitte Oktober in Berlin? Die Räuber gingen zwar leer aus, für ihre Tat müssen sie aber trotzdem büßen.

  • Sechs Wochen nach dem Überfall hat die Polizei einen mutmaßlichen Täter gefasst. Der 38-jährige Mann wurde bereits am Freitag festgenommen.
  • Er steht unter dem dringenden Verdacht, zusammen mit vier anderen Männern am 19. Oktober in der Nähe des Alexanderplatzes den Geldtransporter überfallen und ausgeraubt zu haben.
  • Auf der Flucht schossen die Männer auf ein Polizeiauto, das sie verfolgte. Dem Verdächtigen wird deshalb neben schwerem Raub auch versuchter Mord vorgeworfen.
  • Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fand die Kriminalpolizei Beweise, die im Zusammenhang mit dem Überfall stehen. Gegen den Mann wurde ein Haftbefehl ausgestellt, er sitzt in Untersuchungshaft.
15:25 Uhr

Frau von ICE erfasst und getötet

Eine 28-Jährige ist beim Überqueren von Bahngleisen in der Nähe von Karlsruhe von einem ICE erfasst und getötet worden. Dabei hatte der Zugführer offenbar nichts gemerkt und ist weitergefahren. Erst der Zugführer eines nachfolgenden Regionalexpress hatte die Frau nach dem Unglück neben dem Gleis liegen gesehen und die Rettungskräfte verständigt. Die lebensgefährlich verletzte Frau starb wenig später noch am Unfallort. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus.

14:44 Uhr

Mann schneidet Partnerin den Kopf ab

In einer russischen Kleinstadt hat ein Mann im Streit seiner Partnerin den Kopf abgeschnitten.

  • Beide seien bei einem gemeinsamen Trinkabend am Wochenende heftig aneinandergeraten, sagte der Tatverdächtige bei einer Befragung einer Mitteilung der Polizei zufolge. Daraufhin soll er ein Messer gezückt und auf die 44 Jahre alte Frau eingestochen haben.
  • Medienberichten zufolge lief der Mann daraufhin mit dem Kopf in der Hand durch die Kleinstadt Pereswet nordöstlich von Moskau. In der Wohnung sei dann der Körper des Opfers gefunden worden.
  • Der 43-Jährige ist nun in Polizeigewahrsam. Gegen ihn wird wegen Mordes ermittelt.
14:21 Uhr

Stasi räumte systematisch Westpakete aus

Die Stasi hat sich ab den 70er-Jahren ordentlich an Westpaketen bedient. Der DDR-Postminister Hans-Jürgen Niehof hat im MDR erzählt, dass die Staatssicherheit pro Jahr mehrere Hunderttausend Pakete geplündert hat - unter dem Vorwand, die DDR schützen zu müssen. Der Inhalt der Pakete sei zur Devisenbeschaffung benutzt worden - "oder es fand sich in der Waldsiedlung bei den Politbonzen in Wandlitz wieder", so Niehof. Führungskräfte der SED hätten die Waren im Kurs von eins zu eins kaufen können. Allein in den letzten vier Jahren der DDR hat sich die Stasi 32 Millionen Mark Bargeld aus den Paketen rausgenommen - und Waren im Wert von zehn Millionen DDR-Mark.

13:52 Uhr

Reizgas-Attacke in Kölner Straßenbahn

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In einer Straßenbahn in Köln haben Unbekannte heute Vormittag Reizgas versprüht. Wahrscheinlich waren es mehrere Täter, sagen Zeugen. Die Bahn musste an der Haltestelle Kalk-Kapelle stoppen, die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. 15 Menschen wurden bei dem Angriff verletzt, sie bekamen schlecht Luft. Drei Verletzte mussten ins Krankenhaus.

Die Täter flüchteten nach der Attacke. Die Polizei sucht nach ihnen und nutzt dafür auch Videoaufzeichnungen. Der Vorfall sorgt für etliche Ausfälle und Verspätungen im Kölner Nahverkehr.

13:25 Uhr

Bund gibt zusätzliche Milliarde für Dieselprogramm

Die Bundesregierung will Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Städten vermeiden. Deshalb will sie mehr Geld für saubere Luft in Deutschland ausgeben. Der Fond soll um eine Milliarde Euro aufgestockt werden, sagte Kanzlerin Merkel nach dem Dieselgipfel.

Mehr dazu lesen Sie hier.

13:00 Uhr

Heiler in Pakistan befiehlt Mord an Kleinkind

Es gibt ja allerhand Riten auf der Welt, die zwar seltsam aber harmlos sind. Doch diese Geschichte aus Pakistan ist dann doch ziemlich schockierend. Ein Wunderheiler in Ostpakistan hat einer Familie empfohlen, ihre anderthalbjährige Tochter umzubringen, um Geister zu verscheuchen. Sie sei schuld daran, dass die Familie von Geistern befallen sei. Der Vater, die Großmutter und die Tante des Mädchens schnitten ihr dann die Kehle durch - so die Vorwürfe der Polizei. Sie verhaftete sechs Personen und ermittelt nun wegen Mordes. Der Heiler ist allerdings noch rechtzeitig geflüchtet.

12:38 Uhr

Trump sorgt für peinlichen G20-Moment

US-Präsident Trump ist ja nicht gerade für seine Liebenswürdigkeit bekannt. Und gerade auf Gipfeltreffen sorgt er immer wieder für Schlagzeilen. So auch beim G20-Gipfel in Buenos Aires. Erst begrüßte er dort den argentinischen Präsidenten Macri noch mit einem Händeschütteln - ließ ihn dann aber einfach allein auf der Bühne stehen. Macri wollte ihn noch aufhalten und rief hinter ihm her, das ignorierte Trump offenbar. Zu einem Mitarbeiter sagte er "holt mich hier raus". Später musste Trump dann aber trotzdem wieder zurück auf die Bühne, denn dort wurde das Gipfel-Familienfoto geknipst.

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12:15 Uhr

Berlin hat ein neues Eisbären-Baby

Fertig machen zum Schwärmen: Die Berliner Eisbären-Dame Tonja hat ihr Baby zur Welt gebracht. Bereits am Samstagmorgen wurde der meerschweinchengroße Nachwuchs geboren, wie der Tierpark in Friedrichsfelde mitteilte. Bis Neugierige das noch namenlose Fellwesen besuchen können, müssen sie sich allerdings noch etwas gedulden: Der Tierpark weist darauf hin, dass Eisbärenmütter mit ihren Jungtieren erst im Frühjahr die Wurfhöhle verlassen. Immerhin: Auf Bildern einer Überwachungskamera ist das kleine Baby schon mal zu sehen.

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11:34 Uhr

Den meisten Airbnb-Vermietern in Berlin drohen Strafen

Ich finde die Idee von Airbnb grundsätzlich nicht schlecht. Schlimm finde ich es nur, wenn ganze Aufgänge voller Touristenwohnungen sind und diese dann für die Einheimischen blockiert sind. Vor allem in Berlin ist das ein Problem. Deshalb müssen sich Airbnb-Vermieter seit August eigentlich anmelden. Doch ein Großteil der Anbieter hat das wie es aussieht noch nicht gemacht. Der RBB berichtet, dass 90 Prozent aller Berliner Airbnb-Inserate keine Registriernummer haben. Von den 13.644 aktiven Inseraten hatten im November nur 1.242 oder 9,1 Prozent der Anbieter korrekt ihre Registriernummer in ihrem Inserat angegeben. Damit drohen hohe Strafen bis zu 500.000 Euro. 

Immerhin ist die Zahl der aktiven Airbnb-Inserate in Berlin seit Juli um rund 18 Prozent gesunken. Vermutlich, weil die hohen Strafen abschrecken, meint der RBB. Ihre Einnahmen bleiben aber hoch: Alle Berliner Airbnb-Gastgeber zusammen haben allein im Oktober 16 Millionen Euro Umsatz gemacht.

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11:11 Uhr

Franzose mit Schmuggelgeld im Koffer aufgeflogen

Er wollte fast 870.000 Euro mit ins Flugzeug nehmen, wurde aber am Düsseldorfer Flughafen erwischt. Der Franzose hatte die Geldpakete als chinesische Bücher getarnt. Eigentlich hätte der 26-Jährige das Geld anmelden müssen. Der Zoll hat ein Verfahren gegen ihn eingeleitet. Der Mann war im November von Düsseldorf über Russland auf dem Weg nach China und durfte auch weiterreisen - allerdings ohne sein Schmuggelgeld.

10:30 Uhr

Merkel steckte Spickzettel nicht rechtzeitig weg

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Auch ein Foto des australischen Premierministers ist auf Merkels Zettel zu erkennen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wir alle hatten mal einen in der Schule oder der Uni: Einen Spickzettel, um Formeln oder Übersetzungen, die wir nicht wussten, kurz nachzugucken. Natürlich benutzen auch Politiker wie Kanzlerin Merkel solche Merkblättchen. Wer so viele Termine hat wie sie, kommt wohl kaum ohne aus. Doch sie sollten möglichst unauffällig benutzt werden. Das ist Merkel beim G20-Gipfel nicht so gut gelungen. Bei einem Treffen mit dem australischen Premierminister Scott Morrison war zu sehen, wie sich die Kanzlerin offensichtlich gerade noch über ihren Gesprächspartner einliest. Da saß Morrison schon längst neben ihr.

Die Australier nehmen die Spickzettel-Panne gelassen. Denn offenbar kennen Morrison auch viele Menschen in seinem Heimatland nicht. Er ist erst seit August Regierungschef. Die Zeitung "Sydney Morning Herald" schreibt, "Wer ist das? Australier können Angela Merkels Dilemma wahrscheinlich verstehen." Eine Twitter-Userin schreibt: "Dafür kann sie nichts. Ich lebe hier und weiß noch überhaupt nichts über ihn."

Alle Details dazu hier.

10:15 Uhr

Riesen-Ochse bekommt Konkurrenz aus Kanada

Wer hat das größte Rind? Zwischen Australien und Kanada bahnt sich ein Streit darüber an. „Knickers“, der größte Ochse von „Down Under“, war zum Internetstar geworden. Ein Hofbesitzer aus Kanada sagt jetzt, dass sein Tier noch größer ist - wie riesig, sehen Sie in unserem Video. 

10:08 Uhr

Zeitumstellung wird frühestens 2021 abgeschafft

Das Umstellen der Uhr im Frühjahr und im Herbst ist für viele belastend. Die meisten Deutschen waren in einer EU-Umfrage deshalb dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen. Und EU-Kommissionspräsident Juncker hatte das auch für nächstes Jahr schon versprochen. So schnell geht es aber doch nicht. Der österreichische Verkehrsminister Norbert Hofer sagt, dass es frühestens 2021 soweit ist. Österreich selbst habe die Verschiebung vorgeschlagen, obwohl sein Land dafür gewesen sei, die Zeitumstellung sehr schnell abzuschaffen. Doch andere Länder hätten damit Probleme gehabt, so Hofer.

Seit heute Vormittag beraten die EU-Verkehrsminister in Brüssel über die Zeitumstellung. Einfach wird das nicht: Es gibt wohl noch eine ganze Reihe von Problemen zu lösen, dass es am Ende nicht unendlich viele Zeitzonen in Europa gibt.

Mehr dazu hier.

09:46 Uhr

Angeblich toter Politiker fühlt sich "sehr gesund"

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Immer wieder gibt es Gerüchte, dass berühmte Menschen eigentlich tot sind und für sie längst Klone im Rampenlicht stehen. Über Musiker wie Paul McCartney oder Avril Lavigne wurde so etwas schon verbreitet. Und auch Politiker müssen sich solchen Klatsch gefallen lassen. Nigerias Präsident Muhammadu Buhari war lange krank und sagte nicht, was er hatte. Deshalb wurde in sozialen Medien gemunkelt, dass Buhari gestorben und bei öffentlichen Auftritten längst durch einen ahnungslosen Sudanesen ersetzt worden ist.

Alles Quatsch, sagt Buhari. Er ist weder tot noch geklont und auch nicht von einem Doppelgänger ersetzt worden, sagte er jetzt in Polen. Er fühle sich gesund. "Ich kann Ihnen allen versichern, dass dies wirklich ich bin." Zum Beweis hat er ein Video bei Twitter dazu hochgeladen.

Alle Einzelheiten dazu finden Sie hier.

09:10 Uhr

Tote 17-Jährige: Polizei nimmt 19-Jährigen fest

Eine als vermisst gemeldete 17-Jährige war gestern Abend tot bei Bonn gefunden worden. Wahrscheinlich wurde sie ermordet. Die Polizei hatte bereits einen Tatverdächtigen festgenommen, aber bisher noch keine Details genannt. Nun gibt sie bekannt, dass der Festgenommene ein 19-jähriger Deutscher ist. Er stammt aus dem Ausland, hat aber die deutsche Staatsangehörigkeit. Möglicherweise war es eine Beziehungstat, denn das Mädchen hatte den Mann in der städtischen Unterkunft in Sankt Augustin bei Bonn vor ihrem Tod besucht. Auf die Spur des Tatverdächtigen sind die Ermittler über soziale Netzwerke und Kurznachrichten gekommen.

Mehrere Zeitungen berichten, dass der Mann in Kenia geboren wurde. Die "Bild"-Zeitung schreibt, die beiden hätten sich über soziale Medien kennengelernt und verabredet.

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08:47 Uhr

Mexikos neuer Präsident verkauft Präsidentenflugzeug

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So schick konnten sich mexikanische Regierungsmitarbeiter in der Boeing 787-8 die Hände waschen.

(Foto: REUTERS)

Er will ein Präsident des Volkes sein - und das zeigt er auch: Mexikos neuer Präsident Andrés Manuel López Obrador fährt statt mit teurer Staatskarosse im weißen VW Jetta durch Mexiko-Stadt und öffnet seinen Palast für die Mexikaner. Und auch sein Präsidentenflugzeug, eine Boeing 787-8, will er verkaufen und stattdessen nur noch mit Linienflügen unterwegs sein. Das ist jetzt in die Wege geleitet. Die Maschine wird nun instand gesetzt und steht bis zum Verkauf auf einem Flugplatz in Kalifornien.

Erst vor ein paar Jahren hatte Mexiko das Flugzeug für 218 Millionen Dollar, umgerechnet rund 192 Millionen Euro, gekauft. Das hatte für Kritik gesorgt, denn sie ist luxuriös ausgestattet, mit etlichen Arbeitsplätzen, einem Präsidentenbüro und einem Schlaf- und Badezimmer. Auch noch 60 andere Flugzeuge und 70 Hubschrauber der mexikanischen Bundesbehörden will Mexikos Regierung verkaufen.

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08:12 Uhr

Khashoggi nannte saudischen Kronprinz eine "Bestie"

Khashoggis private Whatsapp-Nachrichten geben neue Hinweise auf sein Schicksal. CNN berichtet, in über 400 Nachrichten, die Khashoggi im Jahr vor seiner Ermordung an einen Kollegen geschickt habe, habe er den saudi-arabischen Kronprinzen bin Salman als eine "Bestie" beschrieben, die alle "verschlinge", auch seine Unterstützer. Nach einer Festnahme saudi-arabischer Aktivisten habe Khashoggi geschrieben, je mehr Opfer bin Salman fresse, desto mehr wolle er. Im August sei Khashoggi überzeugt davon gewesen, dass die saudischen Behörden ihre Unterhaltung mitlesen würden und habe geschrieben: "Gott helfe uns". Zwei Monate später war er tot.

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07:44 Uhr

Abschiebeflug startet von Frankfurt nach Kabul

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Immer wieder weisen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International auf die schlechte Sicherheitslage in Afghanistan hin. Dort weitet sich der Krieg gegen die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat aus. Trotzdem sieht die Bundesregierung nicht davon ab, Menschen in das Land abzuschieben. Nun steht ein weiterer Abschiebeflug mit abgelehnten Asylbewerbern aus Deutschland nach Kabul bevor, sagt der Bayerische Flüchtlingsrat. Es gebe Hinweise, dass der Flug morgen vom Flughafen Frankfurt startet. Erwartet wird das Flugzeug Mittwochmorgen in Kabul, bestätigten Behördenvertreter in Afghanistan.

07:38 Uhr

Katar tritt 2019 aus der Opec aus

Katar will sich jetzt mehr auf die Gasproduktion konzentrieren und steigt deshalb zu Jahresbeginn 2019 aus dem Ölkartell Opec aus, kündigte Energieminister Saad Sherida al-Kaabi an. Das Land habe in den vergangenen Jahren an der Entwicklung einer Zukunftsstrategie gearbeitet, die auf Wachstum basiere, hieß es.

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07:18 Uhr

Brand zerstört Hauptstelle der Duisburger Tafel

Der Duisburger Stadtteil Hochfeld ist durch Armut und Arbeitslosigkeit geprägt. Hilfe bekommen die Menschen dort unter anderem durch die Duisburger Tafel, die da ihre Hauptstelle hat. In dem Haus ist die Hauptverteilstelle für Lebensmittel und von dort aus werden auch die Fahrten für Lebensmittelspenden organisiert. Ausgerechnet dort hat es in der Nacht einen großen Brand gegeben, bei dem das Haus der Tafel komplett zerstört wurde. Die Polizei sagt, das Gebäude ist völlig in sich zusammengefallen. Warum und wie das Feuer ausgebrochen ist, weiß die Feuerwehr noch nicht. Die einzig gute Nachricht: Verletzt wurde zum Glück niemand.

Berichtigung: Zerstört wurde bei dem Brand lediglich die Essensausgabe der Duisburger Tafel.

07:01 Uhr

China will Zölle auf US-Autos abschaffen

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Es ist der erste Schritt zur Entschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China: China baut nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Einfuhrzölle für US-Importautos ab. Die Regierung in Peking habe zugesagt, die Abgaben zu "reduzieren und zu entfernen", die derzeit bei 40 Prozent liegen, schrieb Trump bei Twitter.

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06:47 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

willkommen an diesem nassen Montag. Viele wichtige Themen stehen heute auf dem Programm. Es steht ein weiterer Dieselgipfel an. Kanzlerin Merkel und ihr Verkehrsminister Scheuer haben Vertreter der Kommunen für heute Vormittag nach Berlin eingeladen. Schon bevor es losgeht, gibt es Streitpunkte: Städte fühlen sich vom Bund allein gelassen. Sie wollen mehr Geld, um Diesel-Fahrverbote wirkungsvoll zu verhindern.

Und das wird heute außerdem noch wichtig:

  • Wird die Zeitumstellung in Europa abgeschafft oder nicht? Darüber beraten die EU-Verkehrsminister am Vormittag in Brüssel. Es geht vor allem darum, wie ein Flickenteppich mit vielen unterschiedlichen Zeitzonen in Europa vermieden werden kann.
  • Der 24. UN-Klimagipfel wird im polnischen Katowice offiziell eröffnet. Dabei sind Vertreter aus knapp 200 Staaten. Sie verhandeln in den kommenden zwei Wochen darüber, wie die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz durch klare Regeln zur Umsetzung und Überprüfung ergänzt werden können.
  • Die USA tragen Trauer: Am Freitag war der ehemalige US-Präsident George H. W. Bush im Alter von 94 Jahren gestorben. Heute beginnen die mehrtägigen Trauerzeremonien für ihn. Ab heute Abend wird sein Sarg in der Rotunde des Kapitols in Washington aufgebahrt.
  • Heute Mittag beschäftigen sich die Finanzminister der Eurozone mit den Haushaltsplänen der Mitgliedstaaten für das kommende Jahr. Es geht hauptsächlich um Italien. Dem Land droht wegen überhöhter Verschuldung ein Defizitverfahren.
  • Im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren von Boris Becker gibt es heute Nachmittag noch einen wichtigen Gerichtstermin in London. Dabei geht es wohl vor allem um den Wirbel um Beckers Diplomatenstatus und den dazugehörigen Diplomatenpass der Zentralafrikanischen Republik.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche. Mein Name ist Caroline Amme und ich begleite Sie durch diesen Montag. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gern eine Mail!

06:24 Uhr

Grau und nass bis auf den Norden

Eine ziemlich nasse und teils stürmische Wetterwoche hat begonnen. Denn jetzt machen sich erst einmal die Tiefdruckgebiete für unser Wetter stark und bringen neben recht milden Temperaturen immer wieder Regen mit. Erst in der zweiten Wochenhälfte mischt sich kältere Luft unter, so dass auch die Winterfreunde mehr auf ihre Kosten kommen. Somit ist es heute überwiegend grau und mitunter regenreich. Vor allem von der Mitte südwärts schüttet es teilweise kräftig. Zudem sind dort in der subtropisch durchmischten Luft Gewitter möglich. Derweil bleibt es nachmittags zumindest im Norden überwiegend trocken

Der Südwestwind weht dabei stark bis stürmisch und kann besonders an der See und auf den Bergen mit Sturmböen unterwegs sein. Die Temperaturen bringen es auf bis zu 16 Grad am Oberrhein. Ansonsten sind es häufig 9 bis 14 Grad. Und auch die nächsten Tage zeigen sich oft wechselhaft mit Regen und bringen dadurch an den Flüssen endlich mal ansteigende Pegelstände. Dabei bleibt es zuerst oft mild, bevor ab dem Wochenende der Winter wieder Anlauf nehmen wird. Hier die Details. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihr Björn Alexander