Alte und neue Hardware gemischtLohnt sich das iPhone 17e?
Von Klaus Wedekind
Das iPhone 17e ist mit einem verstärkten Innenleben und MagSafe deutlich besser, aber nicht teurer als der Vorgänger. Allerdings ist auch bereits alte Hardware erneut unverändert geblieben, weshalb das Gerät vielleicht nicht für jeden die beste günstige iPhone-Wahl ist.
Während die Konkurrenten ihre neuen Einsteiger-Smartphones wegen deutlich steigenden Komponentenpreisen teurer verkaufen müssen, beträgt der Startpreis des iPhone 17e bei verdoppeltem Flash-Speicher wie bisher knapp 700 Euro. Im Vergleich zum Vorgänger bringt es auch weitere klare technische Verbesserungen mit. Allerdings müssen potenzielle Käuferinnen und Käufer auch einige Spar-Kröten schlucken, die ein anderes iPhone attraktiver machen könnten.
Mehr Speicher und ein praktischer Magnet
Neue Standardspeichergröße sind nun 256 statt 128 Gigabyte (GB).
Das Gerät wird vom A19-Chip angetrieben, der auch im iPhone 17 steckt. Allerdings hat der Grafikprozessor nur vier statt fünf Kerne.
Es gibt jetzt MagSafe: Ein Magnetring an der Rückseite des Geräts erlaubt das Anbringen von Zubehör und drahtlosen Ladegeräten. Mit MagSafe kommt auch die schnellere Qi2-Ladetechnik: Statt mit 7,5 Watt kann das 17e mit 15 Watt drahtlos laden.
Der neue Modem-Chip C1X-Chip soll laut Apple rund ein Drittel weniger Strom benötigen als etwa die Funktechnik im iPhone 16 Pro.
Widerstandsfähiger: Das Displayglas erhält die Beschichtung Ceramic Shield 2, die auch in den iPhones 17 und 17 Pro verwendet wird. Das soll die Anfälligkeit für Kratzer senken.
Neben Schwarz und Weiß gibt es das iPhone 17e auch in Blassrosa.
Veraltetes Display, unveränderte Kamera
Die Kamera auf der Rückseite ist praktisch unverändert geblieben, sie soll aber bessere Porträts aufnehmen können.
Die Frontkamera ist ebenfalls nicht besser als beim iPhone 16e.
Auch am veralteten 6,1-Zoll-Display ändert sich augenscheinlich nichts. Es verfügt weiterhin nicht über variable Bildwiederholraten und verharrt bei starren 60 Hertz (Hz). Der Bildschirm kann höchstens 800 Nits leuchten und bietet keine Always-on-Funktion - dass also bestimmte Informationen wie die Uhrzeit oder Benachrichtigungen immer auf dem Bildschirm angezeigt werden. Schließlich hat es nach wie vor eine breite Aussparung für Kamera und Sensoren (Notch) an der Oberseite.
Das iPhone 17e hat keinen Ultrabreitband-Chip (UWB). Es kann also unter anderem Apples Airtags weniger genau orten als andere iPhones. Außerdem bietet es mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.3 nicht die neuesten Funk-Standards.
iPhone 17 vielleicht die bessere Alternative
Wer überlegt, sich das iPhone 17e zuzulegen, sollte zuvor einen Blick auf das Standard-17er werfen, das aktuell online bereits ab rund 820 Euro angeboten wird. Der Aufpreis könnte sich lohnen, denn die Hardwareausstattung ist wesentlich besser als beim 17e.
Das iPhone 17 hat auf der Rückseite neben der Hauptkamera auch eine Ultraweitwinkel-Kamera.
Im Gegensatz zum 17e hat es eine zusätzliche Kamerataste. Sie ist kapazitiv, wodurch man über sie über Tipper und Wischer Funktionen aufrufen und Einstellungen vornehmen kann.
Es besitzt ein 6,3 Zoll großes Display mit 120 Hertz Bildwiederholfrequenz. Statt der Notch hat es im Display einen pillenförmigen interaktiven Bereich (Dynamic Island) und es kann immerhin 1000 Nits hell leuchten.
Das Standard-Gerät bietet die Center-Stage-Frontkamera. Sie hält Nutzerinnen und Nutzer nicht nur bei Videochats automatisch im Bildzentrum. Durch einen quadratischen Sensor muss man das iPhone auch nicht mehr drehen, um ein Selfie im Querformat zu machen.
Das iPhone 17 ist mit UWB ausgestattet. Mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 ist es auch bei anderen Funkstandards auf dem neuesten Stand.