Googles Preis-Leistungs-StarDas Pixel 10a ist der beste Grund, das 9a zu kaufen
Von Klaus Wedekind.webp)
Mit dem Pixel 10a bietet Google eines der besten Smartphones in der 500-Euro-Klasse an. Doch wer das Gerät mit dem stärksten Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, sollte den Vorgänger ins Auge fassen, für den der Neuling das perfekte Kaufargument ist.
Das Pixel 10a ist auf den ersten Blick ein langweiliges Upgrade, da es fast keine Unterschiede zum Vorgänger aufweist. Doch auf den zweiten Blick ist es ein sehr interessantes Gerät, das eine Entwicklung zeigt, die sich fast durch die gesamte Branche zieht, und für vernünftige Nutzerinnen und Nutzer durchaus erfreulich ist.
Auch bei Flaggschiffen passiert nicht mehr viel
Wenn man die zurückhaltenden Hardware-Upgrades bei der Samsung-Galaxy-S26-Serie oder dem Xiaomi-17-Duo betrachtet, sieht man, dass die Hersteller sogar bei ihren Flaggschiffen immer härter kämpfen müssen, um Jahr für Jahr sinnvolle Verbesserungen umzusetzen, ohne die Geräte unnötig teuer zu machen. Schließlich ist es schon schwierig genug, die enorm gestiegenen Komponentenpreise - speziell für Speicher - wenigstens teilweise zu kompensieren.
Das mögen manche bedauern, aber so wird vielleicht dem Konsum-Irrsinn ein Ende gesetzt, eigentlich noch völlig funktionsfähige Smartphones viel zu schnell durch neue zu ersetzen – nicht selten schon nach einem Jahr.
Ein großer Beitrag zur nachhaltigeren Nutzung kommt auch von der EU, die mit der seit Juni 2025 für Mobiltelefone geltenden Ökodesign-Verordnung verhindert, dass ein zu kurzer Software-Support wertvolle Geräte zu früh in Elektroschrott verwandelt: Mindestens fünf Jahre nach dem Verkaufsstopp müssen Smartphones noch Betriebssystemupdates erhalten.
Google hat es nicht nötig
Bei Google kommt noch hinzu, dass das Unternehmen nicht darauf angewiesen ist, Geld durch den Verkauf von Smartphones zu verdienen. Die Goldgrube des Konzerns ist zielgerichtete Werbung, die durch die Nutzung ihrer Dienste ermöglicht wird. Zunehmend geht es dabei um künstliche Intelligenz, Googles KI-Assistent Gemini ist auf allen aktuellen Android-Smartphones allgegenwärtig.
Die Pixel-Geräte sind Aushängeschilder und dienen dazu, neue Android-Versionen und -Funktionen zu demonstrieren. Dazu ist ebenfalls nicht immer neue Hardware nötig, vor allem, wenn der Chip leistungsfähig genug ist. Und die Pixel-Smartphones machen – ähnlich wie bei Apples iPhones – Updates unkomplizierter, da Geräte, Chips und Betriebssystem aus einer Hand stammen. Google ist mit garantierten sieben Jahren Sicherheits- und Betriebssystem-Updates vorbildlich. Allerdings gilt dies ab Verkaufsstart, nicht ab Verkaufsstopp.
Die Konsequenz aus all dem ist das Google 10a, das eigentlich nur der Zahl nach ein echter Nachfolger des 9a ist. Die technischen Veränderungen sind schnell aufgezählt und machen keinen großen Unterschied.
Kaum Unterschiede zum Vorgänger
Neben neuen Farben ist die einzige Designänderung ein weggelassener Rahmen um die Kamerainsel auf der Rückseite. Damit fügt sich das Schutzglas über Weitwinkel- und Ultraweitwinkel-Kamera absolut plan in die matte Fläche ein, was heutzutage ein willkommenes Alleinstellungsmerkmal ist. Dass die Kameras etwas können, haben sie im Pixel 9a bewiesen.
Die wichtigste Veränderung ist wahrscheinlich das robustere Gorilla Glass 7i, das jetzt statt des älteren Gorilla Glass 3 das unverändert sehr gute Display schützt, das nach wie vor von einem verhältnismäßig breiten schwarzen Rahmen umgeben ist.
Das Pixel 10a wird wie der Vorgänger von Googles Chip Tensor 4 angetrieben, der nach wie vor 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zur Seite hat. Beim Flash-Speicher hat man immer noch die Wahl zwischen 256 oder 512 GB. Der Akku hat wie bisher eine Kapazität von 5100 Milliamperestunden (mAh), kann jetzt aber mit bis zu 45 statt 23 W aufgetankt werden. Induktiv ist die Ladeleistung von 7 auf 10 W gestiegen.
Neu ist außerdem, dass das Pixel 10a Bluetooth 6 statt 5.3 unterstützt und jetzt wie Googles andere 10er-Smartphones Notrufe über Satellit beherrscht. Das war's auch schon.
Fazit
Das Pixel 10 ist wie der Vorgänger ab rund 550 Euro zu haben. Das ist für ein Gerät dieser Qualität fair, speziell, wenn man die lange Softwareunterstützung einbezieht. Das Pixel 9a erhält man im Online-Handel aktuell aber bereits für rund 350 Euro. Da es technisch praktisch ebenso gut ist wie der Nachfolger, bietet es damit ein fast unschlagbar gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ja, es ist zwölf Monate älter, aber mit sechs Jahren Updates lässt es immer noch fast alle bisher 2026 erschienenen oder sogar kommenden Android-Smartphones hinter sich. Und die Chance, dass Google noch nachlegt, ist relativ hoch. Schließlich gibt es technisch keinen Grund, dem 9a nach Ablauf der Garantie die gleichen Updates wie dem 10a zu verweigern.
