Unterhaltung

Nach 24 Jahren ARD schießt Bambi ab

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"Wir wünschen dem Bambi alles Gute", heißt es seitens der ARD.

(Foto: imago images/Marja)

Seit Jahren steht die ARD für ihre Übertragungen von Preisverleihungen in der Kritik. Die Konsequenz: Nach 24 Jahren gehen der öffentlich-rechtliche Sender und der Bambi künftig getrennte Wege.

Kurz vor dem 25. Jubiläum kippt die ARD die Bambi-Verleihung aus dem Programm. "Der Vertrag ist 2019 ausgelaufen. In der ARD gab es ein Votum, keinen neuen Vertrag zu schließen. Wir danken für 24 Jahre vertrauensvoller und erfolgreicher Zusammenarbeit. Wir wünschen dem Bambi alles Gute", bestätigte der ARD-Koordinator für Unterhaltung, Thomas Schreiber, laut Branchendienst "DWDL", dass die öffentlich-rechtliche Sendergruppe die Preis-Verleihung nicht länger überträgt.

Der Medienkonzern Hubert Burda Media, der die Bambi-Vergabe veranstaltet, will darin jedoch noch nicht das endgültige Ende der Veranstaltung sehen. Im Gegenteil: "Die Zusammenarbeit mit der ARD und besonders dem Mitteldeutschen Rundfunk war über 20 Jahre erfolgreich und immer innovativ. Jetzt gehen wir diesen Weg ohne die ARD weiter", sagt Burda-Vorstandsmitglied Philipp Welte.

"Gelegenheitspreise"

"Bambi wird es immer geben. Es ist eine multimediale journalistische Plattform geworden, die würdigt, was den Menschen wichtig ist", fügt er noch hinzu. Wo der Bambi sein neues Zuhause finden könnte, steht allerdings in den Sternen.

Für Preisverleihungen wie dem Bambi oder der "Goldenen Kamera" der Funke Mediengruppe wurde die ARD immer wieder massiv kritisiert. Der Vorwurf: Der öffentlich-rechtliche Sender übertrage Werbeveranstaltungen von Verlagen und finanziere diese mit Rundfunkgebühren.

Kritiker unterstellen dem Bambi zudem, sogenannte "Gelegenheitspreise" zu verleihen, wenn ein internationaler Star gerade zufällig in Deutschland sei. Auch der "Integrationsbambi" für Rapper Bushido kam beim Publikum nicht gut an.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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