Montag, 27. Juli 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:32 Uhr

Das war Montag, der 27. Juli 2020

Wer in Corona-Risikogebieten Urlaub macht, muss sich künftig bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Bundesgesundheitsminister Spahn kündigte heute eine Testpflicht für Einreisende aus solchen Gebieten mit hohen Fallzahlen an. Voraussichtlich kommende Woche soll sie in Kraft treten. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein - eine verrückte Idee, schreibt Benjamin Konietzny in seinem Kommentar.

Was war heute sonst alles wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bis morgen!

22:07 Uhr

Zug kracht in Auto - zwei Tote

Ein Mann und eine Frau sind in ihrem Auto im bayerischen Meeder von einem Zug erfasst worden und gestorben. Der Lokführer und die Bahnreisenden blieben unverletzt.

Nach Informationen der Polizei wollte der 65 Jahre alte Autofahrer am Abend mit seiner 67 Jahre alten Beifahrerin einen unbeschrankten Bahnübergang überqueren. Ein herannahender Zug erfasste das Auto und schleifte es 50 Meter mit.

21:42 Uhr
Breaking News

Ex-Offizier Macgregor soll neuer US-Botschafter in Berlin werden

Der frühere US-Armeeoffizier Douglas Macgregor soll neuer Botschafter seines Landes in Deutschland werden. Präsident Donald Trump will den pensionierten Oberst als Nachfolger für Richard Grenell nominieren, wie das Weiße Haus mitteilte. Grenell, ein Vertrauter des Präsidenten, war Anfang Juni von dem Posten in Berlin zurückgetreten.

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21:38 Uhr

Die Videos des Tages

21:34 Uhr

Vermisstes Mädchen in der Schweiz nach einem Jahr tot aufgefunden

Ein Jahr nach einem Unwetter in der Schweiz ist die Leiche eines Mädchens Dutzende Kilometer vom Ort seines Verschwindens entfernt gefunden worden. Die Leiche des Kindes wurde im Genfersee entdeckt, teilte die Kantonspolizei Wallis mit.

Am 11. August des Vorjahres riss eine Schlammlawine ein Auto mit einem Mann und einem sechsjährigen Mädchen im Ort Chamoson davon, als in einem heftigen Gewitter ein Bach über die Ufer trat. Einsatzkräfte suchten wochenlang vergeblich nach den beiden. Am Donnerstag wurde das Kind entdeckt und danach mittels DNA-Analyse identifiziert.

Der Mann bleibt weiterhin verschollen. Nach Angaben der Polizei war er nicht der Vater des Mädchens.

20:51 Uhr

Radfahrer stirbt bei Lkw-Unfall in Düsseldorf

Ein Radfahrer ist in Düsseldorf von einem abbiegenden Lastwagen erfasst worden und ums Leben gekommen.

Das 53 Jahre alte Opfer sei am Unfallort an seinen Verletzungen gestorben, berichtete die Polizei. Warum die 42 Jahre alte Lkw-Fahrerin mit ihrem Fahrzeug beim Rechtsabbiegen den Radfahrer erfasste, der ihr auf einem Radweg entgegen gekommen war, ist bislang unklar.

20:15 Uhr

Glas im Produkt - "Uncle Ben's" ruft Reis zurück

Weil womöglich Glas ins Produkt geraten ist, hat der Hersteller ausgewählte Chargen "Uncle Ben's Express Natur-Reis Basmati" zurückgerufen. Wie Mars Food mitteilte, sind 220-Gramm-Packungen mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen:

17.11., 18.11. sowie 8.12.2020 - und für 2021: 8.1., 19.1., 1.2., 2.2., 2.3., 3.3., 16.3., 3.5., 24.5., 25.5., 15.6., 16.6. und 19.7..

Verbraucher, die Packungen mit einem dieser Daten gekauft haben, werden gebeten, sich an den Kundenservice zu wenden.

19:45 Uhr

Messerattacke in Bonner Linienbus - Mann in Lebensgefahr

Ein 55 Jahre alter Mann soll in einem Linienbus in der Nähe des Bonner Hauptbahnhofes einen anderen Fahrgast niedergestochen haben.

  • Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest.
  • Das 22 Jahre alte Opfer wurde lebensgefährlich verletzt. Auch der mutmaßliche Täter erlitt eine Handverletzung.
  • Die Hintergründe der Attacke sind bislang unklar. Eine Mordkommission befragt Fahrgäste des Busses und andere Zeugen.
18:57 Uhr

Leichen von Frau und ihrem Ex-Freund in Wohnung entdeckt

Eine junge Frau und ihr Ex-Freund sind tot in einer Wohnung in Erftstadt bei Köln gefunden worden. Polizisten hatten nach der 28-Jährigen gesucht, nachdem Familienangehörige berichtet hatten, dass sie nach einem Treffen mit dem 31-Jährigen am Sonntagabend nicht mehr erreichbar gewesen sei.

Die Leichen sollen am Dienstag obduziert werden. "Die Hintergründe der Tat und insbesondere deren Ablauf sind noch unklar", hieß es. Eine Mordkommission ermittelt.

18:24 Uhr

Tatwaffe Bierkrug: Mörder muss 27 Jahre nach der Tat in Haft

Mehr als 27 Jahre nach einem Mord in einer Flüchtlingsunterkunft hat das Landgericht Coburg einen ehemaligen Asylbewerber schuldig gesprochen. Der inzwischen 63-Jährige muss wegen Mordes neuneinhalb Jahre hinter Gittern, wie ein Sprecher des Gerichts bestätigte.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Rumänen vor, im November 1992 mit einem Bierkrug seinen Zimmergenossen erschlagen zu haben. Das ebenfalls aus Rumänien stammende Opfer soll mit dem Gesicht zur Wand gelegen und nicht mit dem Angriff gerechnet haben. "Der Angeschuldigte wird daher beschuldigt, heimtückisch einen Menschen getötet zu haben", hieß es in der Anklage.

Wenige Tage nach der Tat war der Mann in München verhaftet und nach Rumänien abgeschoben worden. Er hatte in verschiedenen Städten in Deutschland unter falschen Namen Asylanträge gestellt. Durch den Abgleich von Fingerabdrücken rückte der 63-Jährige dann Jahre später wieder in den Fokus der Ermittler. 2019 wurde er in Rumänien verhaftet und nach Deutschland überführt.

17:28 Uhr

Drei Randalierer grölen Nazi-Lieder in Flugzeug

Für die meisten Passagiere war es alles andere als ein angenehmer Flug von Düsseldorf nach Prag. Drei Männer, die dafür gesorgt haben, sind gleich nach der Landung festgenommen worden.

  • Ihnen werde vorgeworfen, an Bord Nazi-Lieder gesungen, geschrien und andere Reisende beleidigt zu haben, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in der tschechischen Hauptstadt mit.
  • Die drei Männer im Alter zwischen 37 und 38 Jahren hätten beim Verhör ein Geständnis abgelegt, führte der Sprecher weiter aus.
  • Wer in Tschechien Sympathien für Bewegungen zeigt, welche die Menschenrechte unterdrücken, kann den Angaben zufolge mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden.
16:35 Uhr

Schiffbrüchige schwimmen dreieinhalb Stunden an Land

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Dreieinhalb Stunden schwimmen ohne Pause, das kann nicht jeder.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Starke Leistung: Zwei verunglückte Wassersportler sind am Sonntag auf dem Stettiner Haff vor der Küste von Mecklenburg-Vorpommern etwa dreieinhalb Stunden an Land geschwommen. Die vollkommen erschöpften Männer seien bei Grambin von Passanten aufgelesen und nach Hause gebracht worden, berichtet die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Medizinische Hilfe benötigen sie nicht.

  • Sie waren demnach beide zugleich von ihrem Boot gefallen. Einer der Männer war an Bord ihres kleinen Motorbootes ausgerutscht, wodurch beide "durch unglückliche Umstände" in das Wasser stürzten. Das nun herrenlose Boot fuhr weiter, sodass sich die Schiffbrüchigen schwimmend selbst ans Ufer retten mussten.
  • Das Boot der Männer wurde mehr als 20 Kilometer vom geschätzten Unfallort entfernt in einer Fischreuse gefunden, in der es sich mit laufendem Motor verfangen hatte.
  • Den Seenotrettern zufolge beträgt die Wassertemperatur im Stettiner Haff zum Glück für die beiden Männer derzeit etwa 20 Grad Celsius. Bei niedrigeren Temperaturen besteht bereits nach kurzer Zeit große Unterkühlungsgefahr.
15:50 Uhr

Trumps Sicherheitsberater steckt sich mit Coronavirus an

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Einer von 4,3 Millionen: Auch US-Sicherheitsberater O'Brien ist mit Coronavirus infiziert.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump ist einem Insider zufolge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Robert O'Brien habe sich vermutlich bei einer Familienfeier angesteckt, berichtet eine Bloomberg-Reporterin auf Twitter unter Berufung auf Insider. Er sei in Quarantäne und arbeite von zu Hause aus.

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15:28 Uhr

Ex-Mitbewohner mit Samuraischwert getötet: Lange Haft für Mörder

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Im vergangenen Sommer wurde ein Mann auf offener Straße in Stuttgart von seinem Ex-Mitbewohner mit einem Samuraischwert ermordet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einer tödlichen Attacke mit einem Samuraischwert auf offener Straße ist der Täter in Stuttgart zu 14 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt worden. Außerdem ordnete das Landgericht die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Jordanier hatte vor etwa einem Jahr seinen früheren Mitbewohner in aller Öffentlichkeit und vor den Augen der Tochter des Opfers angegriffen und umgebracht. Während die Beweise unter anderem wegen Handyvideos eindeutig waren, bleibt das Motiv auch nach den Zeugenaussagen unklar. Ein Gutachter hatte den Angeklagten wegen Wahnvorstellungen als vermindert schuldfähig eingeordnet.

14:48 Uhr

Mittelfinger statt Maske - Zwillinge müssen satte Strafen zahlen

Zwillinge machen oft alles gemeinsam: Zwei 37-jährige Schwestern flogen am Freitag gemeinsam von Budapest nach München, weigerten sich gemeinsam, Masken im Flugzeug zu tragen und zeigten dann dem Kabinenchef den Mittelfinger - gemeinsam, versteht sich.  

Nach der Landung in München nahm die Polizei die Zwillingschwestern am Flughafen in Empfang. Nun musste jede ihre eigene Strafe zahlen - je 1000 Euro.  Nachdem die Frauen das Bußgeld bezahlt hatten, durften sie gehen. Allerdings wartet auf sie noch ein Strafverfahren wegen Beleidigung.

14:46 Uhr

Ex-Polizist wegen "NSU 2.0"-Mails unter Verdacht

Im Zusammenhang mit den rechtsextremen "NSU 2.0"-Drohmails hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft einen ersten Ermittlungserfolg gemeldet. Zwei Personen seien vorläufig festgenommen worden. Der Tatverdacht richte sich gegen einen 63 Jahre alten ehemaligen bayerischen Polizisten und dessen 55 Jahre alte Ehefrau, teilte die Behörde mit. Beide seien am Freitag vorläufig festgenommen worden, mittlerweile aber wieder frei.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

14:12 Uhr

Stephan Ernst will Pflichtverteidiger loswerden

Im Lübcke-Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt hat der Hauptangeklagte Stephan Ernst die Abberufung seines Pflichtverteidigers Frank Hannig beantragt. Das Vertrauensverhältnis sei "auf Dauer zerstört", sagte der zweite Verteidiger Mustafa Kaplan. Hannig sah trotz unterschiedlicher Verteidigungsstrategien der beiden Anwälte eine Entpflichtung als nicht gerechtfertigt. Er verwies darauf, dass er seit einem Jahr mit dem Verfahren befasst sei. Ernst selber bestätigte auf Nachfrage des Richters ausdrücklich, dass er sich von Hannig als Verteidiger trennen wolle.

Ernst muss sich wegen Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke verantworten. Der CDU-Politiker war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses im Kreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Auslöser der Tat sollen Äußerungen Lübckes zur Aufnahme von Flüchtlingen gewesen sein.

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13:28 Uhr

Drei Kinder nehmen komplette Schule auseinander

Drei polizeibekannte Kinder im Alter von elf bis zwölf Jahren haben in Bissendorf in Niedersachsen eine komplette Schule verwüstet. Am Sonntagabend brachen die Jungen in das Schulgebäude ein, rissen Waschbecken aus den Wänden, zerschlugen Glasscheiben und beschmierten Wände mit Farbe, wie die Polizei in Osnabrück berichtete. Außerdem öffneten sie Wasserhähne und überschwemmten das Gebäude auf allen Stockwerken.

Laut Polizei richtete das Trio so einen Sachschaden von mindestens 150.000 Euro an, wegen des Wasserschadens musste die Feuerwehr die Schule leer pumpen. Die Kinder wurden seit Mai demnach bereits mehr als 20 Mal auffällig. Hauptsächlich ging es um Sachbeschädigungen, aber auch um Körperverletzung und Diebstahl. Sie sind noch nicht strafmündig. Polizei und Jugendamt stünden jedoch in einem "engen Austausch", hieß es. Sicherheitsleute bewachen nun die Schule.

13:05 Uhr

Großeltern posieren mit vergessenen Klamotten aus eigener Wäscherei

Die Idee zu dem Instagram-Kanal hatte ihr Enkel, als das Wäscherei-Geschäft in Taiwan durch die Corona-Krise schlecht lief: Inzwischen folgen den Großeltern, die sich in Kleidung fotografieren lassen, die Kunden in ihrer Wäscherei vergessen haben, schon mehr als 440.000 Nutzer. Der 31-Jährige konnte es nach eigenen Angaben nicht mit ansehen, wie sich seine Großeltern langweilten.

"Ich bin begeistert, dass wir anderen Freude und Hoffnung bringen können", sagte die 84 Jahre alte Hsu Hsiu-e über die positiven Reaktionen aus allen Teilen der Welt. Ihr 83 Jahre alter Mann Chang Wan-ji wirkt wie seine Frau wie ein Naturtalent als Fotomodell - mal schick, mal lässig.

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12:20 Uhr

Tom Hanks ist jetzt Grieche

Das Land ist zu ihrer zweiten Heimat geworden: Schauspieler Tom Hanks und seine Ehefrau Rita Wilson haben die griechische Staatsbürgerschaft erhalten. Das gab Premierminister Kyriakos Mitsotakis in einem Instagram-Post bekannt. Der Staatsmann posiert auf dem Bild gemeinsam mit seiner Ehefrau Mareva Grabowski und den "neuen stolzen Staatsbürgern Griechenlands". Hanks und Wilson halten beide ihre neuen Reisepässe in die Kamera.

Das Ehepaar hat eine besondere Verbindung zu dem Land. Wilsons Vater stammte aus Bulgarien, ihre Mutter aus Griechenland - vor ihrer Hochzeit 1988 konvertierte Hanks zur griechisch-orthodoxen Kirche, nach deren Regeln seine Frau erzogen wurde. Das Paar urlaubt regelmäßig in Griechenland und besitzt auf der Insel Antiparos ein Haus.

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12:04 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:47 Uhr

20-Jähriger kommt von Fahrbahn ab und verunglückt tödlich

Ein 20-Jähriger ist in Tarmstedt (Landkreis Rotenburg) mit seinem Auto in ein Maisfeld gefahren und dabei tödlich verunglückt. Der Mann hatte am Sonntagabend die Kontrolle über seinen Wagen verloren, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte. Er sei links und rechts von der Fahrbahn abgekommen - anschließend sei das Auto durch einen Graben in das Maisfeld geschleudert worden. Der 20-Jährige sei noch am Unfallort gestorben.

10:37 Uhr

IS-Rückkehrerin am Frankfurter Flughafen aufgegriffen

Der Generalbundesanwalt hat am Frankfurter Flughafen eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin festnehmen lassen. Die Deutsche hatte sich zuletzt in der Türkei in Abschiebehaft befunden, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Sie wurde demnach bereits am Freitag durch Beamte des Polizeipräsidiums Köln festgenommen und noch am selben Tag zum Haftrichter gebracht. Inzwischen befindet sie sich in Untersuchungshaft.

Die Frau soll 2015 ihre vierjährige Tochter mit nach Syrien genommen haben, um sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen. Dort habe sie über ein "Heiratsbüro" der Terrororganisation einen ebenfalls aus Deutschland kommenden IS-Anhänger geheiratet und mit diesem eine Familie gegründet. Das Paar soll mit seinen Kindern in insgesamt fünf Wohnungen gelebt haben, deren rechtmäßige Eigentümer der IS getötet oder vertrieben hatte. Außerdem soll die Frau die Dienste einer versklavten Jesidin als Putzkraft in Anspruch genommen habe, die eine Freundin auf Wunsch bei ihren regelmäßigen Besuchen mitgebracht habe.

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10:06 Uhr

Mann mit Samuraischwert getötet: Hat Angeklagter im Wahn gehandelt?

Mit einem Samuraischwert tötet ein Mann im Sommer 2019 in Stuttgart seinen Ex-Mitbewohner. Im Mordprozess um die aufsehenerregende Tat wird nun ein Urteil gesprochen. Das Gericht muss vor allem entscheiden, ob der Angeklagte überhaupt schuldfähig ist. Die Staatsanwaltschaft plädiert für eine 13-jährige Haftstrafe und die Unterbringung des Angeklagten in einer Psychiatrie, die Anwälte fordern Freispruch - und ebenfalls die Behandlung in einer psychiatrischen Einrichtung. Der Jordanier soll seinen früheren Mitbewohner vor etwa einem Jahr in aller Öffentlichkeit und vor den Augen der Tochter des Opfers angegriffen und umgebracht haben. Während die Beweise für die Tat eindeutig scheinen, bleibt das Motiv nach sämtlichen Zeugenaussagen unklar.

Im Stuttgarter Landgericht soll abschließend die Frage geklärt werden, ob der Angeklagte im Wahn gehandelt hat und damit zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war - oder ob er vermindert Herr seiner Sinne war und noch eine Haftstrafe infrage kommt.

09:30 Uhr

Siegfried vermisst Roy "unendlich"

Zusammen waren sie das Magier-Duo Siegfried und Roy: Doch Siegfried Fischbacher musste am 8. Mai von Roy Horn Abschied nehmen, der nach einer Corona-Erkrankung starb. Fischbacher zog sich nach Horns Tod zunächst aus der Öffentlichkeit zurück. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung spricht er jetzt über seinen Gefühlszustand: "Ich vermisse Roy unendlich. Aber ich fühle, dass er von da oben auf mich aufpasst. Die Erinnerungen an unsere schöne gemeinsame Zeit tragen mich."

Fischbacher lebt seit dem Tod von Roy Horn alleine auf dem Anwesen "Little Bavaria" in Las Vegas. Er habe dort sein Paradies gefunden und eine Rückkehr in seine deutsche Heimat komme nicht für ihn infrage, erklärt Fischbacher und fügt hinzu: "Alles erinnert mich an Roy. Das möchte ich nicht zurücklassen."

Fischbacher arbeitet derzeit an einem Film mit, der "Roys Vermächtnis" werden soll. Bei dem Filmprojekt "Siegfried & Roy", das bereits seit über zwei Jahren geplant und auch nach Horns Tod weiter verfolgt wird, wird Michael Bully Herbig Regie führen. Er arbeitet derzeit am Drehbuch. "Ich telefoniere fast täglich mit 'Bully' Herbig. Ich glaube, dass es ein wunderbarer Film wird", sagt Fischbacher.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:54 Uhr

Pionier der japanischen Modeindustrie gestorben

Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren an Leukämie, wie seine Tochter, die Schauspielerin Mirai Yamamoto, auf Instagram mitteilte. Yamamoto galt als Pionier der japanischen Modeindustrie und wurde unter anderem für seine Entwürfe für Popstar David Bowie bekannt.

Yamamoto machte sich ab den 70er Jahren mit farbenfrohen Avantgarde-Stücken, die Geschlechtergrenzen überschritten und häufig Elemente der japanischen Kultur aufgriffen, einen Namen. Für David Bowies Alter Ego Ziggy Stardust entwarf er eine Reihe von Outfits.

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"Ich fand Davids Ästhetik und sein Interesse daran, Geschlechtergrenzen zu überschreiten, schockierend schön", sagte Yamamoto 2018 der Website "The Cut".

(Foto: imago images/Kyodo News)

08:16 Uhr

Für gestohlenen Teddy: Ryan Reynolds bietet hohen Finderlohn

Hollywood-Star Ryan Reynolds möchte einer Frau in Kanada helfen, ihren gestohlenen Teddybären zurückzubekommen - und hat deswegen einen hohen Finderlohn für das Stofftier geboten. "Vancouver: 5000 Dollar für denjenigen, der den Bär zu Mara zurückbringt. Es werden keine Fragen gestellt", schrieb der Schauspieler, der ebenfalls aus der Stadt kommt, auf Twitter.

Das Besondere an dem Teddy: Er enthält eine Stimmaufnahme der gestorbenen Mutter der Frau. "Sie hat mir den Bären zu Weihnachten geschenkt", sagte Mara in einem Fernsehinterview. Reynolds ist nicht ihr einziger Promi-Unterstützer: Auch "Scrubs"-Star Zach Braff teilte die Suchanzeige.

07:37 Uhr

Forscher wollen vom Aussterben bedrohten Riesenfrosch im Titicaca-See retten

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Ein Taucher findet einen toten Riesenfrosch im Titicaca-See (Bild von 2015).

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Titicaca-Riesenfrosch gilt als stark gefährdet. Er wird vom Menschen für kulinarische Zwecke und rituelle Gebräuche gejagt, zudem wird seine Haut für die Lederproduktion verwendet. Hinzu kommt der hohe Grad an Gewässerverschmutzung im Titicaca-See. Ein internationales Wissenschaftlerteam soll das vom Aussterben bedrohte Tier jetzt retten.

Wie das bolivianische Museum für Naturgeschichte mitteilte, werden Forscher aus Bolivien, Peru, Ecuador und den USA gemeinsam nach Wegen zur Rettung des Froschs mit dem lateinischen Namen Telmatobius culeus suchen. Das Projekt wird demnach von mehreren Institutionen unterstützt, darunter den Vereinten Nationen.

Der Titicaca-Riesenfrosch kommt nur im Titicaca-See vor, dem größten See Südamerikas, der zu Bolivien und Peru gehört.

Der Telmatobius culeus ist der größte ausschließlich im Wasser lebende Frosch der Welt. Nach Angaben von Zoologen kann er eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 20 Zentimetern erreichen. Der Frosch lebt in Wassertiefen von bis zu 100 Metern.

06:57 Uhr

China schließt US-Konsulat in Chengdu

Das US-Konsulat im südchinesischen Chengdu ist geschlossen worden. Wie das Außenministerium in Peking mitteilte, betraten Mitarbeiter der chinesischen Behörden am Vormittag das bisherige Konsulat durch den Vordereingang und übernahmen das Gebäude. Zuvor hatte der chinesische Staatssender CCTV bereits gezeigt, dass die US-Fahne an dem Gebäude heruntergeholt wurde.

Die chinesischen Behörden hatten dem US-Konsulat in Chengdu am Freitag die Arbeitserlaubnis entzogen. Sie reagierten damit auf die Schließung des chinesischen Konsulats im texanischen Houston. US-Außenminister Mike Pompeo hatte die Maßnahme mit Spionage-Vorwürfen begründet.

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06:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

nach einer dreiwöchigen Sommerpause geht heute der Prozess um den gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke weiter. In dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Frankfurt muss sich der Deutsche Stephan Ernst wegen Mordes verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, die Tat aus rechtsextremistischen Motiven heraus begangen zu haben. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Der Bundesgerichtshof entscheidet über zwei Klagen gegen Google. Die Kläger wollen, dass in der Trefferliste der Internet-Suchmaschine bestimmte Artikel über sie nicht länger angezeigt werden.

  • Im Kriegsgebiet in der Ostukraine sind die Konfliktparteien nach eigenen Angaben bereit für eine neue Waffenruhe. Um 0.01 Uhr Ortszeit trete eine "völlige und allumfassende Feuereinstellung" in Kraft, hatte das Präsidialbüro in Kiew mitgeteilt. Das ukrainische Militär und die Vertreter der prorussischen Separatisten aus den Gebieten von Donezk und Luhansk teilten am Sonntag mit, alles für die Einstellung der Kämpfe vorbereitet zu haben.

  • Nach einer tödlichen Attacke mit einem Samuraischwert mitten auf einer Straße in Stuttgart wird das Urteil im Mordprozess erwartet. Die Staatsanwaltschaft plädiert für eine 13-jährige Haftstrafe und die Unterbringung des Angeklagten in einer Psychiatrie, die Anwälte fordern Freispruch - und ebenfalls die Behandlung in einer psychiatrischen Einrichtung.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:10 Uhr

Frau beim Wandern in Schweiz tödlich verunglückt

Eine 49-Jährige ist am Sonntag beim Wandern in Erstfeld im Schweizer Kanton Uri tödlich verunglückt. Die Frau, die zu einer fünfköpfigen Wandergruppe aus Deutschland gehörte, habe das Gleichgewicht verloren und sei einen Abhang hinuntergestürzt, berichtete die Polizei nach Angaben der Agentur SDA. Trotz sofortiger Reanimationsversuche sei die schwer verletzte Frau noch am Unglücksort gestorben. Zur Nationalität der 49-Jährigen wollte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

05:50 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht