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Loveparade-Nachfolger boomt 200.000 Menschen feiern bei "Rave The Planet"

Hunderttausende Teilnehmer feierten in Berlin eine bunte Party und demonstrierten für eine friedlichere Welt.

Hunderttausende Teilnehmer feierten in Berlin eine bunte Party und demonstrierten für eine friedlichere Welt.

(Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Trotz Regen und Wind feierten Hunderttausende beim Loveparade-Nachfolger "Rave The Planet" in der Berliner Innenstadt. Die Teilnehmer zogen in schrillen Kostümen auf einer sieben Kilometer langen Route zur Siegessäule. Loveparade-Gründer Dr. Motte hatte aber auch eine politische Botschaft.

Der Loveparade-Nachfolger "Rave The Planet" hat in Berlin trotz kühler Temperaturen und Regen einen großen Erfolg gefeiert. Nach Angaben der Berliner Polizei kamen zu der Veranstaltung 200.000 Menschen - angemeldet worden waren von den Veranstaltern um Loveparade-Erfinder Dr. Motte bis zu 25.000 Teilnehmer. Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag, im Großen und Ganzen sei die Veranstaltung friedlich verlaufen.

Rave The Planet war als Demonstration angemeldet worden. Die Teilnehmer versammelten sich am Kurfürstendamm und zogen dann auf einer sieben Kilometer langen Route zur Siegessäule im Tiergarten. Love-Parade-Gründer Dr. Motte, der bürgerlich Matthias Roeingh heißt, gab das Motto "Together again" aus, das den Geist der Loveparade weitertragen soll.

"Eine friedliche Welt ist unser Traum und unser Wunsch"

Die Neugründung hat aber sonst nichts mit der Ursprungsveranstaltung zu tun, wie die Veranstalter betonen. Die Marke Loveparade hatte der Techno-Pionier abgegeben. Dr. Motte sagte dem Radio Berlin-Brandenburg zum Hintergrund des Treffens, "wir wollen zeigen, eine friedliche Welt ist unser Traum und unser Wunsch".

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An ihre berühmte Vorgängerin aus den 1990er-Jahren, die Loveparade, reichte die Veranstaltung am Samstag von den Teilnehmerzahlen noch nicht heran. An der Loveparade hatten in Spitzenzeiten mehr als eine Million Menschen teilgenommen; ein Rekord wurde 1999 mit 1,5 Millionen Teilnehmern erreicht.

Loveparade-Gründer Dr. Motte versteht das Musikspektakel auch als politische Demonstration - so forderte er in seiner Rede ein bedingungsloses Grundeinkommen. Gefordert wurden auch die Anerkennung und der Erhalt der elektronischen Tanzmusikkultur als kulturelle Leistung. Die Loveparade fand von 1989 bis 2006 in der Hauptstadt statt, danach an wechselnden Orten im Ruhrgebiet. Bei der letzten Parade 2010 in Duisburg kam es zu einem Unglück mit 21 Toten.

Quelle: ntv.de, can/AFP/dpa

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