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Börsenbetreiber verliert Umsatz NYSE spürt die Flaute

Wenn Angst und Unsicherheit die Transaktionslust der Investoren bremsen, schlägt das bis in die Bücher der Börsenbetreiber durch: Bei NYSE Euronext, dem Unternehmen hinter der New York Stock Exchange, fallen Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich schmaler aus.

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Geringere Transaktionen im Zuge der allgemeinen Branchenflaute: Die maue US-Konjunktur beherrscht die Lage.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Zurückhaltung der Anleger in den vergangenen Monaten hat auch den Börsenbetreiber NYSE Euronext im dritten Quartal belastet. Das relativ kleine Technologie-Geschäft habe sich aber gut entwickelt und dazu beigetragen, den Gewinnrückgang zu bremsen, teilte NYSE Euronext mit.

Für das abgelaufene Quartal wies das Unternehmen, das unter anderem im Wettbewerb mit der Deutschen Börse steht, einen Rückgang des Gewinns um mehr als 12 Prozent aus auf 121 Mio. Dollar und übertraf damit die Erwartungen am Markt. Die Einnahmen sanken um 3,5 Prozent auf 599 Mio. Dollar. Die Ergebnisse spiegelten die geringeren Transaktionen wider im Zuge der allgemeinen Branchenflaute, erklärte Finanzchef Michael Geltzeiler.

Im Aktiengeschäft sank der Umsatz um neun Prozent, im Derivate-Handel waren die Erlöse um fünf Prozent geringer. Im Technologie-Geschäft dagegen zog der Umsatz um 20 Prozent an. Hier bietet NYSE Euronext Kunden sowie kleineren Börsenbetreibern Handelssysteme an. Die Aktien des Unternehmens gaben in Paris um mehr als zwei Prozent nach auf 21,79 Euro.

Quelle: n-tv.de, rts

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